CH179536A - Hydraulische Kreiselmaschine. - Google Patents

Hydraulische Kreiselmaschine.

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CH179536A
CH179536A CH179536DA CH179536A CH 179536 A CH179536 A CH 179536A CH 179536D A CH179536D A CH 179536DA CH 179536 A CH179536 A CH 179536A
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Fa J M Voith
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Fa J M Voith
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      Hydraulische    Kreiselmaschine.    Bei bekannten Turbinenkonstruktionen  verwendet man zur Erzeugung der Rota       tionsströmung    vor .dem Laufrad entweder  ein     Spiralgehäuse    allein oder ein     Spiralge-          häuse        in        Verbindung        mit        festen        oder          Leitschaufeln    oder dergleichen. Die  Absperrung und Regelung der Betriebsflüs  sigkeit für das Laufrad geschieht durch be  wegliche     Leitapparate    mit ein oder mehre  ren Schaufeln, durch Ringschützen usw.  



  Es sind auch Turbinen bekannt, bei  denen das Laufrad nicht nur als Regulier-,  sondern auch als     Abschlussorgan    verwendet  wird. Bei letzteren Ausführungen jedoch  strömt die     Betriebsflüssigkeit    ohne Rotation,  also in     achsialer    Richtung durch den     Turbi-          nendrucks@chacht    dem Laufrad zu.

   Erst kurz  vor dem Eintritt in das Laufrad wird die     Elüs-          sigkeitdurch    fest eingebaute Leitschaufeln  etwas in     derUmfangsrichtungabgelenkt.    Diese  Ablenkung erfolgt aber für alle     Beaufschla-          gungen    in einer gleichbleibenden Richtung,       unter    welcher der Flüssigkeitsstrom unge  fähr im rechten Winkel auf die Schaufel-         flächen    des Laufrades trifft.     Ein    schaufel  loser     Raum    zwischen     Leit-    und Laufrad ist  dabei nicht vorhanden.  



  Während bei bekannten Turbinen zur  Erzeugung eines Wirbels mit veränderlicher  Steigung     gonetruktion@selemente,        wie    zum  Beispiel bewegliche Leitapparate herangezo  gen wurden und die Wandformung nur so  weit ausgenützt wurde, um eine, ohne be  weglichen Leitapparat nicht regulierbare.  konstante     Einströmung    in das Laufrad aus  zubilden, wird gemäss der Erfindung die  Flüssigkeit selbst dazu herangezogen, und  zwar 1. durch geeignete Umhüllung und  2. durch verstellbare Laufschaufeln.  



  Die den Gegenstand vorliegender Erfin  dung bildende     Kreiselmaschine        (Turbine     oder Pumpe) ohne bewegliche     Leitschanfeln     ist gekennzeichnet durch die Vereinigung  einer Vorrichtung zur Ausbildung einer Um  fangskomponente des Wassers mit einem an  schliessenden, trichterförmigen Rotations  hohlraum zur Erzeugung eines     FIelmholtz-          schen    Wirbels und mit einem Laufrad mit           verstellbaren    Schaufeln mit beliebig gestal  teten Ein- und Austrittskanten, dessen  Schaufeln derart verstellt werden können,  dass sie .den     Wasserdurchfluss    mindestens  unvollkommen absperren,

   und das zur Re  gulierung und Ausnützung     des        Helmholtz-          schen    Wirbels dient, wobei die Steigung der  in dem Rotationshohlraum sich ausbildenden  Rotationsströmung durch     Verstellen    der  Laufschaufeln, ausgehend von der     Geschlos-          senstellung    der Schaufeln, von der kleinsten  bis zur grössten Wassermenge und umgekehrt  derart     verändert    wird, dass die Betriebsflüs  sigkeit die     Laufradschaufeln    in der jeweils  hydraulisch günstigsten Richtung anströmt.  



  Die Erfindung stellt also die planmässige  Ausbildung und Ausnützung einer     verlu3tar-          men    rotierenden Potentialströmung     (Helm-          holtzs.cher    Wirbel) dar,     dessen    Steigung und  Ausbildung ausschliesslich durch     Veränderung     der Lage der entsprechend ausgebildeten  und ausgeteilten Schaufeln des Laufrades  derart bewirkt wird, dass die Flüssigkeit,  ohne eine weitere     Strömungsformung    zu benö  tigen, bei allen vorkommenden Schaufelstel  lungen mit der von der Schaufelstellung ab  hängigen Richtung der Relativbahn in     das     Laufrad     eintritt,

      was für den Grenzfall voll  kommenen Staues eine mehr oder minder voll  kommen     dichtende    Anordnung der Laufrad  schaufeln notwendig macht, um auch beim  Übergang vom Stillstand in den Betrieb eine  möglichst vollkommene Stetigkeit in den Zu  nahmen der     Anlaufmomente    und in .den       Flüseigkeitsbesehleunigungen    zu erhalten.  



