CH178616A - Fabrikationsverfahren zur Herstellung konischer Rohre, zum Beispiel Maste mit gleichmässiger und verjüngter Wandstärke, und Mittel zur Ausübung des Verfahrens. - Google Patents

Fabrikationsverfahren zur Herstellung konischer Rohre, zum Beispiel Maste mit gleichmässiger und verjüngter Wandstärke, und Mittel zur Ausübung des Verfahrens.

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CH178616A
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    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C37/00Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
    • B21C37/06Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of tubes or metal hoses; Combined procedures for making tubes, e.g. for making multi-wall tubes
    • B21C37/15Making tubes of special shape; Making tube fittings
    • B21C37/16Making tubes with varying diameter in longitudinal direction
    • B21C37/18Making tubes with varying diameter in longitudinal direction conical tubes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Extraction Processes (AREA)

Description


  Fabrikationsverfahren zur Herstellung konischer Rohre, zum Beispiel     Maste    mit  gleichmässiger und verjüngter Wandstärke, und Mittel zur Ausübung des Verfahrens.    Das Merkmal der Erfindung besteht darin,  dass im Gegensatz zu den bisher üblichen  Methoden das Werkstück (ein gerades zylin  drisches Rohr) während des ganzen Fabrika  tionsprozesses unveränderlich feststeht und  das Ziehwerkzeug, das an sich bekannt sein  kann, über das Werkstück gezogen wird. Das  Ziehwerkzeug ist zweckmässig auf einem ver  schiebbaren Schlitten gelagert, der hin- und  herbewegt wird.

   Der Schlitten kann mit  Schaltmitteln in Verbindung stehen, die An  fang und Ende seines Weges einstellbar be  grenzen und seine Vorwärts- oder Rück  wärtsbewegung selbsttätig     bestimmen.    Wei  tere Schaltmittel können vorgesehen sein, um  das Ziehwerkzeug zu bestimmten, veränder  lichen Zeit- und Wegabschnitten seines Zieh  weges selbsttätig zur Wirksamkeit zu brin  gen. Die Herstellung eines konischen Rohres  erfolgt vorteilhaft in mehreren Arbeits  gängen, entsprechend der Materialbeschaffen  heit und der beabsichtigten     gonizität    (Redu  zierung, Verjüngung), und vorteilhaft bis  zur Fertigstellung vollständig selbsttätig.

      Auf der Zeichnung sind     Beispiele    des  Fabrikationsverfahrens und ein     Mittel    zur  Ausübung derselben veranschaulicht.  



       Fig.    1 bis 5 zeigen Das Arbeitsverfahren  für die Herstellung eines konischen- Rohres  mit gleichmässiger Wandstärke und       Fig.    6 bis 10 für ein konisches Rohr mit  verjüngter Wandstärke;       Fig.    11 und 12 zeigen das Ziehwerkzeug;       Fig.13    und 14 zeigen die Bewegungs  richtungen des Ziehwerkzeuges, in     Fig.    13  für ein Rohr mit gleichmässiger Wandstärke       und    in     Fig.    14 für ein Rohr mit verjüngter  Wandstärke;       Fig.15    bis 19 zeigen Einzelheiten der  Maschine zur Ausübung .des Verfahrens.

    Die Herstellung eines konischen Rohres  geschieht zum Beispiel     abschnittsweise    in  mehreren Arbeitsgängen (Zügen). Bei dem  zu schildernden, durch     Fig.    1 bis 14 erläuter  ten Beispiel, für ein konisches Rohr mit  gleichmässiger Wandstärke sind fünf solcher  Arbeitsgänge     A-E        angenommen.         Das Ziehwerkzeug     (Fig.ll    und 12) be  steht aus zwei Ringen 3 und 4.

   Jeder Ring  besitzt eine     rinnenförmige,    umlaufende, im  Querschnitt halbkreisförmige Aussparung       (Kalibernute),    die mit einem Minimum  (einem kleinen Halbkreis des     Rinnenquer-          schnittes)    beginnt und sich am Umfange  entlang zu einem Maximum (einem grösseren  Halbkreis des     Rinnenquerschnittes)        steigert.     Auf den Achsen 5, 9 der Ringe 3, 4 sind  Zahnräder 6, 10     aufgekeilt,    die in Eingriff  miteinander stehen. Die Ringe drehen sich  dadurch     zwangläufig    gemeinsam gleich  mässig, wenn sie gedreht werden.

