CH180763A - Elektrisch angetriebene Flüssigkeitspumpe. - Google Patents
Elektrisch angetriebene Flüssigkeitspumpe.Info
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Description
Elektrisch angetriebene Flüssigkeitspumpe. Die Erfindung betrifft eine elektrisch angetriebene Flüssigkeitsmembranpumpe, de ren Arbeitsmembran durch den hin- und her gehenden Anker eines Elektromagnetes in schwingende Bewegung versetzt wird.
Gemäss der Erfindung wird der Elektro- niagnet des Aggregates mit Wechselstrom ge speist und die Bewegungsumkehr des schwin genden Systems durch die natürliche Inten sitätsänderung des speisenden Wechselstro ines in Zusammenwirkung mit einer dem magnetischen Anzug des Elektromagnetes entgegenwirkenden Feder (Schwingfeder) und den von der Flüssigkeit auf die Arbeits membran ausgeübten Gegenkräften erzwun gen.
Es empfiehlt sich, die Federung des schwingenden Systems derart zu bemessen und anzuordnen, dass ihre Eigenfrequenz gleich der Frequenz der wechselnden Anzie hungskraft des Elektromagnetes ist. Dadurch kann eine annähernde Resonanz des schwin genden Systems mit dieser Kraft erreicht werden. Man kann dabei die Anordnung so wählen, dass die Bewegung des schwingen den Systems nicht durch Anschläge begrenzt ist, so dass dasselbe ohne künstliche Verkür zung seines Schwingungsweges voll aus schwingen kann.
Noch vorteilhafter ist es, die Eigenfre quenz des gesamten schwingenden Systems, und zwar mit Berücksichtigung der in Schwingung versetzten Massen der Pump flüssigkeit, der Frequenz der die Bewegung des Systems erregenden und unterhaltenden magnetischen beziehungsweise elektrischen Schwingungen gleichzumachen, so dass eine praktisch genaue Resonanz zwischen dem schwingenden System und der Triebkraft besteht. Dabei kann es von Vorteil sein, die Pumpe und ihren Antrieb so zu entwerfen, dass die Masse des schwingenden Systems oder zumindest von Teilen desselben, insbe sondere die am Schwingvorgang beteiligte Flüssigkeitsmasse unter gegebenen Verhält nissen möglichst klein wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungs beispiel des erfindungsgemässen Aggregates, dessen Aufbau auch verschiedene Massnah men und Vorteile grundsätzlicher Art er kennen lässt, die vorangehend noch nicht be sprochen wurden.
Der die Flüssigkeitspumpe antreibende Elektromagnet 1 ist ein Wechselstromelektro- magnet, dessen Wicklung 2 vom Netzwech selstrom durchflossen wird und dadurch auf den Anker 3 eine ihrer Intensität nach perio disch sich ändernde Anziehungskraft aus übt. Er besitzt einen möglichst geschlosse nen Eisenkreis, um bei geringstem Gewicht und Raumbedarf eine möglichst' grosse elek tromagnetische Leistung zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grunde ist auch die Zahl und Grösse der den Eisenkreis unter brechenden Luftspalte auf ein Mindestmass beschränkt, wobei zwei dieser Luftspalte eine zur Schwingungsrichtung des Ankers schräge Lage einnehmen.
Der Anker 3 ist durch eine gerade Kolbenstange 4 mit dem Mittelteil der Kol benmembran 5 starr verbunden. Der Rand dieser Membran ist im Pumpengehäuse 6, das von Säulen 7 getragen wird, eingespannt.
Die Federung des schwingenden Systems besteht aus den Schraubenfedern 8 und 9, die sich einerseits gegen eine auf den Säulen 7 verstellbar angeordnete Tragplatte 10, anderseits gegen einen Bund 11 bezw. 12 der Kolbenstange 4 stützen. Die Anordnung der Federn ist so getroffen, dass sie dem Ausschwingen des Ankers, ob dasselbe nun nach oben oder nach unten erfolgt, entgegen wirken und daher stets bestrebt sind, das be wegliche System in seine Mittellage zurück zuführen.
Das gesamte schwingende System, einschliesslich der mitschwingenden Flüssig keitsmasse, wird so bemessen, dass seine Eigenfrequenz genau oder angenähert gleich der Frequenz der magnetischen Anziehungs kraft des Elektromagnetes 1 beziehungs weise der Frequenz des speisenden Wechsel stromes oder einer Oberwelle desselben ist (Resonanz). In manchen Fällen kann man sich mit jener Annäherung an die Resonanz begnügen, die sich dann ergibt, wunii bloss die Eigenfrequenz der Federung der Fre- quenz der Triebkraft entspricht.
Durch Heben oder iSenken der Platte 10 relativ zum Bund 11 kann die Vorspannung der Fe dern ein- oder nachgestellt werden. Statt einer Schraubenfeder kann mit Vorteil auch eine Feder mit nichtlinearer Kraft-M'eg- Charakteristik, zum Beispiel eine entspre chend gebaute Kegelfeder verwendet wer den.
