CH179935A - Flugzeugtragflügel. - Google Patents

Flugzeugtragflügel.

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CH179935A
CH179935A CH179935DA CH179935A CH 179935 A CH179935 A CH 179935A CH 179935D A CH179935D A CH 179935DA CH 179935 A CH179935 A CH 179935A
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Messerschmitt Willy
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Messerschmitt Willy
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  Flugzeugtragflügel.    Bei Flugzeugtragflügeln, deren Profil       über    die ganze Spannweite gleich ist oder  deren Dicke nach den Flügelenden abnimmt,  I ritt bei überzogenem Flugzeug leicht ein  Kippen über ein Flügelende auf, das an  schliessend zum gefürchteten Trudeln führt.  Flugzeuge, die mit dieser unangenehmen       Eigensehaft    behaftet sind, sind nicht nur  stets eine Gefahr für unkundige Piloten.

    sondern gestatten auch nicht, die auf Grund  des an sich vorhandenen Höchstauftriebes       niiigliehe    geringste     Landegeschwindigkeit    zu       crreielien.    weil schon eine geringe     r\ber-          sehreitung    des dem Höchstauftrieb zugeord  neten     Anstellwinkels    zu einer     Vernichtuno-          (ler    Querstabilität führt.  



       Ma,n    hat diese Nachteile durch verschie  dene Mittel mit mehr oder weniger Erfolg  beseitigt. Man hat aussen an den Flügelenden  prozentual dickere Flügelprofile angeordnet  als im Innern und damit von dem Umstand  Gebrauch Beinacht,     dass    dicke Profile einen  grösseren     zulässigen        Anstellwinkelbereich       haben als dünne, man hat an den äussern Tei  len Schlitzflügel angeordnet, die ebenfalls  bei überzogenem Flugzeug die Strömung an  den äussern Teilen des Flügels zum Anliegen  zwingen und so die     Quersteuerbarkeit    erhal  ten, und man hat den Flügel derart verwun  den,

   dass die innern Teile des Flügels einen  grösseren kritischen     Anstellwinkel    haben als  die Flügelenden.  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf einen Flugzeugtragflügel, dessen äussere  Flügelteile einen 'grösseren kritischen An  stellwinkel haben als die innern und dessen  Profile in etwa einem Drittel der jeweiligen  Profiltiefe die grösste Dicke aufweisen.  



  Gemäss der Erfindung wird die Ver  grösserung des kritischen     Anstellwinkels    nach  den Flügelenden zu dadurch erreicht, dass der  Ausdruck     o    :     b2    für die Profile in der Nähe  der Flügelenden grösser ist als der Aus  druck     p    :  &  für die Profile in der Mitte  des Flügels,     \wobei        o    das Verhältnis des       Iirü        mmungsradius    der Profilnase zur Profil-      tiefe und ö die grösste Dicke des Profils im  Verhältnis zur Tiefe des Profils ist. Der       Krümmungsradius    der Nase kann im Flügel  innern so klein sein, dass die Nase eine Spitze  aufweist.

   Es kann aber     aüch    am vordersten  Teil der Profilnase des Flugzeugtragflügels  in den innern Teilen des Flügels über eine  Länge von der Grösse der halben Spann  weite der glatte Verlauf der     Berandung    auf  andere Weise unterbrochen sein, wobei in  dessen der Widerstand nicht erhöht wird, da  an diesen Stellen die Luft sich am Flügel  staut und also nicht strömt.  



  In den Anfängen der Fliegerei ist be  reits der Vorschlag gemacht worden, das  Flügelprofil derart längs des Flügels zu ver  ändern, dass die dickste Stelle im Bereich der  Flügelenden unmittelbar an der Nase und  gegen den Rumpf zu in etwa der Hälfte der  Profiltiefe liegt. Demgemäss wies der Flügel  in den     innern    Teilen eine spitze Nase auf,  an den Enden des Flügels dagegen eine  stark gerundete Nase.  



  Der Flügel gemäss diesem ältere Vor  schlag     in        uss    nach heutigen Erkenntnissen  sehr schlechte aerodynamische Eigenschaften  haben, während der Flügel gemäss der Erfin  dung nachweislich unverändert gute Leistun  gen aufweist. weil die dickste Stelle des Pro  fils stets an der günstigsten Stelle, nämlich  in etwa einem     Drittel    der Profiltiefe liegt.  



  Die Erfindung beruht dabei auf der be  kannten Tatsache, dass Flügelteile mit spitzer  Nase einen geringeren     Anstellwinkelbereich     haben als solche mit stärker abgerundeter  Nase, weshalb der Flügel gemäss der Erfin  dung einem Flügel mit Verwindung oder  einem solchen mit nach aussen im Verhält  nis zur Profiltiefe vergrösserter Dicke gleich  kommt.  



  Darüber hinaus weist aber der Flügel  nach der Erfindung den Vorteil auf, dass  seine Flügelprofile mit relativ spitzer Nase  oberhalb des Auftriebsmaximums nur eine  verhältnismässig geringe Abnahme des Auf  triebsbeiwertes bei zunehmendem     Anstell-          winkel    haben. Diese Eigenschaft hat sehr    günstige Einflüsse auf die Querstabilität bei  überzogenem Flugzeug, sowie beim Trudeln.  



