Signallaterne. Bei Signallaternen ergibt sich häufig die Aufgabe, die Intensität des Lichtes auf der auszuleuelitenden Fläche verschieden zu ver teilen. In einer bestimmten Richtung soll ein Maximum von Intensität herrschen und in dieser Richtung das Signal schon aus gro sser Entfernung deutlich erkannt werden. In andern Richtungen ist gleichfalls eine Lichtwirkung des Signals erforderlich, ohne dass jedoch eine so grosse Intensität erforder lich wäre. Die Intensitätskurve soll demnach uine Form annehmen, wie sie zum Beispiel in Fig. 1 gezeigt ist, wobei als Ordinate die Lichtintensität aufgetragen ist, als Abzisse der Winkel zwischen der optischen Achse und der Beobachtungsrichtung, beginnend mit etwa minus 90 über 0' entsprechend, dem Maximum der Kurve bis etwa plus 180'.
Dabei ist es von wesentlicher Bedeu tung, dass eine, geselilossene Form der leuch tenden Fläche zustande kommt. Um eine derartige Liehtverteilung zu erzielen, hat man versehiedene Mittel angewendet, bei- spielsweise Reflektoren, welche die rück wärts gerichteten Strahlen der Lichtquelle in bestimmter Weise nach vorne werfen. Da mit liess sieh zwar eine Lichtverteilung er zielen, wie sie in der Kurve dargestellt ist, aber man erhielt Doppellichter. Das Licht zeigte kein geschlossenes Bild, sondern war durch Übergänge oder Dunkelfelder unter- broelien.
Gegenstand der Erfindung ist eine Si gnallaterne, bei welcher sich vor einer Licht quelle, die im Brennpunkt eines die Form einer Rotationsfläche auf#veisenden Hohl spiegels angeordnet ist, eine Glasoptik be findet, welche aus einer halben, einen Brennpunkt aufweisenden Sammellinse und einem sieh an deren Schnittfläche unmittel bar anschliessenden Sammellinsenteil mit einer geraden Brennlinie zusammenge setzt ist.
<B>.</B> In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstan(leg schema tisch dargestellt.
<B>C</B> Fig. 1 der Zeichnung stellt die Licht verteilungskurve dar, die mit der dargestell ten Signallaterne erreicht wird, ohne dass dic eingangs erwähnten Nachteile bekannt ge wordener Ausführungsformen in Ersehei- nung treten würden; Fig. 2 stellt schematisch und im Schnitt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dar, Fig. 3 bis 7 zwei Detail varianten bildende andere Ausführungen der Glasoptik; Fig. 3 stellt einen Längsschnitt durch eine Glasoptik nach der Linie C-D der Fig. 4 dar; Fig. 4 ist eine Draufsicht auf dieselbe Glasoptik; Fig. 5 ist ein Schnitt der andern Glas optik nach Linie X-X der Fig. 7; Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 7 ; Fig. 7 stellt eine Draufsielit auf die Glasoptik nach Fig. 5 dar.
In Fig. 2 ist mit 5 die Lichtquelle be zeichnet, welche in den Brennpunkt des die Form einer Rotationsfläche aufweisenden Hohlspiegels 3 eingesetzt ist. Vor der Licht quelle ist eine Glasoptik angeordnet, die aus einer halben Sammellinse 1 mit einem Brennpunkt und einem unmittelbar an deren Schnittfläche anschliessenden Sammellinsen teil 2, mit einer geraden Brennlinie zusam mengesetzt ist. Die Teile 1 und 2 sind nahezu halbkreisförmig. Von Ferne macht dieses Signal den Eindruck einer gleichmä ssig erleuchteten Fläche. Erst wenn man näher kommt, erkennt man, dass die leuch tende Fläche aus einem Kreisring, einer hell erleuchteten halben Kreisfläche, die darin eingeschlossen ist, und einer schwächer er leuchteten andern Hälfte der Kreisfläche be stellt.
Da der Teil 2 das Licht seitwärts streut, ist eine weitreieliende Wirkung über einen grossen Winkel erzielt.
Es ist zweckmässig, die Übergänge zwi schen den Lichtflächen einerseits zu verwi schen und ihnen die Schärfe zu nehmen, anderseits die Lichtwirkung über die ganze Fläche zu verteilen. Aus diesem Grunde ist vor die Optik eine Streuscheibe 4 geschaltet, welche sowohl seitlich als auch vertikal streut. Die Höhenstreuung braucht nur sehr gering zu sein, die Seitenstreuung kann grö sser gewählt werden. Auf diese Weise wird ein sanfter Übergang der verschiedenen In- tensitäten ineinander erreicht, genau wie es die Kurve in Fig. 1 vorschreibt.
