Zündstä,behenpaekung. Die vorliegende Erfindung des Paul Wil lielm Dietmann, Jönköping, bezieht sich auf derartige Zündstäbchenpackungen, bei wel chen die Zündstäbehen in einem mit quer liegenden Reihen von Löchern versehenen Materialstreifen angeordnet sind und beim Herausziehen aus der Packung durch Reiben an einer Reibfläche angezündet werden.
Bei bisher bekannten Zündstäbchenpackungen dieser Art sind die Zündstäbehen von einem mit zwei parallelen Reihen von Löchern ver- sehenen Papier- oder Kartonstreifen zusam mengehalten worden, und die Reibflächen sind entweder zwischen den beiden Löcher reihen oder ausserhalb derjenigen Reihe von Löchern, durch welche die Zündköpfe der Zündstäbchen beim Herausziehen zuletzt passieren angebracht worden.
Eine vorher be kannte Ausführungsform eines derartigen, Zündstäbehen tragenden Streifens ist dazu bestimmt gewesen, in eine Hülse aus Metall in derartiger Weise eingesetzt zu werden, dass die Reibflächen durch die Wände der Hülse mit dem für die Entzündung erforder lichen Drucke gegen die Zündköpfe gepresst worden sind. Bei andern bekannten Packun gen ist ein erhöhter Druck von einer Metall klammer erzeugt worden, oder dadurch, dass für die Packung ein sehr starrer Werkstoff verwendet worden ist, der an gewissen Punk ten mit Drahtklammern zusammengeheftet worden ist.
In dieser Weise wird aber der Druck gegen die Zündköpfe nicht gleichför mig verteilt, sondern entweder werden ge wisse Zündköpfe einem so grossen Drucke ausgesetzt, da.ss die Gefahr ihres Abreissens entsteht, oder es wird die Entzündung un sicher.
Gemäss der Erfindung wird mit ein facheren Mitteln eine völlig zuverlässige Ent zündung dadurch erreicht, dass der Material streifen zwischen denjenigen beiden Löcher reihen, .durch welche die Zündköpfe beim Herausziehen der Zündstäbchen zuletzt pas sieren, eine Seitenwand einer wie ein flach gedrucktes Rohr ausgestalteten Kammer bil- det, deren innere Breite geringer ist.
als die Dicke der Zündköpfe, und dass die Aus- streckungdieser Kammer in der Längsrich tung der Zündstäbchen so gering ist, dass hierdurch bei dem Herausziehen der Zünd- stäbchen die Seitenwände der rohrförmigen Kammer gegen die Zündköpfe den für die zuverlässige Entzündung erforderlichen Druck ausüben.
Zweckmässig ist hierbei der Materialstreifen bei derjenigen Löcherreihe, die von den Zündköpfen zuletzt passiert \wird, U-förmig umgebogen und mit. seinem umgebogenen Teil an dem der rohrförmigen Kammer zunächst liegenden Teil des übrigen Materialstreifens in .der ganzen Breite der Packung mittelbar oder unmittelbar ver einigt. Hierdurch wird erreicht, dass alle Zündstäbchen dem gleichen Druck der Sei tenwände ausgesetzt werden.
Dieses um gebogene Ende kann so lang abgemessen w=erden, .dass es um die Zündköpfe herum gebogen -=erden kann, wobei es an den ebenen Seiten des übrigen Materialstreifens befestigt werden kann. Um grössere RelJame- flächen und eine grössere Steifigkeit zu er zielen, kann der die Zündstäbchen tragende Materialstreifen in einer besonderen, U-för- mig gefalteten äussern Hülle in derartiger Weise befestigt werden, dass die Zündköpfe von der Falte eingeschlossen werden.
Diese Hülle kann auch gemeinsam für zwei Reihen von Zündstäbchen angeordnet werden, wo bei jede Reihe in einer Falte an je einem Ende der Hülle derart angeordnet ist, dass der mittlere Teil .der Hülle um die freien Enden der Zündstäbchen herumgebogen wird. Bei allen diesen Ausführungsformen kann der die Zündstäbchen tragende Materialstrei fen zweckmässig S-förmig gefaltet und mit drei Reihen von Löchern versehen werden, worin die Zündstäbchen stecken.
Die Aus streckung der rohrförmigen Kammer in der Längsrichtung der Zündstäbchen wird von dem Diameter der Zündköpfe abhängig, und -je geringer diese Ausstreckung ist, desto sicherer wird die Entzündung erreicht. Zweckmässig soll jedoch die Ausstrecli:ung geringer als die vierfache Dicke des Zünd- kopfes sein.
