CH180247A - Quersteuerungseinrichtung an Flugzeugen. - Google Patents

Quersteuerungseinrichtung an Flugzeugen.

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CH180247A
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      Quersteuerungseinrichtung    an Flugzeugen.    Bei Flugzeugen mit Klappen an der Hin  terkante des Flügels, die zur Vergrösserung  des Auftriebes dienen, bereitet die     Anbrin-          gung    der gebräuchlichen Querruder Schwie  rigkeiten. Es wurde deshalb schon vorge  schlagen, besondere Querruder in Form     ver-          drehbarer    Flügelspitzen oder in Form von  Hilfsflügeln verhältnismässig dicht oberhalb  des Flügels anzuordnen. Beide Anordnungen  haben den Nachteil, dass die Querruder  keinen Auftrieb erzeugen, wohl aber erheb  lichen Widerstand.  



  Es wurde bereits eine     Quersteuerungsein-          richtung    vorgeschlagen, bei welcher Stör  flächen aus der     Saugseite    des Flügels     auf-          gerichtet    werden, um die Strömung in die  sem betreffenden Teil des Flügels zu stören.  Die Störung der Strömung hat eine Verrin  gerung des Auftriebes im Bereich der Stör  flächen zur Folge.     Diese    Störflächen werden  im Bereich der Flügelspitzen angeordnet, in       dem    gleichen Bereich, in dem auch die nor  malen Querruder zu liegen pflegen.

      Diese Störflächen haben den     Vorteil,    dass  ihre Wirksamkeit besonders bei überzogenem  Flugzeug, bei dem die     gewöhnlichen    Quer  ruder zu versagen pflegen, gut ist. Ein wei  terer Vorteil dieser Störflächen ist der, dass  sie ein Wendemoment erzeugen, das dem un  günstigen Wendemoment der gewöhnlichen       Querruder    gerade entgegengesetzt wirkt. Die  bekannten     Quersteuerungseinrichtungen    mit  Störflächen haben aber den Nachteil, dass die       Rollmomentcharakteristik    im     Schnellfluge     einen ungünstigen Verlauf hat. In     Fig.    1 der  Zeichnung sind die Rollmomente in Abhän  gigkeit von dem Ausschlag der Störfläche  dargestellt.  



       Fig.    Ja zeigt schematisch einen Flügel  mit Störfläche in Seitenansicht, in welche die  Winkelbezeichnungen der     Fig.    1 eingetragen  sind. Es geht aus dem Diagramm gemäss       Fig.    1 hervor, dass die Wirkung der Stör  flächen je nach dem     Anstellwinkel    a des  Flügels verschieden ist. Das Diagramm zeigt,  dass bei     Anstellwinkeln    des Flügels von a      gleich 10 Grad und mehr die Rollmomente  der Störfläche mit dem Ausschlag der Stör  fläche anwachsen. Bei     Anstellwinkeln    des  Flügels von weniger als 10 Grad, also bei  Fluggeschwindigkeiten, die dem Reiseflug.

    dem Schnellflug, ja sogar dem Steigflug ent  sprechen, sind die Rollmomente bis zu einem       Störflächenanstellwinkel    von     ,8    gleich etwa  10 Grad negativ, das heisst also dem Steuer  willen des Flugzeugführers direkt entgegen  gesetzt.  



  Dieses Diagramm ist aus     Windkanalver-          suchen    entnommen. Erprobungen im     Fluge     haben aber erwiesen, dass die     Rollmoment-          charakteristik    bei     Flügelanstellwinkeln    von       @.    kleiner als 10 Grad nicht ganz so ungünstig  ist. Die Flugversuche ergaben nämlich, dass  bei     Flügelanstellwinkeln    kleiner als 10 Grad  die Störflächen bis zu Ausschlägen von etwa  10 Grad zwar kein positives Rollmoment er  zeugen, aber auch kein negatives.

