Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittelst eines Federblattes. Es werden, insbesondere zur Messung der Stärke des Schwerkraftfeldes, vielfach so- genannte elastische Pendel benutzt, welche ein in der Mittellage im wesentlichen senkrech tes elastisches Federblatt enthalten, dessen eines Ende fest ist, während am andern Ende mittelst eines Trägers eine schwere Masse angeordnet ist, derart, dass das Ganze eine schwingende Bewegung um eine scheinbare Achse, ähnlich derjenigen eines Metronoms um seine Drehachse erhalten kann.
Die Periode dieser Schwingungen ist einerseits von den ,elastischen Eigenschaften der Blattfeder, anderseits von der Schwer kraftstärke an der Messstelle abhängig.
Wenn daher eine Messung an einer Stelle vorgenommen wird, an .der die Schwerkraft stärke genau bekannt ist, kann man die Vor richtung eichen, dass heisst die obengenannte Abhängigkeit zahlenmässig bestimmen, wo durch erreicht wird, dass die Schwerkraft an irgend einer Stelle -durch Messung der Schwingungsperiode an .dieser Stelle be stimmt werden kann.
Es ist selbstverständlich unbedingt er forderlich, .dass die elastischen Eigenschaften der Blattfeder bei jeder Messung die gleichen sind, und deshalb benutzt man vorzugsweise Federn, welche aus einem Block -einer als "Elinvar" bekannten Eisen-Nickellegierung mit praktisch von .der Temperatur unabhän gigen, elastischen Eigenschaften herausgear beitet sind.
Die vorliegende Erfindung des Herrn Fer- nand Holweck, Paris, bezweckt die Schaffung eines Pendelapparates mit elastischer Unter stützung des Pendels mittelst einer Blattfeder der in bezug auf Handlichkeit, Schnelligkeit und Genauigkeit ,der Messungen .den bekann ten Apparaten dieser Art weitaus überlegen ist.
Anhand der beiliegenden Zeichnung, wel che ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes darstellt, wird die Erfindung im folgenden näher erläutert. In den Zeich nungen stellen,dar: Abb. 1 und 2 .den ,das Federblatt bilden den Unterteil des Pendels in Seiten- bezw. in Vorderansicht, Abb. 3 das Pendel zusammen mit dem Gestell, Abb. 4 eine abgeänderte Anordnung der Pendelmasse, Abb. 5 und 6 den Klemmblock für das untere Ende des Federteils;
Abb. 7 bis 9 sind Schemazeichnungen, an hand deren die Einstellung,der Mittelstellung des beweglichen Teils erläutert werden soll; Abb. 10 ist eine Zeichnung eines Einzel teils in grösserem Massstabe, welche die Wir kung des zur obigen Einstellung erforder lichen Keils zeigt; Abb. 11 stellt in Ansicht den Dreifuss zur Unterstützung des Apparates dar; Abb. 12 zeigt in Draufsicht,die Tragplatte dieses Dreifusses;
Abb. 13 ist eine Draufsicht des Apparates samt dem Sitz .der bedienenden Person; Abb. 14 ist eine Seitenansicht des ganzen Apparates; Abb. 15 und 16 zeigen eine Vorrichtung zum Aufhängendes Apparates in Drauf- und Seitenansicht.
Das federnde Blatt des Pendels wird aus einem Block eines Materials herausgearbeitet, dessen Elastizitätsmodul sich möglichst wenig mit der Temperatur ändert, zum Beispiel wie bei der als "Elinvar" bekannten Legierung.
Da dieses Federblatt genau bestimmte Ab messungen aufweisen soll, und es anderseits erforderlich ist, dass der Kopf zum Befestigen des Pendelstabes an dem Blatt ebenso wie der zum Einklemmen des Blattes dienende Fuss aus demselben Material wie das Blatt her gestellt sind, wird gemäss Abb. 1 und 2 fol gende Anordnung getroffen.
Aus dem Stabe, aus .dem die genannten Elemente geformt werden, bildet man erst den aufgeschnittenen Spannkopf 1, welcher zur Aufnahme des Pendelstabes 2 bestimmt ist, wobei ein Klemmring 3 das Zusammen halten der.beiden Teile bewirkt. Dann bildet man an dem Unterende des Kopfes und in einer die Achse des Stabes enthaltenden Ebene XX eine Fläche, welche bei der Be- arbeitung des Federblattes als Bezugsfläche dient und weiter in einer mit XX parallelen Ebene YY eine zweite Fläche;
diese beiden Flächen sind an das Unterende des Kopfes angeschlossen mittelst Schultern Ica, 1b, wel- ohe zwischen sich einen Höhenunterschied la aufweisen, derart, dass die dadurch entstan dene Asymmetrie bewirkt, dass der Schwer punkt .des schwingenden Teils des Federteils, ungeachtet der Anwesenheit des Materials bei 4a auf der einen Seite dieser Ebene, in die Ebene XX zu liegen kommt.
