CH179465A - Verfahren zur Erhöhung des Lichtreflexionsfaktors eines aus Aluminium oder seinen Legierungen bestehenden Gegenstandes und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung des Lichtreflexionsfaktors eines aus Aluminium oder seinen Legierungen bestehenden Gegenstandes und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand.

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CH179465A
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  Verfahren zur Erhöhung des     Lichtrefiexionsfalitors    eines aus Aluminium oder  seinen     Legierungen    bestehenden Gegenstandes und nach diesem Verfahren  ' erhaltener Gegenstand.    Ne     Erfindun-    betrifft ein Verfahren zur  Erhöhung des     Lichtreflexionsfaktors    eines       @I        us    Aluminium oder seinen Legierungen     be-          siehenden    Gegenstandes und einen nach die  sem Verfahren erhaltenen     Gegenstand.     



  Die hier     erwähnten        Gebenstä.n.de    sind     sol-          clie        mit:    reflektierenden Oberflächen, die zur       Reflexion    von strahlender     Energie        irgend-          weleher    Art bestimmt sind, und im beson  deren     lielrtreflektierende    Flächen     aufweisen,     die sieh für diffuse oder     spiegelnde    Re  flexion des Lichtes eignen.  



  Bei der Herstellung verschiedener Alu  miniumerzeugnisse mit     reflektierenden    Ober  flächen, wird die reflektierende Fläche in der  Regel entweder durch     uzen,    wenn die     Flä-          eb;>    beispielsweise dazu bestimmt ist, Licht  diffus zu reflektieren, oder durch mechani  sches     Polieren    erzeugt, wenn eine spiegelnde  Fläche verlangt wird. Solche     Flächen    unter-    liegen in ihrem Reflexionsvermögen während  der Verwendung einer Verschlechterung und  sind schwierig in ihrer     ursprünglichen    Wirk  samkeit zu erhalten oder auf dieselbe zu  rückzubringen.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung  kennzeichnet sich dadurch, dass man die     re-          fleItierende    Oberfläche des     Gegenstandes     elektrolytisch in einem     Borfluorwasserstoff-          säure    oder deren Salze enthaltenden Elektro  lyten behandelt.  



  Ein nach obigem Verfahren     herstellbarer     Gegenstand kennzeichnet sich dadurch, dass  er eine klare, glänzende, reflektierende Ober  fläche mit einem     Lichtreflexionsfaktor    von  <B>80</B> bis     8.5    Prozent aufweist.  



       Urn    das Reflexionsvermögen einer Alu  miniumfläche dauerhaft zu machen, hat man  den Vorschlag gemacht, die vorbereitete  Aluminiumfläche mit einem schützenden      Überzug,     beispielsweise    mit einem Oxyd  überzug oder einem durchsichtigen     Firnis-          oder    Lacküberzug zu versehen. Es sind äl  tere Verfahren nicht bekannt geworden,  durch die die reflektierende Fläche mit  Oxyd überzogen werden kann, ohne ihr Re  flexionsvermögen erheblich herabzusetzen,  offenbar aus dem Grunde, weil der erhaltene       Oxydüberzug    trübe und durchscheinend ist.

    Es hat sich gezeigt, dass die Verunreinigun  gen, die in der     Regel    auf einer Aluminium  fläche, im besonderen auf einer mechanisch  polierten Aluminiumfläche vorhanden sind,  zum grossen Teile anscheinend die Ursache  von trüben und durchscheinenden Überzügen  sind.

   Es hat sich ferner gezeigt, dass solche       Verunreinigungen    oder Fremdkörper, die auf  der Metallfläche vorhanden sein können, von  dem Metall durch     elektrolyI-tische    Behand  lung in gewissen Elektrolyten entfernt wer  den können, und dass bei einem nach dem  Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung  erhaltenen Gegenstand mit einer im     wesent-          liehen    aus reinem Aluminium bestehenden  Oberflächenschicht, letztere noch     anodisch     oxydiert werden kann, ohne ihr Reflexions  vermögen ernstlich zu beeinträchtigen.

