CH179864A - Hochspannungssicherung. - Google Patents

Hochspannungssicherung.

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CH179864A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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      Hochspannungssicherung..       Gegenstand der Erfindung ist eine     Hoah-          spannungssielterung,    bei der durch eine     be-          C     sondere Ausbildung des Schmelzleiters er  reicht werden kann,     dass    beim Durchbrennen  der Sicherung der Energieumsatz in der Si  cherung so verläuft,

       dass        die        Sinerungs-          patrone    keiner hohen mechanischen     Bean-          spruc'hung    unterworfen ist und     ni-allt        e##plo-          sionsartig    zerstört wird.  



  Die     Aiisbildung    des     Sehmielzleiter.,1,        ge-          schiebt    nach der Erfindung derart,     dass    sein  Querschnitt auf einer für die     Abschaltun-          des        Grenzstromes    bemessenen Länge gleich  mässig ist und im     Anschluss    an diese Länge  zunimmt, damit bei einem Strom, der grösser  ist als der     Grenzstrom,    ein solcher Teil     vom     Schmelzleiter wegschmilzt,

       dass    bei dem auf  das Wegschmelzen des schwächeren Teils  folgenden     Stromnulldurchgang    eine das       Weiterbestellen,des        Lielttbogens    verhindernde       Unterbrecliungsstrecke    vorhanden ist.

      Der     SchmeIz1eiter    nach     -der    Erfindung  kann aus     chiem    Draht oder einem Band     be-          steh#->i-;.    In     Fig.   <B>1</B> der Zeichnung ist bei  spielsweise ein     bandföri-,iloer    Schmelzleiter  <B>10</B> dargestellt, der so, ausgebildet ist,     dass    er  von beiden Enden aus bis auf einen gleich  mässig starken mittleren Teil in zunehmen  dem Masse geschwächt ist.<B>11</B> und 12 sind  die Pole der Sicherung,<B>-</B> zwischen denen der  Schmelzleiter<B>10</B> ausgespannt ist.  



  Ein solcher     Sehmelzleiter    schmilzt beim  Überschreiten des     Grenzstromes    nicht sofort  auf seiner ganzen Länge weg, wie die gleich  mässig dünnen     Sehmelzleiter    der bekannten       Hochspannungssicheruno-len.    Es schmilzt viel  mehr zunächst nur die, für den Grenzstrom  bemessene Teillänge.

       Darnach    schafft der       Lichtbogenstrom    infolge der besonderen Form  des Schmelzleiters durch Wegschmelzen wei  terer Teile bis zu dem auf das Wegschmelzen  der ersten Teillänge folgenden Stromnull-           dureligang    die jeweils erforderliche     Unter-          brechungsstreeke,    bei der ein  des     Lichtbogens    nach dem     Stromnulldurch-          gang    nicht mehr stattfindet.  



  Es sind zwar Niederspannungssicherun  gen bekannt geworden, deren Querschnitt im  mittleren Teil geschwächt ist und nach den  Enden zu zunimmt. Bei den bekannten Nie  derspannungssicherungen hatte jedoch diese  Formgebung lediglich die Beeinflussung der       Erwä,rmuno,    bis zum Beginn des     Scbmelzens     zum Ziele. Mit der blossen Übertragung der  gleichen Massnahme auf Hochspannungs  sicherungen kann aber die der Erfindung zu  Grunde liegende Aufgabe nicht gelöst wer  den.

   Denn Niederspannungssicherungen     un#          terscheiden    sieh nicht nur hinsichtlich der  Spannungshöhe, sondern auch hinsichtlich  des gegenseitigen Verhältnisses der im Licht  bogen auftretenden Teilspannungen wesent  lich von     Hochspannungssiüllerungen,    auf die  sieh unsere Erfindung bezieht.  



