CH180067A - Verfahren zur Herstellung eines dem Naturkautschuk ähnlichen Produktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines dem Naturkautschuk ähnlichen Produktes.

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CH180067A
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E I Du Pont De Nemours And Co
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Du Pont
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

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      Verfahren    zur Herstellung eines dem     Naturkautschuk    ähnlichen Produktes.    Vorliegende Erfindung     beruht    auf der       Beobachtung,    dass sich     Chlor-?-butadien-1,3     (das gemäss Schweizer Patent Nr.<B>164539</B>  durch     Anlagerung    von     Chlorwasserstoff    an       1Ionovinylazetylen    erhalten werden kann),  auf     verschiedene    Weise zu verschiedenen  Stoffen, die verschiedenen Zwecken dienen       können.    polymerisieren lässt.

   Unter den auf  diese Weise     herstellbaren    Stoffen befindet  sich eine kautschukartige     Substanz,    welche  die vorteilhaften Eigenschaften des     Natur-          kautschuks    zusammen mit gewissen andern,  später hervorzuhebenden     Vorzügen    besitzt.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung des genannten, dem       Naturkautschuk        ähnlichen    Produktes. Ge  mäss diesem Verfahren wird     Chlor-2-buta-          dien-1.3    unter solchen Bedingungen poly  merisiert, dass man ein plastisches,     kaut-          selmkälmliches,    in Kautschuklösemitteln     lös-          liclieProdukt    erhält.

      Die     Polvmerisation    des     Chlor-\?-butadiens-          1,3    (das im folgenden der Kürze halber       Chloropren    genannt wird) erfolgt unter ge  wöhnlichen Bedingungen von selbst.

   Sie  führt, wenn man sie ungehindert vor sich  gehen lässt, bis die Gesamtmenge des     Chloro-          prens    polymerisiert ist, oder wenn die     Poly-          merisation    in Gegenwart begünstigender und  beschleunigender Mittel (Oxydationsmittel,  Katalysatoren, Licht, Druck, Hitze) statt  findet, meist zu festen, elastischen, unlös  lichen, vulkanisiertem Kautschuk ähnlichen  Produkten, in gewissen Fällen aber auch zu  flüssigen, viskosen     Produkten,.     



  Das plastische lösliche     Polyinerisations-          produkt    bildet sich in erster Linie und im  allgemeinen,     -\venn    die unter gewöhnlichen  Bedingungen, das heisst ohne Einwirkung  begünstigender oder beschleunigender Um  stände stattfindende     Polvmerisation    rechtzei  tig unterbrochen wird, bevor die Gesamt-      menge des     Chloroprens    sich polymerisiert  hat. Durch Zusatz verzögernd oder verhin  dernd wirkender Substanzen lässt sich die  Bildung des plastischen     Produktes    erheblich  unterstützen.

   Nebenbei erleichtern derartige  Zusätze die Überwachung des Verlaufes der       Polymerisation.    -Was für Substanzen als       Verzögerer    oder     Verhinderer    zu wirken ge  eignet seien, wird weiter unten     einlässlich     dargelegt werden.  



  Ausser den eigentlichen     Verzögerern    und       Verhinderern,    das heisst Substanzen, welche  schon in kleinen Mengen den Gang der     Poly-          merisation    beeinflussen, begünstigen auch  Lösungsmittel die Bildung des plastischen.  löslichen Produktes, indem sie die     Polymeri-          sation    verzögern. Flüchtige Lösungsmittel  sind nachträglich behufs Gewinnung des  festen, plastischen Produktes abzutreiben  oder     verdunsten    zu lassen. Die Lösungen  können aber auch als solche zum Beispiel  zum Kleben,     Kitten,    Überziehen, Imprägnie  ren angewendet werden.

   Die Anwendung  nicht flüchtiger Lösemittel erlaubt zugleich  die     Eigenschaften    des Produktes dauernd zu  beeinflussen.  



  Gleich wie der     Naturkautschuk    für ge  wisse Zwecke, z. B. Überzüge, Imprägnie  rungen,     vorteilhafterweise    in Gestalt von  Latex angewendet wird, so empfiehlt es sich,  unter Umständen den nach vorliegendem  Verfahren erhältlichen, synthetischen Kaut  schuk in Form eines Latex anzuwenden. Ein  derartiger künstlicher Latex kann zweck  mässigerweise direkt aus     Chloropren    herge  stellt werden, indem man das     Chloropren    zu  nächst     emulgiert    und hernach die Emulsion  der     Polymerisation    unterwirft.

   Ein solcher  künstlicher Latex kann     vorteilhafterweise     zum Imprägnieren von Tuch oder andern  porösen Stoffen, zur Herstellung dünner  Platten oder dünnwandiger Artikel dienen.  Ferner lässt sich der Latex leicht mit ver  schiedenen Zusatzstoffen mischen, worauf  dann der feste Mischkautschuk zum Beispiel  durch Verdampfen oder Koagulation     erhal-.          ten    werden kann. In allen diesen Fällen  bietet die     Anwendung    von Latex viele tech-         nische    Vorteile gegenüber der     Verwendung     des kautschukartigen     Polymerisationspro-          duktes    in kompakter, plastischer Form.  



  Es ist oben gesagt worden, dass die An  wendung beschleunigender Bedingungen  meist zur Bildung eines nicht plastischen,  unlöslichen Produktes führe, in gewissen  Fällen aber auch flüssige, viskose Produkte  liefere. Die dort erwähnten, beschleunigen  den Bedingungen können auch bei dem vor  liegenden Verfahren Anwendung finden, so  fern ihre in Rede stehende Wirkung     durcli     gleichzeitige Anwendung von     Verzögerern     oder     Verhinderern    wett gemacht und die       Polymerisation    auf die Bildung des plasti  schen, löslichen Produktes hingelenkt wird.  Die Anwendung beschleunigender Bedingun  gen, worunter namentlich erhöhte Tempera  tur und     Katalysatoren    in Betracht kommen,  ist zuweilen vorteilhaft.

   Als beschleunigende  Katalysatoren wirken insbesondere orga  nische und anorganische Peroxyde, wie zum  Beispiel     Benzoylsuperoxyd,    oxydiertes Ter  pentinöl, Natrium-, Blei-, Wasserstoffsuper  oxyd.  



  Der nach vorliegendem Verfahren erhal  tene, plastische, synthetische Kautschuk be  sitzt die Eigentümlichkeit, dass er weiterer       Polymerisation    zugänglich ist und durch  diese in ein elastisches, unlösliches, mit vul  kanisiertem Kautschuk sehr grosse Ähnlich  keit aufweisendes Produkt übergeht. Diese       Vreiterpolymerisation    tritt leicht ein. Sie  kann zum Beispiel durch Anwendung erhöh  ter Temperatur ausgelöst, gefördert und  rasch zum     Abschlusse    gebracht werden.  



  Das mittelst vorliegenden Verfahrens er  haltene Produkt eignet sich demnach zu allen  jenen Zwecken, zu welchen natürlicher Kaut  schuk Anwendung findet, indem es in fester,  plastischer Gestalt geformt, oder in Gestalt  einer Lösung oder eines Latex verwendet  und hernach in ein nicht plastisches, elasti  sches, unlösliches Produkt umgewandelt  werden kann, wobei das beim Kautschuk er  forderliche Vulkanisieren durch weiteres       Polymerisieren    des plastischen     Polymerisa-          tionsproduldes    vertreten wird.

             I>ie    einfachste Ausführungsform des vor  liegenden Verfahrens beruht auf der     Beob-          iiclitung,    dass man durch Unterbrechung der       l'olvnierisation    im geeigneten Stadium, und       nach    Entfernung des nicht polymerisierten       iui(l    flüchtigeren Materials, ein     Polymerisa-          tionsprodukt    von den gewünschten Eigen  schaften erhalten kann.

   Dieses Polymer ist  durch seine Plastizität, sowie durch seine       LTnlöslichkeit    in Alkohol, Glyzerin, Aceton       uiid    ähnlichen Lösungsmitteln, und durch  seine Löslichkeit in den gewöhnlichen     Kaut-          scbuklösungsmitteln,    wie zum Beispiel Ben  zol, Chloroform, Schwefelkohlenstoff und       Tetrachlorkohlenstoff    gekennzeichnet.

   Es  lässt sich nicht nur mit Leichtigkeit auf der       EVa.lze    bearbeiten und vermischen, sondern  zeigt auch keine wesentliche Neigung, nach       dein    Formen seine frühere Gestalt wieder  anzunehmen.     Ausserdem    ist. es befähigt, sich        -eiter    polymerisieren zu lassen, und zwar zu  einem äusserst zähen, elastischen Produkt,       welches    Ähnlichkeit mit vulkanisiertem       Kautschuk    besitzt. Im allgemeinen lässt sich  die     Polymerisation    von     Chlor-2-butadien-1,3     unter ganz verschiedenen Bedingungen vor  nehmen.

   So kann die     Polymerisation    unter  gewöhnlichen Bedingungen der Temperatur  und des Druckes, bei Gegenwart oder     Ab-          wesenheit    von     Polymerisationskatalysatoren     oder     -antikatalysatoren,    bei Zutritt oder       Ausschluss    direkten Lichtes, bei erhöhten  oder erniedrigten Temperaturen und     Druk-          ken    vorgenommen werden. Die Bedingungen.  unter denen diese     Polymerisation    vor sich  geht, beeinflussen aber, wie oben angegeben,  ihre Geschwindigkeit sehr erheblich.

   Zur  Reihe der die     Polymerisation    verzögernden  Stoffe gehören indifferente Lösungsmittel,       phenolartige    Körper, wie zum Beispiel     Hy-          drochinon,        Brenzeatechin,        Pyrogallol,    die       Naphtole    und aromatischen oder     alipliati-          schen    Amine. Zu den     Polymerisations-          beschleunigern    gehören Sauerstoff, Terpen  tinöl,     Benzoylsuperoxyd    und das Licht.  



       )Vegen    der beschleunigenden Wirkungen       iler    Ritze, des Druckes und der     Katalysa,-          toren    usw. lässt sich der für die Zwecke der    vorliegenden Erfindung am besten geeignete  Grad der     Poly        merisation    nicht zeitlich  genau festlegen, sondern wird, wie bereits  angegeben, vorwiegend durch die physikali  sche Beschaffenheit des Produktes bestimmt.

