CH178706A - Verfahren für Fernseh-Rundfunk bei gleichzeitiger Übertragung von Bild und Ton. - Google Patents

Verfahren für Fernseh-Rundfunk bei gleichzeitiger Übertragung von Bild und Ton.

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CH178706A
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Gesellschaft Fuer D Telefunken
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Telefunken Gmbh
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  verfahren für     Fernseh-Rundfunk    bei gleichzeitiger Übertragung von Bild und Ton.    Für die praktische Ausübung des Fern  sehrundfunks ist es nahezu unerlässlich, nicht  nur das Fernbild, sondern auch die dazu  gehörige Tonbegleitung zu     übermitteln.    Beide  Übertragungen, Bild und Ton, könnten prin  zipiell auf dem Wege der Doppelmodulation  über     -den    gleichen Sender vorgenommen wer  den; die Ausnutzung des Senders ist jedoch  hierbei unwirtschaftlich. Daher ist es vor  zuziehen, für Bild und Ton je einen beson  deren Sender und einen besonderen Empfän  ger einzusetzen, also ganz getrennte Hoch  frequenzwege zu benutzen.

   Es entsteht dann  noch die Frage, auf welche Weise die Syn  chronisierung der sende- und     empfangsseiti-          gen        Bildzerleger    erfolgen soll. Da die für  örtliche Synchronisierung erforderlichen  Mittel einen zu grossen technischen Aufwand  benötigen, und da sich ferner herausgestellt  hat, dass die gemeinsame Synchronisierung  von Sender und Empfänger durch Anschluss  an das gleiche     Wechselstromkraftnetz    infolge    der sich dauernd ändernden Phasenverhält  nisse des Netzes praktisch nicht durchgeführt  werden kann, bleibt nur die unmittelbare  drahtlose     Übertragung    der     Synchronisier-          impulse    übrig.

   Es sind Verfahren bekannt  geworden, bei welchen die Aussendung .dieser  Impulse dem     Bildsender    übertragen wird,  indem dieser ausser den Bildzeichen noch       Synehronisierzeichen    aussendet, die von jenen  zum Beispiel durch     ihre    Frequenz,     dureh    ihr  Vorzeichen, durch ihre Amplitude oder durch  ihre zeitliche Lage ("toter     Bildwinkel")        uu-          terschieden    sein können. Allen diesen Ver  fahren haften gewisse Nachteile an. Die zu  beschreibende Erfindung hat sich daher zur  Aufgabe gemacht, einen neuen Weg für die  Übertragung des     Synchronismus    zu be  schreiten.  



  Die Erfindung geht von der erst in neue  rer Zeit     gewonnenen    Erkenntnis aus, dass es  für die Übertragung     hochqualifizierter    Fern  sehbilder notwendig ist, ein Frequenzband zu      übertragen, welches sich auf seiner untern  Seite bis genau oder doch nahezu Null Hertz  erstreckt. Früher war man oftmals von der  Annahme ausgegangen, es genüge, als untere  Grenze des Frequenzbandes die Bildfrequenz  oder gar die Zeilenfrequenz einzusetzen, so  dass unterhalb dieser Grenze noch Raum zur  Einfügung von     Synchronisierimpulsen    vor  handen war. Beim heutigen Stande der Er  kenntnis muss es aber als angezeigt gelten,  im Interesse einer guten Bildqualität dem  Bildsender ausschliesslich die Übertragung  der Bildzeichen aufzuerlegen.

   Die Erfindung  legt dies     zugrunde    und verlegt daher :die       ilbertragung    der     Synchronisierzeiehen    auf  den Tonkanal, wobei die nicht schon vom  Tonspektrum     bedeckten        Frequenzgebiete    in  Anspruch genommen werden sollen.  



