Sohlenrissmaschine. Gegensiand der vorliegenden Erfindung ist eine Sohlenrissmaschine mit einem Werk stückträ.ger, einer Rissvorrichtung und einer Vorschubvorrichtung.
Gemäss der Erfindung zeichnet sich diese Sohlenrissmasehine dadurch aus, dass ein Sohlenvorschubglied und ein Rissmesser um eine Achse schwingbar angeordnet sind, -die die Sohlenebene durchschneidet und auf einer Seite der Vorschublinie angeordnet ist, wobei das Vorschubglied bei seinem Vorwärtsschub das Werkstück vorschiebt, und dass ein zwei tes Vorschubglied und ein zweites, durch ein zur Erzeugung eines Schultereinschnittes die nendes, zugehöriges Messer ersetzbares Riss- messer um eine Achse schwingbar angeordnet sind,
die ebenfalls die Sohlenebene durch schneidet und auf der andern Seite der Vor schublinie liegt, wobei die Messer bei ihrem 1Ziickwärtshub die Risse mit einem ziehenden Schnitt bilden.
In :den Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes, Einzelheiten und Detail varianten darstellenden Zeichnungen ist: Fig. 1 eine linke Seitenansicht der ge samten Maschine, Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 eine linke Seitenansicht des Ma schinentropfes, Fig. 4 eine Einzelansicht aus Fig. 3, Fig. 5 eine Draufsicht auf den Maschi nenkopf, Fig. 6 eine Vorderansicht des Maschinen kopfes,
Fig. 7 .ein Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 5, Fig. $ eine rechte Seitenansicht des Ma schinenkopfes, Fit-,. 9 ein Schnitt nach -der Linie IX-IX der Fig. 6, Fig. 10 ein Schaubild des Maschinen kopfes, Fig. 11 ein Schnitt nach der Linie XI-XI der Fig. 6, Fig. 12 eine Draufsicht auf den Werk tisch und einen Hilfswerktisch,
Fig. 13 ein Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Fig. 7, Fig. 14 eine .der Fig. 11 ähnliche Ansicht bei verschiedener Einstellung der Maschinen teile; Fig. 15 erläutert die Stellung der Messer bezüglich der Sohle vor dem Schwingen der Sohle um den Spitzenteil; Fig. 16 ist eine schenllatische Darstellung der Rissmesser, deren Bewegungsstrecken gegeneinander verschoben sind;
Fig. 17 ist ein Vertikalschnitt nach der Linie XVII-XVII der Fig. 11; Fig. 18 ist eine Vorderansicht der Riss- messer und der Vorschubglieder und ihrer Träger; Fig. 19 ist ein wagrechter Schnitt nach der Linie XIX-XIX der Fig. 18;
Fig. 20 ist eine rechte Seitenansicht des Innenrissmesserschiebers; Fig. 21 ist eine linke Seitenansicht des Aussenrissmessers; Fig. 22 ist eine Vorderansicht der beiden Rissmesser und des Abschneidmessers; Fig. 23 ist eine linke Seitenansicht der in Fig. 22 dargestellten Messer; Fig. 24 ist eine Ansicht der Rissmesser und Vorschubglieder in Eingriff mit einem Werkstück;
Fig. 25 ist ein- Schnitt nach der Linie XXV-XXV,der Fig. 24; Fig. 26 ist eine der Fig. 18 ähnliche An sicht, in der die Maschine zum Bearbeiten von Wendeschuhsohlen ausgerüstet ist; Fig. 27 ist eine Seitenansicht der Ar beitswerkzeuge; Fig. 28 ist ein Querschnitt durch die Kante eines bearbeiteten Werkstückes;
Fig. 29 ist eine der Fig: 24 ähnliche An sicht, in der die Vorschubglieder mit Ein schneidmessern ausgerüstet sind; Fig. 30 ist eine Draufsicht auf den Spit zenteil einer Wendeschuhsohle und erläutert die Bearbeitung der Sohle mit der dargestell ten Maschine; Fig. 31 erläutert die Bearbeitung einer Wendeschuhsohle durch die Messer der dar gestellten Maschine; Fig. 32 ist ein Querschnitt durch die Ar beitswerkzeuge bezw. deren Träger und be nachbarte Maschinenteile;
Fig. 33 ist eine Ansicht einer abgeänder ten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung; Fig. 34 ist ein Schnitt nach der Linie XXXI'T-XXXIV der Fig. 33; Fig. 35 ist eine Draufsicht, teilweise im .Schnitt, der in Fig. 33 dargestellten Aus führungsform und Fig. 36 ist eine Seitenansicht dieser Aus führungsform.
Die .dargestellte Maschine besitzt einen frei drehbaren Werktisch 40 (Fig. 6), ein Rissmesser 42, das in der Sohle C auf dem Werktisch einen R.iss und eine Innenlippe bil det;
ein Kantenrissmesser 44 (Fig, 7), das in die Kantenfläche,der Sohle einschneidet und eine Aussenlippe und einen abgelassenen Randteil bildet, Drucklehren 46 und 48 (Fig. 20 und 21), in Verbindung mit den Messern 42, 44 zum Bestimmen der Dicke der Innen- und Aussenlippen, zwei Vorschubglie- der 50 und 52 und eine Kantenführung 54 zum Bestimmen der Breite des abgelassenen Randteils und des Abstandes der Risslippe von der Sohlenkante.
Die Maschine ist ferner insbesondere zum Rissen von Rahmenschuh sohlen mit einem Trennmesser 58 versehen (Fig. 22 und 23), das einen vertikalen Schnitt in der Sohlenoberfläche anbringt und dabei den Kanteneinschnitt durchkreuzt und somit eine Aussenlippe bildet, die kleiner als die Breite des Randteils der Sohle ist. Die Maschine besitzt weiterhin ein Abschräg- mess.er 60 (Fig. 12) zum Abschrägen oder Abschärfen der Kante an der Narbenseite der Sohle. Mit der dargestellten Maschine kön nen Rahmenschuhsohlen, sowie Wendeschuh sohlen bearbeitet werden.
Die Rissmesser 42, 44 werden in der Vor schubrichtung hin- und herbewegt und .schneiden bei ihrem Rückhub in die Sohle ein. Die Messer bewegen sich gegenläufig, ,das heisst gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung, so dass sie abwechselnd in das Werkstück einschneiden und die Schneid- Belastung der Maschine somit gleichmässig über eine Arbeitsperiode verteilt wird.
Die Vorschubglieder 50y 52 bewegen sich ge meinsam mit den Messern 42 bezw. 44 in der Vorschubrichtung hin und her, und zwar so, dass das Vorschubglied 50 das Werkstück vorschiebt, während das Kantenrissmesser 4=1 sich rückwärts bewegt und dabei einen Riss einschneidet und während das Rissmesser 42 sieh mit -dem Werkstück leer vorwärts be wegt.
Wenn das Vorschubglied 52 das Werk stück vorschiebt, bewegt sich das Rissmesser 42 rückwärts und schneidet dabei in die Sohle ein, während das Kantenrissmesser 44 sich mit dem Werkstück leer vorwärts be wegt.
Unter der in dieser Beschreibung und im Patentanspruch angeführten Bezeichnung "Vorschublinie", in Fig. 11 mit v bezeichnet, ist eine imaginäre Linie zwischen den untern Enden der Vorschubglieder 50, 52 zu ver stehen, die sieh in Fig. 6, 7, 17, 18, 24, 26 und 29 senkrecht zur Zeichnungsebene er streckt. In Fig. 10 koinzidiert diese Linie mit dem Sohlenriss und in Fig. 20 und 21 erstreckt sich diese Linie in der Richtung der Pfeile.
Das Vorschubglied 50 ist um eine Achse (,eometrische Achse der Welle 156) schwing bar angeordnet, die die durch den Werktisch 40 bestimmte Sohlenebene durchschneidet und auf einer Seite der Vorschublinie ange ordnet ist, und schiebt .das Werkstück bei seinem Vorwärtshub vor. Das Kantenriss- messer 44 ist um eine Achse (geometrische Achse der Welle 158) schwingbar angeord net, die ebenfalls die Sohlenebene durch schneidet und auf der andern Seite der Vor schublinie liegt. Bei seinem Rückwärtshub bildet das Messer während der Vorwärtsbe wegung des Vorschubgliedes den Riss mit einem ziehenden Schnitt.
Die Messer und Vorsehubglieder werden von zwei Trägern 62, 64 (Fix. 11) getragen. Die Träger schwingen um vertikale Achsen auf beiden Seiten der Vorschublinie und sind so miteinander Wrbunden, dass sie gleich- mässig in entgegengesetzter Richtung schwin gen. Die Träger werden von einem zweiarmi gen Hebel 66 betätigt, der von einem Exzen ter 68 auf einer vertikalen Treibwelle 70 ver- schwenkt wird.
