Blektrizitätsselbstverkäufer mit einer einstellbaren Zahngetriebeanordnung zur Veränderung des Einheitspreises. In elektrischen Verbraucheranlagen steht die Höhe des Energieverbrauches in starker Abhängigkeit von der jeweiligen Jahres- und Tageszeit. Um eine möglichst ausgeglichene Belastungskurve des mil. elektrischem Strom versorgten Gebietes zu erhalt-en, pflegen die Stromlieferanten die gelieferte Energie zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten nach einem bestimmten Tarifsystem auch ver schieden zu berechnen.
Dieses Tarifsystem hat natürlieh nicht nur bei Elektrizitätszählern, den sogenann- ten Einfach-, Doppel- und Mehrfachtarif- zählern, sondern auch bei Elektrizitätsselbst- verkäufern Anwendung gefunden. Bei den Tarifzählern ist es natürlich ein leichtes, die Gebührenhöhe zu ändern, da ja die Verrech nung der verbrauchten elektrischen Arbeit ohne weiteres auf dem schriftlichen Mrege erfolgen kann.
Bei Selbstverkäufern ist die ses Verrechnungsverfahren jedoch nicht mög lich, weil in solchen Anlagen elektrische Energie erst nach Vorausbezahlung bezogen kD werden kann. Um aber in elektrischen Ver braucheranlagen, in denen elektrische Ener gie nach dem System der Vorausbezahlung verkauft wird, eine Änderung der Gebühren höhe vornehmen zu können, wurden bereits Selbstverk1ufer in Vorschlag gebracht, die sowohl eine Änderung der Arbeits, als auch eine solche der Grundgebühr oder eine Än derung beider Gebühren zulassen.
Bei einem bekannten Selbstverkünfer wird nun beispielsweise zur Einstellung der Arbeitsgebühr zwischen Kassiermechanismus und Vorgabewerk ein Getriebe angeordnet, dessen eine Getriebeteil ein, nur mit einer teilweisen Verzahnung versehenes Zahnrad und dessen andere Getriebeteil ein Sternrad ist. Durch eine von Hand aus bewirkte Ver stellung des Zahnrades kann die gewünschte Arbeitsgebühr eingestellt werden, wobei je,- doch nur eine Änderung der Kilov#rattstun- denzahl pro Münze möglich ist.
Für die Ver rechnung elektrischer Energie hat es sieh<B>je-</B> doch im allgemeinen so eingebürgert, dass jeweils für die Kilowattstundeneinheit ein bestimmter Preis festgesetzt ist, was gerade der reziproke Wert von jenen ist. Es ist da her eine Umrechnung auf den reziproken Wert des Preises für die Kilowattstunden notwendig. Nun hat aber diese, bekannte Ge triebeanordnung den NaeItteil, dass die um gerechneten reziproken. Werte der verschie denen Arbeitsgebühren in den meisten Fä.1- len irrationale Zahlenwerte ergeben.
Aus diesem Grunde kannte sieh daher diese Ge- triebeanordnung bei Selbstverkäufern nicht allgemein durchsetzen.
Es sind weiterhin auch noch Selbstver käufer bekannt geworden, bei denen eine Änderung des Preises für die Kilowattstun- deneinheit durch Auswechselbarkeit des Ge triebes zwischen Zähler und Vorgabewerk bewirkt wird. Eine derartige Massnahme weist wohl denübelstand der vorstehend er wähnten Selbstverkäuferart nicht auf.
Es ist jedoch bei einer Änderung des Kilowatt- stundenpreises erforderlich, die Schrauben für- die Befestigung der Gehäusekappe zu lösen, die Gehäusekappe alzunehmen, das Getriebe auszuwechseln und ein neues Ge triebe auf der zwischen Zähler und Vorgabe werk befindlielien Welle zu befestigen. Die ses Verfahren ist natürlich sehr umständlich und besonders deshalb schwer durchzufüh ren, weil häufig die Messapparate an Stellen angebracht sind, die es nicht gestatten, die notwendig-en Montagearbeiten ordnungsge mäss durchzuführen.
