Voi#richtunzum Kopieren von Filmen. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kopieren von Filmen, bei welcher ein Negativfilm und ein Positivfilm gemeinsam durch ein Belichtungsfenster geleitet werden, und der Positivfilm bei seiner Bewegung durch die Kopiervorrichtung hindurch mit einer der Perforierung des Negativfilmes entsprechenden Perforierung versehen wird. Der Positivfilm wird dabei in Abhängigkeit von der Bewegung des Negativfilmes durch das Belichtungsfenster hindurchgeleitet.
Um durch Schrumpfungen des Materials ver ursachte ungenaue Deckungen des Rasters bei Linsenra.sterfilmen zu vermeiden, ist es bereits vorgeschlagen worden, .das Perforieren und Prägen des Rasters des Positivfilmes, sowie dessen Belichtung in einem Arbeits gang durchzuführen und das Perforieren und Prägen durch .den Negativfilm zu steuern.
Die Praxis hat gelehrt, dass bei diesem Verfahren, selbst wenn die zu einer Durch führung erforderlichen Vorrichtungen mit höchster Genauigkeit, das heisst unter Auf- wand hoher Kosten hergestellt worden sind, Spuren von Ungenauigkeiten beim Stanzen des Positivfilmes von Loch zu Loch mit un bedingter Sicherheit nicht vermieden werden können.
Der Zweck der Erfindung ist nun, diesen Nachteil zu beseitigen, und zwar dadurch., dass die Bewegung des Positivfilmes in bezug auf die Perforierstanze mittelst vom Nega tivfilm beeinflusster Steuerorgane gesteuert wird. Hierdurch kann mit Hilfe einfacher und daher unter Aufwand verhältnismässig geringer Kosten herzustellender Vorrichtun gen unbedingte Gewähr für ein genaues Stanzen des Positivfilmes von Loch zu Loch gewährleistet werden.
Auf den Zeichnungen sind vier Ausfüh rungsformen von Vorrichtungen gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt, und es ist: Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Kopiervorrichtung mit mechanisch arbeiten den Steuerorganen, Fig. 2 eine ähnliche Ansicht einer Kopier vorrichtung, bei welcher die Steuerorgane eine photoelektrische Zelle aufweisen, Fig. 3 eine Ansicht einer Kopiervorrich tung mit Reibtrommeln als Steuerorgane und Fig. 4 eine Ansicht einer Kopiervorrich tung mit Reibwalzen als Steuerorgane.
Bei der in Fig. 1 veranschaulichten Kopiervorrichtung wird der von einer Spule ablaufende perforierte Negativfilm 1 über synchron laufende Fördertrommeln 3 und 4 geleitet, die so angeordnet sind, dass, wenn infolge Schrumpfung des Filmes die Ab stände zwischen den einzelnen Perforier löchern ungleich werden, .die am stärksten geschrumpfte Filmstelle zwischen den beiden Trommeln geradlinig gespannt verläuft. Gegen den Film 1 stützt sich eine an einem Hebel 7 angebrachte Rolle 7a.
Die Feder 8 hat das Bestreben, die Rolle des drehbar ge- Iaerten Hebels 7 stets gegen den Film zu drücken. Wenn der Abstand von einem Loch des Filmes nach dem andern zum Beispiel um den Bruchteil eines Zehntelmillimeters sich vergrössert, wird der Film, wie durch die punktierte Linie angedeutet worden ist, durchgebogen. Die Durchbiegung ist um so grösser, je grösser die Lochabstände sind und verkleinert sich, wenn die Lochabstände wie der kleiner werden.
Der Positivfilm 12 wird über eine Laufrolle 2 geführt, durch die Stanze 28 hindurchgeleitet und mittelst von einer Kurbelscheibe angetriebenen Greifern 11 fortgeschaltet. Der die Druckrolle 7a tragende Hebel 7 ist durch eine Stange 9 mit einer gegen den Positivfilm 12 sich stützen den Rolle 10 verbunden. Wird der Negativ film 1 länger und entsteht demzufolge eine Ausbuchtung, so erhält auch der Positivfilm eine entsprechend kleinere Ausbuchtung, wie bei 29 angedeutet ist. Es wird dadurch die Filmlänge zwischen Greifer und Stanze ver ändert.
