CH178782A - Verfahren zum Aufbereiten eines Gutes in einer Schachtofenanlage. - Google Patents

Verfahren zum Aufbereiten eines Gutes in einer Schachtofenanlage.

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CH178782A
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Aktiengesellschaft Grusonwerk
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Fried Krupp Grusonwerk Aktieng
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  Verfahren zum Aufbereiten eines Gutes in einer     Schaehtofenanlage.       Von dem zum Brennen von Zement ge  bräuchlichen Öfen hat der     Drehrohrofen    den  Vorteil, dass er einen besseren Klinker ergibt  als der     Schachtofen.    Dass der im Schacht  ofen gewonnene Klinker von geringerer Güte  ist als der     Drehofenklinker,    beruht offenbar  darauf, dass er neben einigem     Schwachbrand     vor allem auch     stets        überbrannte    und ge  schmolzene Teile enthält, die sich ungünstig  auf die Festigkeitseigenschaften des zu ge  winnenden Zements auswirken.

   Dieser Über  brand     entsteht    vor allem dadurch, dass die       Beschickung    während des Brandes im  Schachtofen nahezu vollständig still liegt  und nicht wie im     Drehrohrofen    eine     dauernde     Durchführung erfährt.  



  Verschiedene neue Vorschläge zur Ver  besserung des     Schachtofenbrandes    haben in  der vorerwähnten Hinsicht keine hinreichende  Besserung erbringen können. So hat die Er  höhung des     Winddruckes    wohl den Schwach  brand, weniger aber den schädlicheren Über  brand beseitigt.

   Auch die Durchsetzung     des       zu brennenden     Möllers    beim Gichten mit  Adern von     fertig        gesintertem    Gut, womit       Luftzuführungskanäle    innerhalb des     Möllers     geschaffen     werden    sollen, hat nicht befrie  digt. weil ausserhalb     dieser    Adern die Ver  hältnisse     nieht    beeinflusst werden.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zum Aufbereiten     eines    Gutes  in einer     Sehachtofenanlage,    zum Beispiel zum  Brennen von Zement.  



  Nach der Erfindung wird das Entstehen  von Überbrand dadurch verhindert, dass dem  aufzugebenden Rohgut eine zweckmässig  mindestens ein Fünftel der     Gesamtbeschik-          kung    betragende Menge     eines    Zusatzes aus  einem beim Brande sich nicht verändernden  und das herzustellende Gut nicht beeinträch  tigenden Stoff in gleichmässiger     Verteilung     beigegeben wird.  



       Vorteilhaft    ist ferner, den Zusatzstoff  ganz oder teilweise in feinkörnigem Zustande  aufzugeben.      Im folgenden ist auf das Brennen von Ze  ment Bezug     genommen.    Man hat     bereits     beim     Brennen    von Zement im     Drehrohrofen     mit     einem    Zusatz fremden Stoffes oder be  reits gebrannter Masse gearbeitet.

   Man hat       hierdurch    die für den     Drehrohrofenbetrieb     so ausserordentlich lästigen     Ausatzbildungen     verhüten wollen, sowie auch ein     allzustarkes     Zusammenballen der in     Sinterung    befind  lichen Massen, wodurch leicht     Klumpen    grö  sseren Ausmasses     entstehen,    die sich dann fest  setzen und hierdurch zu den erwähnten An  sätzen führen.

   Da solche Ansatzbildungen  aber immerhin nur Ausnahmeerscheinungen  sind, hat man     sich    hierbei stets :darauf be  schränkt, nur einen geringen     Zusatz    derarti  gen Gutes beizufügen, .da durch das zweima  lige     Erhitzen    eines Teils der Produktion  Mehrkosten entstehen, die naturgemäss bei  dem an sich schon infolge     :

  des    hohen Brenn  stoffbedarfs kostspieligen     Drehofenbrand        Go-          weit    als irgend möglich beschränkt werden       müssen.    Solche Ansatzbildungen kommen  nun bei     neuzeitigen    Schachtöfen, in denen  mit hohem     Winddruck    gearbeitet wird, so  gut wie gar nicht mehr vor; so dass kein An  lass zur Anwendung jenes für     Drehrohröfen     gemachten     Vorschlages    besteht.