Weiterhin besteht auch noch durch den Ersatz eines Getriebes durch ein anderes die Gefahr, dass infolge schlech ten Eingriffes der einzelnen, Zahnräder des neu eingebauten Getriebes oder aus andern Gründen der Gang und damit die Eichung des Zälilers gestört wird. Eine Nacheichung solcher installierter Zähler ist aber nicht mehr möglich, so dass sich die Elektrizitiäts- werke gegenüber derartigen* Massnahmen sehr ablehnend verhalten.
Man hat -wohl auch bereits bei den soge- nannten Doppeltarif- bezw. Rabattselbstver- häufern vorgeschlagen, zwischen Uliler und Vorgabewerk ein Wechselgetriebe anzuord- neu, jedoch dient dieses Wechselgetriebe im allgemeinen nur dazu, um bei Übers-chrei- tung einer bestimmten festgesetzten Ver brauchsgrenze die weitere Verrechnung des Stromverbrauchs nach einem andern Tarif zu bewerkstelligen. Ausserdem gestatten diese Selbstverkäufer nur die Verrechnung der verbrauchten elektrischen Energie nach zwei Tarifen.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Elektrizitätsselbstverkäufer mit einer ein stellbaren Zahngetriebeanordnung, bei dem eine Änderung des Einheitspreises, wie die der Arbeitsgebühr, Grundgebühr oder die beider Gebühren in mehreren Stufen erfin dungsgemäss, dadurch erreicht wird, dass. die Getriebeanordnung wenigstens ein Stufenge triebe enthält,
von dem der eine Getriebeteil aus mehreren in ihrer Grösse gegeneinander abgestuften Zahnrädern und der andere Ge- - triebeteil wenigstens aus einem mit den Stu- fenrädem abwechselnd kuppelbaren, Zahn rad besteht.
Die Stufengetriebeanordnung kann nun zwischen Münz- und Vorgabewerk, zwischen Zähler undVorgabewerk oder auch zwischen Grundgebühreinrichtung und Vorgabewerk eingeschaltet sein. Die Verstellung des weiterhin wenigstens aus einem mit den Stu fenrädern abwechselnd kuppelbaren Zahn rad bestehenden, Getriebeteils der Stufenge- triebeanordnung kann von einer besonderen., mit einer Skala versehenen Einrichtung er folgen, die wiederum von aussen bedient werden kann.
Die Zeichnung, anhand deren die Erfin dung nocli näher erläutert werden soll, zeigt schematisch vier Ausführungsbeispiele. und zwar die Fig. <B>1</B> eine Anordnung, bei der das Stu fengetriebe zwischen Münzwerk und Vorga- t3 bewerk, die Fig. 2 eine Anordnung, bei der das Stu fengetriebe zwischen Zähler und Vorgabe werk eingeschaltet ist, die Fig. <B>3</B> eine Anordnung mit zwei Stufen getrieben, und die Fig. 4 eine Anordnung mit einem Stu fengetriebe, das zwei verseliwenkbare,
mit den Stufenrädern kuppelbare Zahnräder auf weist.
Die Getriebeanordnung nach Fig. <B>1</B> ent hält ein Stufengetriebe<B>1,</B> von dem der eine Getriebeteil aus mehreren in ihrer Grösse ge geneinander abgestuften, fest auf der Achse 2 sitzenden Zahnrädern<B>3 ... 9</B> und der an dere Getriebeteil aus einem Zahnrad<B>10</B> be steht. Das mit einer Zahntrommel<B>11</B> -im Eingriff stehende Zahnrad<B>10</B> des Stufenge triebes<B>1</B> ist an einer Achse 12 drehbar gela- (Yert, die mit den Teilen<B>13"</B> 14 einen um die el Achse<B>15</B> verschwenkbaren Rahmen bildet.
Die Achse<B>15,</B> auf der die Zahntrommel<B>11</B> sitzt, trägt einerseits einen Flandgriff <B>16</B> der Münzeinwurfvorrichtung und anderseits ragt sie in denHohlraum einer, eine Zeigerscheibe <B>17</B> und einen Einstellknopf<B>18</B> tragenden Tlohlachse <B>19.</B>
Der abgestufte Gefriebefeil <B>3,... 9</B> des Stufengetriebes<B>1</B> ist auf der linken Seite mit dem Sonnenrad 20 eines Differentialge- friebes <B>'21</B> verbunden, von dem das andere Sonnenrad 212 über ein Getriebe<B>23</B> mit dem Zähler .94: gekuppelt ist. Die Planetenrad- aelise <B>25</B> steht mit der Vorgabewelle<B>26</B> in Verbindung. Durch den striehliert einge zeichneten Pfeil wird die durch den Dreh knopf<B>16</B> hervorgerufene Drehrichtung und durch den voll ausgezeichneten Pfeil die von dem Zähler 24 hervorgerufene Drehrichtung gekennzeichnet-.