   Es  können auch andere Arten von Schutzüber  zügen auf die verbesserten, durch das Ver  fahren gemäss der Erfindung erhaltenen re  flektierenden Flächen aufgetragen werden,  beispielsweise helle, durchsichtige Überzüge,  wie Lack oder Firnis.  



  Bei der     praktischen    Ausführung des Ver  fahrens gemäss der Erfindung     wird    der Alu  miniumgegenstand beispielsweise in einem  ein Salz der     Borfluorwasserstoffsäure    enthal  tenden Elektrolyten elektrolytisch behandelt.  Diesem Verfahren kann gegebenenfalls je  nach dem Oberflächenzustand des     Metalles     ein besonderes Reinigungsverfahren voran  gehen, um etwaigen Oberflächenschmutz und  <B>Öl</B> oder Fett zu entfernen, das auf der Me  tallfläche infolge der vorangehenden     Polier-          oder    sonstigen Bearbeitung vorhanden sein  mag, die ursprünglich zur     Herstellung    der  reflektierenden Fläche diente.

   Jedes geeig  nete Verfahren zur vorangehenden Reinigung    kann verwendet werden, jedoch ist ein Reini  gen mit einem Lösungsmittel oder einem das  Metall nicht angreifenden chemischen     Stoffe     jeder andern Bearbeitung, die ein Reiben der  Oberfläche mit sich bringt, vorzuziehen, da  die ursprüngliche Oberfläche, wenn sie hoch  poliert ist, durch Reiben verletzt werden  könnte.  



  Die Metalloberfläche wird durch Behand  lung in dem oben genannten Elektrolyten  geglänzt und anscheinend mit     einem    dünnen  durchsichtigen Überzug überzogen. Dieser  Überzug bietet für die glänzende reflektie  rende Oberfläche einigen Schutz gegen     Un-          ansehnlichwerden    durch den Gebrauch oder  durch atmosphärische Einflüsse. Man erhält       demnach    einen Gegenstand, der eine reine  glänzende, mit einer dünnen     schützenden     Haut überzogene reflektierende Oberfläche  hat, die als Reflektor     brauchbar    ist.  



  Der auf obige Weise behandelte Gegen  stand mit der reflektierenden Fläche kann  erneut     elektrolytisch    behandelt werden, um  durch     anodische    Oxydation einen zusätz  lichen verhältnismässig dicken, dichten Oxyd  überzug darauf zu bilden, der zum Schutz  der reflektierenden Fläche dienen soll. Unter  dem hier gebrauchten Ausdruck     "Oxydüber-          zug"    sind die übereinstimmend in der Tech  nik bezeichneten Überzüge gemeint, die zum  wesentlichen Teile aus Aluminiumoxyd be  stehen, und durch die     anodische    Oxydation  von Aluminium in Elektrolyten wie zum  Beispiel Schwefel-, Chrom- oder     Oxalsäure     erzeugt werden können.

   Die     oxydüberzogene,     reflektierende Oberfläche kann hierauf einer       Heisswasserbehandlung    unterworfen werden,  um den     Schutzüberzug    nicht absorbierend zu  machen. Die so erzeugte,     oxydüberzogene     Oberfläche behält den durch das elektroly  tische     Glänzverfahren    erteilten Glanz und ist  im wesentlichen fest gegen dauernde Ver  färbung und Anlauf infolge von Witterungs  einflüssen und Gebrauch, oder falls sie wäh  rend der Verwendung wieder gesäubert, bei  spielsweise mit Seife und Wasser gewaschen  wird.

   Die     Fleisswasserbehandlung    ist indessen  zur Erzeugung brauchbarer reflektierender      Flächen nicht notwendig, und es können mit  einem     Oxydüberzug    versehene, reflektierende  Flächen ohne diese Behandlung erzeugt wei  den.

   Als     Abschlussbehandlung,    besonders im  Falle der     Anwendung    der     Reisswasserbehand-          lung    kann ein sehr leichtes Polieren mit  Magnesia, Silberpolitur oder dergleichen er  wünscht sein, und diese Polierbehandlung       kann    auf der     oxydüberzogenen        reflektieren-          rIen    Oberfläche vorteilhaft vorgenommen   erden, ohne die glänzende reflektierende  Oberfläche des Gegenstandes zu beeinträch  tigen.  



