CH179143A - Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittelst eines Federblattes. - Google Patents

Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittelst eines Federblattes.

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CH179143A
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Naamlooze Vennoot Maatschappij
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Bataafsche Petroleum
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  Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittelst eines Federblattes.    Es werden, insbesondere zur     Messung    der  Stärke des Schwerkraftfeldes,     vielfach        so-          genannte    elastische Pendel benutzt,     welche    ein  in der Mittellage im wesentlichen senkrech  tes elastisches Federblatt enthalten, dessen  eines Ende fest ist, während am andern Ende  mittelst eines Trägers     eine    schwere Masse  angeordnet ist, derart, dass das Ganze eine  schwingende Bewegung um eine scheinbare  Achse, ähnlich derjenigen eines Metronoms  um seine Drehachse erhalten kann.  



  Die Periode dieser Schwingungen ist  einerseits von den     ,elastischen    Eigenschaften  der Blattfeder, anderseits von der Schwer  kraftstärke an der     Messstelle    abhängig.  



  Wenn daher eine Messung an einer Stelle  vorgenommen wird, an .der die Schwerkraft  stärke genau bekannt ist, kann man die Vor  richtung eichen, dass heisst die     obengenannte     Abhängigkeit zahlenmässig     bestimmen,    wo  durch erreicht wird, dass die Schwerkraft an       irgend    einer Stelle -durch Messung der    Schwingungsperiode an .dieser Stelle be  stimmt werden kann.  



  Es ist selbstverständlich unbedingt er  forderlich,     .dass    die elastischen Eigenschaften  der     Blattfeder    bei jeder Messung die gleichen  sind, und deshalb benutzt man vorzugsweise  Federn, welche aus einem Block -einer als       "Elinvar"    bekannten     Eisen-Nickellegierung     mit praktisch von .der Temperatur unabhän  gigen, elastischen Eigenschaften herausgear  beitet sind.  



  Die vorliegende Erfindung des Herrn     Fer-          nand        Holweck,    Paris,     bezweckt    die Schaffung  eines     Pendelapparates    mit elastischer Unter  stützung des Pendels     mittelst    einer Blattfeder  der in bezug auf Handlichkeit, Schnelligkeit  und Genauigkeit ,der     Messungen    .den bekann  ten Apparaten dieser Art weitaus überlegen  ist.  



  Anhand der beiliegenden Zeichnung, wel  che ein     Ausführungsbeispiel    des Erfindungs  gegenstandes darstellt, wird die Erfindung      im folgenden näher     erläutert.    In den Zeich  nungen     stellen,dar:          Abb.    1     und    2 .den ,das Federblatt bilden  den Unterteil des Pendels in     Seiten-        bezw.     in Vorderansicht,       Abb.    3 das Pendel zusammen mit dem  Gestell,       Abb.    4 eine abgeänderte Anordnung der  Pendelmasse,       Abb.    5 und 6 den Klemmblock für das       untere    Ende des     Federteils;

            Abb.    7 bis 9 sind     Schemazeichnungen,    an  hand deren die     Einstellung,der        Mittelstellung     des beweglichen Teils     erläutert    werden soll;       Abb.    10 ist eine Zeichnung eines Einzel  teils in grösserem     Massstabe,    welche die Wir  kung des zur obigen Einstellung erforder  lichen     Keils    zeigt;       Abb.    11 stellt in Ansicht den Dreifuss zur  Unterstützung des Apparates dar;       Abb.    12     zeigt    in     Draufsicht,die    Tragplatte  dieses Dreifusses;

         Abb.    13 ist eine Draufsicht des Apparates  samt dem Sitz .der bedienenden Person;       Abb.    14 ist eine     Seitenansicht    des ganzen  Apparates;       Abb.    15 und 16 zeigen eine Vorrichtung  zum Aufhängendes Apparates in Drauf- und       Seitenansicht.     



  Das federnde Blatt des Pendels wird aus  einem Block eines Materials herausgearbeitet,  dessen     Elastizitätsmodul    sich möglichst wenig       mit    der Temperatur ändert,     zum    Beispiel wie  bei der als     "Elinvar"    bekannten Legierung.  