  Die folgenden Ausführungsbeispiele der  Erfindung setzen voraus, dass zwei verschie  dene     Synchronisierfrequenzen    vom Sender  zum Empfänger übertragen werden sollen.  Prinzipiell kommt man zwar immer mit  einer     Synchronisierfrequenz    aus, da die me  chanisch rotierenden     Bildzerleger    nur eine  solche erfordern und da auch bei der Braun  sehen Röhre die beiden     Ablenkungsspannun-          ben    ein festes Verhältnis zueinander haben,  so dass diese durch Multiplikation aus einer  Grundfrequenz gewonnen werden können.

   Es  hat sich aber bei der     Braunschen    Röhre als  vorteilhaft herausgestellt, trotzdem beide  Frequenzen getrennt zu übertragen, da der       t        ee,        'hnische        Aufwand        am        Empfänger        geringer        t'     wird und dann auch phasenrichtiger Gleich  lauf der     Abtaststrahlen    von vornherein  sichergestellt ist. Es sei daher im folgenden  der allgemeinere Fall behandelt, dass zwei  Frequenzen übertragen werden sollen.

   Um  einen Überblick über die ungefähre Lage der  in Frage kommenden Frequenzen zu erhal  ten, sei die Annahme zugrunde gelegt, dass  ein Fernsehbild mit<B>180</B> Bildzeilen im For  matverhältnis 5 : 6 bei 25     Bildwechseln/sec.     übermittelt werden soll. Man erhält dann für  die Bildzeichen ein Frequenzband, welches  von 0 bis etwa 500 000 Hz reicht; die Ab  lenkfrequenzen für die     Braunsche    Röhre lie-    gen bei 25 und 4500 Hz, .der     Frequenzemp-          fang    der Tonbegleitung kann als zwischen  50 und 10 000 liegend angenommen werden.  



  Eine praktische Ausführungsform der  Erfindung ist durch das     Frequenzspektrum     in     Fig.        -1    schematisch illustriert. Die obere  Hälfte derselben veranschaulicht den Bild  kanal (I), der, wie erwähnt, von 0 bis  500     KHz    reichen möge. Der untere Teil der  Abbildung stellt. den Tonkanal     (II)    dar, in  .dem gleichzeitig auch die beiden     Synchroni-          sierfrequenzen    untergebracht sind.     Si    be  zeichnet die tiefere von ihnen, die also der       Bildwechselfrequenz    entspricht.

   Um eine  Vermischung derselben mit dem Tonspek  trum zu vermeiden, kann dieses vorteilhaft  auf der Sendeseite durch     Frequenzfilter    pas  send beschränkt werden,     angenommenerweise     zwischen den Grenzen 50 und 10 000 Hz.  Die zweite     Synchronsierfrequenz,    .die Zeilen  frequenz, kann nicht unmittelbar als solche       mitübertragen    werden, da sie in der Höhe  von 4500     Hz-mitten    in das Tonspektrum hin  einfallen würde. Um dieser Schwierigkeit zu  entgehen, wird ein passendes Vielfache, bei  spielsweise die dritte Oberwelle, dieser Fre  quenz übertragen. Im Falle des gewählten  Beispiels liegt diese bei 13 500 Hz     (S2)    und  .damit jenseits der obern Grenze des Ton  gebietes.

   Auf der Empfangsseite werden die       Synchronisierfrequenzen    durch geeignete Re  sonanzmittel wiederum dem ankommenden  Niederfrequenzbande entnommen. Aus Preis  rücksichten kommen für die tiefere Frequenz  vorzugsweise mechanische Filter in Betracht,  zum Beispiel schwingende Blattfedern, wäh  rend man für höhere Frequenz elektrischen  Filtern den Vorzug geben wird. Um die ur  sprüngliche     Zeilenfrequenz        wieder    herzustel  len, muss am Empfänger eine     Demultiplika-          tion    der Frequenz<B>82</B> stattfinden in dem glei  chen Masse, wie am Sender eine Verviel  fachung vorgenommen wurde.