    Der für die Zwecke der Erfindung am  besten geeignete     Polymerisationsgrad    ist  auch in gewissem Masse von den Bedingun  gen abhängig, die man im Stadium der Ab  trennung des nichtpolymerisierten     Chloro-          prens    anwendet, wie weiter unten des nähe  ren erläutert wird. Ganz allgemein gespro  chen, besteht wahrscheinlich das beste Kenn  zeichen der Beendigung der erwünschten       Polymerisationsstufe    darin,     da.ss    der Prozess  zum Stillstand gebracht wird, bevor das       Polymerisationsprodukt    in Benzol unlöslich  wird. Dies lässt sich durch ein paar einfache  Versuche mit Leichtigkeit ermitteln.  



  Die Bedingungen, unter denen die     Poly-          merisation    und die Abtrennung des flüch  tigen Rückstandes erfolgt, beeinflussen nicht  allein den in einer gegebenen Zeit erreichten       Polymerisationsgrad,    sie sind ausserdem auch  von Einfluss auf die Eigenschaften des pla  stischen Produktes. So sind, obgleich sich  auch plastische Polymere bei Temperaturen  oberhalb<B>50'</B> C erhalten lassen, die so er  haltenen     polymerisierbaren    Polymere doch  weniger plastisch als die bei tieferen Tem  peraturen hergestellten.

   Ferner haben die  hohen Temperaturen einen ungünstigen Ein  fluss auf die über     '2)0%    des     Chlor-2-butadiens-          1,3    betragenden Ausbeuten an plastischem  Polymer. Demgemäss werden für die vorlie  genden Zwecke für die     Polymerisation    Tem  peraturen unterhalb<B>50'</B> C, im besonderen  solche     m#,ischen    5 und<B>30'</B> C, und für die  Abtrennung solche unterhalb<B>30'</B> C bevor  zugt.  



  Die Abtrennung des plastischen     Poly-          iners    von dem     Chlor-2-butadien-1,3    kann  entweder durch Fällung oder durch Destil  lation bewerkstelligt werden. Dieses Poly  mer verliert, wenn es so abgetrennt ist und  der Luft     entweder    bei gewöhnlicher oder bei  erhöhter     Temperatur    ausgesetzt wird, oder      wenn man es dem Erhitzen unter verminder  tem Druck unterwirft, das verbleibende,  nichtpolymerisierte     Chloropren,    sowie die       Fällungsflüssigkeit    und bildet ein Produkt.  das hinsichtlich seiner physikalischen Eigen  schaften grosse Ähnlichkeit mit nichtvulkani  siertem     Kautschuk    hat.

      Bei der     Fällungsmethode    wird viskoses  und teilweise polymerisiertes     Chloropren    in  ein Lösungsmittel gegossen, in welchem das  plastische Polymer unlöslich ist, so dass das  unveränderte     Chloropren    sich auflöst und  das plastische Polymer ausgefällt wird.  



  Flüssigkeiten, welche zur Ausfällung der  hochmolekularen Polymeren brauchbar sind,  sind im allgemeinen diejenigen, in denen       Chlor-2-butadien-1,3    löslich ist und welche  natürlichen, nichtvulkanisierten     Kautschuk     nicht auflösen.  



  Bei der Abtrennung des plastischen     Po-          lymers    aus dem unvollkommen polymerisier  ten     Chloropren    durch Destillation, wird der  Grad, bis zu welchem die     Polymerisation     getrieben werden darf, in gewissem Masse  durch die zum     Abdestillieren    des nichtpoly  merisierten     Chloroprens    angewandte Me  thode bestimmt. Soll die Abtrennung ohne  Rühren vorgenommen werden, so ist es im  allgemeinen besser, ein     Chlordien    zu ver  wenden, das sich in den weniger viskosen  Anfangsstadien der     Polymerisation    befindet.

    Soll die polymerisierte Masse während der  Abtrennung durch irgend welche mechani  sche Hilfsmittel bearbeitet werden, so kann  ein höher polymerisiertes Produkt verwendet  werden. Die     Polvmerisation    soll aber nicht  bis zu einem Punkte getrieben werden, bei  dem die Löslichkeit in Benzol aufhört.

   Zur  Erleichterung der Kontrolle des     Polymerisa-          tionsgrades    können im ersten Teil des Pro  zesses     Polymerisationsbeschleuniger    Verwen  dung finden, mit darauf - das heisst nach  Erreichung des erwünschten     Polymerisations-          gra.des    - folgender Anwendung von     Poli-          merisationsverzögerern,    wie zum Beispiel       Hydrochinon,        Brenzcatechin,

      Anilin oder       Phenyl-beta-naphtylamin.       Plastische Polymere lassen sich ohne An  wendung verminderten Druckes und mecha  nischen     Rührens    während der Destillation  herstellen; man kann aber auch bei vermin  dertem Druck arbeiten und während des De  stillationsprozesses rühren, um auf     diesc           leise        Temperaturerhöhungen    zu vermeiden.

    Es wird jedoch während der Destillation ge  nügend     Wärrne    zugeführt, um die Verdamp  fung des     Chlor-2-butadiens-1,3    zu veranlas  sen, und schliesslich wird das plastische Po  lymer auf eine Temperatur erhitzt, die etwas  oberhalb des Siedepunktes des     ChlordieWs     bei dem angewandten Druck liegt.  



  Der nach vorliegendem Verfahren erhal  tene,     synthetisebe    Kautschuk ist nicht nur  in Benzol löslich und in einem bisher nicht  erreichten Masse plastisch, so dass er mit  Leichtigkeit auf den üblichen Maschinen  bearbeitet werden kann, er ist überdies ge  eignet, sich in jeder gewünschten Form in  ein zähes, elastisches, kautschukartiges Pro  dukt überführen zu lassen.

   Dieses     plastische          Polymerisationsprodukt    eignet sich zu ein(     -r     Behandlung, die in ihrer Art Ähnlichkeit  mit den jetzt zur Behandlung von nicht vul  kanisiertem Kautschuk verwendeten Metho  den hat.     141)t    Hilfe der     üblichen        Walz-    oder  Mischoperation kann dem plastischen Poly  mer eine solche Konsistenz gegeben werden.  dass es mit Leichtigkeit jede gewünschte  Form annimmt.     @Älährend    dieser Behand  lung können, falls sie nicht schon vorher  zugesetzt sind, verschiedene Füllstoffe und  die Eigenschaften verändernde Stoffe zu  gegeben  -erden.

   Unter den verschiedenen  Füllstoffen und die Eigenschaften verän  dernden Stoffen, welche man zusetzen kann,  befinden sich die gewöhnlichen, für Natur  kautschuk verwendeten     Verdünnungs-,        Ver-          stärkungs-,        Verbilligungs-,        Verzögerungs-,          Beschleunigungs-    oder     Antioxydationsmittel.     Solche Stoffe sind Zinkoxyd, Zinkstaub,       Lithopone,        Blanc    fixe, Ton, Eisenoxyd,  Schlämmkreide, Kalk,     llfagnesiumkarbonat,     Kohle, Schiefermehl,     Fichtenholzteer,    Mine  ralöl, Paraffin,

   Mineral     Rubber    (Bitumen),       Faktis    (geschwefeltes Öl), Kolophonium, Di-           plienylgu < iriidin.    Schwefel,     Phenyl-beta-naph-          tylamin,    Fettsäuren, Korkmehl,     gem;ihlenes          heder,    Baumwolle, Sägespäne und Asbest.

         Natürlich    hängen Menge und Natur des dem  plastischen Polymer zuzufügenden     Stoffes     von den Eigenschaften ab, die man der     end-          hiilligen        Mischung    zu verleihen     wünscht.    Im  allgemeinen stellen die     Antioxydationsmit-          tel,    welche bei Naturkautschuk als solche       wirken,    auch für dieses Polymer     Antioxyda-          t        ionsmittel    dar.

   Ausserdem können auch die  jenigen     Antioxy        dationsmittel,    welche beim       N < iiiirkautsehnk    als V     ulkanisa,tionsverzöge-          rer    wirken, wie zum Beispiel     Hydrochinon,     mit Erfolg benutzt werden. Auch die Stoffe,       welche    man     1-.ei    Naturkautschuk als     Vulkani-          s#itionsbeschleuriiger    verwendet, können     zu-          gi',etzt    werden.

   Indessen wirken Zinkstaub       und    Zinkoxyd als Beschleuniger, während       Selilä        nimkreide,    Kalk,     3lagnesia    und     14Iag-          nr,inmha.rbonat    verzögernd wirken.

   Schwe  fel, Selen und     andere        Vulkanisatoren,    die bei       Nat,urka.utschuh    Verwendung finden, sind  zur     rberführung        dieser    plastischen     Poly-          niere    in die     elastisehe    Form unwirksam,     da-          her    unnötig.  



       1)a    s     plasi:ische    Polymer kann, nachdem       (#s        pissende    Konsistenz erhalten hat, geformt        erden,    und zwar nach den üblichen, beim  Naturkautschuk angewandten Methoden, wie       Auswalzen    oder     Kalandrieren    zu Platten,       Aufbringen    auf Gewebe, Pressen in Schlauch  form oder (liessen in Formen.  



  In     bezug    auf die durch Anwendung     ver-          z5gernder    oder verhindernder Zusätze ge  kennzeichnete Ausführungsform des Verfah  rens ist vor allem zu sagen, dass eine sehr       ;:;1-013e    Zahl von     Verbindungen    geeignet ist,  die genannte     '\Virkung    in verschieden hohem  Grade     ;

  auszuüben.    Derartige Verbindungen   -erden hier als     Verhinderer    bezeichnet, und       zwar    wird für die Zwecke der vorliegenden  Erfindung der Begriff     ..Verhinderer"    als  eine Substanz definiert, die imstande ist, die  Pol     vrnerrisation    des     Chloroprens    zu verhin  dern oder zu verzögern. Die Menge des zur       .1riwendung    kommenden     Verhinderers    ändert  sieh     natiirlich    je nach seiner Wirksamkeit.

      Die Verwendbarkeit der     Verhinderer    ist un  abhängig davon, ob das     Chloropren    in w     e-          sentlich    reiner Form vorliegt.  



