CH180449A - Torsionswaage zur Untersuchung des Schwerefeldes. - Google Patents

Torsionswaage zur Untersuchung des Schwerefeldes.

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CH180449A
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Naamlooze Vennoot Maatschappij
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Bataafsche Petroleum
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  • Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description


      Torsionswaage    zur Untersuchung des Schwerefeldes.    Die Erfindung betrifft eine     Torsions-          waage    zur Untersuchung des     Sehwerfeldes.     Die bekannten, von     Eötvös    angegebenen  Waagen zu diesem Zweck besitzen einen  horizontalen Stab, dessen Mitte an einem       Torsionsfaden    aufgehängt ist und an dessen  Enden gleiche Gewichte in verschiedener  Höhe angebracht sind.

   Wenn ein solches  System in ein ungleichförmiges     Schwerefeld     gebracht wird, so wird es einem Kräftepaar  unterworfen, welches bestrebt ist, den Stab  um die Achse seines Aufhängefadens zu  verdrehen, wobei ein Gegendrehmoment sei  tens des Fadens infolge seiner Verwindung  hervorgerufen wird. Der Drehwinkel des  Stabes, den dieser unter Einfluss der beiden  Drehmomente erfährt, bildet ein Mass für die  Ungleichförmigkeit des Schwerefeldes.  



  Das wichtigste Erfordernis, welches an  eine solche Waage zu stellen ist, ist die  Empfindlichkeit. Eine gewisse Ablenkung  des     Sehwerefeldes    muss einen hinreichend    grossen und messbaren Ausschlag des Stabes  zur Folge haben. Überdies ist es von gro  ssem praktischem -Wert,     dass:    die Schwin  gungsdauer des Systems nicht zu lang ist,  damit eine Beobachtung in relativ kurzer  Zeit ausgeführt werden kann. .Diese Schwin  gungsdauer kann durch Verringerung des  Horizontalabstandes zwischen den     Gewich..          ten    vermindert werden, was allerdings mit  einer Herabsetzung der Empfindlichkeit ver  bunden ist.

   An sich ist dies kein sehr gro  sser Nachteil, da er durch eine Verfeinerung  der Einrichtung zum Messen der     Stabab-          lenkung    wieder ausgeglichen werden könnte.  Dieser Nachteil hat aber ausserdem noch zur  Folge, dass die von den mikroseismischen  Erderschütterungen, das heisst von den  ausserordentlich kleinen, die verschieden  sten Ursachen aufweisenden     Transversal-          seInvingungen    bereits beginnen, ihren Ein  fluss auf die     Messeinrichtung    auszuüben und  infolge der ungleichen Höhe der Pendelge-           wichte    dem sie tragenden Stab einen Dreh  impuls erteilen, der bereits so stark ist, dass  keine Möglichkeit mehr besteht, die Ab  lenkung zu registrieren.  



  Die Drehwaage gemäss der Erfindung ist  nun dadurch     gekennzeicbnet,    dass der hori  zontale Abstand zwischen den Gewichten so  klein ist, dass die     Schwingungsdauer    kleiner  als eine Minute ist, und dass zum Ausschlie  ssen des Einflusses der mikroseismischen  Erderschütterungen von der Anzeige eine       Anzeigeeinrichtung    vorgesehen ist, welche  gegen die von diesen     Erderschütterungen     herrührenden Schwingungen unempfindlich  ist und lediglich die von dem Schwerefeld  bestimmte Mittelstellung, um welche diese       Schwingungen    erfolgen, anzeigt.  



  Eine     Verminderung    des Horizontalab  standes zwischen den     Gewichten    macht es  dabei möglich, den Stab in einem Gehäuse  von einfacher, zum Beispiel zylindrischer  Form unterzubringen,     wodurch    eine störende  Beeinflussung des Stabes durch Luftströ  mungen     innerhalb    des Gehäuses weitgehend  ausgeschaltet wird und auf einfache Weise       Dämpfungsglieder    angebracht werden können.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    der Erfindung  ist in der Zeichnung dargestellt, deren       Fig.    1 einen senkrechten Querschnitt  veranschaulicht, während       Fig.    2 in schematischer Weise die An  zeigeeinrichtung darstellt.  



  Der Stab besitzt einen     vertikal    angeord  neten, röhrenförmigen     Mittelteil    1, welcher  am obern und untern Ende Stützflächen be  sitzt, auf welchen die Gewichte 2, 2' in     dia..          metraler    Gegenüberstellung zueinander  ruhen. Der Stab ist     mittelst    eines     Torsions-          fadens    3 aufgehängt, dessen unteres Ende  an dem Stab     mittelst    einer Klammer 4 und  dessen oberes Ende an einem Kopfstück 5  befestigt ist. Dieser Kopf ist am     obern    Teil  eines     zylindrischen    und den Stab enthalten  den Gehäuses 8 angebracht.

   Am Stab ist ein  Zylinder 6 befestigt, dessen Durchmesser  derart bemessen ist, dass ein schmaler Spalt  zwischen dem Zylinder und der Innenwand  des Gehäuses 8 besteht, wodurch eine dämp-         fende    Wirkung auf die Schwingungen des  durch die Teile 1 bis 3 und 6 gebildeten  Pendels ausgeübt wird. Der horizontale Ab  stand zwischen den Gewichten 2 und 2' ist  so klein, dass- die Schwingungsdauer des Pen  dels kleiner als eine Minute ist.  