  Da dieses     Federblatt    genau bestimmte Ab  messungen aufweisen soll, und es     anderseits     erforderlich ist, dass der Kopf zum     Befestigen     des Pendelstabes an dem Blatt ebenso wie der  zum     Einklemmen    des Blattes dienende Fuss  aus     demselben    Material wie das Blatt her  gestellt sind, wird gemäss     Abb.    1 und 2 fol  gende Anordnung getroffen.  



  Aus dem     Stabe,    aus .dem die genannten  Elemente geformt werden, bildet man erst  den     aufgeschnittenen        Spannkopf    1, welcher  zur Aufnahme des Pendelstabes 2 bestimmt  ist, wobei ein Klemmring 3 das Zusammen  halten der.beiden Teile     bewirkt.    Dann bildet    man an dem Unterende des Kopfes und in  einer die Achse des Stabes     enthaltenden     Ebene     XX    eine Fläche, welche bei der     Be-          arbeitung    des Federblattes als Bezugsfläche  dient     und    weiter in einer mit     XX    parallelen  Ebene     YY    eine zweite Fläche;

   diese beiden  Flächen sind an das Unterende des Kopfes  angeschlossen     mittelst    Schultern     Ica,        1b,        wel-          ohe    zwischen sich einen     Höhenunterschied        la     aufweisen, derart, dass die dadurch entstan  dene Asymmetrie bewirkt, dass der Schwer  punkt .des schwingenden Teils des Federteils,  ungeachtet der Anwesenheit     des    Materials bei       4a    auf der einen Seite dieser Ebene, in die  Ebene     XX    zu liegen kommt.

   Das     elastische     Blatt 5 wird erhalten, indem man das zwi  schen den Ebenen     XX    und     YY    sieh befin  dende     Material    an .dem Stück     l    durch eine  genaue Bearbeitung     bis    auf die gewünschte  Dicke entfernt. Man kann die Nachgiebigkeit  dieses Blattes durch Anbringen einer Öff  nung     5a    von runder,     rechteckiger    oder jeder  andern geeigneten Form steigern.  



  Die Stange 2 des Pendels kann beispiels  weise aus geschmolzenem Quarz oder einem  andern geeigneten, den später angegebenen       Anforderungen        genügenden    Material herge  stellt sein. Bei     Verwendung    von Quarz oder  einem andern elektrisch isolierenden     Material     kann man dessen Oberfläche durch Beklei  dung     mit    Platin, Silber oder .dergleichen elek  trisch leitend machen. Diese Bekleidung hat  den Zweck, die Reibungselektrizität, welche       durch    .die die Bewegung des Pendels begren  zenden Anschläge auf den Pendel erzeugt  werden kann, zur Erde     abzuleiten.     



       Die    Stange 2 trägt     (Abb.    3) mehrere Me  tallmassen 6, 7, 8, welche gespalten sind und       mittelst    Schrauben     6a,   <I>7a, 8a</I>     festgehalten     werden. Eine     dieser    Massen kann     gleichzeitig     bei der Arretierung des Pendels benutzt wer  den, wie nachher beschrieben werden soll.  



  Welche     Temperaturdehnungseigenschaften     der Stange 2, sowie     welche        Art    der     Anbrin-          gung    der Massen     erforderlich    sind, ist ab  hängig vom     Temperaturelastizitätskoeffizien-          ten    des     Federblattes    5, welcher bei den ver  schiedenen Metallproben     einen    von Null ab-      weichenden positiven oder negativen Wert  haben kann. Wenn dieser Koeffizient null  oder negativ ist, wird man für die Stange 2  geschmolzenen Quarz benutzen.

   Wenn er null  ist, werden .die Massen,     wie    in     Abb.    3 ge  zeigt, angebracht. Wenn er negativ ist, kann  man die Anordnung gemäss     Abb.    4 wählen,       wobei    an dem Unterende eines Rohres     2'a     eine Masse 2'b eines Materials mit geeignetem       Temperaturdehnungskoeffizienten    vorgesehen  ist; das Rohr ist auf die Stange 2 geschoben  und an dieser mit seinem     obern    Ende auf  irgendeine Weise befestigt.  