Das elastische Blatt 5 wird erhalten, indem man das zwi schen den Ebenen XX und YY sieh befin dende Material an .dem Stück l durch eine genaue Bearbeitung bis auf die gewünschte Dicke entfernt. Man kann die Nachgiebigkeit dieses Blattes durch Anbringen einer Öff nung 5a von runder, rechteckiger oder jeder andern geeigneten Form steigern.
Die Stange 2 des Pendels kann beispiels weise aus geschmolzenem Quarz oder einem andern geeigneten, den später angegebenen Anforderungen genügenden Material herge stellt sein. Bei Verwendung von Quarz oder einem andern elektrisch isolierenden Material kann man dessen Oberfläche durch Beklei dung mit Platin, Silber oder .dergleichen elek trisch leitend machen. Diese Bekleidung hat den Zweck, die Reibungselektrizität, welche durch .die die Bewegung des Pendels begren zenden Anschläge auf den Pendel erzeugt werden kann, zur Erde abzuleiten.
Die Stange 2 trägt (Abb. 3) mehrere Me tallmassen 6, 7, 8, welche gespalten sind und mittelst Schrauben 6a, <I>7a, 8a</I> festgehalten werden. Eine dieser Massen kann gleichzeitig bei der Arretierung des Pendels benutzt wer den, wie nachher beschrieben werden soll.
Welche Temperaturdehnungseigenschaften der Stange 2, sowie welche Art der Anbrin- gung der Massen erforderlich sind, ist ab hängig vom Temperaturelastizitätskoeffizien- ten des Federblattes 5, welcher bei den ver schiedenen Metallproben einen von Null ab- weichenden positiven oder negativen Wert haben kann. Wenn dieser Koeffizient null oder negativ ist, wird man für die Stange 2 geschmolzenen Quarz benutzen.
Wenn er null ist, werden .die Massen, wie in Abb. 3 ge zeigt, angebracht. Wenn er negativ ist, kann man die Anordnung gemäss Abb. 4 wählen, wobei an dem Unterende eines Rohres 2'a eine Masse 2'b eines Materials mit geeignetem Temperaturdehnungskoeffizienten vorgesehen ist; das Rohr ist auf die Stange 2 geschoben und an dieser mit seinem obern Ende auf irgendeine Weise befestigt.
Wenn schliesslich der Temperaturelastizi- tätskoeffizient positiv ist, wird man das Quarz mit Vorteil durch ein vorzugsweise un- magnetisches Material ersetzen, das einen Ausdehnungskoeffizienten besitzt, welcher wenigstens in erster Annäherung eine Kom pensation des Temperaturkoeffizienten des Pendels erreichen lässt. Man kann dazu bei spielsweise Platin, rein oder legiert, in Form eines dünnen Rohres anwenden.
Durch die vorstehend beschriebenen An ordnungen erreicht man die Eliminierung einer wichtigen Fehlerquelle, da es praktisch unmöglich ist, für die Anfertigung des Fe derblattes ein Material zu bekommen, dessen Elastizitätseigenschaften von der Temperatur völlig unabhängig sind; selbst wenn man zum Beispiel immer "Elinvar" benutzt, wer den diese Eigenschaften von Versuch zu Ver such in gewissem Grade von der Temperatur beeinflusst.
Das Stück, aus dem das Federblatt her ausgearbeitet worden ist, wird weiter noch einer Wärmebehandlung unterworfen, um das Material zu homogenisieren und mit der Zeit auftretende Änderungen der elastischen Eigenschaften zu verhindern. Diese Behand lung ist im wesentlichen derjenigen, welcher man die in Chronometern benutzten Spiral federn unterwirft, gleich.
Der beschriebene bewegliche Teil wird von einem festen, sehr starren Gestell ge tragen; dies dient dazu, das Unterende des Federblattes durch Einklemmen des Teils 4b zu befestigen, es soll weiter die Anbringung des beweglichen Teils unter .Schonung des Federblattes erleichtern und die genaue Be obachtung der Pendelabweichungen, sowie die Arretierung des beweglichen Teils wäh rend des Transportes ermöglichen.