   An der  Berührungsstelle der Ringe besteht immer  eine genau kreisförmige Öffnung (das Ka  liber), die sich je nach der Drehung der  Ringe vergrössert oder verkleinert.  



  Das zylindrische Rohr 1 wird als Werk  stück an einem Ende von einer Spannvor  richtung 2 festgehalten. Der Schlitten, der  das Ziehwerkzeug 3, 4 trägt, steht vor dem  Arbeitsbeginn in der Lage der     Fig.    17. Die  Maschine arbeitet hydraulisch. Die Pumpe  11 drückt Wasser oder Öl durch eine Lei  tung 12 durch den hohlen feststehenden Kol  ben 14 in den Zylinder 13. Das Ziehwerk  zeug 3, 4 ist auf den     grössten        Kaliberdurch-          lass    gedreht. Der     Schlitten,    der aus den Zy  lindern 13,     2,5.    besteht, fährt so weit vor,  bis das Ziehwerkzeug über dem Abschnitt  des     Werktsückes    1 steht (Fix. 1).

   Hier stösst  ein Stössel 15 gegen den ersten Anschlag     A1     (Fix. 15) auf der     Schalttrommel    17. Dadurch  wird die Schalttrommel 17 gegen das Kopf  ende 16 der     Maschine    verschoben. Dabei  wird eine Feder 18 gespannt, die sich gegen  eine feststehende Büchse 19 auf der Schalt  stange 20 stützt. Bei steigendem Federdruck  wird ein Sperrhebel 21 umgeschwenkt, und  die Feder 18 -drückt die Stange 20 zum  Kopfende der Maschine. Dadurch schaltet  die Stange 20 die bei 22 im Maschinen  gehäuse liegenden Steuerventile um, und das  Druckwasser wird nun durch die Leitung 23,  den feststehenden hohlen Kolben 24 in den  Zylinder 25 geleitet. Dadurch fährt der  Schlitten in der Richtung auf das Fussende    26 zurück.

   Auf diesem Wege werden die  Ringe 3, 4 des Ziehwerkzeuges in später zu  beschreibender Weise langsam gleichmässig  auf eine kleinere     Durchlassöffnung    gedreht.  so dass das Werkstück 1 von Abschnitt A  bis zum Ende konisch gezogen wird (erster  Arbeitsgang,     Fig.    2). Der     Schlitten    bewegt  sich so lange zum Fussende der Maschine  hin, bis der     Stössel    15 gegen den Anschlag  ring 27 der Trommel 17 stösst. Die Trommel  17 wird zum Fussende der Maschine verscho  ben und spannt eine Feder 28 gegen eine  feststehende Büchse 29 auf der Schaltstange  20.

   Dadurch wird der Sperrhebel 21 ent  gegengesetzt umgelegt, und die Feder 28  drückt die Schaltstange 20 zum Fussende 26  der Maschine hin, wodurch die Steuerventile  22 wieder umgeschaltet werden und das  Druckwasser wieder in den     Rücklaufzylin-          der    13 geleitet wird. Gleichzeitig mit dem  Anschlag gegen den Anschlagring 27 der  Trommel 17 stösst der Stössel 15 gegen einen  Anschlagring 30 der unter Federzug stehen  den Schubstange 31. Die Bewegung der  Schubstange 31     bewirkt,    dass mittelst einer  Schalteinrichtung bekannter Art und eines       Kegelradgetriebes    32 die Trommel 17 um  ein bestimmtes Mass gedreht wird.