Die Vorschubglieder 50, 52 werden während der Schwingbewegung der Träger 62, 64 bezüglich der Träger 62, C;4 durch eine Vorrichtung gehoben und gesenkt, die von einem zweiten Exzenter 72 auf der Welle 70 angetrieben wird. Die Welle 70 ist in dem Maschinenkopf 74 gelagert (Fix. 1). Der Kopf 74 wird von einer hohlen Säule 76 getragen, die auf einem Grundgestell 7 8 steht, das einen Motor 80 zum Treiben der Welle 70 umschliesst. Der Motor 80 wird von einer Haube<B>82</B> überdeckt und in bekannter Weise durch einen Schaltwiderstand 84, 86 gesteuert.
Infolge der Schwingbewegung der Vorschubglieder 50, 52, erteilt von den Trä gern 62, 64 und der Auf- und Abbewegun g der Vorschubglieder 50, 52, erteilt von dem Exzenter 72 aus, besitzt jedes Vorschubglied somit eine Vierfachbewegung. Das Vorschub glied 52 zum Beispiel wird, nachdem es in Eingriff mit einer Sohle auf dem Werktisch 40 gesenkt worden ist, durch den Träger 64 vorwärtsbewegt und schiebt dabei die Sohle vorwärts, während das innere Messer 42 um einen gleichen Abstand rückwärts bewegt wird und dabei den Riss einschneidet,
und wird sodann emporgehoben und gibt dabei das Werkstück frei und wird schliesslich bei dem Rückwärtshub des Trägers 64 zurück bewegt, während das innere Messer 42 bei dem Vorwärtshub des Trägers 62 leer nach vorn bewegt wird. Während .dieses Vorwärts hubes des innern Messers 42 schiebt das Vor schubglied 50, das mit dem Messer 42 an demselben schwingbaren Träger angebracht ist, die Sohle um ein weiteres Stück vor, so dass, wenn das Messer 42 den Riss einzu schneiden bereit ist, seine Einstellung bezüg lich des Werkstückes dieselbe ist, wie an ,dem Ende des vorhergehenden Schneidhubes, oder mit andern Worten,
das Messer befindet sich an dem Vorderende des bereits einge schnittenen Risses. Somit kann das Messer bei seinem Rückwärtshub das Werkstück weiter rissen, während dieses in der ent gegengesetzten Richtung durch das Vor- wchubglied 52 um ein Stück vorgeschoben wird, das der Hublänge des Messers ent spricht.
Das Vorschubglied 52, soweit es das Inn.nenmesser 42' .anbetrifft, wirkt daher als Hauptvorschubglied und das Vorschubglied 50 als ein Hilfsvorsthubglied. Die Tätigkeit der Vorschubglieder bezüglich der des Kan- tenrissmessers 44 hingegen ist.so, dass das Vor schubglied 5,0 als Hauptvorschubglied wirkt, während das Vorschubglied 52 dabei das Hilfsvorschubglied darstellt.
Da. die Vor wärts- und Rückwärtsbewegungen der zwei Träger 62, 64 gleich sind, ist die Länge der Vorschubbe@vegungen gleich der Länge der Schneidhübe der Messer. Infolgedessen ist der jeweilige Risseins,chnitt eines Messers unge fähr gleich der doppelten Länge des Messer hubes und ebenfalls doppelt so lang wie der Vorschubhub des Werkstückes. Ferner füh ren die Rissmesser infolge der Schwingbewe gung .der Träger 62, 64 einen ziehenden Schnitt aus, der sauber und mit wenig Kraftaufwand angebracht werden kann.
Die Treibverbindung zwischen dem 212o- tor 80 und -der Welle 70 besitzt eine wag rechte Welle 90 (Fig. 1 und 2), die mit der Motorwelle 92 bei 94 direkt gekuppelt ist und ein Zahnrad 96 trägt; ferner ein Ritzel 98 auf einer wagrechten Welle 100, das von dem Zahnrad 96 gedreht wird, ein Zahnrad 102 auf der Welle 100, das von einem auf einer wagrechten Wolle 1'06 festsitzenden Ritzel 104 (Fig. 2) getrieben wird, und ein Zahnrad 108 auf .der Welle 1106, das ein Schraubenrad 110 -dreht.
Das Rad 110 ist .durch einen Keil 112 (Fig. 2) auf der Welle 70 befestigt. Die Wellen 90, 100 und 106 sind in den Wänden eines Gehäuses 114 ge lagert. Das Gehäuse 114 und das von ihm umschlossene Übersetzungsgetriebe sind ver tikal verstellbar, um die Welle 90 genau in einer Flucht mit der MoWrwelle 92 kuppeln zu können. Zu diesem Zwecke sitzt das Ge häuse 114 auf einem hohlen Pfosten 116, der durch eine Klemmschraube 118 und einen Klemmbund 120 mit der Säule 76 verbunden ist. Das Gehäuse sitzt auf einer Schraube 122, die in dem Fuss der Säule 76 einge schraubt ist und zwecks Feineinstellung des Gehäuses 114 gedreht wird.
Die Hauptwelle 70 ist in Kugellagern 124 (Fig. 7) in dem Kopf 74 und weiterhin in Kugellagern 126 (Fig. 2') in ,dem Gehäuse 114 eingesetzt. Das Hauptgewicht der Welle 70 wird von einem Drucklager 128 (Fig. 7) aufgenommen, das an dem Maschinenkopf 74 angeordnet ist. Das Schraubenrad 110 besitzt eine mit ihm feste Muffe 180 (Fig. 2), die in einem Lager 132 in dem Gehäuse 114 sitzt. Ihr innerer Durchmesser ist etwas grö sser als der Durchmesser der Welle 70, um ein Festklemmen der Welle, insbesondere wenn die Wellenlager nicht genau in einer Flucht angeordnet sind, zu verhüten.
Das obere Ende der Muffe 130 ragt über das Wellenlager hinaus und besitzt einen festen Bund 138, der auf -dem Oberteil des Gehäu ses 114 sitzt. Zwischen dem Rad<B>110</B> und dem untern Ende des Lagers<B>132</B> befindet sich ein Drucklager 146. Mittelst eines Hand rades 142 (Fig. 1) auf der Hauptwelle 70 kann die Hauptwelle, wenn erwünscht, lang sam umgedreht werden.
Die beiden Schwingträger 62, 64 für die Rissmesser und Vorschubglieder weisen zwei horizontale Arme 150 und 152 (Fig. 7) auf, die an zwei vertikalen Wellen 156, 158 (Fig. 11 und 7) befestigt sind. Die Mittelteile der Wellen sind in Lagern 160, 162 einge setzt. Die beiden Träger 62, 64 werden gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung durch einen Lenker<B>166</B> bewegt (Fig. 10 und 11), der die nach hinten ragenden Arme 168 an den Trägern 62, 64 miteinander verbindet und durch einen Lenker 170 mit einem Arm des Hebels 66 verbunden ist.
Der Hebel 66 trägt einen Bolzen 172, der in einem verti kalen Lager in dem Maschinenkopf 74 -dreh bar ist. Der vordere Arm .des Hebels 66 ist gabelförmig (Fig. 11) und umfasst einen Gleitblock 174, durch den der Exzenter 72 ragt. Der hintere Arm des Hebels 66 besitzt eine Rille 176 zur Aufnahme einer von dem Lenker 170 getragenen . Rolle 178. Das Aussenende der Rille 176 ist bogenförmig, wobei der Bogen um die Axe der Gelenk verbindung des Lenkers 170 mit dem Lenker 168 geschlagen ist, und das Innenende der Rille 176 ist ebenfalls bogenförmig, jedoch exzentrisch bezüglich der soeben erwähnten Drehverbindung.
Durch diese Verbindungs teile werden die Träger 62, 64 nicht nur gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung geschwenkt, sondern durch Verstellung des Lenkers 170 bezw. seiner Rolle 178 längs des Schlitzes 176 mittelst eines Lenkers 180 kann der Schwingungsausschlag der Träger 62, 64 geändert werden. Die Rille 176 ragt hinreichend einwärts (Fig. 11), um die Rolle 1.78 koachsial bezüglich der Schwingungs achse des Hebels 66 einstellen zu können und dabei die Tätigkeit .des Hebels 66 zum Schwingen der Träger 62, 64 unwirksam zu machen.
