Anordnung zur telephonischen Uhrzeit-Ansage. Die Erfindung bezieht ,sieh auf eine Ein richtung zur telephonischen Zeitansage. Der artige Einrichtungen sind an sich schon be kannt. :So ist zum Beispiel schon vorge schlagen worden, die Stunden und Minuten getrennt aufzuzeichnen und durch geeignetes wechselweises Ein- und Ausschalten von zwei Abtastorganen für die Stunden und die Mi nuten eine kontinuierliche Zeitansage zu er halten.
Die bisherigen Einrichtungen sind aber sehr kompliziert und dadurch sehr teuer. Zum Beispiel wird bei einer Ausführung vor geschlagen, die gesamten zur Zeitansage be nötigten Apparaturen synchron mit der Zeit zu bewegen, bezw. absatzweise in Abhängig keit von der Uhrzeit. Dies bedingt aber einen erheblichen Aufwand an Mitteln, um den synchronen Lauf aufrecht zu erhalten.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, in Anlagen dieser Art, die Stunden und die Minuten ansagende Sprachtöne in Form von Tonspuren auf einen Tonträger (Platte oder Trommel) aufzutragen und sie durch zum Beispiel aus der Bildtelegraphie bekannte optische Mittel abtasten zu lassen. Hierbei tritt nämlich sowohl bei den Tonträgern, als auch bei den Abtastorganen (Photozellen) auch bei dauerndem Betrieb überhaupt keine Abnutzung ein. Es wurde schon vorgeschla gen, die Aufzeichnung der Stunden und Mi nuten auf Kreisringen oder Kreisbögen vor zunehmen, derart, dass die zwölf oder vier undzwanzig den Stunden entsprechenden Kreisbögen auf dem einen Tonträger und die den 60 Minuten entsprechenden Kreis ringe auf einen andern Tonträger aufge bracht werden.
Bei einer vollen Ausnutzung der Kreisringe zur Tonaufzeichnung ist es nun aber schwierig, die Tonabnehmer in ge eigneter Weise so zu steuern, dass ein ab wechselndes Aussendender Stunden und Mi nuten gewährleistet ist. Ausserdem sind die diese Steuerung der Tonabnehmer vorneh menden Schaltorgane der Abnutzung unter- werfen.
Dieser Nachteil kann zum Beispiel dadurch vermieden werden, dass die Minuten und Stunden nur auf nicht in sich geschlos- eenen, voneinander getrennten Kreisbögen aufgezeichnet werden, und dass die Tonträger derart miteinander gekoppelt und relativ zu den Tonabnehmern angeordnet sind, dass, wenn der eine Tonabnehmer die ihm zuge ordnete Tonaufzeichnung abtastet, der andere Tonabnehmer über den keine Tonaufzeich nung besitzenden Teil seines Tonträgers hin weggleitet.
Die Grösse der Kreisbögen für ,die Stunden und die Minuten und die Anord nung der Tonträger- zueinander und zu den Tonabnehmern kann dann leicht derart ge troffen werden, dass sofort nach .der Ansage der Stunden die Ansage der Minuten er folgt.
Eine weitere vorteilhafte Massnahme bei derartigen Anlagen besteht darin, dass ausser der telephonischen Ansage der .Stunden und Minuten auch noch eine genaue Sekunden- übermittlung erfolgt, ohne dass die zur An sage der Stunden und Minuten dienende Einrichtung genau mit der Uhrzeit syn chronisiert werden muss. Dies geschieht zweckmässig dadurch, dass während der letz ten- Sekunden jeder Minute die Zeitansage unterbrochen wird, und an ihrer Stelle durch eine direkt von .der Hauptuhr gesteuerte Ein richtung, zum Beispiel 10 Sekundenimpulse oder ein mehrere Sekunden andauerndes Schlusszeiehen übermittelt werden.
Im fol genden sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand der Abbil- Üungen 1 bis 6 beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt ein Prinzipbild der ge samten Anlage. Der Teilnehmer T erreicht über die Vorwähler VW, Gruppenwähler GW und Leitungswähler<I>LW</I> des Amtes<I>A</I> die Zeitzeichensammelschiene Zs, die über den Überträger Ue an die beiden Tonabneh mer T1 und T= angeschlossen ist. Unter den Tonabnehmern drehen sich die beiden Ton träger, von denen der eine St die Stunden kreisbögen, der andere 31 die Minutenkreis bögen trägt.
