CH179204A - Anlassvorrichtung an Verbrennungskraftmaschinen. - Google Patents

Anlassvorrichtung an Verbrennungskraftmaschinen.

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CH179204A
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Inventor
Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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      Anlassvorrichtung    an     Verbrennungskraftmaschinen.       Die vorliegende     Erfindung    bezieht sich  auf eine     Anlassvorrichtung    an     Verbrennungs-          kraftmaschinen,    bei der das     Ritzel    mit der  Antriebswelle mittelst einer durch ein     achsial     sich bewegendes     Pressglied    beeinflussten,  selbsttätig wirkenden Reibscheibenkupplung  verbunden ist, und zum Einspuren längs  verschoben werden kann.

   Die bekannten An  lasser dieser Art haben den Nachteil, dass  der Zahnkranz des Schwungrades und das       Ritzel    beschädigt oder zum mindesten stark  abgenützt werden, wenn die Zähne des     Ritzels     beim Einspuren auf die Zähne des Schwung  rades stossen, weil bei dem Zusammentreffen  der Zähne das ganze Drehmoment der An  lassvorrichtung auf das     Ritzel    übertragen  wird.

   Um diesen Nachteil zu beheben, hat  man schon bei elektrischen Anlassern ein  Hilfsfeld vorgesehen, das während des Ein  spurens des     Ritzels    nur ein geringes Dreh  moment abgeben kann und dem nach dem  Einspuren des     Ritzels    in Abhängigkeit vom       Ritzelweg    das Hauptfeld, das das volle Dreh  moment erzeugt, hinzugeschaltet wird. Auch    ist schon vorgeschlagen worden, beim Ein  spuren des     Ritzels    durch das Hilfsfeld die  Drehrichtung des Ankers umzukehren. Diese  Vorrichtungen haben den Nachteil, dass um  ständliche Vorrichtungen nötig sind, um die  Feldwicklungen in Abhängigkeit von der  Stellung des     Ritzels    umzuschalten.

   Um alle  diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäss  der Erfindung ein Teil der Kupplung, un  wirksam gehalten, bis das     Ritzel    mindestens  teilweise in die     Schwungkranzverzahnung     eingedrungen ist.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes veran  schaulicht. Es zeigt:       Fig.    1 eine     Anlassvorrichtung    im Längs  schnitt,       Fig.    2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der       Fig.    1,       Fig.3    eine zweite     Ausführungsform    im  Längsschnitt,       Fig.    4 einen Schnitt nach der Linie 4-4  der     Fig.    3.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach den     Fig.    1      und 2 ist 1 die Ankerwelle eines Elektromo  tors 2. Auf der Ankerwelle ist eine Hülse 3  drehbar angeordnet. Das am Ende der Anker  welle liegende Ende der Hülse ist als     Ritzel    4  ausgebildet, während am andern Ende der  Hülse ein Gewinde 5 angebracht ist, auf  dem eine Mutter 6 sich verschrauben kann.  Diese Mutter bildet einen Teil einer Reib  kupplung 7, die die Ankerwelle 1 mit der  Hülse 3 kuppeln soll. Das Gegenstück zu  der Mutter 6 ist eine Schale 8, die auf der  Ankerwelle     aufgekeilt    ist.

   Zwischen der  Mutter und der Schale sind in üblicher Weise  Reibscheiben 9 und 10 angeordnet, die in  Nuten 11 und 12 der Mutter     bezw.    der  Schale eingreifen. 13 ist eine Druckplatte  für die Reibscheiben, die sich gegen ein       Widerlager    14 abstützen kann und 15 ist  ein Flansch der als     Pressglied    der Kupplung  dienenden Mutter 6. Bei einer der mit der  Schale verbundenen Scheiben, der Scheibe       10a,    sind die in die Nuten der Schale ein  greifenden Lappen 16 über den Schalenrand  hinaus verlängert. Am Gehäuse 17 des An  lassers ist eine Ringscheibe 18 angebracht,  die für die Lappen 16 der Scheibe     1011    einen  Anschlag bildet und auf der der Druckplatte  13 zugekehrten Seite der Lappen liegt.

