CH179244A - Nichtleitender Formkörper, insbesondere Stützkörper für die Elektroden elektrischer Entladungsgefässe. - Google Patents
Nichtleitender Formkörper, insbesondere Stützkörper für die Elektroden elektrischer Entladungsgefässe.Info
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Description
Nichtleitender Formkörper, insbesondere Stützkörper für die Elektroden elektriseber Entladungsgefässe. In der Technik werden häufig nichtleitende Oxyde zur Herstellung von Forrnkörpern ver wandt. Hierzu benutzt man vor allem die Oxyde von Aluminium und Magnesium. Es ist üblich, die Oxyde mit Talkum; Schamotte inehl oder andern silikathaltigen Stoen als Sinterzusatz zu mischen. Für manche Zwecke haben sich die durch Brenneu dieser Gemische hergestellten Formkörper jedoch nicht be währt.
Sie zeigten bei höheren Temperaturen eine zunehmende elektrische und Wärmeleit- fähigkeit, ungünstige elektrische Eigenschaf ten, wie z. B. hohe dielektrische Verluste und eine schlechte Temperaturwechselbestän- digkeit. Zur Verbesserung der elektrischen Eigenschaften hat man daher vorgeschlagen, besonders gereinigte Oxyde zu verwenden. Es gelang aber mit den üblichen Arbeitsver- fahren nicht, aus diesen reinen Oxyden Form körper herzustellen, die allen Anforderungen gerecht wurden.
Durch eingehende Versuche wurde fest gestellt, dass iiri Gegensatz zu der ursprüng- lieben Anschauung durch die Verwendung von Gemischen genügend reiner Oxyde, und zwar durch die Verwendung eines Gemisches aus Magnesiumoxyd mit einem Zusatz von Berylliumoxyd, ausgezeichnete nichtleitende Formkörper in wesentlich einfacherer Weise als aus den einzelnen reinen Oxyden herge stellt werden können. Je nach den Eigen schaften, die von dem Formkörper verlangt werden, kann der Berylliumoxydziisatz von einer geringfügigen Beimengung bis zu einem Gehalt von etwa 40 /o gesteigert werden.
Die Oxyde werden zweckmässig als Pulver gemischt und in Formen gepresst und ge brannt. Ebenso können die Formkörper durch Spritzen, fjiessen und ähnliche Verfahren ge formt werden. Es ist auch möglich, sie lau fend im Anschluss au die Formgebung zu trocknen und zu brennen. Dieses Verfahren kann insbesondere beim Spritzen der Form körper Bedeutung haben.
Die aug den genannten Stoffen hergestell ten Formkörper haben infolge ihrer Zusammen- Setzung eine etwas geringere Sintertemperatur als die aus den einzelnen Oxyden hergestell ten Körper. Diese Eigenschaft ist beispiels weise bei der Herstellung nichtleitenderSpritz- sörper für elektrische Entladungsgefässe wich tig. Die Herabsetzung der Sintertemperatur ermöglicht es, die Körper mit den an ihnen befestigten Metallteilen zu erhitzen, ohne dass irgendwelche Schädigungen zu erwarten sind. Trotz der geringeren Sintertemperatur wird eine ausreichende Festigkeit erreicht.
Die Sintertemperatur liegt noch immer weit über der Temperatur, der die Körper während des Betriebes oder während der Herstellung der elektrischen Entladungsgefässe ausgesetztsind. Die Betriebstemperatur wird durch die ausser ordentlich geringen dielektrischen Verluste der nach der Erfindung hergestellten Form körper noch wesentlich herabgesetzt. Die elektrische Leitfähigkeit bei hohen Tempera turen ist gering. Besonders hoch ist die Tempe- raturwechselbeständigkeit.
Die endgültige Verarbeitung der aus Ge mischen reiner Oxyde bestehenden Formkörper kann überraschenderweise nach dem Brennen erfolgen. Obgleich die Stoffe für die praktische Verwendung, insbesondere in elektrischen Ent ladungsgefässen, ausreichend hart und wider standsfähig sind, können sie auch dann noch z. B. durch Bohren, Sägen und dergleichen mechanisch bearbeitet werden.
Dieser Vorteil tritt insbesondere beim Vergleich xnit Alu miniumoxyd und Magnesiumoxydin denVorder- grund. Während es bei Aluminiumoxyd und Magnesiumoxyd notwendig war, die Körper erst zu formen und dann zu brennen, wobei naturgemäss die verlangte Gestalt nicht genau eingehalten werden konnte, ist es bei den Formkörpern nach der Erfindung möglich, die endgültige Bearbeitung erst nach dem letzten Brennen vorzunehmen. Die neuen Formkörper können daher mit einer bei keramischen Kör pern sonst nicht bekannten Genauigkeit her gestellt werden.
Die besondere Festigkeit gegen schnelle Temperaturänderungen macht die Formkörper nach der Erfindung für die Herstellung von Stützkörpern für die Elektroden in elektrischen Entladungsgefässen geeignet. Körper miteinem Gehalt von 20% Berylliurnoxyd haben sich hier sehr bewährt. Die auch bei hohen Tempe raturen geringen dielektrischen Verluste ge statten ihre Verwendung in Kurzwellenröhren.
Auch für Hochfrequenzkondensatoren und ähnliche Einrichtungen können die Form körper nach der Erfindung benutzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Nichtleitender Formkörper, insbesondere Stützkörper für die Elektroden elektrischer Entladungsgefässe, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem gesinterten Gemisch von reinem lYIagnesiumoxyd und bis zu 40 % reinem Berylliumoxyd besteht. UNTERANSPRUCH: Nichtleitender Formkörper nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch etwa 20 0j o Berylliumoxyd enthält.PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung eines Form körpers nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Gemisch von reinem Magnesiumoxyd und bis zu 40% reinem Berylliumoxyd erst fertig gesintert und dann endgültig geformt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE179244X | 1933-11-30 |
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| CH179244A true CH179244A (de) | 1935-08-31 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH179244D CH179244A (de) | 1933-11-30 | 1934-11-15 | Nichtleitender Formkörper, insbesondere Stützkörper für die Elektroden elektrischer Entladungsgefässe. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH179244A (de) |
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1934
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