  Der an einem Lichtbogen auftretende       Spannungsabfall    setzt sich bekanntlich aus  drei Teilen zusammen, nämlich dem Anoden  fall, der     sogenannten    Säule und dem Ka  thodenfall. Der Unterschied zwischen einem  Hochspannungslichtbogen und einem Nieder  spannungslichtbogen liegt nun in dem An  teil der Säule an der gesamten     Lichtbogen-          spannung.    Im Gegensatz zu den     Spannungs-          verl-lältnissen    eines Niederspannungslicht  bogens spielt bei einem     Hothspannungslicht-          bogen    von mehreren<B>1000</B> Volt der Span  nungsabfall an der Säule die Hauptrolle,

    wogegen der Kathodenfall und der noch viel  kleinere Anodenfall     vernachlässiat    werden  können. Während aber bei     Niederspannungs-          sicherungen    durch die     anden        Lichtbogenfuss-          punkten,    insbesondere an der Kathode auf  tretende Energie ein beträchtlicher Teil des  Schmelzstreifens zerstört wird, fällt bei einer  Hochspannungssicherung der so zerstörte Teil  gegenüber der Gesamtlänge nicht ins Ge  wicht.

   Deshalb     muss    bei einer     Hochspan-          nungssicherung    auf die richtige Ausbildung  der     Lichtbogensäule    besondere Sorgfalt ver  wendet werden.    Der Spannungsabfall an der Säule ist nun  von der auftretenden Stromstärke abhängig.  Der in der Säule auftretende Spannungs  gradient, das heisst die Spannung<B>je</B> cm       Lichtbogenlänge,    ist     umso    kleiner,<B>je</B> grösser  die Stromstärke ist. Infolgedessen kann von  ein und derselben Spannung bei hoher Strom  stärke ein längerer Lichtbogen aufrecht  erhalten werden als bei kleiner Stromstärke.

    Umgekehrt kann man sagen, zur Löschung  eines Lichtbogens hoher Stromstärke ist eine  längere     TJnterbrechungsstrecke    nötig als zur  Löschung eines     Liehtbogens    kleiner Strom  stärke, wenn die treibende Spannung in bei  den Fällen gleich ist.

   Damit,     dass    erfindungs  gemäss der Querschnitt des Schmelzleiters  einer Hochspannungssicherung auf einer für  die Abschaltung des     Grenzstromes    bemes  senen Länge gleichmässig gemacht wird, wird  erreicht,     dass    bei Auftreten des     Grenzstromes     durch das Wegschmelzen des Leiterstückes  mit gleichmässigem Querschnitt eine Unter  brechungsstrecke geschaffen wird, die nicht  grösser ist, als zur Löschung des mit der  Grenzstromstärke brennenden Lichtbogens er  forderlich ist.

   Bei grösseren Stromstärken stellt  sich die richtige Länge der     Unterbrechungs-          streche    durch unmittelbar nachfolgendes  Wegschmelzen benachbarter     Schmelzleiter-          teile    von grösserem Querschnitt von selbst ein.

    Würde dagegen durch gleichzeitiges Weg  schmelzen eines grösseren     Schmelzleiterteils     eine längere Unterbrechungsstrecke entstehen  als notwendig, so würde eine plötzliche Ver  minderung der Stromstärke stattfinden und  infolgedessen die zwischen den Enden der       Unterbrechungsstrecke    vorhandene Spannung  über die Netzspannung hinaus anwachsen,  und zwar etwa in demselben Masse, wie die  tatsächliche Unterbrechungsstrecke grösser ist  als die notwendige.

   Es tritt also eine Über  spannung auf<B>.</B> Erzeugt -wird diese Über  spannung durch die rasche Stromänderung in  den im Stromkreis     befindlichen        Induktivi-          täten.    Werden, wie es bisher üblich war, die  Schmelzleiter mit über ihre ganze Länge die  ja nach dem maximal auftretenden Strom be  messen sein     muss,    der um ein Vielfaches grö-           sser    ist als der     Grenzstrom)    gleichmässigem  Querschnitt ausgeführt, so besteht die Ge  fahr,     dass    schon bei Strömen, die nur um  einen geringen Betrag oberhalb des     Grenz-          stromes        lie-en,

      der Leiter sofort auf der gan  zen     Län-,e        absehmilzt,    so     dass    die sich infolge       el     der Länge der Unterbrechungsstrecke ein  stellende, Überspannung ein Vielfaches der  Netzspannung beträgt. Es tritt dann eine  <B>n</B>  sehr     -rosse    Leistung ganz plötzlich auf,     wo-          Zn     durch eine explosionsartige Wirkung     hervor-          ,o,erufen    wird.

   Dem wird nach der     Erfindun-          dadurch    vorgebeugt,     dass    die Länge des mit       (yleichmässigem    Querschnitt ausgeführten       e,        t'     Leiterteils gerade nur für die Abschaltung  des Grenzstromes bemessen wird, und     dass    der  Querschnitt im     Anschluss    an diese Länge zu  nimmt.  



