CH180513A - Einrichtung für den Anschluss von Hochspannungsgeräten, insbesondere Überspannungsableitern, an Hochspannungsnetze. - Google Patents

Einrichtung für den Anschluss von Hochspannungsgeräten, insbesondere Überspannungsableitern, an Hochspannungsnetze.

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CH180513A
CH180513A CH180513DA CH180513A CH 180513 A CH180513 A CH 180513A CH 180513D A CH180513D A CH 180513DA CH 180513 A CH180513 A CH 180513A
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Einrichtung für den Anschluss von Hochspannungsgeräten,     insbesondere          Überspannungsableitern,    an Hochspannungsnetze.    An Hochspannungsleitungen sind oft Ge  räte angeschlossen, die infolge ihres ge  drängten Aufbaues bei einem Defekt einen  Kurzschluss herbeiführen. Solche Geräte sind  zum Beispiel bekannte     Cberspannungsablei-          ter,    wie der     Kathodenfallableiter,    die bei der  Ableitung einer anormal hohen Überspan  nungsenergie, zum Beispiel bei direktem  Blitzschlag, zerstört werden und in diesem  Zustand eine dauernde Erdung des Netzes  herbeiführen. Andere solche Geräte sind  Drosselspulen, Spannungswandler oder der  gleichen.

   Man hat daher diese Geräte über  Trennschalter angeschlossen, die nach einem  eingetretenen Defekt geöffnet werden müs  sen, um das beschädigte Gerät abzutrennen.  Diese Art der Abtrennung ist indessen um  ständlich und zeitraubend. Der Betrieb des  Hochspannungsnetzes kann dabei längere  Zeit unterbrochen bleiben.  



  Bei mittleren Betriebsspannungen bis  etwa 30 KV können mit Vorteil die Geräte    über     Hochleistungssicher.ingen    angeschlossen  werden, die sie im Falle einer übermässigen  Beanspruchung selbsttätig abtrennen oder es  können bei     Gehäuseüberspannungsableitern     die Gehäuse selbst als sogenannte Bruch  sicherungen ausgeführt werden. Diese Siche  rungen sind jedoch bei Hochspannungsnetzen  für sehr hohe     Betriebsspannungen    von  60 KV und darüber nicht anwendbar.  



  Die Erfindung besteht in einer sehr ein  fachen Anordnung für Hochspannungsnetze,  die die Netze vor den oben genannten Fol  gen eines Defektes an den genannten Ge  räten bewahrt.  



  Die Erfindung besteht darin, dass in die  Zuleitung, die von der Hochspannungslei  tung zu dem Gerät führt, ein     Leitungstren-          ner    eingebaut ist, der ein Gehäuse besitzt,  von dem ein Organ, an dem die Leitung be  festigt ist, bei Überbeanspruchung infolge  eines in dem Gehäuse entstehenden Druckes  abgeworfen wird.      Durch diese Anordnung ist erzielt, dass       unmittelbar    nach Auftreten des Defektes der  Betrieb der Hochspannungsanlage weiterge  führt werden kann, ohne zeitraubende Schal  tungen in der Anlage durchführen zu  müssen. Durch das Abwerfen der Leitung  schafft der     Leitungstrenner    eine     gut    sicht  bare Trennstelle, die die sofortige Wieder  inbetriebnahme der Anlage gestattet.

   Ein  beim Abwerfen der Leitung durch den     Lei-          tungstrenner    etwa gezogener Lichtbogen  wird dabei zum Beispiel durch den heraus  fallenden     Hochleistungsschalter    in der Zen  trale oder am nächsten Speisepunkt des  Netzes unterbrochen. Der     Leitungstrenner     selber braucht eine Löscheinrichtung für  den Lichtbogen nicht zu besitzen, sondern  kann ein konstruktiv sehr einfaches Gerät  sein.  



  Die Anordnung eignet sich besonders für  Freiluftanlagen, wo für das Abwerfen der  Leitung genügend Raum zur     Verfügtulg     steht.  



  In der Zeichnung ist die Erfindung bei  spielsweise dargestellt. 10 ist die Hochspan  nungsleitung, 11 ein     Überspannungsableiter     der Gehäusetype, beispielsweise ein     Katho-          denfallableiter,    der durch die Zuleitung 12  an die Hochspannungsleitung 10 angeschlos  sen ist. Der     Kathodenfallableiter    besteht aus  einer     Anzahl    mit geringen Abständen auf  einander gestapelter     Widerstandsplatten        1_3,     mit denen die     Funkenstrecke    14 in Reihe ge  schaltet ist.