   Dies kann bei  spielsweise dadurch geschehen, dass man mit  ihr eine     Kippschaltung    entsprechend niedri  gerer Frequenz in bekannter Weise synchro  nisiert.      Ein anderes Ausführungsbeispiel illu  striert die     Fig.        z.    Bei dieser wurde angenom  men, dass man mit der tiefen Bildwechsel  frequenz die dritte     Oberwelle    der höheren  Zeilenfrequenz moduliert und das durch diese  Modulation entstandene     Frequenztriplet        8s     dem Tonbande     (II)    überlagert.

   Am Empfän  ger muss dann     Frequenzselektion,        Demodula-          tion    und     Demultiplikation    in leicht ersicht  licher Weise vorgenommen werden.  



  In     Fig.    3 ist     eine    dritte Ausführungsform  illustriert. Bei dieser werden beide     Syn-          chronisierfrequenzen    in ihrer originalen Höhe  als Modulation der hochfrequenten Träger  welle übertragen. Gleichzeitig wird dieser  Trägerwelle das Tonspektrum     1I    als Modu  lation eines weiteren,     zwischenfrequenten     Hilfsträgers     aufmoduliert.    Die Höhe dieses  Hilfsträgers wird so gewählt, dass keine Stö  rung der     Synchronisierfrequenzen    eintritt.

    In der Figur wurde er zu 30     IiIIz    angenom  men, so dass das vom Ton in Anspruch ge  nommene     Spektralbereich    das Gebiet von       20        KHz    bis 40     KHz    überdeckt.  



  Bei allen genannten Ausführungsbeispie  len ist es möglich, nach Bedarf zur Verstär  kung der     Synchronisierzeichen    den     Fernseh-          empfangsverstä.rker    zu verwenden, da. diese  Impulse immer nur während des toten Bild  winkels eintreffen. Eine Trennung der bei  den Zeichenarten kann dabei in einfachster  Weise auf Grund ihrer     Amplitudenunter-          schiede    vorgenommen werden, wobei eine  etwa erfolgende Übersetzung des Bildver  stärkers durch die     Synchronisierzeichen    be  deutungslos bleibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren für Fernsehrundfunk bei gleichzeitiger Übertragung von Bild und Ton auf getrennten Hochfrequenzkanälen, da durch gekennzeichnet, dass die zur Synchro nisierung der Empfänger notwendigen Hilfs frequenzen vom Tonsender mitübertrageu werden, wobei diese Frequenzen in passende Bereiche ausserhalb des Tonspektrums gelegt werden. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass diejenige -der Syn- chronisierfrequenzen, welche in ihrer ori ginalen Höhe in das Tonspektrum fallen würde, vor der Aussendung in einem pas senden Massstabe vervielfacht und am Empfänger im gleichen Verhältnis wieder herabtransformiert wird.
    \?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass -die höhere der Syn- chronisierfrequenzen zunächst mit der tie feren derselben moduliert wird, worauf das entstehende Frequenztriplet dem Ton spektrum überlagert wird und am Emp fänger durch entsprechende Selektion und Demodulation die ursprünglichen Fre quenzen wieder hergestellt werden.
    @. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vielfaches der höheren Synchro- nisierfrequenz zunächst mit der tieferen derselben moduliert, worauf das ent stehende Frequenztriplet dem Tonspek trum überlagert wird und am Empfänger durch entsprechende Selektion, Demodu- lation und Demultiplikation die ursprüng lichen Frequenzen wieder hergestellt wer den. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisier- frequenzen in ihrer originalen Höhe der Trägerwelle aufmoduliert werden, wäh rend die Übertragung des Tonspektrums als Modulation einer zwischenfrequenten Hilfsträgerschwingung stattfindet, welche ihrerseits eine Modulation des Hauptträ gers bildet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Verstärkung der Syn- chronisierzeichen am Empfänger gleich zeitig der Bildverstärker dient.
CH178706D 1933-07-28 1934-07-19 Verfahren für Fernseh-Rundfunk bei gleichzeitiger Übertragung von Bild und Ton. CH178706A (de)

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