CH178528A - Verfahren zur Gewinnung von löslicher Stärke. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von löslicher Stärke.

Info

Publication number
CH178528A
CH178528A CH178528DA CH178528A CH 178528 A CH178528 A CH 178528A CH 178528D A CH178528D A CH 178528DA CH 178528 A CH178528 A CH 178528A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
starch
hypobromite
production
soluble starch
hypobromites
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Wilkens Meihuizen Co Duintjer
Original Assignee
Duintjer Wilkens Meihuizen & C
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Duintjer Wilkens Meihuizen & C filed Critical Duintjer Wilkens Meihuizen & C
Publication of CH178528A publication Critical patent/CH178528A/de

Links

Landscapes

  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description


  Verfahren zur Gewinnung von löslicher Stärke.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Gewinnung von löslicher Stärke,  das .darin besteht, dass man stärkehaltige  Stoffe mit     Hypobromiten    behandelt. Die Be  handlung mit     Hypobromiten    kann bei An  wesenheit von     Hypochloriten    vor sich gehen.  Dabei ist es nicht notwendig, mit fertigen       Hypobromiten    zu arbeiten; die gleichen  Effekte werden auch erreicht, wenn man       hypobromitbildende    Stoffe anwendet. Die  gewonnene lösliche Stärke kann mit Alkalien  zu einem dünnflüssigen     Sol        peptisiert    wer  den.

   Als Alkalien kann man beispielsweise  verwenden Ammoniak,     Alkalilauge    oder  Borax. Das Verfahren ist gleicherweise an  wendbar auf die Gewinnung von Stärkepro  dukten aus nativer Stärke, wie aus stärke  haltigen Rohstoffen.  



       Lä-sst    man auf Stärke oder stärkehaltige  Stoffe     Hypohalogenite    bei Gegenwart von  freie     OH-Ionen    liefernden     Stiekstoff-Wasser-          stoffverbindungen,    wie Ammoniak, Am  moniumbasen,     Hydrazin,    Amine,     Pyridin       oder     aderbleichen    einwirken, so bilden     sielt     Stoffe, die sich in heissem Wasser ohne wei  teres auflösen, wobei die Lösungen lange  Zeit klar. und homogen bleiben.  



  Die Einwirkung der     Hypothlarite    ist eine  andere, wie die der     Hypobromite.    Während  es zur Gewinnung löslicher Stärke bei An  wendung von     Hypothloriten    notwendig ist,  in der oben angegebenen Weise zu arbeiten,  da     Hypoehlorite    ohne Temperaturerhöhung  allein nicht imstande sind, .die Stärke umzu  wandeln,     vermögen,die        Hypobramite    die Um  wandlung der Stärke in lösliche Stärke allein  vorzunehmen.  



  Lässt man beispielsweise     Hypobromite    bei  Zimmertemperatur auf Stärke einwirken, so  erhält man ein Produkt, .das beim     na.chheri-          gen    Verkleistern ein     salbenartiges.    Gel ergibt,  welches sieh gut verstreichen lässt, nur eine       beringe    Neigung zum Eintrocknen     zeigt    und  daher     wertvolle    Eigenschaften für die Indu  strie aufweist.

        Die     vera.chiedene        Wirkungsweise    der       Hypo.chlorite    einerseits und der     Hypobromite     anderseits ist aus der folgenden Gegenüber  stellung ersichtlich:  Lässt man auf Stärke     Hypochlo.rite    bei  gewöhnlicher Temperatur einwirken,     wäscht     mach erfolgter Einwirkung mit Wasser aus  und fügt dann zu dem     Reaktionsprodukt     Ammoniak, so wird ein Stoff erhalten, der  in seinen Eigenschaften dem Ausgangspro  dukt praktisch vollkommen gleicht.

   Behan  delt man dagegen die Stärke mit einer äqui  valenten Menge     Hypobromit,    so erhält man  ein Produkt, dass nach dem Auswaschen völ  lig andere Eigenschaften aufweist, wie der  Ausgangsstoff. Nimmt man zum     Beispiel          Kartoffelstärke    als Ausgangsmaterial und  verkleistert diese, so erhält man ein Stärke  gel von kautschukartiger Beschaffenheit;

   be  handelt man dagegen die Stärke vorher mit       Hypobromiten,    so erhält man nach der     Ver-          kleisterung    ein Gel salbenartiger Beschaffen  heit, das durch Zusatz geringer Mengen al  kalisch wirkender Stoffe, wie     Ammonialt,     Borax,     Natriumbikarbonat,    usw. zu dünn  flüssigem     Sol        peptisiert    werden kann, das  nicht gelatiniert und lange flüssig bleibt.

    Diese Stärkelösung gibt mit     Jod-Jodkaliuxn     eine intensive blaue Färbung und reduziert  nicht die in der analytischen Chemie ge  bräuchlichen Kupfersalzlösungen, wie zum  Beispiel     Fehlingsche    Lösung und derglei  chen. Es hat somit kein weitgehender Ab  bau     stattgefunden.     