  Als weiteres     Dämpfungsglied    dient eine  senkrecht angeordnete Platte 7 am untern  Ende des Pendels, welche rechtwinklig aus  der Zeichenebene hervorsteht und mit Spiel  in einen Querschlitz des das Gehäuse 8 am  Boden     abschliessenden    Teils 9 passt.  



  Am Gehäuse 8 ist der Tisch 15, der Zy  linder 16 und das Gehäuse 17 befestigt.  Das Gehäuse 17 enthält die Einrichtung für  die optische Bestimmung der     Stablage    mit  Bezug auf das Gehäuse. Diese Einrichtung  besteht aus einer elektrischen Glühlampe 18,  einer Linse 19 zum Zusammenfassen des  Lichtes, einer Öffnung 20 zum Hindurch  lassen eines Lichtstrahles, einem Prisma 21,  um diesen Lichtstrahl zu dem am Pendel  befestigten Spiegel     2.4    abzulenken, und aus  einem     Thermoelement    22, welches den re  flektierten Strahl auffängt.

   Es ist ohne  ,weiteres einzusehen,     da,ss    bei einer Drehung  des Pendels in bezug auf das Gehäuse 8 der  reflektierte Strahl sich in einer Ebene be  wegt, welche normal zur Zeichenebene ver  läuft.     Fig.    2 zeigt bei 22 das     Thermoele-          ment,    welches     mittelst    zweier Drähte an das  Galvanometer 23 angeschlossen ist. Der re  flektierte Strahl     ist    in drei verschiedenen  Stellungen angedeutet.

   Das Element 22 hat  die Gestalt eines     dünnen    Streifens, welcher  aus drei Teilen zusammengesetzt ist, wobei  der     mittlere,    zwischen den beiden Endteilen  eingelötete Teil aus einem andern Metall  oder einer andern Legierung besteht als diese  Endteile. Trifft nun der Strahl das Ele  ment in     i11,    also in der     Mitte    zwischen den  beiden Lötstellen, so werden diese gleiche  Temperatursteigerung erfahren, und es wird  kein Strom erzeugt. Trifft der Strahl aber  in A (oder B), so herrscht zwischen den  Lötstellen ein beträchtlicher Temperaturun  terschied und es entsteht ein Strom.

   Bei  einer Zwischenlage des Strahls zwischen X      und A (oder B) wird ein Strom erzeugt, des  sen Stärke zunimmt, je mehr sich der Strahl  <I>A</I> (oder<I>B)</I> nähert. Da die von dem Licht  strahl erzeugte Wärme in dem     Thermoele-          ment    einen Strom hervorruft, dessen Stärke  von der Stelle abhängt, an welcher der Licht  strahl einfällt, bringt der Ausschlag des  Galvanometers die Ablenkung des Pendels  zur Anzeige. Die Trägheit der     Anzeigeein-          richtung    ist so gross, dass die von den mi  kroseismischen Erderschütterungen herrüh  renden Schwingungen die Anzeige nicht be  einflussen; das Galvanometer bleibt in der  Mittelstellung.

   Die hierfür notwendige       Trägheitsgrösse    ist namentlich bei einem  Galvanometer vorhanden, welches selbst  eine grosse     Eigenschwingungsdauer    aufweist.  Auch das     Thermoelement    hat in dieser Hin  sicht eine günstige Wirkung, Das Pendel  gehäuse ist von einem Unterrahmen 13 ge  tragen, dessen Grundplatte 11     mittelst    der  Stellschrauben 12 in die richtige Lage ge  bracht werden kann. Das Pendelgehäuse ist  in bezug auf den Unterrahmen durch eine  Kugelstütze     lf_I    und ein Kugellager 14 dreh  bar gelagert, und zwar im Hinblick darauf,  dass man     -,in    derselben Stelle mehrere Mes  sungen in verschiedener     Stablage    ausführen  kann.  



  Das Pendel kann in eine Flüssigkeit ein  getaucht sein, wodurch eine dämpfende  Wirkung erzielt wird, welche den     Transver-          sal-    und den     Rotationsschwingungen    entge  genwirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Torsionswaage zur Untersuchung des Schwerefeldes, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontale Abstand zwischen den Ge wichten so klein ist, dass die Schwingungs dauer kleiner als eine Minute ist und dass zum Ausschliessen des Einflusses der mi- kroseismischen Erderschütterungen von der Anzeige eine Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist, welche gegen die von diesen Erderschüt terungen herrührenden Schwingungen un empfindlich ist und lediglich die von dem Schwerefeld bestimmte Mittelstellung, um welche diese Schwingungen erfolgen, an zeigt.
    UNTERANSPRtJCHE 1. Torsionswaage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Stabablenkung mittelst eines Licht strahls erfolgt, der durch einen am Stab befestigten Spiegel reflektiert und auf ein Thermoelement geworfen wird, wel ches einen von der Einfallstelle des Licht strahls abhängigen und ein elektrisches Anzeigegerät durchfliessenden Strom er zeugt, dessen Ausschlag ein Mass für die Stabablenkung ist.
    2. Torsionswaage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der .Stab in nerhalb eines zylindrischen Gehäuses an geordnet ist und einen Zylinder trägt, der sich mit Spiel in dem zylindrischen G e- häuse bewegen kann. 3. Torsionswaage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Stab eine senkrecht angeordnete Platte aufweist, die sich mit Spiel in einem entsprechend gestalteten Spalt des Gehäuses bewegen kann.
    4. Torsionswaage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Stab und der Torsionsfaden in eine Flüssigkeit ge taucht sind.
CH180449D 1933-09-13 1934-09-04 Torsionswaage zur Untersuchung des Schwerefeldes. CH180449A (de)

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