   Diese Tat  sache     lä,sst    sich dadurch erklären, dass im Ge  gensatz zu dem Modell im     Windkanal    das  Flugzeug unter der Wirkung der Wende  momente, die je auch bei kleinen Ausschlägen  der Störflächen bereits auftreten, geringe  Wendungen ausführt. Das Flügelende, das  absinken soll, erleidet durch das Aufrichten  der Störfläche und den dadurch verursach  ten Widerstand einen Geschwindigkeitsver  lust und damit einen Auftriebsverlust. Das  voreilende Flügelende erhält durch die Wen  dung des Flugzeuges einen Geschwindigkeits  gewinn und damit einen Auftriebsgewinn.  



  Durch diesen Effekt wird offenbar er  reicht, dass die negativen Rollmomente, die  im Windkanal gemessen wurden, am Flug  zeuge in Wirklichkeit nicht auftreten.  



  Immerhin ist die Unwirksamkeit der  Störflächen bis zu Ausschlägen von etwa 10  Grad sehr unangenehm. Der Flugzeugführer  muss das Steuerorgan etwa<I>20</I>     io    des     Gesamt-          steuerweges    bewegen, ohne damit eine     Steuer-          ivirkung    zu erreichen. Dieser annähernd       wirkungslose    Bereich in der Nähe der Null  stellung des     Steuerorganes    zwingt den Pi  loten schon bei geringen Störungen der Quer  stabilität zu grossen Steuerausschlägen. Muss    er sehr schnell ein Rollmoment hervorrufen,  so wird er durch den unwirksamen Bereich zu  hastigen Steuerbewegungen veranlasst.

   Beim  Eintritt in den wirksamen Bereich treten  dann sehr plötzlich grosse Rollmomente auf.  Die Folge davon ist eine unsanfte Quer  steuerung. Dieser     Imstand    ist nicht nur un  bequem, sondern bei überzogenem Flugzeug,  bei welchem die Störflächen besonders     gute     Wirksamkeit aufweisen, gefährlich, weil zum  Beispiel bei der Landung das Flugzeug hef  tige Rollbewegungen ausführen würde.  



  In     Fig.    2 ist mit vollen Linien das     Roll-          moment    einer Störfläche in Abhängigkeit  vom Ausschlag des     Steuerorganes    aufge  tragen, und zwar ist dies der Verlauf des  Rollmomentes bei kleinen     Anstellwinkeln    des  Flugzeugflügels. Mit gestrichelten Linien ist  ein erwünschter Verlauf des Rollmomentes  abhängig vom Ausschlag des Steuerorganes  dargestellt, bei welchem eine annähernd kon  stante Zunahme des Rollmomentes mit dem  Ausschlag des Steuerorganes vorhanden ist,  und zwar schon bei kleinen Ausschlägen des       Steuerorganes.    Dies zu erreichen und die  oben geschilderten Nachteile zu vermeiden,  ist der Zweck der vorliegenden Erfindung.  



  Diese bezieht sich auf eine     Quersteue-          rungseinrichtung    an Flugzeugen mit beweg  lichen Störflächen, welche zum Zwecke der  Quersteuerung über die Flügeloberfläche  herausgestellt werden. Gemäss der Erfindung  sind Vorkehren getroffen, um eine Steue  rungswirkung der Störflächen gleich von Be  ginn der Verstellung des     Betätigungsorganes     der Steuerungseinrichtung hinweg zu er  zielen.  



  So kann zum Beispiel jede Störfläche quer  zur Front in zwei oder mehrere Teile unter  teilt sein. Bei geringen Ausschlägen des       Steuerorganes    wird eine der Teilflächen auf  gerichtet, während der oder die restlichen  Teile jeder Störfläche erst durch grössere Aus  schläge des     Steuerorganes    zu der geöffneten  ersten Teilfläche hinzutreten.

   Es kann auch  die Störfläche einer Flügelhälfte zwar unge  teilt bleiben, aber das Übersetzungsverhält  nis zwischen Steuerorgan und     Störfläehe              kann    dann derart veränderlich sein, dass ein  vorzugsweise konstanter Anstieg des     Roll-          inomentes    mit dem Ausschlag des     Steuer-          organes    erzielt wird. Endlich kann dafür ge  sorgt sein, dass die ungeteilten Störflächen  während des     Aufrichtens    zuerst an Teilen  ihrer     Front    zur Wirkung kommen,     -,vobei.    die  übrigen Teile erst bei grösseren Steueraus  schlägen hinzutreten.  



