CH179187A - Elektromagnetische Einrichtung mit Bremsband, insbesondere Kupplung oder Bandbremse. - Google Patents

Elektromagnetische Einrichtung mit Bremsband, insbesondere Kupplung oder Bandbremse.

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CH179187A
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brake band
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Ryba Anton
Josef Dr Reinisch
Ernst Dr Vinatzer
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Ryba Anton
Josef Dr Reinisch
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  Elektromagnetische Einrichtung mit Bremsband, insbesondere Kupplung  oder Bandbremse.    Die Erfindung     betrifft    eine elektromag  netische Einrichtung mit Bremsband, insbe  sondere Kupplung oder Bandbremse, und be  steht im wesentlichen aus einem aus     ferro-          magnetischem    Material hergestellten, mit einer       Erregerwicklung        versehenen    Bremsband und  einem von diesem umschlungenen scheiben  förmig-zylindrischen Bremskörper, der, ebenso  wie das Bremsband, bei stromdurchflossener  Erregerwicklung dem magnetischen Kraft  fluss ausgesetzt ist, so dass durch Festhalten  des einen Bremsbandendes und Freibeweglich  lassen des andern Bremsbandendes,

   ausser  der durch die Erregung der Wicklung ent  stehenden magnetischen Haftkraft, die soge  nannte Bandwirkung (das heisst Seilreibung)  erzielt wird.  



  In der Zeichnung sind beispielsweise Aus  führungsformen des Erfindungsgegenstandes  veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 eine  elektromagnetische Bandbremse im Quer-    schnitt, Fig. 2 dieselbe im achsialen Schnitt,  Fig. 3 die Verwendung der Erfindung als  Kupplung im Achsialschnitt, Fig. 4 dieselbe  im Querschnitt und Fig. 5 eine weitere Aus  führungsform der Bremse, und zwar ein Teil  stück derselben im Schnitt sowie eine Einzel  heit in Draufsicht.  



  Bei den veranschaulichten Ausführungs  beispielen umschlingt das aus     ferromagneti-          schem    Material hergestellte Bremsband 1  eine zylindrische Scheibe 2 nahezu einmal.  Die Scheibe 2 ist ebenfalls aus     ferromagne-          tischem    Material hergestellt und auf einer  Welle 8 beziehungsweise 8a (Fig. 3 und 4)  aufgekeilt.  



  Nach den Ausführungsbeispielen gemäss  Fig. 1 bis 4 besitzt das Bremsband     U-förmi-          gen    Querschnitt, wobei die Bremsbandschenkel  1' als Bremsflächen auf den Umfang der  Scheibe 2 einwirken. Die     Bremsbandschenkel         1' sind in geeigneten Abständen mit radialen  Einschnitten 3 versehen, wodurch eine bessere  Federung des Bremsbandes erreicht wird,  ohne dessen Wirkung zu beeinträchtigen.

    Das Bremsband 1 kann auch aus einer An  zahl U-förmiger Lamellen oder aus einzelnen  U-förmigen Elementen bestehen, die auf ein  ringförmiges elastisches Band aufgezogen  sind.     Ausserdem    kann das Bremsband 1 auch  von rechteckigem Querschnitt sein und innen  Ansätze 4 aufweisen (Fig. 5), die in gleichen  Abständen voneinander angeordnet sind und  auf den Umfang der Scheibe 2 einwirken.  Die beiden Enden des offenen Bremsbandes  weisen geeignet geformte Nasen 5 auf, die  in eine entsprechend geformte Ausnehmung  6 des     Gehäuses    7 der Vorrichtung eingreifen.