Zur Arretiervorrichtung gehören zwei Tragstützen, welche die Lage der Achse des Pendels im darauf gelagerten Zustande be stimmen. Die Pendelachse schneidet in dieser Stellung entweder die Auflageflächen, gegen die die Feder geklemmt ist, über der Ein klemmungsstelle oder sie ist zu diesen Flä chen parallel. In letzterem Falle ist der Ab stand zwischen beiden möglichst klein zu wählen.
Das Gestell (Abb. 3) umfasst einen Stän der 9, welcher zur Erreichung einer mög lichst grossen Starrheit mit Rippen versehen ist. An seinem Unterende bildet er einen Fuss 9a und an seinem obern Ende einen Gal gen 9b.
Die Enden des Fusses 9a und des Galgens 9b sind im Betrieb mittelst eines zweiten Ständers 10 miteinander verbunden-. die Befestigung mittelst Schrauben 11 oder dergleichen gestattet nötigenfalls die Ent fernung dieses Ständers 10; dabei entsteht zwischen Fuss und Galgen ein freier Raum, welcher eine leichte Auswechslung des be weglichen Teils unter Anwendung aller nötigen Vorsichtsmassnahmen zur Vermei dung von Beschädigungen der Feder oder Märke zur Beobachtung der Pendelbewegun gen ermöglicht.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird diese Marke durch einen an dem obern Stangenende befestigten äusserst dünnen Quarzfaden 1'2 gebildet, welcher mit einer festen Marke, die von einer von dem Galgen 9b getragenen Spitze 13 gebildet wird, zu sammenarbeitet. Die beiden Marken sollen im Ruhezustand des beweglichen Teils zu- fammenfallen.
Die Verbindung zwischen dem beweg lichen Teil und dem Gestell erfolgt durch eine Einklemmung des Teils 4b zwischen einer vertikalen Anlagefläche 9c des Stän ders 9 und einem. Block 14, der gegen diese I@läche gedrückt wird mittelst Schrauben 15.
Dieser Block ist mit zwei Seitenflanschen 14a versehen, welche die zugehörigen Seiten flächen des Ständers 9 genau umfassen, da mit die einzig mögliche Bewegung des Blok- kes mit Rücksicht auf das Gestell ein Glei ten der Flanschen über ihre Anlageflächen ist und eine für den Teil 4b unerwünschte Drehbeanspruchung vermieden wird.
Für die Einstellung des Ruhezustandes des beweglichen Teils wird wie folgt vorge gangen: Man weiss, dass die Schwingungsperiode eines derartigen elastischen Pendels sich mit der Neigung des Gestelles ändert. Die Ge setzmässigkeit dieser Änderung kann mit Hilfe einer Kurve Cl (Äbb. <B>7</B>), in Polar koordinaten dargestellt werden.
Diese Kurve gibt von einem Pol O aus den Wert P dieser Periode für die verschiedenen Werte des Winkeis i an, welcher zwischen der Ruhelage des beweglichen Teils und einer in bezug auf das Gestell festen Ursprungsrichtung gebildet wird, zum Beispiel mit der durch die Marke 13 angegebenen Richtung A.
Wird nun der Apparat ohne besondere Massnahmen derart eingestellt, dass die Mar ken 12 und 13 im Ruhezustand des Pendels zusammenfallen, zum Beispiel wenn,das Ge stell mittelst Stellschrauben in vertikale Lage gebracht ist, so hat die Kurve eine Lage Cl und ihr Höchstwert M - liegt in einer von A abweichenden Richtung D, so dass die Nei gung der Kurve im Schnittpunkt mit der Richtung A eine ganz erhebliche ist.
Es folgt daraus, dass eine sehr geringe Abweichung des Gestelles von der Vertikalen und demzufolge des beweglichen Teils. im Ruhezustand von A, einen sehr grossen stö renden Einfluss auf den Wert der Schwin- gungsperiode des Pendels ausübt, wodurch der Anlass zu grossen Fehlern gegeben ist. Bei der sehr grossen Empfindlichkeit des Appa rates sind dergleichen Abweichungen jedoch unvermeidlich.
Die nachteiligen Folgen einer solchen Ab weichung von der Vertikalen werden nun ver mieden durch Mittel, welche es ermöglichen, D und A zusammenfallen zu lassen; unter diesen Umständen werden die Änderungen der iSchwingungsperiode nach der einen und der andern Seite dieser Richtung bedeutend herabgesetzt und sind praktisch ohne Bedeu tung.
