Verfahren und Einrichtung zur röntgenographischen Darstellung von Körperschnitten. Die bisher bekannt. gewordenen Verfah ren zur röntgenographischen Darstellung eines Körperschnittes beruhen auf dem Ge danken, den Brennfleck der Röntgenröhre innerhalb einer dem .darzustellenden Körper schnitt parallelen Ebene längs einer zwei dimensionalen Kurve und die dem darzustel lenden Körperschnitt parallele bildauffan- gencle Schicht innerhalb ihrer Ebene stets in dem (lein Bewegungssinne des Röhrenbrenn- fleckes entgegengesetzten Sinne so, zu bewe gen,
dass der durch irgend einen Punkt des darzustellenden Körperschnittes hindurch gehende Röntgenstrahl stets :den gleichen Punkt der bildauffangenden Schicht trifft. Ein ausserhalb des darzustellenden Körper sehnittes in einer dazu parallelen Ebene lie gendes, beispielsweise quadratisches. Flä chenstück wird dann in Form eines Bandes abgebildet, dessen Mittellinie eine :der vom Brennfleck zurückgelegten Bahn konforme Kurve und,dessen Breite gleich der Zentral projektion einer Kantenlänge des abgebildeten Quadrates ist.
Vollführt der Brennfleck eine Kreisbewegung, so wird das ausserhalb des Körperschnittes liegende quadratische Flä chenstück in Form eines Kreisringes abge bildet. Der Durchmesser der Kreisringmittel- linie ist unter sonst gleichen Umständen umso grösser, je grösser der Abstand des quadra tischen Flächenstückes vom :darzustellenden Körperschnitt und je grösser der Durchmesser des Kreises ist, längs dem :der Brennfleck bewegt wird.
Man kann daher den Röntgen schatten eines ausserhalb des darzustellenden Körperschnittes liegenden kleinen Körper elementes umso. mehr verwischen, je länger unter sonst gleichen Umständen die vom Brennfleck während der Aufnahme einmal zurückgelegte Bahn ist. Aus :dieser Erkennt nis heraus ist man daher bestrebt gewesen, den Brennfleck längs einer zweidimensionalen Kurve mögliehst grosser Gesamtlänge entlang zu führen, so zum Beispiel längs einer Spi rale, einer Sinuslinie und :dergleichen, im all gemeinen längs einer Kurve, :die ein beispieIs- weise kreisförmiges Flächenstück möglichst ausfüllt.
In -der Praxis kommt es nun in erster Linie darauf an, die Röntgenschatten ausser halb des darzustellenden Körperschnittes lie gender massiver Körperteile zu verwischen, das heisst solcher, die auf einer ruhenden, bildauffangenden Schicht einen Röntgen schatten verhältnismässig grosser Flächenaus dehnung ergeben.
Der bei Anwendung der bekannten Verfahren entstehende Röntgen schatten eines solchen Körperteils fällt an nähernd gleich aus, unabhängig .davon, ob .der Brennfleck eine Kreisbahn oder eine an dere Kurve, beispielsweise eine archimdische Spirale, beschreibt, die die von der Kreisbahn umschlossene Fläche möglichst ausfüllt. Dies geht ohne weiteres aus den Fig. 1 bis 1e her vor, die ein Ausführunb Beispiel einer zur Durchführung eines bekannten Verfahrens geeigneten Einrichtung erläutern.
Die Fig. 2' und 2a sind schematische Dar stellungen von Ausführungsbeispielen des Verfahrens bezw. der Einrichtung nach der Erfindung; die Fig. 3 und 3a zeigen eine Vorderansicht bezw. einen Vertikalschnitt eines Ausfüh rungsbeispiels der erfindungsgemässen Ein richtung; Fix. 4 ist ein Sehaltsehemadazu, und Fig. 5 eine Draufsicht einer Variante der Einrichtung nach Fig. 3 und 3a.