Aus der Anordnung der Kreis bögen in der Abbildung ist auch ersichtlich, wie eine Überlappung der Minuten- und Stun denansagen vermieden wird. Es ist selbst verständlich auch möglich und liegt im Rah men der Erfindung, die Aufzeichnung der Minuten und Stunden auf einem einziuen Tonträger vorzunehmen, indem zum Beispiel die Radien sämtlicher Stundenringe grösser sind als der grösste Minutenring oder umge kehrt. Die Anordnung der beiden Tonabneh mer muss dann in entsprechender Weise so erfolgen, dass ebenfalls wieder keine Über lappung der Ansagen für die Stunden und die Minuten eintritt.
In der Fig. 2 ist eine beispielsweise Kon struktion einer der Ansage der Minuten die nenden Einrichtung dargestellt. Ein auf einer Grundplatte ruhender Motor 1 treibt mit sei nem Ritzel 2 mittelst eines Getriebes 3-10 .die Achse 11 fortdauernd und mit konstanter Drehzahl, mit der in geeigneter Weise der Tonträger 12 verbunden ist.
Dem Tonträger 12 gegenüber ist der Tonabnehmer 13 fest angeordnet, während die Teile 7-11 mit dem Tonträger 12 von einem um die Achse 15 schwenkbar gelagerten Rahmen 14 getra gen werden. Mittelst der Feder 16 wird der Rahmen 14 mit seinem Stift 17 gegen die Exzenterscheibe 18 gezogen. Diese Exzen- terschiebe sitzt auf einer Welle 19, die mit- telst der Zahnräder 20-22 und 23 von dem Motor 2 über eine nicht gezeichnete Rutsch kupplung angetrieben wird.
Die Sperrun; der Exzenterscheibe erfolgt durch das mit dem Zahnrade 21 fest verbundene Klinken rad 23 mit der Sperrklinke 24, die unter der Kontrolle des von einer Hauptuhr gesteuerten Magneten 25 steht. Wird der Magnet 25 von .der Hauptuhr H (Fig. 3) durch einen Mi nutenimpuls erregt, so zieht er seinen Anker an und gibt dadurch mittelst der Klinke 24 das Klinkenrad 23 für eine Drehung um eine halbe Zahnteilung frei.
Nach Abschaltung ,des Magnetes 25 durch .die Hauptuhr H kehrt dann der Anker 6 wieder in die gezeichnete Stellung zurück, und das Klinkenrad 23 fühl- wiederum eine einer halben Zahn teilung entsprechende Bewegung aus. Durch diese beiden Bewegungen des Klinkenrades 23 ist die Exzenterscheibe 18 um einen be stimmten Winkelbetrag weiter gedreht wor den. Der auf ihrem Umfange gleitende Stift 17 hat gleichzeitig damit den Rahmen 14 und damit den Tonträger 12 um einen be stimmten Weg relativ zu dem Tonabnehmer 13 bewegt. Dieser Weg ist nun so bemessen, dass er dem Abstande zweier Kreisringe ent spricht.
Durch die Form der Exzenterscheibe <B>18</B> wird ferner bewirkt, dass bei der Drehung der Scheibe um die ersten<B>180'</B> während der ersten 30 Minuten der Tonabnehmer den ersten, dritten, fünften usw. Ring (vom Rande der Scheibe nach dem Mittelpunkt hin gezählt) abtastet, während er bei der fol genden Drehung der Exzenterscheibe um <B>1.80'</B> während der letzten 30 Minuten die übrigen Kreisringe abtastet, indem er in einer der vorhergehenden Reihenfolge entgegenge setzten Richtung, nämlich von den Bögen kleineren Radius zu den Bögen grösseren Radius fortschreitend wieder über den Ton träger gleitet. Dadurch nimmt nach Ablauf von 60 Minuten der Tonträger wieder seine ursprüngliche Stellung relativ zum Tonab nehmer ein.
Diese Anordnung hat sich be sonders vorteilhaft erwiesen, da dadurch eine gleichmässige langsame Bewegung des Ton trägers bezw. des Tonabnehmers erzielt wird, während bei den bisher üblichen Anordnun- nen, gemäss .denen der Tonabnehmer stets von Ringen grösseren Radius zu Ringen kleineren Radius geführt wird, es .notwendig war, nach der 60. Minute den Tonabnehmer schnell auf den der ersten Minute entsprechenden Kreis ring wieder zurückführen.