  Die beim vorliegenden Verfahren haupt  sächlich in Betracht kommenden Wirkungen  der V     erhinderer    bestehen darin, die     Polyme-          risationsgeschwindigkeit    herabzusetzen und  die Eigenschaften des resultierenden     Poly-          mers    zu beeinflussen. Die genannte Herab  setzung der Geschwindigkeit lässt sieh durch  Abänderung der Bedingungen, z. B.

   Er  höhung der Temperatur oder des Druckes,  oder dadurch, dass das     Polymerisations-          gemisch    der direkten Belichtung ausgesetzt  wird, ausgleichen, aber auf alle Fälle hat die  Gegenwart des     Verhinderers    einen Einfluss  auf die Eigenschaften des     Polymers.        LTm    die  grössten     Wirkungen    zu erzielen, kann     eine     zur Sättigung des     Chloroprens    ausreichende  Menge angewendet.

   werden, während sich  anderseits durch Anwendung von Mengen       his    herunter zu 0,1 Gewichtsprozent, bezogen  auf das     Chloropren,    noch merkliche Wirkun  gen erzielen lassen.  



  Aus der grossen Zahl von Verbindungen.,  bei denen eine verhindernde oder verzögernde  Wirkung festgestellt wurde, seien die fol  genden genannt. Die mit a bezeichneten er  weisen sieh noch in Konzentrationen von  1     '-o    und darunter als genügend wirksam, uni  eine irgendwie bemerkenswerte     Zunahme    der  Viskosität bei einem     Chlor-2-butadien-1,3    zu  verhindern, das einen Monat lang unter ge  wöhnlichen Bedingungen in ein Gefäss,     aas     etwas Luft enthielt, eingeschlossen war. Sie  haben praktische Bedeutung, wenn es sich  darum handelt, die     Polymerisation    des       Chlor-?-butadien-1,3    zum Stillstand zu brin  gen.

   Die mit     b    bezeichneten sind weniger  wirksam, aber nützlich, um die Eigenschaf  ten des     Polymers    zu beeinflussen. Auch die  wirksameren     Verhinderer    können übrigens in  geringeren Konzentrationen zu diesem  Zwecke dienen.  



       Phenole:    a)     Pyrogallol,        Brenzcatechin.          Guajacol.     



       b)        Hy        drochinon-        p-Oxybiphenyl,    Phenol.           Chinone:    a)     Benzochinon,    b)     Alpha-          Naphtochinon.     



  Amine: a)     Tetraphenylhydrazin,        Toluy-          lendiamin,        Thiodiphenylämin,        Phenyl-beta-          naphtylamin.     



  b)     Diphenylguanidin,        Phenyl-alpha-naph-          tylamin,        Diphenylamin,        Dibenzylamin,    Ani  lin,     Piperidin,        Pyridin,        Dimethylanilin,        Chi-          nolin,        Äthylendiamin,        Dibutylamin,        Tri-          äthylamin,        Heptylamin,        Benzidin.     



       Nitroarylverbindungen:    a)     Trinitroben-          zol,    Nitrobenzol.  



  Organische Schwefelverbindungen, die  weniger als drei Atome Schwefel enthalten:  a)     Butylmerkaptan.        Benzylmerkaptau,          Thioessigsäure,        Thiobenzanilid.        Thiodiphe-,          ny        lamin,        Thiophenol,        Thiokresol.     



  b)     Methylsulfid,        Äthylsulfid,        -n-Propyl-          sulfid,        Allylsulfid,        n-Butylsulfid,        n-Heptyl-          sulfid,        Benzylsulfid,        Diphenylsulfid,        Me-          thyldisulfid,        n-Propyldisulfid,        n-Butyldisul-          fid,        Thioessigsäureäthylester,        Dithiologal-          säurediäthylester,

          Äthylxanthogensäureäthyl-          ester,        Thioacetamid,        Thio-beta-naphtol.     



       Selenverbindungen:        Äthylselenid.     Halogene: a) Jod, Brom.  



  Zur Ausführung des Verfahrens unter  Anwendung eines     Verhinderers    wird der       Verbinderer    mit dem     Chlor-2-butadien-1,3     gründlich gemischt und die Mischung dann  entweder zwecks späterer Verwendung ge  lagert, oder aber sofort den erwähnten, die       Polymerisation    bewirkenden     bezw.    begünsti  genden     Bedingungen    unterworfen.

   Durch       sorgfältige    Wahl der     Polymerisationsbedin-          gungen,    sowie der zur Anwendung kommen  den Menge des     Verhinderers        gelingt    es, eine       plastische,        kautschukartige    Masse zu erhal  ten, die sich in Benzol auflöst, und auf dem       Kalander    mit     Leichtigkeit    zu einer dünnen,  zusammenhängenden Platte auswalzen lässt.  



  Bezüglich der Anwendung von Lösungs  mitteln ist gefunden worden, dass sich     dureh          Polymerisation    von     Chlor-2-butadien-1,3    bei  Gegenwart von     Lösungsmitteln    der Vorgang  mit Leichtigkeit so leiten lässt, dass Lösun  gen eines kautschukartigen Polymeren des       Chlor-2-butadiens-1,2    entstehen.

   (Der Aus-    druck     "Lösungsmittel"    ist hier in seinem  weitesten Sinne gebraucht, und zwar zur Be  zeichnung jeden, nicht notwendigerweise  flüssigen Stoffes, der imstande     ist,        Chlor-2-          butadien-1,3    zu lösen,     bezw.    sich darin zu  lösen.)  Ferner ist es, durch Anwendung eines  flüchtigen Lösungsmittels, und dadurch, dass  man im geeigneten Stadium der     Polymerisa-          tion    das Lösungsmittel aus solchen Lösun  gen verdunsten lässt oder     abdestilliert,    mög  lich, das kautschukartige Polymer als solches  zu isolieren, und zwar in einer plastischen  Form,

   die sich     verarbeiten    oder wieder auf  lösen lässt. Die Gegenwart eines Lösungs  mittels bei der     Polymerisation    des     Chlor-2-          butadiens-1,3    kann auch noch andere nütz  liche Wirkungen     hervorbringen.        wie    weiter  unten näher beschrieben wird. Die Unter  suchung hat ergeben. dass eine sehr grosse  Anzahl von Lösungsmitteln zur Verwendung  in diesem Zusammenhang geeignet ist.  



  Natürlich wird sich die anzuwendende  Menge     Lösungsmittel    je nach dem gewünsch  ten Resultat und je nach der Natur des an  gewandten Lösungsmittels innerhalb weiter  Grenzen ändern. Im allgemeinen zeigen  Mengen von weniger als 5 % Lösungsmittel  - bezogen auf das Gesamtgewicht von Lö  sungsmittel und     Chlorbutadien    - keinerlei  merkbare Wirkung, und anderseits bringt  die Verwendung von mehr Lösungsmittel als  <B>95%</B> der Gesamtmenge keinen zusätzlichen  Vorteil.  



  Die zur Verwendung geeigneten Lösungs  mittel lassen sich in folgende Klassen ein  teilen:  1. Indifferente     Lösungsmittel    mit 200  C  nicht übersteigendem Siedepunkte, welche  sowohl das     Chloropren,    als auch das daraus  gebildete     Polymerisationsprodukt    zu lösen  vermögen;  2. Flüssigkeiten, die sowohl das     Chloro-          pren,    als auch das Polymer zu lösen ver  mögen, die aber nicht flüchtig sind, das heisst  einen über 200' C liegenden     Siedpunkt    be  sitzen;      3. Flüssigkeiten, welche Lösungsmittel  für das     Chloropren,    nicht aber für das Poly  mer sind.  



  Unter Verwendung von Lösemitteln der  ersten Art erhält man homogene Lösungen  des     Polymers,    aus denen das Lösemittel  durch Verdunsten oder Destillation abge  trennt werden kann.  



  Im allgemeinen sind, bei Anwendung von  Lösungsmitteln flüchtiger Art, Lösungen mit  einem Gehalt von über<B>50%</B> Polymer steife  Gallerten; anderseits sind Lösungen mit  einem Gehalt von nur<B>10%</B> Polymer noch  ganz viskos. Das flüchtige     Verdiinnungsmit-          tel    wirkt als     Polymerisationsmedium    und  neigt dazu, die Bildung von nichtplastischem,  unlöslichem Polymer herabzusetzen. Falls  nicht die     Polymerkonzentration    in der ent  stehenden Lösung grösser als im wesentlichen  <B>5</B>0     %    ist, so ist das aus solchen Lösungen  durch Entfernung des Lösungsmittels erhält  liche Polymer plastisch und lässt sich wieder  auflösen.

   Die entstandene Lösung eignet sich  zur Verwendung als Kitt oder Bindemittel,  für Imprägnierungen oder Überzüge, da nach  dem     Verdampfen    des Lösungsmittels das       Chlor-2-butadien-1,3-Polymer    als solches zu  rückbleibt. Lösungen dieser Art lassen sich  ferner leicht mit Farben, Füllstoffen,     Anti-          oxydationsmitteln    usw. mischen.

   Aus der  Reihe der Lösungsmittel dieser Klasse seien       erwähnt:    Benzol,     Toluol,        Xylol,        Cymol.          Äthyläther,        Tetrachlorkohlenstoff,    Terpen  tinöl,     :lthylenchlorid,        Py        ridin    und Schwe  felkohlenstoff.  



  Die Lösungsmittel der zweiten Klasse  verbleiben, infolge ihrer     Nichtflüchtigkeit,ge-          wöhnlich    in dem     Polymerisationsprodukt    und  verändern dessen Eigenschaften dauernd. In  genügenden Mengen angewendet, wirken sie  als     Weichmachungs-,        Plastizier-    oder Schmier  mittel und verändern so den Charakter des       Polymers    in dem Sinne, dass es sich bearbei  ten oder mit andern Bestandteilen mischen  lässt.

   Aus der Reihe derartiger Lösungsmit  tel seien erwähnt:     Spindelöl,    Maschinenöl,  raffiniertes Mineralöl, Vaselin,     Diphenyl-          ii        th    er,     Benzoesä,ureä,thylester,Kampf    er, Baum-         wollsamenöl,    Leinöl,     Maisöl,        Kokosnussöl,     Sojabohnenöl, Lebertran und     Trikresylphos-          phat.    Im allgemeinen haben solche Lösungs  mittel keine erhebliche weich- oder plastisch  machende Wirkung, wenn sie in Mengen von  weniger als 20% der Gesamtmenge vorhan  den sind. Sie wirken dann hauptsächlich als  indifferente Füllstoffe.

