Rollendruckwerk zum zahlenmässigen Registrieren von Werten. Bei der zahlenmässigen Registrierung von Werten, namentlich bei der Erfassung von periodischen Mittelwerten physikalischer Grössen, ist es von ausschlaggebender Be deutung, dass neben einer genauen Registrie rung der Werte die Arbeitsvorgänge beim Drucken sicher und in möglichst kurzer Zeit vor sich gehen.
Bisher ist kein Druckwerk bekannt ge worden, das diese Aufgabe in einwandfreier Weise löst. Man ist beispielsweise so vor gegangen, dass man zwei Druckwerke anord nete, von denen sich immer eines in Arbeit befindet und das andere gleichzeitig in die Grundstellung zurückkelrt.
Eine solche Einrichtung hat aber grosse Nachteile. Erstens ergibt sich eine .doppelte Kolonne für das Drucken, das heisst viel Platzerfordernis für die Zahlen, was wieder einen breiten Registrierstreifen bedingt und eine mühsame Ablesung zur Folge hat, da die Zahlenwerte wechselweise der einen und andern Kolonne zu entnehmen sind.
Zweitens erfordert sie einen verwickelten und viele Teile aufweisenden Mechanismus, wobei be sonders die zweifache Anordnung der Teile des Druckwerkes selbst ins Gewicht fallen.
Bei Registrierwerken, seien sie nun schei- ben- bezw. zeiger- oder rollenförmiger Gestalt und Anzeigende oder Druckende, erfolgt.
der Antrieb auf das der niedrigsten Zahlenstelle entsprechende Glied (Scheibe, Zeiger oder Rolle), was praktisch verunmöglicht, dem Registrierwerk beidem Zurückbringen in ,die Grundstellung die Beschleunigung zu er teilen, die in vielen Fällen erforderlich wäre, um hierdurch die eigentliche Aufgabe, bei spielsweise Messwerte periodenweise zu regi strieren, nicht zu beeinträchtigen.
Vorliegende Erfindung schafft ein neues Rollendruckwerk, das ermöglicht, solche Druckwerke weitgehendst und auch da in nur einem einzigen Exemplar anwenden zu kön nen, wo dies bei der üblichen Antriebsart eines solchen R.egistrierwerkes bis jetzt nicht angängig war.
Gemäss der Erfindung steht bei einem Rollendruckwerk zum zahlenmässigen Regi- strieren von Werten, wie sie beispielsweise durch Messwerte dargestellt werden, mit der die Messwerte gebenden Stelle eine andere als die der niedrigsten Zahlenstelle entsprechende Druckrolle in Antriebsverbindung.
Vorzugsweise besteht die Antriebsverbin dung mit der der zweiten Zahlenstelle ent sprechenden Rolle.
Die Zeichnung zeigt schematisch ein Aus führungsbeispiel der Erfindung, und zwar in Fig. 1 in schaubildlicher Darstellung, und in Fig. 2 im Seitenriss mit Bezug auf Fig. 1 vor der der niedersten Zahlenstelle entspre chenden Druckrolle.
In der Zeichnung ist von dem Druckwerk nur das dargestellt, was zum Verständnis der Erfindung notwendig ist, wobei im Interesse leicht fasslicher Darstellung Auseinander zerrungen vorgenommen wurden. Das Bei spiel sei als in einem periodisch registrieren den Messapparat, wie einem sogenanntenlMa- ximumzähler angewendet, zu betrachten.
In einem solchen Apparat wird der Mess- wert kontinuierlich oder durch Impulse auf ein Rollendruckwerk übertragen und am S:chluss jeder Messperiade wird der dann regi- strierte Messwert einem Registrierpapierstrei- fen aufgedruckt.
Bei :dem Rollendruckwerk gemäss dem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist :eine Antriebswelle 1, welche zur Übertragung des Messwertes dient, durch ein Getriebe 2 mit einer Welle 3 verbunden. Auf dieser Welle ist ein Arm 4 fest, welcher _durch eine Klinke 5 ein Schaltrad 6 im Sinne :des Pfeils 7 mit nimmt.