Auf der Achse 11 des Tonträgers 12 ist ferner noch eine Nockenseheibe 26 angeord net, die einen Kontakt Cl steuert, dessen Wirkung später erläutert wird. Der auf der Exzenterscheibe 18 angebrachte Stift 27, der bei einer bestimmten Stellung der Egzenter- scheibe den Kontakt e2 schliesst, dient zur Fortschaltung der Stundenansageeinriehtung. Während nämlich die bisher beschriebene Einrichtung,
abgesehen von der andern Form der die Bewegung des Tonabnehmers relativ zum Tonträger bewirkenden Egzenterscheibe in gleicher Weise für die Stundeneinriehtung vorgesehen ist, ist dieser Nocken 2 7 mit dem Kontakt e2 nur bei der Minuteneinrichtung vorhanden, und zwar erfüllt er folgende Auf gabe: Beim Übergang von einer Stunde auf .die nächste Stunde, also in der 60.
Minute der ersten Stunde, nimmt die Exzenterscheibe die gezeichnete .Stellung ein und schliesst mit dem Stift 27 den Kontakt e2. Diese Kon taktschliessung bewirkt ein Zusammenwirken mit den von der Hauptuhr ausgehenden Mi nutenimpulsen (siehe Abbildung 3) durch eine Betätigung des dem Magneten 25 der Minuteneinrichtung entsprechenden Magneten 28 der Stundeneinrichtung, die somit einen Sehritt weitergeschaltet wird.
Die Schaltung der in der Abb. 2 sche niatisch dargestellten Tonabnehmer 13 für die Stunden- und Minutenansage ist in der I ig. 4 dargestellt. Die beiden Tonabnehmer 13' und 13" liegen parallel über den Kon takt cc2, der zum Ein- und Ausschalten der Zeitansage während der letzten Sekunden jeder Minute dient, im Eingang ,des Verstär kers V. Die verstärkten Tonabnehmerströme fliessen dann durch den Überträger Ue zu den Zeitzeichensammelschienen Zs (Abb. 1).
An der Primärseite des Transformators Ue liegt ferner noch über den einen Kontakt eines Wechselkontaktes b und den Ruhekon takt a3 der Kondensator C, der in der ge zeichneten Stellung des Wechselkontaktes mit einer f''rleiohspannung aufgeladen und nach Umlegen des Wechselkontaktes über die Pri märseite des Transformators U <I>e</I> entladen wird.
Diese Einrichtung wird von -der zweckmässig ebenfalls im Amte angeordneten Hauptuhr mittelst des Rades 29 (Fig. 5) ge steuert, das durch Schliessen des Kontaktes 31 mittelst seines Nockens 30 das Relais B einmal pro Sekunde erregt, und somit den Wechselkontakt b kurzzeitig umlegt. Diese Sekundenimpulse gehen aber nur auf die Zeitzeichensammelschienen, wenn der Kon takt a3 des Relais A der Fig. 6 geschlossen ist. Die Wirkungsweise des Relais A ist fol gende: Der Kontakt Cl der Fig. 2 sei ge schlossen.
Das Nockenrad 32, das synchron reit dem Nockenrad der Hauptuhr umläuft, befindet sich in der gezeichneten Stellung und hält somit den Kontakt 33 offen. Das Rad 32 ist so ausgebildet, dass es genau nach Ablauf einer Minute den Kontakt 33 schliesst und somit das Relais 4 über den Kontakt cl zum Ansprechen bringt. Dadurch werden die Kontakte a1 und a= geschlossen, der Kon takt a3 geöffnet.
Durch den Kontakt a1 legt sich das Relais in einen Haltestromkreis (-f-, 33, _4, cc, <I>-).</I> Der Kontakt a@ schaltet .die beiden Tonabnehmer, zum Beispiel die beiden Photozellen 13' und 13" ein. Wäh rend dieser Zeit erfolgt nun die telephonische Zc:ita.ii,age, wie sie oben beschrieben worden ist.
Es ist ersichtlich, dass durch die Ver- wenc?ring des Kontaktes e,. das Relais A nur ansprechen und somit die Zeitansage nur dann beginnen kann, wenn der Tonträger sich in einer ;anz bestimmten Lage relativ zum Tonabnehmer befindet, da nur dann der Kon takt cl geschlossen wird (Fig. 2). Durch ge eignete Anordnung des Nockenrades 26 auf der Achse 11 (Fig. 2) kann also die Ein schaltung der Zeitansage in dem gewünsch ten Augenblick vorgenommen werden, in dem keine Verstümmelung der Zeitansage eintritt.
Die von dem Rade 29 der Abb. 5 herrüh- xenden Impulse können während der Zeit- ansage nicht mehr durch das Öffnen des Kontaktes a. (Fig. 4) auf die Seite des Pri märtransformators Ue einwirken und sind so mit abgeschaltet.