  Es wird auf diese Weise ein Aluminium  gegenstand hergestellt, der eine reine glän  zende Oberfläche von hohem Reflexionsver  mögen hat und mit einem harten, .durchsich  tigen, nicht     adsorbierenden    Überzug versehen  ist, der im wesentlichen aus in einem Stück  mit der glänzenden Metalloberfläche gebil  deten Aluminiumoxyd besteht und der glän  zenden reflektierenden Oberfläche des Gegen  standes Dauerhaftigkeit und Beständigkeit  verleiht.  



  Wenn eine spiegelnde reflektierende     Flä-          ehe    gewünscht wird. kann man etwa wie  folgt vorgehen. Eine mechanisch polierte       Aluminiumfläche    wird zuerst einem voran  gehenden Reinigungsverfahren unterworfen,  um Oberflächenfett und Schmutz mittelst  eines Lösungsmittels oder eines chemischen  Reinigungsmittels, das     dass    Metall nicht       schädlich    angreift oder     anfrisst,    zu     entfernen;

       hierauf wird .der polierte Aluminiumgegen  stand zur Elektrode in einer eine Lösung  eines Salzes der     Borfluorwasserstoffsäure          enthaltenden        elektrolytischen    Zelle gemacht;  hierauf wird er einem     Sehutziiberzugsver-          fahren    unterworfen, in dem die jetzt elektro  lytisch     geglänzte        reflektierende    Aluminium  fläche zur Anode in der Lösung eines Elek  lrolyten gemacht wird, der auf der Ober  fläche des Metallee einen verhältnismässig  dicken und dichten     Oxydüberzug    bildet;

   als  dann wird er einer Behandlung in Wasser bei  80 bis 100   C unterworfen, um den Oxyd  überzug nicht     adsorbierend    zu machen, und  schliesslich wird er einer leichten Polierbear-         beitung    unterzogen, um jeden überflüssigen  Niederschlag zu entfernen, der auf der re  flektierenden Oberfläche infolge eines der  vorangehenden Prozesse entstanden sein mag.  Wenn eine diffus reflektierende Fläche ge  wünscht wird, kann man in der     gleichen     Weise vorgehen wie oben beschrieben wurde,  nur wird das Metall geätzt oder mechanisch  geschliffen, um die diffuse Oberfläche an  Stelle der mechanisch polierten vor den oben  genannten Behandlungen herzustellen, und  das vorangehende Reinigungsverfahren zur  Entfernung von Oberflächenfett und Schmutz  kann in der Regel fortfallen.

    



  Die elektrolytische Behandlung des Alu  miniumgegenstandes in einer eine Lösung  eines Salzes der     Borfluorwasserstoffsäure    als  Elektrolyt enthaltenden Zelle kann ohne vor  angehende Reinigung und ohne weitere Be  handlung, um auf der reflektierenden Ober  fläche einen dichten     Oxydüberzug    oder einen  Schutzüberzug von irgendeiner andern Form  zu erzeugen, durchgeführt werden. Auch  kann die reflektierende Oberfläche elektroly  tisch in der oben enannten Lösung und  hierauf     anodisch    in" einer andern, zweck  mässigen Lösung behandelt werden, um einen       Oxydüberzug    auf der Oberfläche herzustellen,  ohne dass eine Behandlung in heissem Wasser  oder eine abschliessende Polierbearbeitung  folgt.

   Die vorangehende Reinigung, die Be  handlung, um den     Oxydüberzug    in heissem  Wasser nicht     adsorbierend    zu machen und  das abschliessende Polieren sind willkürliche  Behandlungen, die nicht immer notwendig  sind. um die Vorteile der Erfindung zu ver  wirklichen.  