   Sind sie in grösseren  Mengen vorhanden,     so.machen    sie das Pro  dukt besonders weich und plastisch.  



  Bei Gegenwart eines Lösungsmittels der  dritten Klasse, z. B.     Äthylalkohol,    neigt das  Polymer dazu, sich von dem Lösungsmittel  ebenso rasch zu trennen, als es sich bildet.  Das auf diese Weise hergestellte Polymer  ist von hellerer Farbe und enthält weniger  von den riechenden Bestandteilen, die ge  wöhnlich zugegen sind, wenn das Polymer  in Abwesenheit eines solchen Verdünnungs  mittels gebildet wurde.  



  Die Anwendung von Lösemitteln bei vor  liegendem Verfahren, geschieht im allgemei  nen in der Weise, dass man das     Chloropren     in dem Lösungsmittel auflöst und diese Lö  sung dann denjenigen     Polymerisationsbedin-          gungen        unterwirft,    welche geeignet sind, das  gewünschte Produkt zu liefern.  



  Bei der     Polymerisation    von gelöstem       Chloropren    können auch begünstigende und  beschleunigende Bedingungen zur -Anwen  dung gebracht werden, wenn gleichzeitig sol  che Massnahmen getroffen werden, welche  die Bildung des plastischen, löslichen     Poly-          merisationsproduktes    sichern.  



  Man kann sagen, dass im allgemeinen die       Polymerisation    des     Chlor-2-butadiens-1,8    in  Lösungsmitteln der verschiedenen oben ge  schilderten Arten langsamer verläuft als bei  Abwesenheit der Lösungsmittel, und es ist  offenbar, dass das jeweilige Lösungsmittel  selbst eine spezifische Wirkung auf die Po  lymerisationsgeschwindigkeit ausübt. So ver  läuft zum Beispiel die     Polymerisation    in       Pyridin    und     Athyläther    viel langsamer als  in Benzol oder     Äthylenehlorid.     



  Natürlich wird die     Polymerisations-          geschwindigkeit,    wie bereits angegeben,  durch Temperatur, Licht, Druck und Kata-           lysatoren    stark beeinflusst. Der Grad der  Erhitzung lässt sich innerhalb weiter Gren  zen abändern, wobei im Falle der Anwesen  heit eines     Lösungs-    oder Verdünnungsmittels  für die     Polymerisation    viel höhere Tempera  turen verwendet werden können, ohne dass  man Gefahr läuft, ein     missfarbenes    Produkt  oder ein solches von mangelnder Durchsich  tigkeit zu erhalten.  



  Die     Anwendung    von Lösungsmitteln kann  in     Verbindung    mit irgend einer der weiter  oben angegebenen     Bedingungen    gebracht  werden. So     kann    die     Chlor-2-butadien-1,3-          Lösung    polymerisiert werden:

   bei Luftzutritt  oder     -abschluss,    bei tieferer oder höherer       Temperatur    als der gewöhnlichen, bei niedri  gerem oder höherem Druck, bei direktem  Licht oder unter Ausschluss desselben, und  im allgemeinen haben diese Bedingungen die  gleiche Wirkung auf die     Polymerisations-          geschwindigkeit    des gelösten     Chlor-2-buta-          diens-1,3    und auf die Eigenschaften des End  produktes, wie bei Abwesenheit eines Zu  satzes von Lösungsmittel. Falls nicht das  Gegenteil erwähnt ist, ist in den nachfolgen  den Beispielen die     Polymerisation    bei Ab  wesenheit direkten Lichtes durchgeführt  worden, während Luft bei allen Beispielen  zugegen war.

    



  Ferner können auch     Polymerisationskata-          lysatoren,    wie die Superoxyde, auf Wunsch  Verwendung finden oder nicht. Auch kön  nen, wie aus den nachfolgenden Beispielen  ersichtlich     (vergl.    Beispiel 10),     Polymerisa-          tionsverhinderer    oder     Antioxydationsmittel     während der     Polymerisation    der Lösung zu  gegen sein oder nicht.

   Unter den vorzugs  weise verwendeten     Verhinderern    und     Anti-          oxydationsmitteln,    die oben angegeben sind,  seien erwähnt:     Brenzcatechin,        Pyrogallol,          Trinitrobenzol,        m-Tolüylendiamin,        Phenyl-          alpha-naphtylamin    und     Thiodiphenylamin.     Obgleich die Anwesenheit derartiger     Verhin-          derer    die für die     Polymerisation    erforder  liche Zeit erheblich verlängert, ist ihre An  wendung doch häufig wünschenswert, und  zwar zu dem Zwecke,

   die Überwachung der       Polymerisation    zu erleichtern, wenn es sich         darum    handelt, Produkte mit gewissen wohl  definierten     Merkmalen    zu erhalten. Natür  lich     können    solche     Verhinderer    in jedem  Stadium der     Polymerisation    oder auch hin  terher zugesetzt werden, um das Produkt  haltbar zu machen.  



  Die in der     Gummiindustrie    ganz allge  mein angewendeten     Zusatzstoffe    und indif  ferenten Füllmittel können in ähnlicher  Weise vor, während oder nach der     Polymeri-          sation    zugesetzt werden.  



  Die nach den oben beschriebenen Aus  führungsformen der Erfindung hergestellten  Lösungen von polymerisiertem     Chlor-2-buta-          dien-1,3    können zu verschiedenen Zwecken  dienen. Plastische Produkte, wie sie durch       j'erdampfung    der flüchtigen Lösungsmittel  erhalten werden, können, wie bereits angege  ben, auf einem     Kalander    ausgewalzt, verar  beitet und in der gewünschten Form in zähe,  elastische, kautschukartige Produkte über  geführt werden.  



  Verdünnte Lösungen in einem flüchtigen  oder filmbildenden Lösungsmittel benetzen  zum Beispiel mit Leichtigkeit Tuch oder  Glas und sind daher zur Verwendung als       Imprägnierungsmittel    oder Kitte geeignet.  Da sie beim Ausgiessen in dünner Schicht  zu einem zähen, elastischen, festhaftenden  Überzug erhärten, sind derartige     Lösungen     in hervorragender Weise zur Verwendung  für Überzüge geeignet.  



  Den Lösungen von     Chlor-2-butadien-1.3-          Polymeren    können alle gewöhnlichen Pig  mente, wie     Lithopone,    Zinkoxyd, Bleiweiss,  Chromorange, Eisenoxyd, Preussisch Blau  oder Füllstoffe, wie zum Beispiel Schlämm  kreide, Asbest, Kieselsäure und dergleichen  zugesetzt werden.

   Ausser     Toluol    und     Xylol     kann auch jedes der oben erwähnten     fliieh-          tigen    Lösungsmittel für die     Chlor-2-buta-          dien-1,3-Poly        meren    als     Lösungs-    oder Ver  dünnungsmittel dienen.

       Phenyl-beta-naphtyl-          amin,    das zum Zwecke der Verhinderung  einer Oxydation der     Chlor-2-butadien-1,3-          Polymeren    an der Luft zugesetzt wird, lässt  sich durch jedes der allgemein zum Schutz  des Kautschuks dienenden nichtflüchtigen           Antioxydationsmittel    ersetzen. In manchen  Fällen ist die Zugabe von Säure bindenden  Stoffen, -wie zum Beispiel     Zinkoxyd    oder       Natriumoleat,    erwünscht, um die beim Altern  der     Chlor-2-butadien-1,3-Polymeren    unter  gewissen     Bedingungen        in    Freiheit gesetzte  Salzsäure zu binden.  



  Diese Kompositionen bilden beim Erhär  ten zähe, wasserfeste Überzüge, die gegen  Abreiben, gegen die     Einwirkung    gewisser  Lösungsmittel, wie zum Beispiel     Gasolin,     und gegen chemische Einflüsse im allgemei  nen widerstandsfähig sind. Sie lassen sich  durch     Aufpinseln,    Aufspritzen oder Tauchen  auf Papier, Gewebe, Holz, Metall, Leder,  Gummi, Linoleum, Ziegel, Steine usw. auf  tragen.  



  Wie aus obiger Beschreibung hervorgeht,  hängt die Natur des erhaltenen Produktes in  erster Linie von den     Bedingungen    ab, unter  denen die     Polymerisation    vorgenommen  wurde, sowie von der Dauer der Behand  lung.  



  In Betreff jener     Ausführungsform    des  vorliegenden Verfahrens, gemäss welcher das       Chloropren    in     emulgiertem    Zustande der       Polymerisation    unterworfen -wird,     ist    zu  sagen, dass das     Chlor-2-butadien-1,3    sich mit  Leichtigkeit     emulgiert,    wenn man es mit  Wasser, das ein     Emulgierungsmittel,    z. B.       Natriumoleat,    enthält,     schüttelt    oder rührt.

    In diesem Zustande polymerisiert es sich mit  grosser Geschwindigkeit, und der Vorgang  ist von einer beträchtlichen     Wärmeentvick-          lung    begleitet, welche beim Arbeiten mit  grossen Mengen genügen kann, um das nicht  polymerisierte Ausgangsmaterial zum Sieden  zu bringen. Das Polymer verbleibt in sus  pendierter oder     emulgierter    Form und bildet  einen künstlichen Latex, aus dem sich der  synthetische     Kautschuk    nach den bei natür  lichem Latex allgemein angewandten Metho  den erhalten lässt, wie zum Beispiel durch  Zugabe von etwas Essigsäure oder dadurch,  dass man das Wasser verdunsten lässt.  



  Die beschleunigende     Wirkung    des Lich  tes, sowie der Erhöhung von Temperatur  und Druck auf die     Polymerisation    von Chlor-         2-butadien-1,3    ist weiter oben genau angege  ben worden.     Im    allgemeinen beobachtet man  dieselben Wirkungen, wenn das     emulgierte          Chlor-2-butadien-1,3    diesen     Bedingungen     unterworfen wird.

   Diese     Bedingungen    sind  aber nicht von wesentlicher Bedeutung, und  die     Polymerisation    der Emulsion     kann    bei  normalen Temperaturen oder bei solchen, die  unterhalb der normalen liegen, unter Aus  schluss von Licht und unter atmosphärischem  Druck durchgeführt werden.  



