CH180543A - Einrichtung zur Schwingungserzeugung mittels Elektronenröhren. - Google Patents

Einrichtung zur Schwingungserzeugung mittels Elektronenröhren.

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CH180543A
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  Einrichtung zur Schwingungserzeugung mittels Elektronenröhren.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein  richtung zur Erzeugung sehr kurzer elek  trischer Wellen (etwa 1 bis 100 cm) mittels  einer     Hochvakuumröhre,    die eine Kathode,  ein Beschleunigungsgitter und eine     flächen-          förmige    Elektrode aufweist, und bei der zwi  schen Kathode und Beschleunigungsgitter ein       Vorgitter    angeordnet ist von solcher Lage,  Gestalt und     Vorspannung,    dass dieses das Be  schleunigungsgitter gegen die von der Ka  thode kommenden Elektronen ganz oder zum  grossen Teil abschirmt.  



  Bei der Entwicklung von leistungsfähigen  Senderöhren für sehr kurze Wellen (etwa  l bis 100 cm) sind bekanntlich erhebliche       Schwierigkeiten    zu überwinden. Der Wir  kungsgrad der bisher verwendeten Röhren ist  äusserst schlecht, ganz besonders, wenn man  die Wellenlänge der Schwingungen soweit  verkleinert, dass die Laufzeiten der Elek  tronen in der Röhre eine Rolle spielen. Man  kann die Laufzeiten der Elektronen ver  kürzen durch Erhöhen der Elektronen-Ge-         schwindigkeit,    zum Beispiel durch hohes  positives     Steuergitterpotential.    Dabei     nimmt     man aber bei der üblichen Bauart eine hohe  Verlustleistung in Kauf, denn es fliesst ein  grosser Elektronenstrom unmittelbar von der  Kathode zum Gitter.  



  Erfindungsgemäss wird diese uner  wünschte     Nebenwirkung,    auf die der äusserst  schlechte Wirkungsgrad der üblichen Sende  röhren für sehr kurze Wellen zum Teil zu  rückzuführen ist, beseitigt, indem eine Röhre  benutzt wird, bei der die Steuerelektrode, die  an sich einander widersprechende Bedingun  gen erfüllen soll, nämlich einmal eine hohe  Steuerspannung aufweisen muss, um die gro  ssen Elektronengeschwindigkeiten zu erzielen,  anderseits aber, um den hohen Verluststrom       zwischen    Kathode und Steuergitter zu ver  meiden, kein hohes positives Potential be  sitzen dürfte, gewissermassen in zwei Gitter  zerlegt ist:

   Ein Gitter mit positivem Poten  tial, das im folgenden als     "BeschleuDigungs-          gitter"    bezeichnet ist, und     ein    zweites, sich           zwischen    dieses Beschleunigungsgitter und  die Kathode     schiebendes        Vorgitter        mit    nie  drigem oder gar negativem Potential gegen  über der Glühkathode, das dann das eigent  liche Steuergitter darstellt.  



  Das     Vorgitter,    das gemäss der Erfindung  zwischen Glühkathode und Beschleunigungs  gitter eingeschaltet ist, erfüllt seine Aufgabe  dann am besten,     wenn    es nicht nur räumlich  entsprechend angeordnet, sondern auch     geo=     metrisch entsprechend     durchgebildet    ist, das  heisst wenn die     Streben    des     Beschleunigungs-          gitters    von den     Heizfäden    der Glühkathode  aus gesehen im     Schatten    der     Streben    des Vor  gitters liegen.

   Dann wird nämlich der von  der Kathode ausgehende Elektronenstrom       zerteilt    und in einzelne schmale Bündel auf  gelöst, die an den     Streben    des Beschleuni  gungsgitters     vorbeiströmen.    Das     Vorgitter     wirkt also dann besonders     blendenartig.    Die  Elektronen fliegen daher mit grosser Ge  schwindigkeit entsprechend den hohen     Be-          schleunigungsspannungen    durch die Lücken  des Beschleunigungsgitters hindurch.

   Weiter  ist es vorteilhaft, wenn der Durchgriff der       Beschleunigungsspannung    durch das Vor  gitter     hindurch    möglich gross ist,     damit    die       Elektronen    hohe     Geschwindigkeiten    auf dem  Wege     zwischen    Kathode und     Beschleuni-          gungsgitter    erreichen und die Höhe der er  forderlichen Beschleunigungsspannungen auf  ein vernünftiges Mass begrenzt wird.  