  Bei der erfindungsgemässen Behandlung  der     reflektierenden    Oberfläche kann entweder  Wechselstrom oder Gleichstrom verwendet  werden. Gleichstrom ist jedoch vorzuziehen,  da das Verfahren bei dieser Stromart leich  ter überwacht werden kann. Bei Verwendung  von Gleichstrom ist es     zweckmässig,    wenn  der Aluminiumgegenstand zur Anode in der  elektrolytischen Zelle gemacht wird. Gra  phikkathoden können mit     Vorteil    benutzt      werden. Ein befriedigendes Arbeiten erhält  man in der Regel mit Gleichstrom bei einer  Spannung von etwa 5 bis 25 Volt. Die ver  wendete Spannung ist jedoch weitgehend von  der Leitfähigkeit des     Elektrolyten    abhängig,  und diese wird sich mit seiner Zusammen  setzung, Konzentration und Temperatur än  dern.

   Es kann infolgedessen in manchen Fäl  len erwünscht sein, Spannungen ausserhalb  dieses Bereiches zu verwenden, und die gerin  geren     ,Spannungen    werden bei Elektrolyten  von hoher Leitfähigkeit und die höheren  Spannungen bei solchen von niedriger Leit  fähigkeit benutzt. Die     erwünschten    Arbeits  temperaturen liegen in der Regel zwischen       etwa    20 und 60   C, es kann aber auch vor  teilhaft sein, Temperaturen ausserhalb dieses  Bereiches bei Elektrolyten von ungewöhn  lich hoher oder niedriger Aktivität zu ver  wenden.

   Es hat sieh gezeigt, dass zur Erzie  lung der günstigsten Erfolge eine Strom  dichte von etwa<B>0,0109</B> bis 0,086     Amp.    je  cm\ (10 bis 30     Amp.    je     Qualdratfuss    oder 1,08  bis 8,6     Amp./dm@)    Anodenfläche geeignet ist,  wenn auch im wesentlichen irgend eine       Stromdichte    über etwa 0,324     Amp./dm'     (3     Amp.    je     Quadratfuss)    benutzt werden       kann.     



  Die Behandlungszeit im erfindungsge  mässen Elektrolyten richtet sich nach der  Stromdichte und dem Betrage der gewünsch  ten     Glänzung.    Eine Behandlung von 5 bis  15 Minuten wird im allgemeinen angemessene  Resultate ergeben, es können aber längere  oder kürzere Behandlungen benutzt werden.  Wenn Wechselstrom benutzt wird, werden  dieselben Arbeitsbedingungen hinsichtlich  Spannung, Temperatur und Stromdichte be  friedigende Erfolge liefern. Die Konzentra  tion des     Elektrolyten    sollte jedoch im all  gemeinen     geringer    als bei Gleichstrom sein.  und die erforderliche Behandlungszeit,     uni          gleichwertige    Erfolge zu erzielen, ist im all  gemeinen etwas länger.  



  Der Elektrolyt zur Erzeugung einer  glänzenden Aluminiumoberfläche kann her  gestellt werden, indem man zum Beispiel    Salze der     Borfluorwasserstoffsäure,    wie bei  spielsweise das     Ammoniumsalz,    Bleisalz,  usw. in Wasser löst. Es kann jedoch auch  die freie     Borfluorwasserstoffsäure    verwendet  werden.

   Ein geeignetes Verfahren zur Her  stellung -,eines für das erfindungsgemässe  Verfahren geeigneten Elektrolyten, wenn  zum Beispiel Salze der     Borfluorwasserstoff-          säure    nicht unmittelbar zur Verfügung  stehen, besteht darin,     Fluorwasserstoffsäure     und Borsäure zu     mischen.    Wenn der Elek  trolyt auf diesem Wege hergestellt wird,  sollten zwecks Erzielung günstigster Erfolge  ,die betreffenden Säuren im Verbindungsver  hältnis gemischt werden, wenn auch die Bor  säure oder die     Fluorwasserstoffsäure    in  mässigem Überschuss in dem Elektrolyt vor  handen sein kann.