  Einige Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes veranschaulicht schema  tisch die beiliegende Zeichnung in den     Fig.    5  bis     1,   <B>5,</B>       Fig.    5 ist ein schematischer Schnitt durch  einen Flügel mit Auftriebsklappe und Stör  fläche;       Fig.    6 ist der     Grundriss    einer Flügelhälfte  mit einer geteilten Störfläche;       Fig.    i bis 10 zeigen verschiedene Steue  rungsmittel, mit Hilfe derer eine veränder  liche Übersetzung zwischen dem Steuerorgan  und der Störfläche erzielt wird;

         Fig.    11 ist die perspektivische Ansicht  einer Flügelspitze, die mit einer ungeteilten       verwindbaren    Störfläche ausgerüstet ist;       Fig.    12 zeigt eine Ausführungsform der  Steuerungsmittel, um eine Störfläche gemäss       Fig.    11 zu verwinden;       Fig.    13, 14 und 15 zeigen eine Ausfüh  rungsform der Steuerungseinrichtung mit  einer durch einen Spalt der Flügeloberfläche  hindurchgesteckten Störfläche.  



  Beim Flügel nach den     Fig.    5 und 6 ist a  die Klappe, die in bekannter Weise zur Er  höhung des Auftriebes dient und im Gegen  satz zu den Klappen bei Flügeln mit üblichen       Querrudern    ohne Rücksicht auf die Quer  steuerung längs der ganzen Front vollständig        < iosgeschlagen    wird. Auf diese Weise kann  der grösstmögliche Auftrieb des Flügels aus  genutzt werden. Die Störfläche b erstreckt  sieh über annähernd den gleichen Bereich des  Flügels wie die Querruder üblicher Bauart.  Ihre Tiefe beträgt etwa 5 bis 10 % der Flügel  tiefe.

   Die Störfläche b ist an den Flügel an  gelenkt und in zwei Teile     b1    und     b2    quer zur  'Front geteilt, wobei der äussere Teil     b'    vor  zugsweise eine geringere Spannweite (etwa    30 % ) aufweist als der innere. Die Störfläche  könnte auch in mehr als zwei Teile unterteilt  sein.  



  Der der     Fliigelspitze    nähere äussere Teil       b1    öffnet sich bereits bei geringen Aus  schlägen des Steuerorganes vollständig und  bleibt in dieser aufgerichteten Lage während  der Weiterbewegung des     Steuerorganes     stehen. Bei grösseren Ausschlägen des     Steuer-          organes    folgt sodann das Aufrichten des Teils       b.,    nach. Die     Rollmomentencharakteristik    die  ser in zwei Teile geteilten Störfläche gemäss       Fig.    6 ist in     Fig.    4 dargestellt.

   Bei kleinen  Ausschlägen des Steuerorganes     tritt    der Teil       b1    der Störfläche sofort in Wirkung und der  unwirksame Bereich der Störfläche wird so  sehr verkleinert, dass er praktisch nicht be  merkbar ist. Kurz bevor der     Störflächenteil          bi    die Stellung für grösstes mit ihr erziel  bares Rollmoment erreicht hat,     wird    der Teil       b,    ebenfalls aufgerichtet, und wenn der Teil       b.    seinen unwirksamen Bereich zurückgelegt  hat, hat der Teil     b1    die Stellung für grösstes  Rollmoment erreicht und behält diese Stel  lung bei, während der Teil     b,

      oder bei An  ordnung mehrerer Teilflächen die restlichen  Teile aufgerichtet werden. Die Rollmomente,  die durch die Teilflächen     b1    und     b2    oder deren  mehrere erzeugt werden, addieren sich zu  einem in     Fig.    4 mit gestrichelten Linien  dargestellten Verlauf des     Gesamtrollmomen-          tes.     



  Eine ähnliche Veränderung des     Roll-          momentes    in Abhängigkeit vom Ausschlag  des Steuerorganes lässt sich dadurch erzielen,  dass man das Übersetzungsverhältnis zwi  schen dem Steuerorgan und der Störfläche  veränderlich gestaltet. Aus     Fig.    2 geht her  vor, wie man das jeweils notwendige Über  setzungsverhältnis ermittelt. Um beispiels  weise ein     Rollmoment    von der Grösse c zu  erzeugen, bedarf es eines Ausschlages der  Störfläche b um x-Grad.