Zur Erreichung dieses Ziels besitzt der gezeichnete Apparat Mittel zur Regelung von zwei Parametern des Apparates, und zwar einerseits solche, mittelst welchen bewirkt werden kann, dass bei bestimmter Stellung des Gestelles D und A zusammenfallen, an derseits solche; welche bewirken, dass diese Stellung diejenige ist, bei der A vertikal ist.
Die erste Regelung wird beim gezeich neten Beispiel durch Zwischenfügung eines Keils 16 zwischen dem Teil 4b des beweg lichen Teils und einer seiner Anlageflächen bewirkt, wodurch, wie in Abb. 10 stark ver grössert dargestellt ist, dem Federblatt eine Abbiegung verliehen wird und seine Stellung im Ruhezustand sich ändert.
-Die Anlagefläche des Klemmblockes 14 enthält eine Aushöhlung 14b, wodurch die Notwendigkeit einer sorgfältigen Bearbeitung wegfällt, und die Klemmung des beweglichen Teils in zwei Punkten, nämlich gegen den Keil 16 und gegen den Fuss der Anlagefläche <B>9e,</B> gewährleistet ist.
Man ändert in dieser Weise die Lage der Kennlinie der Schwingungsperioden in bezug auf das Gestell und findet für eine bestimmte Dicke des Keils 16 eine Stellung des Gestelles, in der D und A zusammen fallen und wobei die Kennlinie eine Lage C, hat (Abb. 8).
Wenn diese erste Regelung ausgeführt worden ist, bringt man die gemeinsame Rich tung D-A schliesslich wieder in die Verti kale zurück. Es genügt dabei, die iSchwing- massen derart zu ändern, dass .der bewegliche Teil im Ruhezustand in bezug auf das Ge stell sich verschiebt und zum Zusammen fallen mit A -gebracht wird, wenn das Ge stell so gestellt wird, dass die Richtung L\ vertikal ist.
Dann hat man die gewünschte Einstellurig, wie in Abb. 9 dargestellt, er reicht, bei welcher die Kennlinie C, sym metrisch liegt in bezug auf die Vertikale A-D, und in ihrem Schnittpunkt mit dieser Vertikalen eine wagrechte Berührungslinie aufweist, wodurch von Ungenauigkeiten bei der Aufstellung des Apparates herrührende Fehlerursachen auf ein Mindestmass herab gesetzt sind.
Die Änderung der Schwingmassen er reicht man. indem auf eine oder mehrere der selben, entweder nur auf einer in der 'Schwin gungsebene liegenden Seite oder auf beiden Seiten, kleine, mit Gewinde versehene Stan gen 17 angeordnet werden, auf die Hilfs- inassen 18 aufgeschraubt sind, die gestatten, dem auf den beweglichen Teil wirkenden Drehmoment genau den gewünschten Wert zu erteilen.
Die Änderung kann auch durch die Ver wendung von einer oder mehreren Schwing massen herbeigeführt werden, welche aus zwei Metallen verschiedenen spezifischen Ge wichtes hergestellt sind, wobei die Tren nungsebene zwischen den beiden Metallen durch die Achse der Stange 2 geht.
Damit die Temperatur des elastischen Blattes 5 sehr genau durch Ablesen eines (nicht dargestellten) Thermometers bestimmt werden kann, befindet sich das elastische Blatt hinter einer Verlängerung 14e des Klemmblockes 14.
Die oben beschriebene Vorrichtung ist in einem Glasrohr 19 eingeschlossen, in dem ein sehr hohes Vakuum herrscht, um die Schwingungsdämpfung durch die Luft zu vermeiden. Zu .diesem Zwecke sind auch die verschiedenen Teile sorgfältig entölt, um die Anwesenheit von Öldämpfen im Innern des Rohres 19 zu verhindern.
Das Ganze ist auf einer Fussplatte 20 be festigt, welche mittelst .Stellschrauben 2.1 auf einer dreieckigen Tragplatte 22 ruht.
Der Apparat enthält ferner eine Vorrich tung, um während des Transportes den be weglichen Teil arretieren und das Federblatt 5 vor jeder Beanspruchung schützen zu kön nen. Diese Vorrichtung umfasst zwei V-för- mige Anlageflächen 23, 24, gegen ,die der Klemmring 3 bezw. die Schwingmasse 8 beim Transport mittelst der Federblätter 25, 26 gepresst werden.