Gegen das :Schaltrad 6 ist unter dem Druck .einer Feder 8 ein Stirnrad 9 gedrückt, es wird also duroh Friktion mitgenommen und überträgt seine Drehung auf ein, .auf einer Welle 10 festes Stirnrad 11, :das seinerseits mit einem Stirnrad 12 kämmt, welches lose drehbar auf einer Welle 13 sitzt. Die ge nannte Friktion stellt nur eine Sicherungs- einrichtung gegen Beschädigung dar und ist für die Arbeitsweise des Druckwerkes wir kungslos.
Das .Stirnrad 12 ist reit einer an ihrem Umfang Zahlentypen aufweisenden Druckrolle 14 fest verbunden und die Welle 13 trägt, lose auf ihr drehbar, noch weitere Druckrollen 15 und 16. Die Druckrolle 15 entspricht der niedersten Zahlenstelle, das heisst bei dem im Ausführungsbeispiel ange nommenen dekadischen Zählsystem zum Bei spiel den Einern, die Druckrolle 14 den Zeh nern und die Druckrolle 16 den Hundertern. Der Druckrolle 16 sind noch weitere Druck rollen auf der Welle 13 folgend gedacht, und zwar noch solche für Tausender und Zehn tausender.
Auf der Welle 10 sitzen ein Sternräd 17. ein mit hundert Zähnen versehenes Stellrad 18 und ein mit zehn Zähnen versehenes -Stell rad 19 fest. Das Sternrad 17 hat entsprechend des dekadischen Zählsystems in Übereinstim mung mit den Zahlentypen der Druckrolle 14 zehn Zacken, von :denen jede an der einen Flanke, wiederum entsprechend dem deka dischen Zählsystem und in Übereinstimmung mit den Zahlentypen der Dru:ekrolle 15 zehn Stufen aufweist. Mit :dem Sternrad 17 wirkt die Nase 20 eines Hebels 21 zusammen, wel cher Hebel ein festes Ganzes mit einem Hebel 22 bildet und lose drehbar auf einer Achse 23 sitzt.
Mit der Druckrolle 15 ist eine Kur venscheibe 24 fest verbunden, die nach einem Schneckengang geordnete, in ihrer Zahl der Teilung der Rolle 15 entsprechende Sperr stufen (das heisst also zehn solche) aufweist. Mit dieser Kurvenscheibe 24 wirkt eine Sperr nase 25 des Hebels 22 zusammen.
Auf der Welle 13 sitzt ein mit einem An schlag 26 versehener Arm 27 fest. Gegen den Anschlag 26 sucht unter der Wirkung einer Feder 28, die einerseits an der Welle 13 fest ist, ein aus der Druckrolle 15 heraus ragender Bolzen 29, an dem die Feder 28 anderseits befestigt ist, anzuliegen. Auf der Welle 13 sind bei den weiteren Druckrollen 14, 16 und auch :den nicht gezeichneten mit je einer Sperrnase versehene Muffen 30 be festigt, deren Nasen mit je einer an einer der Druckrollen 14, 16 usw. festen Sperr klinke 31 zusammenwirken.
Die Welle 13 trägt ein auf ihr festsitzendes Zahnrad 32, das mit einem auf der Achse 23 lose dreh baren Zahnsegment 33 kämmt.
34 ist eine Steuerwelle, auf der Nocken 35, 36, 37, 38, 39 und 40 festsitzen. Gegen den N oeken 35 liegt mit einer Rolle ein Arm 41 an, der ein festes Ganzes mit -dem Seg ment 33 bildet, wobei eine Feder 42 das stete Anliegen des Armes am Nocken bewirkt. Ge gen den Nocken 38 liegt unter der Wirkung einer Feder 43 mit einer Rolle der eine Teil eines Doppelhebels 44 an, welcher Doppelhebel lose drehbar auf der Achse 23 sitzt und des sen anderer Teil durch eine Nase 45 mit dem Stellrad 18 in Wirkungsverbindung steht.