   Die Gerade glei  chen Rollmomentes schneidet den erwünsch  ten gestrichelt gezeichneten     Rollmomenten-          verlauf    in einem Punkte, dem ein Ausschlag  des     Steuerorganes    um     J-Grad    entspricht. Der  horizontale Abstand einander     entsprechender         Ordinaten der beiden Kurven gemäss     Fig.    2  gibt also die jeweilige     Ausschlagdifferenz     von Steuerorgan und Störfläche an. In     Fig.    3  ist die     Voreilung    des     Störflächenausschlages     abhängig vom Ausschlag des Steuerorganes  aufgetragen.  



  In     Fig.    7 ist ein Ausführungsbeispiel für  eine Steuerung einer Störfläche mit veränder  lichem Übersetzungsverhältnis dargestellt.  In der Aussenhaut d des Flügels liegt die  Störfläche b, die um die Achse e drehbar ist.  Innerhalb des Flügels ist ein Winkelhebel f  gelagert, der an     einem    Schenkel eine Rolle g  trägt und an dessen anderes Ende ein Seil  oder eine Stange     7a    angreift, die zu dem  Steuerorgan im Führersitz führt. Die Rolle       "g    liegt in der Nähe der Achse     e    an der Stör  fläche<I>b</I> an.

   Wird das Seil oder die Stange<I>h</I>  gezogen, so drückt der Winkelhebel f mittelst  der Rolle g die Störfläche b aus der Flügel  oberfläche und richtet sie in der     Endstellung     in die gestrichelt gezeichnete Lage auf. Mit  telst dieser einfachen Steuerungsmittel ge  lingt es, den schwach wirksamen Bereich der  Störfläche bei geringen Steuerausschlägen zu  verkleinern, weil geringen Ausschlägen des  Steuerorganes im Bereich der     Nullstellung     grosse Ausschläge der Störflächen entspre  chen.

   Dadurch, dass der Abstand der Rolle g  von der Achse e in der Nullstellung sehr ge  ring ist und sich bei grösseren Ausschlägen  der Störflächen     bezw.    des     Steuerorganes    ver  grössert, ändert sich das Übersetzungsverhält  nis vom Steuerorgan zur Störfläche. In vielen  Fällen wird sich mit dieser einfachen Anord  nung gemäss     Fig.    7 bereits eine befriedigende  Charakteristik erzielen lassen. Durch eine  Kurvenbahn<I>i</I> an der Störfläche<I>b,</I> wie sie  in     Fig.    8 dargestellt ist, lässt sich der Ver  lauf der Charakteristik noch weiter ver  ändern.  



  An sich wäre es möglich, allein durch die  beschriebene Veränderung des Übersetzungs  verhältnisses zwischen Steuerorgan und Stör  fläche die erwünschte Charakteristik zu er  zielen. Es empfiehlt sich aber, ausserdem die  Störflächen zu     unterteilen.    Dies hat     seinen     Grund darin, dass durch die hohe Übersetzung    bei kleinen Ausschlägen grosse Steuerkräfte  am Steuerorgan auftreten. Durch Unter  teilung der Störflächen tritt eine gleich  mässigere Verteilung der Steuerkräfte beim  Ausschlag des Steuerorganes auf. Dadurch  wird eine sanfte und bequeme Bedienung ge  währleistet.  



  Bei einer solchen Steuerung mit unter  teilten Störflächen empfiehlt es sich, nur den       Störflächenteil,    der zuerst aufgerichtet wird,  hoch zu übersetzen, das heisst, schon bei ge  ringen Steuerausschlägen schnell zu öffnen.  Die restlichen     Störflächenteile    lässt man       zweckmässigerweise    langsam einsetzen. Das  hat den Vorteil, dass beim Einsatz der rest  lichen     Störflächenteile    keine plötzliche Er  höhung der Steuerkräfte auftritt und dass die  resultierende     Rollmomentencharakteristik,    die  ja die Summe der Einzelcharakteristiken dar  stellt, wegen des sanften Einsatzes der rest  lichen     Störflächenteile    einen erwünscht ste  tigen Verlauf erhält.  