Das Tragstück 23 ist an dem untern Ende einer Stange 27, welche mit ihrem obern Ende '27a an dem Ständer 9 befestigt ist, an geordnet. Das Metall, aus dem diese Stange hergestellt ist, ist derart gewählt, daB seine Wärmeausdehnung den Dehnungsunterschied zwischen dem beweglichen Teil und dem Ständer 9 völlig ausgleicht, so dass bei jeder Temperatur keine relative Verschiebung zwi schen dem Tragstück 23 - und dem Ring 3 auftritt;
in der Transportstellung presst das Federblatt 25 den Ring 3 kräftig auf seinen Träger, und überdies wird ein 'Gleiten der beiden Teile durch eine Aufrauhung oder Riffelung des Ringes 3 verhindert. Durch diese Anordnung wird das Federblatt 5 kräf tig festgehalten, während es sich doch unter Einfluss von Temperaturänderungen frei deh nen kann.
Die 'Stützflächen der Masse 8 und ihres Trägers 24 können sich dagegen unter Ein fluss der Temperaturänderungen frei aufein ander verschieben, um jeder Beanspruchung in Längsrichtung des beweglichen Teils vor zubeugen. Das Federblatt 26 presst die Masse 8 auf ihren Träger mit einer Kraft, welche eben ausreicht, um einem Abheben vorzubeu gen, ohne jedoch eine relative Verschiebung zu hindern.
Die beiden Blätter 25 und 26 sind auf einem gemeinschaftlichen Träger 27b, wel cher sich um eine vom Ständer 10 .getragene Achse<B>27b'</B> drehen kann, angeordnet; dieser Träger 27b wird von einem Gestänge 28 be tätigt, welches durch eine von der Membran 29 gebildete Abdichtung aus dem Gehäuse herausgeführt und durch eine nicht darge stellte Vorrichtung von aussen her zum Ruf pressen oder Abheben der Federblätter 25, 26 bedient werden kann.
Die Anordnung der Anlagefläche 9c und der Stützen 23 und 24 ist derart, dass der be wegliche Teil, wenn er für den Transport arretiert ist, keiner einzigen, eine Deformie rung herbeiführenden Drehbeanspruchung unterliegt. Jede Verschiebung dieser Ele- mente in bezug aufeinander wird durch die sehr erhebliche Starrheit des -Gestelles 9 ver hindert, ebenso ist durch diese Starrheit einer Versclhiebung der Marke 13 vorgebeugt.
Durch Entfernung des Ständers 10 wird zu gleicher Zeit die Arretiervorrichtung ent fernt, wobei letztere völlig zugänglich wird.
Das von den Teilen 9 und 10 gebildete Gestell kann durch zwei metallische Plätten geschlossen werden, wodurch eine gleich- a 'b, mässige Temperatur innerhalb des in dieser Weise gebildeten Kastens gewährleistet wird. Beobachtungslöcher können den Marken 12, 13' und den Unterstützungsflächen 23, 24 ge genüber angeordnet sein.
Für den Transport wird der Apparat von einem metallischen Schutzmantel 30, welcher, wie aus Abb. 11 ersichtlich, das Glasrohr 19 bedeckt, umgeben. In dieser Abbildung er kennt man weiter seitlich vom Mantel 30 eine Hülse 31, welche eine Beleuchtungsvorrich- tung enthält, sowie eine andere Hülse 32. welche eine Linse zur Beobachtung der Mar ken 12, 13 enthält.
Im. Betriebszustand wird der Apparat durch einen Dreifuss getragen, welcher drei- eckförrnige Füsse besitzt. Diese Füsse besit zen je zwei profilierte Streben 33, und be stehen aus einem Material mit praktisch keiner Wärmedehnung, zum- Beispiel aus der als "Innar" bekannten Legierung.
Diese Aus führung der Füsse hat zur Folge, dass Ver stellungen .des Apparates auf Grund unglei cher Erwärmung der Füsse des Dreifusses ver- mieden werden; durch die äusserst grosse Empfindlichkeit des Apparates würde ein Temperaturunterschied von nur einem Teil eines Grades C zwischen zweien der Füsse, wenn diese aus einem Metall mit einem gro ssen Wärmedehnungskoeffizienten hergestellt wären, schon genügen, um eine grosse Mess- fehler herbeiführende Verstellung zu ver ursachen.
An dem obern Ende sind die beiden Stre ben 33 jedes Fusses durch eine Zwischen stange 34 verbunden. Das untere Ende des Fusses trägt ein Kugelgelenk 35, das mittelst einer durch eine Schraube 38 befestigten Klemme 37 mit einem in die Erde zu stek- kenden Pflock 36 verbunden ist.
