Einrichtung zur Verstärkung von Photozellenströmen. Zur Vorführung von Lichttonfilmen wer den die in einer Photozelle erzeugten Strom schwankungen einem Verstärker zugeführt und die in einer oder mehreren Stufen ver stärkten Ströme einem Lautsprecher zuge leitet. Der hierbei verwendete Verstärker unterscheidet sich von einem Radioverstärker im wesentlichen nur durch den Eingangs kreis, da dieser der Photozelle angepasst sein muss.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, normale Verstärker oder normale Radio apparate zur Verstärkung der Photozellen zu verwenden. Zu diesem Zweck sind die An passungswiderstände für den Photozellen kreis in einem Zusatzgerät angeordnet und die Vorspannung für die Photozelle ist mit Hilfe eines Sockelsteckers über einen Röh rensockel eines Verstärkergerätes von dessen Anodenspannung abgenommen,
wobei über einen hierzu verwendeten Sockelsteckerkon- takt auch die zu verstärkenden oder vorver- stärkten Photozellenströme zu dem Verstär- kergerät geführt werden. Bei Verwendung eines solchen Zusatzgerätes braucht aus einem vorhandenen normalen Verstärker oder Radioapparat nur die erste Röhre her ausgenommen und in den Sockel dieser Röhre der Sockelstecker des Zusatzgerätes einge steckt zu werden.
Eine solche Anordnung hat den Vorteil, dass jeder Tonfilmamateur seinen Radioapparat zum Anschluss an die Photozelle verwenden kann.
In den Abbildungen sind Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt das Schaltbild einer An ordnung mit einer gewöhnlichen Dreielek- trodenröhre, und Fig. 2 die entsprechende Anordnung mit einei Schirmgitterröhre; Fig. 3 zeigt das Zusatzgerät in äusserer Ansicht, und Fig. 4 ohne Schutzdeckel;
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Einzel teile im innern des Zusatzgerätes in Ansicht von unten nach Wegnahme der Bodenplatte. In den Fig. 1 und 2 ist mit a das Zusatz gerät und mit b ein gewöhnlicher Radio empfänger bezeichnet. Die Schaltung des Radioempfängers ist nur so weit wiederge geben als es für das Verständnis erforderlich ist.
Das Zusatzgerät a erhält seine Betriebs spannung über das mehradrige Kabel c. Das Kabel c endigt in einem Mehrfachstecker d (Fig. 3), der so ausgebildet ist, dass die ein zelnen Steckerstifte in die Buchsen des Röh rensockels f (Fig. 1 und 2) des Radioappa rates b hineinpassen.
Dieser Röhrensockel dient normalerweise für das Einstecken einer Röhre des Verstärkergerätes. Hierbei werden in ;f,. der Stift für das Gitter der Röhren, in f <I>2</I> und<I>f 3</I> die Stifte für die Heizung und in f,. und<I>f</I> i die Stifte für die Kathode und Anode der Röhre eingesteckt. Bei der Ver wendung des Verstärkergerätes mit dem Zu satzgerät wird diese Röhre herausgenommen und an ihrer Stelle der genannte Stecker d in den Sockel f eingesteckt.
Der Stift des Steckers, der in die Steckbuchse f, hinein passt, ist blind, das heisst er besitzt keinen Anschluss. Auf diese Weise wird der Ein gangskreis des Radioempfängers von der Ver- stärkerschaltung abgetrennt. Über die Buch sen f z und f " erhält das Zusatzgerät die Heiz spannung für eine in dem Zusatzgerät unter gebrachte erste Verstärkerröhre g.
An den Buchsen f <I>4</I> und<I>f</I> ,, an denen die Kathode und die Anode der in feingesteckten Röhren lagern, wird die Anodenspannung für die Röhre y abgenommen. Diese Spannung dient gleichzeitig als Spannung für die Photozelle h.
Zu diesem Zweck sind die Widerstände i und k als Spannungsteilerwiderstände in Reihe an diese Spannung angeschlossen. Die Photozellenspannung ist zwischen diesen bei den Widerständen abgenommen. m ist ein Schutzwiderstand für die Photozelle. n ist ein Widerstand, der je nach den Erdungs- verhältnissen des Netzes, an das der Radio apparat b angeschlossen ist, vorgesehen sein muss oder wegbleiben kann.
Die Leitung o des Kabels c dient zur Er dung. Sie ist nicht an den Mehrfachstecker, sondern als Einzelleitung gesondert heraus geführt und wird irgendwo an das Gehäuse oder eine sonstige Erdungsstelle des Radio apparates b angeschlossen. Bei der Anord nung nach Fig. 3 ist die Erdleitung o zu einem Einzelstecker p geführt, der in die Erdungssteckbuchse des Radioapparates ein gesteckt werden kann.
Die Photozelle h wird im allgemeinen nicht, wie in den Schaltbildern nach den Fig. 1 und 2 angegeben, unmittelbar mit dem Zusatzgerät zusammengebaut, sondern sie be findet sich in dem Kinoapparat und ist durch ein Kabel mit dem Zusatzgerät verbunden. Zu diesem Zweck besitzt das Zusatzgerät eine Anschlussbuchse q, wie sie aus den Fig. 4 und 5 zu ersehen ist, und in die das Photo- zellenanschlusskabel r eingesteckt wird.
In dem Zusatzgerät ist auch der Laut stärkeregler s untergebracht, dessen Dreh knopf in den Fig. 3 bis 5 mit t bezeichnet ist. u bedeutet in Fig. 5 den Sockel der Ver- stärkerröhre g, und v sind die einzelnen Wi derstände und Kondensatoren des Zusatz gerätes, die in Stabform nebeneinander an geordnet sind.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 handelt es sich um einen Radioempfänger b, bei dem als erste Verstärkerröhre eine Schirmgitter röhre benutzt wurde. In diesem Fall erhält auch das Zusatzgerät eine .Schirmgitterröhre w. Da bei einer Schirmgitterröhre der Ano- denanschluss nicht über den Röhrensockel ge führt ist, ist für diesen Fall die Anoden spannungsleitung x des Kabels c nicht an die Steckkontakte d, sondern zu einem besonderen Anschluss, beispielsweise zu der in Fig. 3 dargestellten Klemmschraube y geführt.
Mit dieser Klemmschraube wird der Anodenan- schluss z des Radioempfängers verbunden.
Die Verwendung des beschriebenen Zu satzgerätes hat noch den Vorteil, dass es wegen seiner kleinen Abmessungen unmittel- bar an oder neben dem Kinoapparat unterge bracht werden kann. Befindet sich dann in dem Gerät noch der Lautstärkeregler und die erste Verstärkerröhre, so kann der eigent liche Verstärker oder der Radioempfänger an einer beliebig entfernten Stelle stehen, denn der Vorführer kann bequem den Lautstärke- regler bedienen und ausserdem ist durch die kurze Entfernung zwischen Photozelle und erster Verstärkerröhre vermieden,
dass Stö rungen in das Photozellenkabel eindringen.