  Wenn schliesslich der     Temperaturelastizi-          tätskoeffizient    positiv ist, wird man das  Quarz mit     Vorteil    durch ein vorzugsweise     un-          magnetisches    Material ersetzen, das einen       Ausdehnungskoeffizienten        besitzt,    welcher  wenigstens in erster Annäherung eine Kom  pensation des Temperaturkoeffizienten des  Pendels erreichen lässt. Man kann dazu bei  spielsweise Platin, rein oder legiert, in Form  eines dünnen Rohres anwenden.  



  Durch die vorstehend     beschriebenen    An  ordnungen erreicht man die     Eliminierung     einer wichtigen Fehlerquelle, da es     praktisch     unmöglich ist, für die Anfertigung des Fe  derblattes ein Material zu bekommen, dessen       Elastizitätseigenschaften    von der Temperatur  völlig unabhängig sind; selbst wenn man  zum Beispiel immer     "Elinvar"    benutzt, wer  den diese Eigenschaften von Versuch zu Ver  such in gewissem Grade von der Temperatur       beeinflusst.     



  Das Stück, aus dem das Federblatt her  ausgearbeitet worden ist, wird weiter noch  einer Wärmebehandlung unterworfen, um  das Material zu homogenisieren und mit der  Zeit auftretende Änderungen der elastischen  Eigenschaften zu verhindern. Diese Behand  lung ist im wesentlichen derjenigen, welcher  man die in Chronometern benutzten Spiral  federn     unterwirft,    gleich.  



  Der beschriebene bewegliche Teil     wird     von einem festen, sehr starren Gestell ge  tragen; dies dient dazu, das Unterende des  Federblattes durch Einklemmen des Teils 4b    zu befestigen, es soll weiter     die        Anbringung     des beweglichen Teils     unter    .Schonung des  Federblattes erleichtern und     die    genaue Be  obachtung der Pendelabweichungen, sowie  die Arretierung des beweglichen Teils wäh  rend des     Transportes    ermöglichen.  



  Zur     Arretiervorrichtung    gehören zwei  Tragstützen, welche die Lage der Achse des  Pendels im darauf gelagerten     Zustande    be  stimmen. Die Pendelachse schneidet in dieser  Stellung entweder die Auflageflächen, gegen  die die Feder geklemmt ist, über der Ein  klemmungsstelle oder sie ist zu diesen Flä  chen parallel. In letzterem Falle ist der Ab  stand zwischen beiden möglichst klein zu  wählen.  



  Das     Gestell        (Abb.    3) umfasst einen Stän  der 9, welcher zur Erreichung einer mög  lichst grossen Starrheit mit     Rippen    versehen  ist. An seinem Unterende bildet er     einen     Fuss 9a und an seinem     obern    Ende     einen    Gal  gen 9b.

   Die Enden des Fusses     9a    und des  Galgens 9b sind im Betrieb     mittelst    eines  zweiten Ständers 10 miteinander     verbunden-.     die     Befestigung        mittelst    Schrauben 11 oder  dergleichen gestattet nötigenfalls die Ent  fernung dieses Ständers 10; dabei entsteht  zwischen Fuss und Galgen ein freier Raum,  welcher eine leichte Auswechslung des be  weglichen Teils unter Anwendung aller  nötigen Vorsichtsmassnahmen zur Vermei  dung von Beschädigungen der Feder oder       Märke    zur     Beobachtung    der Pendelbewegun  gen ermöglicht.  



  In dem dargestellten     Ausführungsbeispiel     wird diese Marke durch einen an dem     obern     Stangenende     befestigten    äusserst dünnen  Quarzfaden     1'2    gebildet, welcher mit einer  festen Marke, die von einer von dem Galgen  9b getragenen Spitze 13 gebildet     wird,    zu  sammenarbeitet. Die beiden Marken sollen  im Ruhezustand des beweglichen Teils     zu-          fammenfallen.     



  Die     Verbindung        zwischen    dem beweg  lichen Teil und dem Gestell erfolgt durch  eine Einklemmung des Teils 4b zwischen  einer vertikalen Anlagefläche 9c des Stän  ders 9 und     einem.    Block 14, der gegen diese           I@läche    gedrückt     wird        mittelst    Schrauben 15.

