CH180062A - Haltbare, gleichmässige Bronzepaste. - Google Patents

Haltbare, gleichmässige Bronzepaste.

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CH180062A
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Inc Metals Disintegrat Company
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Metals Disintegrating Co
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  Haltbare,     gleichmässige    Bronzepaste.         Gc.gensland    der     Erfindung;    ist eine halt  bare. gleichmässige Bronzepaste, deren     He-          tallschüppchen    dauernden Hochglanz und  dauernde Schwimmfähigkeit besitzen.  



       Bronzepasten    bestehen in der Hauptsache       aus    sehr kleinen Metallteilchen, zum Beispiel  Aluminium, Kupfer     etc.,    in Gestalt winziger  Blättchen oder     Schüppchen.    Im allgemeinen  ist es wünschbar, dass sie einen hohen Glanz  aufweisen. Bisher wurde dieser Glanz durch       lange        fortgesetztes        Polieren    und Altern der       Metallteilchen    in Gegenwart eines geringen  Prozentsatzes einer fettigen oder öligen Sub  stanz, wie zum Beispiel     Stearinsäure,    erzielt.

    So behandelte     Metallschüppchen    schwimmen  einige Zeit in den gewöhnlichen Lacklöse  mitteln und sammeln sich zum Teil auf der  Oberfläche der Flüssigkeit, wobei sie sich  mit ihren hochglänzenden     Flachseiten    paral  lel zu der genannten Oberfläche     einstellen.     Zufolge dieses Umstandes bilden sie eine zu  sammenhängende, spiegelnde Oberflächen-         schiebt,    die ähnlich wie ein Stück polierten       Blattmetalles    wirkt. Man nennt daher diese  Erscheinung "Blattbildung".

   Selbst stärk  sten Glanz aufweisende Bronzepulver liefern  keine hochglänzende     Bronzierung,    wenn  ihnen diese Eigenschaft, auf der Oberfläche  zu schwimmen und dort eine zusammen  hängende, blattförmige Schicht zu bilden,  mangelt. Diese Schwimmfähigkeit und  Eigenschaft der Blattbildung ist eine Folge  der Behandlung mit     Stearinsäure    oder ähn  lichen Substanzen. Solange seine Schwimm  fähigkeit anhält, besitzt das     Metallpulver     hohen Glanz oder ein spiegelartiges Aus  sehen.  



  Es ist jedoch Tatsache, dass Anstrich  bronzen beim Stehen ihren Glanz rasch ein  büssen, das heisst das Metallpulver verliert  mit der Schwimmfähigkeit auch den Hoch  glanz. Deshalb pflegte man bis anhin Bronze  pulver und Trägerflüssigkeit .getrennt auf  den Markt zu bringen und es dem An-           streicher    zu überlassen, das Anmachen nach  Bedarf vorzunehmen. Diesem Vorgehen haf  ten die aus der ausserordentlichen Leichtig  keit des Metallpulvers sich ergebenden Übel  stände an. Das Pulver wird leicht umher  geblasen, es kann mit Luft explosive Ge  menge bilden und das Anmachen zieht sich  so lange hinaus, bis sämtliche Metallteilchen  mit Trägerflüssigkeit benetzt sind.  



  Es hat sich nun gezeigt,     dass    der er  wähnte Verlust der Schwimmfähigkeit und  des Glanzes auf der Einwirkung gewisser,  in der Trägerflüssigkeit enthaltener Zusätze  beruht. Die in der Lack- und Anstrich  farbenindustrie gebräuchlichen     Lösungs-    und  Verdünnungsmittel werden meistens mit       Sikkativen,    trocknenden Ölen und     Natur-          oder    'Kunstharzen versetzt. Diese Beimen  gungen sind es, welche die Bronzepasten in  genannter Weise schädlich beeinflussen.

   Es  soll indessen eingeräumt werden, dass unter  den zahlreichen Harzen vielleicht das eine  oder das andere keinen schädigenden     Einfluss     auf die Schwimmfähigkeit und den Glanz  der     Metallschüppchen    ausübt.  