   Wenn man nach dem  Mischen der Säuren die Lösung     einige    Zeit  stehen lässt, verhält sich die Lösung als Elek  trolyt befriedigender. Bei der     Herstellung     des erfindungsgemässen Elektrolyten sind  Verbindungen von verhältnismässig hoher  Reinheit vorzuziehen. Die Anwesenheit     von     einigen Verunreinigungen in dem Elektro  lyten verringert seine nützliche Lebensdauer  und beeinträchtigt die Güte der erzielten Er  gebnisse. Sulfate, die gewöhnliche Verun  reinigungen in handelsüblicher     Fluorwasser-          stoffsäure    sind, zeigen besonders diese Eigen  schaft.

   Man entfernt daher diese     voTzugs-          weise,    wenn solche Säure zur Herstellung des  Elektrolyten benutzt wird. Gewisse Verbin  dungen können auch dem Elektrolyten in  kleinen Mengen zugesetzt werden, ohne da  durch die Wirkung der     Borfluorwasserstoff-          säure    beim Glänzen der Metallfläche' nach  teilig zu beeinflussen. Zum Beispiel kann  eine kleine Menge     eines    Salzes wie     Ammo-          niumfluorid    zugesetzt werden, um die Leit  fähigkeit des Elektrolyten zu erhöhen.  



  Die Konzentration des     Salzes    der Bor  fluorwasserstoffsäure in dem Elektrolyten  wird sich mit dem benutzten Salz und in Ab  hängigkeit von der benutzten Stromart än  dern. Im allgemeinen ist die Konzentration  einer bei Wechselstrom zu     verwendenden    Lö  sung vorzugsweise beträchtlich geringer als      die     Konzentration    einer Lösung des glei  chen Salzes bei Benutzung von Gleichstrom.

    Wenn ein     Borfluorwasserstoffsäure    enthal  tender Elektrolyt bei Gleichstrom benutzt  wird, werden gute Erfolge beispielsweise bei  einer Konzentration von 2,5 Prozent dieser  Säure erzielt, und ein Elektrolyt mit einem  Gehalt von etwa 0,5 bis 5,0 Prozent Bor  fluorwasserstoffsäure (HBF,) ist besonders  vorteilhaft zur Behandlung von spiegelnd     re-          flektierenden    Aluminiumflächen. Bei Wech  selstrom gab ein     Borfluorwasserstoffsäure-          Elektrolyt,    der etwa 0,8 Prozent HBF, ent  hielt     günstige    Erfolge bei der Behandlung       spiegelnd    reflektierender Flächen.  



  Der Erfolg der Behandlung der reflektie  renden Aluminiumfläche auf die oben be  schriebene Art besteht darin, das Reflexions  vermögen der Oberfläche zu verbessern und  sie zu glänzen. Die Behandlung scheint eine  gewisse Lösung der Aluminiumoberfläche  mit sich zu bringen. Der Angriff der Ober  fläche durch diese elektrochemische Behand  lung ist jedoch so regelmässig, dass, wenn eine  spiegelnde reflektierende Fläche behandelt  wird, die Spiegelungsfähigkeit der Ober  fläche nicht erheblich beeinträchtigt wird.  Der hierzu     verwendete    Elektrolyt vermag  ,jedoch die Aluminiumfläche chemisch direkt  anzugreifen, wenn er ohne Einschaltung des       elektrischen    Stromes mit ihr in Berührung  gehalten wird.

   In diesem Falle ist der An  griff jedoch nicht regelmässig. -Man sollte  daher, besonders wenn spiegelnde Flächen  behandelt werden, dafür sorgen, dass der  Strom über die Dauer der Berührung der  Aluminiumfläche mit dem Elektrolyten auf  rechterhalten wird. Ferner ist die glänzende  reflektierende Fläche, die durch die elektro  chemische Behandlung erhalten wird, mit  einer durchsichtigen Haut überzogen, .die  ganz dünn und, nach den handelsüblichen       Normalien    beurteilt, ziemlich weich ist, aber  einigen Schutz für die glänzende Metall  fläche bietet.  



  Durch     anodische    Oxydation der Ober  fläche in geeigneten bekannten     Elektrolyten,       wie zum Beispiel     Oxalsäure    oder Schwefel  säure, kann ein harter schützender     Oxy    d  überzug in einem Stück mit der reflektieren  den Oberfläche bei einer nur geringen Ver  ringerung des Reflexionsvermögens, und  zwar von wesentlicher Dicke gebildet wer  ,den.

