CH179768A - Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Aluminiumseifen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Aluminiumseifen.

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CH179768A
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  Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Aluminiumseifen.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Verfahren zur Herstellung von     Lösungen     von Aluminiumseifen beliebiger     Sättigung,     das heisst     Verbindungen    von Aluminium und  organischen Säuren mit hohem     'Holekular-          gewicht,    also zum Beispiel Fett-     und/oder     Harzsäuren in festen oder flüssigen Lösun  gen.  



  Dem vorliegenden Verfahren liegt die be  kannte chemische Reaktion zugrunde, bei  welcher ein Aluminiumsalz durch eine Base  derart niedergeschlagen wird,     da,ss        Alumi-          niumhydroxyd    gebildet wird, worauf das       Aluminiumhydroxyd    mit einer organischen  Säure von hohem     AZolekulargewicht,    also  zum Beispiel Fett-     und/oder    Harzsäure, ver  seift wird. Von den bekannten, auf dieser  Reaktion beruhenden Verfahren unterscheidet  sich aber das vorliegende Verfahren dadurch.

    dass das frisch gefällte     Aluminiumhydroxyd     in der von der Bildung desselben herrühren  den Mutterlauge aufgeschlämmt ist, wenn  die betreffende organische Säure zugesetzt  wird, und dass die Säure in einem indifferen-         ten    organischen Stoffe gelöst angewendet  wird, welcher Stoff zugleich ein Lösungs  mittel für die entstehende Aluminiumseife  ist, so dass als Endprodukt     eine,beispielsweise     feste oder flüssige, Lösung von Aluminium  seife in dem indifferenten, organischen Stoffe  erhalten wird.  



  Zur Ausführung des Verfahrens verwendet  man beispielsweise ein Aluminiumsalz, zum  Beispiel Sulfat, Chlorid, Acetat oder Nitrat,  das in seinem zehnfachen Gewicht von Was  ser gelöst ist. Die Lösung wird mit der be  rechneten Menge von     Ammoniumhydro-xyd,          galiumhydroxyd    oder     Natriumhydroxyd    ge  fällt. Nenn     Ammoniumhydroxyd    und Alu  miniumsulfat verwendet werden, erhält man       Aluminiumhydroxyd,    das in der in diesem  Ausführungsbeispiel aus einer Lösung von       Ammoniumsulfat        bestehenden        Mutterlauge.     aufgeschlämmt ist.

   Wird in der Fortsetzung  dieses Beispiels     Stearinsäure    verwendet, so  wird diese in Paraffin gelöst zugesetzt. An  statt Paraffin, das in fester oder flüssiger  Form verwendet werden kann, kann man an-      fiere     Kohlenwasserstoffe    in fester oder flüs  siger Form, ätherische oder fette Öle, feste  Fette, synthetische oder natürliche Wachs  oder Harzarten oder dergleichen, einzeln oder  mehrere in Vereinigung, verwenden.  



  Im angeführten Beispiel wird die Stearin  säure in dem Paraffin gelöst, das heisst mit  diesem unter Wärmezufuhr zusammenge  schmolzen. Die Mutterlauge mit dem Alu  miniumhydroxyd wird auf etwa 75 bis 80  Grad erwärmt, und dann die     Stearin-Paraf-          fin-Schmelze    unter Umrührung     zugemisoht,     wobei die     Verseifung    stattfindet.  



  Bei dieser Arbeitsweise schlägt sich das       Aluminiumstearat    nicht in Flocken nieder,  sondern wird unmittelbar in dem Paraffin       g        o        elöst        und        bildet        mit        .diesem        eine        zusammen-          hängende,    homogene, zähe, weisse Masse, die  an die Oberfläche der     Mutterlauge    fliesst.

   Die  letztere wird durch Abzapfen entfernt (kann  für andere Zwecke,     zum'Beispiel    als     Kunst-          düngemittel    verwendet werden), worauf die  Masse mit heissem Wasser (gegebenenfalls  mehrmals)     gewaschen    wird. um     anhaftend--          Mutterlauge    zu entfernen. Die Masse     wird     dann zum Beispiel auf einem Blech aufge  sammelt und zum Erkalten gelassen, wobei  sie spröde und leicht     pulverisierbar    wird.