Infolge der beschriebenen Anord nung können somit die Vorschubhübe der Vorschubglieder verkürzt werden, insbeson dere zum Erleichtern des Vorschiebens einer Sohle beim Bearbeiten des Spitzenteils und weiterhin kann der Vorschub vollkommen ausgesetzt werden, ohne die Maschine anzu halten.
Das innere Rissmesser 42 und seine Lehre 46 sitzen an einem Schieber 186 (Fig. 17), der in dem Schwingträger 62 vertikal nach giebig angeordnet ist. Das äussere Rissmesser -4 und seine Lehre 48 sitzen an einem Schie ber 188, der in dem Träger 64 vertikal nach geben kann. Die Einstellung der Einschneid tiefe des innern Messers und die Einstellung des Einschnittes des äussern Messers bezüg lich der Oberfläche des Werkstückes werden durch die Lehren 46, 48 in bekannter Weise vorgenommen.
Das innere Rissmesser 42 besitzt einen rechteckigen, vertikalen Schaftteil 190 (Fig. 17) mit einer Schneide 192 an seinem untern Ende, die einen innern Riss A und eine Risslippe B in der Sohle C bildet (Fig. 22).
Der Schaftteil 190 des Messers ist durch eine Schraube 194 in einer Rille 196 eines Messerblockes 198 befestigt. Der Messerblock 198 ist wagrecht quer zu der Vorschubrichtung in einer Rille 200 eines Trägers 202 verschiebbar und wird durch einen Bolzen 204, der durch einen Längs schlitz 206 (Fig. 17) in dem Träger 202 ragt, gehalten. Der Träger 202 ist durch einen Bolzen 208 mit .dem Schieber 186 ver bunden. Der Bolzen 208 ragt durch einen vertikalen Schlitz 2,10 in dem Träger 202. Die Lehre 46 sitzt an einer Trägerplatte 212 (Fig. 18), die durch eine Schraube 214 an dem Schieber 186 befestigt ist.
Das Riss- messer 42 kann zur Veränderung der Ei in- schneidtiefe nach Lösung des Bolzens 208 und Verstellen des Messerblockträgers 2-02 bezüglich .des Schiebers 186 bezüglich der Lehre 46 vertikal verstellt werden. Zwecks Feineinstellung der Einschneidtiefe ist eine Stellschraube 216 vorgesehen, die in den Messerblookträger 202 eingesetzt ist und deren geriffelter Kopf in einem Ausschnitt 218 (Fig. 20) in der Rückseite des Schiebers 186 sitzt. Eine Schraube 2'20 sichert die Schraube 216 in eingestellter Lage.
Der Messerschieber 186 ist in einer Füh rung 222 (Fig. 14) in dem Träger 62 verti kal gleitbar. Der Schieber 186 kann nach oben gegen den Widerstand einer Feder 224 nachgeben. Die Feder sitzt in einer Bohrung in dem Schieber und stützt .sich mit ihrem andern Ende gegen ein von einer Schraube 228 gehaltenes Widerlager 226. Die Schraube 228 ist durch eine Knagge 280 an den Trä ger 62 geschraubt. Eine Abwärtsbewegung des Schiebers 186 unter Einfluss der Feder 224 wird durch Anschläge 232 (Fig. 7 und 18) begrenzt, die gegen Schultern 234 an dem Träger 62 anschlagen. Die Anschläge 232 befinden sich an beiden Enden einer Querstange 236 an dem Schieber 186.
Die Anschläge 232 verhüten, dass das Messer 42 mit dem Werktisch 40 in Eingriff tritt, wenn das Werkstück unterhalb der Lehre herausbewegt worden ist. Die Spannung der Feder 224 kann durch Verstellung der Schraube 228 geändert und die Schraube 228 kann durch eine Mutter 238 festgestellt wer- den. Der Schieber 186 wird in seiner Füh rung 222 durch ein Gussstfick 240 gehalten (Fig. 9, 14 und 17), das durch Schrauben 242 an dem Träger befestigt ist, und das eine Führung für einen Schieber aufweist, der, wie noch zu beschreiben ist, das Vorschub glied 50 trägt.
Das Kantenrissmesser 44 besitzt eine wag rechte Schneide 246 (Fig. 22, 23) zum Bil den eines Aussenrisses D, einer äussern Riss- lippe E und eines untern Sohlenran.dteils F. Wie in Fig. 17, 19, 21 bis 23 dargestellt, sitzt der Schaftteil des Messers 44 in einer Ausnehmung 248 eines Messerhalters 250, wobei eine Seite des Messerschaftes mit einer unterschnittenen Schulter 252 an .dem Halter 250 und die andere Seite des Messerschaftes mit zwei Klemmschrauben 254 in Eingriff steht.
Durch Lockern der Klemmschrauben 254 kann das Messer längs seiner Schneid kante zum Verändern der Schneidtiefe ver stellt werden. Der Messerhalter 250 besitzt einen aufrechten Teil 256 (Fig. 17) mit Flanschen 258, die gegen beide Seiten des Schiebers<B>188</B> liegen. Der Messerhalter ist an dem Schieber 188 durch eine Schraube 260 befestigt, die durch einen Schlitz 262 in den Messerhalter 250 ragt, so dass der Messerhalter bezüglich des Schiebers 188 zum Verändern .der Dicke der Kantenlippe und des Sohlen randteils verstellbar ist.
Zum Feineinstellen des Messers bezüglich seiner Lehre dient eine Schraube 264, die durch den Messerhalter 250 geschraubt ist und deren geriffelter Kopf in einem Ausschnitt 266 in dem Messer schieber 1.88 liegt (Fig. 21), wobei die Schraube 264 in eingestellter Lage durch eine Schraube 268 festgehalten wird. Der Schieber 188 ist in einer Führung 27.0 in dem schwingbaren Messerträger 64 vertikal beweglich angeordnet, und zwar in ähnlicher Weise wie der Schieber 186 in dem Messer träger 62.
Wie dargestellt, kann sich der Schieber 188 aufwärts gegen den Widerstand einer Feder 272 bewegen, die in einer Boh rung des Schiebers 188 sitzt und sich mit ihrem andern Ende gegen ein von einer Schraube276 gehaltenes Widerlager 274 stützt. Durch Drehung der Schraube 276 ist die Spannung der Feder einstellbar. Die Schraube ist durch eine Konsole 278 des Trägers 64 geschraubt und weist eine .Sicherheitsmutter 280 auf. Eine Abwärtsbewegung des Schie bers<B>188</B> unter dem Einfluss .der Feder 272 ist durch Anschläge 282 des Schiebers 188 begrenzt, die gegen Schultern 284 (Fig.7) an dem Träger 64 anschlagen.
Die Anschläge 282 sitzen an beiden Enden einer Querstange 286 an dem Schieber 188 und verhindern das Ineingrifftreten des Messers 44 mit dem Werktisch, wenn .das Werkstück aus der Ma schine herausgenommen wird. Der Schieber 188 wird in .seiner Führung 270 durch ein Gussstüch 288 gehalten (Fig. 9, 14, 17), das an dem Träger 66 durch Schrauben 289 (Fig. 14) befestigt ist und eine vertikale Führung für einen Schieber aufweist, der, wie noch zu beschreiben ist, das Vorschub glied 52 trägt.
Um die äussere Risslippe schmaler als den verringerten Randteil der Sohle zu machen, besitzt die Maschine, wie bereits erwähnt, ein Abtrennmesser 58, das in die Sohlenober fläche parallel zu der Sohlenkante einschnei- -det und in Zusammenwirkung mit dem Kan- tenrissmesser die schmale Lippe E dadurch bildet, dass es einen Teil G abtrennt (Fig. 22). Das Abtreunmesser 58 schneidet bei der Tä tigkeit der Maschine etwas vor dem Kanten rissmesser voraus. Es besitzt eine Schneid kante 290 (Fig. 23) und ist durch eine Schraube 292 mit einem Block 294 verbun den.
Der Block 294 besitzt eine Schwalben schwanzverbindung mit einem Ansatz 296 an dem Messerhalter 250. Der Schaftteil des Abtrennmessers 58 sitzt in einer flachen Ausnehmung in dem Block 294. Das Ab trennmesser ist so eingestellt, dass seine Schneide 290 aufwärts und rückwärts ragt und das Messer somit einen ziehenden Schnitt ausführt. Die Schraube 292 ragt duroh einen Schlitz 298 in den Block 294, der parallel zu den Schneid- und Abtrennmessern ange ordnet ist.