    Die in den Drehrichtungen der Welle 8  (beziehungsweise 811, 8b Fig. 3 und 4) liegen  den Begrenzungswände 9 der Ausnehmung  6 bilden Widerlager für die Bremsbandnasen  5, an welchen diese je nach dem Drehsinn  des abzubremsenden beziehungsweise zu über  tragenden Drehmomentes abgestützt werden,  wobei das jeweils nicht anliegende Brems  bandende frei beweglich bleibt, so dass die  Bremswirkung in beiden Drehsinnen immer  vollkommen dieselbe ist. Im Hohlraum des  Bremsbandes nach Fig. 1 bis 4 ist eine Er  regerspule 10 eingesetzt, die nicht besonders  befestigt zu werden braucht, da sie keinerlei  Kraftwirkung erfährt. Zwischen Erregerspule  10 und dem äussern Umfang der Bremsscheibe  2 befindet sich ein Luftspalt 11, durch welchen  der aus der Schenkelabnützung des Bandes 1  sich ergebenden Schrumpfung des Bremsband  durchmessers Rechnung getragen ist.

   Die  Erregerspule 11 ist gemäss Fig. 1 und 2  durch die Drähte 12 mit den am Gehäuse  vorgesehenen Stromanschlussschrauben 13 lei  tend verbunden.  



  Bei der in Fig.3 und 4 ersichtlichen  Wellenkupplung bildet da Gehäuse 7 die  zweite Kupplungshälfte, die mittelst einer  Nabe 14 auf einer der beiden Wellen     8a,        8b     (angetriebene oder treibende) aufgekeilt ist.  Die Stromzufuhr zur Erregerspule 10 wird  durch Bürsten von Schleifringen 15 abge-    nommen, die an der Nabe 14 isoliert ange  ordnet sind.  



  Wird bei den Einrichtungen gemäss Fig. 1  bis 4 die Erregerspule 10 durch Einschalten  eines elektrischen Stromes, vorteilhaft Gleich  stromes, erregt, so bildet sich ein     ringwulst-          förmiges,    magnetisches Feld aus, welches  das Bremsband 1 sowie den Kranz der Brems  scheibe 2 als Pfad benützt und dadurch das  Bremsband mit seinen Sehenkeln 1' mit  grosser Kraft an den zylindrischen Umfang  der Bremsscheibe 2 drückt, worauf sich sofort  die sogenannte Bandwirkung geltend macht.  Hierbei stösst die in der Bremsrichtung lie  gende Nase 5 gegen das entsprechende Wider  lager 9, während gleichzeitig die Nase 5 des  andern Bremsbandendes in der Ausnehmung 6  sich von seinem Widerlager durch die Band  zusammenziehung loslöst und freischwebend  wird.

   Hat das abzubremsende beziehungs  weise zu übertragende Drehmoment die um  gekehrte Richtung, so vertauschen sich die  Rollen der beiden Nasen 5.  



  Aus magnetischen oder maschinenbau  lichen Gründen kann es erforderlich sein,  dass ein kleinerer oder grösserer spezifischer  Anpressdruck nötig wird. Dies wird bei voller  Ausnützung der magnetischen Eigenschaften  des Bremsbandes durch Verbreitern oder  Verschmälern der Bremsbandschenkel 1' un  mittelbar vor ihrer Schleiffläche erzielt.  



  Das Bremsband muss mit Rücksicht auf  sein sicheres Loslösen von der Bremsscheibe  beim Ausschalten des Stromes eine der Re  manenzwirkung entsprechende Vorspannung  (analog einem aussenspannenden Kolbenring)  oder eine zwischen den Nasen 5 wirkende  Druckfeder erhalten, also nach aussen federnd  in das Gehäuse eingebracht werden. Bei  magnetisch hochgesättigten Haftflächen, also  bei hohen spezifischen     Pressungen,    empfiehlt  sich Querschnittsverengung der Berührungs  flächen der     Bremsbandschenkel    1', um den  magnetischen Widerstand des übrigen Kraft  linienweges     herabzuzetzen.     



  Bei dein Ausführungsbeispiel der Band  bremse nach     Fig.    5 bilden die in entsprechen-      den Abständen voneinander angeordneten  Ansätze 4 mit Polschuhen versehene Pol  zapfen, auf denen die Erregerspulen 16 sitzen,  so dass sich der magnetische Kraftfluss durch       Bremsscheibe,    Polzapfen und Band schliesst.  



