CH179379A - Verfahren zur Herstellung eines Puzzolanzementes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Puzzolanzementes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Pnzzolanzementes. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung eines Puzzolanzementes, der im wesentlichen aus einem hochkalkigen und bei hoher Temperatur gebrannten Zement und gebranntem Ton besteht. Zur Herstellung eines derartigen Zementes hat man bisher Ton gebrannt und den ge brannten Toll mit Zementklinker vermahlen, oder man hat Ton gebrannt und fein ge mahlen und den gemahlenen, gebrannten Ton zusammen mit Zement vermischt. Der Anteil, mit dem gebrannter Ton in dem Puzzolan- zement vertreten sein kann, richtet sich nach der Beschaffenheit der Bestandteile des Puz- zolanzelnentes und dessen Verwendungszweck. Es ist ferner bekannt, dass sich zur Ge winnung von Puzzolanen nicht alle in der Natur vorkommenden Tone in dem gleichen Grade eignen. Im allgemeinen ist ein Ton umso besser geeignet, je mehr Tonsubstanz (A120.9 # 2Si02 # 2H20) er enthält. Ausschlag gebend für die Hydraulizität von gebranntem Ton ist ausser der Art des Tones auch die beim Brennen des Tones eingehaltene Tempe ratur und die Brenndauer. Das Maximum an Hydraulizität wird durch Brennen bei be stimmten, verhältnismässig niedrigen, etwa <B>550-8000</B> C betragenden Temperaturen er reicht. Es wurde gefunden, dass die in dem fertig gebrannten, noch glühenden Zementklinker enthaltene Wärme ausreicht, um eine hin reichende enge Ton in geeigneter Weise zu brennen. Demgemäss wird vorgeschlagen, einen Puzzolanzement, der im wesentlichen aus einem hochkalkigen und bei hoher Tempe ratur gebrannten Zement und gebranntem Ton bestellt, in der Weise herzustellen, dass das Brennen des Tones durch die in dem fertig gebrannten, noch glühenden Zement klinker enthaltene Wärme bewirkt wird und alsdann Klinker und gebrannter Ton fein zusammen vermahlen werden. Als Zementklinker ist insbesondere Port landzementklinker zu verwenden, so dass das Verfahrenserzeugnis indiesem Falleim wesent- liehen aus Portlandzement und gebranntem Ton besteht. Nach der) bekannten Verfahren und unter Verwendung der- in der Zementindustrie üb lichen Ofenanlagen ist ein Brennen von Ton bei den erforderlichen niedriger) Temperaturen nur unter Umständen möglich, die die Kon tinuität des Fabrikationsbetriebes und die Qualität des Erzeugnisses in Frage stellen. Auch sind bisher stets zwei getrennte Fabri kationsgänge erforderlich gewesen, um einen Puzzolanzement der in Frage stehenden Art zu erzeugen, nämlich das Brennen von Ton und die Gewinnung von Zementklinker. Nach dem neuen Verfahren kann dagegen der Ton in technisch einwandfreier und. für die Durch führung im kontinuierlich arbeitenden Gross betrieb, insbesondere Drehrohrofenbetrieb, ge eigneter Weise gebrannt werden und eine Zusammenlegung der beiden, bisher getrenn ten Fabrikationsgänge in einen einzigen Fabri kationsgang erfolgen, indem z. B. der rohe Ton dem glühenden Klinker zugesetzt -und dabei durch die in diesem enthaltene Wärme gebrannt wird. Im allgemeinen ist es zweckmässig, den Ton durch Trockenmassnahmen von seiner Grubenfeuchtigkeit zu befreien und zu zer kleinern. Der so vorbereitete rohe Ton kann dem glühenden Klinker an der Stelle zuge setzt werden, an der der Klinker aus dem Ofen austritt. Mit Rücksicht auf die Art und Menge des zugesetzten Tones kann der Ton gegebenenfalls auch in feuchtem Zustand oder an einer solchen Stelle dem glühenden Klinker zugesetzt werden, an der der Klinker eine höhere bezw. tiefere Temperatur aufweist, also bevor oder nachdem der Klinker den Ofen verlassen hat. Das Gemisch von heissem Klinker und zu brennendem Ton wird zweckmässigerweise in eine Drehtrommel, gegebenenfalls in die bei der Erzeugung von Drehofenklinker übliche, dem neuen Zweck entsprechend ausgestaltete Kühltrommel geleitet und in dieser so lange gehalten, bis der Ton durch die Klinkerwärme in dein richtigen Ausmass gebrannt ist. Meist wird es vorteilhaft sein, die Drehtrommel gegen Wärmeverluste zu schützen, z. B. durch Ausstattung der Drehtrommel mit einem feuer festen, isolierenden Innenfutter. Das Gemenge von Klinker und gebrann tem Ton wird in üblicher Weise fein ver mahlen. Dabei können geringe Mengen von solchen Stoffen zugesetzt werden, die in be kannter Weise das Abbinden des Zementes regeln oder die Erhärtung beschleunigen, wie z. B. Gips oder Calziumchlorid. Ferner kann das Gemenge von Klinker und gebranntem Ton vor der Vermahlung einen Zusatz von hydratisiertem Kalk .er halten. Durch einen solchen Zusatz wird vor allem die Plastizität des Puzzolanzementes, beziehungsweise des frisch bereiteten Mörtels oder Betons, erhöht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Puzzolan- zementes, der im wesentlichen aus einem hoch kalkigen und bei hoher Temperatur gebrann ten Zement und gebranntem Ton besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Brennen des Tones durch die in dem fertig gebrannten, noch glühenden Zementklinker enthaltene Wärme bewirkt wird, und alsdann Klinker und gebrannter Ton fein zusammen vermahlen werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zementklinker Portlandzementklinker verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ton dem glühen den Klinker zugesetzt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ton, bevor er dem Klinker zugesetzt wird, getrocknet und zerkleinert wird. 4. Verfahren naeb Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ton dem glühenden Klinker an der Stelle zugesetzt wird, an der der Klinker aus dem Ofen austritt. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ton dem glühenden Klinker zugesetzt wird, bevor der Klinker den Ofen ver lassen hat. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ton dem glühenden Klinker zugesetzt wird, nachdem der Klinker den Ofen ver lassen hat. 7.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch von heissem Klinker und zu brennendem Ton in eine Drehtrommel ge leitet und in dieser so lange gehalten wird, bis der Ton durch die Klinkerwärme gebrannt ist. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 und 7. dadurch gekennzeich net, dass eine Drehtrommel, die gegen Wärmeverluste geschützt ist, verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dar das Gemenge von Klinker und gebranntem Ton vor der Ver- mahlung einen Zusatz von hydratisiertem Kalk erhält.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE179379X | 1933-10-23 |
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| CH179379A true CH179379A (de) | 1935-09-15 |
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|---|---|---|---|
| CH179379D CH179379A (de) | 1933-10-23 | 1934-09-28 | Verfahren zur Herstellung eines Puzzolanzementes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH179379A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765120C (de) * | 1938-08-02 | 1954-02-22 | Westphal Hartbeton Ges | Bodenbelag mit einer Nutzschicht aus fettem Beton |
-
1934
- 1934-09-28 CH CH179379D patent/CH179379A/de unknown
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