Durch das Verwenden von einem oder mehreren mit Reibmasse versehenen Kartonstreifen, die innerhalb der rohrförmi- gen Kammer lose eingelegt oder festgeklebt werden, wird der Druck der Seitenwände gegen die Zündköpfe bei dem Herausziehen der Zündstäbchen noch erhöht.
Dass es bei früher bekannten Packungen notwendig gewesen ist, gegen die mit Reib flächen versehenen Wände einen besonderen äussern Druck anzubringen, ist davon abhän gig gewesen, dass die Seitenwände auch bei der Verwendung von dickem Karton allzu leicht nach aussen gewölbt worden sind. Fer ner ist die die Reibfläche enthaltende Kam mer nicht durch Kleben oder dergleichen ge schlossen gewesen, weshalb sich die Wände bei,dem Herausziehen der Zündstäbchen von einander entfernen konnten.
Dass man immer zwischen .den beiden Löcherreihen einen gro ssen Abstand beibehalten hat, ist vor allem darauf zurückzuführen, .dass man für eine gute Führung der Zündstäbchen Sorge tragen wollte.
Dies wird aber bei Packungen gemäss der Erfindung trotz einem kurzen Abstande dadurch erreicht, dass die die Reibfläche ent haltende Kammer geschlossen ist, wobei eine grosse Steifigkeit herbeigeführt wird, und ferner bei gewissen Ausführungsformen durch die Anordnung von drei Löcherreihen. Durch die letztgenannte Anordnung wird auch die Gefahr beseitigt, dass die Flamme des Zündkopfes die Zündköpfe,der noch hin terbleibenden Zündstäbchen erreichen könne.
Auf beiliegender Zeichnung sind einig Ausführungsbeispiele von Zündstäbchen- packungen gemäss der Erfindung schematisch dargestellt. Fig. 1, 2 und 3 sind Seitenansich ten dreier verschiedener Ausführungsformen.
Fig. 4 ein Längsschnitt einer vierten Aus führungsform, sämtliche mit einer einzigen Schicht von Zündstäbchen versehen, Fig. 5 eine Draufsicht einer Ausführungsform in aufgeklappter Lage mit doppelten Reihen von Zündstäbchen,
Fig. 6 eine Seitenansicht derselben Packung in zusammengeklappter Lage und Fig. 7 eine Seitenansicht einer ähnlichen Ausführungsform. In den verschie- denen Abbildungen der Zeichnung sind ein ander entsprechende Teile mit denselben Be zugszeichen versehen.
Auf der Zeichnung bezeichnet 1. die Zündstäbchen, die hier aus Holz hergestellt sind, obgleich natürlich auch andere Stoffe, beispielsweise Pappe, Karton, oder Stearin in Betracht kommen können. 2 ist ein rechtecki ger Streifen aus Karton oder Papier, der einen S-förmig umgebogenen Teil aufweist, der bei 5, 6, 7 mit Reihen von Löchern ver sehen ist, in welchen die Zündstäbchen der art stecken, dass die Zündköpfe der Löcher reihe 5 zunächst liegen.
Gemäss Fig. 1, 2, 3, 5 und 6 weist die Packung nur den die Zünd stäbchen zusammenhaltenden Streifen 2 auf, der dann vorzugsweise aus Pappe oder Kar ton besteht, obgleich eine zuverlässige Ent zündung ebensogut unter Verwendung von Papier erreicht werden kann. Gemäss Fig. 4 und 7 dagegen ist der Streifen 2, der hier vorzugsweise aus Papier besteht, innerhalb einer U-förmig gefalteten, äussern Hülle 13 aus verhältnismässig starrem Material fest geklebt. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, weist der Streifen 2 eine Anzahl von ebenen Flächen auf, die mit 8, 9, 10, 11 und 12 bezeichnet sind.
Unter diesen ist der Teil 10 zwischen den beiden Löcherreihen 6 und 7 gelegen, welche bei dem Herausziehen des Zündstäbchens von dem Zündkopfe zuletzt passiert werden, und dieser Teil 10 bildet eine Seitenwand einer rohrförmigen, geschlos senen und mit einer oder mehreren Reibflä chen versehenen Kammer, die als Zündkam mer dient.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist diese Kammer dadurch geschlossen, dass der Teil 8 bei 7 umgebogen und mit dem Teil 9 verklebt ist. Gemäss Fig. 2 ist der Teil 8 noch verlängert, um die Zündköpfe herumgebogen und auch mit den Teilen 10 und 12 verbunden. In die ser Weise werden die Zündköpfe, abgesehen von den Endender Packung, zwischen ebenen Kartonflächen ganz eingeschlossen und ge schützt, welche für Reklamedruck besonders geeignete Flächen darstellen. In Fig. 3 ist der Teil 8 in entgegengesetzter Richtung um- gebogen und an einer der ganzen Packung entlang sich erstreckenden Verlängerung des Teils 12 befestigt.