Durch Drehen, des Ilandgriffes <B>16</B> nach Einwurf einer Münze wird die dadurch be wirkte Verdrehung der Zahntrommel<B>11</B> über das Stufengetriebe<B>10, (3,</B> das Sonnen rad 20 und das Planeten,rad <B>27</B> auf die Vor gabewelle<B>2,6</B> in der strichliert eingezeiehne- ten Pfeilrichtung übertragen. Die Vorgabe welle<B>26</B> wird also nach Einwurf einer Münze durch Verdrehung des Ilandgriffes <B>16</B> um einen bestimmten Winkel verdreht. Die Grösse dieses eingestellten Winkels hängt von dem Übersetzungsverhältnis des Stufengetriebes<B>1</B> ab.
In der gezeichneten Stellung des Stufengetriebes steht das Zahn- rad <B>10</B> mit dem Zahnrad<B>6,</B> im Eingriff. Es wird dann beim Einwurf einer Münze und nach darauffolgender Verdrehung des Hand griffes<B>16</B> die Vorgabewelle<B>26</B> um einen sol chen Winkel verstellt, dass, wie durch die Zeigerselleibe <B>17</B> an der Skala<B>28</B> angezeigt wird, die Kilowattstunde zu<B>35</B> Rappen ver rechnet wird.
Soll die Arbeitsgebühr für die Kilowatt stunde geändert werden, so wird vorerst der Einstellknopf<B>18</B> um einen bestimmt-en Win kel verdreht. Hierdurch -wird der Rahmen 12<B>...</B> 14 verschwenkt und damit das Zahn rad<B>10</B> von dem Stufenirad <B>6</B> entkuppelt. Nach dieser Verschwenkung wird die Hohl achse<B>19</B> verschoben, und zwar in eine Stel lung, die der gewünschten Preisstufe ent spricht. Wird beispielsweise die Kilowatt stunde zu 45 Rappen festgesetzt, so muss, die Zeigerseheibe <B>17</B> auf dem Teilstrieli 45 ein gestellt werden.
Daraufhin wird der Ein stellknopf<B>13</B> wieder zurückgedreht, wodurch das Zahnrad<B>10</B> jetzt mit dem Stufenrad 4 zum Eingriff gelangt. Beim Einwurf von Münzen wird dann die Vorgabewelle<B>26,</B> um einen solchen Winkelbetrag vorgestellt, dass die Kilowattstunde zu 45 Rappen verrech net wird. Nach Einstellung der Arbeitsge bühr muss natürlich, um unbefugte Eingriffe zu vermeiden, der Einstellknopf i <B>8</B> plom biert werden.
Im Grunde genommen wird hier durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Stufengetriebes die Kilowattstunde proMün- zeneinheit gAndert. Da aber für jedes Über- setzungsverhä,ltnis ein besonderes Stufenrad vorgesehen ist, so kann man jeweils die Zähnezahl der Stufenräder so bemessen, dass sich bei der Umrechnung des reziproken Wertes der Arbeitsgebühr kein irrationaler Zahlenwert ergibt. Die Eichung der Skala <B>28</B> ist deshalb ohne weiteres in Geldwerten für die Kilowattstundeneinheit möglich.
Da die Verstellung der Vorgabewelle<B>26</B> vom Handgriff<B>16</B> aus erfolgt und demzu folge genügend Kraft zur Verfügung sieht, spielt die, entsprechend dem jeweiligen Übersetzungsverhältnis sieh in ihrer Grösse ändernde, für die Verdrehung der Getriebe teile aufzuwendende Arbeit keine Rolle. Da mit ist natürliell auch der Vorteil verbun den, daZ das Mess,system des Zählers unbe- einflusst bleibt.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Getriebean ordnung ist das Stufengetliebe zwischen Zähler 24 und Vorgabewelle<B>2.6</B> eingeschal tet. Die Anordnung und Ausbildung der übrigen Teile erfolgt in der genau glei chen Weise, wie bei der Ausführungsform nach Fig. <B>1.</B>
Der nach Einwurf einer Münze gedrehte Handknopf<B>16</B> bewirkt über das Getriebe<B>23.</B> das Sonnenrad 22 und das Planetenrad 2<B>1</B> des Differentialgetriebes 21 eine Vorwärts drehung der Vorgabewelle<B>26</B> um einen be stimmten Winkelbetrag, der bei jeder durch Einwurf einer Münze stattfindenden Ver drehung des Handgriffes<B>1,6</B> immer gleich gross ist.