  Auch bei Störflächen, die durch einen  Spalt der Flügeloberfläche hindurchgesteckt  werden, wird man das erste in Wirkung tre  tende Stück der Störfläche verhältnismässig  schnell aufrichten und die restlichen Teile der  Störfläche langsam hinzutreten lassen.  



  In den     Fig.    9 und 10 sind zwei Aus  führungsbeispiele dafür dargestellt,     vvie    man  durch einen Nocken k ein veränderliches  Übersetzungsverhältnis zwischen dem Steuer  organ und der Störfläche erzielen kann. In       Fig.    9 ist der Nocken k mit einer schwach  gekrümmten Flanke versehen. Er dreht sich  um die Achse 1, die im Flügel gelagert ist.  Bei einer geringen Drehung des Nockens k  aus der mit vollen Linien gezeichneten Null  stellung öffnet sich die Störfläche b sehr  rasch. Der Nocken k gemäss     Fig.    10 weist  eine stark gekrümmte Flanke auf.

   Einer Dre  hung des Nockens     k    gemäss     Fig.    10 entspricht  eine viel langsamere     Wiukelbewegung    der  Störfläche b. Man wird also bei der Betäti  gung mehrteiliger Störflächen die zuerst sich  öffnende Störfläche durch einen Nocken nach  Art der     Fig.    9 steuern und für die rest-      liehen     Störflächenteile    Nocken von der in       Fig.    10 dargestellten Form verwenden.  



  Der erwünschte Verlauf des     Rollmomen-          tes    in Abhängigkeit vom Ausschlag des       Steuerorganes    kann auch dadurch erzielt        -erden,    dass die ungeteilten Störflächen durch  geeigneten     L@        mriss    an den beim Herausstellen  der Störflächen hervorstehenden Kanten der  Störflächen während des     Herausstellens    zu  erst an Teilen ihrer Front zur Wirkung kom  men und die übrigen Teile erst nachher hin  zutreten. In den     Fig.    11 bis 15 ist darge  stellt, wie man durch geeignete Bewegung  nacheinander Teile der Störflächen in Wir  kung treten lassen kann.

   Gemäss     Fig.    11 ist  am Flügel eine Störfläche b angeordnet, die       um    ihre Längsrichtung     verwindbar    ist. Die  Störfläche b ruht in der Nullstellung auf der  Flügeloberfläche. Mit der Betätigung des  Steuerorganes wird zuerst das Ende in der  Störfläche     b    aufgerichtet, während das Ende       r1.    noch auf der Flügeloberfläche liegt. Der  wirksame Teil der Störfläche wird durch  das Aufrichten derart in Abhängigkeit vom  Ausschlag des Steuerorganes vergrössert, dass  ein erwünschter Anstieg des Rollmomentes  erzielt wird. Im vollaufgerichteten Zustand  nimmt die Störfläche b die mit punktierten  Linien gezeichnete Stellung ein.

   Mit vollen  Linien ist die Störfläche im halbaufgerich  teten Zustand dargestellt.  



  Das Aufrichten der Störfläche b von       Fig.    11 geschieht gemäss     Fig.    1? durch vier       auf    einer Welle o befestigte Nocken     p1    bis p.  Durch die Nockenwelle o entgegen dem     LThr-          zeigersinn    wird zuerst von dem Nocken     p1     ein Ende der Störfläche aufgerichtet. Bei  weiterer Drehung richten die andern Nocken  die restlichen Teile der Störfläche nacheinan  der auf. Mit gestrichelten Linien sind die  den Nocken     p::,        p;;    und 24 zugeordneten Quer  schnitte der Störfläche in verschiedenen  Lagen dargestellt.

   Die Störfläche b ist an  ihrer Vorderkante     c1    mit der Flügeloberfläche       starr    verbunden und ist wegen ihrer Elastizi  tät bestrebt, in ihre Lage auf der Flügelober  fläche zurückzukehren. Die Federkraft der  Störfläche b kann durch Hilfsfedern oder    dergleichen verstärkt werden. Die freie  Kante r der Störfläche kann zwecks weiterer  Beeinflussung der     Rollmomentencharakteri-          stik    eine Kurve darstellen.  