Der Block 294 des Abtrenn- messers ist an dem Ansatz 296 durch eine Schraube 300 befestigt, die in den Block eingeschraubt ist und durch einen wagrech- ten Schlitz 302 (Fig. 22) in den Ansatz 296 ragt. Dadurch kann das Abtrennmesser in cler Längsrichtung der Schneide des Kanten rissmessers verstellt " werden, um die Breite der Sohlenlippe E zu verändern.
Die Lehre 48 des Kantenrissmessers ist durch eine Schraube 305 an einem Hilfs schieber 306 befestigt, der in einer Führung 308 in dem Messerschieber 188 sitzt (Fig. 18, 19). Der Hilfsschieber 306 kann an dem Hauptschieber<B>188</B> gesichert werden, wobei alsdann die Maschine zum Bearbeiten von Rahmenschuhbrandsohlen eingestellt ist. Er kann aber auch gelöst werden, so dass er sich unabhängig bezüglich des Hauptschiebers be wegen kann, um die Maschine zum Bearbei ten von Wendeschuhsohlen einzustellen. Der Hilfsschieber 306 ist bei 309 (Fig. 26) aus gebohrt. Eine Feder 310 sitzt in der Bohrung und stützt sich mit ihrem obern Ende gegen eine Schulter 312 an dem Messerschieber 188.
Ein von dem Hilfsschieber 306 getragener Stift 314 greift in einen Schlitz 316 in dem Messerträger 64 ein und begrenzt somit die Auf- und Abwärtsbewegung des Hilfsschie bers 306. Eine Schraube 318 (Fig. 24) in dem Träger 64 ragt in ein Loch 320 (Fig. 26) in dem Hilfsschieber 306 und dient zum Festhalten des Hilfsschiebers an dem Hauptschieber 188. Durch Lösen oder Ent fernen der Schraube 318 kann der Hilfs schieber zwecks unabhängiger Bewegung freigegeben werden.
Beim Bearbeiten von Rahmenschuhsohlen ist es erwünscht, dass die Aussenlippe gleich förmig dick ist. Durch Sicherung des Hilfs schiebers 306 an dem Messerschieber 188 mittelst der Schraube 318 werden die Lehre 48 und das Kantenrissmesser 44 zwecks gleichzeitiger nachgiebiger Bewegung mitein ander verbunden. Folglich bewegt sich in diesem Falle das Kantenrissmesser mit der Lehre 48 gemäss der Veränderung der Werk stückdicke auf und ab und gewährleistet somit die Bildung einer gleichförmig dicken äussern Sohlenlippe. Bei Wendeschuhsohlen hingegen ist es erforderlich, dass die Dicke des untern Sohlenrandteils vollkommen gleichmässig an allen Stellen ist.
Zu diesem Zwecke wird die Schraube 318 gelöst oder herausgenommen, so dass die Feder 310 das Kantenrissmesser auf einer Höhe hält, die durch den Eingriff ides Stiftes 314 mit dem Boden des Schlitzes 316 bestimmt wird, wo bei die Lehre 48, die von dem Hilfsschieber 306 getragen wird, gemäss der Veränderung in der Werkstückdicke aufwärts nachgeben kann, ohne das Kantenrissmesser :dabei mit zunehmen.
Somit wird das Kantenrissmesser auf einer bestimmten gleichen Höhe bezüglich der Oberfläche des Werktisches gehalten und somit ein durchaus gleichmässiger unterer Randteil gebildet.
Die Vorschubglieder 50, 52 werden von Schiebern 324 getragen (Fig. 17), die je eine Spindel 336 und eine diese umgebende Muffe 338 aufweisen. Die Schieber 324 sind in Führungen in den Gussstücken 240, 288 auf- und abbeweglich. Jedes Vorschubglied be sitzt eine gezahnte Unterfläche, die mit dem Werkstück ih Eingriff tritt, und einen auf rechten Schaftteil, der an einem Halter 326 durch eine Schraube 328 befestigt ist (Fig. 20, 21).
Die Schraube 328 ragt durch einen vertikalen Schlitz 330 (Fig. 24) in dem Halter 326, so dass das Vorschubglied bezüg lich seines Halters vertikal verstellbar ist. Jedes Vorschubglied wird durch Flanschen 332 an dem Halter 326 gegen Drehung um seine Schraube 328 gehalten. Die Schaft teile der Vorschubglieder legen sich mit ihren Oberenden gegen Schrauben 233 (Fig. 20, 2.1), die in die Halter 326 einge schnaubt sind.
Die Vorschubglieder können, wenn gewünscht, Messer 334 mit wagrechten Schneiden (Fig. 29) tragen, die bezüglich der Sohlenkante rechtwinklig angeordnete Schlitze H (Fig. 29, 30) in der Sohle vor den Rissmessern anbringen, so dass die Risslippe leichter hochgestellt werden kann.
Die Vorschubglieder 50 und 52 werden, wie die Messer, in einer bogenförmigen Bahn bewegt, da :sie an den schwingenden Trägern 62, 64 befestigt sind. Das innere Vorschub- glied 50 bewegt sich von oben gesehen wäh rend seines Vorschubhubes in einem zur Uhr zeigerdrehung entgegengesetzten Sinn, und folglich ist es bestrebt, die Sohle etwas in diesem Sinn zu verdrehen, und diese somit bei dem Vorschub gegen die Kantenführung zu halten.
Das äussere Vorschubglied 52 be wegt sich während seines Vorsehubhubes im Uhrzeigersinn, ist jedoch dabei bestrebt, die Sohle im entgegengesetzten Sinn zu schwen ken, da dieses Vorschubglied,dabei die Sohle um das innere Rissmesser dreht.
Die Halter 3-26 für die Vorschubglieder sind an Spindeln 336 befestigt, deren ver jüngte Oberteile in Muffen 338 eingreifen (Fig. 17). Jede Muffe 338 besitzt versenkte Ausbohrungen, in denen eine die Spindel 336 umgebende Feder 340 sitzt, deren unteres Ende sich gegen Unterlagsplatten 342 an einer Schulter der Spindel stützt.
Die Feder 340 ist bestrebt, die Spindel bezüglich der Muffe nach unten zu drücken, wobei die, Stel lung der Spindel durch Anschlag eines Stif tes 344 am Unterende einer vertikalen Rille 346 in der Muffe 338 bestimmt wird. Die Feder 340 wird durch die fortgesetzte Ab wärtsbewegung der Muffe 338 zusammenge drückt, nachdem das Vorschubglied mit dem Werkstück in Eingriff getreten ist, so dass das Vorschubglied sich ohne besondere Ein- "tellung an die verschiedenen Sohlenstärken anpassen und sich das Werkstück in geeig neter Weise verschieben kann.
Jeder Schieber für die Vorschubglieder besitzt an seinem Oberende einen aufrechten Ansatz 348, der durch ein Kugelgelenk 349 mit einem Len ker 350 verbunden ist. Jeder Lenker 350 ist durch ein Kugelgelenk 352 mit einem Schwingglied 354 verbunden, .das an einem wagrechten Bolzen 356 befestigt ist. Die bei den Enden des Bolzens 356 sind an zwei auf rechten Gestellteilen 358 befestigt. Durch die Kugelgelenke 349 und 352 können sich die Lenker 350 sowohl den vertikalen Schwing bewegungen des Schwinggliedes 354, als auch den wagrechten Schwingbewegungen der Messerträger 62, 64 anpassen.
Wenn das Schwingglied 354 betätigt wird, werden die Schieber 324 der Vor schubglieder durch die Lenker 350 auf- und abbewegt. Das Schwingglied 354 wird von dem Exzenter 72 getrieben und ist mit die sem durch eine Anhaltevorrichtung 360 und einen Antrieb 362 verbunden. Die Anhalte vorrichtung entkuppelt die Vorschubglieder von .der diese auf- und abbewegenden Vor richtung, wenn das Werkstück, während des Betriebes der Maschine und während der Werktisch in emporgehobener Stellung ist, unter den Vorsehubgliedern herausbewegt wird. Dadurch wird verhütet, dass die Vor schubglieder gegen den Werktisch anschla gen.
Der Antrieb 362e liegt vor dem Schwing glied 354 und ist an dem festen Bolzen 356 angebracht. Das Antriebsglied 362 wird dauernd während des Betriebes der Maschine von dem Exzenter 72 aus betätigt. Die Ver bindungsmittel zwischen dem Glied 362 und dem Exzenter 72 weisen eine Stange 364, Kugelgelenkverbindung 366 zwischen dem Glied 362 und der Stange 364 (Fig. 7), und eine exzentrische Muffe 368 (Fig. 6) an .dem Exzenter 72 auf, an der ,die Stange 364 bei 367 drehbar ist.
