CH180515A - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre.

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CH180515A
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America Radio Corporation Of
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  Elektrische Entladungsröhre.    Die Erfindung bezieht sich auf eine  elektrische Entladungsröhre.  



  Beim Betrieb elektrischer Entladungs  röhren kommt es häufig vor, dass Elektronen,  die von der Kathode zu der Anode gehen,  nicht die Anode, sondern, an ihr entlang  gehend, die Glaswand erreichen. Es ist bei  Verwendung von Draht- oder     Geflechtano-          den    auch möglich, dass Elektronen durch die  Anode hindurchgehen und gleichfalls die  Glaswand erreichen.

   Abgesehen von der Tat  sache, dass sich infolgedessen die Glaswand  der Röhre aufladen kann, was erhebliche  Übelstände mit sich bringen und in gewis  sen Fällen sogar einen unbefriedigenden Be  trieb der Röhre herbeiführen kann, ist es  auch möglich,     dass,    infolge des Umstandes,  dass die durch die Anode hindurch oder ihr  entlang eilenden Elektronen mit grosser Ge  schwindigkeit auf die Röhrenwand auftref  fen, aus letzterer sekundäre Elektronen aus  gelöst werden. Es hat sieh herausgestellt,       dass    infolgedessen insbesondere bei Ent-         ladungsröhren,    die zur Verstärkung elektri  scher Schwingungen benutzt werden, grosse  Übelstände auftreten.  



  Die Erfindung hat den Zweck, eine Bau  <B>i</B>     art        der        Röhre        zu        schaffen,        bei        der        diese     Nachteile ganz vermieden werden. Die  Wand einer elektrischen Entladungsröhre,  die sich insbesondere zur Verstärkung elek  trischer     Schwingungen    eignet, ist zu diesem  Zweck erfindungsgemäss mit einer Schicht  eines Stoffes mit     inhomogener,    das heisst  rauher oder poröser Oberfläche überzogen.  



  Wir haben gefunden, dass durch diesen  Überzug eine wesentliche Herabsetzung der  Anzahl der aus der Wand ausgelösten sekun  dären     Elektronen    und damit eine nahezu  vollkommene Beseitigung der Übelstände er  reicht wird, die bisher bei Röhren, insbeson  dere bei     Verstärkerröhren,    auftraten und die  wahrscheinlich auf diese sekundäre Emission  zurückzuführen sind.  



  Obwohl die durch die Erfindung beab  sichtigte Wirkung bereits erhalten wird,           wenn    die Glaswand der Röhre mit einem  Stoff mit rauher oder poröser Oberfläche  überzogen ist,     wird    noch ein zusätzlicher  Vorteil erhalten, wenn Stoffe verwendet  werden, die für sich ein sehr geringes       Sekundärelektronen-Emissionsvermögen    be  sitzen. Es ist vorteilhaft, Schichten zu ver  wenden, die aus feinzerteiltem Kohlenstoff,  Aluminiumoxyd oder dergleichen bestehen.  



       Fig.    1 und 2 der Zeichnung sind teil  weise geschnittene Ansichten eines Ausfüh  rungsbeispiels einer erfindungsgemässen Ent  ladungsröhre.  



  Wie aus den     Fig.    1 und 2 ersichtlich ist,  besteht die Röhre ,aus einem Glaskolben 1,  dessen     Innenwand    teilweise mit einer dün  nen Schicht 2 versehen ist, die aus einem  Stoff mit einer rauhen oder porösen Ober  fläche, zum Beispiel aus feinverteiltem  Kohlenstoff, besteht, wodurch die Elektro  nenemission der Glaswand wesentlich herab  gesetzt     wird.    Unten ist die Röhre mit einem  Sockel 8 und oben mit einem Kontaktknopf  4 versehen. Die Zuführungsdrähte der ver  schiedenen Elektroden, mit Ausnahme des       Stromzuführungsdrahtes    des Steuergitters,  sind durch die Quetschstelle 5 nach aussen  geführt.

   Das     Elektrodensystem    besteht aus  einer     Äquipotentialkathode    6, einem nach  oben ausgeführten Steuergitter 7, einem  Schirmgitter 8, einem     Hilfsgitter    9 und einer  Anode 10, die aus einem Zylinder aus kar  bonisiertem Nickel besteht. Die Elektroden       umgeben    die Kathode gleichachsig und wer  den von der Quetschstelle 5 getragen.     An.     der obern und untern Seite des Elektroden  systems sind aus Glimmer bestehende Kör  per 11 und 12 angeordnet, mittels deren die  Elektroden in richtiger Entfernung vonein  ander gehalten werden.

   Es befindet sich  ferner ein Schirm 13 in der Röhre, der an  Stäben 14     befestigt    ist, während im     obern     Teil der Röhre zur weiteren Erhöhung der  Festigkeit des     Elektrodensystems    ein     Glim-          merschirm    15 angeordnet ist.  



  Es wurde gefunden, dass eine derartige  Röhre, deren Innenoberfläche nicht mit der       obenbeschriebenen    Schicht versehen ist, bei         Verwendung    in     Verstärkerschaltungen    eine  Ausgangsspannung hat, die niedriger ist als  man erwarten     würde.    Dieser Übelstand ist  darauf zurückzuführen, dass, unter     normalen     Verhältnissen gemessen, die dynamische  Impedanz der Röhre niedriger als ihre Kurz  schlussimpedanz ist. Da die Ausmasse und  die Länge der Elektroden der Röhre im all  gemeinen durch die Anforderungen der Pra  xis bedingt sind, muss dieser Übelstand ohne       Änderungen    im Bau der Elektroden be  seitigt werden.  