Gegen den Nocken 36 liegt unter der Wir kung einer Feder 46 mit einer Rolle der eine Teil eines Doppelhebels 47 an, welcher Dop pelhebel wiederum lose drehbar auf der Achse 23 sitzt und durch eine Nase 48 mit dem Stellrad 19 in Wirkungsverbindung steht.
An einer seitlichen Verlängerung 49 des Dop pelhebels 47 ist ein Stössel 50 angelenkt, welcher auf federnde Arme 51 von Winkel hebeln 52 wirkt, welche Winkelhebel je dar-eh Eingreifen zwischen zwei Zähne eines auf der Druckrolle 16, bezw. der nicht dar gestellten weiteren Druckrollen festen Schalt rades 53, bei Druck des Stössels 50 auf die federnden Arme 51, die genaue Einstellung der Druckrollen auf die jeweils zu druckende Typenzahl derselben bewirken und im übri gen eine Sperre gegen Rückdrehen dieser Rolle darstellen.
Von den Winkelhebeln 52 und ihren Armen 51 ist nur derjenige, der mit dem Schaltrad 53 der Druckrolle 16 zu sammenwirkt, dargestellt.
Der Nocken 37 steuert einen Hebel 54, welcher zusammen mit einem Doppelhebel 55 lose drehbar auf einer Achse 56 sitzt und durch eine zwischen beiden Hebeln angeord- nete Feder 57 gegen einen Anschlag 58 des Hebels 55 gedrückt wird, so dass die Hebel als einheitlich Ganzes um die Achse 56 schwingen, wobei jedoch die Feder 57 eine Elastizität in der einen Drehrichtung ergibt, was mechanische Beschädigungen vermeiden soll.
Auf der Welle 10 sitzt noch ein Nocken 59 fest, der sieh in einer kulissenartigen Aus- bildung 60 des Doppelhebels 55 bewegt.
An diesem kulissenartigen Teil, der eine An schlagnase 60' aufweist, ist ein Schalthebel 61 angelenkt, welcher entsprechend den, den drei obern Zahlenstellen zugehörigen Druck rollen 16 (von .denen zwei nicht gezeichnet sind) in drei ;Zinken gegabelt zu denken ist und von den Nocken 59 und 37 gesteuert wird.
Der Schalthebel 61 und seine Gabelun gen bewirken hierbei in bekannter Weise die sogenannte Zehnerschaltung von der einen dieser drei Druckrollen auf die andere, indem jede seiner Gabelungen durch eine Nase 61' mit einer grösseren Ausnehmung 53' des Schaltrades 53 in Wirkungsverbindung steht. Die Nasen 61' sind verschieden lang, so dass je nach der Stellung der Schalträder 53 bei der Schaltbewegung des Schalthebels 61 die Zehnerübertragung erfolgt.
Da es sich bei dieser Schaltung um eine solche bekannter Art handelt und diese demgemäss ausserhalb des Rahmens der Erfindung liegt, erübrigt sich hier eine weitere Erläuterung dieser Schalteinrichtung.
Gegen den Nocken 39 liegt mit einer Rolle und unter dem Zug einer Feder 39' ein Arm 22' an, der an der Nabe .der Hebel 21, 22 sitzt.
Der Nocken 40 beeinflusst einen Hebel 62, welcher unter dem Zug einer Feder 63 mit- telst einer Rolle stets an dem Nocken 40 anliegt. Der Hebel 62 sitzt auf einer Welle 64 fest, welche Welle auf ihr fest angeord nete Druckhämmer 65 trägt, wobei vor jeder der Druckrollen 15, 14, 16 usw. ein solcher Druckhammer liegend zu denken ist.
Ein zu bedruckender Papierstreifen 66 ist über Rollen 67 (auf der Zeichnung ist nur eine derselben ersichtlich) zwischen den Druckrollen 15, 14, 16 usw. und den Druck hämmern 65 durchgeführt und in der Gegend der Drucklinie X ist zwischen den Papier streifen und den Druckhämmern 65 noch ein Farbband 68 vorgesehen.