Das Antriebsglied 362 ist in Kupplungseingriff mit dem Schwingglied 354, solange sich das zu bearbeitende Werk stück auf dem Werktisch befindet, und wird von dem Schwingglied 354 entkuppelt zum Aufheben der Auf- und Abbewegungen der Vorschubglieder, sobald das Werkstück un terhalb der Lehren 46, 48 herausgenommen wird.
Zum Entkuppeln des Antriebsgliedes 362 von dem Schwingglied 354 dient ein Finger 370 (Fig. 17), der bei 372 an dem Glied 354 drehbar angeordnet ist und einen Kupplungs bolzen 374 trägt. Der Kupplungsbolzen 374 greift in eine Auskerbung 376 in dem An triebsglied 362 ein. Eine das Schwingglied 354 mit .dem Finger 370 verbindende Feder 377 hält den Kupplungsbolzen 374 in Ein griff mit der Auskerbung 376, so dass der Kupplungseingriff zwischen dem Antriebs glied 362 und dem Schwingglied 354 bei behalten wird. Bewegt sich das Werkstück unter den Messern hinweg, so wird die Treib- verbindung zwischen den Gliedern 362, 354 durch eine bei 380 an dem Maschinenkopf 74 drehbare Klinke 378 unterbrochen.
Die Klinke tritt mit einer Schulter 382 an dem Finger 370 in Eingriff und steht unter Ein fluss einer Feder 384, die die Klinke in Ein griff mit der Schulter 382 hält. Die Klinke 378 wird gegen die Schulter 382 bewegt, so dass der Kupplungsbolzen 37.1 mit dem Schie ber 186 für das Rissmesser aus der Ausker bung 376 gezogen werden kann.
Diese Ver bindungsglieder enthalten eine Stange 386 (Fig. 17), die in einer Achsialbohrung der vertikalen Welle 156 gleitbar ist, und eine Knagge 388, die das Unterende der Gleit- stange 386 mit dem Schieber 186 des Riss- messers fest verbindet. Das Oberende der Gleitstange 386 ragt über,die Welle 156 hin aus und tritt mit einem Schwanzstück 390 der Klinke 378 in Eingriff.
Wie bereits er wähnt, wird der Schieber 186 des Rissmessers andauernd durch die Feder 224 abwärtsge- drückt, wobei die vertikale Einstellung des Schiebers und des Rissmessers durch die Lehre, die gegen die Oberfläche der Sohle anliegt, bestimmt wird. Bewegt sich nun die Sohle unter der Lehre 46 hinweg oder wird der Werktisch 40 gesenkt, so wird durch die dadurch hervorgerufene Abwärtsbewegung des Schiebers 186 die Stange 386 mit herab gezogen und gestattet somit der Feder 384 die Klinke<B>378</B> in die Bewegungsbahn der Schulter 382 an dem Finger 370 zu bewegen und die Klinke 378 in Eingriff mit der Schulter 382 zu bringen.
Dadurch wird der Finger 370 abwärtsgeschwenkt und zieht er dabei den Kupplungsbolzen 374 aus der Aus kerbung 376 in dem Antriebsglied 362, so dass dieses von dem Schwingglied 354 ent- kuppelt wird.
Bei dieser Entkupplung wird durch einen federbelasteten Bolzen 392 (Fig. 7) in einem der Gestellteile 358, der auf einen Flansch 394 des Schwinggliedes 354 einwirkt, das Schwingglied in eine neu trale Stellung bewegt (Fig. 7), in der die bei den Vorschubglieder in einer Mittelstellung, das heisst in der Mitte zwischen ihren beiden Hubgrenzen, angehalten werden. Somit wer den die Vorschubglieder nicht nur gegen ver tikale Bewegung gesperrt, sondern insbeson dere in einer solchen Stellung angehalten, dass das Einsetzen eines neuen Werkstückes in. die Maschine sie nicht erschweren.
Wird ein neues Werkstück auf dem Werktisch aufgesetzt und insbesondere unter die Lehren 46, 48 eingeführt, so wird die dadurch be dingte Aufwärtsbewegung des Schiebers 186 des Rissmessers durch die Stange 386 auf die Klinke 378 übertragen, die dann von der Schulter 382 befreit wird, so dass die Feder 377 das Schwanzstück 390 aufwärts schwin gen kann und der Kupplungsbolzen 374 wie der in die Auskerbung 376 tritt und somit die Glieder 362 und 354 wieder miteinander kuppelt.
Damit der federbelastete Bolzen 392 (Fig. 7) nicht mit dem Schwingglied 354 während dessen Tätigkeit in Eingriff tritt, wird der Bolzen 392 in zurückgezogener Stellung durch eine hakenförmige Klinke 396 (Fig. 6) gesperrt. Die Klinke ist bei 398 an einem der Gestellteile 358 drehbar an geordnet und erfasst einen Flansch 400 des Bolzens 392. Zum Lösen,der Klinke 396 von dem Flansch 400 ist diese mit dem Schwanz stück 390 der Klinke 378 durch eine Stange 402 verbunden, die bei 404 an der Klinke 396 drehbar angeordnet ist und deren Unter ende durch einen mit dem Schwanzstück 390 drehbar verbundenen Block 406 gleitet.
Die Bewegung des Schwanzstückes 390 wird mit- telst einer die Stange 402 zwischen dem Block 406 und einem an,der Stange 402 ver stellbaren Kragen 410 umgebende Feder 408 auf -die Stange 402 übertragen, Die beschrie bene Vorrichtung zum Betätigen und Ent kuppeln der Vorschubglieder, einschliesslich der Exzenter auf der Hauptwelle 70, ist von einer abnehmbaren Haube 411 (Fig. 1 und 7) umschlossen.
Der Werktisch 40 bildet eine Scheibe mit einem mittleren, zylindrischen Stiel 412 (Fig. 7), der in einer vertikalen Lagermuffe 414 frei drehbar ist. Die Lagermuffe ragt durch einen Trägerblock 416. Der Werktisch ruht auf Kugellagern 418 des Blockes 416. Der Block 416 ist an einem wagrechten, ver stellbaren Träger 420 befestigt.
Durch Ver stellung des Trägers 420 werden die Kanten führung, das Abschrägmesser und der Werk tisch gleichzeitig und gleichmässig quer zu der Vorschubrichtung verstellt und somit der Abstand der Risse von der Sohlenkante ver ändert.
Die Kantenführung 54 und das Ab schrägmesser 60 befinden sich an einem von dem Träger 420 getragenen Hilfstisch 422 (Fig. 12). Dieser Hilfstisch 422 kann um die Achse des Werktisches 40 in einer wag rechten Ebene in Übereinstimmung mit den Bewegungen des Kantenrissmessers 44 hin- und hergeschwenkt werden, und ist die Kan tenführung 54 stets in gleichem Abstand von dem Messer 44 und somit der bearbeitete Sohlenrandteil gleichmässig breit.
Eine Kante des Hilfstisches 422 ist zur Rundung des Werktisches 40 konzentrisch und liegt so nahe am Werktisch, dass obwohl der Hilfs tisch sich bezüglich des Tisches 40 hin- und herbewegt, kein merklicher Spalt zwischen .den beiden Tischen entsteht, sondern eine praktisch ununterbrochene Tischfläche bei behalten wird. Der Werktisch 40 ist in bezug auf den Hilfsirisch 422 sehr genau einstell bar. Eine Rippe 424 (Fig. 7), an der Un terseite des Blockes 416 greift in eine Schwalbenschwanzführung 426' des Trägers 420 ein.
Der Block 416 ist an dem Träger 420 durch eine Schraube 428 (Fig. 3) be festigt, deren inneres Ende gegen die Rippe 424 an dem Block 416 anliegt. Der Werk tischträger 420 besitzt einen hohlen Stiel 430 (Fig. 7), der in ein vertikales Lager 432 ein gesetzt ist. Das Lager 432 ist in der Mitte eines Armes 434 (Fig. 3) angeordnet, der durch eine Schraube 436 mit einer vertikalen in einer Konsole 440 des Maschinenkopfes 74 gelagerten Welle 438 fest verbunden ist.
Zum Verstellen der Kantenführung quer zu der Vorschubrichtung kann der Arm 434 um die vertikale Welle 438 verstellt werden. Zu .diesem Zweck ist das Vorderende des Ar- mes 434 geschlitzt und umfasst einen Block 442 (Fig. 3 und 6), der von einem exzentri schen Stift 444 getragen wird. Der Stift sitzt auf einer Scheibe 445 an einer vertikalen Welle 446 und kann zum Verstellen des Ar mes 434 und des Werktisches von Hand ge dreht werden.