Dagegen hängt die Gesellwindig- keit der Rückverdrehung der Vorgabewelle <B>26</B> vom Zähler 24 entsprechend der Bela stung jeweils vom eingestellten Überset zungsverhältnis des Stufengetriebes<B>1</B> ab, <B>und</B> zwar wird hier,<B>je</B> nachdem welches Übersetzungsverhältnis am Stufengetriebe<B>1</B> eingestellt ist, die Vorgabewelle<B>26</B> bei einer bestimmten Belastung vom Zähler 24 mit einer grösseren oder geringeren Geschwindig keit zurückgedreht.
In der aus der Fig. 2 ersielitlichen Stel lung befindet sieh die Zeigerscheibe<B>17</B> über dem Teilstrich.<B>35</B> der Skala<B>9,8.</B> In einem solchen Fall steht das Zahnrad<B>10</B> mit dem Stufenrad <B>6</B> im Eingriff. Die Kilowatt stunde wird dann zu<B>35</B> Rappen verrechnet-. Will man für die Arbeitsgebühr einen an dern Preis festsetzen, beispielsweise<B>30</B> Rap pen, so muss die Zeigerscheibe<B>17</B> in der be reits geschilderten Weise auf dem Skalen strich<B>-30</B> eingestellt werden. Es ist dann das Zahnrad<B>10-</B> mit dem Stufenrad<B>5</B> ge kuppelt.
Da dann das Übersetzungsverhältnis des Stufengetriebes<B>1</B> ins Langsame verän dert wurde, wird jetzt der Zähler 24 mehr Umdrehungen machen müssen, um die Vor gabewelle<B>26</B> in die Anfangsstellung zu brin- gen, das heisst man kann demnach für eine Münzeinheit mehr elektrische Energie be ziehen als vorher. Somit ist es hier so, dass durch Änderung des -Ubersetzungsverliä,1t- nisses des zwischen Zähler 2,4 und Vorgabe welle<B>26</B> eingeschalteten Stufenge.triebes <B>1</B> im Gegensatz zur ersterwälinten Ausfüh rungsform direkt der Preis für die Kilowatt stunde geändert wird.
Durch Änderung des Übersetzungsver hältnisses wird natürlich, wenn auch in ver hältnismässig geringen Grenzen, die für die Verdrehung der Getrieberäder des Stufen getriebes aufzuwendende Arbeit geändert. Der Zähler 24 hat demnach für die Zurück drehung der Vorgabewelle<B>N</B> nicht immer die gleiche Arbeit zu leisten.
Um in dieser Beziehung das Auftreten von Messfehlern zu vermeiden, kann man die Anordnung mit einer ICompensationseinrichtung versehen, die bewirkt, dass der Zähler 24 ganz glcich, welches tbersetzungsverhIltnis am Stufen- C, ,o-etriebe <B>1</B> eingestellt ist, immer die gleiche I Arbeit züi leisten hat. Dies kann auf ver schiedene Art erreicht werden.
So ist es bei spielsweise möglich, dass! mit der Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Stufenge triebes<B>1</B> auch gleichzeitig in entsprechender Weise der Vortrieb des Zählers geändert wird. In Fig.3 ist eine Getriebeanordnung zur Darstellung gebracht, die zwei hintereinan- der'geselialtete Stufengetriebe<B>1, 1'</B> enthä,1t,
von denen das eine fünf mit dem Zahnrad <B>10</B> kuppelbare Stufenräder 3.... <B>7</B> und das andere vier mit dem Zahnrad<B>10'</B> kuppelbare StufenTäder <B>37 ... 6'</B> enthält-. Von jedem dieser beiden Stufengetriebe<B>1,</B> 111 die wie bei der<B>"</B> Getriebeanordnung nach Fig. <B>1</B> zwi- sehen Handgriff<B>16</B> und Vorgabewelle<B>9-6</B> eingeschaltet sind, kann das Übersetzungs verhältnis durch<B>je</B> eine besondere Einstell vorrichtung geändert werden.