    Dieser Block ist mit zwei Seitenflanschen  14a versehen, welche die zugehörigen Seiten  flächen des Ständers 9 genau umfassen, da  mit die einzig mögliche Bewegung des     Blok-          kes    mit Rücksicht auf das     Gestell    ein Glei  ten der Flanschen über ihre Anlageflächen  ist und eine für den Teil 4b unerwünschte  Drehbeanspruchung vermieden wird.  



  Für die     Einstellung    des Ruhezustandes  des beweglichen Teils wird wie folgt vorge  gangen:  Man weiss, dass die Schwingungsperiode  eines     derartigen        elastischen    Pendels sich mit  der Neigung des Gestelles ändert. Die Ge  setzmässigkeit dieser Änderung kann mit  Hilfe einer Kurve     Cl        (Äbb.   <B>7</B>), in Polar  koordinaten dargestellt werden.

   Diese     Kurve     gibt von einem Pol O aus den Wert P dieser  Periode für die verschiedenen     Werte    des  Winkeis i an, welcher zwischen der Ruhelage  des beweglichen Teils und einer in bezug auf  das Gestell festen Ursprungsrichtung gebildet  wird, zum Beispiel mit der durch die Marke  13 angegebenen Richtung A.  



  Wird nun der Apparat ohne besondere  Massnahmen derart eingestellt, dass die Mar  ken 12 und 13 im Ruhezustand des Pendels  zusammenfallen, zum Beispiel     wenn,das    Ge  stell mittelst Stellschrauben in vertikale Lage  gebracht ist, so hat die Kurve eine Lage Cl  und ihr Höchstwert     M    - liegt in einer von  A abweichenden Richtung D, so dass die Nei  gung der Kurve im     Schnittpunkt    mit der  Richtung A eine ganz erhebliche ist.  



  Es folgt daraus,     dass    eine sehr geringe  Abweichung des Gestelles von der Vertikalen  und demzufolge des beweglichen Teils. im  Ruhezustand von A, einen sehr grossen stö  renden Einfluss auf den Wert der     Schwin-          gungsperiode    des Pendels ausübt, wodurch  der Anlass zu grossen Fehlern gegeben ist. Bei  der sehr grossen Empfindlichkeit des Appa  rates sind dergleichen Abweichungen jedoch  unvermeidlich.  



  Die nachteiligen Folgen einer solchen Ab  weichung von der Vertikalen werden nun ver  mieden durch Mittel, welche es ermöglichen,    D und A zusammenfallen zu lassen; unter  diesen Umständen werden die Änderungen  der     iSchwingungsperiode    nach der einen und  der andern Seite dieser Richtung bedeutend  herabgesetzt und sind     praktisch    ohne Bedeu  tung.

   Zur Erreichung dieses Ziels besitzt der       gezeichnete    Apparat     Mittel    zur Regelung von  zwei Parametern des Apparates, und zwar  einerseits solche,     mittelst    welchen     bewirkt     werden kann, dass bei     bestimmter    Stellung  des     Gestelles    D und A zusammenfallen, an  derseits solche; welche bewirken, dass diese  Stellung diejenige ist, bei der A vertikal ist.  



  Die erste Regelung wird beim gezeich  neten Beispiel durch Zwischenfügung eines  Keils 16 zwischen dem Teil 4b des beweg  lichen Teils und einer seiner Anlageflächen       bewirkt,    wodurch, wie in     Abb.    10 stark ver  grössert dargestellt ist, dem Federblatt eine  Abbiegung verliehen wird und seine Stellung  im Ruhezustand sich ändert.  



  -Die Anlagefläche des Klemmblockes 14  enthält eine Aushöhlung 14b, wodurch die  Notwendigkeit einer     sorgfältigen    Bearbeitung  wegfällt, und die     Klemmung    des beweglichen  Teils in zwei Punkten, nämlich gegen den  Keil 16 und gegen den Fuss der Anlagefläche  <B>9e,</B> gewährleistet ist.  