Die hier beschriebene Packung hat nur eine Reihe von beispiels weise 10 Zündstäbchen aufgewiesen, aber wie aus Fig. 5 und 6 hervorgeht, kann die Pak- kung leicht doppelt gemacht werden. Die ge meinsame Hülle ist bei 3 und 4 umgebogen, so dass die Packung das Aussehen eines Bu ches mit annähernd parallelen Deckeln er hält.
Wenn es gewünscht ist, die Packung aus teurerem oder besonderem Material herzu stellen, zum Beispiel kaschiertem oder beson ders dickem Karton, kann es vorteilhaft sein, den die Zündstäbchen zusammenhaltenden Streifen aus billigerem und besonders dün nerem Material, zum Beispiel gewöhnlichem Packpapier, herzustellen.
Fig. 4 zeigt eine solche Packung mit einfacher Zündstäbehen- reihe, Fig. 7 eine ähnliche Packung mit dop pelter Zündstäbchenreihe. Der die Zündstäb- chen zusammenhaltende Papierstreifen ist im Prinzip in derselben Weise wie in Fig. 1 ausgestaltet, aber der ebene Streifen 8 braucht hier nicht mit dem Teil 9 unmittel bar verklebt zu werden, sondern kann kürzer gemacht und mit der äussern Hülle 13 ver bunden werden.
In der U-förmigen Hülle 13 können natürlich mehrere miteinander ver einigte Packungen angeordnet werden, wel- ehe in der Quer- oder Längsrichtung der Zündstäbch-en gegenseitig etwas verschoben sein können, so dass die einzelnen Zündstäb- chen an ihren freien Enden leichter erfasst werden können.
Ebenso können die verschie denen Schichten mit den freien Enden der Zündstäbchen abwechselnd nach entgegenge setzten Richtungen gerichtet zusammengehef tet und mit einer senkrecht zu den Zündstäb- chen und rings um diese verlaufenden, hül senähnlichen Hülle versehen sein.
Bei den verschiedenen Ausführungsbei spielen wird die Reibfläche auf dem die Zündkammer zu bildenden Teil im voraus aufgetragen, und die Reibmasse kann ent weder angestrichen oder aufgespritzt wer den, oder es können lose, Reibmasse tragende Streifen festgeklebt werden. Die Reibmasse kann an .einer oder beiden Seiten der Kam mer angebracht werden. und zweckmässig kann hierbei auch der mit Löchern versehene Teil 7 einen Reibmassenanstrich erhalten.
Die Wirkungsweise der Anordnung dürfte aus dem obenstehenden ohne weiteres ersichtlich sein. Zwecks Darstellung der Er zeugung des Druckes der Reibflächen gegen den Zündkopf ist aber in Fig. 4 ein Zünd- stäbchen gezeigt, das in der Pfeilrichtung so weit herausgezogen worden ist, dass der Zündkopf sich zwischen den Reibmasse tra genden Wänden 8 und 10 eingeklemmt be findet. Der Abstand zwischen diesen ist nor mal .etwas geringer als die Dicke des Zünd- kopfes, weshalb die Wände nach aussen ge presst werden müssen, wenn der Zündkopf passiert.
Dieser Bewegung wird von den bei den mit Liiehern versehenen Querwänden in hohem Masse entgegengewirkt, und je gerin ger der Abstand zwischen diesen ist, desto grösser wird der Druck der Wände 8 und 10 gegen den Zündkopf. Um dem Zündkopf eine gewisse Geschwindigkeit an den Reibflächen vorbei und durch das Loch in der Querwan dung 7 beizubringen, werden die Löcher in der Querwand 6 etwas kleiner als die Zünd- köpfe gemacht.
Die infolge der Verengung für das Herausziehen des Zündstabes erfor derliche und momentan ausgelöste Kraft setzt das Zündstäbchen in eine rasche Be wegung an den Reibmasse tragenden Wän den 8 und l0@vorbei.
Obgleich hier nur einige Ausführungsbei spiele beschrieben worden sind, ist es ersicht lich, dass die Ausgestaltung in verschiedener Weise geändert werden kann, ohne vom We sen der Erfindung abzuweichen.