Kürz vor dem Ende jeder Minute, zum Beispiel fünf oder zehn Sekunden vorher, wird durch das Nockenrad 32 der Kontakt 33 wieder geöffnet, das Relais A fällt ab, sobald der Kontakt c,_ geöffnet ist. Die Kon takte a1 und a2 werden wieder geöffnet und damit die Zeitansage unterbrochen, der Kon takt a3 dagegen wird geschlossen und damit die obenbesehriebene Aussendung der .Sekun denimpulse bewirkt.
Verwendet man eine Einrichtung, die mit mehreren Abtastorganen versehen ist, .dann kann leicht der Nachteil entstehen, dass die von dem einen Abtastorgan abgenommene Sprache erheblich lauter ist als die des an- lern Abtastorgans. Aus diesem Grunde ist eine den Abtastorganen entsprechende Zahl von die Lautstärke getrennt beeinflussenden und getrennt einstellbaren Mitteln vorge sehen.
Ordnet -man nämlich diese Mittel so an, dass jedes je ein Abtastorgan regelt, dann kann in einfacher Weise vor Inbetriebnahme des Apparates durch Einstellung dieser Mit tel die Lautstärke der von verschiedenen Ab tastorganen herrührenden Ansagen gleich mässig gross gemacht werden.
Die Fig. 7 zeigt ein zweites Ausführungs beispiel. Auf der Trommel 1 sind durch Auf bringen von Filmbändern oder dergleichen die Tonschriften für die Stundenansage bei 2 und für die Minutenansage bei 3 ange bracht. Als Abtastorgan für die Stunden dient die Ringphotozelle 4 und für die Mi nuten die Photozelle 5. Es liegt selbstver ständlich im Rahmen der Erfindung an Stelle von Ringphotozellen anders konstruierte Zel len zu benutzen. Diese Photozellen sind in den Gehäusen 6 und 7 angebracht, die in irgend einer geeigneten Weise auf Schlitten längs der Trommel 1 transportiert werden können.
Durch Zugfedern 8, 9 werden sie mit den an ihnen befestigten Rollen 10, 11 gegen Exzenterscheiben 12, 13 gezogen. Diese Egzenterscheiben haben die Aufgabe, die Abtastvorrichtungen minutlich bezw. stünd lich um einen Schritt vorwärts zu transpor tieren, indem zum Beispiel das Relais 14 durch von der Hauptuhr ausgehende Impulse stündlich und das Relais 15 minutlich er regt wird.
Diese Relais geben bei Betätigung ihrer Anker die auf der Trommelachse an geordneten Rutschkupplungen 16, 17 für eine Umdrehung frei, wodurch mittelst geeigneter Übersetzungen die Egzenterseheiben 12 und 13 durch die fortdauernd umlaufende Trom melachse um einen bestimmten Winkel ge dreht werden. Diese Drehung bewirkt dann .das Abtasten der Aufzeichnungen für die Minuten und Stunden. Als Lichtquellen für die Abtastorgane dient je eine Kinolampe 18, 1.9, deren Licht durch die Linsen 20, 21 ge sammelt wird.
Von dort aus gehen die beiden Lichtstrahlen parallel zu der Trommelachse zu den Abtastorganen 6, 7 und werden in diesen durch die Prismen 22, 23 senkrecht auf die Achse der Trommel gelenkt. Die weiterhin vorgesehenen Linsensysteme 24, 25 spitzen dann die Lichtstrahlen zu und be wirken in der von der Bildtelegraphie her bekannten Weise die Abtastung .der auf der Trommel befindlichen Aufzeichnungen.
Um nun sämtliche auf die Lautstärke der von den Abtastorganen herrührenden Sprache einwirkenden Momente in möglichst einfacher Weise so abgleichen zu können, dass keine Lautstärkeschwankungen bei der Zeitansage mehr auftreten, ist in den Stromkreisen der Lampen 18, 19 je ein Widerstand 26, 27 vorgesehen. Diese Widerstände können ge trennt voneinander eingestellt werden, und es ist nunmehr durch Einstellung der beiden Widerstände ohne Schwierigkeiten möglich, die Lautstärke der Zeitansage konstant zu halten.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, an Stelle von Widerständen, die in den Stromkreis der die Lichtstrahlen erzeugenden Lampen eingeschaltet werden, zum Beispiel optische Mittel zu verwenden, die in den Lichtstrahl eingeführt werden können und bei ihrer Verstellung mehr oder weniger Licht durchlassen.