CH178222A - Verfahren zur Darstellung von 4-Nitrosodiphenylaminderivaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 4-Nitrosodiphenylaminderivaten.

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CH178222A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung von     4-Nitrosodiphenylaminderivaten.       Es ist bekannt,     Diphenylamine    in     N-Ni-          trosodiphenylamine    durch Behandeln mit     ni-          trosierenden    Mitteln in Gegenwart von Mine  ralsäuren überzuführen. Weiterhin ist es  bekannt, diese     N-Nitrosodiphenylamine    in       4-Nitrosodiphenylamine    durch Behandeln mit  Salzsäure umzulagern (vergleiche zum Beispiel  0. Fischer, Annalen 190, Seite 174 und Be  richte der Deutschen Chemischen Gesellschaft,  B. 19, Seite 2994). Beide Reaktionen wur  den in Gegenwart von organischen Lösungs  mitteln     ausgeführt.     



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    nun ein  Verfahren zur Darstellung von     4-Nitrosover-          bindungen    durch Behandeln von solchen       Diphenylaminderivaten,    welche in     3-Stellung     eine     Alkoxygruppe    tragen und deren     4-Stel-          lung    unbesetzt ist, mit     nitrosierenden    Mitteln  unmittelbar in einem Arbeitsgang und ist  dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung  in Gegenwart von Schwefelsäure mit einem  Wassergehalt von höchstens 25      /o    vorgenom-         men    wird.

   Dabei wird die     untermediär    ent  stehende     N-Nitrosoverbindung    sogleich in die       gernnitrosoverbindung    umgelagert; und zwar  tritt die     Nitrosogruppe    einheitlich in die       4-Stellung    ein.  



  Dieser Reaktionsverlauf ist durchaus     über-          rascbend,    da es bisher nicht gelang, eine  glatte Umlagerung von     N-Nitrosoverbindun-          gen    des     Diphenylamins    in     gernnitrosoderivate     in Gegenwart von Schwefelsäure herbeizu  führen (vergleiche Berichte der Deutschen  Chemischen Gesellschaft, B.20, (1887 Seite  1247).  



  Als     nitrosierende    Mittel können in dem  Verfahren salpetrige Säure, deren Ester und       Anhydrid,    sowie     Nitrosylschwefelsäure    oder       Nitrosylchlorid    verwendet werden.  



  Gegenüber den bekannten Methoden zur  Herstellung von     gernnitrosoverbindungen    des       Diphenylamins    hat das vorliegende Verfahren  den Vorzug einfacherer Arbeitsweise und  grösserer Wirtschaftlichkeit, da es die Ver-           wendung    organischer Lösungsmittel bei dem  Prozess unnötig macht.  



  <I>Beispiel 1:</I>  20 Gewichtsteile     feingepulvertes        3-Methoxy-          diphenylamin    werden langsam unter gutem  Rühren irr ein auf 0   C gekühltes Gemisch  von 13 Gewichtsteilen     Niti@osylschwefelsäure     und 75     CTewichtsteileri    96     o/oiger    Schwefel  säure eingetragen. Das     3-DZethoxydiphenyl-          amin    geht dabei sofort mit tiefbrauner Farbe  in     Lösung.    Nach beendigtem Eintragen wird  5 Minuten nachgerührt, darin auf Eis gegossen  und mit Wasser auf 3000 Raumteile gestellt.

    Die so erhaltene Lösung des schwefelsauren  Salzes des     4-Nitroso-3-methoxy-diphenyl-          amins    wird durch Zugabe von     Natriumacetat     kongoneutral gestellt, wobei sich das     4-Ni-          troso-3-methoxydiphenylamin    in orangeroten  Kristallen abscheidet. Wenn keine Zunahme  des Niederschlages mehr zu beobachten ist,  wird     genutscht    und neutral gewaschen. Nach  einmaligem     Umkristallisieren    erhält man das       4-Niti-oso-3-methoxydiphenylamin    völlig rein  in Form von kurzen, braunen, prismatischen  Nadeln mit metallischem Schimmer, die beim  Pulvern in ein orangegelbes Pulver zerfallen.