Während den einzelnen Registrierperioden dreht sich die Welle 1 entsprechend dem Mess- wert, der damit. auf das Druekrollenwerk übertragen wird. Am Ende jeder einzelnen Registrierperiode macht die Welle 34 eine Umdrehung, und zwar aus einer Lage heraus, die der Winkellinie 0 nach der Sektorenan gabe in F'ig. 1 links entspricht. In dieser Lage stehen zu Beginn einer Registrierperiode alle Rollen des Druckrollenwerkes auf 9, wie es die Fig. 1 zeigt.
In dieser Lage sind zu- nächst die Hämmer 65 gehoben, die Nase 20 steht mit kleinem Luftspalt der höchsten Stufe einer Zacke des Sternrades 17 gegen über und die Nase 25 liegt nahe der Bahn der höchsten Sperrstufe der Kurvenscheibe 24, jedoch noch ausserhalb derselben, so dass die Druckrolle 15 mit dem Bolzen 29 an dem Anschlag 26 anliegt.
Im weiteren ist das Stellrad 18 von der Nase 45 und das Stellrad 19 von .der Nase 48 frei und das Stellrad 19 liegt so zu 48, .dass ein Zahn desselben mit seiner Spitze in seiner Drehrichtung wenig vor der Bewegungsbahn der Nase 48 liegt. Im weiteren liegt der Nocken 59 so zur Kulisse 60, dass seine Spitze die Anschlagnase 60' der letzteren frei lässt. Endlich ist der Stössel 50 gehoben, so dass die Winkelhebel 52 lose an die Schalträder 53 anliegen.
Angenommen, es sei während der nächsten Registrierperiode der Messwert 0, das heisst es finde kein zu registrierender Verbrauch statt, so bleiben zunächst alle Druckrollen 15, 14, 16 usw. auf 9 stehen. Nach Beendigung der Registrierperiode macht die Welle 34 die er wähnte Umdrehung, und zwar in Richtung des Pfeils 69.
Hierbei kommt, nachdem ,die Welle 34 um den Sektor I .gedreht wurde, der Nocken 38 zur Wirkung, indem er die Rolle des Doppelhebels 44 freigibt, so dass die Nase 45 in das Stellrad 18 eintritt, dieses und damit das Sternrad 17 genau richtend, so, dass die Nase 20 genau der höchsten Stufe der ihr gerade gegenüberliegenden Zacke des Sternrades 17 zugekehrt ist.
Ist die Welle 34 um den Sektor II gedreht, so gibt der Nocken 39 den Hebel 21, 22 frei, so dass die Nase 20 sich an die genannte höchste Stufe des Sternrades 17 anlegt und die Nase 25 in die Bahn der höchsten Sperrstufe von 24 tritt.
Beim Drehen der Welle 34 in den Sektor III dreht der Nocken 37 -die Hebel 54, 55 und lässt sie, wenn .die Welle 34 in den Sektor IV kommt, wieder in ihre frühere Stellung zurückkehren. Dadurch wird,dem gegabelten Schalthebel 61 eine .einmalige Schubbewe gung erteilt, das heisst .die Druckrolle 16, so wie .die nicht bezeichneten Druckrollen wer den auf 0 geschaltet. Die Schubbewegung wird. ermöglicht, weil in .der festgestellten Lage der Welle 10, wie erwähnt, die An schlagnase 60' den höchsten Punkt .des Nok- kens 59 passieren kann.
Ist die Welle 34 um den Sektor III gedreht, so kommt die Rolle des Doppelhebels 47 auf eine Abstufung des Nockens 36 zu liegen, wodurch der Hebel 47 um soviel geschwenkt wird, dass seine Nase 48 den genannten Zahn des Stellrades 19 hin tergreift, ohne jedoch irgend eine Drehwirkung auf dieses Stellrad auszuüben.
