CH178884A - Röntgenröhre mit durchlochter Anode. - Google Patents

Röntgenröhre mit durchlochter Anode.

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CH178884A
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Aktiengesellschaft C H Mueller
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C H F Mueller Aktiengesellscha
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  Röntgenröhre mit durchlochter Anode.    Die Erfindung betrifft eine Röntgenröhre  mit scharfem Brennfleck. Es sind Röntgen  röhren bekannt, bei denen die Anode einen  trichterförmigen Kanal aufweist und die  Röntgenstrahlen an der Innenwandung des  Kanals erzeugt werden. Der Durchmesser  des Kanals nimmt in der Austrittsrichtung  der Strahlen zu. Bei diesen Röhren     treffen     die Kathodenstrahlen seitlich auf die Wand  der Hohlanode auf. Entweder wird die     Glüh-          kathode    ganz von der trichterförmiger. Kanal  wandung umschlossen, oder die Elektronen  treten durch ein Loch in dieser Wand von  der Seite her in den Kanal hinein.  



       Erfindungsgemäss    ist in einer Röntgen  röhre, deren Anode eine trichterförmige  Höhlung besitzt und bei der die Röntgen  strahlen an der Innenwandung dieser Höhlung  erzeugt und in der Längsrichtung derselben  ausgestrahlt werden, die Elektronenquelle  ausserhalb der Höhlung an dem vom Strahlen  austritt abgewandten Ende angeordnet. Die    Kathodenstrahlen (Elektronen) werden dabei  derart geführt, dass sie konvergent verlaufen  und durch die engere     Öffnung    der Höhlung  hindurch allseitig auf die Innenwandung  gelenkt werden.  



  Diese Einrichtung hat den Vorteil, dass  ein scharfer Brennfleck erreicht werden kann,  der innerhalb eines grossen Winkels frei von  Astigmatismus ist und ferner, dass die Nei  gung der wirksamen Röntgenstrahlen mit  Bezug auf die sie erzeugenden Kathoden  strahlen sehr gering ist, wodurch eine mög  lichst grosse     Strahlenausbeute    erhalten wird.  Von dem streifenden     Auffall    von Kathoden  strahlen ist gelegentlich zur Erreichung lang  gestreckter Brennfläche Gebrauch gemacht  worden. In optischer Hinsicht hat jedoch ein  flacher oder schmaler,     langgestreckter        Brenn-          fleck    den Nachteil, dass er von verschiedenen  Stellen des Bildfängers aus gesehen nicht  die gleichen Abmessungen zeigt (Astigma  tismus).

   Das oben angegebene Prinzip der      Erzeugung konvergenter Kathodenstrahlen  gestattet es, einen kreisrunden     Brennfleck     zu     erzeugen,    der bei erhöhtem Nutzeffekt  und guter Wärmeverteilung eine hervor  ragende Zeichenschärfe ergibt.  



  Das     Elektrodensystem    der Röntgenröhre  st zweckmässig so ausgebildet, dass die Ka  thode sich in Richtung auf die Anode trich  terförmig öffnet     rind    ihr mindestens annähernd       äquidistant    eine Fläche des Anodenkörpers  gegenüber liegt, die für den     Durchtritt,    der  Kathodenstrahlen ringförmig durchbrochen  ist. Mit Vorteil wird dabei eine schmale  ringförmige     Kathodenstrahlenquelle    verwen  det. Beispielsweise dient als solche ein ring  förmiger     Glühdraht,    welcher in einer ring  förmigen schmalen Rinne eingelagert ist.  



  Durch die erwähnte zweckmässige Neigung  der Fläche der Sammelvorrichtung und der  zu dieser mindestens annähernd     äquidistant     angeordneten Anodenfläche wird die Richtung  der zwischen beiden Flächen verlaufenden  elektrischen Kraftlinien und damit die An  fangsrichtung der Kathodenstrahlen bestimmt.  Die Konvergenz der Kathodenstrahlen kann  durch die Wahl der Neigung der sich     äqui-          distant    gegenüberliegenden Flächen der Ka  thode und der durchbrochenen Anode beliebig  gewählt werden.

   Zweckmässig wird sie so  gewählt, dass der Überschneidungspunkt der  Kathodenstrahlen erst in der Höhe der der  Kathode zugewandten     Öffnung    der Röntgen  hohlanode liegt, weil in diesem Falle die       Öffnung    einen möglichst kleinen Durchmesser  haben kann, so dass die     Ausdehnung    des  optisch wirksamen Brandfleckes besonders  klein wird.  



