CH178682A - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre.

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CH178682A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Elektrische Entladungsröhre.    Um das Flimmern des von einer gas  gefüllten, mit Wechselstrom betriebenen  elektrischen     Entla:dung.sröhre    ausgestrahlten  Lichtes zu verringern, hat man bereits vor  geschlagen, diese Röhre mit einer     Glüh-          kathode    und mit drei unweit voneinander  angeordneten Anoden zu versehen und sie  mit     Dreiphasenwechselstrom    zu betreiben.  Die Anoden werden in diesem Fall an die  drei Phasenleiter und die Kathode an die  Nulleiter einer     Drehstromquelle    angeschlos  sen.  



  Würde man bei einer derartigen Entla  dungsröhre die Lichtstärke dadurch zu erhöhen  suchen, dass man der Gasfüllung zu die  sem Zweck     bekannte    schwerflüchtige Metall  dämpfe, z. B.     Natriumdampf,    hinzusetzte.  so würde der Nachteil auftreten, dass sich  während des Betriebes der Metalldampf nach  der stets als Kathode wirkenden     Glühelek-          trode    bewegen würde, wodurch nach einiger  Zeit in der Nähe der Anode keine Beteili  gung des Metalldampfes an der Entladung    mehr stattfinden würde.

   Unter schwerflüch  tigen Metallen sind hier jene Metalle zu ver  stehen, deren Dampfdruck bei einer Tempe  ratur von 200' C nur einen Bruchteil eines  mm beträgt, zum Beispiel Natrium,     Lithiüm,     Kalium,     Rubidium,    Magnesium, Zink, Cad  mium. Die Bewegung zur Kathode     des     schwerflüchtigen Dampfes tritt insbesondere  bei den stark elektropositiven Metalldämp  fen, z. B. Natrium auf.  



  Eine derartige Entladungsröhre würde  ferner den Nachteil aufweisen, dass .durch  das Vorhandensein des Metalldampfes sehr  leicht ein Überschlag zwischen den Anoden  auftreten könnte.  



  Die Erfindung hat den Zweck, eine Ent  ladungsröhre zu schaffen, -die mit     Diei-          phasenwechselstrom    betrieben werden kann,  Dämpfe schwerflüchtiger Metalle enthält  und derart - gebaut ist, dass nicht nur die       obenerwähnten        Nachteile    vermieden, sondern  auch noch weitere Vorteile erzielt werden,  wodurch die Entladungsröhre sich vorzüg-      lieh zur Verwendung zu Beleuchtungs  zwecken eignet.  



  Die erfindungsgemässe Entladungsröhre.  enthält ausser einer Gasfüllung den Dampf  eines schwerflüchtigen     Metalles    und sie ist  aus drei je an einem Ende mit einer eine  Glühkathode umfassenden Stromzuführung  versehenen und am andern Ende miteinander  in Verbindung stehenden, gleichen Schenkeln  aufgebaut, die     derart    angeordnet sind, dass je  der die beiden andern wirksam und in glei  cher Weise bestrahlt. Da in dieser Röhre keine  durch einen kurzen Entladungsweg vonein  ander getrennte     Anoden    vorhanden sind,  kann ein unerwünschter Überschlag zwischen  den Anoden nicht auftreten.

   Trotz dem Um  stande, dass jede Glühelektrode den Elek  troden der beiden andern Phasen gegenüber  insgesamt während     zweidrittel    der Betriebs  dauer negativ ist, und daher längs als wäh  rend der Hälfte der Periode stromführend       sein    kann, tritt keine     unerwünschte    Bewe  gung des     elektropositiven    Metalldampfes  nach einer der Elektroden auf, und zwar in  folge .des Umstandes,     dass    jede Glühelektrode  wechselweise ein     positives    und ein     negatives     Potential in bezug auf jede der beiden andern  Elektroden erhält und die Röhre einen ganz  symmetrischen Bau hat,

   so dass jede     Glüh-          elektrode    dieselbe Aufgabe erfüllt. Die  gegenseitige Bestrahlung der Schenkel     ver-          ringert    .den Wärmeverlust, was die Entwick  lung und Aufrechterhaltung des erforder  lichen Metalldampfdruckes erleichtert     und     zur Vermeidung der obenerwähnten uner  wünschten     Bewegung    .dieses     Metalles    bei  trägt.

   Ausserdem ermöglicht die erwähnte  Anordnung der Schenkel die     Ausbildung     einer sehr gedrängten Lichtquelle grosser  Intensität; sie ist besonders vorteilhaft,  wenn die vom Metalldampf ausgesandten,  sichtbaren Lichtstrahlen Resonanzstrahlen  enthalten, wie dies bei mehreren der oben  erwähnten, schwerflüchtigen, elektroposi  tiven     Metallen,    z. B. bei     Natrium,        Lithium,     Kalium und     Rubidium,    der Fall ist. Beim       Betrieb    der Entladungsröhre kommen Augen  blicke vor, in denen in einem der Schenkel    die Entladung aussetzt, was zum Flimmern  des ausgesandten Lichtes Anlass gibt.