  Gemäss vorliegender Erfindung enthält die  haltbare, gleichmässige Bronzepaste dauern  den Hochglanz und dauernde Schwimm  fähigkeit aufweisende     Metallschüppchen,     welche in einer die genannten Eigenschaften  in keiner Weise schädigenden, noch schädi  gende Substanzen enthaltenden Flüssigkeit  suspendiert sind.  



  Sie kann ausserdem ein     emulgierendes     Mittel enthalten, wodurch die Aufrecht  erhaltung der Gleichmässigkeit     unterstützt     wird. Geeignete Mittel dieser Art sind zum  Beispiel     Aluminiumstearat    und     Trioxyäthyl-          aminstearat,    namentlich, wenn die     Schüpp-          chen    aus Aluminium bestehen.  



  Eine der Erfindung entsprechende Paste  ist beispielsweise zusammengesetzt aus 58  hochglänzenden     Aluminiumschüppchen,        l        ,o'          Stearinsäure,    1 %     Aluminiumstearat    und       .10    % Lackbenzin.  



  Zur Herstellung solcher Bronzepasten  eignet sich das nachstehende Verfahren, wel-         clies    gegenüber den bekannten Methoden     schi-          erhebliche    Vorzüge aufweist.  



  Es wurde nämlich gefunden, dass sich  Hochglanz und Schwimmfähigkeit auch mit  Umgehung der umständlichen Prozedur des  Alterns erzeugen lassen. Dies kann dadurch  erreicht     -werden,    dass man die     Metallschüpp-          chen    mit einem Hochglanz und Schwimm  fähigkeit erzeugenden Mittel behandelt, und  zwar in Gegenwart eines Lösemittels, wel  ches die genannten Eigenschaften in     keiner     Weise schädigt, noch schädigende Substan  zen enthält.  



  Diese Behandlung kann gleichzeitig mit  der Zerkleinerung des     Metalles    zu     Schizpp-          chen    vorgenommen werden, indem man das  Vermahlen zu     Schüppchen    in Gegenwart der  Lösung durchführt. Man erreicht so den dop  pelten Vorteil, dass die     Zerkleinerung    des       Metalles    zu     Schüppchen    und die Erzeugung  von Hochglanz und Schwimmfähigkeit in  einem Arbeitsgange bewirkt werden, und dass  ausserdem jede Explosionsgefahr vermieden  wird.  



  Man kann aber auch das Metall vorerst  in     Schüppchenform    bringen und nachher der  genannten Behandlung unterwerfen. Dies  kann durch einfaches Umrühren der sauberen       Schüppchen    in der     Lösung    geschehen. Durch  Anwendung von Hitze lässt sich der Vor  gang beschleunigen, doch sind hierbei zu  hohe Temperaturen zu vermeiden. Am     besten     eignet sich eine zwischen 20 und 100   C  liegende Temperatur. Bei ungefähr     .50      C  erzielt man leicht ein gutes Ergebnis.  



  Als Lösungsmittel eignen sich zum Bei  spiel Lack- und     Ölfarbenverdünnungsmittel.     sofern sie den Hochglanz und die Schwimm  fähigkeit nicht beeinträchtigen. Derartige  Lösungsmittel sind zum Beispiel Lackbenzin  (eine zwischen ungefähr<B>150'</B> C und     etwa     200' C übergehende Petroleumfraktion),  Terpentinöl, Benzol.

   Die Hochglanz auf  weisenden     Metallschüppchen    behalten in  Flüssigkeiten der oben genannten Art diese  Eigenschaft unbegrenzt lange bei, während  dieselben     Schüppchen    in gewöhnlichem Lack,  der meist neben einer derartigen Flüssigkeit      noch     Sikkative,    trocknende Öle und     Natur-          oder    Kunstharze enthält, die genannten  Eigenschaften ,gewöhnlich bald einbüssen.  