  Man ändert in dieser Weise die Lage  der Kennlinie der Schwingungsperioden in  bezug auf das Gestell und findet für eine  bestimmte Dicke des Keils 16 eine     Stellung     des     Gestelles,    in der D und A zusammen  fallen und wobei die Kennlinie eine Lage     C,     hat     (Abb.    8).  



  Wenn diese erste Regelung ausgeführt  worden ist, bringt man die gemeinsame Rich  tung     D-A    schliesslich wieder in die Verti  kale zurück. Es genügt dabei, die     iSchwing-          massen    derart zu ändern, dass .der bewegliche  Teil im Ruhezustand in bezug auf das Ge  stell sich verschiebt und zum Zusammen  fallen mit A -gebracht wird, wenn das Ge  stell so gestellt wird, dass die Richtung     L\     vertikal ist.

   Dann hat man die     gewünschte          Einstellurig,    wie in     Abb.    9     dargestellt,    er  reicht, bei welcher die Kennlinie     C,    sym  metrisch liegt in bezug auf die Vertikale           A-D,    und in ihrem Schnittpunkt mit dieser  Vertikalen eine     wagrechte    Berührungslinie  aufweist, wodurch von Ungenauigkeiten bei  der Aufstellung des     Apparates    herrührende  Fehlerursachen auf ein Mindestmass herab  gesetzt sind.  



  Die Änderung der Schwingmassen er  reicht man. indem auf eine oder mehrere der  selben, entweder nur auf einer in der 'Schwin  gungsebene liegenden Seite oder auf beiden       Seiten,    kleine, mit Gewinde versehene Stan  gen 17 angeordnet werden, auf die     Hilfs-          inassen    18 aufgeschraubt sind, die gestatten,  dem auf den beweglichen Teil wirkenden  Drehmoment genau den     gewünschten    Wert zu  erteilen.  



  Die Änderung kann auch durch die Ver  wendung von einer oder mehreren Schwing  massen herbeigeführt werden, welche aus  zwei Metallen verschiedenen spezifischen Ge  wichtes hergestellt sind, wobei die Tren  nungsebene     zwischen    den beiden Metallen  durch die Achse der Stange 2 geht.  



  Damit die Temperatur des     elastischen     Blattes 5 sehr genau durch Ablesen eines  (nicht dargestellten)     Thermometers    bestimmt  werden kann, befindet sich das elastische  Blatt     hinter    einer Verlängerung 14e des  Klemmblockes 14.  



  Die oben beschriebene Vorrichtung ist  in einem Glasrohr 19 eingeschlossen, in dem  ein sehr hohes Vakuum herrscht, um die  Schwingungsdämpfung durch die Luft zu  vermeiden. Zu .diesem Zwecke sind auch die       verschiedenen    Teile sorgfältig entölt, um die  Anwesenheit von     Öldämpfen    im Innern des  Rohres 19 zu verhindern.  



  Das Ganze ist auf einer     Fussplatte    20 be  festigt, welche     mittelst    .Stellschrauben 2.1 auf  einer dreieckigen     Tragplatte    22 ruht.  



  Der Apparat enthält ferner eine Vorrich  tung, um während des Transportes den be  weglichen Teil arretieren und das Federblatt  5 vor jeder Beanspruchung schützen zu kön  nen. Diese Vorrichtung umfasst zwei     V-för-          mige    Anlageflächen 23, 24, gegen ,die der  Klemmring 3     bezw.    die Schwingmasse 8 beim    Transport     mittelst    der     Federblätter    25, 26  gepresst werden.  



  Das Tragstück 23 ist an dem untern Ende  einer Stange 27, welche mit ihrem obern  Ende     '27a    an dem Ständer 9 befestigt ist, an  geordnet. Das Metall, aus dem diese Stange  hergestellt ist, ist derart gewählt,     daB    seine       Wärmeausdehnung    den Dehnungsunterschied       zwischen    dem beweglichen Teil und dem  Ständer 9 völlig ausgleicht, so dass bei jeder  Temperatur keine relative Verschiebung zwi  schen dem Tragstück 23 - und dem Ring 3       auftritt;

      in der     Transportstellung    presst das  Federblatt 25 den Ring 3 kräftig auf seinen  Träger, und überdies wird ein 'Gleiten der  beiden Teile durch eine     Aufrauhung    oder  Riffelung des Ringes 3 verhindert.     Durch     diese Anordnung     wird    das Federblatt 5 kräf  tig festgehalten, während es sich doch unter  Einfluss von Temperaturänderungen frei deh  nen kann.  