   Da  die drei Schenkel in bezug aufeinander nicht  in einer Ebene, sondern einander wirksam  und in gleicher Weise bestrahlend angeord  net sind, beispielsweise gemäss den Kanten  eines Prismas, trifft ein grosser Teil .der  Resonanzstrahlen, die in den beiden Schen  keln erzeugt werden, in denen die Ent  ladung stattfindet,     .den    dritten Schenkel, in  dem in .diesem Augenblick keine Entladung  auftritt.

   Diese Resonanzstrahlen werden von  den in diesem dritten Schenkel vorhandenen       Metalldampfmolekülen        absorbiert,    wodurch  diese angeregt werden und beim Rückfall in  den     Grundzustand    Licht ausstrahlen,     so.dass     obgleich in diesem dritten Schenkel zeit  weise im Augenblick keine     Entladung    auf  tritt, er doch an der Lichtausstrahlung teil  nimmt. Das Flimmern des ausgesandten  Lichtes ist infolgedessen verringert.  



  Man hat bereits vorgeschlagen, eine gas  gefüllte und mit kalten Elektroden versehene  Entladungsröhre aus drei in einer Ebene an  geordneten Schenkeln aufzubauen. Es han  delt sich hier jedoch um     Hochspannungsent-          ladungsröhren,    die sich zu allgemeinen Be  leuchtungszwecken nicht eigneten, während  die vorliegende sich hierzu gut ausbilden lässt,  und bei .denen weder von dem     Vorhandensein     von Dämpfen schwerflüchtiger elektroposi  tiver Metalle noch von der oben angegebenen  gegenseitigen Anordnung der Schenkel die  Rede war.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan  des, durch       Fig.    1 in einer Ansicht und durch       Fig.    2 in einem Schnitt nach der Linie  <I>I1</I>     1I    in     Fig.    1. .  



  . Wie aus der     Zeichnung    ersichtlich ist,  besteht die Entladungsröhre aus drei paral  lelen Schenkeln 1, 2 und     ä,    -die am untern  Ende ineinander übergehen. Jeder Schenkel  ist am obern Ende mit einem     Elektroden-          System    versehen, -das aus einer     Glühelektrode     und einer zylindrischen, niederen Anöde     "o     besteht. Die Glühelektroden können mit      Hilfe von     Heiztransformatoren    geheizt wer  den. Es ist jedoch auch möglich, die     Glüh-          elektroden    .durch .die Entladung auf die er  forderlichen Temperaturen zu bringen.

   Die  Elektroden 4 und 5 sind, .entweder inner  halb oder ausserhalb der Röhre, miteinander       leitendiverbunden.        Wieinsbesondereraus        Fig.2     hervorgeht, sind die drei Schenkel in bezug  aufeinander derart angeordnet,     dass    ihre Ach  sen die Kanten eines gleichseitigen Prismas  darstellen, und zwar in kurzem Abstand von  einander. Der Zwischenraum zwischen den  Schenkeln beträgt z. B. nur     einige    mm,  während der Durchmesser der Schenkel z. B.  20 mm sein kann. Die Röhre enthält eine       Edelgasmenge    und ausserdem eine Menge  Natrium, dessen Dampf bei dem Durchgang  der Entladung ein intensives Licht von  gelber Farbe aussendet.

   Die Wärmeabgabe  der Entladungsröhre kann dadurch hintan  gehalten werden, dass die Röhre von einer  doppelwandigen Hülle 6 umgeben und der  Raum zwischen den beiden Wänden der  Hülle derart entlüftet wird, dass die Wärme  abgabe erheblich     herabgesetzt    wird.  



  Es hat sich ergeben, dass in dieser Röhre  keine unerwünschte Bewegung des Metall  dampfes nach einer der Elektroden stattfin  det und dass das Flimmern des erzeugten  Lichtes, das gerade bei     Glühkathod.enent-          ladungsröhren    grosser Lichtstärke sehr stö  rend sein kann, sehr gering ist.  



  Unter Umständen kann es zweckmässig  sein, jeden Schenkel der Entladungsröhre in  zwei parallele Stücke zusammenzufalten, so    dass die ganze Röhre in diesem Fall sechs  parallele Stücke aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre, die sich zum Drehstrombetrieb eignet, dadurch ge kennzeichnet, dass die Röhre ausser einer Gasfüllung den Dampf eines schwerflüchti gen Metalles enthält und aus drei, je an einem Ende mit einer Glühkathode versehe- nen und am andern Ende miteinander ver bundenen, aus mindestens je einem geraden Rohrteil gebildeten Schenkeln besteht, wobei die Rohrteile so angeordnet sind, dass sie .die Kanten eines Prismas bilden und dass der Abstand der benachbarten Rohrteilwandun- gen kleiner als der doppelte Durchmesser der Rohrteile ist.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie Metalldampf enthält, dessen sichtbare Strahlung wenigstens teilweise aus Reso nanzstrahlen besteht. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus .drei geradlinigen Schenkeln besteht, deren Achsen die Kanten eines gleich seitigen Prismas darstellen, und die so nahe aneinander angeordnet sind, dass die Zwischenräume zwischen denselben klei ner sind als deren doppelter Durchmesser.
CH178682D 1933-04-21 1934-04-07 Elektrische Entladungsröhre. CH178682A (de)

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