  Als Hochglanz und     Schwimmfähigkeit     erzeugende     Substanzen    kommen beispiels  weise in Betracht:     Stearinsä.ure,        Palmitin-          @äure.     



       Beispiel:     Eine gegebene Gewichtsmenge von     sa.u-          heren        Aluminiumsehüppchen    wird mit dem  fünffachen Quantum einer     2%igen    Lösung  von     Stearinsäure    in Lackbenzin unter Um  rühren bei Luftzutritt auf<B>50'</B>     C    erhitzt.  Die     überschüssige    Flüssigkeit wird, bei  spielsweise durch     Abfiltern,    entfernt. Das  Produkt, eine haltbare Paste, lässt sich leicht  mit. Lack oder Lackbenzin vermischen.  



  Die Zerkleinerung     de"        Metalles    kann     mit-          telst    Stampf- oder Kugelmühlen geschehen.  Kugelmühlen liefern ein feines und gleich  mässiges Produkt, doch war man bisher  wegen der darin entwickelten Reibungs  wärme und der Gefahr der Funkenbildung       frenötigt,    zur Vermeidung von Explosionen  strenge Vorsichtsmassregeln zu treffen. Im  allgemeinen wird deshalb das Mahlen unter       Ausschluss    von Luft vorgenommen. Jeden  falls ist es bisher üblich gewesen, das Me  tall in     Gegenwart    einer geringen Menge  Fett oder Öl, zum Beispiel Talg, Olivenöl  oder     Stearinsäure    zu mahlen.

   Das aus der       1Tüble    kommende Pulver schwimmt aber  nicht in Lack. Es wurde deswegen durch  in einer Trommel angeordnete, rotierende       Bürsten    poliert und hernach dem Altern  überlassen. Bei dem vorliegenden Verfahren  zur Erzielung der Eigenschaften des  Schwimmens und     Spiegelns    können nun die  Operationen des     Polierens    und Alterns weg  fallen.  



  Die Zerkleinerung des     Metalles    kann auch  in Anwesenheit der Lösung des     Schwimm-          fähigkeit    und Hochglanz bewirkenden Mit  lels vorgenommen werden, wobei zweckmässig  eine hinreichende Menge Flüssigkeit zur An  wendung kommt, um leichte     Bearbeitbarkeit     der Masse zu gewährleisten. Durch diese  Vorgehen     wird    das Metall nicht nur in    Pulverform übergeführt, sondern es wird ihm  zugleich die Eigenschaft der Schwimmfähig  keit erteilt. Brauchbare Bronzepasten lassen  sich auf diese Weise durch eine verhältnis  mässig einfache Operation und in verhältnis  mässig kurzer Zeit herstellen. Überdies hat.

    man nicht mehr nötig, die Luft aus der  Kugelmühle zu entfernen, da die Flüssig  keit die Bildung explosiver Metallstaub  Luftgemenge verhindert. Bei der Zerkleine  rung von Aluminium nach diesem Verfah  ren ist die Gegenwart von Luft oder  Sauerstoff zur Erzielung der gewünschten  Schwimmfähigkeit sogar zweckmässig. Dies  steht in völligem Gegensatz zu den An  schauungen, welche bisher auf diesem Ge  biete herrschten, auf Grund deren die Atmo  sphäre in der Kugelmühle sorgfältig über  wacht wurde, um die Bildung explosiver  Gemenge zu verhüten.  



  Nachdem das Metall zu dem erforder  lichen     Feinheitsgrade    vermahlen worden ist,  lässt sich die überschüssige     Flüssigkeit    leicht  entfernen. Aluminium enthaltende Paste  kann in einer Sauerstoffatmosphäre ohne  Schaden auf 50   erhitzt werden, während sie  in einer nicht oxydierenden Atmosphäre,  zum Beispiel Leuchtgas, auf 200' C erhitzt  werden darf.  