   In  dem Flansch 15 der Mutter 6 sind kleine  Druckfedern 19 eingelassen, die diejenigen  Scheiben, -die zwischen dem Flansch und  der Ringscheibe 18 liegen, sanft gegen diese  pressen. In der Ruhelage der     Anlassvorrich-          tung    ist der Abstand a der Druckplatte 13  von den Reibscheiben grösser als der Abstand       ss    des     Ritzels    4 von dem     Schwungradzahn-          kranz    20 des Verbrennungsmotors.  



  Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung  ist folgende:  Um den Verbrennungsmotor anzuwerfen,  wird der Elektromotor 2 eingeschaltet. Der  Anker des Motors wird in bekannter Weise  in das Feld des Elektromotors eingezogen  und dadurch das auf der Ankerwelle sitzende       Ritzel    gegen den Schwungkranz des Ver  brennungsmotors hin bewegt. Bei dieser  Verschiebung des Ankers wird die ganze  Kupplung 7 ebenfalls mitbewegt. Die kleinen    Federn 19 der Mutter 6 drücken die Reib  scheiben beständig in der Richtung gegen  die Druckplatte 13     bezw.    Ringscheibe 18. so  dass also die Scheiben die     achsial    gerichtete  Bewegung des Ankers nicht mitmachen, so  dass die Druckplatte 13 immer näher an die  Reibscheiben herankommt.

   Wenn das     Ritzel     den Weg     ss    zurückgelegt hat, beginnt es in  dem Zahnkranz 20     einzuspuren.    Da der  Weg     (3    kleiner ist als der Abstand a der  Druckplatte 13 von den Reibscheiben,     karm     diese mit den Reibscheiben nicht früher in  Berührung kommen, als bis das     Ritzel    schon  um einen gewissen Betrag in den Zahnkranz  eingespurt ist, das heisst die Reibscheiben 9,  10 können erst darin alle zur Wirkung kom  men, wenn die     Ritzelzähne    sich schon zwi  schen den     Schwungkranzzähnen    befinden.

   Ist  das     Ritzel    ganz eingerückt, hat die Druck  platte 13 die Reibscheiben so weit vorge  schoben, dass die Scheibe     10a    nicht mehr an  der Ringscheibe 18 anliegt und daher alle  Scheiben zwischen dem     Alutterflansch    15 und  der Druckplatte 13     zusammengepresst    werden  können.  



  Wenn aber     Ritzelzahn    auf Schwung  radzahn stösst, was nach Zurücklegen des  Weges     ss    stattfinden kann, wird das     Ritzel     festgehalten. Die Mutter 6 wird von den  zwischen dem Flansch 15 und der Ring  scheibe 18 liegenden Scheiben mitgenommen  und schraubt sich gegen die Scheiben hin.  Da in dieser Stellung die Druckplatte 13  noch nicht an den Reibscheiben anliegt,  werden nur die zwischen dem Mutterflansch  15 und der Ringscheibe 18 liegenden Schei  ben zusammengepresst.

   Da das von einer  Reibscheibenkupplung übertragbare Dreh  moment im wesentlichen proportional der  Reibfläche der Scheiben ist, ist das von den  wenigen Scheiben (im gezeichneten Beispiel  zwei Scheiben) übertragene Drehmoment nur  klein, so dass eine Beschädigung der     Ritzel     und     Schwungkranzzähne    vermieden wird.  Der Übergang vom niederen zum hoben  Drehmoment geht an der Kupplung selbst  tätig vor sich, weil beim Vorschieben des       Ritzels.    zwangsläufig die Druckplatte 13 an      die Reibscheiben heran und die Scheibe 16  von dem Anschlag 18 wegbewegt wird.  