  Weitere Beispiele von     geeigneten        Emul-          gierungsmitteln    sind:     Kaliumoleat,        Isopro-          pylnaphtalinsulfonsäure,        Trioxyäthylamin-          oleat,        Rizinusölsulfosäure,        Mineralölsulfonat,     gewöhnliche Seife und     Magnesiumlinoleat.     Letzteres ist in     Chlor-2-butadien-1,3,    aber  nicht in Wasser löslich, wirkt aber nichts  destoweniger zufriedenstellend.

   Dies besagt,  dass das     Emulgierungsmittel    zu Anfang in  einer von beiden Phasen gelöst sein kann.  Auch ist es möglich, die     Bedingungen    so zu       wählen,    dass das     Emulgierungsmittel    sich  erst bildet, wenn die beiden Phasen mitein  ander     in    Berührung gebracht werden. So  kann man zum Beispiel     Olsäure    in     Chlor-          2-butadien-1,3    und     Ätznatron    in Wasser auf  lösen. Werden die beiden     Lösungen    ge  mischt, so entsteht eine homogene Emulsion.  



  Sowohl das     Chlor-2-butadien-1,3,    als  auch das Wasser können die zusammenhän  gende     Emulsionsphase    bilden. So     -wird    im  allgemeinen, wenn man das     Chlor-2-butadien-          1,3    in Wasser einrührt, welches das     Emul-          gierungsmittel    enthält, das Wasser die zu  sammenhängende Phase bilden. Anderseits  wird, wenn man das das     Emulgierungsmit-          tel    enthaltende Wasser in das     Chlor-2-buta-          dien-1,3    einrührt, letzteres die zusammen  hängende Phase bilden.

   In beiden Fällen  verläuft die     Polymerisation    rasch, aber  Emulsionen, in welchen das Wasser die zu  sammenhängende Phase bildet, lassen sich  leichter handhaben, auch ist der gebildete  Latex für die meisten Zwecke im allgemei  nen brauchbarer.  



       Emulgierung    des     Chlor-2-butadiens-1,3          wird    leicht durch     mechanisches,    sehr rasches      Rühren     bewirkt.    Auch andere Methoden zur       Emulgierung    können angewandt werden, wie  zum Beispiel     Vermahlen    in einer sogenann  ten     golloidmühle    oder heftiges Schütteln in  einem geschlossenen Behälter. Bei der Her  stellung der Emulsion kann es wünschens  wert sein,     die    sich     emulgierenden    Partikel  im wesentlichen auf gleiche Grösse zu brin  gen.

   Dies lässt sich dadurch bewerkstelligen,  dass man die Emulsion vor oder nach der       Polymerisation    durch     einen    der allgemein  angewandten Apparate, wie zum Beispiel ge  eignete Filter,     hindurchgehen    lässt.  



  Wie bereits angegeben, kann die     Poly-          merisation    der Emulsion unter verschiedenen  Bedingungen der Temperatur, des Druckes,  der Wärme und des Lichtes vorgenommen  werden. Wie oben beschrieben, lässt sich die       Polymerisation    des     Chlor-2-butadiens-1,3    ge  gebenenfalls durch Anwendung solcher Ka  talysatoren wie     Benzoyl-    und Wasserstoff  superoxyd,

       beschleunigen.    Dies     betrifft    in  gleicher Weise auch auf     das        in        emulgier-          tem    Zustande vorliegende     Chlor-2-butadien-          1,3    zu.  



  Wie bereits angegeben, lässt sich die       Polymerisation    von     Chloropren    durch Zu  gabe gewisser     Polymerisationsverhinderer,     wie zum Beispiel Jod,     Brenzcatechin,        Pyro-          gallol,        Hydrochinon    und     Phenyl-beta-naph-          tylamin    zum Stillstand bringen     bezw.    regeln.

         Verhinderer    dieser Art     können    in gleicher  Weise angewendet werden, wenn das     Chloro-          pren    in Form einer Emulsion der     Polymeri-          sation    unterworfen     wird.    Die Anwendung  solcher     Verhinderer    verlängert beträchtlich  die zur Erreichung des gewünschten     Poly-          merisationsgrades    erforderliche Zeit.  



  Es wurde auch     gefunden,    dass die Zugabe  von Schutzkolloiden, Proteinen und Harzen  zu der Emulsion, vor oder nach der     Poly-          merisation,    die     Eigenschaften    des daraus       hergestellten        Produktes        günstig        beeinflusst.     Aus der Reihe derartiger Stoffe seien als  Beispiele     erwähnt:

      Proteine, wie Leim, Ka  sein,     Gelatine,        Eialbumin,    Blutserum,     Milch-          serum,        Pektine,        Pflanzenschleime,    wie     zum     Beispiel     Carragheenmoosextrakt    und Harze,    wie das aus dem     Guayule-gautschuk    mit  tels     Acetonextraktion    isolierte Harz, Gummi       arabicum    und     Tragantgummi.    Andere Stoffe,  welche sich für diesen Zweck als brauchbar  erwiesen haben,

   sind     Latexserum    und     Osage-          Orangensaft.     



  Stoffe, die geeignet sind, die Lebensdauer  des synthetischen Kautschuks,     wenn    man ihn  der Luft aussetzt, zu verlängern, können       entweder    vor oder nach der     Polymerisahon     zugesetzt werden. Solche Substanzen um  fassen die gewöhnlichen     Kautschukantioxy-          dationsmittel:    aromatische Amine, wie z. B.       Anilin,        Phenyl-beta-naphtylamin    und     Di-          phenyl-äthylendiamin,        Phenole,    wie z.

   B. p  Oxybiphenyl und     Hydrochinon,    sowie die       Antioxydationsmittel    für natürlichen Kaut  schuk, die sich aus verschiedenen Natur  kautschukarten, z. B. mit Hilfe von Aceton,  extrahieren lassen. Die Wirksamkeit dieser  Stoffe     beruht    darauf, dass sie die Oxydation  des     Polymers    von     Chlor-2-butadien-1,3    ver  hindern.

   Ausser diesen wirkt auch     eine    als       Säurebinder    bekannte Klasse von Verbindun  gen, das heisst basische     und    andere Stoffe,  die imstande sind, Säuren zu binden, als  Mittel, um synthetischen Kautschuk haltbar  zu machen, dadurch, dass sie sich mit inner  halb des Kautschuks unter gewissen Bedin  gungen gebildeten Spuren von Salzsäure ver  einigen, welche in freiem Zustande eine Zer  störung des Kautschuks verursachen     würden.     Zu diesen Stoffen gehören     Alkalien,        wie     z.

   B.     Natriumhydroxyd    und Natriumkarbo  nat, basische Oxyde, -wie Zinkoxyd, und Sei  fen, wie     Natriumoleat.    Wie man sieht, ge  hören viele von diesen     Mitteln,    um den syn  thetischen Kautschuk haltbar zu machen,  auch zu andern Klassen von Stoffen, die bei  der Herstellung von synthetischem Latex  Verwendung finden, und können daher einem  doppelten Zweck dienen.

   So sind viele     Anti-          oxydationsmittel    gleichzeitig auch     Poly-          merigationsverhinderer,    während viele Säure  binder gleichzeitig als Stabilisatoren der  Emulsion gegen von selbst     eintretende        Koa-          gulation        (Natriumkarbonat),    oder als Pig  mente (Zinkoxyd), oder als Emulgierungs-      mittel     (Natriumoleat)    wirken. Ist das Mittel  zur     Haltbarmachung    des synthetischen  Kautschuks löslich, so kann es direkt in dem  Wasser der Emulsion gelöst werden und  beim Verdampfen in dem Kautschuk verblei  ben.

   Ist es unlöslich, so kann man Disper  sionen des Mittels zur     Haltbarmachung    in  Wasser verwenden.  



  Bei der     Polymerisation    des     Chloroprens     können Spuren von Salzsäure in Freiheit ge  setzt werden, und es kann demzufolge der  künstliche Latex schwach sauer reagieren.  Es wurde gefunden, dass die saure oder alka  lische Reaktion der ursprünglichen Emulsion  und des fertigen Latex einen sehr erheblichen  Einfluss auf die Eigenschaften des Latex  selbst und auf jene des daraus abgeschie  denen     Kautschuks    ausübt, und dass es sich  im allgemeinen als vorteilhaft erweist, wenn  der Latex mehr oder weniger alkalisch rea  giert. Alkali kann in verschiedener Form,  wie zum Beispiel als     Ätznatron,    Ammoniak,  Soda usw., während oder nach der     Polymeri-          sation    zugefügt werden.

    



  Alkalisch reagierender Latex lässt sich  bei gewöhnlichen Temperaturen unbegrenzt  lagern, ohne zu koagulieren, während ohne       Alkalizusatz    hergestellter Latex unter den  gleichen Umständen im Verlaufe weniger  Wochen von selbst koaguliert. Ferner be  sitzt der alkalische Latex viel bessere     Benet-          zungsfähigkeit,    lässt sich besser zum Im  prägnieren von Tuch usw. verwenden und  liefert beim Verdunsten viel glattere und  klarere Filme.  



  Neben dem     Zusatze    eines oder mehrerer       Verzögerer    oder     Verhinderer    können auch  die eingangs erwähnten begünstigend und be  schleunigend wirkenden Bedingungen einzeln  oder in Mehrzahl zur Anwendung kommen,  sofern dafür gesorgt wird, dass die Wirkung  des     Verzögerers    oder     Verhinderers    überwiegt  und die Reaktion so zur Bildung des plasti  schen, löslichen Produktes führt.

   Dabei kann  man das     Chloropren    entweder von Beginn  an unter dem     Einflusse        gegensätzlicher    Be  dingungen der     Polymerisation    unterwerfen,    oder man kann es zunächst bis zu dem ge  wünschten Grade unter dem     Einflusse    be  günstigender oder beschleunigender Bedin  gungen der     Polymerisation    unterwerfen und  nach Erreichung des genannten Grades einem       Verzögerer    oder     Verhinderer    zusetzen.  



