Schalteinrichtung, insbesondere für Kühlschränke. Die Erfindung betrifft eine Schaltein richtung, insbesondere für Kühlschränke, mit einer zwischen zwei Stützpunkten einge spannten Schnappfeder, deren Spannung durch Ändern des Abstandes der Feder stützpunkte beeinflusst werden kann. Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art werden zum Verändern der Federspannung die Federlager zum Beispiel durch eine Stell schraube in der Längsrichtung der Feder verschoben.
Diese Verstellvorrichtungen sind umständlich, teuer und nicht immer zuver lässig, weil entweder bei Verstellung des ganzen Federlagers in der Grundplatte eine besondere Führung für das verstellbare Federlager und ein zusätzliches Lager für die Stellschraube vorgesehen oder bei Ver stellung des Federstützpunktes dieser selbst leicht drehbar mit der in einer Wand oder einem Träger gelagerten Stellschraube ver bunden sein muss.
Die Einrichtung wird gemäss der Erfin dung wesentlich vereinfacht und verbessert dadurch, dass der Abstand der Federstütz punkte durch Verschwenken eines oder beider Federlager änderbar ist. Es ist insbesondere eine Anordnung zweckmässig, bei der d s oder die Federlager je um eine zur Schnapp- ebene der Feder senkrecht stehende Achse drehbar sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 in perspektivischer Ansicht; eine Schalteinrichtung für einen Kühlschrank, Fig. 2, einen Teil der gleichen Einrich tung in Draufsicht, Fig. 3 die gleiche Draufsicht wie Fig. 2, nur mit verstellten Lagern, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 2 in grösserem Massstabe, Fig. 5 eine Draufsicht auf ein Federlager in grösserem Massstab.
10 ist ein Thermostat, der auf die Tem peratur des Kühlraumes oder des Ver- dampfers einer Kühlanlage anspricht. Er besteht aus einem durch eine Feder 11 be lasteten Federbalg 12, der in einem Gehäuse 13 eingeschlossen ist und durch eine Leitung 14 mit einem (nicht gezeichneten) Behälter im Kühlschrank beziehungsweise am Ver dampfer verbunden ist. Dieser Behälter, die Leitung 14 und der Balg 12. sind mit einer bei Temperaturänderungen sich stark aus dehnenden Flüssigkeit gefüllt. Die durch die Temperaturänderungen hervorgerufenen Bewegungen des Federbalges 12 werden auf einen Stift 15 übertragen, der seinerseits auf eine Schnappfeder 16 einwirkt. Mit der Schnappfeder 16 ist eine kleinere Feder 17 vernietet, die Kontaktklötze 18 trägt.
Gegen kontaktklötze 19 sitzen auf einem Kontakt träger 20. Drückt der Stift 15 genügend stark gegen die Schnappfeder 16, so schnappt sie in die andere Endlage, wobei die Kon taktklötze 18, 19 aufeinander gedrückt wer den und so der Strom eingeschaltet wird. Sinkt die zu regelnde Temperatur der Kühl anlage, so drückt die Feder 11 den Balg 12 zusammen und der .Stift 15 bewegt sich nach links, so dass die Schnappfeder 16 unterstützt durch eine Feder 21 wieder in die ursprüngliche (gezeichnete) Endlage zu rückschnappt, wobei die Kontaktklötze 18, 19 plötzlich voneinander getrennt werden.
Die Ausbildung des Kontaktträgers 17 als Feder, die auf der Schnappfeder befestigt ist, ist besonders vorteilhaft für ein schnel les Abreissen der Kontaktklötze.
Die Schnappfeder 16 ist in Einkerbungen 22 gelagert; die in Bolzen 23 eingeschnitten sind und parallel zur Bolzenachse verlaufen. Die Schnappfederenden liegen dabei mit Schultern 24 an der Sohle 25 der Einker bung 22 an und haben über die Schultern 24 hinaus verlängerte Enden 33, die in konische Aussparungen 2.6 in den Bolzen 23 ragen. Diese Anordnung verhindert ein Her ausspringen der Feder. Die Bolzen 23 sind nun in einer Grundplatte 2,7, die meistens einen Teil eines die Schalteinrichtung ein schliessenden Gehäuses bilden wird, so ge lagert, dass sie von Hand gedreht werden können. Um die Bolzen einfach mit einem Schraubenzieher drehen zu können, sind Nuten 28 am Bolzenstirnende vorgesehen.
Werden die Bolzen 23 um einen gewissen Betrag um ihre Achse gedreht, so verändern die Einkerbungen 22 und damit deren Sohle 25 in jedem Bolzen etwas ihre Lage, und zwar werden sie nach aussen geschwenkt (Fig. 3). Hierdurch wird aber der Abstand zwischen den beiden Lagerpunkten 23 ver grössert und damit die Spannung der Feder 16 verkleinert.
Wenn die Bolzen 23 so stehen, da,ss die Sohlen 25 'der Einkerbungen 22- in der durch die Bolzenachsen bestimmten Verbin dungsebene liegen (vergleiche Fig. 2), hat der Abstand zwischen der Sohle 25 und der senkrecht zur genannten Verbindungsebene stehenden Bolzenmittelebene 30 die in Fig. 5 mit 29 bezeichnete Grösse. Wird nun der eine Bolzen 2-3 so gedreht, dass die Einker bung 22 die (in Fig. 5) gestrichelt gezeich nete Lage einnimmt, dann hat die Sohle 25 von der Ebene 30 nur noch einen Abstand 31, der um die Grösse 32: kleiner ist, als der Abstand 29 in der ersten Lage des Bolzens.
Wird der andere Bolzen in der gleichen Weise gedreht, dann ist der Abstand der beiden Stützpunkte (Sohlen 25) der Feder 16 um ein Stück vergrössert, das doppelt so gross ist wie die Grösse 32. Die Feder 16 ist also jetzt weniger stark gespannt als vorher.