Diese Einstell vorrichtungen bestehen hier auch wiederum aus einem Rahmen 12, 13-, 14 bezw. 12-.', <B>13'.</B> 14' und einer mit diesen zusammenarbeiten den Hohlaehse <B>19</B> bezw. <B>19',</B> die die Zeiger- seheibe <B>17</B> bezw. <B>17'</B> und den Einstellknopf <B>18</B> bezw. <B>18'</B> trägt.
Im ganzen können, da das eine Stufenge triebe fünf und das andere vier Stufenräder aufweist, 20 Übersetzungsverhältnisse und damit 20 Tarife eingestellt werden. Es lian- delt sieh also hier gewissermassen um eine Multipli "-tiolissehaltung. In dein dargestell ten Beispiel sind die Übersetzungsverhält nisse der beiden. Stufengetriebe<B>1, l'</B> so ein gestellt, dass die Kilowattstunde zu 4 Rap pen verrechnet wird. In einem solchen Falle steht nun die Zeigerscheibe<B>18'</B> über dem Strich, der Skala<B>1,</B> der den Bereich<B>5 ..
3</B> Rappen kennzeichnet und die Zeigerscheibe <B>1. 1</B> über dem Strich der Skala II, unter dem auch die Zahl 4 steht. Will man beispiels weise die Getriebeanordnung auf die Preis stufe 2,5 Rappen pro Kilowatistunde einstel len, so muss die Zeigerscheibe<B>17'</B> auf den Strich<B>25 ... 15</B> der Skala I und die Zeiger scheibe<B>17</B> auf den ersten Strich der Skala II eingestellt werden. Hinsichtlich der Be tätigung der beiden Einstellvorrielitungen geht man hier in der genau gleichen Weise, wie bereits vorstehend beschrieben, vor.
Die Getriebeanordnung nach Fig. <B>3</B> ge währt vor allem den Vorteil, dass man mit verhältnismässig wenig Stufenrädern eine Vielzahl von Preisstufen einstellen kann. Wollte man nämlich mit einem einzigen Stufen- etriebe die gleiche Anzahl Preisstu fen erzielen, so müsste man im vorliegenden Fall zwanzig Stufenräder vorsehen. Durch die Hintereinanderschaltung zweier Stufen getriebe sind dagegen aber nur neun Stufen räder notwendig.
Die bisher beschriebenen Getriebeanord nungen waren entweder zwischen Zähler und Vorgabewerk oder zwischen Handgriff und Vorgabewerk eingeschaltet, so dass durch diese eine Änderung der Arbeitsgebühr, das heisst eine Änderung des Preises für die Kilo wattstunde erreicht wurde. Es ist natürlich auch denkbar, alle diese Getriebeanordnun gen zwischen Grundgebühreinriclitung und Vorgabewerk einzuschalten. Auf diese Weise erreicht man dann eine Änderung des Prei- ses für die Grundgebühr. Man kann natür lich auch gleichzeitig sowohl eine Getriebe anordnung für die Änderung der Arbeitsge bühr, als auch eine solche für die _Änderung der Grundgebühr vorsehen.
Die Fig. 4 zeigt eine weitere Getriebe anordnung, die zwischen Grundgebührein- richtung und Vorgabewerk eingeschaltet ist. Weiterhin ist die Getriebeanordnung so aus gebildet, dass sie eine Änderung des Grund- gebührpreises in bruchstelligen. Zahlen er möglicht. Eine derartige Getriebeanordnung ist dann besonders für Selbstverhäufer vor teilhaft, die beispielsweise in England Ver wendung finden sollen.
Die Getriebeanordnung enthält ein Stu- fen,getriebe <B>1,</B> das sieben, Stufenräder<B>3 ... 9</B> und zwei Zahnräder<B>1,0, 10'</B> aufweist. Diese zwei, weiterhin mit<B>je</B> einer Zahntrommel<B>11,</B> <B>11'</B> im Eingriff stehenden Zahnräder<B>10,</B> 101 können von<B>je</B> einer besonderen Einstellvor richtung verscliwenkt und verschoben und somit wahlweise mit einem der Stufenräder <B>3 ... 9</B> gekuppelt werden. Die fest auf der Achse 2 sitzenden Stufenräder<B>-3 ... 9</B> wer den von einer Grundgebühreinrichtung, bei spielsweise einem Synelironmotor <B>30</B> ange trieben.