  Die     'Stützflächen    der Masse 8 und ihres  Trägers 24 können sich dagegen unter Ein  fluss der     Temperaturänderungen    frei aufein  ander verschieben, um jeder Beanspruchung  in Längsrichtung des beweglichen     Teils    vor  zubeugen. Das Federblatt 26     presst    die Masse  8 auf ihren Träger mit einer Kraft, welche  eben ausreicht, um einem Abheben vorzubeu  gen, ohne jedoch eine relative Verschiebung  zu hindern.  



  Die beiden     Blätter    25 und 26 sind auf  einem gemeinschaftlichen Träger 27b, wel  cher sich um eine vom Ständer 10 .getragene  Achse<B>27b'</B> drehen kann, angeordnet; dieser  Träger 27b wird von einem Gestänge 28 be  tätigt, welches durch eine von der Membran  29 gebildete Abdichtung aus dem Gehäuse  herausgeführt und durch eine nicht darge  stellte Vorrichtung von aussen her zum Ruf  pressen oder     Abheben    der Federblätter 25,  26 bedient werden kann.  



  Die Anordnung der Anlagefläche 9c und  der Stützen 23 und 24 ist derart, dass der be  wegliche Teil, wenn er für den     Transport     arretiert ist, keiner einzigen, eine Deformie  rung herbeiführenden Drehbeanspruchung  unterliegt. Jede Verschiebung dieser Ele-           mente    in bezug aufeinander wird durch die  sehr erhebliche Starrheit des -Gestelles 9 ver  hindert, ebenso ist durch diese Starrheit einer       Versclhiebung    der Marke 13 vorgebeugt.  



  Durch Entfernung des Ständers 10 wird  zu gleicher Zeit die     Arretiervorrichtung    ent  fernt, wobei letztere völlig zugänglich     wird.     



  Das von den Teilen 9 und 10 gebildete  Gestell kann durch zwei metallische     Plätten     geschlossen werden, wodurch eine     gleich-          a        'b,     mässige     Temperatur    innerhalb des in dieser  Weise gebildeten Kastens gewährleistet wird.  Beobachtungslöcher können den Marken 12,  13' und den Unterstützungsflächen 23, 24 ge  genüber angeordnet sein.  



  Für den Transport wird der Apparat von  einem metallischen Schutzmantel 30, welcher,  wie aus     Abb.    11 ersichtlich, das Glasrohr 19  bedeckt, umgeben. In dieser Abbildung er  kennt man weiter seitlich vom     Mantel    30 eine  Hülse 31, welche eine     Beleuchtungsvorrich-          tung    enthält, sowie eine andere     Hülse    32.  welche eine Linse zur     Beobachtung    der Mar  ken 12, 13 enthält.  



       Im.    Betriebszustand wird der Apparat  durch einen Dreifuss getragen, welcher     drei-          eckförrnige        Füsse    besitzt. Diese Füsse besit  zen je zwei profilierte Streben 33, und be  stehen aus einem Material mit praktisch  keiner     Wärmedehnung,    zum- Beispiel aus der  als "Innar" bekannten Legierung.

   Diese Aus  führung der Füsse hat zur Folge,     dass    Ver  stellungen .des Apparates auf     Grund    unglei  cher Erwärmung der Füsse des Dreifusses     ver-          mieden    werden; durch die äusserst grosse  Empfindlichkeit des     Apparates    würde ein       Temperaturunterschied    von nur einem Teil  eines Grades C     zwischen    zweien der Füsse,  wenn diese aus einem Metall mit einem gro  ssen     Wärmedehnungskoeffizienten    hergestellt  wären, schon genügen, um eine grosse     Mess-          fehler    herbeiführende Verstellung zu ver  ursachen.  