   Dadurch  wird der Anschlag     Al    aus der Bewegungs  bahn des Stössels 15     herausgeschwenkt    und  der Anschlag     131    in die Bahn des Stössels  gebracht. Das Ziehwerkzeug fährt nun bis  Abschnitt     B    des Werkstückes vor und wird  von dem Anschlag     131    zurückgesteuert. Wäh  rend des jetzt einsetzenden zweiten Ziehvor  ganges werden die Ziehringe 3, 4 wegen des  jetzt längeren Ziehweges auf eine kleinere       Durchlassöffnung    zusammengedreht als beim  ersten Ziehweg. Das Werkstück 1 wird jetzt  von Abschnitt     B    bis zu seinem Ende konisch  gezogen (zweiter Arbeitsgang).

   In gleicher  Weise wiederholen sich die weiteren Arbeits  gänge von Abschnitt C bis zum Rohrende       (Fig.3),        Abschnitt    E usw.     bis    zum fertig  gezogenen konischen Rohr (Fix. 4).  



  Wird das Druckwasser in den Zugzylin  der 25 geleitet, so gelangt es gleichzeitig  durch eine Leitung 33 zu einem Steuerorgan           3-1    und drückt dessen Kolben 35 zum     Kopf-          flnde    16 der Maschine hin. Dadurch wird  eine Schiene 36     mitverschoben    und gleich  zeitig durch ihre Lagerung an Lenkhebeln  3 7 zur Maschinenmitte hingeschwenkt. Da  bei verschiebt die Schiene 36 eine Kuppel  muffe 38 ebenfalls zur     @Maschinenlängsmitte     und bringt deren Zähne mit der     Kupplungs-          l,älfte    39 des Zahnrades 40 in Eingriff       (Fig.    18, 19).

   Das Zahnrad 40 ist auf eine  Welle 9     aufgekeilt,    auf der auch der Zieh  ring 4 und das Zahnrad 10 befestigt sind.  Während des Ziehvorganges wälzt sich das  Zahnrad 40 auf einer Zahnstange 41 ab und       bewirkt    damit die Drehung der Ziehringe  3, 4. Das Verhältnis von Zahnrad 40 und  Zahnstange 41 ist so bemessen,     wie    es die  beabsichtigte Verjüngung des zu ziehenden  konischen Rohres erfordert.  



  Durch die Drehung der Welle 5 wird die  Uhrfeder 42, die an einem festen Bolzen 43  befestigt ist, gespannt. In der Endlage des  Schlittens am Fusse der Maschine wird  gleichzeitig mit der Umleitung des Druck  wassers in die Leitung 12 auch die Leitung  44 unter Druck gesetzt, wodurch der Kolben  35 und damit die Schiene 36 zum Fussende  der Maschine geschoben werden. Durch die  Schwenkhebel 37 wird die Schiene     3'6    gleich  zeitig nach aussen geschwenkt und die     Kup-          pelmuf        fe    38 aus der Kupplung 39 des Zahn  rades 40 herausgezogen.

   Jetzt wirkt sich die  Spannung der Uhrfeder 42 aus, und diese       dreht    die Ziehringe 3, 4 auf ihre Ausgangs  stellung, also auf ihre     grösste        'Öffnung    zu  rück. Während der Schlitten zu einem der  Abschnitte 4, B, C usw. zurückläuft, sind  also die Ziehringe 3, 4 stets auf die grösste       Durchlassöffnung    gedreht. Bei jedem Zieh  vorgang innerhalb der angenommenen fünf  Arbeitsgänge ist der Ziehweg     etwas    länger,  und entsprechend werden jedesmal die Zieh  ringe während des Ziehvorganges durch die  längere Drehung auf einen kleineren Durch  lass zusammengedreht.

   Jedesmal wird also  der konisch gezogene Teil des Rohres etwas  länger und sein Durchmesser am Ende     etwas     kleiner.    Die Zahnstange 41 ist verschiebbar ge  lagert. Weiter ist am     Rücklaufzylinder    13  eine feste Zahnstange 45 angeordnet. Wäh  rend des Zugvorganges wird durch die Zahn  stange 45 ein Zahnrad 46 gedreht. Dadurch  wird unter Vermittlung der Zahnräder 47,  48, 49, 50 je nach der gewählten Übersetzung  die Zahnstange 41 in der Zugrichtung  schneller oder langsamer bewegt. Durch .die       Mitbewegung    der Zahnstange 41 erfolgt  somit eine Verzögerung der Drehung der  Ziehringe 3, 4 und damit eine Verminderung  der     Konizität    des Rohres gegenüber der  Ziehweise bei     feststehender    Zahnstange 41.

