CH179241A - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre.

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CH179241A
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vapor
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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      Elektrische    Entladungsröhre.    Es ist bekannt, elektrische Entladungs  röhren mit     lletalldampffüllung    zur Licht  aussendung zu verwenden. Neuerlich sind  insbesondere solche Entladungsröhren in     .den     Vordergrund getreten. die den Dampf von  verhältnismässig     schwerflüchtigen        i4Ietallen,     das heisst Metallen, deren     Dampfdrueh    bei  einer     Temperatur    von 200' C kleiner als  1. mm ist, z.

   B.     Natrium,    Kadmium,     Thal-          lium    oder Magnesium,     enthalten.    Zur Ent  wicklung eines hohen     @letall,dampfdrückes     hat man diese Entladungsröhren bereits in  eine zweite Hülle eingeschlossen     und    dabei  den Raum zwischen der Entladungsröhre  und der zweiten Hülle evakuiert.     Dieser     evakuierte Raum hat eine wärmeisolierende  Wirkung, durch welche die     'V#'ärmeabgabe     der Entladungsröhre verringert und die Er  reichung des erforderlichen     L#leta.lldampf-          druckes    erleichtert wird.  



  Im Patent Nr.<B>167945</B> wurde     vorgeschla-          aen,    die erwähnte zweite Hülle, welche die       Entladungsröhre    ganz umschliesst und mit    dieser Röhre baulich ein Ganzes bildet,  durch eine doppelwandige Hülle zu ersetzen  und dabei den Raum zwischen den Wänden  der Hülle zu     evakuieren.    Dieser evakuierte  Raum zwischen den Wänden der Hülle übt  dann eine gleiche     Isolierwirkung    aus wie der  evakuierte Raum     zwischen        der    Entladungs  röhre und der vorerwähnten, diese Röhre  ganz umschliessenden Hülle.

   Die Verwen  dung einer doppelwandigen Hülle hat den  Vorteil, dass sie mit der Entladungsröhre  nicht ein Ganzes zu bilden braucht, da die  Hülle und die Röhre aus zwei     gesonderten,     voneinander unabhängig zu handhabenden  Stücken bestehen kann, was bei der Herstel  lung, beim Transport und bei der Auswechs  lung bei Bruch     usw.    von grosser Bedeutung  ist. Ausserdem wird der Vorzug erreicht,     dass     die Temperatur der Wand der Entladungs  röhre durch die     zwischen    der Röhre und der  Hülle vorhandene Luft ausgeglichen wird.  



  Es hat     ,sich    gezeigt, dass die Temperatur  des     EntladungsTaumes    und infolgedessen der      Metalldampfdruck stark durch Temperatur  schwankungen der Hülle beeinflusst werden  können, die z. B. durch Änderungen der Um  gebung, z. B. durch Temperaturänderungen  oder durch die Hülle treffenden Regen oder  Wind herbeigeführt werden.  



  Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile  zu beseitigen und die Entladungsröhren  weniger vom Umgebungszustand abhängig  zu machen.  



  Gemäss der Erfindung ist zu diesem  Zweck in dem evakuierten Raum, der die  Entladungsröhre umschliesst und mit dem       eigentliehen    Entladungsraum     nieht    in Ver  bindung steht, ein Stoff angebracht, der bei  Temperatursteigerung Gas beziehungsweise  Dampf entwickelt, wobei das Gas bezie  hungsweise der Dampf bei Temperaturab  nahme wieder in den     Aggregatszustand    des       eingebraehten    Stoffes zurückkehrt.  



  Zur Erläuterung der Erfindung denke  man sich z. B. eine     Natriumdampf    enthal  tende Entladungsröhre, die von einer doppel  wandigen Hülle umschlossen ist, wobei der  Raum     zwischen    den Wänden der Hülle       evakuiert    ist. Die innere Wand der Hülle,  (las heisst die an die Entladungsröhre gren  zende Wand, erhält ihre     Wärme    von der  Entladungsröhre durch Vermittlung der  Luft. Diese innere Wand überträgt ihre  Wärme auf die Aussenwand der Hülle,  namentlich durch Strahlung.

   Wenn die  Temperatur dieser Aussenwand durch eine  Steigerung der Umgebungstemperatur zu  nimmt, so nimmt die von der innern Wand  zu der äussern Wand gestrahlte Wärme  menge anfangs ab, was zu einer Steigerung  der Temperatur der Entladungsröhre und des       Dampfdruckes    führen würde.  



  Wenn sieh nunmehr in der Hülle auf der  äussern Wand ein Gas beziehungsweise  Dampf     entwickelnder    Stoff befindet, so er  folgt auch eine     Wärmeübertragung    durch       dieses    Gas (Dampf). Wenn     dieser    Stoff die  Eigenschaft hat, mehr Gas beziehungsweise  Dampf zu entwickeln, in dem Masse, wie die       Temperatur,der    Umgebung und infolgedessen  der Aussenwand wächst, so wird diese         Wärmeübertragung    bei steigender     Tempera-          tur    der Aussenwand grösser.