Gleichzeitig kommt die Rolle des Armes 41 an den Abfall des Nockens 35 anzuliegen und beim Weiter drehen der Welle 34 in den Sektor IV wird unter dem Zug der Feder 42 mittelst des Seg mentes 33 die Welle 13 entgegen der Richtung des Pfeils 7,0 gedreht. In dieser Drehrichtung sind die Druckrollen 14, 16 usw. gegen Dre hen gesperrt, und zwar diejenige 14 durch das Getriebe von .der Welle 3 her und die übrigen durch die in die Schalträder 53 eingreifenden Hebel 52.
Die Drehung der Welle 13 wirkt sich in .dieser Richtung nur auf die Einer druckrolle 15 aus, welche unter .dem Zug der Feder 28 dem Arm 27 folgen kann, indem ihr Bolzen 29 an dem Anschlag 26 anliegend bleibt, bis die Kurvenscheibe 24 mit der höch sten, der 0-Stellung entsprechenden Sperr stufe von 24 an der Nase 25 anschlägt.
Hat sich die Welle 34 bei der Weiter drehung um den Sektor V gedreht, so hebt der Nocken 38 .den Doppelhebel 44 an, so dass dessen-Nase 45 das Stellrad 18 frei gibt. Um die gleiche Zeit gleitet .die Rolle des Dop pelhebels 47 an dem Nocken 36 ab, so dass .die Nase 48 an der bezüglich der Drehrich tung rückwärts liegenden Flanke des Zahnes des Stellrades 19, den die Nase vorher hinter griffen hatte, bis in den Grund dieser Flanke gleitet,
also .das Stellrad 19 um einen Zahn vorwärts schaltet und daher gleichzeitig die Druekrolle 14 auf 0 einstellt. Hierbei ratscht das Sehaltrad 6 unter der Klinke 5, so dass die Drehung nicht auf die Welle 3 übertragen wird.
Die Freigabe des Stellrades 18 durch die Nase 45 hat auf .die Einstellung der Druck rolle 15 keinen Einfluss mehr, weil diese Rolle durch den Anschlag der Nase 25 an .der Kurvenscheibe 24 in der Nullage gehalten ist. Da die Einstellung des Stellrades 19 durch die Nase 48 weniger als '/" des Umfanges des Stellrades 17 (an dessen Zaokenspitzen ge messen) beträgt, ist das Eintreten der Nase 20 iu die Bahn der äussersten Zaekenstufen dieses Stellrades bedeutungslos, da die nächste Zacke des Stellrades 17 die Nase 20 nicht erreicht.
Die letzt erwähnte Bewegung des Doppel hebels 47 hat auch eine Abwärtsbewegung des Stössels 50 zur Folge, so dass dieser auf die Federarme 51 drückt und die Hebel 52 durch Drücken gegen zwei Zähne der Schalträder 53 die Druckrolle 16, so wie die beiden nicht Gezeichneten; genau auf 0 einstellen.
Kommt die Welle 34 in den Sektor VT zu liegen, so schnappt die Rolle des Hebels 62 von dem Nocken 40 ab, so dass die Druck hämmer 65 ge@:en das Registrierpapier 66 schlagen und unter Mitwirkung des Farbban des 68 den auf den Druckrollen eingestellten Wert, das heisst 00000 auf das Registrier- papier 66 zum Abdruck bringen.
Die Druckhämmer 65 sind in konstruk tiver Beziehung so ausgestaltet, dass sie gleich nach dem Drucken wieder von dem Regi- strierpapier wegbewegt werden, so dass sie die Weiterschaltung, sowohl der Druckrollen; als auch des Registrierpapiers nicht stören und kein Verschmieren des Registrierpapieres verursachen. Diese Ausbildung bedarf hier keiner weiteren Erläuterung, da sie nicht zur Erfindung gehört und derartig wirkende Druckhämmer bekannt sind.