    Durch Fortfall des Zwischenrades 49 wird  die Zahnstange 41 schneller oder langsamer  entgegengesetzt der Zugrichtung     bewegt.    Da  durch wird die Drehung der Ziehringe 3, 4  bei gleicher Ziehlänge entsprechend beschleu  nigt, ihre     Durchlassöffnung    ist am Ende des  Rohres kleiner und damit die     Konizität    des  Rohres stärker als bei der Ziehweise bei fest  stehender Zahnstange 41. Das Zwischen  getriebe kann unwirksam gemacht und die  Zahnstange 41 kann festgestellt werden.  Somit lassen sich drei Möglichkeiten ent  sprechend der     gewünschten        Konizität    be  nutzen.  



  Damit die Trennfuge im Ziehkaliber auf  der Oberfläche des Rohres keinen Grat bil  det, wird das Rohr 1 nach jedem Ziehvor  gang etwas gedreht. Zu diesem Zweck ist  am Schlitten ein Stössel 51 vorgesehen, der  am Ende des Ziehvorganges gegen einen  Anschlagring 52 auf einer Schaltstange 53  stösst. Die .Schaltstange     153        wird    dadurch  zum Fussende der Maschine verschoben.  Diese Bewegung wird durch     ein.    Hebel  system 54 auf ein Zahnsegment 55 über  tragen, wodurch das Kegelrad 56 einer       Schalteinrichtung    57, damit die Spannvor  richtung 2 und somit auch das Werkstück 1  entsprechend gedreht     wird.     



  Um die Maschine nach dem letzten Zug  zum Stillstand zu bringen, geschieht folgen  des: Nachdem der Stössel 15 an den An  schlagring 27 der Schalttrommel 17 stösst,  dieselbe     vorbewegt    bis zum festen Anschlag-      ring 29 auf der .Schaltstange 20 und gleich  zeitig die     Schalttrommel    17 dreht, löst er die       Sperrvorrichtung    21 aus, und die auf  gespannte Feder 28 hat das Bestreben, die  Pumpe 11 umzuschalten. Dies wird verhin  dert durch einen Hebel 5.8, der fest auf der  Schaltstange 20 am Kopfende der Maschine  sitzt.

   Der Hebel stösst an einen auswechsel  baren Anschlag 59, der an dem Lagerbock  der Schaltstange am Kopfende der Maschine  sitzt, so dass das Ventil in der Pumpe nur  den halben Weg macht und infolgedessen  eine Stellung einnimmt, die verhindert, dass  das Druckwasser in die Leitung für die  Rückbewegung des Schlittens eintritt. Da  durch bleibt der Ziehschlitten in seiner Aus  gangsstellung stehen. Darauf wird das  Werkstück ausgewechselt. Dreht man nun  die Schalttrommel 17 von Hand so lange       weiter,    bis der obengenannte Hebel 58 die  festen Anschläge an dem Lagerbock verlässt,  so erfolgt sofort die Umschaltung des Steuer  ventils durch die noch unter Spannung ste  hende Feder 28, und die Ziehvorgänge er  folgen wie bereits     beschrieben.     



  Mit den gleichen Mitteln wie beschrieben  können natürlich auch nur einzelne Längs  abschnitte eines geraden Rohres konisch ge  zogen werden. Bei stillstehenden Ziehringen       kann    das Rohr auch zylindrisch gezogen wer  den. Auf diese Weise lassen sich Rohre mit  abwechselnd .geraden und konischen Ab  schnitten herstellen, wie die     Fig.    5 zeigt.  