  Der Querschnitt kann sich über die Länge  des     Sehmelzleiters    stufenförmig ändern. Da  durch ergeben sieh bedeutend einfachere     Her-          stellungsmöglichkeiten    für den     Schmelzstrei-          fen,    während die auftretenden Spannungs  spitzen infolge der stufenweise erfolgenden  Stromverminderung durchaus noch in erträg  lichen Grenzen bleiben.

   Die Hauptsache  bleibt,     dass    nicht der ganze Leiter mit einem  Schlage in seiner ganzen Länge     wegschmilzt.     Wie Versuche gezeigt haben, genügt schon  eine Unterteilung des Schmelzvorganges in  nur zwei Abschnitte in vielen Fällen zur     Her-          eine        un-          absetzung    der Spannungsspitzen auf  gefährliche Höhe. Daher wird der Quer  schnitt des Schmelzleiters in diesen Fällen  mit Vorteil nur ein einziges Mal abgestuft.  



  Die Abstufung kann durch elektrolytische  Verstärkung     bezw.    Schwächung eines Stückes  Draht oder Band erzielt werden oder     aueli     durch mechanische Anlagerung von weiterem  Material an das Halbfabrikat (Draht, Band),  welches das Ausgangsmaterial bildet.  



  In den     Fig.    2 und<B>3</B> sind zwei weitere  Ausführungsbeispiele der Erfindung     dar-          e,        frestellt;        Fig.    2     zeigt        einen        bandförmigen,     einmal abgestuften Schmelzleiter<B>10,</B>     Fig.   <B>3</B>  einen Schmelzleiter<B>10</B> aus Draht, bei dem    ein Teil durch Umwicklung mit Draht<B>13</B>  (oder Band) verstärkt ist.  



  Die Ausbildung des Schmelzleiters nach  der Erfindung hat ferner den Vorteil,     dass     sich die Sicherung bei Strömen, die kurz  unterhalb des Grenzstromes liegen, weniger  stark erwärmt als die mit einem gleichmässig  dünnen Schmelzleiter. Bei dem Schmelz  leiter nach der Erfindung ist die in dem  schwachen Teil erzeugte Wärme nämlich  klein, da dieser Teil nur so lang ist, wie es  die     Absehaltung    des Grenzstromes erfordert,  während die Länge eines gleichmässig dünnen  Schmelzleiters für den grössten auftretenden       Abschaltstrom    bemessen sein     muss.    Die Teile  grösseren Querschnittes erwärmen sich infolge  ihres kleineren Widerstandes weniger stark  und sind infolge ihrer grösseren Oberfläche  wesentlich besser gekühlt.

   Daher kann die  in dem schwachen Teil des Schmelzleiters  entstehende Wärme nicht nur durch die ihm  unmittelbar benachbarten Teile der Siche  rung, sondern auch durch die Umgebung der  verstärkten Teile des Schmelzleiters hindurch  zur Oberfläche der Sicherung abfliessen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Hochspannungssicherung, gekennzeichnet durch einen Schmelzleiter aus einem Stück: Draht oder Band, dessen Querschnitt auf einer für die Abschaltung des Grenzstromes bemessenen Länge gleichmässig ist und im Anschluss an diese Länge zunimmt, damit bei einem Strom, der grösser ist als der Grenz- strom, ein solcher Teil von dem Schmelzleiter wegschmilzt, dass bei dem auf das Weg schmelzen des schwächeren Teils folgenden Stromnulldurchgang eine das Weiterbestehen des Lichtbogens verhindernde Unterbre chungsstrecke vorhanden ist.
    UNTEP.ANSPRüCHE: <B>1.</B> Hochspannungssicherung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt über die Länge des Schmelzleiters stufenförmig ändert. <B>9-</B> Hochspannungssicherung nach Unteran spruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Schmelzleiters nur ein ein ziges Mal abgestuft ist. <B>3.</B> Hochspannungssicherung nach Unteran spruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass um Teile des Schmelzleiters Bänder oder Drälite schraubenlinienförmig herumge. wickelt sind.
CH179864D 1934-01-08 1934-12-29 Hochspannungssicherung. CH179864A (de)

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