CH178890A - Elektrodenhalterung für Entladungsröhren. - Google Patents

Elektrodenhalterung für Entladungsröhren.

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CH178890A
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electrode holder
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Inventor
Gesellschaft Fuer D Telefunken
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Telefunken Gmbh
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      Elektrodenhalterung    für Entladungsröhren.    Die Erfindung     betrifft    eine Halterung von  Elektroden in Entladungsröhren, welche ge  eignet ist, das sogenannte     "Röhrenklingen"     zu unterdrücken.  



  Der sogenannte     "Mikrophoneffekt"    oder  das     "Röhrenklingen"    ist eine, sowohl bei  Empfängern und Verstärkern, als auch bei  Sendern höchst unangenehm fühlbare Erschei  nung. Sie beruht bekanntlich darauf, dass  das     Elektrodensystem,    und zwar vornehmlich  die Gitterelektroden, durch mechanische Er  schütterungen elastische Deformationen erlei  det, welche zu einer Änderung der Durch  griffsverhältnisse und weiterhin zu Schwan  kunven des Anodenstromes führen. Letztere  werden im Lautsprecher als Ton wahrnehm  bar. In gleicher Weise ist die sogenannte       "akustische        Rückkopplung11    zu erklären.

   Wenn  die vom Lautsprecher ausgehenden Schall  wellen auf die Röhren, vor allem die emp  findlichen Röhren der Anfangsstufen, auf  treffen, werden diese dauernd angestossen, so    dass die Schaltung in der mechanischen Eigen  frequenz des     Elektrodensystems    der Anfangs  stufe schwingt. Die elastischen Deformationen  des     Elektrodensystems    sind nicht bloss in       Niederfrequenzverstärkern,    sondern auch in       Hochfrequenzstufen    und in Sendern äusserst  störend, da sie eine Modulation der hochfre  quenten Schwingungen bewirken, welche bei  der     Demodulation    derselben zum Vorschein  kommt.

   Man hat zur Bekämpfung des     Röhren-          klingens    bereits verschiedene Massnahmen er  griffen, zum Beispiel Anordnung von Gummi  hüllen über den Röhren, federnde Röhren  sockel, federnde Abspannung der Haltestäbe  für die Elektroden,     Dämpfungsmittel,    die  unmittelbar auf die Gitter wirken und der  gleichen mehr. Alle diese Mittel haben sich  in der Praxis nicht gut bewährt.  



  Die. vorliegende Erfindung schlägt nun  vor, mechanische Schwingungen einzelner  oder aller Elektroden dadurch zu     verhindern,     dass die Schwingungsfähigkeit der Elektroden-      stützen durch     Anbringung    mindestens eines  unmittelbar auf die     Elektrodenstützen    wir  kenden elastischen     Dämpfungsgliedes    herab  gesetzt wird.  



  Die nicht geheizten Elektroden werden  im allgemeinen von mindestens je einer Halte  strebe getragen. Diese verlaufen grösstenteils  parallel zueinander und sind im     Quetschfuss     und meistens auch noch auf der diesem ab  gewendeten Seite des     Elektrodensystems    in  einer Isolierleiste oder dergleichen befestigt.  Die Streben sind dabei entweder in einer  Ebene angeordnet, oftmals aber, auch anders  auf dem Umfang der     betreffenden    Elektrode  verteilt. Bei einer einfachen Ausführungs  form der     erfindungsgemässen    Halterung ist  nun zwischen die einzelnen Streben ein     Strei#     fen aus elastischem Isoliermaterial, zum Bei  spiel Glimmer, eingeflochten.

   Durch diesen  werden die Schwingungen so stark gedämpft,  dass die Ausschläge     vernachlässigbar    klein  bleiben und insbesondere eine Selbsterregung  infolge akustischer Rückkopplung nicht mehr  möglich ist.  



  Zur näheren Erläuterung des Erfindungs  gegenstandes wird auf das in der Zeichnung  dargestellte Ausführungsbeispiel Bezug ge  nommen. Die     Zeichnung    zeigt in schemati  scher Darstellung das auf dem     Quetschfuss          Q    aufgebaute Entladungssystem einer Vier  elektrodenröhre mit einer indirekt geheizten  Kathode K, einem Steuergitter<B>G,</B> einer Schirm  elektrode     S    und einer Anode A. Die     Fig.    1  gibt einen Längsschnitt, und die     Fig.    2 eine  Draufsicht auf das     Elektrodensystem    wieder.  Steuer- und Schirmgitter sind an je zwei  Streben     g        bezw.    s angeschweisst.