   Hierdurch wird  die Verringerung der Wärmestrahlung mehr  oder weniger ausgeglichen, so dass die Tempe  ratur und der Dampfdruck der Entladungs  röhre von der Temperatur der Aussenwand  und der Umgebung weniger abhängig wer  den.  



  Damit die Kompensation der veränder  lichen Wärmestrahlung durch die vom Gas  beziehungsweise Dampf bewirkte Wärme  übertragung nicht gestört wird, muss darauf       geachtet    werden, dass im evakuierten Raum  keine besondere     Heizquelle    vorhanden ist,  was z. B. der Fall sein würde, wenn in die  sem Raum eine Entladung stattfinden würde  oder ein Heizkörper angeordnet wäre.  



  Den in den evakuierten Raum einzufüh  renden Stoff kann man je nach den Umstän  den wählen, wobei darauf geachtet werden  soll, dass bei den Temperaturen, die dieser  Stoff während des Betriebes der Entladungs  röhre erhält, das entwickelte Gas (Dampf)  die für die beabsichtigte Wirkung     günstigen     Drucke annimmt. Es soll dafür Sorge ge  tragen werden, dass der Druck des Gases  beziehungsweise des Dampfes unterhalb der  Grenze bleibt, über welcher Druckänderun  gen keine Änderungen in der     übertragenen     Wärme mehr verursachen.  



  Man kann z. B.     Quecksilber    als     Üampf-          liefernden    Stoff benutzen. Der Quecksilber  dampfdruck hängt dabei von der Temperatur  der Aussenwand der Hülle ab, so dass z. B.  bei Zunahme der Temperatur dieser Aussen  wand der     Quecksilberdampfdruck    und in  folgedessen die     Wärmeübertragung    durch den       Quecksilberdampf    zunimmt. Wenn hin  gegen die Temperatur :der Aussenwand sinkt,  so nimmt der     Quecksilberdampfdruck    ab, da  ein Teil des Dampfes kondensiert und in den  flüssigen Zustand zurückkehrt.  



  Andere in Betracht kommende Stoffe,  die eine Dampfatmosphäre liefern, sind  z. B. hochsiedende Öle,     Quecksilberbrom:.d          (H,oBr2),    Bromnaphthalin.  



  Man kann auch dissoziierende Stoffe ver  wenden, die dabei ein Gas beziehungsweise           einen    Dampf liefern. So dissoziiert z. B.       Natriumborfluorid        (NaBFJ    in     Natrium-          fluorid        (NaF)    und     Borfluorid        (BFr.).    Die  erstgenannten sind feste Stoffe, während der  letztgenannte Stoff dampfförmig ist. Die  Reaktion ist umkehrbar, so     da,ss    zu jeder  Temperatur ein bestimmter Druck des     Bor-          fluorids    gehört.

   Ein anderer dissoziierender  Stoff ist     Ii.H._P.=0;,    der gemäss der Formel:  
EMI0003.0013     
  
    K_H@P.,0; <SEP> ' <SEP> 'KPO:" <SEP> -f- <SEP> H.0 <SEP> zerlegt.       Wenn der Druck des     entwickelten    Gases  (Dampfe) bei der Temperatur, welche die  Aussenwand der Hülle annimmt, zu gering  ist, so kann man den verwendeten Stoff an  einem andern Punkt im evakuierten Raum       anbringen.    Dieser Punkt soll dabei derart       ;gewählt    werden, dass sich die Temperatur an  dieser Stelle bei Änderung der Temperatur  der Aussenwand hinreichend ändert, um die  erforderliche Änderung im Gasdruck (Dampf  druck) herbeizuführen.  



  Im Patent Nr.     1(8973    ist z. B. vorge  schlagen worden, zwischen den Wänden der  Hülle einen Schirm anzuordnen. Dieser  Schirm nimmt beim Betrieb der Entladungs  röhre eine höhere Temperatur als die Aussen  wand der Hülle an. Wenn man als gas  liefernden Stoff z. B.     Mangankarbonat,    das  gemäss der Formel  
EMI0003.0019     
  
    1InCO <SEP> E <SEP> 'InO <SEP> -1- <SEP> C0@       zerlegt, zu benutzen wünscht, so würde die  ser Stoff auf dem genannten Schirm ange  bracht werden können. Dieser Stoff     eignet     sich nämlich nicht zum Aufbringen auf die       Aussenwand    der Hülle, da der Druck der  Kohlensäure bei den gewöhnlich auftreten  den Temperaturen dieser Aussenwand zu  niedrig ist.  