Beim Weiterdrehen der Welle 34 gegen den Sektor VIII werden von den Nocken 36 und 39 die Hebel 47 und 22' wieder ange hoben, so da.ss das Stellrad 19 von der Nase 48 freigegeben wird, der Stössel 50 die Feder- arme 51 frei gibt und die Kurvenscheibe 24 von der Nase 25 ausgelöst wird. Dem letz teren zufolge kehrt die Druckrolle 15 unter dem Zug der Feder 28 gegenüber dem Arm 27 in ihre frühere Lage zurück, indem ihr Bolzen 29 sieh wieder an den Anschlag 26 anlegt.
Dreht sich .die Welle 34 weiter in den Sektor IX so hebt der Nocken 35 den Arm 41 wieder an, so dass die Welle 13 zurück gedreht, das heisst im Sinne .des Pfeils 70 bewegt wird. Dadurch fassen die Sperrnasen der Muffen 30 die Klinken 31 und drehen die Druckrollen 14, 16 und,die nicht gezeich neten, zusammen mit .den Teilen 17, 18, 19 und 59 in die ursprüngliche Stellung zurück. Die Druckrolle 15 wird hierbei durch .den An schlag 26 ebenfalls in die ursprüngliche Stel lung, das heisst wie die andern Druckrollen auf die Zahlenstelle "9\-\ gedreht.
Der Hebel 62 ist etwa schon von der Sek terstellung VII weg wieder von dem Nocken 40 angehoben worden und erreicht ungefähr nach der Sekterstellung IX seine ursprüng liche Lage wieder, dadurch die Druekhämmer 65 in Arbeitsbereitschaft bringend.
Auf den Rest der Drehung der Welle 34 ist der ganze Mechanismus wieder in der arbeitsbereiten Lage.
Findet entgegen -der vorgängigen An nahme in einer Registrierperiode ein Ver brauch statt, so ergibt sieh folgende Arbeits weise: Angenommen der mittlere Messwert be zogen auf eine Registrierperiode sei 124 Ein- beiten, wobei die Druekrolle 14 für zehn Ein heiten um eine Zahlenstelle vorwärts gescho ben werden muss. Für 124 Einheiten muss diese Druckrolle 14 .daher 1,24 Umdrehung machen.
Während der Registrierperiode wird dann von der Welle 1 her die Druckrolle 14 gedreht. Diese erreicht am Ende der Periode nur eine Zwischenstellung zwischen den Druckzahlen "1" und "2", und zwar deshalb, weil, wie eingangs der Wirkungsweise be- schrieben, die Ausgangsstellung die Ziffer "9" ist.
Kommt nach der Beendigung der Registrierperiode @ die Welle 34 zur Wir kung, so trifft im Sinne der vorgeschil- derten Bewegungsvorgänge im Mechanis- mus des Druckwerkes die Nase 20 auf die vierte Stufe eines Zahnes des Sternrades 17, das heisst die Nase 20 fühlt auf dieser Stufe die Stellung .der Nase 25 gegenüber der Kurvenscheibe 24 ein.
Wird dann im Verlauf des Fortganges der Arbeitsbewegun gen die Welle 13 gedreht, so folgt die Druck rolle 15 dieser Drehung, bis die Kurven scheibe 24 mit der der Drucktype "4" .dieser Rolle entsprechenden Sperrstufe gegen die Nase 25 stösst, .das heisst die Druckrolle 15 durch die Kurvenscheibe 24 auf die dem zu registrierenden Wert entsprechende Zahl ein gestellt ist.
Die Nase 48 dreht, entsprechend dem früher beschriebenen Arbeitsgang die Druckrolle 14 auf Ziffer "2". Der Nocken 37 dreht nach der ersten Umdrehung der Welle 10, während welcher .der Nocken 59 die Druckrolle 16 und die nicht gezeichneten von "9" auf "0" geschaltet hatte, mittelst des Schalthebels 61 die Druckrolle 16 von "0" auf "1" weiter.