  Das Mahlen von Aluminium kann in  einer Kugelmühle so reguliert werden, dass  man eine marktfähige, beständige, gleich  mässige Paste erhält. So wird beispiels  weise bei Anwendung von     Stearinsäure    als  Schwimmfähigkeit herbeiführendes Mittel  eine ausreichende Menge des als     emulgieren-          des    Mittel wirkenden     Aluminiumstearates     gebildet, so dass, nach Zurückführung des  Flüssigkeitsquantums auf das erforderliche  Mass, eine etwa     60A    Aluminium enthaltende  Paste sich ergibt.  



  Es ist bekannt, dass beim Vermahlen der  zur Herstellung von Bronzepulvern dienen  den Metalle verschiedene mechanische     Falk-          toren    äusserst     wichtige        Rollen    spielen. Bei  spielsweise üben bei Anwendung einer  Kugelmühle die Grösse der Mühle, der Kugel  durchmesser, die Schlagstärke und die Dreh-           geschwiiidigkeit    ihren     Einfluss    auf die Qua  lität des Produktes aus.  



  Wenn zum Beispiel die Operationen der  Blättchen- und der     Hoehglanzbildung    gleich  zeitig ausgeführt werden sollen, so hat das  Mahlen durch Schlag, nicht durch Reibung  zu geschehen, und das Metall darf nicht  übermässig beansprucht werden. Es gibt       nämlich    in der Schlagstärke, welcher das Me  tall ausgesetzt werden soll, ein Optimum,  und in dem Masse, als dieser Punkt über  schritten wird, erhält man fortschreitend  weniger befriedigende Resultate. Auch die  Temperatur, bei welcher die Operation  durchgeführt wird, ist zu kontrollieren, da  hier ebenfalls ein Optimum besteht.

   Ferner  muss auf die Verhältnisse zwischen der  Menge des     Metalles    und der Grösse des Me  tallteilchens, der Menge der     Stearinsäure    und  des     Aluminiumstearates,    der Menge und Art  der Flüssigkeit, der Atmosphäre und der  Temperatur     Rücksiebt    genommen werden.  Diese Verhältnisse lassen sich nicht berech  nen; sie sind durch Versuche festzustellen.  



  Da es bequemer ist, die     Schüppchen-          und        Ilochglanzerzeugung    gleichzeitig vorzu  nehmen,     wird    vorzugsweise so verfahren.  Die Zerkleinerung kann man zwar in ver  schiedenartigen Mahlvorrichtungen vorneh  men, in denen eine Schlagwirkung     ausgeübt     wird, jedoch verdient eine Kugelmühle den  Vorzug.  



  In der Zeichnung ist in     Fig.    1 und 2 eine  zur Ausführung geeignete Kugelmühle bei  spielsweise veranschaulicht.  



       Fig.    1 veranschaulicht die richtige Wir  kungsweise der Mühle, bei der die Kugeln  in der nachstehend beschriebenen Weise vor  wiegend eine Schlagwirkung auf die Metall  teilchen ausüben, während     Fig.        n    die Vor  gänge bei unrichtigen Arbeitsbedingungen  zeigt, also wenn zuviel     Abschleif-    und Reib  wirkung vorhanden ist.  



  Gute Resultate werden erhalten, wenn  auf je 454 g (1 englisches     U)    Aluminium  pulver, dessen     Teilchengxösse    einem Sieb von  <B>1600;</B> Maschen pro cm\ entspricht     (vergl.    Ab  satz A und B), 454 g     Lackbenzin        (vergl.       Absatz C), 3     %        Stearinsäure        (vergl.        Absatz     D und E), 1     %        stearinsaures    Aluminium       (vergl.    Absatz E), und 9,1 kg Kugeln     (vergl.     Absatz F und J) genommen wurden,