   Funkenstrecke und Wider  standsplatten sind in einem gemeinsamen  luftdicht geschlossenen Gehäuse 15 unterge  bracht, das in der Regel aus Porzellan be  steht. 16 ist die Erdungsleitung. In die Zu  leitung 12 zu dem     Kathodenfallableiter    11  ist der     Leitungstrenner    17 eingeschaltet.  Dieser besteht aus einem Porzellangehäuse  18, das oben durch einen metallenen Deckel  19, an dem der     Leitungstrenner    an die Hoch  spannungsleitung 10 aufgehängt wird, und  unten durch einen metallenen Boden 20 ver  schlossen ist.

   In dem Boden 20 sitzt ein als  Drucksicherung arbeitender Verschluss 21,    der durch einen     Abscheerstift        22--in    der dar  gestellten     Abschlussstellung    festgehalten wird  und die Klemmschrauben 23 zur     Befesti-          gung    der Zuleitung 12 trägt. Im Innern des  Gehäuses 18 befindet sich der Schmelzleiter  24, der den leitenden Deckel 19 mit dem lei  tenden Bolzen 21 verbindet. In seiner Mitte  ist der Schmelzleiter 24 zu einer Heizspirale  25 gewunden, die so bemessen ist, dass sie bei  möglichst niederen     Dauerüberströmen    zum  Abschmelzen kommt. 26 ist eine Ladung  Schwarzpulver, durch die der Schmelzleiter  24 hindurchgeführt ist.

   An Stelle dieser La  dung Schwarzpulver oder zusätzlich zu ihr  kann auch ein Zylinder<B>9-7</B> aus Zelluloid in  dem Gehäuse angeordnet sein.  



  Wenn der     Kathodenfallableiter    11 eine  anormal hohe Ü     berspannungsenergie    abzu  leiten hat, zum Beispiel die Energie eines  unmittelbar in die Leitung 10 einschlagen  den Blitzes, die das Fassungsvermögen des       Kathodenfallableiters    übersteigt, wird die  aus den übereinander gestapelten Wider  standsplatten 13 bestehende     Ableitersäule     zerstört. Über diesen zerstörten Ableiter  würde nun dauernd die Energie aus dem  Hochspannungsnetz 10 zur Erde abfliessen.   Dies wird durch den     Leitungstrenner    17 ver  hindert. Der zur Erde fliessende Überstrom  durchfliesst den Schmelzleiter 24 und bringt  diesen zum Abschmelzen. Es entsteht daher  im Innern des Gehäuses 18 ein Lichtbogen.

    der den     Zelluloidzylinder    27 oder die       Schwarzpulverladung    26 zündet. Hierbei ent  steht sehr viel Gas und ein starker Über  druclL im Innern des Gehäuses 18, der den  Leitungsträger 21 so     stark.    beansprucht, dass  der     Abscheerstift    22     abgescheert    und der  Leitungsträger 21 herausgeschleudert wird.  Dieser fällt zu Boden und wirft dadurch  die Zuleitung 12 ab. Der Lichtbogen, der bei  diesem Vorgang unter Umständen noch  stehen bleiben kann. wird durch Herausfal  len des Leistungsschalters in dem nächsten  Speisepunkt unterbrochen.

   Nach der Unter  brechung ist der     Kathodenfallableiter    11 von  der Hochspannungsleitung 10 durch eine  weite und gut sichtbare Trennstrecke isoliert.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Anordnung für den Anschluss von Hoch gpa.nnungsgeräten, insbesondere Überspan nungsableitern, an Hochspannungsnetze, da durch gekennzeichnet, dass in die Zuleitung zu dem Gerät ein Leitungstrenner eingebaut ist, der ein Gehäuse besitzt, von dem ein Organ, an dem die Zuleitung befestigt ist, bei Überbeanspruchung des Gerätes infolge eines in dem Gehäuse entstehenden Druckes abgeworfen wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass in dem Gehäuse des Leihmgstrenners ein Schmelzdraht ange ordnet ist, der bei Überstrom abschmilzt und einen zum Abwerfen des Leitwnbs- trägers genügenden Überdruck im Innern des Gehäuses erzeugt. ?. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse druck steigernde Mittel, angeordnet sind, die beim Fliessen des Überstromes gezündet werden. Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zur Steigerung der Empfindlichkeit des Schmelzleiters bei länger fliessendem Strom der Leiter in Spiralen nach Art eines Heizwider standes gewickelt ist.
CH180513D 1934-03-28 1935-02-16 Einrichtung für den Anschluss von Hochspannungsgeräten, insbesondere Überspannungsableitern, an Hochspannungsnetze. CH180513A (de)

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