  Die Kreiselmaschine gemäss dieser Erfin  dung stellt also in der Gesamtheit ihrer Bau  elemente einen verlustarmen, trichterförmi  gen Geschwindigkeitstransformator dar, in  welchem der Arbeitsstrom selbst dazu her  angezogen wird, in sieh in Verbindung mit  der Schaufelstellung des Laufrades Winkel  und Geschwindigkeit für alle     Beaufschla-          gungen    bis zum vollkommenen Abschluss  stetig zu regulieren.  



  Bei einem Turbinenlaufrad .soll die     Be-          triebsflü6sigkeit    den     Laufradschaufeln    unter    einem gewissen Winkel zugeführt werden  und zu diesem Zwecke wird die     Flüssigkeit     bekanntlich vor dem Laufrad in eine Rota  tionsbewegung (rotierende Potentialströmung)  versetzt, die durch bekannte Ausbildung des  Wasserzulaufes erzeugt werden kann. Die       Rotationsströmung    kann also beispielsweise  durch     tangentiellen    Einlauf erzeugt werden.

    In dem daran     ansohliessenden    trichterförmi  gen     Laufradschacht    wird sich     @durüh    die Um  fangsströmung (r .     c"    -     const.)        einerseits     und durch die     Meridiangeschwindigkeit        c."     anderseits eine schraubenförmige verlustarme  Potentialströmung einstellen, die die Eigen  schaft hat,     dass    die     Tangentialflächen    an diese  räumliche Flüssigkeitsschraube in jeder     Stel-          lungder        Laufradschaufeln,

      wenn deren Ein  trittskantenrichtung entsprechend gewählt  wird, mit .den     Tangentialfläch.en    an die Ein  trittskanten der einzelnen Schaufelkurven zu  sammenfallen, so dass für alle     Beaufschla-          g-ungen    bis zur     Beaufsehlagung    Null -ein  praktisch stoss- und wirbelfreier Eintritt in  die nach den Relativstrahlen     geformten          Laufradschaufeln    gewährleistet ist.  



  Nach einer in diesem Zusammenhang ge  wonnenen Erkenntnis     wird    nämlich die       Schraubensteigungder    rotierenden Potential  strömung, deren Geschwindigkeit in dem       trichterförmigen        Laufradschacht    transfor  miert     wird,    :durch die jeweilige Stellung der       entsprechend    gestalteten     Laufradschaufeln     erzwungen, so dass also bei jeder Laufrad  stellung die Tangente an einen beliebigen  Stromfaden der Schraubenlinie mit der Tan  gente an die Schaufelkurve am     Eintrittsende     zusammenfällt.  



  Durch die Wechselwirkung zwischen dem       ta.ngentiellen    Einlauf und dem trichterförmi  gen     Laufradschacht        verändert    sich die Stei  gung der     schraubenförmigen        verlustarmen     Potentialströmung bei veränderlicher     Beauf-          sehlagung    dadurch,     :dass    bei kleineren     Beauf-          s-chlagungen    die     c"-Strömung,        hervorgerufen     durch den     tangentiellen    Einlauf, und bei  grossen     Beaufs:

  chlagungen    die     c"j-        Strömlrng     im trichterförmigen     Laufradechacht    vor-      herrscht. Zu dieser     Erscheinung    tritt noch  die Rückwirkung der Laufschaufeln hinzu,  so dass die Betriebsflüssigkeit die     Laufrad-          schaufeln    in allen Stellungen in der Relativ  bahn anströmt.  



  Bei der Kreiselmaschine gemäss der Er  findung verringert sich durch Weglassung  des Leitapparates die     Radialausdehnung    der  Turbinenkammer. Gleichzeitig mit dem       Leitapparat    werden auch die ansonsten not  wendigen Teile für dessen Verstellung er  spart und die     teure        Doppelregulierung    des       Leit-    und Laufrades durch die Einfachregu  lierung des Laufrades ersetzt.  