   Zu diesem Zwecke führt man die     ano-          dische    Oxydationsreaktion vorzugsweise in       Schwefelsäureelektrolyten    aus, da die erhal  tenen Überzüge im wesentlichen farblos, hell  und durchsichtig sind, und dieses Ergebnis  ist erwünscht, damit das Reflexionsvermö  gen so wenig als möglich verringert wird.  Es können auch andere, einen     Oxydüberzug     bildende Elektrolyten benutzt werden, die  Bildung eines farbigen, wolkigen oder durch  scheinenden     Oxydüberzuges    ist jedoch zu  vermeiden.

   An Stelle des harten.     schützendem          Oxydüberzuges    können andere Arten von  Schutzüberzügen auf die erhaltene Ober  fläche aufgebracht werden, zum Beispiel  helle Lacküberzüge. In diesem Falle wird  zwar das Reflexionsvermögen etwas herab  gesetzt, die überzogene Fläche wird jedoch,  wenn der Stoff des Überzuges selbst hell ist,  ein hohes Reflexionsvermögen haben und für  viele Zwecke befriedigen.  



  Die Schaffung eines harten, haftenden,  verhältnismässig dicken und dichten Oxyd  überzuges auf der erzeugten reflektierenden  Oberfläche ist indessen vorzuziehen, beson  ders da es möglich ist, auf diese Weise auf  die     reflel,:#tierende    Fläche einen Überzug auf  zubringen, der vollständig schützt, ohne im  wesentlichen das Reflexionsvermögen der er  haltenen Oberfläche herabzusetzen und im  wesentlichen gegen     Unansehnlichwerden.durch     den Gebrauch und äussere Einflüsse     wider-          standsfä,hig    ist, da er leicht gewaschen oder  in sonstiger Weise gereinigt werden kann,  um     seinen    ursprünglichen Glanz wiederher  zustellen.

   Die Grösse der Verringerung des       Reflexionsvermögens,    die durch das Aufbrin  gen der erwähnten     Oxydüberzüge    auf die  vorbereitete reflektierende Oberfläche be  wirkt     wird,        ändert    sich mit der Dicke des  Überzuges und mit der Reinheit der Alu  miniumoberfläche selbst.

   Bei reinen Alu-           miniumflächen    beispielsweise kann eine Oxy  dation in einem siebenprozentigen Schwefel  säureelektrolyten während etwa 15 bis 20 Mi  nuten bei etwa 1,3     Amp./dm2        (i2        Amp.    je  Quadratfuss) Stromdichte     durchgeführt;    wer  den, ohne das Reflexionsvermögen der Ober  fläche mehr als wenige Prozente herabzu  setzen, während bei einer weniger reinen  Aluminiumoberfläche ihr Reflexionsvermö  gen wesentlich herabgesetzt wird, wenn :die  Oxydation länger als etwa 4 oder 5     Hinu-          ten    vor sich geht.

   Daher wird der Grad des  erfindungsgemäss erzielten Reflexionsvermö  gens sich in Abhängigkeit von der zur An  wendung gebrachten Behandlung und der Zu  sammensetzung des behandelten Aluminiums       ändern.     



  Bei einer hohen Reinheit des Aluminiums  sind spiegelnd reflektierende Flächen mit  einem     Lichtreflexionsfaktor    bis zur Höhe von  87 Prozent nach     anodischer    Behandlung der  polierten Oberfläche in einem     Borfluor-          wasserstoffsäure    enthaltenden Elektrolyten  erzielt worden, aber diese Flächen sind na  türlich nicht so dauerhaft wie es für viele  Arten von Betrieben verlangt wird. Wenn  jedoch die erzeugte, reflektierende Ober  fläche durch nachfolgende Behandlung in  einer     Oxydüberzüge    bildenden Lösung mit.

    einem     beträchtlichen        Oxydüberzug    versehen  wird, so ist ein     Lichtreflexionsfaktor    in der  Höhe von beispielsweise 85 % erzielt worden.  Bei Aluminiumblech von handelsüblicher  Reinheit können Flächen mit     Lichtreflexions-          faktoren    von etwa 80 Prozent erzielt werden.  Im allgemeinen ergeben Aluminiumlegierun  gen bei einer Behandlung nach den Verfahren  der Erfindung keine Reflexionsfaktoren die  ser Grössenordnung. Das Verfahren der Er  findung ist jedoch für viele Aluminium  grundlegierungen verwendbar.

