CH178928A - Flüssigkeitssteuerung für Kraftfahrzeugbremsen. - Google Patents

Flüssigkeitssteuerung für Kraftfahrzeugbremsen.

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CH178928A
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  Flüssigkeitssteuerung für Kraftfahrzeugbremsen.    Bei Flüssigkeitssteuerungen für Kraft  fahrzeugbremsen, die durch Druck auf einen  Steuerkolben angezogen werden, ist es not  wendig, dass zur Verhütung von Funktions  störungen der Bremsen die Bildung von Luft  blasen in den Zylindern und Leitungen der  Bremseinrichtung unter allen Umständen  vermieden wird. Die Gefahr der Bildung die  ser Luftblasen ist deswegen vorhanden, weil  beim Lösen der Bremsen die Flüssigkeit aus  den Bremszylindern und den zu ihnen füh  renden Leitungen nicht so schnell in den  Steuerzylinder zurücktreten kann, wie es der  Rückführung des freigegebenen Steuerkol  bens entspricht. Es treten daher Unterdrucke  auf, die bei der geringsten     Undichtigkeit    ein  Ansaugen von Aussenluft zur Folge haben.

    Infolge der Drosselwiderstände in den Lei  tungen ist es zur Vermeidung dieses Nach  teils nicht ausreichend, die Flüssigkeit unter  dem Gewicht eines erhöht gelagerten Flüs  sigkeitsvorrates stehen zu lassen, sondern  man musste an den     Anschlussstellen    der vom    Steuerzylinder ausgehenden Leitungen ein  verwickeltes System von Ventilen vorsehen.  



  Die Erfindung bezweckt, diesen Mangel  dadurch zu beseitigen, dass die Flüssigkeit im  Steuerzylinder und in den von ihm zu den  Bremszylindern führenden Leitungen stän  dig, auch in der Ruhelage des Steuerkolbens  mittelst einer auf einen Kolben wirkenden  Feder unter Druck gehalten wird.  



  Eine beispielsweise Ausführungsform des  Erfindungsgegenstandes ist     in    der Zeich  nung schematisch dargestellt.  



       Fig.    1 ist ein Querschnitt durch Ersatz  behälter und Steuerzylinder der Flüssigkeits  steuerung;       Fig.    2 ist in grösserem     Massstabe    ein  Querschnitt durch einen Teil der Pumpe am  Ersatzbehälter.  



  Der     Steuerzylinder    1 ist mit den Brems  zylindern an den Rädern durch die Leitun  gen 4 und mit dem     Ersatzflüssigkeitsbehäl-          ter    2 durch die Leitung 3 verbunden, an  deren Abzweigung 5 eine Druckanzeigevor-           richtung,    z. B. ein Manometer, angeschlossen  sein kann.  



  In der Zeichnung sind die Teile des  Steuermechanismus in der Lösestellung der  Bremsen, also in ihrer Ruhelage, dargestellt.  Der Steuerkolben 6 ist mit der     Dichtung    7  und mit der Kolbenstange 8 versehen, welch  letztere im Zylinder 1 durch eine Scheibe 9  geführt ist, die ebenfalls eine     Dichtung    10  aufweist. Der Kolben 6 wird von einem  Fusshebel oder dergleichen mittelst des  Schwinghebels 19 gesteuert. Zwischen den  Dichtungen 7 und 10 ist eine Ringkammer       lüa    gebildet, welche über die Bohrungen 10'  in ständiger Verbindung mit der Leitung 3  und dadurch mit dem Ersatzbehälter 2 steht.

    Die Kammer 7a vor dem Kolben 6 steht über  die Bohrung 7' ebenfalls mit der Leitung 3  in Verbindung, jedoch nur     in    der Ruhestel  lung des Kolbens, da die Bohrung 7' vom  Kolben abgedeckt wird, wenn dieser unter  Wirkung des Fusshebels oder dergleichen  nach vorn geht. Zwischen dem Boden des  Zylinders 1 und dem Kolben 6 ist die Gegen  feder 11 eingesetzt. Ventile sind am Zylin  der 1 nicht vorhanden. Der .     Schraubver-          schluss    12 dient lediglich dazu, bei erstmali  gem Füllen von Zylinder 1 und Leitungen 4  die Luft austreten zu lassen.  



  Die Leitung 3 mündet nicht unmittelbar  in den     Ersatzflüssigkeitsbehälter    2, sondern  in einen an dessen Boden angeordneten Pum  penzylinder 13. Er steht durch Bohrungen  13' in seiner     -Wandung,    welche die Ansaug  öffnungen der Pumpe darstellen, mit dem  Behälter 2 'in Verbindung. In den Zylinder  13 ist der Kolben 14 mit der Abdichtung  14a eingesetzt; dieser ist an der Kolben  stange 15 angeordnet, welche über den     Dek-          kel    des Behälters hinausgeführt und dort  zweckmässig     mit    einem Handgriff 15a ver  sehen ist. Der Kolben 14 steht unter der  Wirkung der Feder 16, welche bestrebt ist,  den Kolben derart nach unten zu drücken,  dass die Bohrungen 13' verschlossen sind.

   In  einer bestimmten Stellung des Kolbens 14  werden sie aber von den Bohrungen 14' in  der     Kolbenwandung    freigelegt, so dass eine    Verbindung zwischen dem Behälter 2 und  dem hinter dem Kolben 14 liegenden Teil  des Zylinders 13 -hergestellt wird. Der Kol  ben ist fernerhin mit einem     RückschlagVen-          til    17 versehen, das durch die Packung 18  abgedichtet wird und welches beim Saug  hub des Kolbens öffnet, beim Kompressions  hub hingegen schliesst.  



