CH178361A - Verfahren zur Darstellung nichtflockender Lösungen eiweisshaltiger Heilmittel. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung nichtflockender Lösungen eiweisshaltiger Heilmittel.

Info

Publication number
CH178361A
CH178361A CH178361DA CH178361A CH 178361 A CH178361 A CH 178361A CH 178361D A CH178361D A CH 178361DA CH 178361 A CH178361 A CH 178361A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
protein
preparation
products containing
solutions
containing proteins
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH178361A publication Critical patent/CH178361A/de

Links

Landscapes

  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description


  Verfahren zur     Darstellung        niehtfloehender    Lösungen eiweisshaltiger Heilmittel.    Bekanntlich zeigen eiweisshaltige Lösun  gen die Eigenschaft,     dass    sie nicht dauernd  klar bleiben, sondern zur     Flockenbildung     neigen, was auf Denaturierung des Eiweisses  beruht. Dieser Umstand macht sich beson  ders bei therapeutischen Präparaten störend       bemerkbar.     



  Es wurde nun gefunden, dass man die       Flockung    von eiweisshaltigen Lösungen von  Heilmitteln aufheben oder weitgehend ver  hindern kann, indem man das eiweisshaltige  Heilmittel mit     höhermolekularen        Eiweissab-          bauprodukten,        zuni    Beispiel Säuren wie     Prot-          albinsäure,        Lysalbinsäure    usw. zusammen  bringt. Insbesondere sind die Salze dieser Ei  weissabbauprodukte, besonders die Alkali  salze, wie zum Beispiel die Natrium- oder       Kaliumsalze,    für das Verfahren geeignet.

    Man führt das Verfahren zweckmässig so  aus, dass man die erwähnten Stoffe den Lö  sungen der eiweisshaltigen Heilmittel zugibt.  Mit gleichem Erfolge kann jedoch auch der    die     Flockung    verhindernde Stoff einem  festen eiweisshaltigen Heilmittel zugegeben  und dann das so erhaltene Produkt in Lö  sung gebracht werden.  



  Bei dem Verfahren spielen sich     insofern     chemische Prozesse ab, als das     höhermoleku-          lare        Eiweissabbauprodukt,    beispielsweise das       Albuminat,    mit den durch örtliche Einwir  kung an der Oberfläche der Lösung oder an  der Glaswand des Gefässes sich denaturieren  den Eiweissteilchen in Reaktion tritt, unter  Bildung eines nicht ausflockenden Kom  plexes.

   Durch diese Verhinderung der weiter  um sich greifenden Denaturierung tritt, wie  Versuche ergaben, eine weitere chemische  Reaktion ein, die darin besteht, dass die Ver  schiebung der     Wasserstoffionenkonzentration     der Lösung in das alkalische Gebiet verhin  dert wird, die sonst beim Koagulieren einer  beliebigen Eiweisslösung stets eintritt (siehe  unter anderem     Cohnheim,    Chemie der Ei  weisskörper,     III,    S.     15G).         Als eiweisshaltige Heilmittel kommen  beispielsweise die     Absonderungsprodukte    von  Drüsen in Frage, ferner Serumeiweissstoffe  oder Eiweisskörper aus Krebsgeweben.

   Als  höhenmolekulare Abbauprodukte können ver  wendet werden Spaltprodukte, erhalten durch  alkalischen Abbau des Eiweisses, ferner     Peil-          tone,    erhalten durch enzymatischen Abbau,  zum Beispiel durch     Pepsinabbau.     



       Beispiele:     1. Eine . 1 %     ige        Thyreoglobulinlösung     wird nach dem Zusatz eines     Sterilisi.erungs-          mittels    mit etwa 1 %     protalbinsaurem    Na  trium unter Umrühren versetzt. Die Lösung  zeigt nach dem Filtrieren keine     Flockenbil-          dung    mehr.  



