CH180462A - Verfahren zur Herstellung von rost-, säure- und hitzebeständigen Formgussstücken aus einer Eisen-Chromlegierung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von rost-, säure- und hitzebeständigen Formgussstücken aus einer Eisen-Chromlegierung.Info
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Description
Verfahren zur Iferstellung von rost-, säure- und hitzebeständigen Formgussstücken aus einer Eisen-Chromlegierung. Formgussgegenstände, die gegen den An griff von Atmosphärilien und Säuren bestän dig und in der Hitze korrosionsfest sein sollten, hat man aus Eisen-Chromlegierungen hergestellt, deren Chromgehalt zwischen 5 % und 40 ,/o und dessen Kohlenstoffgehalt zwi schen 0,5 und 3 % liegt. Um die Gegen stände giessen zu können und auch um ihre Rost- und Hitzebeständigkeit zu verbessern, gab man den Legierungen noch einen be stimmten Zusatz an Silizium. Bekanntlich haben nun Eisen-Chrom- legierungen mit höheren Gehalten an Chrom schon bei niedrigen Kohlenstoffgehalten Grau gusscharakter und es ist auch bekannt, dass das Silizium in diesen Legierungen die Linien des Eisen-Kohlenstoff-Diagrammes nach links verschiebt, so dass durch den Siliziumgehalt der Graugusscharakter der Legierungen noch weiter gefördert wird. Damit erhalten sie aber eine grobe und plattenförmige Struktur, durch die die Festigkeit der daraus berge- stellten Gegenstände ausserordentlich beein trächtigt und die Kerbzähigkeit der Stücke stark herabgesetzt wird. Weil man glaubte, den Siliziumanteil der Legierung wegen ihrer besseren Vergiessbarkeit und auch wegen der günstigeren Bearbeitbarkeit der Form stücke nicht entbehren zu können, musste man also ganz erhebliche Nachteile in bezug auf die mechanische Festigkeit, insbesondere die Kerbzähigkeit der Stücke in Kauf nehmen. Es hat sich nun gezeigt, dass es mit Rücksicht auf die Vergiessbarkeit einer Eisen- Chromlegierung durchaus nicht nötig ist, in ihr einen hohen Siliziumgehalt aufrecht zu erhalten, dass es zur Erzielung einer guten Vergiessbarkeit vielmehr lediglich auf die zweckmässige Einstellung des Siliziumgehaltes im Verhältnis zum Kohlenstoffgehalt der Le gierung ankommt. So ist es beispielsweise möglich gewesen, rostsichere, hochhitze- und säurebeständige Formgussstücke unregelmässi- ger Gestalt und mit dünnen Querschnitten aus einer Eisen-Chromlegierung zu giessen, die bei einem Kohlenstoffgehalt von 1, 8% und einem Chromgehalt von 34 % nur 0,40o Silizium enthielt. Das Gefüge dieser (D'regen- stände blieb im rohgegossenen Zustand stets feinkörnig und die Festigkeitseigenschaften der Stücke waren bei gleich guter Bearbeit- barkeit stets dann wesentlich verbessert, wenn der Siliziumgehalt der Legierung stets so auf deren Kohlenstoffgehalt eingestellt wurde, dass der Siliziumgehalt nicht mehr als die Hälfte des Kohlenstoffgehaltes aus machte. Der fGraugusscharakter der so im Silizium- und Kohlenstoffgehalt aufeinander abgestimmten Legierungen wird dann er heblich zurückgedrängt, und zwar ohne Be einträchtigung der Vergiessbarkeit. Um die mechanischen und giesstechnischen Eigenschaften der bezüglich ihres Silizium- und Kohlenstoffgehaltes in dem gekennzeich neten Verhältnis aufeinander abgestimmten Eisen-Chromlegierungen noch zu steigern, kann diesen Legierungen weiter ein Zuschlag an Molybdän in einer Menge von 0,5-100o gegeben werden. Die so erschmolzenen Le gierungen sind dann mit dem beschriebenen Silizium-Kohlenstoffverhältnis sowohl im war men, als auch im kalten Zustand von hoher Festigkeit und grosser Zähigkeit. Durch den Zusatz von Molybdän in den angegebenen Grenzen wird aber auch die Rostsicherheit und die Säurebeständigkeit der Legierungen ganz wesentlich verbessert. Das geht so weit, dass selbst Legierungen mit Cr-Ge- halten von unter 13 0%, die an sich auch bei niedrigem Kohlenstoffgehalt nicht mehr rostbeständig sind, diese Rostsicherheit durch einen geeigneten Molybdänzuschlag erhalten. Es hat sich nun herausgestellt, dass Le gierungen mit einem wie oben gekennzeich neten Silizium-Kohlenstoffverhältnis, und zwar sowohl die molybdänhaltigen, als auch die molybdänfreien Legierungen, durch eine Wärmebehandlung in besonderer Weise zu beeinflussen sind. Sie lassen sich nämlich durch Ausglühen wesentlich weicher machen als Eisen-Chromlegierungen üblicher Silizium- Behalte. Das spielt eine besondere Rolle, wenn Legierungen mit niedrigem Chromge halt verwendet werden sollen. die als be sonders schlecht bearbeitbar buhaimt sind. Wenn man den Siliziumgehalt die.