Es bedeutet 0, 0' den Schnitt des Körpers K, der auf der bildauffangenden Schicht L zur Darstellung gebracht werden soll. Der Brennpunkt F der Röntgenröhre wird längs der Kreisbahn mit dem ,Mittelpunkt N und .dem Halbmesser O entlang geführt, während die bildauffangende Schicht L innerhalb ihrer Ebene eine gegenläufige kreisförmige Bewe gung vollführt, und zwar so, dass die Rönt genprojektion des Mittelpunktes M des Kör perschnittes 0, 0' stets auf den gleichen Punkt der bildauffangenden Schicht L fällt.
f bedeutet ein parallel zur Ebene 0, 0' im Abstand a darüberliegendes, zylindrisches, homogenes Körperelement. Der Einfachheit .der Darstellung willen sei anenommen, dass 22 die Höhe dieses Zylinders unendlich klein ist.
In Bild 1b sind die vier Röntgenschatten fz, fZ, ss, f4 der unendlich dünnen Lamelle<I>f</I> dargestellt, die sieh auf der ruhend gedachten bildauffangenden Fläche L ergeben, wenn sich der längs der Kreisbahn vom Halbmesser 2 bewegliche Fokus F der Röntgenröhre in .den Stellungen F1, F2, F3, F4 befindet.
Dabei sind F1 und F" in der Zeichenebene liegend und F" F4 als die Momentanstellungen von F in dem zur Zeichenebene senkrechten Durchmesser der Kreisbahn angenommen. In -die vier Projektionen von f sind -die ,des Punk tes M, nämlich die Projektionen Ml, M2, Ms, M4 eingetragen. Die bildauffangende Schicht L ruht aber in Wirklichkeit nicht.
Sie wird .so bewegt, :dass Ml, M2, M3 und M4 zusammen fallen. :Somit ergibt sich, dass der resultie rende Röntgenschatten<I>von f</I> ein kreisförmiges Flächenstück ist (Bild Ic), wobei die Schat tendichte vom Mittelpunkt nach dem Umfang hin abnimmt.
Wird der Brennfleck F nicht längs der Kreisbahn vom Halbmesser o, son dern längs einer von dieser Kreisbahn um schlossenen und sich bis an sie erstreckenden a re, 'himec lissshen Spirale bewegt, so, projiziert sich die Lamelle f genau wie vorhin in Form einer Kreisfläche gleichen Durchmessers, nur mit dem Unterschied,
dass die Schattendichte mit zunehmendem R;adiusvektor stärker ab nimmt, als im vorhergehenden Falle. Der Schatten der Lamelle ist ;somit in seinem Kernteile dichter, als im ersten Falle. Von diesen Unterschieden in der Dichte abgesehen, bleibt der Schatten eines ' solchen Körperteils stets ein kohärenter Schatten, der sich von dem sich im Ruhezustand der Röhre und der Bildauffangschicht bildenden nicht wesent lich unterscheidet.
Bei der Darstellung eines zum Rücken parallelen Schnittes des Brust korbes kann somit der störende Schatten der ausserhalb des Schnittes liegenden Wirbel säule durch Verlängern der vom Fokus zu rückgelegten Bahn nicht abgeschwächt wer den.
Das Bewegen des Brennfleckes längs einer zur Ebene der bildauffangenden Schicht pa rallelen zweidimensionalen Kurve und das damit konforme, jedoch gegenläufige Bewe gen ,der bildauffangenden Schicht ist mit zwei weiteren Nachteilen verknüpft.
Der eine besteht ,darin, dass der Träger der Röntgenröhre und der der bildauffangenden Schiebt mindestens mittelst eines einzigen starren Lenkers verbunden sein müssen, der um einen in der Ebene des abzubildenden hürperschnittes liegenden Punkt schwingende Bewegungen im Raume vollführt. Ein sol ches Gelenk, beispielsweise Kardangelenk, hat selbst bei bester mechanischer Durch bildung immer etwas Spiel.