  Die Einfüllung der Flüssigkeit in die  Steuerung erfolgt dadurch, dass der Kolben  14 mittelst des Handgriffes 15a nach oben  gezogen wird. Bei dieser Bewegung wird die  Feder 16 gespannt und die Bohrungen 13'  werden von den Bohrungen 14' freigelegt;  die Flüssigkeit tritt vom Behälter 2 hinter  den Kolben 14 und bei weiterem Hochziehen  des Kolbens von dort durch die Bohrungen  14" über das währenddessen geöffnete Ven  til 17 in den vor dem Kolben befindlichen  Teil des Zylinders 13. Bei Loslassen der  Kolbenstange drückt die Feder 16 den Kol  ben nach unten, so dass das Ventil 17 schliesst  und die Flüssigkeit durch die Leitung 3 in  den Steuerzylinder 1 und in die anschliessen  den Leitungen gedrückt wird. Es werden  mitunter mehrere Kolbenhübe zur vollkom  menen Auffüllung des ganzen Leitungs  systems der Steuerung notwendig sein.

   Die  in ihm enthaltene Luft lässt man durch in  zwischen offen gehaltene Auslässe austreten.  Nach beendeter Füllung werden die     Luftaus-          lässe    verschlossen und dann wird der Kolben  14 der Pumpe noch     einmal    hochgezogen, so  dass bei seinem Loslassen die ganze Flüssig  keit unter den leichten Druck der Feder 16  gesetzt wird, welche den Kolben 14 mit sei  nen Bohrungen 14' unter das Niveau der  Bohrungen 13' drückt. Infolge des vor dem  Kolben 14 herrschenden Druckes bleibt das  Ventil 17 geschlossen. Wenn jetzt geringe  Verluste in den Leitungen und Zylindern  auftreten, so werden sie aus dem Flüssig  keitsvorrat ersetzt, der sich im Pumpenzylin  der 13 vor dem Ventil 17 befindet.  



  Wenn der Fusshebel niedergetreten wird,  drückt der Kolben 6 des Zylinders 1 die  Flüssigkeit aus der Kammer 7a in die zu  den Bremsen führenden Leitungen 4; die      Bohrung 7' wird abgedeckt, und es stellt  sich eine Druckdifferenz zwischen den Kam  mern 7a und     loa    mit stärkerem Druck in  der Kammer     7a    ein.  



  Wird der Bremshebel losgelassen, so geht  der Kolben 6 zurück; es bildet sich in der  Kammer 7a ein Unterdruck und die Flüssig  keit in der Kammer     loa,    welche unter der       \Wirkung    der Feder 16 des Pumpenkolbens  14 steht, tritt an der Dichtung 7 entlang in       rlie    Kammer 7a über, bevor in diese Kammer  die     Rückflussflüssigkeit    von den Bremsen       eintritt.    Am Ende des Hubes des Kolbens 6  wird die Bohrung 7' freigelegt, durch welche  die von den Bremsen kommende, nunmehr  überschüssige     Rückflussflüssigkeit    austreten  kann und das Gleichgewicht zwischen den  Kammern 7a und 10a wieder herstellt.  



  Diese Flüssigkeitsverschiebungen bewir  ken Druckschwankungen vor dem Kolben  14, denen sich dieser durch     Zusammendrük-          ken        bezw.    Ausdehnen der Feder 16 anpasst,  wobei die Flüssigkeit auf jeden Fall unter       Dru.ek    bleibt.  



  Infolge des Ersatzes verloren gegangener  Flüssigkeit in den Leitungen und Zylindern  durch Flüssigkeit aus dem Zylinder 13 tritt  ein Fallen des Pumpenkolbens 14 ein. Je  desmal, wenn der Wagenführer die Motor  haube öffnet, kann er sich also mit einem       Blick    über den Umfang der Verluste dadurch  überzeugen, dass er die Länge des über den  Behälter 2 hinausragenden Teils der Kolben  stange 15 betrachtet; es empfiehlt sich da  her, diese     Stange    mit einer Skaleneinteilung  zu versehen, welche ein genaues Ablesen ge  stattet. Wenn die Verluste nicht ungewöhn  lich sind, braucht der Kolben nur von Zeit    zu Zeit einmal     wieder    hochgezogen zu wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Flüssigkeitssteuerung für Kraftfahrzeug bremsen, die durch Druck auf einen Steuer kolben angezogen werden, dadurch gekenn zeichnet, dass die Flüssigkeit im Steuerzylin der (1) und in den von ihm zu den Brems zylindern führenden Leitungen (4) ständig, auch in der Ruhelage des Steuerkolbens, mit- telst einer 'auf einen Kolben (14) wirkenden Feder (16) unter Druck gehalten wird. UNTERANSPRÜUCHE: 1.
    Flüssigkeitssteuerung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der 'vor dem federbelasteten Kolben (14) lie gende Raum bei Ruhelage des Steuerkol bens mit dem vor diesem liegenden Raum (7a) und ständig mit einem am Steuer kolben vorgesehenen Ringraum (10a) für die Nachströmflüssigkeit in Verbindung steht. 2.
    Flüssigkeitssteuerung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der federbelastete Kolben (14) als von Hand betätigbarer Arbeitskolben einer Pumpe ausgebildet ist, welche Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter (2) dem Steuer zylinder (1) über eine Verbindungsleitung (3) zupumpen kann. 3. Flüssigkeitssteuerung nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine den Druck im Leitungssystem bei Ruhestel lung der Bremsen selbsttätig angebende Anzeigevorrichtung.
CH178928D 1933-10-23 1934-10-23 Flüssigkeitssteuerung für Kraftfahrzeugbremsen. CH178928A (de)

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