@r rungen so einstellt, dass er hvcl@,t, 1" die Hälfte des Kohlenstoffgehaltes ausniauht. , o erhalten die Formgussstücke durch das Aus glühen eine unerwartet grosse Zähigkeit und eine recht gute Bearbeitbarkeit. In Gegen- wart von 0,5-10 % Molybdän wird die Be- arbeitbarkeit der Legierungen noch ganz er lieblich verbessert. Dabei können auch die Glühtemperaturen wesentlich niedriger sein als man sie bei Legierungen mit höheren Siliziumgehalten bisher verwendete. Es ge nügt nämlich jetzt ein Ausglühen der Stücke bei Glühtemperaturen von<B>600-1000'</B> C. Auch die Härtbarkeit der aus den chrom haltigen Legierungen gefertigten Gegenstände wird erheblich verbessert, wenn man den Siliziumgehalt dieser Legierungen nicht höher einstellt als auf die Hälfte des Kohlen stoffgehaltes. Aus den rohgegossenen Form gussstücken sind also besonders harte und dann auch sehr verschleissfeste Gegenstände herstellbar. Diese Wirkung des in bestimm ter Abhängigkeit vom Kohlenstoffgehalt ste henden Siliziumgehaltes macht zusammen mit der sich beim Ausglühen zeigenden die Verwendung der bisher praktisch unverwert baren Eisen-Chromlegierungen mit niedrigem- Chromgehalt erst möglich. Man kann die aus den gekennzeichneten Legierungen ge gossenen Formgussstücke nämlich durch eine zweckmässige Glühbehandlung zunächst leicht bearbeitbar machen und sie im Anschluss an die Bearbeitung auf jeden gewünschten Härte grad härten. Dabei hat man es in der Hand, ein grobes oder feines Gussgefüge zu erzeugen. Die Zähigkeit bleibt den Formgussstücken dann infolge des niedrigen Siliziumgehaltes der Legierung, vor allem wenn dieser noch 0,5-10% Molybdän zugesetzt waren, stets erhalten. Den so gekennzeichneten siliziumarmen Eisen-Chromlegierungen kann ausser dem Molybdänzuschlag in Grenzen von 0,5-10'/o auch ein Zusatz an Nickel gegeben werden, der je nach dem Verwendungszweck der Gussgegenstände und den daran gestellten Anforderungen von verschiedener Höhe sein kann. In der Legierung kann das Molybdän auch ganz oder teilweise durch Kobalt ersetzt sein, wodurch eine weitere erhebliche Ver besserung der Bearbeitbarkeit der Legierung eintritt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von rost-, säure- und hitzebeständigen Formgussstücken, die bei hoher Zerreissfestigkeit hohe Kerbzähig keit besitzen, aus einer Eisen-Chromlegierung mit 0,5-30o C, 5-401/0 Cr und mit bis zu 1,5 % Si, dadurch gekennzeichnet,dass der Siliziumgehalt der verwendeten Legierung so auf deren Kohlenstoffgehalt eingestellt wird, dass er nicht mehr als die Hälfte desselben ausmacht. UNTERAN SPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Le gierung neben einem Siliziumgehalt von höchstens der Hälfte des Kohlenstoff- gehaltes 0,5-10 % Alolybdän enthält. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Le gierung neben einem Siliziumgehalt von höchstens der Hälfte des Kohlenstoffge- haltes O,5-10 % Kobalt enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gA:ennzeichnet, dass die verwendete Le gierung neben einem Siliziumgehalt von höchstens der Hälfte des Kohlenstoffge haltes 3lolybdän und Kobalt enthält, und zwar 0,5-l0 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formgussstücke zwecks guter Bearbeitbarkeit einem Glüh- prozess unterworfen werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formgussstücke im rohgegossenen Zustande gehärtet wer den. G. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formgussstücke nachdem sie geglüht und bearbeitet sind, gehärtet werden.
Applications Claiming Priority (2)
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