  Die     Innenwand    der Röhre ist zu diesem  Zweck erfindungsgemäss mit einer Schicht  versehen, die aus porösem oder     rauhem     Stoff, zum Beispiel feinzerteiltem Kohlen  stoff, besteht. Die Breite der Schicht wird  vorteilhaft etwas grösser als die Länge der  Anode 10 gewählt.  



  Der     Kohlenstoffüberzug    kann in der  Weise erhalten werden, dass in die Röhre  die rauchende Flamme einer Terpentin  fackel eingebracht und die Innenwand der  Röhre mit Rauch belegt wird, bis etwa die  ganze     Innenoberfläche    der Röhre mit Lam  penruss bedeckt ist. Der     Kohlenstoffüber-          schuss    kann mit Hilfe von Bürsten entfernt  werden. Gemäss einem andern, sehr geeigne  ten     Überziehungsverfahren    wird das Innere  der Röhre mit einer Suspension von Kohlen  stoff, zum Beispiel von Lampenruss in Alko  hol, bespritzt; der Überzug wird dann ge  trocknet und der     Kohlenstoffüberschuss    mit  Hilfe von Bürsten entfernt.  



  Obwohl sich eine Erklärung der oben  erwähnten Erscheinung nicht leicht geben  lässt, dürfte es möglich sein, dass in einer  Röhre der in     Fig.    2 dargestellten Art Elek  tronen von der Kathode 6 aussen um die  Platte herum gehen. Diese Elektronen könn  ten in diesem Fall die Hinterseite der     Platte     oder die Röhrenwand erreichen, wenn letztere  eine genügend hohe positive Ladung besitzt.  Die letztgenannten Elektronen könnten beim  Fehlen der Schicht 2 sekundäre Elektronen  erzeugen und es scheint sehr wahrscheinlich,  dass die Abnahme der Röhrenimpedanz auf  irgendwelche Weise von der sekundären      Emission der Röhrenwand abhängig ist.

   Es  sind Versuche mit einer Röhre der in     Fig.    2  dargestellten Art vorgenommen worden, bei  der aber die Aussenoberfläche der Anode 10,  sowie die dem     Elektrodensy        stein    gegenüber  liegende Innenoberfläche der Glaswand mit  einer Schicht aus     Willemit,    einem Stoff, der  fluoresziert, wenn er von Elektronen ge  troffen wird, überzogen war. Wenn die  Röhre normal arbeitete und die     erwartete     Ausgangsspannung bei einer Anodenspan  nung von 250 Volt lieferte, erschienen auf  der Rückseite der Anode zwei leuchtende  Bänder, die darauf hinweisen, dass von der  Kathode weg ein Elektronenstrom aussen um  die Anode     herumfloss    und die Aussenfläche  der letzteren erreichte.

   Wurde an der  Aussenseite der Glaswand mittels eines       hohen        Widerstandes    eine Spannung von 250  Volt angebracht, so wurden die zwei Bän  der von der Rückseite der Anode auf die  Röhrenwand verschoben und es trat gleich  zeitig eine wesentliche Abnahme der Aus  gangsspannung der Röhre ein. Wurde die  Spannung weggenommen, so blieben diese  Bänder und die Ausgangsspannung blieb ge  ring. Dieser Versuch bewies,     dass    ein an der  Anode entlang oder durch sie hindurch  gehender Elektronenstrom die Röhrenwand  erreichen kann, wenn letztere positiv ist und  dass die Ausgangsspannung der Röhre unter  derartigen Verhältnissen niedriger ist, als  wenn dieser Elektronenstrom die Röhren  wand nicht erreicht.  



  Es ist wahrscheinlich, dass wenn eine  Röhrenwand mit einer normalen Glasober  fläche vom Elektronenstrom     bombardiert     wird, die mittlere Anzahl der aus der Röh  renwand ausgelösten sekundären Elektronen  grösser als die mittlere Anzahl der die Wand  erreichenden primären Elektronen ist, so dass  die Wand positiv wird, bis sie irgend einen  stabilen mittleren positiven Wert erreicht  hat, der niedriger als das Anodenpotential,    jedoch hoch genug ist, um eine     Herabsetzung     der Ausgangsspannung der Röhre zu bewir  ken.

   Wird erfindungsgemäss die     Innenwand     der Röhre mit einer solchen Schicht ver  sehen, dass die mittlere Anzahl der aus die  ser Wand gelösten sekundären Elektronen  kleiner als die mittlere Anzahl der aus der  normalen Glaswand ausgelösten Elektronen  ist, so ist die     mittlere    Anzahl von sekundä  ren Elektronen kleiner als die     mittlere    An  zahl der die Röhrenwand erreichenden pri  mären Elektronen, so dass die Wand nicht  positiv aufgeladen werden kann. Die Wand  wird anderseits die primären Elektronen ab  stossen, wenn sie negativ wird, und die mit  einer dünnen Schicht versehene Wand wird  daher ungefähr     Nullpotential    behalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre, insbeson dere zur Verstärkung elektrischer Schwin gungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand der Röhre wenigstens teilweise mit einem Stoff mit inhomogener Oberfläche überzogen ist. UNTERANSPRüCHE 1. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Elektrodensystem gegen überliegende Teil der Röhrenwand mit einem derartigen Stoff überzogen ist. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der auf der Innenwand der Röhre vorhandene Stoff feinzerteilter Kohlen stoff ist. 3.
    Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der auf die Röhrenwand aufgebrachte Stoff feinzerteiltes Aluminiumoxyd ist.
CH180515D 1933-08-31 1934-08-28 Elektrische Entladungsröhre. CH180515A (de)

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