   Im Schacht  ofen liegen überhaupt in dieser Hinsicht ganz  andere Verhältnisse als im     Drehrohrofen    vor,  was schon daraus hervorgeht,     :dass,    wie     Ver-          su_che    gezeigt haben, bei Anwendung des un  ten beschriebenen Verfahrens kein Mehrver  brauch an     Brennstoff        entsteht,    sondern sich  der Brennstoffbedarf sogar eher verringert.

    Es scheint :dies     :darauf    zu beruhen,     :dass    wenn  feinkörniges Zusatzgut dem Rohgut beigege  ben und     .dieses    eine     Kontaktwirkung    auf das  aufzuschliessende Rohgut ausübt, so dass des  sen chemische Reaktion leichter oder schon  bei geringerer Temperatur vor sich geht.  Indes braucht, wie sich :durch Versuche er  geben hat, nicht der gesamte Zusatz eine  solche Feinheit zu     besitzen,    sondern es.     ist     beispielsweise bereits die     Feinung    eines       Bruchteils    :des Zusatzes ausreichend, um  einen Mehrverbrauch an Brennstoff zu ver  hindern.

      Wesentlich ist hingegen eine tunlichst  gleichmässige Mischung des Zusatzes mit dem  Rohgut, da ja beim Schachtofen nicht schon  durch :den Ofengang selbst eine     Mischunb     erfolgt. Als derartiger Zusatz von grosser  Feinheit hat     sich    der Staub als vorteilhaft  erwiesen, der von dem fertigen Klinker meist       abgesiebt    wird, weil er     erfahrungsgemäss     einen schlechten Einfluss auf die Festigkeits  werte des     ermahlenen    Zementmehles ausübt.

    Fällt solcher Staub jedoch nicht in     hinrei-          chender    Menge ab oder wird er überhaupt  nicht aus dem den Ofen verlassenden Klinker  entfernt, so muss,     wenn    man mindestens teil  weise. einen feinen Zusatz dem Rohgut bei  mischen will der Zusatz ganz oder teilweise  gemahlen werden. Da die     Feinung    eines  Teils :dieses Zusatzes genügt, so genügt es  auch, den Zusatz einer nur oberflächlichen       Mahlung    zum Beispiel in einer Griessmühle  zu unterziehen, bei :der nur dafür gesorgt  wird, dass keine grösseren Stücke mehr in  ihm vorhanden sind; die     erforderliche    Menge  an ganz Feinem ergibt sich     hierbei    dann  schon von selbst.  



  Als vorteilhaft hat es sich     ferner    erwie  sen, den     Brennstoff    in fein gemahlenem Zu  stande aufzugeben. Bei der üblichen Auf  gabe von     Kohle    in erbsengrossen Stücken  müssen naturgemäss in der     Beschickung     Nester von     gohlena.sche        entstehen,    und dane  ben Stellen, :die frei von Asche sind. Da die  Asche     _die    Zusammensetzung des     Zements     beeinflusst,     vermindern    beide Umstände na  turgemäss die Festigkeit des     erzeugten    Ze  ments.

   Man hat deshalb früher bereits ver  sucht, :den Brennstoff in feinem     Zustande     aufzugeben. Er ist aber dann nicht völlig  verbrannt, weil     -offenbar    bei     Feinkörnigkeit          sämtlicher    Bestandteile :der Beschickung die       Luft    nicht leicht .genug     hindurchdringen     kann. Eine gewisse Menge der Bestandteile  einer     Schachtofenbeschiekung    muss beim Ze  mentbrennen     offenbar    eine     bestimmte    min  deste     Korngrösse    besitzen.

   Man hat deshalb  bisher dem Brennstoff eine solche     minimale          Korngrösse    gegeben, da das Rohgut selbst  feinkörnig aufgegeben werden muss. Hierbei      musste der erwähnte Missstand ungleicher  Aschenverteilung in Kauf genommen wer  den.  



  Die Erfinderin hat erkannt, dass nur eine  gewisse Menge solcher Körner überhaupt  vorhanden sein muss, gleichviel, woraus :die  Körner dabei     bestehen.    Während man aber  bisher die Körner aus Brennstoff hat be  stehen lassen, werden sie nach dem beschrie  benen Verfahren zweckmässig aus dem unver  ändert verbleibenden     Zugabegut    gebildet.  Der Brennstoff, wie das frische Rohgut,  können also fein gemahlen sein.  