Das lässt sich nmso weniger vermeiden, als einmal die zu bewegende Masse (der Hochspannungs- und Strahlen.s.chutzbehälter der Röntgenröhre, die Sekundärstrahlenblende, die Filmkassette) sehr gross ist, zweitens deren Bewegung im Interesse der Erzielung kurzer Beliehtungs- zeiten mit grosser Ge@ehwindigkeit zu erfol gen hat,
zumal da die Exkursionen des Brenn- fleckes zwecks möglichst wirksamen Ver- wischens der Röntgenschatten der ausserhalb des abzubildenden Körpersühnittes liegenden Körperelemente gross gewählt werden Müs sen. Es muss demnach die Vorrichtung me chanisch sehr genau ausgeführt werden. Ihre Herstellungskosten sind demzufolge sehr hoch.
Erfolgt die Bewegung des Brennfleckes längs einer zweidimensionalen Kurve, also sowohl in Richtung der Lamellen einer Git terblende B, als auch in Richtung senkrecht zu den Blendenlamellen, so können die Ex kursionen des Brennfleckes in dieser zweiten Richtung nur verhältnismässig klein gewählt werden, da bei Überschreiten einer gewissen Grenze infolge .der Röntgenschattenwirkung der Blendenlamellen die röntgenographische Darstellung des Körpers nicht mehr möglich ist.
Der Höchstwert von o beträgt bei Be nutzung einer auf 70 .cm Abstand zentrierten Sekundärstrahlenblende, beider sieh die La mellenhöhe zum gegenseitigen Abstande zweier Lamellen verhält, wie 5 : 1, bei D = 40 cm und<B>d</B> -- 20 cm, nicht mehr als 11,6 cm. Bei den neuzeitlichen Röntgenröhren (Strahlenschutzröhren) tritt die Nutzstrah lung durch eine Blendenöffnung aus. Der Öffnungswinkel des Nutzstrahlenkegels be trägt bei Rundfokusröhren höchstens 55 . Bei Goetzeröhren ist er erheblich kleiner.
Be wegt man die Röntgenröhre parallel zu sich :selbst, so @dass sieh der Brennfleck innerhalb einer den abzubildenden Körperschnitten pa rallelen Ebene bewegt, so können nur kleine Exkursionen der Röhre zugelassen werden, da. sonst die Randgebiete des abzubildenden Kör pern aus dem Bereich des Nutzstrahlenkegels herauskommen oder es kann nur ein kleiner mittlerer Bereich des Körpers abgebildet wer den.
So beträgt die im Hinblick auf die Be grenzung des Nutzstrahlenkegels mögliche Exkursion 2 m, falls der Öffnungswinkel 55 und die Breite des abzubildenden. Körper- schnitter 40 cm beträgt, bei D = 40 cm und d - 20 cm nur, 1,04 @cm. Die mögliche Ex kursion ist also so klein, dass die röntgenogra phische Darstellung von Körperschnitten in der bisher bekannten Weise unter Benutzung neuzeitlicher Röhren überhaupt nicht möglich ist, es sei denn,
dass man die Bewegung des Brennfleckes mit einer solchen Drehung der .Röhre um den Brennpunkt verknüpft, dass,die Achse des Nutzstrahlenkegels stets auf den Mittelpunkt M des abzubildenden Körper schnittes gerichtet ist.
Man hat bereits in Vorschlag gebracht; frei Benutzung einer nichtstrahlengeschützten Röhre die Röhrenblende in der Weise beweg bar anzuordnen"dass die Achse des Blenden- tubus stets auf den Mittelpunkt M des abzu bildenden Körperquerschnittes gerichtet ist. Das Einführen einer solchen Bewegung der Röhrenblende oder der Röntgenröhre selbst hat eine beträchtliche Verteuerung der Ein richtung zur Folge.