  Bei der Ausführungsform gemäss     Fig.    13  bis 15 wird die Störfläche b durch einen  Spalt der Flügeloberfläche hindurchgesteckt,  und zwar derart, dass zuerst ein Ende       (Fig.    14) angehoben wird und durch den wei  teren Ausschlag des     Steuerorganes    das zweite  Ende nachbewegt wird     (Fig.    15). Die Be  wegung der Störfläche b durch die Ober  fläche d hindurch geschieht in der Weise, dass  die Stange s, die mit Gleitbahnen     zi    und     z2     versehen ist, durch eine Verschiebung in       achsialer    Richtung die Zapfen     u1    und     u2    der  Störfläche b nacheinander anhebt.

   Die Stange  s ist in irgendeiner Weise mit dem Steuer  organ verbunden. Durch Veränderung der  Formen der Gleitbahnen     z1    und     z2    sowie  durch Veränderung der Entfernung der bei  den Gleitbahnen     z1    und     z.    voneinander kann  man jede beliebige andere Bewegungsform  der Störfläche b erzielen. Die oben liegende  Kante der Störfläche b kann eine Kurve bil  den, was ebenfalls zur Veränderung der Roll  momentencha,rakteristik beiträgt.  



  Es ist nicht notwendig, dass der zuerst  betätigte Teil der Störfläche bei irgendeiner  der beschriebenen Ausführungsformen der  der Flügelspitze nächstliegende ist. Er kann  ein mittlerer oder ein dem Rumpf nächst  liegender Teil der Störfläche sein.  



  Für Flugzeuge, bei denen die Inkauf  nahme einer geringen Widerstandserhöhung  zulässig ist, lässt sich die erwünschte     Roll-          momentencharakteristik    auch dadurch er  reichen, dass die Störflächen auf der ganzen  Front oder teilweise stets soweit geöffnet  sind, dass sie gerade noch kein Rollmoment:  erzeugen. Wenn man solche Störflächen  etwas weiter öffnet, befinden sie sich sofort  in dem Bereich, in dem mit Vergrösserung des  Ausschlages der Störfläche das Rollmoment  in genügendem Masse ansteigt.    Die dargestellten Steuerungsmittel für  die Störflächen sind nur Beispiele einer      grossen Anzahl möglicher Lösungen. An  Stelle der in     Fig.    12 dargestellten Nocken p  kann eine mit     Spiralfläche    versehene Walze  treten.

   Die Steigung dieser     Spiralfläche     braucht über die ganze Länge nicht konstant  zu sein. Die Betätigung der Störflächen kann  durch Hebel- und Kurbelgetriebe aller Art  erfolgen. Es ist vor allem auch möglich, so  wohl das Aufrichten und das Verwinden, als  auch das     Herausschieben    der Störflächen auf  hydraulischem Wege durch Kolben und Zy  linder oder Blasebälge, die längs der Stör  flächen unterteilt. sind, zu bewerkstelligen.  



  Auf die Störflächen wirken keine grossen  Kräfte. Diese können deshalb sehr leicht ge  baut sein und durch sehr leichte Steuerungs  mittel betätigt werden. Übrigens können  diese Störflächen ohne Schwierigkeiten auch  nachträglich an Flugzeugen angebracht wer  den. Und schliesslich ist der Bau von Flügeln  mit Störflächen besonders einfach, da der  Flügelquerschnitt durch die Störflächen an  keiner Stelle geändert wird.  



  Da die Störflächen auf der Saugseite des  Flügels liegen, werden sie zweckmässig zur  Verhütung eines unfreiwilligen     Aufrichtens     mit einer Feder oder dergleichen belastet. In  gewissen Fällen ist aber das selbsttätige Auf  richten der Störflächen sehr erwünscht.