  An dem obern Ende sind die beiden Stre  ben 33 jedes Fusses durch eine Zwischen  stange 34 verbunden. Das     untere    Ende des  Fusses trägt ein Kugelgelenk 35, das     mittelst          einer    durch eine Schraube 38     befestigten       Klemme 37 mit einem in die Erde zu     stek-          kenden    Pflock 36     verbunden    ist.  



  Die Tragplatte 22 des Apparates     (Fig.    12)  zeigt eine     Dreieckform.    Jede Seite des Drei  eckes besitzt an den Enden zwei     seitliche    An  sätze, während jede     Zwischenstange    34 des  Dreifusses an dem einen Ende eine Schraube  mit     Mutter    34a und an dem andern Ende eine       Gegenspitze    34b besitzt.

   Die Verbindung     zwi-          schen    der     Tragplatte    22 und dem     Dreifuss     wird dadurch gestellt, dass die Ansätze 22a  an jeder     Seite    der ersteren zwischen die  Schraube 34a und die Gegenspitze 34b des  zugehörigen Elementes des letzteren einge  klemmt werden.  



  Es ist weiter erforderlich, dass das Ge  wicht .der bedienenden Person während der       Beobachtungen    nicht in der Nähe des Appa  rates auf .den Boden drückt; dieses Gewicht  und die .dadurch     verursachte        Boden.defurma-          tion    würden schon genügen,     eine    Verstellung  des     Apparates    und Fälschung der     Messergeb-          nisse    zu     bewirken.    Zur Vermeidung dieses  Übels ist ein Sitz für den     Beobachter    vor  gesehen,

   welcher ihm die bequeme Beobach  tung des Apparates     gestattet    und sein Ge  wicht genügend weit von diesem Apparat auf  den Boden überträgt, zum Beispiel in einer       Entfernung    mehr als 1 m von jedem  Pflock 36.  



  Dieser Träger     (Abb.    13, 14) besteht aus  einem Balken 39, welcher erforderlichenfalls  aus zwei gelenkig verbundenen, symme  trischen Hälften besteht oder auf andere den  Transport erleichternde Weise ausgebildet  sein kann. Der Balken 39 ruht an den Enden  mittelst der Pflöcke     40a,    40b auf dem Boden.  In dem     Mittelteil    ist ein     zweiter,    .dreieckiger  Balken 41 vorgesehen, der sich     mittelst    eines       dritten        Pflockes    40c auf den Boden stützt.  



  Das Dreieck der     Fusspflöcke    36 des     Mess-          apparates    liegt im Dreieck der Pfähle     40a,     40b,     40e,    welches ausreichende     Abmessungen     hat, dass verhindert wird,     dass    die vom     Ge-          wicht    :des Beobachters     herrührende    Boden  deformation einen merkbaren Einfluss auf die       Fusspflöcke    36 ausübt:

   -           Der    Sitz des Beobachters wird von einem  Sattel 42 an der Vereinigungsstelle der Bal  ken 39, 41 gebildet, während der Balken 41  eine Stange 43 zur Unterstützung .der Füsse  trägt.  



  Schliesslich ist auf     dieser    Unterstützung  ein Schirm angeordnet, um den Apparat  gegen Verstellung     .durch    .den Wind, ungleiche  Erwärmung der verschiedenen Elemente  durch die Sonne, usw. zu     sohützen.    Dieser       Schirm    hat die Gestalt eines teils zylindri  schen, teils     kegeligen        3Tantels    44, welcher auf  dem Balken 41 aufgestellt ist und den Ap  parat, sowie dessen Dreifuss umgibt.  



  Die     Abb.    15 und 16 stellen eine Vorrich  tung zum Aufhängen des Apparates, zum  Beispiel während .des     Transportes    in einem  Kraftwagen, dar. Das Pedal ist in einem  Kasten verschlossen, der an acht     Ösen    auf  gehängt ist, von denen vier (46) an der Decke  und die     vier    andern (47) am Fussboden be  festigt sind. Vier elastische Bänder 48 ver  binden die obern Ösen 46 mit vier weiteren  Ösen 49 am Kasten und an .der Unterseite sind  in derselben Weise vier elastische Bänder zwi  schen den     ,Ösen    47 und den Ösen 51 gespannt,  wobei die Richtung der Bänder .derart ge  wählt ist, dass sie eine elastische Verspan  nung bilden, welche die Stösse .des Wagens  aufzunehmen vermag.  