Der Träger 420 wird gegen Verstellung bezüglich seines Trägerarmes 434 mittelst eines Bolzens 448 (Fig. 7) ge sichert, der an .dem Maschinenkopf 74 be festigt ist und zwischen zwei Ansätze 450 an der Unterseite des Trägers 420 ragt.
Der Werktischträger 420 wird in dem Lager 432 durch eine Mutter 454 (Fig. 7) festgehalten, die auf einem Bolzen 456 sitzt. Der Bolzen wird von zwei Kniehebelgliedern 458, 460 (Fig. 3) getragen, von denen das letztere bei 462 an einer Konsole 464 dreh bar angeordnet ist. Die Konsole 464 ist durch eine Klemmschraube 466 an dem un tere Ende der vertikalen Welle 438 befestigt. Die Mutter 454 besitzt einen ringförmigen Flansch 468, auf dem der Stiel 430 des Werk tischträgers 420 aufsitzt.
Zum Drehen des Bolzens 456 und somit zum Heben oder Sen ken der Mutter 454, 468 zwecks Höhenein stellung des Werktisches 40 ist ein Handrad 470 (Fig. 3 und 7) durch eine Mutter 472 gegen eine Schulter 474 des Pfostens 456 ge klemmt. Eine federbelastete Klinke 476, die bei 477 aussen an dem Lager 432 drehbar an geordnet ist, greift in Kerben 478 des Hand rades 470 ein und sichert dieses gegen Drehung. Das Handrad weist Gradeinteilun gen auf zur Erleichterung der Einstellung gemäss der jeweiligen Sohlendicke. Die Knie hebelglieder 458, 460 sind durch ein Gelenk 480 miteinander verbunden.
Das Kniehebel glied 458 ist mit dem Bolzen 456 durch ein Kugelgelenk: 482 so verbunden, dass der Pfosten 456 gedreht werden kann.
In F'ig. 3 ist der Kniehebel 458, 460 in der Strecklage dargestellt, die durch An schlag eines Fortsatzes 484 des Kniehebel gliedes 46,0 mit dem Unterteil der Konsole 464 bestimmt wird. Eine den Arm 434 und den Kniehebelfortsatz 484 verbindende Feder 486 ist bestrebt, den Kniehebel gestreckt zu hal ten und somit den Werktisch 40 in der Ar beitsstellung einzustellen. Zum Senken des Werktisches 40 zwecks Einsetzen eines Werkstückes ist der Kniehebelfortsatz 484 durch eine Stange 488 mit einem Trethebel 490 (Fig. 1) verbunden, der auf einer wag rechten Welle 492 befestigt ist.
Beim Herab ziehen des Trethebels 490 wird der Knie hebel .158, 460 wie ersichtlich, in die Knick lage bewegt und somit der Werktisch 40 ge senkt. Bei Freigabe des Trethebels 490 wird der Kniehebel 458, 460 durch die Feder 486 wieder gestreckt.
Die Welle 446 (Fig. 3 und 6), die zwecks Einstellung des Trägers 420 von Hand drehbar ist, ist in einer Muffe 500 ge lagert, die an einer Konsole 502 des Ma schinenkopfes 74 befestigt ist. Das untere Ende der Welle 446 trägt einen Kopf 504, an dem bei 506 ein Handhebel 508 drehbar an geordnet ist, durch den die Welle 446 ge dreht werden kann. Bei Drehung der Welle 1-16 wird durch die entsprechende Bewegung des exzentrischen Stiftes 444 und des Blok- kes 442 der Arm 434 geschwenkt und der Träger 420 und somit der Werktisch und die Kantenführung bezüglich .der Vorschubrich- tung quer verstellt.
Beim Rissen von Sohlen ist es üblich, drei verschiedene Randteilbreiten zu verwen den, nämlich eine in dem Gelenkteil, eine an dere an der Innenseite des Vorderteils und eine dritte an der Aussenseite des Vorderteils. Folglich besitzt die Maschine drei verstell bare Anschläge, die diese drei Arbeitsstel lungen der Kantenführung bestimmen. Ein von der Scheibe 445 getragener Stift. 510 (Fig. 3) ragt in eine Ausnehmung 477 der Konsole 502 und bestimmt durch Anschlag gegen eine Schulter 503 an einem Ende der Ausnehmung 477 die äussere Vorwärtsstel lung der Kantenführung.
Die Mittelstellung der Kantenführung wird durch eine Klinke 512 bestimmt, die von dem Handhebel 508 getragen wird und in eine Ausnehmung 514 in einem Flansch 516 an dem Unterende der Muffe 500 eingreift. Die Lage der Ausneh- mung 514 kann durch Drehung .der Muffe 500 verändert werden. Die Muffe wird ge- wöhnlieh durch einen Klemmbolzen 518 und eine Sicherheitsmutter 520 festgehalten. Die Klinke 512 wird durch eine Feder 522 in Eingriff mit der Ausnehmung 514 gehalten. Die Feder schwingt ,den Handhebel 508 nach oben.
Durch Herabbewegung des Handhebels 508 wird die Klinke 512 freigegeben. Die innere Einstellung der Kantenführung wird von einem Klemmkragen 524 bestimmt, der durch eine Schraube 525 auf der Scheibe 445 befestigt ist und einen untern Ansatz 526 aufweist. Der Ansatz 526 trägt einen Stift 527, der mit einer Schulter 528 an der Kon sole 502 zusammenwirkt. Die innere Ein stellung der Kantenführung kann durch Lö sen des Klemmkragens 52'4 und Drehung auf der Scheibe 545 verändert werden.
Zum Er leichtern der Einstellungen ist ein Zeiger 530 (Fig. 6) an dem Maschinenkopf 74 angeord net und liegt über einer Gradeinteilung 532 auf dem Arm 434, der den Werktisch trägt.
Wie in-Fig. 12 dargestellt, sitzt .die Kan tenführung 54 teilweise auf der Oberfläche des Hilfstisches 422 auf und besitzt eine glatte, vertikal mit dem Werkstück in Ein griff stehende Fläche, die zwecks Reibungs verringerung abgerundet ist. Die Kantenfüh rung 54 besitzt einen untern Schaftteil 536, der durch eine Schraube 538 an einem hin- Lern Ansatz 540 des Hilfstisches 422 be festigt ist. Die Schraube 538 ragt durch einen wagrechten .Schlitz 542 in .dem Ansatz 540.
der eine Verstellung oder Kantenführung be züglich des Abschrägmessers quer zu der Vorschubrichtung zwecks Veränderung der Abschrägungsbreite gestattet. Eine Platte 544 zwischen dem Schaftteil 536 der Kan- tenführung und dem Ansatz 540, die durch die Schraube 538 festgehalten- wird, besitzt eine wagrechte Rippe 546, die in einer Rille in dem Ansatz 540 gleitet,
um dis Kanten führung und die Platte 544 in richtiger Ein stellung bezüglich des Hilfstisches zu halten. Die Kantenführung wird in fester Einstel lung bezüglich der Platte 544 durch eine Rippe 548 an ihrem 'Schaftteil 536 gehalten, die in eine entsprechende Ausnehmung in der Platte 544 passt.
Das Abschrägmesser 60 bearbeitet .die Sohlenkante an der ungerissten Narbenseite, wie bei J in Fig. 28 dargestellt. Das Ab schrägmesser liegt in unmittelbarer Nähe der Kantenführung 54, und zwar in der Vor schubrichtung gesehen, vor der Kantenfüh rung und der Schaftteil des Abschrägmessers sitzt in einer Kerbe in dem oben erwähnten Hilfstisch 422.
Das Abschrägmesser ist durch eine Schraube 550 an dem Hilfstisch 422 be- festigt. Der Hilfstisch 422 stützt den Rand teil der Sohle an der Stelle, an der die Ab schrägung vollzogen wird, so dass die Ab schrägung jeder Zeit sauber und gleichmässig ausgeführt wird.
Der Hilfstisch 422 ist an einem Pfosten 554 durch einen Bolzen 556 und eine Mutter 558 (Fig. 12) befestigt. Der Pfosten ist an seinem untern Ende mit einem flachen Hebel 560 (Fig. 6 und 7) fest verbunden, der auf dem Werktischträger 420 sitzt und an seinem vordern Ende einen Bolzen 562 aufweist. Der Bolzen ist in der Lagermuffe 414 in dem den Werktisch tragenden Block 416 drehbar angeordnet, so .dass die Drehachsen des Werktisches 40 und des Hilfstisches 422 zu sammenfallen.