  Bei dem bisher     beschriebenen    Verfahren  bleibt die Wandstärke des Rohres gleich  oder annähernd gleich. Soll die     Wandstärke     zum dünneren Ende hin verjüngt werden,  so ist eine weitere Bearbeitung durch das  gleiche Ziehwerkzeug erforderlich. Beim  Einspannen des geraden Rohres 1 wird  gleichzeitig ein konischer Dorn 60 ein  gespannt, der dem innern Durchmesser des  endgültigen fertigen Rohres     entspricht.    Hier  auf wird zunächst das Rohr wie beschrieben  konisch gezogen, ohne dass der Dorn irgend  einen     Einfluss    ausübt     (Fig.6    und 7).

   Ist  ,das Rohr mit gleichbleibender Wandstärke  so weit vorbearbeitet,     wie    es     Fig.4    und 7    zeigen, wird mit der Verjüngung der Wand  stärke begonnen. Die Rohrlänge wird wieder  in mehrere Abschnitte eingeteilt, diesmal  jedoch entsprechend der inzwischen entstan  denen grösseren Rohrlänge in mehr Ab  schnitte als zuvor. Wieder wird das Rohr  zuerst vom ersten Abschnitt bis zum Ende  gezogen, dann vom zweiten Abschnitt bis  zum Ende und so fort. Die Ringe     $,    4 wer  den jetzt etwas schneller gedreht wie vorher,  und zwar unter Mitwirkung der sich ent  gegengesetzt zur Zugrichtung bewegenden  Zahnstange 41.

   Während am Anfang des  Rohres sowohl dessen äusserer Durchmesser,  als auch seine Wandstärke bestehen bleiben,  wird somit das Rohr zu seinem Ende hin im  Durchmesser kleiner und in der Wandstärke  dünner.     Fig.    8 zeigt die Verjüngung der  Wandstärke nach dem ersten Arbeitsgang,       Fig.    9 nach dem dritten Arbeitsgang und       Fig.    10 das endgültig fertige Rohr.  



  Damit die für die Drehung der Ziehrollen  erforderliche Kraft von den sie ausübenden  Bauteilen der Maschine aufgebracht werden  kann, ist es zweckmässig, den Durchmesser  ,der Ziehringe 3, 4 so klein als zulässig zu  halten. Zwischen Werkzeug 3, 4 und Werk  stück 1 findet ein umso stärkeres Gleiten  statt, je kleiner das Verhältnis der Zieh  kaliberlänge (Umfang der Ziehringe) zur  Rohrlänge ist. Damit die Verkleinerung des  Rohrdurchmessers keine entsprechende Ver  dickung der Wandstärke bewirkt, ist es er  forderlich, Vorkehrungen zu treffen, damit  das verdrängte Material die Rohrlänge ver  grössert, anstatt die Rohrwand zu verdicken.       Dies    wird durch Vergrösserung der Zugkraft  erreicht.

   Die Vergrösserung der Zugkraft  wird beim Ziehen ohne Dorn oder beim  Ziehen mit einliegendem Dorn, solange dieser  keine Wirkung ausübt, dadurch erreicht, dass  die Drehrichtung der Ziehringe 3, 4 am  Werkstück entgegengesetzt     zur        Zugrichtung     angeordnet wird. Beim Verjüngen der Wand  stärke, also beim Ziehen eines konischen  Rohres mit anfänglicher     gleichmässigerWand-          stärke    über einen konischen Dorn wird der  Werkstoff gezwungen, sich in     angepresstem         Zustand auf dem Dorn zu verschieben. Über  steigt hierbei die Zugkraft ein gewisses Mass,  so würde ein Einkneifen des Werkstoffes  und ein Abreissen des Werkstückes eintreten  können.

   Um dieser Gefahr zu begegnen, wer  den die Ziehringe 3, 4 während des     Ziehvor-          Sanges    im Sinne der Ziehrichtung gedreht.  so dass die am     Ziehringumfang    auftretende  gleitende Reibung zum Teil in rollende Rei  bung umgewandelt wird. Die Zugkraft     wird     dadurch vermindert und die Verschiebung  des Werkstoffes auf dem konischen Dorn 60  erleichtert     (Fig.    14). Die Ziehringe 3, 4 sind  so angeordnet, dass sie leicht gegeneinander  ausgewechselt werden können. Ferner sind  Mittel vorgesehen, um zum Beispiel durch  ein Zwischenrad die Drehrichtung der Rollen  3, 4 mit oder entgegengesetzt zur Ziehrich  tung ausführen zu können.