Das Benutzen einer nichthochspannungsgeschützten Röntgenröhre scheidet beim heutigen Stande der Technik aus, zumal da der Abstand D im Interesse -des möglichst starken Verwis,chens unerwünsch ter Röntgenschatten klein gewählt werden muss.
Beim Gegenstande der Erfindung sind bei Erzielung stärksten Verwischens uner wünschter Röntgenschatten alle genannten Nachteile vermieden. Sie beruht auf der Er kenntnis, dass .sich die Einrichtung zur rönt genographischen Darstellung eines Körper schnittes am einfachsten und billigsten ge stalten lässt, wenn man den Brennfleck inner halb einer zum,darzustellenden Körperschnitt senkrechten und nicht parallelen Ebene längs einer zweidimensionalen Kurve und die auf fangende Schicht parallel zu sich selbst be wegt, wobei bei Benutzung einer Sekundär strahlengztterblende die Ebene,
in .der sich die Bewegung des Brennfleckes vollzieht, paral lel zu .den Rasterelementen steht. Auf diese Weise kann der Zentralstrahl der Röntgen röhre stets auf den Mittelpunkt des abzu bildenden Körp-ers,chnittes. gerichtet bleiben, und die Bewegung des Brennfleckes nur in Richtung .der Rasterelemente erfolgen, so dass man seine Exkursionen sehr gross bemessen kann.
Demzufolge kann man :die uner wünschten Röntgenschatten von Körperele menten grossen Querschnittes stärker ver wischen, als das erreichbar ist, wenn .der Brennfleck innerhalb einer zum darzustellen den Körperschicht parallelen Ebene bewegt wird. Weiter ist .die Möglichkeit gegeben, ,die Bewegung der Röntgenröhre auf den Träger der bildauffangenden Schicht durch ein starres Glied zu übertragen und dank der Vermeidung von Kardangelenken die erfor derliche Paarsehlüseigkeit in der Bewegung des Brennfleckes. und der bildauffangenden Schicht durch einfache, leicht und billig her stellbare Mittel zu erzielen.
Schliesslich ist es möglich, unter starrer Verbindung der Röntgenröhre und des Röhrengehäuses mit dessen Trägerarm auch Röntgenröhren mit kleinem Öffnungswinkel des Nutzstrahlen kegels, also auch strahlen- und hochspan nungsgeschützte Röntgenröhren zu benutzen.
Die Einrichtung nach. der Erfindung kann zweckmässig so ausgebildet sein, dass die in ein Hechspannungs- und Strahlenschutzge- häuse eingeschlossene Röntgenröhre und ein stabförmiger Träger der bildauffangenden Schicht je an den Enden eines um eine in der Ebene des abzubildenden Körperschnittes lie gende Achse schwenkbaren Doppelhebels, ge gen Verdrehung geschützt, befestigt sind, wobei die benutzte Sekundärstrahlengitter- blende so angeordnet ist, Sass die Gitter elemente senkrecht zur Drehachse verlaufen.
Dabei ist dann die bildauffangende Schicht und mit ihr auch die Sekundärstrahlenbleude um den stabförmigen Träger drehbar ange- ordnete-und mittelst eines Gelenkes zweck mässigerweise eines Wattsehen ParallelogTam- mes, so geführt, -dass die Ebene der bildauf fangenden Schicht stets parallel zum darzu stellenden Körperschnitt bleibt.
Ferner kön nen die Drehachse, um die die Röntgenröhre und die bildauffangende .Schicht geschwenkt werden unter einem Winkel, zweckmässiger weise unter 45 zur Längsachse des abzubil denden Körpers angeordnet sein, zu dem Zwecke, störende Röntgenschatten ausserhalb des abzubildenden Körperschnittes longitudi- nal und transversal verlaufender Körperteile, wie die der longitudinal verlaufenden Wir belsäule und die der transversal verlaufenden Rippen, möglichst zu verwischen.