Da durch das Schalten der Druckrolle 16 von "9" auf "0" die Nase 61 aus der grossen Ausnehmung 53' ,des Schalt rades 53 herausgehoben wird, bleiben die Ga belungen des .Schalthebels 61 auf die beiden nicht .gezeichneten Druckrollen 'höherer Ord nung bei der vom Nocken 37 her bewirkten Schaltbewegung wirkungslos, so dass diese in der "0"-Stellung bleiben. Schlagen dann mit Fortschreiten der Drehung der Welle 34 die Druckhämmer 65 auf das Registrierpapier, so wird auf :diesem -die Zahl 00124 gedruckt.
Ist beispielsweise derMesswert in einer Registrierperiode 265 Einheiten, so werden, wie bei der letztbeschriebenen Übertragung bis zum Inwirkgkommen der Welle 34 die Druckrolle 14 auf eine Zwischenstellung zwi schen den Druckzahlen "5" und "6" und die Druckrolle 16 auf die Zahl "1" eingestellt, wobei,der Nocken 59 (da die Welle 10 mehr als zwei Umdrehungen macht) .diese Druck rolle um zwei Zahlen, das heisst auf "1" dreht. Das Drehen .der Welle 34 stellt dann das Druckwerk auf 00265.
Das Rollendruckwerk gemäss der Erfin dung kann auch für ein anderes als deka disches Zählsystem Verwendung finden, nur müssen dann ausser den Druckrollen die Stell räder, das zum Einfühlen dienende Sternrad und die zum Einstellen der niedrigsten Zah- lenstelle dienende Kurvenscheibe entspre chend ausgebildet sein.
Dadurch, dass bei dem Rollendruckwerk gemäss der Erfindung mit der die Messwerte gebenden Stelle eine andere als die der nied rigsten Zahlenstelle entsprechende Rolle in Antriebsverbindung steht, ist es nicht not wendig, für das Zurückbringen des Druck werkes, selbst in kurzer, praktisch nicht ins Gewicht fallenden Zeit, diesem Druckwerk eine hohe Beschleunigung zu geben, da die angetriebene Rolle um so viel langsamer ge dreht werden muss, als ihr Verhältnis im Zählsystem gegenüber der der niedrigsten Zahlenstelle entsprechenden Druckrolle ist.
Dementsprechend ist es möglich ein solches Druckwerk in nur einem Exemplar auch dort anwenden zu können, wo flies bis jetzt nicht möglich war, beispielsweise wie dies nach der Beschreibung angenommen ist, in Maximum zählern mit Druck- oder Registrierstreifen. Die Verwendungsmöglichkeit des Erfin dungsgegenstandes ist jedoch keineswegs an einen solchen Maximumzähler gebunden, viel mehr kann das Druckwerk überall da An wendung finden, wo es sich darum handelt, Arbeitsvorgänge, wie sie zum Zurückbringen eines Druckwerkes in die Grundstellung not wendig sind,
in möglichst kurzer Zeit und die Arbeitsweise des Gesamtmechanismus, in den .das Druckwerk eingegliedert ist, nicht stö rend, zu bewältigen. Das Druckwerk kann in diesem Sinne beispielsweise auch in Re- ehenwerken Anwendung finden.
Anstatt wie beim beschriebenen Ausfüh rungsbeispiel die zweite Druckrolle anzu treiben, könnte auch die dritte Rolle von,der Welle 3 her angetrieben werden, in welchem Fall diese Rolle noch langsamer gedreht wer- den muss, als nach dem Ausführungsbeispiel. Dann müsste die Rolle 14 durch Mittel ge steuert werden, die den Mitteln, welche nach dem Ausführungsbeispiel die Rolle 15 steuern, gleich sind.
Der Antrieb der Welle 34 erfolgt im Zu sammenhang mit den Arbeitsvorgängen im Druckwerk und ist nur dort von der Zeit ab hängig, wo es sich um die Anwendung des Druckwerkes in zeitgesteuerten Registrier- werken handelt. Findet also das Druckwerk beispielsweise in einem Rechenwerk Anwen dung, so ist. die Ausgestaltung so, dass die Welle 34 nur in Abhängigkeit des Druckens und unabhängig von einem Zeitintervall ge dreht wird.