Die Tragplatte 22 des Apparates (Fig. 12) zeigt eine Dreieckform. Jede Seite des Drei eckes besitzt an den Enden zwei seitliche An sätze, während jede Zwischenstange 34 des Dreifusses an dem einen Ende eine Schraube mit Mutter 34a und an dem andern Ende eine Gegenspitze 34b besitzt.
Die Verbindung zwi- schen der Tragplatte 22 und dem Dreifuss wird dadurch gestellt, dass die Ansätze 22a an jeder Seite der ersteren zwischen die Schraube 34a und die Gegenspitze 34b des zugehörigen Elementes des letzteren einge klemmt werden.
Es ist weiter erforderlich, dass das Ge wicht .der bedienenden Person während der Beobachtungen nicht in der Nähe des Appa rates auf .den Boden drückt; dieses Gewicht und die .dadurch verursachte Boden.defurma- tion würden schon genügen, eine Verstellung des Apparates und Fälschung der Messergeb- nisse zu bewirken. Zur Vermeidung dieses Übels ist ein Sitz für den Beobachter vor gesehen,
welcher ihm die bequeme Beobach tung des Apparates gestattet und sein Ge wicht genügend weit von diesem Apparat auf den Boden überträgt, zum Beispiel in einer Entfernung mehr als 1 m von jedem Pflock 36.
Dieser Träger (Abb. 13, 14) besteht aus einem Balken 39, welcher erforderlichenfalls aus zwei gelenkig verbundenen, symme trischen Hälften besteht oder auf andere den Transport erleichternde Weise ausgebildet sein kann. Der Balken 39 ruht an den Enden mittelst der Pflöcke 40a, 40b auf dem Boden. In dem Mittelteil ist ein zweiter, .dreieckiger Balken 41 vorgesehen, der sich mittelst eines dritten Pflockes 40c auf den Boden stützt.
Das Dreieck der Fusspflöcke 36 des Mess- apparates liegt im Dreieck der Pfähle 40a, 40b, 40e, welches ausreichende Abmessungen hat, dass verhindert wird, dass die vom Ge- wicht :des Beobachters herrührende Boden deformation einen merkbaren Einfluss auf die Fusspflöcke 36 ausübt:
- Der Sitz des Beobachters wird von einem Sattel 42 an der Vereinigungsstelle der Bal ken 39, 41 gebildet, während der Balken 41 eine Stange 43 zur Unterstützung .der Füsse trägt.
Schliesslich ist auf dieser Unterstützung ein Schirm angeordnet, um den Apparat gegen Verstellung .durch .den Wind, ungleiche Erwärmung der verschiedenen Elemente durch die Sonne, usw. zu sohützen. Dieser Schirm hat die Gestalt eines teils zylindri schen, teils kegeligen 3Tantels 44, welcher auf dem Balken 41 aufgestellt ist und den Ap parat, sowie dessen Dreifuss umgibt.
Die Abb. 15 und 16 stellen eine Vorrich tung zum Aufhängen des Apparates, zum Beispiel während .des Transportes in einem Kraftwagen, dar. Das Pedal ist in einem Kasten verschlossen, der an acht Ösen auf gehängt ist, von denen vier (46) an der Decke und die vier andern (47) am Fussboden be festigt sind. Vier elastische Bänder 48 ver binden die obern Ösen 46 mit vier weiteren Ösen 49 am Kasten und an .der Unterseite sind in derselben Weise vier elastische Bänder zwi schen den ,Ösen 47 und den Ösen 51 gespannt, wobei die Richtung der Bänder .derart ge wählt ist, dass sie eine elastische Verspan nung bilden, welche die Stösse .des Wagens aufzunehmen vermag.
Weiter sind am Kasten Ringe 42 be festigt, durch welche nicht dehnbare Bänder 53 hindurchgehen, welche Bänder zwischen den Ösen 46 und 47 gespannt sind und in -der Nähe der Ösen 47 einen elastischen Teil 53a besitzen, mittelst dessen sie die erforder- liehe Spannung erhalten. Die Reibung der Bänder 53 in .den Ringen 52 bewirkt eine Dämpfung der von der Elastizität der übrigen Bänder hervorgerufenen Bewegungen.
Auf diese Weise wird der Kasten in einer Lage festgehalten, in welcher der be wegliche Teil des Pendels wagrecht auf den Stützen 23, 24 aufliegt.