In Bild 2 und 2a sind die gegenseitige Lage,des abzubildenden Körpers K, der Bahn .des Röhrenfokus F, der bildauffangenden Schicht L und der gegebenenfalls benutzten Sekundärstrahlengitierblende B in zwei zu einander senkrechten Projektionen ,darge stellt. M ist der Mittelpunkt des abzubilden .den Körperschnittes 0, 0'. Der Röhrenfokus F wird längs eines Kreisbogens F,., F" F3 bewegt, der innerhalb einer zu 0, 0' senkrech ten Ebene liegt und koaxial zu M ist.
Die bildauffangende Schicht L schwingt samt ,der Bueky-Blende B um die in Fig. 2 zur Zeichenebene senkrechte, durch M gehende Achse im gleichen Drehsinne wie F und mit .der gleichen Winkelgeschwindigkeit, wobei sie zu sich selbst stets parallel bleibt. Also bewegt sich jeder Punkt der bildauffangen den Sehieht längs eines zur Zeichenebene in Fig. 2 parallelen, derjenigen in Fig. 2a senk rechten Kreisbogens.
Die den Stellungen F., ,F. und F3 des Brennfleckes entsprechenden Projektionen von M, nämlich Hi, M2 und M3, fallen stets auf :den gleichen Punkt der bild auffangenden Schicht.
Aber auch die Projek tion irgend eines im abzubildenden Körper schnitt 0, 0' liegenden, Punktes P fällt stets auf den nämlichen Punkt von .L. Es seien b und c Abszisse und Ordinate des Punktes P, bezogen auf das in 0, 0' parallel zu den bei den Zeichenebenen von 2 und 2a angenom menen rechtwinkligen Koordinatensystems mit M als Mittelpunkt.
Wie aus Bild 2 und 2a hervorgeht, ist
EMI0005.0006
Doch da
EMI0005.0007
so ist Pi Mi <I>=</I> P2 1I2 und ebenso P'i M'i <I>=</I> P's M'2.
Die im Bild 2a im Schnitt sichtbaren Rasterelemente der Sekundärstrahlengitter- blende verlaufen parallel zur Zeichenebene der Fig. 2. Demzufolge kann die Exkursion des Brennfleckes senkrecht zur Achse N, M praktisch beliebig gross gewählt werden, wenn nur der .darzustellende Körperschnitt in jeder Stellung des Röhrenbrennfleckes in seiner ganzen Ausdehnung abgebildet wird. Es seien <I>D</I> = 40 ein,<I>d =</I> 20 cm und O = 30 cm.
Dann ergibt eine im Abstand a - 5 .cm von der Ebene 0, 0' parallel zu dieser liegende Körperlamelle f einen :Schatten annähernd elliptischer Form, dessen Flächenausdehnung etwas grösser ist als die Flächenausdehnung de., kreisförmigen Schattens, der unter sonst gleichen Umständen erhalten wird, wenn der Röhrenfokus längs einer zur Ebene 0, 0' pa rallelen Kreisbahn des im Hinblick auf die Sekundärstrahlenblende möglichst grössten Halbmessers o max. =<B>11,6</B> cm bewegt wird.
Der Umstand, dass der Schatten in die Länge gezogen ist (seine in der Zeichenebene :der Fig. 2 liegende Längsachse ist annähernd das 2,25fache der Querachse) bietet die Möglich keit, bei entsprechender Wahl der Bewe- gungsrichtung relativ zum Körper den un erwünschten Schatten in einer für die Dar stellung besonders günstigen Richtung zu verwischen.
Da es möglich ist, 2 grösser als 30<B>cm</B> zu wählen, so ist es mit dem anhand von Fig. 2, 2a beschriebenen Verfahren mög lich, den Röntgenschatten der Körperlamelle f auf eine bedeutende grössere Fläche zu- ver teilen, als das im Fall des nach Fig. 1 bis 1c beschriebenen Verfahrens möglich ist.