  Die auf diese Weise gewonnenen Pro  dukte besitzen eine hervorragende Bedeutung  für Appretur- und Wäschereizwecke. Die  Lösungen imprägnieren die Faser gleichmä  ssig und nach dem Plätten und     Kalandern     befindet sich die     Stärkehaut    innerhalb der  Faser und verleiht ihr so einen vollen ge  schmeidigen Griff, ohne dabei     brüchig    ge  worden zu sein. Selbstredend können auch  dieser Stärke die üblichen Zusätze einver  leibt werden.  



  Obwohl nun das     Hypobromit    eine ganz  besondere Wirkung ausübt, ist es nicht er  forderlieh, zum     /\ufschliessen    der Stärke nur    mit     Hypobromitlösung    zu arbeiten. Man  kann in manchen Fällen das     Hypobromit     grösstenteils durch     Hypoehlorit    ersetzen.  



  <I>Ausführungsbeispiele:</I>  1.. 1 kg Kartoffel- oder     Tapioca.stärke     wurde mit 1500 cm' Wasser aufgerührt und  400 cm' normale     Hypobromitlauge    (80     -r     Brom, 40     gr        Na.OH    im Liter) zugegeben.  Nach Verlauf einer halben Stunde wurde .die  Stärke abgesaugt, gründlich ausgewaschen  und an der Luft getrocknet.  



  2. 1 kg Kartoffel- oder     Tapioca.stärke     wurde mit.     1.500    cm' Wasser aufgerührt und  darauf<B>100</B> cm' normale     Hypobromitlauge     und 10,0 cm' 4 X normale     Hypochloritlösung     hinzugefügt. Nach einer halben Stunde  wurde am Saugfilter     filtriert,    die     Stärke     gründlich     ausgewaschen    und in bekannter  Weise bei niedriger Temperatur getrocknet.  



  Anstatt obengenannter Stärkearten lassen  sich auch die andern Sorten Stärke ver  wenden. Die Mengen     Hypobromit    und       Hypochlorit    können weitgehend variiert       werden,    und - je nach den angewandten  Mengen bekommt man nachher     leim    Ver  kleistern dick- oder dünnflüssige Lösungen  von grosser Beständigkeit. Man kann nicht  nur die Viskosität dieser Sole durch die  Menge der benutzten     Hypo-chlo.rite,    sondern  auch durch die Zusätze beim Verkleistern  wie Lauge,     Alkalikarbonate,        Borate,    Ammo  niak und dergleichen beeinflussen. Es sei be  merkt, dass von den Zusätzen immer nur sehr  kleine Mengen erforderlich sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von löslicher Stärke, dadurch gekennzeichnet, dass man stärkehaltige Stoffe mit Hypobromiten be handelt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung mit Hypobromiten bei Gegenwart von Ilypo- chloriten durchführt.
CH178528D 1933-05-06 1934-05-05 Verfahren zur Gewinnung von löslicher Stärke. CH178528A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT178528X 1933-05-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH178528A true CH178528A (de) 1935-07-31

Family

ID=3659866

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH178528D CH178528A (de) 1933-05-06 1934-05-05 Verfahren zur Gewinnung von löslicher Stärke.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH178528A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE563387C (de) Verfahren zum Behandeln von Textilstoffen
DE724611C (de) Verfahren zur Herstellung von waschbestaendigen Steifeffekten auf Textilstoffen aus Cellulosehydratfasern
CH178528A (de) Verfahren zur Gewinnung von löslicher Stärke.
DE1300432B (de) Verfahren zum Bleichen von Holzspulen
DE564738C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfitzellstoff
AT142572B (de) Verfahren zur Herstellung von Stärkeumwandlungsprodukten.
DE445178C (de) Verfharen zur Verbesserung und Herstellung von Schallkoerpern
DE348636C (de) Verfahren zur Herstellung von Papierzeug aus frisch gestochenem Torf
DE1005824B (de) Verfahren zur Erzeugung von alphacellulosereichem, pentosanarmem Zellstoff
AT136377B (de) Veredlungsverfahren für vegetabilische Textilien.
AT151635B (de) Verfahren zur Erzielung eines weißen Farbtones bei Textilien und Stärkepräparat.
AT93924B (de) Verfahren zum Waschen von Pflanzenfasern.
US2414327A (en) Method of water- and sunproofing paper and textiles and the composition to be used in the method
DE514053C (de) Verfahren zur Herstellung von Luftstickereien
DE658703C (de) Verfahren zur Behandlung von Faserstoffen
US2043137A (en) Method of treating cotton fabric and product
DE939725C (de) Bleichverfahren fuer nicht homogene Faserbreie
DE73924C (de) Verfahren zur Herstellung von Papierstoff aus Pflanzenmaterial
AT144377B (de) Verfahren zur Herstellung löslicher Stärke.
AT148150B (de) Verfahren zur Darstellung eines sehr reinen Zellstoffes.
DE647997C (de) Boraxhaltige Plaettstaerke
DE681149C (de) Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff
DE39260C (de) Verfahren zum Entfernen der glänzenden Rinde von spanischem Rohr
AT155793B (de) Verfahren zur Vermeidung der Zinkfleckenbildung beim Kochen von Wäsche in verzinkten Gefäßen.
DE657255C (de) Verfahren zur Herstellung von Transparent- bzw. Glasbatisteffekten auf Kunstseide aus regenerierter Cellulose oder diese enthaltenden Geweben