Die Achse<B>1,5</B> der Trommel<B>11</B> trägt ein mit dem Zahnrad<B>31</B> gekuppeltes Zahnrad 32 und die Achse<B>15'</B> der Trommel<B>11'</B> ein mit dem Zahnrad 33 gekuppeltes Zalinräd- chen 34. Die beiden Zahnräder<B>31, 33</B> sind mit<B>je</B> einem Sonnenrad 35,<B>36</B> eines Diff6- rentialgetriebes <B>37</B> verbunden, dessen Plane- tenradachse <B>38</B> über Zahngetriebe<B>39,</B> 40 mit dem Sonnenrad 41 eines weiteren Diffe rentialgetriebes 42 im Eingriff stellt.
Von diesem zweiten, Differentialgetriebe 42 ist das SonnenTad 43 mit dem Handgriff<B>16</B> und die Planetenradachse 44 über ein Getriebe 45 mit dem Sonnenrad 46 eines dritten Diffe rentialgetriebes 47 gekuppelt, dessen zweites Sonnenrad 48 über das Getriebe 49 vom Zäh ler 24 angetrieben wird und dessen Planeten- radachse <B>50</B> mit der Vorgabe-welle <B>26</B> ver bunden ist.
Pas Übersetzungsverliältnis des Getrie bes<B>31, 32</B> ist so gewählt, dass, jede nach der Stellung des Zaburades <B>10</B> von dem Motor <B>30</B> der Grundgebühreinrichtung eine Bewe gung auf die Planetenradachse <B>38</B> übertra gen wird, die der an der Skala<B>1</B> durch die Zeigerscheibe<B>17</B> markierten Grundgebühr pro Woche entspricht.
Weiterhin ist das Übersetzungsverhältnis des Getriebes<B>33,</B> 34 so gewählt, dass <B>je</B> nach der Stellung des Zahnrades<B>10'</B> von dem Motor der Grundge- bü'hreinrichtung eine Bewegung auf die Planetenradachse <B>38</B> übertragen wird, die der in der Skala II durch die Zeigerscheibe <B>17</B> markierten Grundgebühr pro Woche ent spricht. Da die beiden Sonnenräder<B>35, 36</B> in der gleichen Richtung verdreht werden, so wird die Planetenradachse <B>38</B> des Diffe rentialgetriebes<B>37</B> die Summe der Sonnen- räderbewegungen ausführen.
In der aus der Fig. 4 ersichtlichen Stellung des Stufenge triebes<B>1</B> wird nun auf die Planetenradachse <B>38</B> des Differentialgetriebes<B>37</B> eine Bewe gung übertragen, die unter Annahme der englischen Währung einer Grundgebühr von <B>81/2</B> Penny pro Woche entspricht.
Durch entsprechende Verstellung der beiden Einstellvorriclitungen kann man nun alle möglichen Grundgebührenwerte, wie etwa 31/4, 41/2, 83/4, 111/4 usw. einstellen. Die Getriebeanordnung, die selbstverstInd- lich auch für die Änderung der Arbeitsge bühr Verwendung finden kann, ermöglicht also die Änderung der Gebühr nach Viertel bruchteilen eines Einheitsmünzenwertes.
Die Bewegung der Planetenradachse <B>38</B> des Differentialgetriebes<B>37</B> wird über die Getriebe<B>39</B> und 40 auf das Sonnenrad 41 des Differentialgetriebes 42 und von dort weiterhin über das Getriebe 45 und das Dif ferentialgetriebe 47 auf die Vorgabewelle 26 in der Richtung des voll ausgezogenen Pfeils übertragen. In der gleichen Richtung wirkt auch auf die Vorgabewelle<B>26</B> noch der Zähler 24 ein. Eine Verdrehung des Hand griffes<B>16</B> nach Einwurf von Münzen be wirkt in bekannter Weise über die beiden Differentialgetriebe 42, 47 eine Verstellung der Vorgabewelle, 26# in der Richtung des striehliert eingezeiahneten Pfeils.