Die Röntgenröhre und die Trägerachse der bildaufnehmenden Schicht werden an den Enden .eines starren Doppelhebels befestigt, :der um eine in der Ebene 0, 0' in der Zei- ehenebene der Fig. 2a liegende Achse A dreh bar ist.
Die Übertragung der Röhrenbewegung auf die Tragachse der bildauffangenden S<B>S C</B> chicht erfolgt unter Vermeidung von Über- tragungsmitteln, die Drehungen im Raum um einen Punkt ausführen. Da es sich also hier um die Drehung um eine feste Achse handelt, so kann die gewünschte und erforderliche Paarschlüssigkeit der Bewegung :des Röhren fokus und der Tragachse .der Bildebene mit Leichtigkeit erreicht werden. Zweckmässiger weise wird der Durchmesser der Drehachse gross gewählt, um jegliches Spiel zu vermei den.
Wohl muss die bildauffangende Schicht mittelst einer Geradführung stets parallel zum abzubildenden Körperschnitt gehalten werden. Dies wird jedoch durch Lenker er reicht, die um zur genannten Drehachse pa rallele Achsen drehbar sind und sich somit ebenfalls in je einer zur Drehachse senkrech ten Ebene bewegen. Also auch bei diesen sind Drehungen im Raum um einen Punkt ver mieden.
Um eine Reihe verschiedener paralleler Körperschnitte .darzustellen, muss die Dreh achse der .Einrichtung stets in,die Ebene,des jeweils darzustellenden Körperschnittes ver legt werden. Das kann entweder dadurch ge schehen, dass man die Lagerplatte, auf der der darzustellende Körper ruht, oder die Drehachse des Doppelhebels heb- und senkbar macht.
In beiden Fällen wird man zweck- mässigerweise die Sekundärstrahlenblende mit der lichtempfindlichen .Schicht mitverstellen, damit sie stets möglichst nahe zum darzustel lenden Körper ist.
Fig. 3 und 3a :stellen ein Ausführungs beispiel der Einrichtung dar. Der zu .durch- strahlende Körper 1 ruht auf dem festen La- gerungstische 2. 3, 3' ist der um die Achse 4 drehbare Doppelhebel, an dessen einem Arm 3 da die Röntgenröhre 6 in sich schlie ssende, zweckmässigerweise hachspannungs- siGhere Röhrengehäuse 5 befestigt ist.
Am untern Arm 3' des Doppelhebels sind ein zweckmässigerweise vierkantiger Schlitten 7 und ein Gewicht 8 verschiebbar angeordnet. Das Verstellen beider geschieht durch Drehen einer Schraubenspindel 9, deren einer Teil rechtsgängig, der andere linksgängig ist. Jedes Vens.chi-eben des Schlittens 7 hat das zwangsläufige Verschieben des Gewichtes 8 im entgegengesetzten Sinne zur Folge. Das Gewicht 8 ist ebenso gross wie das des Schlit tens 7 und,der von ihm getragenen Teile, so. dass der Schwerpunkt des Hebelarmes 3' samt .der an ihm befestigten Teile stets den gleichen Abstand von der Drehachse 4 behält.
Dabei sind die Hebelarme 3 und 3' und die von ihnen getragenen Massen so b.em-essen, dass das ganze um die Achse 4 drehbare System ausgewuchtet ist. Der Schlitten 7 trägt die Tragachse 10, auf die die Sekundärstrahlen- blende 11 und die in deren Gehäuse ein schiebbare, lichtauffangende Schicht 12 frei drehbar gestützt sind.