  Um die Bremsbänder im Falle einer       Stromstörung    auch mechanisch betätigen zu  können, sind die Bremsbandenden mit Über  tragungsorganen verbunden, bei deren Be  tätigung sie sich geeneinander bewegen,  wobei das Bremsband" angezogen wird. In  Fig. 5 ist ein Ausführungsbeispiel einer sol  chen Einrichtung veranschaulicht. Auf die       Nasen    5 wirkt je ein Bolzen 17, die in der  Wandung des Gehäuses 7 längsbeweglich  geführt sind und von je einem zweiarmigen  Hebel 18 beeinflusst werden. Die Hebel 18  besitzen einen kurzen und einen langen  Hebelarm und sind in Ansatzlaschen 19 und  den Zapfen 20 des Gehäuses 7     verschwenk-          bar    gelagert. Sie werden durch irgendeine  geeignete Hebelvorrichtung betätigt.  



  Die analytische     Untersuchung    zeigt, dass  bei der magnetischen Einrichtung mit Band  bremse im Gegensatz zur unmagnetischen die  Umfangskraft proportional dem Radius der  Bremsscheibe wächst, was einen weiteren,  ausserordentlichen Vorteil bedeutet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektromagnetische Einrichtung mit Bremsband, insbesondere Kupplung oder Bandbremse, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe im wesentlichen aus einem aus ferro- magnetischen Material hergestellten, mit einer Erregerwicklung versehenen Bremsband und einem von diesem umschlungenen, scheiben förmig-zylindrischen Bremskörper besteht, der, ebenso wie das Bremsband, bei stromdurch flossener Erregerwicklung dem magnetischen Kraftfluss ausgesetzt ist, so dass durch Fest halten des einen Bremsbandendes und frei beweglichlassen des andern Bremsbandendes, ausser der durch die Erregung der Wicklung entstehenden magnetischen Haftkraft, die so genannte Bandwirkung (das heisst Seilreibung) erzielt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsband (1) einen annähernd U-förmigen Querschnitt besitzt und in seinem Ringraum die Er regerwicklung (10) untergebracht ist, bei deren Erregung das Bremsband mit seinen Schenkeln (1') gegen den Umfang des Bremskörpers gepresst wird und das eine Bremsbandende (5) gegen einen festen Anschlag (9) stösst, während sich das andere Bremsbandende (5) von dem An schlag (9) wegbewegt, so dass ausser der magnetischen Haftkraft die sogenannte Bandwirkung nach beiden Drehrichtungen der abzubremsenden beziehungsweise zu kuppelnden Welle (8 beziehungsweise 8'") erzielt wird. 2.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden des Bremsbandes (1) mit je einer Nase (5) versehen sind, die in eine Ausnehmung (6) des Gehäuses (7) eingreifen, deren quer zur Bandbewegung stehende Begrenzungsflächen (9) Wider lager für die Bremsbandnasen (5) bilden. 3. Einrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsband zwecks sicheren Loslösens vom Bremskörper nach aussen federnd ist und zur Erzielung einer besseren Federwirkung an seinen Schen keln in Abständen radiale Schlitze (3) aufweist. 4.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Brems band an seiner dem Bremskörper zuge kehrten Seite mit Erregerspulen versehene Polzapfen (4) aufweist, so dass der mag netische Kraftfluss sich durch Bremskörper. Polzapfen und Bremsband schliesst. 5. Einrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung für den Fall einer Stromstörung das elektro magnetische Bremsband auch durch me- chanisch wirkende Übertragungsorgane be- tätigbar ist. 6.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Getriebege häuse (7) zwei auf das .Bremsband einwirkende, durch ein Hebelgestänge (18) zu betätigende Druckbolzen (17) gela gert sind.
CH179187D 1934-09-22 1935-02-15 Elektromagnetische Einrichtung mit Bremsband, insbesondere Kupplung oder Bandbremse. CH179187A (de)

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