CH178349A - Verfahren zur Herstellung von hochvakuumdichten, metallenen Gefässen, die aus mehreren Teilen zusammengeschweisst werden, insbesondere für Vakuumentladungsapparate. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochvakuumdichten, metallenen Gefässen, die aus mehreren Teilen zusammengeschweisst werden, insbesondere für Vakuumentladungsapparate.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von hochvak uumdichten, metallenen Gefässen, die aus mehreren Teilen zusammengeschweisst werden, insbesondere für Vakuumentladungsapparate. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung von metallenen Va kuumgefässen, die aus mehreren Teilen zu sammengeschweisst werden. Die hierbei ent stehenden Schweissstellen oder -nähte müssen unbedingt vakuumdicht sein. Dies ist beson ders dann von ausschlaggebender Bedeutung, wenn das Vakuumgefäss für einen Vakuum entladungsapparat, zum Beispiel einen Qlueck- silberdampfgl.eichrichter, bestimmt ist, der dauernd von der Pumpe getrennt betrieben werden soll.
In Praxis ist jedoch die Herstel lung hochvakuumdichter Metallgefässe ausser ordentlich schwierig, so dass in der Fachwelt fortlaufend versucht wird, geeignete Her stellungsverfahren zu finden.
Gemäss der Erfindung wird nun die Her stellung der metallenen Vakuumgefässe in Verbindung mit einer Prüfung der Schweiss stellen auf Dichtigkeit in sehr einfacher Weise dadurch vorgenommen, dass zunächst die einzelnen Teile des Gefässes mit den er forderlichen Nebenräumen hergestellt wer den, und dass dann zur Prüfung der Schweiss nähte der einzelnen Teile auf Dichtigkeit die die eigentlichen Vakuumgefässhohlräume umgebenden Räume mit einem Prüfmedium gefüllt werden, dessen Durchdringen durch etwaige Lndichtigkeiten an der aussen lie genden Seite der Schweissnähte erkennbar gemacht wird,
worauf die Gefässteile mitein ander verschweisst werden und das Innere des Vakuumgefässes zur Prüfung der restlichen Schweissnähte ebenfalls mit dem Prüfmedium gefüllt wird.
Bei einer derartigen Durchführung der Prüfung ist man nicht mehr darauf angewie sen, die im Innern der Kühl- oder sonstigen Räume liegenden Schweissstellen oder -nähte mehr oder minder mühsam zu prüfen, son- dern kann die Prüfung an der frei zugäng lichen Aussenseite der Schweissstellen oder -nähte vornehmen.
Die durchgeführten umfangreichen Ver suche haben ergeben, dass sich nach dem vor stehend angegebenen Verfahren auf wirt schaftlich tragbare Weise Vakuumgefässe herstellen lassen, die praktisch absolut hoch vakuumdicht sind.
Für die Anlage der Schweissstellen, ins besondere der Schweissnähte, ist noch folgen des zu berücksichtigen: Eine Schweissnaht, welche durch einen geübten Schweisser hergestellt wird, zeigt, gleichgültig, ob es sich um eine sogenannte autogene Schweissung oder um Lichtbogen schweissung handelt, auf der Seite der Flamme bezw. auf -der Seite des Lichtbogens eine saubere und glatte Oberfläche, an der nach irgendeinem Verfahren der Dichtig- keitsprüfung in bequemer Weise Undichtig- keiten der Schweissnaht, wie Poren,
Risse usw. festgestellt werden können. Auf der von der Flamme bezw. dem Lichtbogen abge kehrten Seite der Schweissnaht verläuft da gegen die Oberfläche der Naht unregelmässig und zeigt Hohlräume, ,die mehr oder weniger tief in die Schweissnaht eindringen. Das Prüfen der Schweissnaht auf Undichtigkeit von einer derartigen Oberfläche aus ist aber nicht ohne Schwierigkeiten oder besondere Hilfsmittel möglich.