  <I>Beispiel</I>     T     Eine Probe     Chlor-2-butadien-1,3    wird bei  100   C unter völligem     Luftabschluss    auf  bewahrt. Sie verdickt sich rasch und nimmt  eine dunkle Farbe an. Nach Verlauf von  vier Tagen ist die     Polymerisation    vollstän  dig, und das Produkt stellt eine schwarze,  stark viskose Flüssigkeit dar, die sich mit  tels     Wasserdampfdestillation    in einen flüch  tigen und einen nichtflüchtigen Anteil tren  nen lässt.

   Letzterer bildet eine dunkle pla  stische Masse, während der flüchtige Anteil  eine Flüssigkeit von     terpenartigem    Geruch  darstellt, die     ein        Gemisch    aus zwei Flüssig  keiten ist, welche bei einem Druck von  27 mm zwischen 92 und 97   C     bezw.    114  und 118   C sieden.  



  <I>Beispiel 2:</I>       Chlor-2-butadien-1,3    mit einem Gehalt  von 1 Gewichtsprozent Jod wurde unter den  gewöhnlichen Bedingungen in einem ge  schlossenen Gefäss, das etwas Luft enthält,  stehen gelassen. Nach 2 Monaten war das  gesamte     Chlorbutadien    polymerisiert. Das  Produkt stellte einen weichen, ziemlich  wachsartigen, plastischen, festen Körper dar,  der beim Erhitzen auf 50   C zu einer vis  kosen, klebrigen Flüssigkeit schmolz.  



  <I>Beispiel 3:</I>       Chlor-2-butadien-1,3    mit einem Gehalt  von     0,17o    Jod     wurde    in einem geschlossenen  Gefäss, das etwas Luft enthielt, auf 62   C  erhitzt. Nach 48 Stunden waren<B>72%</B> des       Chlorbutadiens    polymerisiert, und das nach  Verdampfen der Hauptmenge des     Chlor-2-          butadiens-1,3    aus dem viskosen Produkt ver  bleibende     Polymergemisch    bildete eine -pla  stische, in Benzol lösliche Masse.

        <I>Beispiel</I>  Eine Probe     Chlor-2-butadien-1,3    wurde  bei gewöhnlicher Temperatur mit     Hydro-          chinon    gesättigt, mehrere Tage stehen     gelo:s-          sen    und dann einige     Stunden    lang auf 65  C  erhitzt,     zwecks    Entfernung der Hauptmenge  des     unveränderten        Chlor-2-butadiens-1,3.    Die  zurückbleibende viskose Flüssigkeit wurde  in einer verschlossenen Flasche zwei Wochen  lang stehen gelassen.

   Das Produkt bildete  eine kautschukartige Masse, war plastisch  und in Benzol löslich und liess sich auf einem       galander    mit Leichtigkeit zu einer dünnen  zusammenhängenden Platte auswalzen. Liess  man es einen Monat lang an der freien Luft  stehen, so wurde es weder dunkel noch ver  lor es seine Festigkeit, sondern behielt     in    ge  wissem Grade seine plastischen Eigenschaf  ten, während sich seine Elastizität sogar  wesentlich erhöhte.  



  Unter den gleichen Bedingungen, aber bei  Abwesenheit des     Verhinderers    ging die Re  aktion bei gewöhnlicher Temperatur zu  Ende, und das erhaltene Produkt liess sich  nicht auswalzen.  



  <I>Beispiel 5:</I>  200 g     Chlor-2-butadien-1,3    wurden bei  gewöhnlicher Temperatur mit     Brenzcatechin     gesättigt und darauf 30     Stunden    lang am       Rückflusskühler    zum Sieden erhitzt, wonach  41 % des     Chlorbutadiens    polymerisiert waren.  Das durch teilweise Entfernung des unver  änderten     Chlor-2-butadiens-1,3        mittelst    Er  hitzen im Vakuum erhaltene Gemisch stellte  eine plastische, in Benzol lösliche Masse dar.  



  Unter den gleichen     Bedingungen,    aber  bei Abwesenheit des     Verhinderers,    verläuft  die Reaktion erheblich schneller. Nach 30       Stunden    hat sich das gesamte     Chlor-2-buk-          dien-1,3    polymerisiert, und das erhaltene  Produkt ist sehr elastisch, aber nicht pla  stisch.  



  <I>Beispiel 6:</I>       Chlor-2-butadien-1,3    mit einem Gehalt  von 1 %     Benzochinon    wurde bei Gegenwart  von etwas     Luft    24 Stunden lang auf 62   C  erhitzt, wonach 20% des     Chlorbutadiens    po-         lymerisiert    waren. Die nach Entfernung der  Hauptmenge des flüchtigen Materials ver  bleibende Mischung war plastisch und in  Benzol löslich.  



  Unter den gleichen Bedingungen, aber  bei Abwesenheit des     Verhinderers    ist die       Polymerisation    in 24 Stunden zu mehr als  <B>80%</B> vollständig, und das erhaltene Produkt  ist weich und     elastisch,    aber nicht plastisch  und in Benzol nicht vollständig löslich.  



  <I>Beispiel 7:</I>       Chlor-2-butadien-1,3    mit einem Gehalt  von 1 %     p-Thiokresol    wurde 24 Stunden  lang auf 62   C erhitzt. Die teilweise Ent  fernung flüchtigen Materials     mittelst    Ver  dampfung ergab eine 80%ige Ausbeute an  einem plastischen, in Benzol löslichem Po  lymer.  



  Unter den gleichen Bedingungen, aber  bei Abwesenheit des     Verhinderers,    ist die       Polymerisation    in 48 Stunden vollständig  und das erhaltene Produkt eine zähe, feste,  elastische Masse, die weder plastisch, noch in  Benzol vollkommen löslich ist.  



  <I>Beispiel 8:</I>       Chlor-2-butadien-1,3    mit einem Gehalt  von 1 %     Tributylamin    wurde 120 Stunden  lang bei Gegenwart von etwas Luft auf  62   C erhitzt. Die entstandene Masse lie  ferte eine     33%ige    Ausbeute an einem     Chlor-          2-butadien-1,3-Polymergemisch.    Letzteres  war plastisch und in Benzol löslich.  



  Unter den gleichen Bedingungen, aber bei  Abwesenheit des     Verhinderers,    ist die     Poly-          merisation    in 48 Stunden vollständig und  das erhaltene Produkt ein zäher, fester, ela  stischer Körper. Derselbe ist nicht plastisch  und wird von Benzol nicht vollständig gelöst.  <I>Beispiel 9:</I>  Gleiche Teile Benzol und     Chlor-2-buta-          dien-1,3    werden gemischt und in einem ge  schlossenen Behälter bei Gegenwart von  wenig Luft unter gewöhnlichen     Bedingungen          (Sommertemperatur)    stehen gelassen.

   Nach  Verlauf von 16 Tagen haben sich etwa 36      des     Chlorbutadiens    polymerisiert, und das  Gemisch hat sich in eine- klare, weiche,  durchsichtige Gallerte umgewandelt. Breitat  man diese Gallerte auf einer flachen Ober  fläche unter reichlichem Luftzutritt aus, so  verdunstet das Benzol sowie das nichtverän  derte     Chlorbutadien    und hinterlässt einen zu  sammenhängenden Film eines kautschukarti  gen Produktes. Dieser Film löst sich, so  lange er frisch ist, vollständig in Benzol,  wenn er aber einen Tag lang gestanden hat,  löst er sich nicht mehr, sondern wird von  Benzol nur gequellt.  



       Gallerten    dieser Art lassen sich mit Ben  zol verdünnen und geben weniger viskose  Lösungen, oder sie lassen sich durch teilweise       Verdunstung    zu steiferen Gallerten     verdik-          ken,    und können, entweder vor oder nach der  Verdünnung oder teilweisen Verdunstung,  mit     Antiogydationsmitteln    oder andern Stof  fen gemischt werden. die geeignet sind, das  Produkt zu stabilisieren und es gegen die  Einwirkung der Luft zu schützen.  



  Die Lösungen können direkt als Kitte.  Überzüge oder     Imprägnierungsmittel    dienen.       Beispiel   <I>10:</I>  Derartige Lösungen können auch als Aus  gangsmaterial für ein kautschukartiges Po  lymer dienen, welches gleichzeitig elastisch,  plastisch und löslich ist, welches man bear  beiten oder in organischen Lösungsmitteln  wieder     dispergieren    kann, und zwar zu Lö  sungen des kautschukartigen     Polymers,    die  frei von unverändertem     Chlor-2-butadien-1,3     sind.  



  So wird eine Probe     Chlor-2-butadien-1,3     mit ihrer doppelten Raummenge Benzol ge  mischt und die Lösung in einem verschlos  senen Behälter etwa fünf Wochen lang ste  hen gelassen, bis sich etwa 25 % des Chlor  butadiens polymerisiert haben. Die gebildete  weiche, durchsichtige Gallerte wird mit  0,5 Gewichtsprozent     Phenyl-alpha-naphtyl-          amin    gemischt und das Benzol und unver  änderte     Chlor-2-butadien-1,3    durch Destilla  tion entfernt. Der Rückstand ist kautschuk  artig, plastisch, ganz elastisch     und    vollstän-         dig    in Benzol löslich, lässt sich zu einer dün  nen Platte auswalzen und zeigt dann beim  Stehen nur eine sehr geringe Neigung dazu.

    sich zusammenzuziehen. Nach Verlauf von  drei Tagen hat er seine Plastizität verloren  und löst sich auch nicht mehr in Benzol. Er  erhärtet langsam zu einer zähen, elastischen  Masse.  



  <I>Beispiel 11:</I>  Eine Probe     Chlor-2-butadien-1,3    wird     in     ihrer vierfachen Raummenge Benzol gelöst  und in ein etwas Luft enthaltendes Gefäss  aus     Pyregglas    gebracht. Die Mischung     wird     auf 10   C abgekühlt und bei dieser Tem  peratur mit Hilfe einer Quecksilberdampf  Quarzlampe kräftig belichtet. Nach 22 Stun  den ist die Lösung erheblich viskoser gewor  den und enthält     dann        etwa    13 % von dem  Polymer, welches     unvulkanisiertem    Kaut  schuk ähnelt.  



  Benutzt man einen Quarzbehälter für die  Lösung, so wird in 22     Stunden    eine     etwas     grössere Menge Polymer gebildet.  