Die Kolbenmembran 5 bildet die untere, der Pumpendeckel 14 die obere Begrenzung des Arbeitsraumes 13 der Pumpe. Im Deckel 14 sind als leicht bewegliche Klap pen, welche ring- oder schlitzförmige t#ff- nungen abdecken, das Saugventil 15 und das Druckventil 16 der Pumpe angeordnet. Das Saugventil, und das gleiche gilt vom Druck ventil, soll möglichst leicht beweglich und vorzugsweise derart ausgebildet sein, dass seine Eigenfrequenz gleich der oder höher als die Eigenfrequenz der Kolbenmembran 5 ist. Oberhalb der Ventile sind im Pum pengehäuse der Saugraum 17 und der Druckraum 18 der Pumpenflüssigkeit ange ordnet, an welche Räume das Saugrohr 19 und das Druckrohr 20 angeschlossen sind.
Die Ventile sollen vorzugsweise so angeord net werden, dass der Weg von den Saug- zu den Druckventilen möglichst kurz ist.
Der Saugraum 17 wird oben durch eine Wand 21 aus elastischem Material, die zum Beispiel eine Gummimembran sein kann, oder durch eine federbelastete Membran wand begrenzt und dies hat den Zweck, Druckstösse auszugleichen und eine mög lichst konstante Flüssigkeitsströmung wäh rend des Pumpens aufrecht zu erhalten. Aus dem gleichen Grunde besitzt auch der Druckraum 18 eine membranartige Decke 22, die sich bei sehr starkem Anwachsen des Druckes im Raum 18 an die mit Off nungen 23 versehene, gewölbte Gehäuse decke 24 anlegt.
Die Membranen 21 und 22 ersetzen die sonst bei Kolbenpumpen übli chen Saug- und Druckwindkessel und bie ten diesen gegenüber den Vorteil, dass sie bei geringem Raumbedarf der hohen Periodizität des Arbeitsvorganges der erfindungsge mässen Pumpe gut folgen können. Sie sollen vorzugsweise genau oder annähernd in Re sonanz mit der Frequenz des Schwingsystems stehen, was durch geeignete Bemessung der aus elastischem Material bestehenden Mem branen oder durch die Anordnung von regu lierbaren Federn zur Abstützung der aus elastischem oder unelastischem Material be stehenden Membranen erreicht werden kann.
Das beschriebene Aggregat arbeitet etwa folgendermassen: Wird die Spule 2 des Elek tromagnetes 1 mit Netzwechselstrom ge speist, so schwingen der Anker 3 und die mit ihm verbundenen Teile, also auch die Kolbenmembran 5, im Takte der Wechsel stromfrequenz, und die Amplitude dieser Schwingungen wird dann besonders gross sein, wenn das schwingende System genau oder annähernd auf die Frequenz der wech selnden Anziehungskraft des magnetischen Feldes abgestimmt ist. Durch die schwin gende Kolbenmembran 5 wird das Volumen des Arbeitsraumes 13 abwechselnd vergrö ssert und verkleinert, so dass bei entsprechen der Mitwirkung des Sangventils 15 und Druckventils 16 Flüssigkeit aus dem Saug rohr 19 in das Druckrohr 20 gefördert wird.
Die während jeder Periode ausserhalb des Ar beitsraumes in der Flüssigkeit auftretenden Druck- beziehungsweise Volumsschwankun- gen ->erden durch die Membranen 21 und 22 # in -isgegliellen. el Beim Saug ub wird nämlich die Membran 21 unter Zugwirkung, beim Druckhub die Membran 22 unter Druckwir kung gesetzt, wobei sie aber abwechselnd, ungefähr um eine Halbperiode verschoben arbeiten.
Mit andern Worten: Während des Saughubes drückt die 3lembran 22 die Flüssigkeit ab und während des Drucl.:hubes saugt die Membran 21 neue Flüssigkeit an. Die beiden Windkessel sorgen also für die Erhaltung der kinetischen Energie.
Wird der Pumpe unter sonst gleichen Verhältnissen eine geringere Flüssigkeits menge entnommen, so wächst der Druck im Raum 18, wodurch die Schwingungen der Membran 5 beziehungsweise des Ankers 3 derart beeinflusst werden, dass der Elektro magnet eine entsprechend geringere Leistung aufnimmt. Die Arbeitsweise des Aggregates passt sich also selbsttätig den wechselnden Betriebsbedingungen an. Tritt aber der Grenzfall ein, dass dem Druckrohr überhaupt keine geförderte Flüssigkeitsmenge mehr ent nommen wird, so arbeitet die Pumpe nur mehr solange weiter, bis die Membran 22 ihre grösste Ausdehnung erreicht hat, also am Gehäuse 24 anliegt.