  Wenn die verwendete Substanz nicht  flüssig, sondern fest ist, empfiehlt es sich.  sie über eine grosse Oberfläche zu verteilen,  wodurch die Gleichgewichtseinstellung bei  Temperaturschwankungen     beschleunigt    wird.       Wenn    der Stoff dabei in den     @Teg    der aus  tretenden Lichtstrahlen gelangt, so wird er    zweckmässig in Form einer dünnen, für Licht  durchlässigen Schicht angebracht.  



  Die Erfindung hat auch den Vorteil, dass  die zur Entwicklung des erforderlichen  Dampfdruckes in der Entladungsröhre be  nötigte Zeit vermindert wird. Bei .der In  betriebsetzung ist. nämlich der Druck des  Gases (Dampfes) im evakuierten Raum sehr  gering, so     da,ss    die Wärmeübertragung durch  dieses Gas (Dampf) gering ist. Erst wenn  dieser Druck unter dem Einfluss der Heizung  der Aussenwand des evakuierten Raumes zu  wachsen anfängt, beginnt dieses Gas (Dampf)  sich mehr an der Wärmeabfuhr zu beteiligen.  



  Auch hat es sich gezeigt, dass die Ent  ladungsröhre gegen Schwankungen in der       Speisespannung    weniger empfindlich ist.  



  Wenn die Entladungsröhre nicht von  einer     doppelwandigen,    sondern von einer     ein-          wandigen    Hülle umgeben ist, so spielt diese  Hülle die gleiche Rolle wie die Aussenwand  der doppelwandigen Hülle, weshalb in     @die-          sem    Falle die Substanz in dem zwischen der  Wand der Entladungsröhre und der Hülle  gebildeten evakuierten Raum angebracht  wird.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Gegenstandes der Erfindung  schematisch dargestellt.  



  Die dargestellte Entladungsröhre 1 ent  hält eine von .der Seite gesehen     schrauben-          linienförmig    gewickelte     Kathode    2 und zwei  Anoden 3 und 4. Der eigentliche Ent  ladungsraum ist vom obern Ende der Röhre  durch einen Schirm 5 getrennt, der verhin  dert, dass der im Entladungsraum befind  liche Metalldampf in das obere Ende der  Röhre vordringt. Der Entladungsraum ent  hält nämlich     neben    einer Menge Edelgas,  z. B. Neon, eine Menge metallisches Natrium,  dessen Dampf sich an der Lichtemission be  teiligt.

   Zur Erleichterung .der Entwicklung  des erforderlichen     Natriumdampfdruckes    ist  die Röhre mit     einer        doppelwaudigen    Hülle 6  umgeben, wobei der Raum zwischen den  Wänden dieser Hülle evakuiert ist. Sowohl  die Entladungsröhre 2 als auch     die    Hülle 6  können mit einem Sockel ausgestattet sein,      mit dem sie an einer Fassung befestigt wer  den können. Dabei kann dafür Sorge ge  tragen werden,     dass    der Raum zwischen der  Röhre und der Hülle an der obern Seite ab  geschlossen wird.

   Auf diese Weise ist die  Entladungsröhre von einem evakuierten       Raum    umgeben, der nicht mit dem     Ent-          la:dungraum    in Verbindung steht, und in  dem weder eine     Entladung    stattfindet noch  eine andere Wärmequelle vorhanden ist. Im  evakuierten Raum ist eine menge flüssiges  Quecksilber 7 vorhanden. Dieses Quecksilber  entwickelt im Raum Quecksilberdampf, des  sen Druck von der Temperatur der Aussen  wand 8 der Hülle abhängig ist. Die Wärme  übertragung durch diesen     Quecksilberdampf     von der Innenwand 9 zu der Aussenwand 8  ist unter anderem vom Quecksilberdampf  druck und     infolgedessen    von der Temperatur  der Aussenwand abhängig.

   Daneben findet  auch eine Wärmeübertragung durch Strah  lung     statt.    Bei Zunahme der Temperatur der  Aussenwand nimmt die     Wärmeübertragung     durch den     Quecksilberdampf    zu, aber die  Wärmestrahlung nimmt ab. Dies hat zur  Folge,     dass    die Temperatur der Entladungs  röhre unabhängiger von der Temperatur der  Wand 8 ist, als bei Abwesenheit des Queck  silbers in der Hülle.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre mit 1VIeta11- dampffüllung, die von einem nicht mit dem Entladungsraum der Röhre in Verbindung stehenden, keine Wärmequelle enthaltenden. evakuierten Raum umschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich in diesem evakuier ten Raum ein Stoff befindet, der bei Tempe ratursteigerung ein Gas beziehungsweise einen Dampf entwickelt, wobei das Gas be ziehungsweise der Dampf bei Temperatur abnahme wieder in den Aggregatszustand des eingebrachten Stoffes zurückli:ehrt. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, -dass der Stoff über eine grosse Oberfläche ver breitet ist. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoff in Formeiner dünnen, für Licht durchlässigen Schicht verbreitet ist.
CH179241D 1933-09-13 1934-09-05 Elektrische Entladungsröhre. CH179241A (de)

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