   Beim Ziehen ohne  Dorn liegen die Ziehringe so, dass das Zieh  kaliber dem zu verdrängenden Werkstoff  fortgesetzt seine grösste Weite zukehrt       (Fig.    13). Um dagegen -die Ziehringe wäh  rend des Ziehvorganges auf dem Werkstück  zum Teil abwälzen zu können, müssen die  Ziehringe die umgekehrte Lage einnehmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPPRüCHE I. Fabrikationsverfahren zur Herstellung konischer Rohre, zum Beispiel Maste mit gleichmässiger und verjüngter Wand stärke, aus geraden zylindrischen Roh ren, dadurch gekennzeichnet, dass das Ziehwerkzeug über das fest eingespannte, während des ganzen Fabrikationspro zesses feststehende Werkstück gezogen wird. Il. Mittel zur Ausübung des Fabrikations verfahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein das Zieh werkzeug tragender Schlitten mit Schalt mitteln in Verbindung steht, welche die Drehung der Ziehringe zu bestimmten, einstellbaren Wegabschnitten des Schlit tenweges bewirken. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Mittel nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch .eine mit auswechselbaren Steueranschlägen (Al-El) ausgerüstete Trommel (17), die in Verbindung mit einem am Schlitten angeordneten Stössel (15) die Steuerorgane für das Druck= wasser für die Umkehr des Schlittens an den Zugabschnitten (A-E) betätigt. 2.
    Mittel nach Patentanspruch II und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltmittel vorgesehen sind, um die Trommel (17) nach jedem Zugvorgang um ein bestimmtes Mass zu drehen, zum Zwecke, den vorher in Tätigkeit getre tenen Anschlag (A') zu beseitigen und einen andern, später zur Wirkung ge langenden Anschlag (E') in die Bahn des Stössels (15) zu bringen, so dass eine Verlängerung des Ziehweges entsteht. 3.
    Mittel nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltmittel vor gesehen sind, um während des Ziehvor ganges die Ziehringe (3, 4) durch die Abwicklung eines Zahnrades (40) auf einer Zahnstange (41) zu drehen, um da durch eine gleichmässige Verringerung der galiberöffnung zu erzielen. 4.
    Mittel nach Patentanspruch II und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltmittel (35, 36, 37, 38, 39) vor gesehen sind, um die Ziehringe (3, 4) am Ende des Ziehvorganges von der Ver bindung mit der Zahnstange (41) zu lösen und weitere Mittel (42) vorgesehen sind, um die Ziehringe nach Beendigung jedes Ziehweges zwangläufig selbsttätig auf die grösste galiberöffnung zurück zudrehen.
    5. Mittel nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Drehung der Ziehringe (3, 4) während des Ziehweges durch Zwischen schaltung von Zahnstange (45) und Zwi schenrädern (46, 47, 48, 49, 50) zu be schleunigen oder zu verlangsamen, um dadurch eine stärkere oder schwächere Konizität des zu bearbeitenden Werk stückes zu erreichen.
    6. Mittel nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das die Drehbewe gung der Ziehringe (3, 4) betätigende Getriebe mit einem Schaltmittel versehen ist, durch welches sowohl eine' Rechts-, als auch eine Linksdrehung der Zieh ringe herbeigeführt werden kann, ,je nachdem die Zugkraft vergrössert (bei gleichbleibender Wandstärke) oder ver- kleinert (bei verjüngterWandstärke beim Ziehen über Dorn 60) werden soll,
    und dass der Verlauf der Kalibernute der Ziehringe durch Umwechslung der Zieh ringe der Drehrichtung entsprechend ein stellbar ist.
CH178616D 1934-12-20 1934-12-20 Fabrikationsverfahren zur Herstellung konischer Rohre, zum Beispiel Maste mit gleichmässiger und verjüngter Wandstärke, und Mittel zur Ausübung des Verfahrens. CH178616A (de)

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