Es ist daher vorteilhaft, die Schweiss stellen zum Zusammenschweissen der einzel nen Gefässteile so anzulegen, dass die glatte Seite der Schweissstellen oder -nähte auf der Vakuumseite bezw. der freien Aussenraum seite der Gefässwandungen liegt, während die rauhe Seite in den Kühlräumen oder sonsti gen, das eigentliche Vakuumgefäss umgeben den Räumen mündet.
Die Anordnung der glatten Schweissstel len oder -nähte auf der Vakuumseite hat ausserdem noch den Vorteil, @dass die un bedingt notwendige Reinigung ohne Schwie rigkeiten vorgenommen werden kann, wäh ren. dies nicht möglich wäre, wenn die rauhe Seite der Schweissstellen oder -nähte an das Vakuum grenzte, da sich dann in den zurückbleibenden Hohlräumen mit Leichtig keit Verunreinigungen und das Vakuum be einträchtigende Substanzen festsetzen kön nen, die zu entfernen praktisch unmöglich ist.
Anhand der beiliegenden Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt einen Quecksilberdampf gleichrichter mit nach der Erfindung her gestellten Schweissnähten und -stellen im Längsschnitt; Fig. 2 und 2a stellen zwei Schweissstel len in vergrösserter Ausführung dar.
Das eigentliche Vakuumgefäss besteht aus dem Oberteil 1 und dem Unterteil 2; es ist aber auch eine andere Art der Unterteilung möglich. 3 sind die Anoden, die mittelst der Einführungen 4 eingeführt sind. 5 ist eine Quecksilberkathode, die unter Zwischen fügung eines isolierenden Glasflusses 6 mit der Gefässwand des Unterteils 2 verschmol zen ist. Die Gefässwandungen 7 sind vom Kühlräumen S umgeben, in denen sich ein geeignetes Kühlmittel befindet. Ebenso sind auch die Anodenrohre 9 für die Anoden 3 und -der Kondensationsdom 1,0 von Kühl räumen 11 umgeben.
Wie die Fig. 1 erkennen lässt, bilden der Oberteil 1 und der Unterteil 2 mit den zuge hörigen Kühlräumen je ein vollständig ab geschlossenes Gefäss. Die Schweissnähte zum Zusammenschweissen der einzelnen Teile des Gefässes sind so angelegt, @dass die glatte Aussenseite der Schweissnähte an das Vakuum oder den freien Aussenraum grenzt. Zum Beispiel grenzt die Schweissnaht 12 an das Vakuum und die Schweissnaht 13 an den freien Aussenraum an. Die Fig. 2 lässt die Anlage der Schweissnaht 12 im einzelnen er kennen, analog sind auch die andern Schweissnähte angelegt.
Die Fig. 2a lässt in vergrösserter Darstel- g erkennen, was unter der glatten, der i amme bezw. dem Lichtbogen zugewendeten Seite 14 und was unter der muhen, mit Po ren durchsetzten Seite 15 zu verstehen ist.
Die Herstellung des Vakuumgefässes in Verbindung mit einer Prüfung der Schweiss stellen auf Dichtigkeit wird folgendermassen vorgenommen: Zunächst werden die einzelnen Teile des Gefässes hergestellt, von denen jeder einen Teil des eigentlichen Vakuumgefässes enthält, der von den erforderlichen Kühl- und sonsti- < ren Räumen, die zum Beispiel aus Vorrats räumen für eine Edelgasfüllung des Gefässes bestehen können, umgeben ist. Die Herstel lung der einzelnen Teile ist hierbei ausser ordentlich einfach, da alle Schweissnähte nach aussen gelegt werden können, also ein wandfrei und bequem zugängliche Schweiss nähte in Frage kommen.