  Ausser diesen bekannten zweckmässigen  Massnahmen, dem     bollwerkartigen    Schutz des  Beschleunigungsgitters durch das     Vorgitter          und    dem grossen Durchgriff der Beschleuni  gungsspannung durch das     Vorgitter    hindurch  ist es vorteilhaft, die sonst üblichen und be  kannten Massnahmen zu     treffen,    zum Beispiel  das Kleinhalten der Abstände und damit der  Laufzeiten für die Elektronen. So werden  die     Glühdrähte    der Kathode zweckmässig  dicht vor die Gitterlücken gesetzt.  



  Die in der     gekennzeichneten    Weise durch  ein     Vorgitter    zum     Abdrängen    der Elektronen  in die Lücken des Beschleunigungsgitters er  gänzte Senderöhre ist in verschiedenen Schal  tungen brauchbar. Man     kann    zum Beispiel    die als vierte Elektrode dienende, hinter dem  Beschleunigungsgitter liegende     Platte;    die  bei konzentrischer Anordnung auch durch  einen Zylinder ersetzt sein kann, als Anode  wirken lassen, das heisst auf ein hohes posi  tives Potential bringen. Die Schaltung ist  dann die auch für Erzeugung längerer Wel  len übliche, mit der man bisher für sehr kurze  Wellen nicht allzu weit kam.

   Die Röhre  bringt dann den Vorteil, dass das Beschleu  nigungsgitter für die Elektronen infolge der       Blendenwirkung    des     Vorgitters        stromlos,    also  verlustfrei arbeitet. Der Wirkungsgrad ist  also ganz erheblich besser als bisher. Man  kann der Platte oder dem Zylinder auch eine  positive Spannung geben. die kleiner ist als  die des Beschleunigungsgitters, wie das bei  den bekannten     Dynatron-Schaltungen    üblich  ist. Auch hierbei gewinnt man den Vorzug,  dass die Beschleunigungselektrode infolge der       Blendenwirkung    des     Vorgitters    fast strom  los arbeitet.  



  Ganz besonders aber tritt der durch die  praktische     Stromlosigkeit    des     Beschleuni-          gungsgitters    erzielte Vorzug der Senderöhre  in     Erscheinung    bei     Schaltungen,    in denen der  platten- oder     zylinderförmigen    Elektrode  hohe negative Potentiale oder das Potential  Null gegeben werden, so dass sie als Brems  elektrode wirkt. In diesem Falle dient das  Beschleunigungsgitter als Anode. Eine sol  che Schaltung ist in der Zeichnung als Aus  führungsbeispiel der Erfindung dargestellt.  Sie ist besonders geeignet zur Erzeugung von  Zentimeterwellen.

   Die Glühfäden der Ka  thode sind mit     K,    das Beschleunigungsgitter  ist mit     G2,    das     Vorgitter    mit     G,    und die     plat-          tenförmige    Elektrode mit A bezeichnet. Die  räumliche Anordnung und geometrische Aus  bildung der Elektroden ist, wenn auch sche  matisch, mit dargestellt. Vor den einzelnen  Streben des     Beschleunigungsgitters,    von der  Kathodenebene aus gesehen, liegen die ein  zelnen breiteren Streben des     Vorgitters,    die  zum Beispiel Winkelform     besitzen,    so dass sie  die     Streben    des Beschleunigungsgitters um  klammern.

   Die Glühfäden der Kathode liegen  in den Lücken des     Vorgitters,    so dass alle Ab-           stände    klein werden. Das     Vorgitter    erhält,  legen die Kathode gerechnet, ein negatives  Potential von 500 Volt, das Beschleunigungs  gitter ein positives Potential von 4000 Volt  und schliesslich die als Bremselektrode die  nende Platte wieder ein     negatives    Potential,  und zwar in Höhe von etwa. 1000 Volt.

   Die  Elektronen fliegen unter der Einwirkung die  ser statischen Felder von der Kathode durch  die     Lücken    des     Vorgitters        G,    und die Lücken  des Beschleunigungsgitters     G_    hindurch in  den Raum zwischen Beschleunigungsgitter       G-    und Bremselektrode A hinein. In  diesem Raum laufen sie infolge der star  ken negativen Ladung der Bremselektrode  hegen ein starkes Feld an. Die Geschwindig  keit der Elektronen wird auf Null abge  bremst, sobald sie die     Potential-Nullfläche    er  reichen.