  Beim zweiten     Ausführungsbeispiel,    das in  den     Fig.    3 und 4 dargestellt ist, wobei Teilen,  die Teilen der Ausführungsform nach den       Fig.    1 und 2 entsprechen, dieselben Bezugs  zeichen verwendet sind wie in     Fig.    1 und 2,  wird die am Flansch 15 der Mutter 6 an  liegende Reibscheibe 25, die den Boden eines  Topfes     25     bildet, durch eine Feder 26 gegen  den Flansch 15 der     Pressmutter    6 gedrückt.  Die Feder 26 stützt sich gegen ein Wider  lager 27, das an der Kupplungsschale 8 an  gebracht ist, ab. Die Feder 26 ist so be  messen, dass ihr Druck von der Einzugskraft  des Ankers überwunden wird, wenn die  Mutter 6 an dem Lager 28 anliegt.

   In diesem  Fall wird die Druckplatte 13 so weit gegen  die Reibscheiben vorgeschoben, dass sie diese       gegen    den Flansch der Mutter 6 andrückt,  wodurch sämtliche Scheiben kraftschlüssig  werden, das heisst das volle Drehmoment des  Ankers übertragen wird. Wenn Zahn auf  Zahn stösst, ist nur die Reibung zwischen  dem Flansch 15 und der Reibscheibe 25 für  die Übertragung des Drehmomentes vom       Anker    auf das Ritze] wirksam.  



  Die     Anlassvorrichtung    gemäss der Erfin  dung ermöglicht schon vor dem Einspuren  des     Ritzels    auf das volle Drehmoment des  Anlassers zu gehen, ohne befürchten zu  müssen, dass dann beim Einspuren das Ritze]  und der Zahnkranz des Schwungrades be  schädigt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anlassvorrichtung an Verbrennungskraft maschinen, bei der das Ritze] mit der An triebswelle mittelst einer selbsttätig wirken den, durch ein irr achsialer Richtung beweg liches Pressglied beeinflussten Reibscheiben kupplung verbunden ist und zum Einspuren längsverschoben wird, dadurch gekennzeich net, dass ein Teil der Kupplung unwirksam gehalten wird, bis das Ritze] mindestens teilweise in die Schwungkranzverzahnung eingedrungen ist.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Anlassvorrichtung gemäss Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung an der Kupplung, die vor dem Einspuren des Ritzels die Übertragung nur eines Teils und nach dem Einspuren die des ganzen von der Anlassvorrichtung aufge brachten Drehmomentes zulässt. 2. Anlassvorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass zum Einspuren des Ritzels nur ein Teil der Reibscheiben und zum Anwerfen des Motors alle Reibscheiben in Wirkung sind.
    3. Anlassvorrichtung gemäss Patentansprueh und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Einspuren des Ritzels wirksamen Reibscheiben zwi schen dem Pressglied und einem in bezug auf die Kupplung feststehenden Anschlag eingespannt werden. 4. Anlassvorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 3, gekenn zeichnet durch einen am Gehäuse des Anlassers angebrachten Anschlag (18) und eine mit dem treibenden Teil der Kupp lung verbundenen Reibscheibe (10a), die Ansätze (16) hat, die über den äussern Umfang der Kupplung vorstehen und an dem Anschlag anliegen können.
    5. Anlassvorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibscheiben durch Federn (19) gegen den Anschlag gedrückt werden. 6. Anlassvorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass eine mit dem treibenden Teil der Kupplung verbundene Reibscheibe (25) durch eine Feder (26), die sich gegen diesen Teil der Kupplung abstützen kann, gegen das Pressglied der Kupplung ge drückt wird. 7. Anlassvorrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibscheibe (25) unmittelbar an dem Pressglied anliegt.
CH179204D 1933-11-04 1934-10-08 Anlassvorrichtung an Verbrennungskraftmaschinen. CH179204A (de)

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