Hierauf wird die Prüfung der Schweissnähte an den einzelnen Teilen vorgenommen, indem die Kühl- und sonstigen Räume mit dem Prüfmedium ge füllt werden. Von der Aussenseile her, also ebenfalls leicht zugänglich, können dann etwaige LTndichtigkeiten der Sehweissnähte festgestellt werden, Nachdem dies geschehen ist, werden die Gefässteile zusammengesetzt, und das eigentliche geschlossene Vakuumge fäss wird mit dem Prüfmedium gefüllt. Es sind dann nur noch die Schweissnähte zu kontrollieren, an denen die Gefässteile mitein ander verschweisst sind. Da auch diese Schweissnähte leicht von aussen zugänglich sind, ist die Prüfung der letzten Schweiss naht ebenfalls sehr einfach.
Zur Durchführung der Prüfung selbst können zum Beispiel die Kühlräume 8 bezw. 11 unter atmosphärischen Überdruck gesetzt werden. Die Aussenseite der Schweissnähte wird dann mit Seifenlösung bestrichen. Durch die entstehende Blasenbildung können ,jetzt etwaige Undichtigkeiten festgestellt werden.
Ferner kann man in die Kühlräume ein chemisch aktives Gas unter Überdruck ein füllen. Auf die Aussenseite der Schweiss nähte wird dann ein Reägenzmittel für die--s Gas gebracht, dessen Veränderungen etwa - e Undichtigkeiten erkennen lassen. Zum kann man in an sich bekannter Weise als chemisch aktives Gas Ammonia-kgas ver- wenden und auf die Aussenseite Tuchstreifen auflegen, welche mit Mercuronitratsalz im prägniert sind. Durch Verfärben dieses Salzes sind etwaige Undichtigkeiten leicht erkenn bar.
Die Prüfung des ganzen Vakuumgefässes wird ebenfalls dann na-eh einem der vor stehend angegebenen Verfahren vorgenom men.
An Stelle der hier angegebenen Prüfver fahren können aber auch irgendwelche an dern, in Frage kommenden Prüfverfahren verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von hoch vakuumdichten, metallenen Gefässen, die aus mehreren Teilen zusammengeschweisst wer den, insbesondere für Vakuumentladungs- apparate, .dadurch gekennzeichnet, dass zu nächst die einzelnen Teile des Gefässes mit den erforderlichen Nebenräumen hergestellt werden, und dass dann zur Prüfung der Schweissnähte der einzelnen Teile auf Dich tigkeit die die eigentlichen Vakuumgefäss hohlräume umgebenden Räume mit einem Prüfmedium gefüllt werden, dessen Durch dringen durch etwaige Undichtigkeiten an der aussen liegenden Seite der Schweissnähte erkennbar gemacht wird,worauf die Gefäss teile miteinander verschweisst werden und das Innere des Vakuumgefässes zur Prüfung der restlichen Schweissnähte ebenfalls mit dem Prüfmedium gefüllt wird, <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> l.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass die glatte Seite der Schweissstellen so gelegt wird, dass sie an das Vakuum bezw. an den freien Aussen raum grenzt. ?.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Feststellung der Undichtigkeiten die zu prüfenden Räume unter Überdruck gesetzt werden, und @dass die Aussenseite der Schweissnähte mit einer Lösung bepinselt wird, welche durch Blasenbildung etwaige Undichtigkeiten er kennbar macht. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Feststellung von Undichtigkeiten in die zu prüfenden Räume ein chemisch aktives Gas unter Druck eingeführt wird, und auf die Aussenseite der Schweissnähte ein Re agenzmittel für dieses Gas gebracht wird, welches etwaige Undichtigkeiten erkenn bar macht. 4.Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Feststellung von Undichtigkeiten in die zu prüfenden Räume Ammoniakgas unter Druck ein geführt wird, und auf die Aussenseite der Schweissnähte 1Mercuronitrat als Reagenz mittel für dieses Gas gebracht wird, wel ches etwaige Undichtigkeiten durch Ver färben erkennbar macht.
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