    Der Schmelzpunkt ist 153-l54 o C     (unkorr.).     <I>Beispiel 2:</I>  23 Gewichtsteile     3-Äthoxy-4'-methyldi-          phenylamin    werden in 100 Teilen 96     o/oiger     Schwefelsäure gelöst;

   alsdann werden unter  Rühren bei einer<B>00</B> C nicht übersteigenden  Temperatur 13 Teile     Nitrosylschwefelsäure,     gelöst in 20 Teilen Schwefelsäure, langsam       zugetropft.    Nach beendigter Reaktion wird  auf Eis gegossen und von einer geringen  Menge Harz     abgenutscht.    Das Filtrat wird  mit Natronlauge alkalisch gemacht, und aus  der so erhaltenen Lösung des     Natriumsalzes     des     4-Niti-oso-3-äthoxy-4'-methyldipheriyl-          amins    das     4-Nitroso-3-äthoxy-4'-inethyldiphe-          nylamin    durch Einleiten vor) Kohlensäure in  Form von orangegelben Flocken gefällt.

   Aus  Methanol kristallisiert der     Nitrosokörper    in  feinen braunen     NädelchenvomF.156-157oC          (unkorr.).       <I>Beispiel 3:</I>  20     (xewiclitsteile        3-Methoxydiphenylarriii)     werden in einem Gemisch von 40 Gewichts  teilen     o-Dichlorbenzol    und 40 Gewichtsteilen  96     o/oiger    Schwefelsäure gelöst.

   Nach Abküh  len auf 0 o C werden bei einer     -@-    5 o C nicht  übersteigenden Temperatur 14     Crewichtsteile          Nitrosylschwefelsäure,    gelöst in 17 Gewichts  teilen Schwefelsäure, langsam     zugetropft.     Nach beendigter Reaktion wird auf Eis ge  gossen, die Lösung des schwefelsauren Salzes  des     4-Nitroso-3-methoxydiphenylamins    vom       o-Dichlorbenzol    getrennt, und der     Nitroso-          körper    in der üblichen Weise abgeschieden       bezw.    weiterverarbeitet.  



  An Stelle von     o-Dichlorbenzol    kann man  auch zum Beispiel Eisessig verwenden.  <I>Beispiel</I>  In eine Lösung vor) 26,8 Gewichtsteilen       3-Methoxy-3'.        4'-dichlordiphenylamin    in 100  Raumteilen 90     o/oiger    Schwefelsäure werden  bei 0 o C langsam 7 Gewichtsteile Natrium  nitrit eingetragen. Nachdem noch     '/2    Stunde  weitergerührt worden ist; wird auf Eis ge  gossen und, wie in den andern Beispielen       beschrieben,    aufgearbeitet.

   Das so erhaltene       4-Nitros        o-3-methoxy-3'.4'-di        chl        ordiphenylam    i     ri     kristallisiert aus Methanol in braunen     Nädel-          chen    vom F. 195-196   C     (unkorr.).     



  In ähnlicher Weise erhält man zum Bei  spiel:  4 - Ni     ti-oso    - 3 -     inetho        xy-    2'- m     ethyl    d     iph        eriyl-          amin    : aus     Xylol    braune Tafeln mit metallisch  blauein Glanz, F. 164-165 o C     (unkorr.).     



       4-Niti-oso-3-äthoxydipheriylamin    : aus Me  thanol braune     Nädelchen,    F. 126-127 o C       (unkorr).     



       4-Nitroso-3-methoxy-2'    .     5'-dimethyldi-          phenylamin    : aus Alkohol derbe, braune Na  deln, F. 145-146 o C     (unkorr.).     



  4 -     Nitroso-    3-     inethoxy-    3'-     inethyldipher)yl-          aniin    : aus     Xylol    braune Nadeln F. 180 bis  181   C     (unkorr.).     



       4-Nitroso-3-inethoxy-3'-cblordiphenylamin     aus     gylol    braune Nadeln, F. 184-185 o C       (unkorr.).         4 -     Nitroso    - 3 . 4'-     dimetlroxydiphenylamin     aus o -     Dichlorbenzol    braune Nadeln, F. 146  bis 147 0 C     (unkorr.).     



       4-Nitroso-3-cyclohexyloxydipherrylamin     aus     Cyclohexan    braune Nadeln F. 140 bis  14l0 C     (unkorr.).     



       4-Nitroso-3-isopr,opyloxydiphenylarnin    : aus       Xylol        braune    Nadeln, F. 145-146 0 C     (un-          korr.).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 4 Nitroso- diphenylaminderivaten durch Behandeln von Diphenylamiriderivaten, welche in 3-Stellung eine Alkoxygruppe tragen und deren 4-Stel- lung unbesetzt ist, mit nitrosierenden Mitteln, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Umsetzung in Gegenwart von Schwefelsäure mit einem Wassergehalt von höchstens 25 % vorge- nommen wird.
CH178222D 1933-06-24 1934-05-18 Verfahren zur Darstellung von 4-Nitrosodiphenylaminderivaten. CH178222A (de)

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