   Bei der Mes  sung des     Lichtreflexionsfaktors    an der durch  das     elektrolytische        Glänzverfahren    behandel  ten Oberfläche wurde das     Taylor-Reflekto-          meter    benutzt, das von A. H.     Taylor    des Na  tional Bureau of Standards entworfen     und    in  einem wissenschaftlichen Blatt des Bureau  beschrieben ist.    Die folgenden besonderen Beispiele ver  anschaulichen deutlich die vorteilhaften,  durch das Verfahren der Erfindung erzielten  Ergebnisse.  



  Eine Lösung von     Borfluorwasserstoff-          säure    wurde zuerst zubereitet, indem man  40 g Borsäure zu<B>100</B> g konzentrierter Fluor  wasserstoffsäure zusetzte, die etwa 48 Pro  zent HF enthielt, während die Lösung kalt  gehalten wurde. Diese Menge an Borsäure  ergibt einen Überschuss von etwa 7,5 Pro  zent über die zur Verbindung mit der gesam  ten     Fluorwasserstoffsäure    erforderliche. Die  erhaltene Lösung enthielt etwa<B>37,7</B>     Prozent          Borfluorwasserstoffsäure    und einen geringen  Überschuss an Borsäure.

   Der     Glänzelektrolyt     wurde hierauf hergestellt, indem man etwa  15     cmsdieser        Borfluorwasserstoffsäurelösung     auf etwa 300 cm' verdünnte und hierdurch  einen Elektrolyten herstellte, der etwa  2,5 Prozent     Borfluorivasserstoffsäure    und  eine Spur überschüssiger Borsäure enthielt.  Eine Probe Aluminiumblech von hoher Rein  heit (99,85 Prozent Aluminium) wurde po  liert und mit Azeton gereinigt, um Ober  flächenfett zu entfernen. Der Reflexions  faktor der polierten so erhaltenen Oberfläche  war etwa 75 Prozent.

   Das Aluminiumblech  wurde hierauf zur Anode in einer elektro  lytischen Zelle gemacht, in der .die oben be  schriebene     2,5prozentige    Lösung von Bor  fluorwasserstoffsäure als Elektrolyt benutzt  wurde. Eine Stromdichte von etwa     \?,15          Amp./dm2    (20     Amp.    je Quadratfuss) wurde  bei einer Spannung von etwa 10 bis  12 Volt und bei einer     Elektrolyttemperatur     von etwa. 31 bis 33   C benutzt. Nach einer  Behandlung während 5 Minuten wurde das  Aluminiumblech entfernt und der Refle  xionsfaktor seiner Oberfläche wiederum ge  messen. Die Oberfläche hatte jetzt einen Re  flexionsfaktor von 87 Prozent.

   Die Probe  wurde hierauf einer     anodischen    Oxydation  in einem Elektrolyten mit einem Gehalt von  7     Gewichtsprozenten    Schwefelsäure unter  worfen, unter Benutzung einer Stromdichte  von 1,3     Amp./dm2    (12     Amp.    je     Quadrätfuss)     bei einer Spannung von 20 Volt und bei .einer      Temperatur von 25 bis 26   C. Nach einer Be  handlung während 10 Minuten wurde die  Probe entfernt und in reinem Wasser 15 Mi  nuten lang gekocht. Sie wurde hierauf mit  einem mild schleifenden Poliermittel poliert  und ihr Reflexionsfaktor erneut gemessen.  Die endgültige Probe hatte einen Reflexions  faktor von 85 Prozent.

   Der Gegenstand  konnte ohne dauerndes Anlaufen oder Ver  färbung bequem gewaschen oder abgewischt  werden, ohne Herabsetzung seines Refle  xionsvermögens.  