       Anf    der Zeichnung sind einige Ausfüh  rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes  dargestellt.     Fig.    1 zeigt ein Flügelprofil, wie  es dem Flügel zu Grunde gelegt ist. Die  Form der Profilnase ist längs des Flügels  folgenden Veränderungen unterworfen: Im  Bereich der Flügelenden ist der     Krümmungs-.          radius    der Profilnase gross und das Profil hat  einen Umriss, der mit vollen Linien in     Fig.    1  dargestellt ist.

   Bis zum Flügelinnern nimmt  der     Krümmungsradius    der Nase des Flügel  profils ab und kann unter Umständen Null  werden, so dass ein Profil mit einer Spitze  an der Nase entsteht, wie mit punktierten  Linien in     Fig.    1 dargestellt ist. Die da  zwischenliegenden Flügelprofile weisen Na  sen von mittlerem     Krümmungsradius    auf,  wie mit gestrichelten Linien dargestellt ist.

    Bei verjüngten Flügeln (Trapez oder ellipti  schen Flügeln oder dergleichen) nimmt der       Krümmungsradius    nach dem Innern des  Tragflügels zu ebenfalls ab, doch braucht  diese Abnahme nicht absolut zu sein, sondern  es wird in den meisten Fällen eine Abnahme  des     Krümmungsradius    im Verhältnis zur je  weiligen grössten Dicke des Profils genügen.  



  Flugzeugflügel sind häufig in der Weise  geformt, dass die grösste Profildicke sogar im  Verhältnis zur Profiltiefe nach den Flügel  enden zu kleiner wird. Aus der Verkleine  rung der Profildicke an den Flügelenden er  gibt sich ein geringerer Widerstand des Ge  samtflügels, aber auch eine erhöhte Gefahr  des     Abkippens    bei überzogenem Flugzeug,  wie schon anfangs beschrieben ist. Auch bei  derartigen Flügeln soll sich der     Krümmungs-          radius    der Nase in der eingangs definierten  Weise längs des Flügels ändern.  



  In den     Fig.        92    bis 8 sind Ausführungs  formen von Profilnasen dargestellt, wie sie  der beschriebene Flügel in seinen innern Tei  len aufweisen kann, um dadurch den Effekt  der Verkleinerung des     Krümmungsradius     nach dem Innern zu zu vergrössern.

   Gemäss       Fig.    2 bis 5 sind Leisten am vordersten Teil      der     Nase    angebracht die gemäss     Fig.    ? Drei  eckform, gemäss     Fig.    3     Trapezform,    gemäss       Fig.        .4    doppelte     Dreieckform    und gemäss       Fig.    :i     Halbkreisform    haben. Diese Leisten  erstrecken sich vorteilhaft über eine Länge  von etwa der Grösse der halben Spannweite.  



  Gemäss F     ig.    6 ist statt der Leiste eine  rauhe Stelle an der Profilnase vorgesehen,  die beispielsweise von einer Schicht Schmier  gel oder rauhem Faserstoff,     aufgerauhtem     Holz oder aufgeleimten Sägespänen gebildet  sein kann. Gemäss     Fig.    7 und 8 ist der glatte  Verlauf der     Berandung    an der Profilnase  durch Riefen     (Fig.        i)    und Stufen     (Fig.    8)  unterbrochen.  



  Flügelpartien mit solchen     Unstetigkeiten           <  < n    der Profilnase, ebenso wie Flügelpartien  mit Profilnasen von geringem     Krümmungs-          radius    haben die Eigenschaft, dass die Strö  mung im Bereich der Profilnase schon abzu  reissen pflegt, während die Strömung im Be  reich der     Flügelhinterkante    noch anliegt. Das  hat eine Wanderung des Druckpunktes nach  hinten zur Folge. Das dadurch entstehende  kopflastige Moment bewirkt eine Anstellwin-         kelverminderung    des Flugzeuges und wirkt  somit stabilisierend.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Flugzeugtragflügel. dessen äussere Flü gelteile einen grösseren kritischen Anstellwiu- kel haben als die innern und dessen Profile in etwa einem Drittel der jeweiligen Profil tiefe die grösste Dicke aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausdruck O : ö' für die Profile in der Nähe der Flügelenden grö sser ist als der Ausdruck o : ö\ für die Pro file in der litte des Flügels, wobei 2 das Verhältnis des hrümmungsradius der Pro:Eil- nase zur Profiltiefe und ö die grösste Dicke des Profils im Verhältnis zur Tiefe des Pro fils ist.
    UNTERANSPRUCH Flugzeugtragflügel nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass am vordersten Teil der Profilnase in den innern Teilen des Flügels über eine Länge von etwa der Grösse der halben Flügelspannweite der glatte Ver lauf der Berandung unterbrochen ist.
CH179935D 1934-04-14 1934-08-08 Flugzeugtragflügel. CH179935A (de)

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CH179935D CH179935A (de) 1934-04-14 1934-08-08 Flugzeugtragflügel.

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