   Die Anode  ist an den beiden Stützen     a    befestigt, wäh  rend die Kathode von einer Stütze k getragen  wird. Alle Streben liegen beispielsweise in  einer Ebene. Mit h. sind die Stromzuleitungen  zum Heizelement bezeichnet. Zur Distanzie  rung der Elektroden dienen zwei aus Isolier  material, beispielsweise Glimmer, bestehende  Scheiben i. Wenn ein. derartiges     Elel@troden-          system    mechanisch angestossen wird, dann  vollführen die einzelnen Elektroden     Trans-          versalsohwingungen,    welche eine periodische    Änderung des     Elektrodenabstandes    zur Folge  haben.

   Die     Durchstosspunkte    der Haltestre  ben durch die     Isolierscheiben        i    bilden dabei  Schwingungsknoten. Zur     Verhinderung    der  Schwingungen werden nun die Haltestreben  an der dem     Quetschfuss    abgekehrten Seite  ein Stück über die obere Distanzscheibe i  hinaus verlängert' und zwischen ihnen wird  ein Streifen D aus elastischem Isoliermaterial  eingeflochten, wie insbesondere aus der     Fig.     2 deutlich zu erkennen ist. Diese Streifen  verhindern das Auftreten solcher Schwingun  gen der Elektroden vollkommen. Die Aus  wahl eines geeigneten     Materials    und die pas  sende Bemessung des Streifens D erfolgt am  besten auf Grund von Versuchen.

   Als sehr  geeignet hat sich Glimmer erwiesen. Man  kann aber auch mit einem     Isolierüberzug     versehene Metallfedern oder ein federndes,  zwischen Isolierstreifen liegendes Metallband  verwenden. Der Streifen darf einerseits nicht  allzu biegsam sein, weil er sonst die Schwin  gungen nicht merklich zu schwächen vermag,  und anderseits darf er auch nicht zu steif  sein, da er in diesem Fall die Schwingungs  energie nicht aufzehrt, sondern zurückwirft,  so dass auf den     Elektrodenstützen    stehende       Schwingungen-auftreten.     



  Die in der Figur dargestellte Anordnung  des     Dämpfungsgliedes    D ist lediglich als  Beispiel aufzufassen. Es steht zum Beispiel  frei, den Streifen nicht ausserhalb der     obern     Deckplatte i, sondern innerhalb derselben ein  zuziehen oder gegebenenfalls auch an beiden  Enden des Systems je ein     Dämpfungsglied     vorzusehen. Naturgemäss kann ein     streifen-          förmiges        Dämpfungselement    zwischen die       Elektrodenstützen    auch dann eingeflochten  werden, wenn diese nicht in einer Ebene  liegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrodenhalterung für Entladungsröhren, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Herabsetzung der Schwingungsfähigkeit der Haltestreben einzelner oder aller Elektroden mindestens ein unmittelbar auf dieHaltestreben wirkender elastischer Dämpfungskörper vor gesehen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. EI lektrodenhalterung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Haltestreben ein Streifen aus elektrisch isolierendem, elastischem Material einge flochten ist.
    2. Elektrodenhalterung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte streben, zwischen denen der Isolierstreifen eingeflochten ist, in einer Ebene angeord- r)et sind. 3. B lektrodenhalterung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet; dass der ela stische Streifen aus Glimmer besteht. 4. Elektrodenhalterung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Streifen aus einem mit einem Isolierüber- zug versehenen, federnden Metallband be steht.
    5. Elektrodenhalterungnach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Dämpfungsglied aus einem zwischen zwei Isolierstreifen liegenden, federnden Metall band besteht. 6. Elektrodenhalterung r)achUnteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestre ben auf der dem Quetschfuss abgewandter) Seite durch ein Distanzstück hindurchge führt sind, und zwischen die überragenden Enden der elastische Isolierstreifen einge flochten ist.
CH178890D 1934-01-30 1934-12-03 Elektrodenhalterung für Entladungsröhren. CH178890A (de)

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