Die Zähne der Greifer 11 haben klei neren Durchmesser als die Perforationslöcher, so dass ein Greiferzahn, nachdem er in ein Loch eingreift, zuerst einen gewissen toten Gang ausführt. Hat sich bei 29 eine grössere Ausbuchtung gebildet, so nähern sieh die Perforationslöcher ein wenig der Rolle 10, und der tote Gang des Greifers wird ge ringer, und demzufolge wird der Film um einen grösseren Betrag fortgeschaltet, wo durch der Lochabstand ebenfalls grösser wird. An Stelle des Hebels 7 kann zur Änderung der Bahn des Positivfilmes auch eine für die Übereinstimmung beider Filme geeichte Kurve Verwendung finden.
Die Einrichtung nach Fig. 2 arbeitet im wesentlichen in der gleichen Weise wie die nach Fig. 1. Die Ausbuchtung des Positiv filmes 12 wird hier jedoch nicht auf mecha nischem Wege, sondern durch zwei Photo zellen 34 und 35 erreicht. An dem Hebel 7 ist hier eine mit einem Ausschnitt oder einer Aussparung versehene Blende 33 befestigt, hinter welcher eine ortsfeste Blende 32 mit zwei Aussparungen angeordnet ist. Wird der Lochabstand des Negativfilmes grösser, so bildet sich auch hier, wie bei dem oben be schriebenen Ausführungsbeispiel, eine Aus buchtung. Die an dem drehbar gelagerten Hebel 7 befestigte Blende 33 bewegt sich an der ortsfesten Blende 32 vorbei und deckt somit einen Teil der von den Belichtungs quellen 30, 31 kommenden Strahlen ab.
Die Lichtschwächung wird nun in elektrische Stromstösse umgewandelt, welche verstärkt auf die Elektromagneten 36 und 37 zur Ein wirkung kommen. Hierdurch wird der Ankerhebel 38, 39 nach der einen oder an dern Richtung angezogen, wodurch eine mehr oder weniger grosse Ausbuchtung des Positiv filmes 12 erreicht wird. Mit der Vergrösse rung der Ausbuchtung ändert sich auch hier die Filmlänge zwischen der Stange 28 und .dem Greifer 11, wodurch wiederum eine Änderung des Lochabstandes bedingt wird.
Eine weitere Möglichkeit besteht in -der Verwendung eines Differentialgetriebes. In diesem Falle laufen der Positivfilm und der Negativfilm über je eine Zahn- oder Förder- trommel. Bei gleichbleibendem Lochabstand zeigt das Planetenrad keine Veränderung, sobald jedoch eine geringe Differenz auftritt, entsteht eine Drehung, und diese wird dazu benutzt, den Weg zwischen der Stange und dem Greifer entsprechend zu verändern, zu dem Zwecke, dass beide Filme übereinstim mende Lochabstände erhalten.
Bei den Ausführungsformen nach Fig. 1 und 2 laufen die Filme über Fördertrommeln 13, Laufrollen 14, 15, 20, 21 in das Belich tungsfenster 22 hinein, unterhalb welchem die Kopierlampe 23 angeordnet ist, und wer den durch die Fördertrommel 24 fort geschaltet. Die Filme laufen schliesslich über eine Führungsrolle 25 nach Aufwickelspulen 26 bezw. 27.
Bei Verwendung mehrerer Belichtungs fenster ist es erforderlich, dass beide Filme stets die gleiche Deckung erhalten, weil sonst Kopierfehler und -Unschärfen sich er geben können. Um nun Gewähr dafür zu leisten, dass die Durchbrechungen beider Filme gegen die Zähne der Trommel 24 sich legen, wird jeder Film durch drehbar ge lagerte Hebel gespannt, die unter Wirkung von Federn 16 bezw. 17 stehen und Rollen 18 bezw. 19 tragen.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 3 werden der Negativfilm 41 und der Positivfilm 42 über Reibtrommeln 43 bezw. 44 geleitet. Auf den Wellen letzterer sind Zahnräder 45 bezw. 46 befestigt, die, ebenso wie die Trommeln 43 und 44, unter sich gleichen Durchmesser haben. Um die Reibtrommeln 43 und 44 herum sind elastische Bänder 47 bezw. 48 gespannt, welche über Führungsrollen 49, 50 und 51 bezw. 52, 53 und 54 laufen.