Wie Fig. 12 und 13 zeigen, ist die Achse a des Werktisches 40 und des Hilfstisches 422, in der Vorschublinie ge sehen, bezüglich der durch die Schwing achsen' der Messerträger 62, 64 gelegten Ebene b, etwas rückwärts versetzt, so dass die Kantenführung bei ihrem Rückwärtshub keine Bewegungskomponente gegen die Riss- messer hin aufweist, die die Sohle um die Kante zu verdrehen bestrebt wäre und eine gleichförmige Rissbildung erschweren würde.
Hingegen besitzt die Kantenführung bei ihrem Vorwärtshub eine Bewegungskomro- nente gegen die Rissmesser hin und folglich unterstützt sie dabei die erwünschte Drehung der Sohle im zum Uhrzeiger entgegengesetz ten Sinn bei ihrem Vorschub.
Zum Schwingen der Kantenführung und ,des Abschrägmessers ist der Hebel 560 mit der Welle 158 durch eine Platte 564 ver bunden, die auf dem Hebel 560 sitzt und mit ihrem Vorderende an dem Pfosten 554 dreh bar angeordnet ist (Fig. 7, 34, 36). Die Platte 564 befindet sich zwischen dem Hebel 560 und einem Schwingglied 566, das an dem untern Ende der Welle 158 vertikal gleit- bar ist (Fig. 35), und das sich mittelst eines Auges 568 mit der Welle 158 drehen kann.
Das Auge 568 ragt aufwärts zwischen zwei Ansätze 570 an dem Arm 152 des Trägers für das äussere Rissmesser. Das Schwingglied 566 besitzt unten parallele Flanschen 572 (Fig. 10 und 13), die mit den Seitenkanten der Platte 564 in Eingriff treten und somit die Platte mit dem Schwingglied 566 hin- und herschwingen und zugleich wagrechte Gleitbewegungen zwischen dem Schwing glied und"-der Platte 564 gestatten, so dass der Werktisehträger 420 und die Kantenfüh rung ein- oder auswärts verstellt werden können.
Infolge der vertikalen Gleitverbin- dung zwischen dem Schwingglied 566 und der Welle<B>158</B> und ebenfalls zwischen dem Pfosten 568 und den Ansätzen 570, kann der Werktisch vertikal bewegt werden, ohne die Treibverbindung für den Hilfstisch zu beein trächtigen. Eine die Welle 158 zwischen dem Arm 125, und dem Schwingglied 566 um gebende Feder 574 hält das Schwingglied in nachgiebigem Einriff mit dem Hebel 560.
Nach dem Rissen der Sohle wird der Werktisch 40 durch Senken des Trethebels 490- gesenkt. Bei der Beendigung des Rissens einer Rahmenschuhbrandsohle ist es er wünscht, dass die Rissmesser durch das Soh lenmaterial nach der Oberfläche der Sohle hinaustreten. Zu diesem Zwecke werden beim Senken des Trethebels 490 die Rissmesser ge hoben, bevor der Werktisch 40 selbst hin reichend gesenkt worden ist, um den Vor schub auszuschalten. Bevor der Werk tisch 40 seine unterste Stellung erreicht hat, werden die Rissmesserschieber 186, 188 abwärts bewegt und stellen die Messer in ihre untersten Stellungen ein.
Wenn so mit eine neue Sohle auf den gesenkten Werk tisch aufgelegt wird und dann der Tisch in Arbeitsstellung gehoben wird, wird die Sohle in die Messer hineingepresst, die in der Sohle bis auf die durch die Lehren 46 und 48 be stimmte Einschnittstiefe eindringen.
Das Heben der Rissmesserschieber beim Senken des Trethebels 490 wird auf folgende Weise ausgeführt. Zwei Messerhebelarme 580, 582 (Fig. 8, 9 und 10) sind auf einer Welle 584 befestigt und treten in Eingriff mit einem der Anschläge 2,,,2 an dem Schie ber 186 und einem der Anschläge 282 an dem Schieber 188. Wird die Welle 584 in der einen Richtung gedreht, so werden die Messerschieber entsprechend gehoben, und wird die Welle 584 in der andern Richtung gedreht, so werden die Messerschieber durch die Federn 224 und 272 wieder herabgescho- ben. Die Bewegungen der Hebelarme 580, 582 sind durch Anschlagschrauben 586, 588 begrenzt.
Die Schrauben sitzen in einem Block 590, der an der Welle 584 befestigt ist, und werden durch Sicherheitsmuttern .i92 festgehalten. Die Welle 584 besitzt einen rückwärtigen Fortsatz 585 (Fig. 5), an dem eine Kupplungsmuffe 594 drehbar angeord net ist. Die Muffe besitzt einen herabragen- den Arm 595, der durch eine Schlitz- und Stiftverbindung mit dem obern Arm eines Winkelhebels 598 in Verbindung steht. Der Winkelhebel ist bei 600 (Fig. 7 und 8) an dem Maschinenkopf 74 drehbar angeordnet.
Der andere Arm des Winkelhebels 598 ist durch eine Stange 602 mit einem Arm 604 (Fig. 1) verbunden, der auf der Welle 492 des Trethebels 490 befestigt ist. Eine die Stange 602 umgebende Feder 603 (Fig. 8) schiebt die Stange 602 nach oben und hält den Trethebel 490 in gehobener Stellung. Die Kupplungsmuffe 594 besitzt eine Reihe von Zähnen 606 (Fig. 5) an ihrer Rückseite, die in entsprechende Zähne an einer zweiten Kupplungsmuffe 608 eingreifen.
Die Muffe 608 ist auf dem rückwärtigen Fortsa.tz 585 der Welle aufgekeilt. Eine den Wellenfort satz 585 umgebende Feder 61.0 zwischen der Muffe 608 und einem Kragen 612 hält die Zähne der Kupplungsmuffen 594 und 6,08 in Kupplungseingriff. Beim Senken des Trethebels 490 wird durch die Kupplung 594, 608 die Welle 584 so gedreht, dass die Arme 580, 582 die Messerschieber 186 und 188 und somit die Rissmesser emporheben.
Nach dem Emporheben der Messerschieber gibt bei der fortgesetzten Drehbewegung der Kupplungsmuffe 594, bedingt durch die fortgesetzte Abwärtsbewegung des Trethebels 490, .die Feder 610 nach und entkuppelt die beiden Muffen 594, 608, so dass die Federn 224, 272 die Messerschieber<B>186,</B> 188 wieder in ihre unterste Stellung herabs.chieben kön nen. Bei der Abwärtsbewegung des innern illesserschiebers 186 wird durch die .Stange 886 und die Klinke 378 der Antriebsteil 362 von dem Schwingteil 354 entkuppelt, so dass die Vorschubglieder angehalten werden und diese weiterhin, wie bereits beschrieben, in eine mittlere Ruhestellung eingestellt werden.
Beim Bearbeiten von Wendeschuhsohlen wird das Kantenrissmesser .durch ein Messer 44a ersetzt, das einen Schultereinschnitt an Stelle eines Kantenflächeneinschnittes an bringt (Fig. 31). Bei Bearbeitung von Wendeschuhsohlen ist es oft erwünscht, dass der Schultereinschnitt vor dem Fersenteil der Sohle endet, während der von dem innern Rissmesser angebrachte Riss um das Fersen ende herum eingeschnitten wird. Zum Be arbeiten von Sohlen dieser Art mit der dar gestellten Maschine kann der Arbeiter das Schultermesser emporgehen lassen, ohne da bei gleichzeitig das innere Rissmesser empor zuheben.
Zu diesem Zwecke tritt mit .dem Anschlag 282 an dem Schieber 188 für .das äussere Messer ein Hebelarm 616 (Fig. 9) in Eingriff, der an einer wagrechten Welle 618 befestigt ist. Ein an der Welle 618 ange brachter Block 620 trägt Anschlagschrau ben 622 und 624 zur Begrenzung der Auf- und Abwärtsbewegung des Hebearmes 616. Die Anschlagschrauben 622, 624 sind ver stellbar und werden durch Muttern 626 fest gehalten. Die Welle 618 besitzt einen Fort satz 62.8 (Fig. 5 und 8), an dem ein herab hängender Arm. 630 befestigt ist.
Der Arm 630 ist durch eine Stift- und Schlitzverbin- clung 632 mit dem aufrechten Arm eines Winkelhebels 634 verbunden, der bei 636 an dem Maschinenkopf 74 drehbar angeordnet ist. Der andere Arm des Winkelhebels 634 ist durch eine Stange 638 mit einem Tret- hebel 640 verbunden (Fig. 1), der auf der Welle 492 drehbar ist. Eine die Trethebel- stange 6ä8 umgebende Feder 642 zieht den Trethebel 640 hoch.