  <I>Beispiel 12:</I>  Die     Polymerisation    von     Chlor-2-butadien-          1,3    in Lösung wird durch Erhitzen beschleu  nigt. Man mischt     Chlor-2-butadien-1,3    mit  der gleichen Raummenge     Xylol    und erhitzt  die Lösung 4     Stunden    lang auf 100   C, wo  bei eine etwa 18%ige Umwandlung von       Chlor-2-butadien-1,3    zu Polymer erfolgt, wel  ches in Lösung bleibt.  



  <I>Beispiel 13:</I>  Sie wird auch durch Katalysatoren be  schleunigt.     Chlor-2-butadien-1,3    mit einem  Gehalt von 1 Gewichtsprozent     Benzoylsuper-          oxyd        wird    mit der gleichen Raummenge       Xylol    gemischt und 36     Minuten    lang     auf     <B>100'</B> C erhitzt. Hierbei findet eine etwa  70     %        ige        CTm-#vandlung    von     Chlor-2-butadien-          1,3    zu Polymer statt, welches in Lösung  bleibt.  



  <I>Beispiel 14:</I>  Konzentrierte Lösungen polymerisieren  sich schneller     und    vollständiger als ver-           dünnte.        Chlor-2-butadien-1,3    bei Gegenwart  von     Benzoylsuperoxyd,    wie im vorigen Bei  spiel, aber in Mischung mit seiner dreifachen  Raummenge     Xylol    polymerisiert sich in  3 Stunden zu 7 2     %.     



  In ähnlicher Weise wie in obigen Bei  spielen beschrieben, kann     Chlor-2-butadien-          1,3    in     Tetrachlorkohlenstoff,        Toluol,        Cymol,          Äthylenchlorid,    Äther,     Pyridin    oder andern  Lösungsmitteln gelöst und der     Polymerisa-          tion    überlassen werden. In ätherischer oder       Pyridinlösung    polymerisiert es sich lang  samer als in Benzol.  



  <I>Beispiel 15:</I>  50 Teile     Chlor-2-butadien-1,3    und 50  Teile raffiniertes     Baumwollsamenöl    werden  in eine verschliessbare Flasche gebracht. Nach  Verlauf von neun Tagen hat sich die Mi  schung zu einer farblosen, durchsichtigen,  elastischen, plastischen Masse umgewandelt.  Sie enthält sehr wenig flüchtige Bestand  teile, ist aber vollständig in Benzol löslich.  (lach mehrtägigem Stehen tritt ein Teil des  Öls heraus, und die Plastizität ist verloren  gegangen.)  Ein     ähnliches    Material wird in sechs Ta  gen erhalten, wenn man obige Mischung aus       Chlor-2-butadien-1,3    und     Baumwollsamenöl     auf 62   C erhitzt.  



  <I>Beispiel 16:</I>  Ein ähnliches Material wird in 46 Stun  den erhalten, wenn man das     Chlor-2-buta-          dien-1,3    mit dem     Baumwollsamenöl    auf 45  C  erhitzt, unter gleichzeitiger Anwendung eines  Druckes von 2000     at.     



  <I>Beispiel<B>17:</B></I>  50 Teile     Chlor-2-butadien-1,3    und 50 Teile  Leinöl werden     in    eine verschliessbare Flasche  gebracht     und    drei Wochen stehen gelassen.  Das erhaltene Produkt ist eine durchsichtige,       elastische,    plastische Masse, die sehr wenig  flüchtige Bestandteile enthält, aber in Ben  zol vollständig löslich ist.    <I>Beispiel 18:</I>  1 Teil     Chlor-2-butadien-1,3    und 2 Teile       Kokosnussöl,    wie oben behandelt, ergeben  eine plastische,     elastische,    in Benzol lösliche  Masse.  



       Beispiel   <I>19:</I>  1 Teil     Chlor-2-butadien-1,3    und 1 Teil  Maisöl, wie oben behandelt, ergeben in     sechs     Tagen eine plastische, in Benzol vollständig  lösliche Masse.  



  <I>Beispiel</I> 20:  Eine Lösung von 30 Teilen     Stearinsä,ure     in 70 Teilen     Chlor-2-butadien-1,3        wird    unter  den     gewöhnlichen    Bedingungen bei Gegen  wart von etwas Luft stehen gelassen. Wäh  rend des Verlaufes der     Polymerisation    kri  stallisiert die     Stearinsäure    allmählich aus.  Nach Verlauf eines Monats haben sich<B>50%</B>  des     Chlorbutadiens    polymerisiert. Das nach  dem     Verdunstenlassen    des unveränderten       Chlorhutadiens    erhaltene Produkt ist sehr  weich und plastisch und auch vollständig in  Benzol löslich.  



  <I>Beispiel 21:</I>  Ein Raumteil     Chlor-2-butadien-1,3    wird  in zwei Raumteilen     Petroläther    gelöst und  die erhaltene Lösung unter den gewöhn  lichen Bedingungen bei Gegenwart von     etwas     Luft     stehen,gelassen.    Es sammelt sich all  mäblich ein Niederschlag von dem Chlor  butadien-Polymer an den Wandungen und  am Boden des Behälters. Dieses Polymer ist  plastisch und in Benzol löslich.  



  <I>Beispiel 22:</I>  90 g     Chlor-2-butadien-1,3    werden mit  135 g Wasser, das 3 g Natriumkarbonat und  2,7 g     Natriumoleat    enthält, unter Rühren       emulgiert.    Die Emulsion wird bei<B>10'</B> C  stehen gelassen. Nach Verlauf von zwei Ta  gen ist die     Polymerisation    vollständig. Aus  diesem Latex durch Verdunstung gebildete  Filme bleiben mehrere Tage lang weich und  ziemlich plastisch. Das Material lässt sich in  diesem Zustand mit Leichtigkeit formen und  durch Erwärmen auf 80   C oder Stehenlas  sen bei gewöhnlichen     Temperaturen    nach  träglich elastisch und nichtplastisch machen.

        <I>Beispiel</I> 23:  400 g Wasser mit einem Gehalt von 8 g       Natriumoleat    werden in einem passenden  Behälter mit     Hilfe    eines schnellaufenden,  mechanischen     Rührers    gerührt, während  400 g     Chloropren    mit einem Gehalt von  1 Gewichtsprozent Jod langsam zugesetzt  werden. Es bildet sich eine homogene Emul  sion. Diese wird mit so viel Ammoniak ver  setzt, dass sie deutlich alkalisch reagiert.  Nach einmonatigem Stehen bei gewöhnlicher  Temperatur sind etwa<B>30%</B> des     Chlor-2-bu-          tadiens-1,3    polymerisiert.

   Koagulation der  Emulsion     in    diesem Stadium oder Entfer  nung des Wassers durch     Verdampfung    lie  fert einen synthetischen Kautschuk, der pla  stisch und in Benzol löslich ist. Lässt man  die ursprüngliche Emulsion dieses Beispiels  bei 40   C stehen, so ist die Umwandlung in  zwei Tagen vollständig und der so erhaltene  Kautschuk gleichfalls plastisch und in Ben  zol löslich. Dieses plastische Produkt lässt  sich wie     nichtvulkanisierter    Naturkautschuk  auswalzen und verarbeiten und schliesslich  durch Einwirkung der Hitze nichtplastisch  und unlöslich machen.  



  <I>Beispiel 24:</I>  Eine mit Hilfe von     Natriumoleat    und  Wasser bei<B>10'</B> C hergestellte und poly  iuerisierte     Standard-Emulsion    von polyme  risiertem     Chlor-2-butadien-1,3    wird     mit     Ammoniak bis zur schwach alkalischen  Reaktion versetzt und dann mit einer  Suspension von äusserst fein verteiltem,  durch Vermahlen in einer Kugelmühle mit  einer Lösung von     Natriumoleat    in Wasser  hergestelltem     Phenyl-beta-naphtylamin,    des  sen Menge 1 % des angewandten     Chlor-2-          butadiens-1,3    beträgt, gemischt.

   Die aus der  erhaltenen Mischung hergestellten Filme zei  gen keinerlei Zeichen von     Brüchigwerden,     wenn man sie drei Wochen lang bei 80   C  der Luft ausgesetzt hat, während ein unter  den gleichen Bedingungen aus dem gleichen  Latex, aber vor der Zufügung des     Phenyl-          beta-naphtylamins    hergestellter Film sich  bereits in zwei Wochen merklich verschlech-         tert,    und ein aus vulkanisiertem, natürlichem  Handelslatex hergestellter Film in weniger  als einer Woche brüchig wird.  



  <I>Beispiel 25:</I>  Ein Latex, erhalten durch Polymerisieren  einer mit     Natriumoleat    und Wasser herge  stellten Emulsion von     Chloropren,    wird nach  der     Polymerisation    mit 11/2 Raumteilen na  türlichem     Hevealatex    gemischt und die Mi  schung mit einem geringen     Überschuss    von  Ammoniak und einer     kleinen    Menge einer  wässerigen Emulsion von     Phenyl-beta-naph-          tylamin    versetzt.

   Der     entstandene    Latex ist  beständig     und    gibt nach der Behandlung mit  Säuren oder nach dem     Trocknenlassen    einen  Kautschuk, der teilweise die für natürlichen,  nichtvulkanisierten Kautschuk charakteristi  sche Plastizität besitzt.  



  <I>Beispiel 26:</I>  200 g frisch destilliertes     Chlor-2-butadien-          1,3    und 1 g Terpentinöl     wurden    24     Stunden     lang bei     Zimmertemperatur    stehen gelassen.  Während dieser Zeit stieg die Viskosität bis  zur Konsistenz des     Glyzerins.    Dieses Pro  dukt wurde dann in 500 cm' Methylalkohol  eingerührt, wodurch sich eine weisse plasti  sche Masse bildete. Letztere wurde mit einer  frischen Menge Alkohol durchgeknetet und  schliesslich auf einer nicht geheizten Walze  so lange bearbeitet, bis die Hauptmenge des  Alkoholüberschusses ausgepresst war.

   Dann  wurde die Temperatur der Walze gesteigert  und das verbliebene     flüchtige    Material abge  trieben. Es wurde eine Ausbeute von 40 g  eines hellgelben, plastischen Materials erhal  ten, das gewalztem hellem     Crepekautschuk     ähnelte. Dieses Produkt löste sich in Benzol  zu einer dem     Kautschukkitt    ähnlichen Lö  sung. Beim Erhitzen wurde es zu einem  zähen,     elastischen,    kautschukartigen Produkt  verfestigt.  