Die Drehachse 4 ist an einen zweckmässigerweise vierkantigen Schlitten 13 befestigt, der innerhalb des Ständers 14, gegen Verdrehung .gesichert, ge führt und duroh Drehen der in 14 gelagerten und mittelst des Handrades. 15 vierdrehbaren Schraubenspindel 16 gehoben und gesenkt werden, kann. An am Schlitten 13 befestig ten Auslegern 17, 17' sind Zapfen 18, 18' be festigt, um die drehbar die Lenker 19, 19' angeordnet sind.
Die mit einer Kulissenfüh rung versehenen oder teleskopartig auszieh baren Lenker 19, 19' greifen an den am Blendkörper 11 befestigten Zapfen 20, 20' an und sorgen dafür, dass die Sekundärstrah- lenblende 11 und mit ihr die bildauffangende Schicht 12 stets in wageechter Lage bleiben.
Durch Drehen des Handrades 15 wird die Drehachse 4 stets in die Ebene des abzubil denden Körperschnittes gebracht. Wird die Drehachse beispielsweise um 2 cm gesenkt, so wird der Schlitten 7 durch Drehen der Spin .del 9 um 2 cm gehoben, so dass die Sekundär strahlenblende 11 mit der bildauffangenden Schicht 12 wieder in die Normalstellung zur Lagerungsplatte 2 und zum abzubildenden Körper 1 gelangt.
Man kann es einrichten, dass die Schraubenspindel 9, .dann wenn sich ,der Doppelhebel 3, 3' in der lotrechten Stel lung befindet, mit der Schraubenspindel 16 kuppelbar ist, so dass .durch Drehen des Handrades 15 das Verstellendes Schlittens 7 und das,des Schlittens 13 gleichzeitig und im gleichen Ausmasse vorgenommen werden kann.
An Querarmen des Schlittens 13 sind verstellbare ,Anschläge vorgesehen, mittelst derer der Winkel, um den der Doppelhebel 3, 3' und die Drehachse 4 nach beiden Sei ten geschwenkt werden kann, begrenzbar ist.
Soll der in der Höhe der Drehachse 4 lie gende Körperschnitt röntgenographiert wer den, so wird der Doppelhebel 3, 3' in die eine, beispielsweise durch den einen An schlag gekennzeichnete Endstellung gebracht. Gleichzeitig mit dem Einschalten der Rönt genröhre setzt man den Doppelhebel 3, 3' in Bewegung und schwenkt ihn langsam in die andere Endstellung hinüber.
Im Momente, in dem der Hebel in die andere Endstellung g o elangt" oder kurz vorher wird die Röntgen- röhre ausser Betrieb gesetzt. Das Bewegen des Doppelhebels 3, 3' kann auch durch einen Elektromotor bewerkstelligt werden.
Zweck mässigerweise sind dann mit .den Anschlägen verbundene elektrische Kontaktvorrichtungen vorgesehen, von denen die eine kurze Zeit, nachdem der Schwenkhebel durch den Elek tromotor in Bewegung gesetzt worden ist und .die andere eine kurze Zeit bevor,der Doppel hebel 3, 3' seine zweite Endstellung erreicht, betätigt wird.
Die erste wird zum Einschal ten des Röntgenapparates, die zweite zu des sen Abschalten benutzt. Zweckmässigerweise ist z@vischen den Elektromotor und den Dop pelhebel 3, 3' ein Übertragungsglied einge schaltet. oder es wird durch einen vom Dop pelhebel 3, 3' gesteuerten Widerstand oder Spannungsregler die Umdrehungszahl des Elektromotors so beeinflusst, dass die Winkel geschwindigkeit des Doppelhebels 3, 3' bis zur Erreichung seiner lotrechten Stellung ver grössert und nachher verringert wird. Zu die sem Zwecke kann beispielsweise die folgende Einrichtung getroffen sein.
Auf der Dreh achse 4 sitzt der Kontakthebel 23 (Fig. 4), der auf einem halbringförmigen Widerstand 24 schleift. Dessen Mittelpunkt 25 ist zu einer Klemme des Elektromotors 26 geführt. Dessen andere Klemme sowie der Kontakt hebel 23 sind an die beiden Leitungen des den Elektromotar speisenden Netzes ange schlossen.