   und  wenn 7 Stunden lang     (vergl.    Absatz G) in  einer Kugelmühle von 40 cm Durchmesser  und 15 cm Breite     (vergl.    Absatz     H),    die,       unter    Verwendung von Kugeln von 9,5 mm  Durchmesser     (vergl.    Absatz I), mit einer Ge  schwindigkeit von 65     Umdrehungen/Min.          (vergl.    Absatz J) läuft, mit einer Charge von  1135 g Aluminium     (vergl.    Absatz     K)    bei  einer Temperatur von<B>50'</B> C     (vergl.    Absatz  L) in einer Luftatmosphäre     (vergl.    Absatz  D) gemahlen wurde;

   beziehungsweise in  einer Kugelmühle von 60 cm Durchmesser  und 15 cm Breite, die unter Verwendung von  Kugeln von 6,35 mm Durchmesser mit einer  Geschwindigkeit von 54     Umdrehungen/Min.     läuft und mit<B>2,18</B> kg Aluminium beschickt  ist.  



  A. Aluminium ist als Beispiel gewählt,  weil es das am meisten ' verlangte Bronze  pulver ist.  



  B. Ein Sieb von 1600 Maschen pro cm\  ist ausdrücklich     angegeben,    weil es sich als  zweckmässig herausgestellt hat, das Metall  bis auf diesen     Feinheitsgrad    zu zerkleinern,  bevor man zur Überführung in     Schüppchen-          form    und Erzeugung des Hochglanzes  schreitet.  



  C. Lackbenzin ist als Mahlflüssigkeit  gewählt, weil es einen gebräuchlichen Lack  bestandteil darstellt, und ferner, weil seine  Siedegrenzen so liegen, dass weder über  mässiger Verlust durch Verdunstung ein  tritt, noch grosse Feuersgefahr besteht; trotz  dem lässt sich die Flüssigkeit leicht durch  Verdampfen entfernen. Terpentinöl oder  Benzol lassen sich an Stelle des Lackbenzins  als Flüssigkeit verwenden.  



  D. Zwischen dem Aluminium und der       Stearinsäure    tritt wahrscheinlich eine che  mische Reaktion ein, bei der Sauerstoff eine  Rolle spielt. In dem Masse, wie der Mahl  prozess fortschreitet, sinkt die Menge der       Stearinsäure    in der Lösung, und es bildet      sich eine Verbindung, wahrscheinlich     stearin-          saures    Aluminium. Nimmt man das Mahlen  in einer dicht verschlossenen Mühle vor, so  tritt als Kennzeichen dafür, dass Sauerstoff       absorbiert    wird, ein     Unterdruck    auf, voraus  gesetzt,     dass    derselbe nicht durch den infolge  der Temperaturerhöhung steigenden Dampf  druck der Flüssigkeit kompensiert wird.

    Ferner tritt bei Verwendung eines sauerstoff  freien Gases, zum Beispiel Wasserstoff,  weder ein Unterdruck auf, noch entwickelt  sieh die Hochglanz- oder     "Spiegel"wirkung.     Die Zugabe des Hochglanz und Schwimm  fähigkeit bewirkenden Mittels,     znm    Beispiel       Stearinsäure,    kann zu Beginn oder gegen  Ende des Prozesses erfolgen.  



       E.    In einer Kugelmühle nach     Art    der  dargestellten gibt es verschiedene Einwir  kungszonen     (vergl.    .l), und es ist zweck  mässig, das Metall so weitgehend als     mög-          lieli    in der Schlagzone bearbeiten zu lassen.

    Um zu verhindern, dass das Metall durch  die Spalten und Zwischenräume zwischen  den einzelnen Kugeln hindurchwandert und  vorwiegend in die Reibe- und     Abschleifzone     gelangt, ist es nötig, eine die Metallteilchen       tragende    Emulsion oder     Schaummasse    zu er  zeugen, die genügend Substanz und Haft  fähigkeit besitzt, um die Kugeln zu über  ziehen und auf ihnen durch die Schlagzone  zu wandern, jedoch den Teilchen eine aus  reichende Beweglichkeit lässt, um ihnen zu  ermöglichen, bei Berührung mit benachbar  ten Kugeln und mit den     Mühlenwandungen     denselben ihre flachen Seiten zuzukehren.