  Das beschriebene Verfahren bietet ferner  den Vorteil, das dem Schachtofen aufzuge  bende Rohgut auch nass aufbereiten zu  können, was erfahrungsgemäss in manchen  Fällen erwünscht ist. Bisher hatte nass auf  bereitetes Gut vor der Aufgabe eine Ent  wässerung nötig, weil sich in den     Schacht     Ofen kein flüssiges Gut aufgeben lässt.

   Wird  aber dem Rohschlamm, der einen Wasserge  halt von 30 bis     40%    besitzt, der beträcht  liche Zusatz trockenen     Stoffes    zugegeben,  welcher die Kohle und der Klinker     darstellt,     so nimmt dieser Trockenzusatz, besonders  wenn     diese    beiden Bestandteile ganz oder  teilweise feingemahlen sind, einen so be  trächtlichen Teil des Schlammwassers auf,  dass der Wassergehalt der in den Ofen auf  zugebenden Mischung auch ohne Wasserent  ziehung nur noch etwa 12 bis<B>18%</B> beträgt,  wie es als     Schachtofenaufgabegut    üblich ist.  



  Das beschriebene Verfahren ist auch für  das Sintern und Rösten von Erz     und    für  ähnliche Zwecke geeignet.  



  Die Erfindung betrifft     ferner    eine       Schachtofenanlage    zur Durchführung des       beanspruchten    Verfahrens. Als     Ausführungs-          beispiel    ist eine derartige zum Brennen von  Zement bestimmte     Schachtofenanlage    in .der  Zeichnung schematisch dargestellt.  



  Dem Schachtofen 1, dem der Wind von  dem Gebläse 2 zugeführt wird, wird die Be  schickung     mittelst    der     Mischschnecke    $ auf  gegeben. In die     Klinkerableitung    4 ist .das  Sieb 5 eingefügt. An dieses schliesst sich ,die    Leitung 6 an, welche zu dem     Becherwerk    7       führt.    Ausserdem führt von der     Klinkerab-          leitung    4 die durch den Schieber 8 verschliess  bare Zweigleitung 9 zu der Griessmühle 10,  deren Auslauf in die Leitung 6 mündet.  



  Von dem     erbrannten        Klinker    wird auf  dem Sieb 5 der Staub     ahgesiebt    und durch  die Leitung 6 dem     Becherwerk    7     zugeführt.     Ein nach der Einstellung des     Schiebeas    8  bemessener Teil des     Klinkers    läuft     ferner     durch die Leitung 9 der Mühle 10 zu und  gelangt nach erfolgter     Körnung    ebenfalls in  das     Becherwerk    7.

   Das     Becherwerk    7 bringt  das ihm aufgegebene Gut     wieder    in die       Mischschnecke    3     zurück,    in welcher es mit  dem durch die Leitung 11 zurückgeführten  Brennstoff und mit dem aus dem Silo 12  kommenden Rohgut     vermengt        wird.  

Claims (1)

  1. PATENTAN SPRV CHE I. Verfahren zum Aufbereiten eines Gutes in einer Sehachtofenanlage unter Beigabe eines Zusatzes aus einem beim Brande sich nicht verändernden und das herzu stellende Gut nicht beeinträchtigenden Stoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz im aufzugebenden Rohgut gleich mässig verteilt wird.
    II. Schachtofenanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I; dadurch gekennzeichnet, dass. in die Klin- kerableitung ein Sieb eingeschaltet ist und dass von der Klinkerableitung eine zu einer Zerkleinerungsmaschine füh rende Zweigleitung abzweigt, ferner da durch gekennzeichnet, dass ein Becher werk vorgesehen ist,
    das den abgesiebten und den nach Bedarf von der Hauptklin- kermasse abgezweigten Klinker zu einer den Brennstoff und das Rohgut der Ofengicht zuführenden Mischvorrichtung bringt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da .durch gekennzeichnet, dass als Zusatz stoff Klinker beigegeben wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, .dass als Zusatz stoff Zementmehl beigegeben wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeiohnet, dass der Zusatz mindestens ein Fünftel der Gesamtbe schickung beträgt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Zusatz mindestens teilweise in feinkörnigem Zu stand aufgegeben wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durGh gekennzeichnet, dass der Brenn stoff in feingemahlenem Zustande aufge geben wird. G. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Brenn stoff und der Zusatz dem nass aufbereite- ten Frischgut zugemischt werden.
CH178782D 1934-04-14 1934-07-10 Verfahren zum Aufbereiten eines Gutes in einer Schachtofenanlage. CH178782A (de)

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