Bei den bisher vorgeschlagenen Einrich tungen, welche eine verschiedene Verteilung der Intensität des Signallichtes über den vorn liegenden Raum gestatten, ergibt sieh häufig der Nachteil, dass das Licht von Scheinwerfern, die auf Fahrzeugen ange bracht sind, in unerwünschter Weise reflek tiert wird und dadurch zu Täuschungen An- lass gibt.
Uin diesen Nachteil zu beseitigen, wird die vorbesehriebene Anordnung vorteil haft derart ausgeführt, dass man den Pa- rabelspiegel <B>3</B> nur bis zu einer senkrecht zur optischen Achse stehenden, durch den Brenn punkt gehenden Ebene ausbildet und den rückwärtigen, daran anschliessenden- Teil entweder wegschneidet (Fig. <B>92)</B> oder durch Schwärzung oder ähnliche Mittel unwirksam macht.
Es hat sich fernerhin gezeigt, dass man die Optik, welche vor die Lichtquelle ge schaltet wird, zweckmässig aus einem Stüel,- herstellen kann. Der linke Teil<B>1</B> der Optik in Fig. <B>3</B> ist die halbe Sammellinse mit einem Brennpunkt, während die rechte Hälfte 2 den Sammellinsenteil mit einer ge raden Brennlinie darstellt.
In Fig. 4 ist diese Optik in der Draufsicht von oben dar- ,olestellt. Man sieht infolgedessen auf die Fläche, welche durch die obere Begrenzungs linie in Fig. <B>3</B> dargestellt ist und deren Tin- fang sieh bei der Draufsicht als Oval dar stellt.
Die linke Hälfte<B>1</B> der in Fig. <B>5</B> bis<B>7</B> in einem Horizontalschnitt dargestellten Optik gibt die halbe Sammellinse mit einem Brenu- punkt wieder, während die reellte Hälfte 2 aus einem Sammellinsenteil mit einer gera den Brennlinie besteht. Fig. <B>7</B> zeigt diese Optik in der Draufsieht. Dabei stellt sieh die Fläche, welche in Fig. 5 durch die ober ste Begrenzungslinie bezeichnet wird. stu fenförmig dar, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist. In Fig. 6 ist die gleiche Optik im Ver tikalschnitt veranschaulicht, geschnitten nach der Linie A-B, während Fig. 5 dem Horizontalschnitt nach der Linie X-X ent spricht.
Die Optik kann aus einem Stück sein und entweder gepresst und geschliffen oder gegossen und geschliffen sein.
Die Wirkung einer solchen Optik lässt sieh noch dadurch verbessern, dass man sie, wie in den Fig. 3 bis 7 dargestellt mit Streuriefen versieht.
Die Streuriefen<B>6</B> können sowohl in Teil 1, als auch im Teil 2 oder in beiden vorhan den sein. Ihre Anbringung kann sowohl auf der Vorder- als auf der Rückseite erfolgen. Der Teil 2 braucht im allgemeinen keine Seitenstreuung, denn der Teil 1 an sieh be wirkt die erforderliche Verteilung des Lieh- tes. Dagegen ist es mitunter zweckmässig, dem Teil 2 eine Höhenstreuung oder allge mein eine Vertikalstreuung zu geben. In diesem Fall können verschiedenartig ge formte Streuriefen, die sieh rechtwinklig schneiden oder unter andern Winkeln gegen einander geneigt sind, kombiniert werden, wie es durch horizontale und vertikale Linien in den Fig. 4 und 7 angedeutet ist.
In diesen Ausführungsformen ist eine hori zontale und eine vertikale Streuung nur im <B>Z,</B> Teil 1 vorgesehen, während in dem Teil 2 der Optik nur eine Vertikalstreuung be zweckt ist. Für besondere Zwecke, wenn es sieh beispielsweise um die gleichmässige Aus- leuchtung bestimmter Flächen handelt kann auch eine Seitenstreuung im Teil 2 von Vor teil sein. Selbstverständlich erreicht man gleiebe oder ähnlieheWirkungen, wenn man eine entsprechende Strenscheibe vor der Op- fik anordnet.