         Stearinsäure    und     stearinsaures    Aluminium  sind für diesen Zweck angegeben, jedoch  lässt sich eine beliebige Anzahl von Stoffen  verwenden, wie zum     Beispiel    Palmöl, Öl  säure, Olivenöl,     Palmitinsäure    usw.  



  F. Ein Gewichtsverhältnis von 20:1  zwischen Kugeln und Aluminium ergab eine  wirksame     Hahlung    und befriedigende Er  gebnisse hinsichtlich der Herstellung     schup-          penförmigen,    schwimmfähigen (blattbilden  den) hochglänzenden Bronzepulvers.  



  G. Die zum Mahlen notwendige Zeit  wird praktisch durch sämtliche bisher er-    wähnten Faktoren     beeinflusst    und richtet sich  nach dem gewünschten     Feinheitsgrade    des .  Produktes.  



  H. Fassungsraum und Leistungsfähig  keit der Mühle hängen von deren Länge und  Durchmesser ab, und die Wahl der Grösse  ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit.  



  I. In der angegebenen     Apparatur    wurde  mit Kugeln von 9,5 mm Durchmesser ge  arbeitet, doch hängt natürlich die Höhe der  aufzuwendenden Kraft von den physika  lischen Eigenschaften des     Metalles    und der  Stückgrösse des Mahlgutes ab, und dies be  einflusst wieder die Kugelgrösse     bezw.    den  Durchmesser der Mühle oder beide. Ferner  ist klar, dass das spezifische Gewicht des       Metalles    auf das Verhältnis von Metall zu  andern Faktoren einwirkt.

   Beabsichtigt man,  Abfallfolie oder -blech direkt zu behandeln,  so werden diese vorteilhaft in Stücke von  etwa 3 bis 13 mm zerschnitten, und für  Folie von 0,05 bis 0,1 mm Dicke kann das  Mahlen vorteilhaft in zwei Stufen vorgenom  men werden: erstens mit Kugeln von 19 mm  Durchmesser in einer 40 cm Mühle und  Fertigmachen wie oben; zweitens kann man  für Blech von     1,6    mm mit Vorteil im An  fangsstadium Kugeln von 5 bis     71%2        ein    ver  wenden.  



       .I.    Von der Geschwindigkeit der Kugel  mühle hängt es ab, ob das Mahlen durch  Reiben und Abschleifen     (Fig.    2) oder vor  wiegend durch Schlag     (Fig.    1) erfolgt. Wird  die Mühle in Umdrehungen versetzt, so wer  den die Kugeln seitlich     emporgetragen,     haben aber die Neigung, wieder     herabzuglei-          ten.    Dieses     Herabgleiten    wird durch das  Anbringen innerer Rippen verzögert.

   Nach  Erreichen einer gewissen, von der Charge  abhängigen Höhe     (vergl.        Fig.    1) rollen die  Kugeln der obern Lagen unterhalb einer ge  wissen Geschwindigkeit herunter, während  die an der Trommelwandung anliegenden  Lagen von Kugeln     zusammen    mit den um       nichtorientierte        Axen    rotierenden Kugeln       emporgetragen    werden. Die Berührungs  punkte führen eine reibende Bewegung aus,  und es kommt daher zu einer schabenden      Wirkung, welche in den untern Lagen durch       das    Gewicht der darauf lastenden Kugeln  noch verstärkt wird.

   Dies ist der Erzeugung  von     Schüppchen    nicht günstig, ergibt viel  mehr eine übermässige Menge     fettigen     Schlammes, unter gleichzeitiger Zerstörung  des hochglänzenden Häutchens. Mit Ab  nahme der Kugelgrösse und Zunahme der  Anzahl der Berührungspunkte ist die Wir  kung weniger ausgesprochen.