Beim Herabziehen des Trethebels 640 wird die Welle 618 gedreht und schwingt dabei den Arm 616 so, dass der Messerschieber 188 und somit das Schulter messer emporgehoben wird, während das innere Rissmesser in Arbeitsstellung bleibt.
Zum Verändern der Vorschubhübe und dementsprechend zum Verändern der Messer hübe, ist der Lenker 170 durch den Lenker 180 (Fig. 10) mit dem obern Arme eines Winkelhebels 646 verbunden (Fig. 9), der auf einer Welle 648 befestigt ist. Durch Drehung der Welle wird der Lenker 170 so geschwenkt, dass sich .die Kurvenrolle 178 von der Schwingungsachse des Treibarmes 66 hinweg oder gegen diese hin bewegt. Die Bewegung der Kurvenrolle 178 nach der Achse des Armen 66 hin wird durch eine von dem Winkelhebel 646 getragene verstell bare Anschlagschraube 650 begrenzt. Die Schraube 650 wird durch eine Stellschraube 652 festgehalten.
Die Schraube 650 kann so verstellt werden, .dass die Rolle 178 in eine Flucht mit der Achse des Armes 66 bewegt wird, so dass den Vorschubgliedern keine Vorschubbewegung erteilt wird. Auf diese Weise kann der Vorschub der Maschine jederzeit während -des Rissens ausgeschaltet werden, .ohne die Maschine abzustellen. Zum Drehen der Welle 648 dient ein Hebel 654 (Fig. 8), eine mit .dem Hebel 654 verbundene Stange 656 und ein mit der Stauge 656 ver bundener Trethebel 658 (Fig. 1).
Der Tret- hebel 658 ist auf der Welle 492 drehbar an geordnet und wird durch eine die Stange 656 umgebende Feder 66,0 emporgezogen. Die Rolle 178 wird bei .der normalen Vorschub tätigkeit in einer äussern Stellung in der Kurvenrille 176 durch eine Feder 662 (Fig. 8) nachgiebig gehalten, die die Welle 648 im entgegengesetzten Sinne wie die durch die Feder 660 emporgezogene Tret- hebelstange 658 dreht. Diese Drehbewegung der Welle wird durch eine einstellbare Schraube 664 an dem Winkelhebel 646 be grenzt.
Die Feder 662 umgibt eine Stange 666, die bei 668 auf dem Hebel 654 dreh bar angeordnet ist und einen verstellbaren Anschlag 670 für die Feder trägt. Die Feder sitzt zwischen .dem Anschlag 670 und einem festen Anschlag 672, durch den die Stange 66;6 gleitet.
Ist, wie dargestellt, der Innen teil der Rille 176 in dem Hebel 66 bezüglich des Aussenteils der Rille exzentrisch angeord net, so werden durch Verkürzung der Vor schub- und Messerhübe die Bewegungs strecken der schwingenden Messerträger 62, 64 gegeneinander in der Vorschubrichtung verschoben, und zwar so, dass die Bewegungs strecke des äussern Messers sowohl wie die des Abschrägmessers und der Kantenführung vorverschoben wird und dass die Bewegungs- streckedes innern Rissmessers rückwärts ver schoben wird.
Der Hauptvorteil dieser An ordnung besteht darin, dass die Sohle leichter um den Spitzenteil gedreht werden kann, und dass das äussere Kantenmesser nicht zu tief in .die Sohle einschneidet. In der sche matischen Darstellung, Fig. 16, ist durch die Linien x und y die Verschiebung .der Be wegungsstrecken der R.issmesser gegeneinan der dargestellt.
Zum Abschrägen der der Kantenrisslippe nächsten Brandsohlenkante kann .die Ma schine, wie in Fig. 33 bis 36 dargestellt, mit einem Abschrägmesser 680 ausgestattet sein, das von dem Rissmesserhalter 250 getragen wird und das unterhalb des Kantenriss- messers in einem Winkel von 45 bezüglich der Tischebene 40 liegt.
Damit das Messer 680 die Sohle in gleichmässiger Dicke ab schrägt, unabhängig von Dickenveränderun gen des Randteils der Sohle, ist das Messer 680 an dem Halter 250 wagrecht quer zu der Vorsehubrichtung beweglich und ist zwecks gemeinsamer Einwärts- öder Auswärtsver stellung mit dem Werktisch 40 und der Kan tenführung 54 verbunden. Wie dargestellt, ist das Messer 680 mittelst einer Schraube 682 an einem in einer Führung 686 beweg lichen Schieber 684 befestigt. Die Schraube 682 ragt durch einen Schlitz 688 (Fig. 36) in dem Abschrägmesser, so dass das Messer sieh auf- und abbewegen kann.
Zum gleichmässigen Verstellen des Ab schrägmessers mit dem Werktisch und der Kantenführung ist das Messer mit der Kan tenführung durch ein Glied 690 verbunden, das von dem Messerschieber 684 herab in eine Ausnehmung 692 in einem Block 694 ragt, -der mittelst einer Schraube 696 an der Platte 564 befestigt ist.
Die.Schraube 696 (Fig. 33) ragt durch einen Schlitz 698 in dem Block 694, so dass das Abschrägmesser bezüglich der Kantenführung quer zu der Vors.chubrichtung auf verschiedene Ab- sehrägwinkel einstellbar ist.
Wie ersichtlich, wird bei Verstellung der Kantenfühiuing zwecks Veränderung der Lippenlänge und der Breite des untern Soh- lenrandteils dem Abschrägmesser 680 eine entsprechende Verstellung mittelst der Ver bindung 690, 692 erteilt.
Bei der gemeinsamen Verstellung des Abschrägmessers, des Werk tisches und der Kantenführung bleibt die Abschrägfläche an dem untern Randteil der Brandsohle annähernd gleich breit unab hängig von Breitenveränderungendes untern Sohlenrandteils. Ferner bleibt durch diese Verstellung der Kantenverlauf .des abge schrägten Sohlenrandteils annähernd unver ändert, trotz möglicher Veränderungen der Breite des Sohlenrandteils.
Zum vollkommenen und sauberen Ab trennen des Abfallstreifens bewegt sieh das Abschrägmesser 680 infolge der Schwalben schwanzv erbindung zwischen dem :Schieber. 684 und dem Messerhalter 250 mit dem Kan- tenrissmeeser 44 in Anpassung an verschie dene Sohlendicken auf und ab. Dabei be wegt sich das Verbindungsglied 690 des Schiebers vertikal in der Ausnehmung 692 des Blockes 694.
Infolgedessen behält das Abschrägmesser seine Einstellung bezüglich des Messers 44 bei, so dass der durch das Abschrägmesser gemachte Schnitt den durch das Rissmesser 44 gemachten Schnitt durch schneidet.
Soll der Gelenkteil der Sohle mit einer ziemlich breiten Lippe und einem ziemlich breiten, untern Randteil versehen und die Sohlenkante an dieser Stelle abgeschrägt werden, und soll weiterhin der Vorderteil der Brandsohle mit einer ziemlich schmalen Lippe und einem ziemlich schmalen Randteil ohne Abschrägung seiner Kante versehen werden, so wird der ,
Schieber 684 durch eine Schraube 700 fest gegen den. Messerhalter 250 geklemmt und werden somit relative Be wegungen zwischen diesen Teilen verhindert. Beim Aneinanderklemmen des Messerhalters 250 und des Schiebers 684 kann der Block 694 aus der Maschine herausgenommen und somit die Verbindung zwischen dem Messer schieber 684 und der Kantenführung sowohl wie dem Werktisch unterbrochen werden. Bei dieser Arbeitstätigkeit ist das Rissmesser so eingestellt, dass es etwas über das Abschräg- messer hinaus ragt.
Zweck dieser Einstel lung ist, dass beim Einschneiden einer brei ten Lippe und eines breiten Randteils der Rand von dem Abschrägmesser bearbeitet wird, und dass anderseits beim Einschneiden eines schmalen Lippen- und eines schmalen Randteils, .das Abschrägmesser nicht in Be rührung mit der Sohle kommt und somit der Rand nicht abgeschrägt wird.
Nimmt man die Rissmesser aus der Ma schine heraus und verwendet man weiterhin Vorschubglieder mit !Schneidmessern und verkürzt den Vorschub .der Maschine, so können auch Sohlen für geklebte Schuhe vor bereitet werden, insofern als eine Reihe von Einschnitten und Eindrücken in den Randteil der Sohle angebracht wird, auf die dann Klebstoff aufgetragen wird.