   Diese ist mit der Platte A identisch,  wenn diese das Potential Null gegen die Ka  thode besitzt und rückt näher an das Be  schleunigungsgitter     G;    heran, wenn das Po  tential der Platte, wie in dem Ausführungs  beispiel angenommen wird, negativ ist. So  bald die Elektronen die Geschwindigkeit  Null erreicht haben, kehrt sich unter dem  Einfluss der     positiven    Spannung am Be  schleunigungsgitter     G@    ihre Bewegungsrich  tung um. sie sausen auf die     Streben    dieses  Gitters zu, um auf sie (im einfachsten Falle)  mit voller Geschwindigkeit aufzutreffen.

   Die  rhythmische Umkehrbewegung einer solchen  ersten Elektronenwolke ruft zum Beispiel  beim Beschleunigungsgitter     G2    Potential  schwankungen im gleichen Rhythmus hervor,  besonders wenn das an Beschleunigungsgitter  und Kathode oder auch Beschleunigungs  gitter und Bremselektrode angeschlossene       Schwingungssystem    angenähert in Resonanz  mit den Bewegungen der Elektronenwolke  ist, das heisst wenn seine Schwingungsdauer  etwa gleich der Zeit ist, die die Elektronen  wolke: insgesamt zum Hin- und Rücklauf  braucht.  



  Als Schwingungssysteme werden     zweek-          mässig        Para.lleldrahtleitungen    verwendet, von  denen das eine Ende an die beiden in Frage  kommenden Elektroden der Röhre ange-    schlossen wird, und das andere Ende durch  je einen zur Abstimmung auf den Parallel  drähten verschiebbaren Blockkondensator  überbrückt wird. In der Zeichnung sind  diese     Paralleldrahtleitungen    mit     L1,        L1    und       L_,.        L.=    bezeichnet. Die Gleichstromanschlüsse  liegen über Drosseln     Dr    an den Blockkonden  satoren.

   Auch die übrigen Anschlüsse zur  Kathode und zur Bremselektrode erfolgen in  bekannter Weise über Drosseln.    Die einmal angestossene, den     Elektroden-          Gleichspannungen    überlagerte     Wechsel-EJTK     steuert nun ihrerseits den Elektronenstrom.  Die beiden durch die     Paralleldrahtleitungen     als Hauptteil gebildeten     Sch-#vingungssy    steine  sind durch die gemeinsame Innenkapazität  der Röhre zwischen Kathode und     Vorgitter          G,    gekoppelt. Über diese Kapazität ist das       Paralleldrahtsystem        L1,        L1    geschlossen.

   Das  andere System     L2,        L:    liegt an der Reihen  schaltung von zwei Kapazitäten, nämlich der  einen eben genannten zwischen Kathode und       Vorgitter,    und der andern zwischen Vor  gitter     G1    und Beschleunigungsgitter     G2,    so  dass das System     L1,        L1    an einem Teil der  Kapazität angekoppelt ist. Die Wechselspan  nungen zwischen Beschleunigungsgitter und  Kathode und zwischen     Vorgitter    und Ka  thode sind in Phase.  



  Der Schwingungsvorgang spielt sich nach  Anstossen .der Schwingungskreise so ab: In  der positiven Phase der beiden     Gitter-Wech-          selspannungen    werden die durch das starke  Feld schnell auf grosse     Geschwindigkeit    ge  brachten Elektronen in der schon beschrie  benen Weise durch die Lücken in den Raum  zwischen Beschleunigungselektrode     G2    und  Bremselektrode A hineingetrieben und hier  auf die Geschwindigkeit Null abgebremst.

   In  der negativen Phase der beiden Gitter  wechselspannungen kehren     einerseits    die  Elektronen im Bremsraum ihre Bewegung  um und treffen auf die     Streben    des Be  schleunigungsgitters     G,    das hier als Anode  wirkt; anderseits wird, da ja, wie erwähnt.  auch die Wechselspannung am     Vorgitter     durch die negative Phase geht, der'- Elek-           tronenstrom    von der Kathode durch die Git  terlücken in Richtung auf die Bremselek  trode stark geschwächt, so dass ein Zusam  mentreffen von neuen Elektronen mit der  vom Bremsfeld nach dem     Beschleunigungs-          Olitter    zurücklaufenden Elektronenwolke ver  mieden ist.