  Da sich die thermische Belastung auf  die ganze Innenwandung der Höhlung ver  teilt, lassen sich mit einem derartigen     Brenn-          fleck    ausserordentlich hohe     Intensitäten    er  reichen, zumal sich durch den streifenden  Einfall der Kathodenstrahlen eine bis zu       30'/o    höhere Ausbeute an Röntgenstrahlen  ergibt, als bei senkrechtem Einfall.  



  Eine     Röntgenstrahlenröhre    nach der Er  findung lässt sich in verschiedener Weise und    in verschiedener Form herstellen. Eine be  sonders einfache     Bawart    ergibt sich bei zy  lindrischem Röhrenkörper und     achsialem     Austritt der Röntgenstrahlen. Die zum Ruf  fall der Kathodenstrahlen bestimmte Mantel  fläche besteht     zweckmässig    aus Wolfram und  kann in einem     massiven        Metallblock    zur  Abführung der auf der Röntgenanode ent  wickelten Wärme eingebettet sein.

   Dieser  Metallblock kann an seiner der Kathode  zugewandten Seite die zur Erreichung eines  konvergenten Kraftfeldes nötige Wölbung  besitzen und mit einem metallenen     Wandungs-          teil    in inniger Berührung stehen, so dass über  diesen und durch an ihm befestigte Kühl  rippen oder sonstige Hilfsmittel zur Kühlung  die Wärme nach aussen abgeführt werden  kann. Beim Betrieb einer solchen Röhre  wird die Anode zweckmässig geerdet.  



  Es ist auch möglich; nach dem angege  benen Prinzip eine     Röntgenröhre    mit seitli  chem     Strahlenaristritt    herzustellen, deren  beide Elektroden Hochspannung führen. Auch  hier kann zweckmässig die zum Ruffall der  Kathodenstrahlen bestimmte Mantelfläche  mit der zum Einfall der Kathodenstrahlen  und zur richtigen     Gestaltung    des elektri  schen Feldes notwendigen durchbrochenen  Fläche zu einem Körper vereinigt werden.  Die dieser Fläche     äquidistant    gegenüberlie  gende Kathode muss in diesem Falle     egach-          sial    angeordnet sein.

   Bei dieser Bauart lässt  sich vorteilhaft das Prinzip der Spannungs  unterteilung verwerten, indem der Wandteil  der Röntgenröhre in Höhe des Entladungs  raumes aus Metall hergestellt oder mit lei  tenden Belägen versehen wird.  



  Im folgenden sollen Ausführungsbeispiele  von Röntgenröhren nach der Erfindung näher  erläutert werden.  



       Fig.    1 stellt in einem Beispiel einen  schematischen Schnitt durch Anode und  Kathode einer Röntgenröhre nach der Ei  findung     dar;    .  



       Fig.    2 stellt ein Beispiel einer Röntgen  röhre mit     aclisialem    Strahlenaustritt -im  Schnitt dar;           Fig.    3 ist ein Schnitt durch ein Beispiel  einer Röntgenröhre mit Spannungsuntertei  lung und seitlichem Strahlenaustritt.  



  In     Fig.    1 ist eine Kathode 1 dargestellt,  die aus einem, sich nach der Anode zu  trichterförmig     öffnenden    Metallkörper besteht,  in dem ein Hohlraum 4     vorgesehen    ist. Der  Kathode gegenüber ist die Anode 2 gelagert.  Diese hat eine der Kathode zugewandte       Fläche,    welche mit der trichterförmigen  Kathodenfläche mindestens annähernd     äqui-          distant    ist. Durch das in dem     Potentialge-          fälleraum    zwischen diesen Flächen sich bil  dende elektrische Feld wird die Austritts  richtung der Kathodenstrahlen bestimmt.

    Zur Erzeugung der Kathodenstrahlen dient  in dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 ein  ringförmiger Glühdraht 3, der in dein Hohl  raum 4     irn    Kathodenkörper angeordnet ist.  Die     Kathodenstrahlen    treten durch eine       ringförmige    Öffnung in der genannten Ka  thodenfläche heraus, durchqueren den Ent  ladungsraum zwischen Kathode und Anode  in einer Richtung senkrecht zur Kathoden  oberfläche und treten durch eine in der     Ano-          denvorderfläche    vorgesehene ringförmige Öff  nung 5. Sie überschneiden sich hiernach in  einem Punkt, der in der Höhe der engsten       Öffnung    der kegelförmigen Höhlung in der  Anode 2 liegt.