  Weiter sind am Kasten Ringe 42 be  festigt, durch welche nicht dehnbare Bänder  53 hindurchgehen, welche Bänder zwischen  den Ösen 46 und 47 gespannt sind und in  -der Nähe der Ösen 47 einen elastischen Teil       53a    besitzen,     mittelst        dessen    sie die     erforder-          liehe    Spannung erhalten. Die Reibung der  Bänder 53 in .den Ringen 52     bewirkt    eine  Dämpfung der von der Elastizität der übrigen  Bänder hervorgerufenen Bewegungen.  



  Auf diese Weise wird der Kasten in  einer Lage festgehalten, in welcher der be  wegliche Teil des Pendels     wagrecht    auf den  Stützen 23, 24 aufliegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Pendelapparat mit elastischer Unterstüt zung des Pendels mittelst eines Federblattes, dadurch .gekennzeichnet, däss dieses Feder blatt zusammen mit einem Einklemmungsfuss und einem Klemmkopf für die Pendelstange einen einzigen Körper bildet, .dessen beweg licher Teil seinen Schwerpunkt in der Ebene des Federblattes hat, wobei in der Gebrauchs stellung des Pendelapparates dieses Feder blatt derart gestellt ist,
    dass die Pendelachse im Ruhezustand praktisch vertikal steht und .der Höchstwert der polaren Kennlinie .der Schwi äg-tzngsperioden in Abhängigkeit von der Stellung des Apparates mit dieser Verti kalen zusammenfällt, und dass die Pendel stange, sowie die Schwingungsmassen einen solchen Ausdehnungskoeffizienten besitzen und derart angeordnet sind, .dass dadurch der Einfluss des Temperäturelastizitäts- koeffizienten des Federblattes praktisch aus geglichen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Pendelapparat nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass besondere Mit tel zur Regelung zweier Parameter des Ap-, parates vorgesehen sind, mittelst welchen einerseits bewirkt werden kann, dass bei einer bestimmten Stellung des Apparates die Pendelachse im Ruhezustand mit einer festen Marke des Apparates, sowie mit dem Höchstwert der Perio-denkennlinie zu sammenfällt, und anderseits, dass diese Stellung diejenige ist, bei .der .das Pendel im Ruhezustand praktisch senkrecht steht. 2.
    Pendelapparat nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Regelung der Parameter in einem an der Einklemmungsstelle des Federblattes an zubringenden Mittel zum Abbiegen .des Federblattes, sowie aus auf der Pendel stange anzuordnenden asymmetrischen Hilfsmassen bestehen. 3.
    Pendelapparat nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass der bewegliche Teil mittelst einer Arretiervorrichtung auf zwei Stützen gelagert werden kann, von welchen Stützen die eine in -der Nähe des Klemmkopfes für die Pendelstange auf einer Vorrichtung zur Ausgleichung. von Temperaturdehnungsunterschieden zwi- -schen Pendelstange und Gestell angeordnet ist und zur starren glemmung dient, wäh rend .die andere ein Gleiten der Pendel stange erlaubt.
    .l. Pendelapparat nach Patentanspruch, da durch gekennzeiehnet, .dass das Pendel auf einem Ständer angeordnet ist, dessen Stre ben aus einem Material mit praktisch keinem Temperaturdehnungskoeffizienten bestehen. 5. Pendelapparat nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen den Apparat um gebenden Schirm, der zusammen mit dem Sitz des Beobachters auf einem sich in be- stimmter Entfernung vom eigentlichen Messinstrument auf den Boden stützenden Tragrahmen angeordnet ist.
CH179143D 1933-10-12 1934-09-26 Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittelst eines Federblattes. CH179143A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937309C (de) * 1952-02-05 1956-01-05 Askania Werke Ag Magnetometer, insbesondere zur Bestimmung erdmagnetischer Daten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE937309C (de) * 1952-02-05 1956-01-05 Askania Werke Ag Magnetometer, insbesondere zur Bestimmung erdmagnetischer Daten

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