   Bei Füllung  der Mühle mit der richtigen Charge Kugeln,  das heisst wenn sie etwa     -"l,    voll ist, und bei  richtiger Umdrehungszahl werden die Kugeln  durch Vereinigung von     Zentrifugalkraft    und  Schwere bis zu einem Punkt emporgehoben,  an dem sie von der Trommelwandung und  den sich in aufsteigender Richtung bewegen  den Kugeln weggeschleudert werden, in  freiem Fall auf die gegenüberliegende Seite  der Trommel und die vorher herabgefallenen  Kugeln aufschlagen und die gewünschten       Schüppchen    erzeugen.

   Von dem Punkte des       Aufschlagens    erstreckt sich in der Drehrich  tung eine Zone der Reib- und     Abschleifwir-          kung,    aber die hauptsächliche Zerkleinerung  der Teilchen     erfolgst    durch Schlag. Zur Er  zielung der wirksamsten     Mahlung    müssen  die Metallteilchen zwischen den beim Schlag  aufeinander treffenden Oberflächen liegen,  und dies bewirkt eben der zuvor erwähnte  Schaum oder die Emulsion. Die Kraft des       Aufschlagens    wird natürlich durch die Kugel  grösse und den Trommeldurchmesser der  Mühle bestimmt.

   Ein zu heftiger Schlag  zerstört das     Schüppchen    und seine Ober  flächenhaut, und diese beiden     Faktoren,    zu  sammen mit dein Widerstand der Metallteil  chen bestimmen     da.s    Verhältnis von Trommel  durchmesser zu Kugelgrösse.  



       K.    Zur richtigen Füllung einer Kugel  mühle von 40 cm Durchmesser und 15 cm       Breite    braucht man zum Beispiel 1135 g  Aluminium und 22,7 kg Kugeln. Verringe  rung der Metallmenge erhöht die Feinheit  des Produktes, während umgekehrt Vermeh  rung des     Metalles    das Produkt gröber macht,  unter der Voraussetzung, dass alles andere  gleich     bleibt.       Z. 50 " C ah Arbeitstemperatur gibt be  friedigende Resultate. In dem Masse, wie die  Temperatur über 50   C steigt, wächst die  Neigung, den Hochglanz zu verlieren, und  bei 100   C hat derselbe bereits erheblich  gelitten.  



  Das aus der Mühle kommende Material  stellt nach Entfernung eines Teils der Flüs  sigkeit ein gebrauchsfertiges     pastenförmiges     Produkt dar, das keiner weiteren Behand  lung bedarf und beliebig lange gelagert wer  den kann, ohne seinen "Spiegel" zu verlieren.  



  Die angegebenen Richtlinien gelten für  Bronzepasten im allgemeinen, während die  Einzelheiten Aluminiumbronzen betreffen,  und es wird nicht behauptet, dass diese mit  gleichem Erfolg auf     andere.        i4letalle    über  tragen werden können. Da jedes Metall, so  wohl in physikalischer, als auch in     ohemi-          scher    Hinsicht, verschiedene Eigenschaften  besitzt, müssen die einzelnen Faktoren nach  Massgabe der jeweiligen Merkmale ab  gestimmt werden.