   Die  getrocknete Masse bildet eines der gemäss der         Erfindung.    herzustellenden Produkte, das  heisst     eine    feste Lösung von     Aluminium-          stearat    in Paraffin, in diesem Falle neutrales       Aluminium-tri-stearat.    Wenn man auf ein       Mol.        Aluminiumhydroxyd    statt 3     Mol.        Stea-          rinsäure    nur ? oder 1     Mol.    verwendet,

   erhält  man in derselben Weise einbasisches     bezw.     zweibasisches     Aluminiumstearat.    Selbstver  ständlich können auch Gemische der einzel  nen     Stearate        hergestellt    werden.  



  Wenn man die zu verwendende     Säure,          anstatt    in dem im angeführten Beispiel ver  wendeten festen Paraffin, in einem der oben  erwähnten flüssigen Lösungsmittel löst, kann  man die der Säure entsprechende Seife in  flüssiger Form erhalten.  



  Von den genannten     Stearaten    hat man  gemäss bisher bekannten     Fällungsmethoden     nur     Aluminium-tri-stearat    herstellen können.  



  Bei den verschiedenen     Stearaten    schwankt  der Schmelzpunkt derart, dass das     Tri-stearat     (neutrales     Stearat)    den niedrigsten und das       Mono-Stearat    (zweibasisches     Stearat)    den  höchsten .Schmelzpunkt hat. Die Löslichkeit.  schwankt in entsprechender Weise.  



  Der Reaktionsverlauf bei der Herstellung  der oben erwähnten     Aluminiumstearate    wird  durch die folgenden     Reaktionsformeln    ver  deutlicht.    <I>1.</I>     Aluminium-tri-stearat.     



       Al,(S04)3        -f-    6     NH3        -I-    6     H,0    = 3     [(NH4),        S04]        -f-    2     [Al(OH)31          Al(OH)3        -I-    3     (C1$        H3"3    0,) = A1     (C,.        H3zi    0,)3     -I-    3 H,0    <I>2.</I>     Alzairziiziunrz-di-stearat.     



       Al(OH)3        +    2     (C"        Hse    0,) = Al . OH .     (Cls        1-11g    0,)s     -i-    2 H,0    <I>3.</I>     Al-zz@rziniu7iz-7rzo-rzo-stearat.     



       Al        (OH)a    i     Cia    Hic 0, = Al . (OH), .     Cl,;        H35    0,     i    H,0    Ausser der oben erwähnten     Stearinsäure     können auch     Palmitinsäure,    Ölsäure und       Abietinsäure    verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Aluminiumseifen, wobei ein Aluminium- salz durch eine Base derart niedergeschlagen wird, dass Aluminiumhydroxyd entsteht, worauf das Aluminiumhydroxyd mit einer organischen Säure von hohem Molekularge- wicht verseift wird, dadurch gekennzeichnet, dass das frisch gefällte Aluminiumhydroxyd in .der von der Bildung desselben herrühren- ilen Mutterlauge aufgeschlämmt ist, wenn die betreffende Säure zugesetzt wird, und dass die Säure in einem indifferenten, organischen Stoffe gelöst zur Anwendung kommt,
    wel cher Stoff zugleich als Lösungsmittel für die (,iitstehende Aluminiumseife dient, so dass als Endprodukt eine in dem indifferenten organi- ehen Stoff gelöste Aluminiumseife erhalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Versei- fung höher molekulare Fettsäuren an- ge Tendet werden.
    ?. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Vemei- fung Harzsäuren angewendet werden. :3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel für Säure und Aluminiumseife flüssig Isohlenwasserstoffe angewendet werden. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Löse mittel feste Iiohlenwasserstoffe ange wendet werden. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel ätherische Öle angewendet werden. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel fette Öle angewendet werden. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel Fette angewendet werden. B. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösungs mittel natürliche Wachsarten angewen det werden. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch, @da- durch gekennzeiehnet, dass als Lösemittel synthetische Wachsarten angewendet werden. 10. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel natürliche Harze angewendet werden. 11.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel synthetische Harze angewendet werden.
CH179768D 1933-07-28 1934-07-24 Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Aluminiumseifen. CH179768A (de)

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