  Die Abmessungen der     Laufradschaufeln     werden derart gewählt, dass sie in der     Ge-          schlossenstellung,    ähnlich wie bei den     Leit-          apparaten,    in bekannter Weise zum gegensei  tigen Anliegen kommen, oder     da.ss    zwischen  den     Eintritts-        und        Austrittskanten    der be  nachbarten Schaufeln ein Spalt verbleibt, der  so schmal ist, dass der Durchtritt des     Wa-s-          sers    durch     da.s    Laufrad, praktisch genom  men, gesperrt wird.  



  Bei der zuletzt genannten Ausführung       dür    Laufschaufeln ist es auch     möglieh,    durch  ein Weiterdrehen über die     Geschlos-senstel-          lung    hinaus eine Bremswirkung auf das  Laufrad zu erzielen, um damit beim Abstel  len der Maschine eine Verkürzung der Aus  laufzeit durch diese Bremswirkung ohne  zusätzliche Einrichtungen zu erreichen.  



  Ein solches Laufrad mittelst dem der       Wasserdurchfluss    praktisch gesperrt werden  kann, hat gegenüber bekannten, diese Eigen  schaft nicht aufweisenden Laufrädern den  Vorteil, dass beim Durchdrehen der Schau  feln zum Zwecke der Bremsung die Betriebs  flüssigkeitsmenge durch den     Wert        :Null    geht  und sodann allmählich zunimmt, so dass eine  stetige Vergrösserung     des.    Bremsmomentes  ohne Stoss     und    Schwingung erreicht werden  kann, was besonders für grosse Maschinen  notwendig ist.  



  Die     Kreiselmaschine    gemäss der Erfin  dung ist nicht durch Zusammenlegen eines  Laufrades und eines     Leitapparates    entstan-    den zu denken, sondern sie kann im wesent  lichen als eine Vorrichtung zur Erzeugung  und Ausnützung eines verlustarmen Helm  holtzschen Wirbels betrachtet werden, der  bei konstanter Umhüllung durch Regulierung  .der in ihm am Ort rotierenden Tragflächen  erzeugt und für alle     Beaufschlagungen    voll  kommen stetig verändert wird.  



  Wenn auch die einzelnen Elemente, wie       Abs        ohlussturbine,        ti-ichterföimiger    Druck  schacht,     tangentielle        Zuführung    und Schau  felverstellung an sich bekannt sind, so liegt  die Erfindung doch in der Vereinigung und  dem Zusammenwirken dieser Elemente, in  dem die Wand zur Umhüllenden herunterge  drückt wird und die Strömung für alle     Be-          aufs-chla-gungen        stetig    aus sich heraus .ge  formt wird.  



  Übrigens ist der     Absohluss    des Laufrades  nicht als Verschluss die Hauptsache, sondern  als Ausgangspunkt für Verstellungen der  Schaufeln zur Erzeugung eines verlustarmen       Helmholtzschen    Wirbels. Jede andere Mög  lichkeit, zum Beispiel ein getrennter Ab  schluss oben oder unten, ergibt nicht nur un  günstige Anlaufverhältnisse, sondern bedeutet  hier eine über den Umfang des Laufrades       ungleiehmässig    verteilte Massenbeschleuni  gung aus der Ruhestellung     @        heraus,    was eine  ungeordnete     Stromfadenausbildung    bedingt,  die Ablösungen und Verlagerungen des Wir  belzentrums zur Folge hat.

   Dadurch würden  unzulässig grosse radial zur Turbinenachse  gerichtete Kräfte entstehen.  



  In den     Fig.    1 und 2 ist als Ausführungs  beispiel der Erfindung eine     achsial    .durch  strömte Turbine dargestellt. An der Grenze  zwischen     Druck-    und Saugraum     iet        das    ab  schliessbare Laufrad mit beweglichen Schau  feln 1 angeordnet.

   Die Schaufeln :dieses Ra  des können sich in der     Geschlossenstellung     wie die bekannten Leitapparate entweder  um den Betrag 4 überdecken     (Fig.    '3), stumpf  berühren oder .so ausgebildet sein,     dass        eie     aneinander vorbei in die entgegengesetzte  Stellung     durchgesehwenkt    werden können       (Fig.    4 und 5), wobei die Spalte 3, zwischen  .den in .die     Geschlossenstellung    gebrachten      Schaufeln so schmal angenommen werden       können"dass    so geringe Wassermengen durch  treten,     .dass,    praktisch genommen,

   ein Ab  schluss     zustandekommt.    Beim     DurGhschwen-          ken    der Schaufeln     (Fig.    5)     kommen.    diese in  eine Stellung, in der sie eine Bremswirkung  ausüben- Die Ein- und Austrittskanten der  Schaufeln können beliebig gestaltet sein.  



