CH179097A - Verfahren zum Reinigen von Wasser. - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Wasser.

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CH179097A
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Montan-Und Industrialwe Starck
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Montan Und Industrialwerke Vor
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  \'erfahren zum Reinigen von Wasser.    Als schädliche Bestandteile des Wassers  wird hauptsächlich ein zu hoher Gehalt des  Wassers an     Keimen,    an Salzen des     Calciums,          Magnesiums,    Eisens,     Mangans    oder an freien       S-fLuren,    wie     Alineralsäuren,    insbesondere Koh  lensäure, angesehen.  



  Zur Beseitigung dieser schädlichen Be  standteile sind zahlreiche Verfahren in Vor  schlag gebracht worden, doch mangelt es  an einem allgemein anwendbaren Verfahren,  das alle diese Bestandteile     er-fasst.     



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zum Reinigen von Wasser,  das diese Lücke ausfüllt. Es wurde nämlich  gefunden, dass Wasser, das einzelne oder  alle der erwähnten schädlichen Wasserbe  standteile enthält, von diesen befreit werden  kann, wenn man dasselbe, erforderlichenfalls  nach vorherigem Zusatz von     keimtötenden     und oxydierenden Substanzen, über     stück-          förmiges,    wasserbeständiges     Calciumsulfit     fliessen lässt.

   Matt kann basisches oder neu-         trales        Calciumsulfit    verwenden und den ge  gebenenfalls verbliebenen Überschuss an Cal  ciumsulfit oder     Calciumhydro%yd    mittelst       Karbonaten    oder Phosphaten der Alkalien  ausfällen.  



  Das in Frage kommende     Calciumsulfit     muss in     stückiger,    wasserbeständiger Form  vorliegen, um dem durchfliessenden Wasser  keinen besonderen Widerstand zu bieten und  auch bei langem Gebrauch diesen Zustand  beizubehalten, ohne an Festigkeit oder Härte  einzubüssen. Um den erwähnten Bedingungen  zu entsprechen, muss es daher, je nach Ver  wendungszweck, entweder lediglich die Kom  ponente     CaS03    oder die beiden Komponenten       Ca0    und     CaS0s    enthalten, d. h. als neutra  les oder basisches Salz vorliegen, demnach  dem allgemeinen Schema       m0a0        #        nCaS0s     entsprechen.  



  Das Verfahren der     Erfindung    soll nach  stehend durch eine Reihe von Ausführungs-           beispielen    erläutert werden, die je nach Er  fordernis abzuändern sind, ohne dass hier  durch das Wesen der Erfindung berührt wird.  



  Das Wasser kann vor dem Überleiten  über das stückförmige     Calciumsulfit    mit einem  Klärmittel behandelt und die ausgeschiedenen  Niederschläge beseitigt werden.    <I>Beispiel</I>     .T          Beseitigung    der Keime.    Das zu sterilisierende Wasser wird, ge  gebenenfalls nach Behandlung mit Klärmit  teln, wie schwefelsaures Aluminium oder  Eisen, Aktivkohle und dergleichen, mit aus  reichenden Mengen eines keimtötenden Stof  fes, wie Chlor,     Hypochlorit,    Ozon, Wasser  stoffsuperoxyd versetzt, und nach entsprechen  der Einwirkungszeit über stückförmiges,  wasserbeständiges, basisches oder     neutrales          Calciumsulfit    geführt.

   Der noch vorhandene  Überschuss des keimtötenden Mittels, dessen  Wirkung auf der Bildung von     naszierendem     Sauerstoff beruht, wird nach dem Schema         CaS0a        +    0 =     CaS04       restlos entfernt.    <I>Beispiel 2:</I>  Beseitigung des Eisens und     Mangans       Das zu reinigende Wasser wird mit einem  Oxydationsmittel, wie Chlor;     Hypochlorit,     Ozon, Wasserstoffsuperoxyd versetzt, wodurch  das als     Ferroverbindung    gelöste Eisen in  das unlösliche     Eisenoxydhydrat    umgewandelt  wird.

   Zur     Abscheidung    des letzteren passiert  das Wasser ein Sandfilter und nachher einen  mit dem vorerwähnten stückförmigen, wasser  beständigen     Calciumsulfit    gefüllten Behälter,  wobei der Überschuss des Oxydationsmittels  restlos beseitigt wird. Bei dieser Behandlung  wird auch das Mangan aus dem Wasser  ausgeschieden.  



  <I>Beispiel 3</I>  Beseitigung des     Calciums    und     desto        agnesiums.     Das zu reinigende Wasser, das die Bi  karbonate oder Sulfate oder Chloride des       Calciums    und Magnesiums enthält, wird über  das erwähnte basische, stückförmige, wasser-    beständige     Calciumsulfit    mit möglichst hohem       CaO-Anteil    geführt.

   Hierdurch werden nach  dem Schema       CaO        -f-        Ca(HCO3)2    = 2     CaCOs        +        H20     die löslichen     Bikarbonate    des     Calciums    und  Magnesiums in die unlöslichen Karbonate       umgewandelt;    der Überschuss an gelösten  basischem     Calciumsulfit    und das als Sulfat  oder Chlorid im Wasser vorhandene     Calcium     und Magnesium wird durch     Alkalikarbonat     oder     -phosphat    gefällt.

   Die ausgefällten Salze  des     Calciums    und Magnesiums werden durch  Filtration beseitigt. Hierbei wird das Wasser  grösstenteils auch vom Eisen befreit.  



  <I>Beispiel</I>     .:     Beseitigung der freien Säure.  



  Das zu reinigende Wasser wird durch  einen mit dem erwähnten basischen     Calcium-          sulfit    gefüllten Behälter geschickt. Man regu  liert die     Durchlaufgeschwindigkeit    derart,  dass der gelöste Anteil an basischem Cal  ciumsulfit den     Alkalitätsgrad    vom     pH-Werte     über 7 bewirkt.  



  Die in den Beispielen angeführten Aus  führungsformen können sinngemäss auch  kombiniert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren. zum Reinigen von Wasser, da durch gekennzeichnet, dass man das Wasser über stückförmiges, wasserbeständiges Cal ciumsulfit fliessen lässt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Verwendung von basischem Calciumsulfit. 2. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Verwendung von neutralem Cal ciumsulfit. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser vor dem Überleiten über das stückförmige Calcium- sulfit mit einem Klärmittel behandelt wird und die ausgeschiedenen Niederschläge beseitigt werden. .4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet., dass als Klärmittel Aluminiumsulfat verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet; dass als Klärmittel Eisensulfat verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Klärmittel Aktivkohle verwendet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser vor dein Überleiten über das stückförmige Calcium- sulfit mit einem keimtötenden und oxy dierenden Mittel behandelt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass _das Wasser nach dem Überleiten über das stückförmige Calcium- sulfit zwecks Fällung der gelösten Cal ciumverbindungen mit Alkalikarbonat be handelt wird und die ausgeschiedenen Niederschläge beseitigt werden. 9.
    Verfahren nach Patentarisprucb, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser nach dem Überleiten über das stückförmige Calcium- sulfit zwecks Fällung der gelösten Cal ciumverbindungen mit Alkaliphospbat be handelt wird und die ausgeschiedenen Nie derschläge beseitigt werden.
CH179097D 1933-10-24 1934-10-22 Verfahren zum Reinigen von Wasser. CH179097A (de)

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