  Eine ähnliche wie oben vorbehandelte  Probe von Aluminiumblech von hoher Rein  heit wurde zur Elektrode in einer elektro  lytischen Zelle gemacht, die als Elektro  lyten eine     Borfluorwasserstoffsä.urelösung    mit  einem Gehalt von 0,8 Prozent     HBF4    enthielt.  Ein 60 periodischer Wechselstrom wurde die  ser Zelle aufgedrückt, unter Benutzung  einer     Stromdichte    von etwa 2,15 Amp./     dm-'     (20     Amp.    je Quadratfuss) bei einer Span  nung von 8 bis 11 Volt und bei einer Tem  peratur von 30   C. Nach einer derartigen  Behandlung während 20 Minuten wurde das  Aluminiumblech entfernt. Die Oberfläche  hatte einen Reflexionsfaktor von etwa  85 Prozent.

   Die Probe wurde hierauf einer       anodischen    Oxydation in einem Elektrolyten  mit einem Gehalt von 7 Gewichtsprozenten  Schwefelsäure unterworfen, unter Benutzung  einer Stromdichte von 1,3     Amp./dm'    (12     Amp.     je Quadratfuss) bei einer Spannung von  20 Volt und     einer    Temperatur von ??   C.'.  Nach einer Behandlung während etwa. 10 Mi  nuten wurde die Probe entfernt und in rei  nem Wasser 15 Minuten lang gekocht. Sie  wurde hierauf mit einem mild schleifenden  Poliermittel poliert und ihr Reflexionsfaktor  gemessen. Die Probe hatte am Schluss einen  Reflexionsfaktor von 83 Prozent.  



  Um die Vorteile zu veranschaulichen, die  man durch die     anodische    Behandlung der re  flektierenden Fläche in einem     Borfluor-          wasserstoffsäure    enthaltenden Elektrolyten  erhält, kann der Fall einer ähnlichen Probe  angeführt werden, die genau der gleichen Be  handlung wie der oben unter Verwendung    von Gleichstrom beschriebenen unterworfen  wurde, nur dass die Behandlung in dem Bor  fluorwasserstoffsäure enthaltenden Elektro  lyten weggelassen wurde. Die reflektierende  Fläche dieses Musters hatte am     Schlusse     einen Reflexionsfaktor von nur 79 Prozent.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Erhöhung des Licht reflexionsfaktors eines aus Aluminium oder seinen Legierungen bestehenden Ge genstandes, dadurch gekennzeichnet, dass man die reflektierende Oberfläche des Gegenstandes elektrolytisch in einem Borfluorwasserstoffsäure oder deren Salze enthaltenden Elektrolyten behan delt. Il. Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I erhaltener Gegenstand aus Alu minium oder seinen Legierungen, da- ,durch gekennzeichnet, dass er eine klare, glänzende, reflektierende Oberfläche mit einem Lichtreflexionsfaktor von 80 bis 85 Prozent aufweist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, :da durch gekennzeichnet, dass man die re flektierende Oberfläche des Gegenstandes nach der elektrolytischen Behandlung mit einem zusätzlichen Schutzüberzug versieht. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man den zusätzlichen Überzug auf elektrolytischem Wege erzeugt, und zwar mittelst eines solchen Elektrolyten, dass man einen klaren, durchsichtigen, im wesentlichen aus Aluminiumoxyd be stehenden Überzug erhält. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man den Gegenstand mit einem Schutzüberzug aus durchsichtigem Lack versieht. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man den Gegenstand mit einem Schutzüberzug aus durchsichtigem Firnis versieht. 5. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Schutzüber zug durch Heisswasserbehandlung nicht adsorbierend macht. 6. Gegenstand nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass seine reflek tierende Oberfläche mit einem harten: haftenden, nicht adsorbierenden, durch sichtigen im wesentlichen aus Alu miniumoxyd bestehenden Schutzüberzug versehen ist.
CH179465D 1933-08-02 1934-04-30 Verfahren zur Erhöhung des Lichtreflexionsfaktors eines aus Aluminium oder seinen Legierungen bestehenden Gegenstandes und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand. CH179465A (de)

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