  An das Laufrad 1 schliesst sich nach oben  der kegelartig gestaltete Wirbelkern 10 an,       cer    die Potentialströmung führt und zen  triert.  



  Das Wasser läuft vom Oberwasser 16       flurch    Kanäle 13 zu, die durch eine     Leit-          wand    12 voneinander getrennt und in den  trichterförmigen, schaufellosen     Laufrad-          schaeht    in ungefähr     tangentialer    Richtung  einmünden. Durch diesen Wasserzulauf bil  det sich in dem trichterförmigen Turbinen  schacht 9 die freie rotierende Potentialströ  mung aus, deren Drall nur durch Bewegen  der     Laufradschaufeln    von der Wassermenge  Null bis zu der grössten     Beaufschlagung    ste  tig verändert     wird,    ohne dass eine besondere  Strömungsformung notwendig ist.

   An der  Laufradnabe 15 vorbei strömt die Betriebs  flüssigkeit durch das Saugrohr 14 in .das     Un-          terwasser    17.  



  Alles, was hier für Turbinen     ausgeführt     worden ist, gilt sinngemäss auch für Kreisel-    pumpen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hydraulische Kreiselmaschine ohne be wegliche Leitschaufeln, gekennzeichnet durch die Vereinigung einer Vorrichtung zur Aus bildung einer Umfangskomponente des Was sers mit einem anschliessenden, trichterför migen Rotationshohlraum zur Erzeugung eines Helmholtzschen Wirbels und mit einem Laufrad mit verstellbaren Schaufeln mit be liebig gestalteten Ein- und Austrittskan ten, dessen Schaufeln derart verstellt werden können, dass sie den Wasserdurchfluss minde stens unvollkommen absperren, und das zur Regulierung und Ausnützung des Helm- holtzschen Wirbels dient,
    wobei die Steigung der in dem Rotationshohlraum sich ausbil- denden Rotationsströmung durch Verstellen der Laufschaufeln, ausgehend von der Ge- schlossenstellung der Schaufeln, von der kleinsten bis zur grössten Wassermenge und umgekehrt derart verändert wird, dass die Betriebsflüssigkeit die Laufradschaufeln in der jeweils hydraulisch günstigsten Richtung anströmt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Hydraulische Kreiselmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Erzeugung einer Um fangskomponente der Betriebsflüssigkeit als Spiralgehäus e ausgebildet ist. 2. Kreiselmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass -die verstell baren Laufrads-chaufeln so gestaltet und bemessen sind, dass die Ränder benach barter Schaufeln in der Geschlossenatel- lung einander berühren. 3.
    Kreiselmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die verstellba ren Laufradschaufeln so gestaltet und be messen sind, dass die Ränder in der Ge- schlossenstellung einander überlappen.
    4. Kreiselmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die verstell baren Laufradschaufeln so gestaltet und bemessen sind, dass die Ränder in der Ges:chlossenstellung zwischeneinan- der schmale Spalte lassen und über die Geschlossenstellung hinweg in eine Win kelstellung gebracht werden können, in der sie beim Abstellen der Maschine eine allmählich zunehmende, stoss- und schwingungsfreie Bremswirkung ausüben. 5.
    Kreiselmaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, .dass der den Rota: tionshohlraum bildende Schacht einen zen tralen Kern enthält, der die zentrische Lage der Wirbelachse sichert. 6. Kreiselmaschine nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zentrale Kern kegelartig gestaltet ist.
CH179536D 1933-10-25 1934-10-24 Hydraulische Kreiselmaschine. CH179536A (de)

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CH179536D CH179536A (de) 1933-10-25 1934-10-24 Hydraulische Kreiselmaschine.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4764087A (en) * 1985-06-03 1988-08-16 Societe Neyrpic Channel for feeding water to a vertical-axis kaplan water turbine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4764087A (en) * 1985-06-03 1988-08-16 Societe Neyrpic Channel for feeding water to a vertical-axis kaplan water turbine

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