   Nach ihrer     Überschneidung          treffen    sie streifend auf die. Innenfläche 6  der Anodenhöhlung auf. An dieser Stelle ist  zweckmässig ein Einsatz aus Wolfram ange  ordnet der in     denn    Metallblock der Anode  eingebettet ist. Letzterer besteht wie üblich       aus    einem Metall guter Wärmeleitfähigkeit,  wie Kupfer. Aus der sich gegen das     Strah-          lenaustrittsfenster    befindlichen Öffnung der  kegelförmigen Höhlung in der Anode treten  die Röntgenstrahlen aus.  



  In     Fig.    2 ist an den gläsernen Röhren  körper 8 ein Metallring 9     angeschmolzen,     welcher einen Teil der Röhrenwandung bil  det. Durch eine     hochvakunmdichte    Ver  schmelzung, beispielsweise in Form eines       Quetschfusses    10, sind die Zuführungen zur       Glühkathode    11 eingeführt. Bei dieser Aus  führungsform liegt die     Glühkathode    in einer    schmalen Rinne, welche in die sich nach der  Anode zu trichterförmig öffnende Vorder  fläche der Kathode 12 eingelassen ist.

   Dieser  Vorderfläche mindestens annähernd     äquidi-          stant    gegenüber liegt die     Anodenvorder-          fläche    13, die zum Durchtritt der Kathoden  strahlen eine ringförmige Öffnung 14 auf  weist. Die sich überschneidenden Kathoden  strahlen     treffen    streifend auf die den innern       Mantel    eines     Kegelstumpfes    bildende  Mantelfläche 15. Aus diesem treten durch  das     Strahlenaustrittsfenster    16 die Röntgen  strahlen aus.  



  In     Fig.3    ist mit dem zylindrischen Röhren  körper 17 in Höhe des Entladungsraumes       hochvakuumdicht    ein metallener     Wandungs-          teil    18 verschmolzen, welcher ein Röntgen  strahlenaustrittsfenster 19 aufweist. Durch  den Quetschfuss 20 sind die Zuführungen  zur Glühkathode 21 eingeführt, welche in  eine schmale Rinne der gegen die Anode  sich trichterförmig öffnenden Vorderfläche  der Kathode 22 eingelassen ist.  



  Die Anode 23 bildet an der der Kathode  gegenüberliegenden Stelle eine zu ihr min  destens annähernd     äquidistante    Fläche mit  einer ringförmigen Öffnung 24 zum Durch  tritt der Kathodenstrahlen. Nach ihrer Über  schneidung treffen diese Strahlen auf den in  den Anodenkörper 23 eingelassenen Hohl  körper 25 auf, der den innern Mantel eines  Kegelstumpfes bildet und von dem aus durch  das     Strahlenaustrittsfenster    19 die Röntgen  strahlen austreten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Röntgenröhre, deren Anode eine trichter förmige Höhlung besitzt, und wobei die Röntgenstrahlen an der Innenwandung dieser Höhlung erzeugt und in der Längsrichtung derselben ausgestrahlt werden, dadurch ge kennzeichnet, dass die Elektronenquelle ausser halb der genannten Höhlung an dem vom Strahlenaustritt abgewandter) Ende angeord net ist und die Elektronen konvergent auf die engere Öffnung der Höhlung zu laufen und durch diese hindurch allseitig auf die Innenwandung gelenkt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Röntgenröhre nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine in Richtung auf die Anode sich trichterförmig öffnende Ka thode und eine dieser mindestens annähernd äquidistant gegenüberliegende, für den Durchtritt der Kathodenstrahlen ring förmig durchbrochene Anodenfläche. Röntgenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die durchbrochene Anoden fläche durchtretenden Kathodenstrahlen nach ihrer Überschneidung auf die innere Mantelfläche der trichterförmig in der Austrittsrichtung der Röntgenstrahlen sich öffnenden Anode auffallen. 3.
    Röntgenröhre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Überschneidungs- punkt der Kathodenstrahlen in Höhe der der Kathode zugewandten Öffnung der Anode liegt.
CH178884D 1933-09-06 1934-08-07 Röntgenröhre mit durchlochter Anode. CH178884A (de)

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