    Durch richtige     Dimensionierung-der    die Stör  flächen belastenden Organe lässt sich ohne  weiteres erreichen, dass bei hohen Geschwin  digkeiten und grossen     Anstellwinkeln    die  Störflächen durch die Luftkräfte selbsttätig       g        o        eöffnet        werden.        Dies        bewirkt,        dass        beim        Ab-          fangen    des Flugzeuges aus dem Sturzflug  oder ähnlichen Flugzuständen,

   in denen bei  grossen     Geschwindigkeiten-    unerwünschte  hohe Auftriebe erreicht werden, dieser Auf  trieb mindestens an den Flügelenden, wo er  die grössten     Biegungsmomente    erzeugen  würde, sehr stark vermindert wird. Mit sol  chen Störflächen     wird    also den genannten  gefährlichen Flugzuständen in wirkungs  voller Weise begegnet und es ist. sogar mög  lich, das Tragwerk von Flugzeugen dabei  schwächer als üblich zu dimensionieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Quersteuerungseinrichtung an Flug zeugen mit beweglichen Störflächen, welche zum Zwecke der Quersteuerung über die Flügeloberfläche herausgestellt werden, da durch gekennzeichnet, dass Vorkehren ge troffen sind, um eine Steuerungswirkung der Störflächen gleich von Beginn der Verstel lung des Steuerorganes der Steuerungsein richtung hinweg zu erzielen.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch, mit Störflächen, welche durch Aufrichten herausgestellt werden, da durch gekennzeichnet, dass die Stör flächen quer zur Front in zwei oder mehrere Teile geteilt sind, wobei beim Ausschlagen des Steuerorganes der eine Teil vor dem oder den restlichen Teilen der Störfläche sich aufzurichten beginnt.
    2. Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Steuerorgan und den Störflächen ver änderlich ist, um einen Anstieg des Roll- momentes gleich von Beginn des Aus schlagens des Steuerorganes hinweg zu erzielen. ä. Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Übersetzungs verhältnis derart veränderlich ist, dass ein konstanter Anstieg des Rollmomentes mit dem Ausschlag des Steuerorganes er zielt wird.
    4. Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Umriss der Stör flächen an den beim Herausstellen her vorstehenden Kanten der Störflächen so ausgebildet ist, dass die Störflächen wäh rend des Herausstellens zuerst an Teilen ihrer Front zur Wirkung kommen und dass die übrigen Teile nachher hinzu treten, damit ein Anstieg des Rollmomen- tes gleich von Beginn der Betätigung des Steuerorganes hinweg erzielt wird.
    < ). Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch, mit verwindbaren Störflächen, welche durch Aufrichten herausgestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Störflächen während des Aufrichtens ver wunden werden. 6. Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch, mit Störflächen, welche durch einen Spalt der Flügeloberfläche hin durchgeschoben werden, dadurch gekenn zeichnet, dass die Störflächen zuerst nur an einem Teil ihrer Front durch den Spalt hinaufgeschoben werden.
    7. Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Störflächen -ela stisch und mit, dem Flügel an einer Kante starr verbunden sind. R. Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zunächst in Wir- kung tretende Frontteil der Störflächen mit grösserer Übersetzung vom Steuer organ bewegt wird als der oder die rest lichen Teile der Störflächen.
    9. Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Störflächen wenigstens in einem Teil ihrer Front bei Nullstellung des Steuer- organes schon teilweise über die Flügel oberfläche herausgestellt sind. 10. Quersteuerungseinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Störflächen durch Belastungsorgane in Ausserwirkungsstellung gehalten wer den, um das selbsttätige Heraustreten nur zuzulassen, wenn unzulässig hohe Auf triebskräfte am Flügel auftreten, welche eine Überbeanspruchung des Tragwerkes hervorrufen würden.
CH180247D 1934-02-24 1934-08-08 Quersteuerungseinrichtung an Flugzeugen. CH180247A (de)

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CH180247D CH180247A (de) 1934-02-24 1934-08-08 Quersteuerungseinrichtung an Flugzeugen.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2909244A1 (de) * 1979-03-09 1980-09-11 Dornier Gmbh Verfahren und vorrichtung zur rollsteuerung von luftfahrzeugen mittels spoilern

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DE2909244A1 (de) * 1979-03-09 1980-09-11 Dornier Gmbh Verfahren und vorrichtung zur rollsteuerung von luftfahrzeugen mittels spoilern

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