   Es wurde aber festgestellt,       dassl    man ein     hochglanzerzeugendes    Häutchen  auf Aluminium, Kupfer, Zink und Zinn her  vorrufen kann, indem man das Mahlen unter  den beschriebenen Bedingungen vornimmt,  und es besteht kein Grund zu der Annahme,  dass sich ihre Legierungen verschieden ver  halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Haltbare, gleichmässige Bronzepaste, da durch gekennzeichnet. dass sie dauernden Hochglanz und dauernde Schwimmfähigkeit aufweisende Metallschüppchen enthält, und zwar suspendiert in einer die genannten Eigenschaften in keiner Weise schädigenden, noch schädigende Substanzen enthaltenden Flüssigkeit. UN TERANSPRt?CHE 1. Bronzepaste gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausser dem ein emulgierendes Mittel enthält. z. Bronzepaste gemäss Patentanspruch 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass sie Aluminiumstearat ent hält. 3.
    Bronzepaste gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass sie Trioxyäthylaminstearat enthält. 4. Bronzepaste gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall schüppchen in Terpentinöl suspendiert sind. 5. Bronzepaste gemäss Patentanspruch I. dadurch gekennzeichnet, dass die 1Tetall- schüppchen in Benzol suspendiert sind. 6. Bronzepaste gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass dir. Metall sehüppchen in Lackbenzin suspendiert sind. 7.
    Bronzepaste gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1, ? und 6, enthal tend 58% Aluminiumschüppclien, I. % Stearinsäure, 1 % Aluminiumstearat und -10% Lackbenzin. PATENTANSPRUCII II Verfahren zur Herstellung einer Bronze paste gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Metallschüppchen mit-einem Hochglanz und.
    Schwimmfähigkeit erzeugenden Mittel behandelt, und zwar in Gegenwart eines Lösemittels. welches die ge nannten Eigenschaften in. keiner Weise schä digt, noch schädigende Substanzen enthält.. UNTERANSPRÜCHE: B. Verfahren gemäss Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass als Hochglanz und Schwimmfähigkeit erzeugendes Mit tel Stearinsäure angewendet wird. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass als Hoch glanz und Schwimmfähigkeit erzeugen des Mittel Palmitinsäure angewendet wird. 10.
    Verfahren gemäss .Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel ein ÖIfarbenverdünnungsmittel benützt wird. 11. Verfahren gemäss Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel ein Lackverdünnungsmittel benützt wird. 12. Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel Lackbenzin angewendet wird. l.'3. Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch .gekennzeichnet, dass als Lösemittel Terpentinöl angewendet -wird.
    1-1. Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als Lösemittel Benzol angewendet wird. 1,5. Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Behand lung mit der Lösung 'des genannten Mittels während der Zerkleinerung des Aletalles zu Schüppchen vorgenommen wird, so dass die Herstellung der Schüpp- chen und die Erteilung von Hochglanz und Schwimmfähigkeit in einem Ar beitsgange erfolgen. 16.
    Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Behand lung mit der Lösung des genannten Mit tels bei einer zwischen ?0 und<B>100</B> C liegenden Temperatur vorgenommen wird. <B>17.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 16, dadurch gekennzeich net, dass die Behandlung bei ungefähr 50 C durchgeführt wird. 18. Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Behand lung mit der Lösung des genannten Mit tels in einer ,sauerstoffhaltigen Atmo sphäre vorgenommen wird. 19.
    Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur Behand lung mehr Löseflüssigkeit angewendet wird, als zur Herstellung einer Paste er forderlich ist, und dass man nachher den Überschuss des Lösemittels entfernt. 20. Verfahren gemäss Patentanspruch II und . Unteranspruch 19, dadurch gekennzeich net, dass bei der Entfernung überschüs sigen Lösemittels Bedingungen eingehal ten werden, durch welche eine Schädi- gung des Kochglanzes und der Schwimm fähigkeit verhütet wird. 21. Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Aluminium der genannten Behandlung unterworfen wird. 22.
    Verfahren gemäss Patentanspruch II und Unteransprüchen 16 und 21, dadurch ge kennzeichnet, dass man Aluminium bei einer zwischen 20 und<B>100'</B> C liegenden Temperatur der genannten Behandlung unterwirft. 23. Verfahren gemäss Patentanspruch II und Unteransprüchen 16, 17, 21 und 22, da durch gekennzeichnet, dass man Alumi nium bei ungefähr 50 C der genannten Behandlung unterwirft.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2864719A (en) * 1956-06-18 1958-12-16 Sherwin Williams Co Stabilized copper bronze powders and method

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2864719A (en) * 1956-06-18 1958-12-16 Sherwin Williams Co Stabilized copper bronze powders and method

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