  2. Eine fraktionierte     Thyreoglobulinlösung     wird auf die gewünschte Konzentration einge  stellt und mit soviel     protalbinsaurem    Na  trium versetzt, dass die Lösung etwa     1 /00     davon enthält. Die Lösung wird nunmehr    mit     Trikresol        sterilisiert    und durch     Seitz-          filter    geklärt.  



  3. Trockenpulver von Insulin wird nach  dem Ergebnis der Standardisierung mit Al  kali-     bezw.        Natriumalbuminat    vermischt  und die Substanz allmählich in der berechne  ten Menge sauren Wassers aufgelöst, so dass  eine an     Alkalialbuminat    etwa     1 /ooige    Lö  sung entsteht. Nach dem Filtrieren erhält  man eine beständige, keine Flocken bildende  Lösung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCAI Verfahren zur Darstellung nichtflocken der Lösungen eiweisshaltiger Heilmittel, da durch gekennzeichnet, dass man das eiweiss haltige Heilmittel mit höhermolekularen Ei- weissabbauprodukten zusammenbringt.
CH178361D 1933-07-08 1934-06-27 Verfahren zur Darstellung nichtflockender Lösungen eiweisshaltiger Heilmittel. CH178361A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE178361X 1933-07-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH178361A true CH178361A (de) 1935-07-15

Family

ID=5705363

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH178361D CH178361A (de) 1933-07-08 1934-06-27 Verfahren zur Darstellung nichtflockender Lösungen eiweisshaltiger Heilmittel.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH178361A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3049932C1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Kollagenproduktes fuer medizinische und kosmetische Zwecke
DE69017921T2 (de) Lactoferrinhydrolysat zur Verwendung als tyrosinagehemmendes Mittel.
EP0217975A1 (de) Salzmischung zur Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis) und anderer Hautkrankheiten
DE2922561A1 (de) Verfahren zur herstellung von proteinisolaten
CH178361A (de) Verfahren zur Darstellung nichtflockender Lösungen eiweisshaltiger Heilmittel.
AT144185B (de) Verfahren zur Darstellung nichtflockender Lösungen eiweißhaltiger Heilmittel.
DE651434C (de) Verfahren zur Verhinderung der Denaturierung in Wasser geloester eiweisshaltiger Heilmittel
DE128419C (de)
DE750119C (de) Verfahren zur Herstellung von Eiweissstoffen aus Muskelfasern tierischer Herkunft
DE1037072B (de) Verfahren zur Herstellung von Tabletten mit erhoehtem Neutralisationswert
DE940133C (de) Verfahren zur Gewinnung hochwirksamer Organextrakte
DE837643C (de) Verfahren zur Gewinnung von OEl und Proteinen aus Fisch
DE712791C (de) Verfahren zur Herstellung von Loesungen des blutzuckersenkenden Pankreashormons
DE694100C (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallverbindungen wasrodukte
DE505062C (de) Verfahren zur Herstellung von Arzneimitteln zur organ-bzw. gewebsspezifischen Behandlung von Krankheiten des menschlichen und tierischen Koerpers
DE464674C (de) Verfahren zur Darstellung von in alkalischem Medium kolloidal loeslichen, Cholesterin enthaltenden Produkten
DE2106706A1 (en) Pancreatin compsn - of high amylolytic, proteolytic and lipolytic activity
DE723530C (de) Verfahren zur Anreicherung gonadotroper Wirkstoffe
DE122492C (de)
DE302911C (de)
DE114273C (de)
DE357140C (de) Verfahren zur Darstellung von Verbindungen von Hefen mit Tannin
DE805519C (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Kobaltkomplex-Verbindungen
AT93053B (de) Verfahren zur Herstellung kolloidaler Metalle, metallähnlicher Metalloide und deren Verbindungen.
DE335063C (de) Verfahren zur Herstellung phosphorhaltiger Kieselsaeure-Eiweissverbindungen