Dem Elektromotor 26 ist stets der zwischen dem Kontakthebel 23 und dem An schlusspunkt 25 liegende Teile des Wider standes 24 vorgeschaltet und dadurch die Be triebsspannung des Elektromotors gedrosselt. Während der Doppelhebel 3, 3' und damit der Kontakthebel 23 eine Schwenkung vollführt, wird der .dem Elektromotor 26 vorgeschaltete Widerstand zuerst verkleinert, nachher wie der vergrössert und damit die Umlaufzahl des Eleldromotors, zuerst allmählich erhöht und nachher wieder gesenkt.
Handelt es sich um die Darstellung von Schnitten eines Körpers (menschlichen, tie- rischen oder eines Werkstückes), der ausser halb der abzubildenden Schnittebene massive Körperelemente enthält, die zwei zueinander senkrechte Vorzugsrichtungen parallel zu .den darzustellenden Körperschnitten haben, so ist. ezweckmässig, die störenden Schatten solcher Körperelemente in einer Richtung zu ver wischen, .die zu den Vorzugsrichtungen unter einem Winkel, beispielsweise unter 45 ge neigt ist.
So ist es bei der röntgenographi schen Darstellung von Körperschnitten des Rumpfes zweckmässig, die Ebene, in der .die Röntgenröhre geschwenkt wird, unter 45 zur Längsachse des Tisches, auf der der Kranke gelagert ist, anzuordnen. Diese An ordnung ist bei .dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes gewählt.
In dieser ist die zu beiden Seiten,des Lagerungstisches 2 gelagerte Dreh a-chse 4, 4' des das Röhrengehäuse 5 tragenden Doppelhebels 3, 3' unter 45 zur Längsachse <I>A, A'</I> des Lagerungstisches 2 angeordnet. Das Schwenken des Röhrenfokus vollzieht sich in der Ebene B, B'. Die, unterhalb der Lagerungsplatte 2 befindliche, während der Aufnahme geschwenkte Sekundärstrahlen- blende 11 ist so angeordnet, dass die Raster elemente parallel zur Ebene B, B' gerichtet sind.
Dagegen ist die lichtempfindliche Schicht oder die Röntgenkassette 12 mit ihren Kanten parallel zur Längs- und Querachse des Tisches angeordnet, um Röntgenogramme zu erhalten, die zur Längs- und Querachse des abzubildenden Körpers in der sonst üb licher Beziehung stehen.
Die Kassettenein- schiebe-Einrichtung der Sekundärstrablen- blende wird daher zweckmässig gegen die Se- 22 in einer zur letzteren parallelen Ebene verdrehbar angeordnet.
13, 13' sind die in .den Ständern 14, 14' senkrecht zur Zeichnungsebene verschiebbaren Schlit ten, auf denen die Drehachse 4, 4' gelagert ist. Um das Heben und Senken beider Schlit- ten, von einer Stelle aus bequem bewerkstel ligen zu können, empfiehlt es sich, zum An triebe ,der zum Verschieben der Schlitten 13, <B>13'</B> dienenden Schraubenspindeln gemeinsam gesteuerte Motoren zu benutzen. Auch kann man die Schlitten 13, 13' als Kolben zweier Ölpumpen, deren Gehäuse clürch 14, 14' ge bildet sind, ausführen.
Es kann dann in der an und für sich bekannten, bei Ölpumpstüh- len geübten Weise das Heben und Senken der Drehachse 4, 4' von einer Stelle aus bewerk stelligt werden. Bedient man sich einer Se kundärstrahlenblende für Filme vom For mate 50 X 50 cm, so können mit der in Bild 5 dargestellten Anordnung Filme vom For mate 35,5 X 85,5 cm voll ausgezeichnet wer den.