  <I>Beispiel 27:</I>  200 g frisch destilliertes     Chlor-2-buta,-          dien-1,3    und 1 g     Benzoylsuperoxyd    wurden  48 Stunden lang bei Zimmertemperatur ste  hen gelassen. Nach Ablauf dieser Zeit war      die Mischung zum Ausgiessen fast zu viskos.  Sie wurde dann 5 Minuten lang mit 500 cm'  Äthylalkohol durchgeknetet und dieses mit  weiteren 500     cmg    Alkohol fortgesetzt.

   Der  entstandene     steife    Teig wurde zuerst auf  einer nichtgeheizten, dann auf einer geheiz  ten Walze bearbeitet, unter gleichzeitiger       Zufügung    von 2 g     Phenyl-beta-naphtylamin.     Es wurde     eine    Ausbeute von 80 g eines dun  kelgrünen plastischen Materials erhalten, das       Ähnlichkeit    mit auf der Walze behandeltem  Kautschuk     hatte    und in Benzol     löslich    war.  Das     plastische    Material liess sich zu einem  vulkanisiertem Kautschuk ähnlichen Pro  dukt weiter polymerisieren.  



  <I>Beispiel 28:</I>  100 cm'     Chlor-2-butadien-1,3        wurden    mit  100 cm' Benzol gemischt. Nach zweiwöchi  gem     Stehen    bei Zimmertemperatur wurde das       viskose    Gemisch mehrmals gründlich mit  Aceton gewaschen. Die entstandene pla  stische Masse wurde auf einem porösen Tel  ler aufgestrichen, bis das meiste Aceton ent  fernt war. Das     entstandene    Produkt hatte  grosse     Ähnlichkeit        mit    jenem von Beispiel 26.

    <I>Beispiel 29:</I>  500 g     Chlor-2-butadien-1,3    wurden in einen  750     cm@-golben    gebracht und dem Lichte  einer     -.n    einer     Entfernung    von     371/2    cm  aufgestellten 1000 Watt-Lampe ausgesetzt.  Nach Verlauf von 20     Stunden    war das Ma  terial zu     viskos    geworden, um sich giessen  zu lassen. Es wurde dann     mit    1000 cm'       Äthylalkohol,    die 5 g     Hydrochinon    enthiel  ten, durchgearbeitet.

   Nach gründlicher Durch  arbeitung wurde die plastische Masse schliess  lich auf einer geheizten Walze getrocknet,  wobei etwa 200 g an plastischem,     polymeri-          sierbarem    Polymer erhalten wurden.  



       .Beispiel   <I>30:</I>  128 g     Chlor-butadien-1,3    wurden in     einem     750 cm'-Kolben bis zur     Glyzerinkonsistenz     polymerisiert und ohne Rühren unter einem  Drucke von 6 cm Quecksilber der     Destilla-          tion    unterworfen. Die     Temperatur    des Chlor-         diens    fiel auf - 20   C, bis die Hauptmenge  des nichtpolymerisierten     Chlordiens        abdestil-          liert    war.

   Dann wurde     mittelst    eines Was  serbades von 30   C erwärmt, bis die Tem  peratur des plastischen     Polymers    20   C er  reicht hatte. Es wurden 108 g     Chlor-2-buta-          dien-1,3    wiedergewonnen und 18 g eines pla  stischen,     polymerisierbaren,    in     Benzol    lös  lichen, aber in Alkohol unlöslichen     Polymers     erhalten.  



  <I>Beispiel 31:</I>  200 g     Chlor-2-butadien-1,3    wurden 20  Stunden lang unter Einwirkung einer 1000       @Vatt-Glühlampe    polymerisiert. Nach Ab  lauf dieser Zeit wurde 1 g     Phenyl-beta-naph-          tylamin    zugegeben und das Material unter  Rühren bei einem Druck von 16 cm Queck  silber der Destillation unterworfen. Schliess  lich wurde die Temperatur auf 30   C ge  steigert. Die Menge des wiedergewonnenen       Chlordiens    betrug 157 g, während 41 g pla  stisches,     polymerisierbares    Polymer erhalten  wurden.  



  <I>Beispiel</I> 32:  100 g     Chlor-2-butadien-1,3,    50 g Benzol.  5 g Kolophonium und 0,5g     Benzoylsuper-          ogyd    wurden 10 Tage lang stehen gelassen.  Nach Ablauf dieser Zeit ähnelte das Produkt  einem schweren Kautschukkitt. Es wurde  dann unter einem Druck von 20 cm Queck  silber destilliert und die Temperatur schliess  lich auf<B>30'</B> C     gesteigert.    Der im Kolben  verbleibende Rückstand bestand aus dem  plastischen     polymerisierbaren    Polymer, wel  ches das Kolophonium enthielt, und     hatte    in  seinen Eigenschaften grosse Ähnlichkeit mit  nichtvulkanisiertem Kautschuk. Es wandelte  sich beim Erhitzen zu einer zähen, elasti  schen Masse um.  



  <I>Beispiel 33:</I>  8,2 kg     Chlor-2-butadien-1,3    wurden un  ter Bestrahlung     mit    einer     Cooper-Hewitt-          Lampe    (Entladungsröhre mit Quecksilber  füllung) bei einer     Temperatur    von 20   C so  lange polymerisiert, bis sie fast zu dick zum  Ausgiessen waren.

   Das     polymerisierte    Pro-           dukt    wurde dann     zusammen    mit 57 g     Phe-          nyl-beta-naphtylamin    in eine Blase mit  Rührwerk gebracht und das überschüssige       Chlor-2-butadien-1,3    bei einem Druck von  175 mm Quecksilber     abdestilliert.    Mit dem  Destillieren wurde unter ständigem Rühren  der Masse so lange fortgefahren, bis kein       Chlro-2-butadien-1,3    mehr     abgegeben    wurde  und die Temperatur in der Blase auf etwa  25   C gestiegen war.

   Es wurden 3,4 kg an  plastischem,     polymerisierbarem,    in Benzol  löslichem, aber in Alkohol unlöslichem Po  ly     mer    erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines plasti schen, dem Naturkautschuk ähnlichen Pro duktes, dadurch gekennzeichnet, dass Chlor 2-butadien-1,3 polymerisiert wird, und zwar unter Bedingungen, welche zur Bildung eines plastischen Produktes führen.
    Das so erhaltene Produkt ist ausser durch seine Pla stizität gekennzeichnet durch seine Unlös- lichkeit in Alkohol, Glyzerin, Aceton und ähnlichen Lösungsmitteln und anderseits durch seine Löslichkeit in den gewöhnlichen Kautschuklösemitteln, wie zum Beispiel Ben zol, Chloroform, Schwefelkohlenstoff und Tetrachlorkohlenstoff, sowie namentlich da durch, dass es sich durch weitere Polymeri- sation leicht in ein elastisches, zähes, in Ben zol unlösliches, vulkanisiertem Kautschuk ähnliches Produkt umwandeln lässt. UXTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Polymerisation bei gewöhnlicher Tem peratur und gewöhnlichem Druck von selbst vor sich gehen lässt, die Reaktion unterbricht, bevor sich das Chlor-2-buta- dien-1,3 vollständig polymerisiert hat und das gebildete Polymerisationspro- dukt von dem unveränderten Chlor-2- butadien-1,3 trennt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Polymerisationsprodukt durch Fällung von dem unveränderten Chlor-2-butadien-1,3 getrennt wird. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Polymerisationsprodukt durch Destillation von dem unveränder ten Chlor-2-butadien-1,3 getrennt wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polymeri- sation mindestens zum Teil in Gegen wart einer verzögernd wirkenden Sub stanz vorgenommen wird. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polymeri- sation zum Teil in Gegenwart einer ver hindernd wirkenden Substanz vorgenom men wird. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die Polymerisation in Gegen wart eines indifferenten Lösungsmittels vorgenommen wird. 7.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Lösemittel ange wendet wird, welches einen 200' C nicht übersteigenden Siedepunkt besitzt und sowohl das Chlor-2-butadien-1,3, als auch das Polymerisationsprodukt löst. B. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Lösemittel ange wendet wird, welches einen oberhalb 200 C liegenden Siedepunkt besitzt und sowohl das Chlor-2-butadien-1,3, als auch das Polymerisationsprodukt löst. 9.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Lösemittel anwendet, welches das Chlor-2-butadien- 1,3, nicht aber das Polymer löst. 10. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das Chlor-2-butadien-1,3 mit Wasser, wel ches ein Emulgiermittel enthält, emul- giert und in diesem Zustande der Poiy- merisation unterwirft. 11.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass man das Polymerisationspro- dukt durch Koagulieren aus der Emul sion abscheidet. 12. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass das Polymerisationsprodukt durch Entfernen des Wassers aus der Emulsion abgeschieden wird. 13.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich-. net, dass ausser einem Verzögerer wäh rend eines Teils des Reaktionsverlaufes beschleunigende Bedingungen zur An wendung kommen. 1.4. Verfahren gemäss Pateutanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass ausser einem Verhinderer wäh rend eines Teils des Reaktionsverlaufes beschleunigende Bedingungen angewen det werden. 15.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Abtrennung des Polymeri- sationsproduktes von dem unveränderten Chlor-2-butadien-1,3 durch Abdestillie- ren des letzteren bewirkt wird. 16. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 15, dadurch ge kennzeichnet, dass das Abdestillieren bei vermindertem Druck vorgenommen wird. 17.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polymeri.- sation durch Zugabe eines Antioxyda- tionsmittels geregelt wird. 18. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass der Emulsion, spätestens nach der Polymerisation, ein säurebindendes Mittel zugesetzt wird. 19. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 10 und 18, dadurch ge kennzeichnet, dass der Emulsion Zink oxyd zugesetzt wird. 20. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 10 und 18, dadurch ge kennzeichnet, dass die Emulsion vor dem Polymerisieren alkalisch gemacht wird. 21.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösungsmittel in einer Menge angewendet wird, welche zwischen 5 und 95 Gewichtsprozent der Lösung schwankt. 22. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polymeri- sation bei einer unterhalb<B>50'</B> C liegen den Temperatur vorgenommen wird. 23. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeich net, dass die Polymerisation bei einer zwischen 5 und <B>30'</B> C liegenden Tem peratur vorgenommen wird.
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