   Der für eine Schwingungserzeu  gung erforderliche negative Widerstand der  Röhre kommt dadurch zustande, dass die  Elektronen in der positiven Phase der Wech  selspannung am Beschleunigungsgitter an  diesem     Gitter    vorbeisausen und erst nach der       Abbremsung    und Umkehr als Anodenstrom  auf das- Gitter auftreffen,     wenn,die    Wechsel  spannung an ihm gerade durch die negative  Phase geht.  



  Die beschriebene Schaltung ist     selbstver,          ständlieh    auch bei zylinderförmiger Anord  nung der Elektroden, wie sie in     Abb.    2 dar  gestellt ist, zu verwenden.  



  Es ist auch möglich, das eine Parallel  drahtsystem an Bremselektrode find Be  schleunigungsgitter und das andere an  Bremselektrode und     Vorgitter    anzuschliessen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Erzeugung sehr kurzer elektrischer Wellen mittels einer Hoch vakuumröhre, die eine Kathode, ein Be schleunigungsgitter und eine flächenförmige Elektrode aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Kathode und positiv vorge spanntem Beschleunigungsgitter ein Vorgitter von solcher Lage, Gestalt und Vorspannung angeordnet ist, .dass dieses das Beschleu nigungsgitter gegen die von der Kathode kommenden Elektronen zum grössten Teil ab schirmt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, bei der die Gitter der Röhre aus einzelnen Streben bestehen, dadurch gekennzeich net, dass die Streben des Vorgitters ein nach einer .Seite offenes Profil besitzen, wobei die offene .Seite je einer Strebe des Vorgitters je einer Strebe des Beschleu nigungsgitters zugewandt ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch die Anordnung der Glühfäden der Kathode dicht vor den Lücken des Vorgitters. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Vorgitter als Ruhepotential Kathodenpotential be sitzt.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Vorgitter eine feste Vorspannung hat, die ihm negatives Potential gegen die Kathode erteilt. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeiehnet, dass das Beschleu nigungsgitter ein gegen .die Kathode positives Potential und die flächen- förmige Elektrode ein mindestens ebenso hohes Potential-hat. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Beschleu nigungsgitter ein gegen die Kathode positives Potential und die flächenför- mige Elektrode ein kleineres positives Potsntial hat. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das Beschleu nigungsgitter ein gegen die Kathode positives Potential und die flächenför- mige Elektrode ein negatives Potential hat. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Beschleu nigungsgitter ein gegen die Kathode positives Potential und die flächenför- mige Elektrode das Potential Null hat. 9. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine solche Schal tung, dass die Wechselspannungen am Beschleunigungsgitter und Vorgitter in Phase schwingen, so dass in der positiven Phase beider Elektroden eine grössere Elektronenwolke durch die Lücken des Gitters hindurchfliesst als in der nega tiven Phase, in welcher die Elektronen in der Nähe der Kathode zurückgehalten werden.
    i@. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine derartige Ab stimmung der durch Paralleldrahtleitun- gen gebildeten Schwingungskreise auf die Potentialverteilung und Elektroden abmessungen in der Senderöhre, dass die nach dem Durchtritt durch die Gitter lücken gegen ein durch eine flächenför- mige Elektrode erzeugtes Bremsfeld an laufenden, dabei abgebremsten Elek tronen nach ihrer durch die positive La dung des Beschleunigungsgitters be- rlingten Umkehr etwa nach der Zeit auf das Beschleunigungsgitter auftreffen,
    die der halben Schwingungsdauer der ange schlossenen Schwingungskreise entspricht. 11. Einrichtung nach Patentanspruch, @da- durch gekennzeichnet, dass an Glüh- kathode und Vorgitter einerseits und an Glühkathode und Beschleunigungsgitter anderseits Paralleldrahtleitungen ange schlossen sind, deren freie Enden je durch einen zur Abstimmung verschieb baren Blockkondensator überbrückt sind.
CH180543D 1933-07-17 1934-07-12 Einrichtung zur Schwingungserzeugung mittels Elektronenröhren. CH180543A (de)

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