Wenn der Negativfilm 41 durch den Greifer 55, dessen Zähne kleineren Durch messer als die Lochungen der Filme haben, so dass infolge des hierdurch möglichen toten Ganges der Lochabstand vergrössert oder ver kleinert werden kann, über eine gewisse Strecke fortgeschaltet wird, wird, da die bei den Trommeln 43 und 44 durch die Zahn räder 45 und 46 gekuppelt sind, auch der Positivfilm 42 um genau die gleiche Strecke vorgeschaltet. Die Reibtrommeln 43 und 44 sind zweckmässig mit einer Vorrichtung aus gerüstet, um sie nach dem Fortschalten der Filme in der hierdurch bedingten Lage fest zustellen, bis durch die Stanze 56 der Positiv- film 42 durchlocht worden ist.
Die Filme 41, 42 gelangen alsdann zur Kopiervorrich tung 90 mit Belichtungsfenster 91, unter halb welchem die Kopierlampe 81 angeord net ist, und werden .durch eine Andrückvor- richtung 92 in gegenseitigem Kontakt gehal ten. Schliesslich werden die Filme über Rollen 59a, 60a den Aufwickelspulen 59 bezw. 60 zugeführt.
Gemäss Fig. 4 laufen von den Spulen 61 und 62 ein perforierter Negativfilm 63 und ein unperforierter Positivfilm 64 ab. Beide Filme werden gemeinsam durch Führungs rollen 65, 66 einer aus zwei umlaufenden DZessern bestehenden Schneidvorrichtung 67, 68 zugeführt, durch welche die Bänder der Filme 63 und 64 beschnitten werden, um zur Vermeidung seitlicher Unschärfen beim Kopieren Filme genau gleicher Breite zu er halten.
Der Positivfilm 64 wird alsdann durch einen Reibungsantrieb 69 einer zum Prägen eines Rasters dienenden Vorrichtung 70, 71 und einer die Perforation herstellen .den Stanze 72 zugeführt, während der Nega tivfilm 63 durch eine Fördertrommel 73 vor geschaltet wird. Beide Filme 63 und 64 laufen nach dem Prägen und Lochen des Positivfilmes 64 zusammen durch ein Paar um Zapfen 76a, 75a drehbare Reibwalzen 74, 75, welche aus Gummi oder sonstigem ge eignetem Baustoff bestehen. Die Walze 75 ist auf einem Schlitten 86 gelagert und kann mittelst der Druckschraube 87 gegen die Walze 74 gepresst werden.
Eine hinter den Walzen 74, 75 vorgesehene Greifervorrich- tung 76, 88, deren Zähne kleineren Durch messer als die Lochungen der Filme haben, so dass infolge des hierdurch möglichen toten Ganges der Lochabstand vergrössert oder ver kleinert werden kann, greift nacheinander in jedes Perforationsloch des Negativfilmes 63 ein, wodurch dieser stets um den Abstand zweier Perforationslöcher voneinander vor g o eschaltet wird. Infolge der vor der Greifer- vorrichtung 76,
88 auf beide Filme 63 und 64 wirkenden Walzen 74, 75 wird auch der Positivfilm 64 beim jedesmaligen Vorschub des Negativfilmes 63 um den gleichen Be- trag vorgeschaltet. Der Positivfilm 64 wird dabei über eine Führungsrolle 77 geleitet. Hinter der Greifervorrichtung 76 befinden sich ein Paar von Führungsrollen 78, 79, durch die beide Filme 63 und 64 wieder ver einigt werden, und ein oder mehrere durch Lampen 80 belichtete Kopierfenster 81. Die beiden Filme 63 und 64 laufen nach dem Kopieren über Rollen 82 bezw. 83 nach den Aufwickelspulen 84 bezw. 85.
An in der eben beschriebenen Weise be handelten Filmen vorgenommene Messungen haben ergeben, .dass beide Filme praktisch genau gleichen Lochabstand haben und die grösste Differenz nur 0,0002 mm betrug. Es wird infolgedessen auch unbedingte Schärfe in der Höhe des Filmbildes erreicht, und zwar auch dann noch, wenn beide Filme durch mehrere Belichtungsfenster hindurch laufen.
Hinter dem Belichtungsfenster 81 kann zweckmässig eine. Fördertrommel vorgesehen sein, um beide Filme 63 und 64 durch das Fenster hindurch zu ziehen.