Ist dies geschehen, bleibt als nachgiebige Begrenzung der Flüs sigkeit nur mehr die Kolbenmembran 5 üb rig, welche durch den im Arbeitsraum sich einstellenden hohen Flüssigkeitsdruck in ihre tiefste Stelle bewegt wird, in welcher der Anker sich auf die entsprechenden Flä chen des Elektromagnetkernes aufsetzt.
Da man, wie das Ausführungsbeispiel der Zeich nung zeigt, den Anker und den Elektro magnet so ausbilden kann, dass bei vollstän dig angezogenem Anker praktisch kein neu- nenswerter Luftspalt mehr vorhanden ist, so -wird bei einer Sperrung oder starken Drosselung der Flüssigkeitsentnahme der Kern des Elektromagnetes derart geschlos sen, dass letzterer in bezug auf den speisen den Wechselstrom wie eine Drosselspule von hohem induktivem Widerstand wirkt und daher praktisch fast keinen Strom aufnimmt. Es ist daher bei einem solchen Aggregat nicht notwendig, während kürzerer Betriebs pausen den Wechselstrom abzuschalten.
Wird nach einer solchen Pause Druckflüs sigkeit wieder entnommen, sinkt also der Druck im Raume 18, so setzt sich der Anker und die Kolbenmembran der Pumpe wieder selbsttätig in Bewegung, so dass die Anord nung irgendeines besonderen Flüssigkeits behälters zum Ingangsetzen der Pumpe über flüssig ist.
Es empfiehlt sich, besondere Verbindun gen, zum Beispiel enggewickelte Spiral federn, zwischen dem feststehenden Gehäuse und dem schwingenden .System vorzusehen, welche das Ausweichen des letzteren von seiner vorgeschriebenen Bahn, insbesondere ein seitliches Abweichen verhindern oder er schweren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrisch angetriebene Flüssigkeitsmem- branpumpe, deren Arbeitsmembran durch den hin- und hergehenden Anker eines Elek tromagnetes in schwingende Bewegung ver setzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet mit Wechselstrom gespeist und die Bewegungsumkehr des schwingen den Systems durch die natürliche Intensi tätsänderung des speisenden Wechselstromes in Zusammenwirkung mit einer dem magne tischen Anzug des Elektromagnetes ent gegenwirkenden Feder und den von der Flüs sigkeit auf die Arbeitsmembran ausgeübten Gegenkräften erzwungen wird. UNTERANSPRüCHE 1.Pumpe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des schwingenden Systems nicht durch An schläge begrenzt ist, so dass dasselbe ohne künstliche Verkürzung seines Schwingungsweges voll ausschwingen kann. 2. Pumpe nach Pateutanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenfrequenz der Federung des schwingenden Systems der Frequenz der wechselnden Anzie hungskraft des Elektromagnetes gleich ist.R. Pumpe nach Patentanspruch., dadurch gekennzeichnet, -dass die Eigenfrequenz des gesamten schwingenden Systems un ter Mitberücksichtigung der schwingen den Flüssigkeitsmasse mindestens annä hernd der Frequenz der wechselnden Anziehungskraft des Elektromagnetes gleich ist. Pumpe nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Rückführfederung des schwingenden Systems, welche den aus seiner Mittellage ausschwingenden An ker in diese Lage zurückzuführen sucht, unabhängig davon, nach welcher Seite das Ausschwingen des Ankers erfolgt ist. 5.Pumpe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker mit Be zug auf den Kern des Elektromagnetes derart angeordnet ist, dass bei völlig an gezogenem Anker ein nur von Stossfugen unterbrochener, geschlossener magne tischer Eisenkreis besteht. 6. Pumpe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens in einem der an den Arbeitsraum der Pumpe grenzenden, von diesem durch Ventile getrennten Flüssigkeitsraume ein schwin gungsfähiger Wandteil als Druckaus gleichsvorrichtung vorgesehen ist. 7. Pumpe nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl im Druck raum, als auch im Saugraum ein schwin gungsfähiger Wandteil als Druckaus gleichsvorrichtung vorgesehen ist. B. Pumpe nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingungs fähige Wandteil als Membran gebildet ist. 9.Pumpe nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingungs fähige Wandteil elastisch ausgebildet ist. 10. Pumpe nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingungs fähige Wandteil auf Resonanz mit der Frequenz des schwingenden, vom Elek tromagneten angetriebenen Arbeitsorga- nes der Pumpe abgestimmt ist. 11. Pumpe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzugsbewe gung des Anker. den Saughub des Ar- beitsorganes der Pumpe bewirkt. 12.Pumpe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die am Kräftespiel des Schwingvorganges mitwirkenden Teile der Pumpe und ihres Antriebes so angeordnet, ausgebildet und bemessen sind, dass das schwingende System sich je nach der zu bewältigenden Förder- leistung selbsttätig einstellt und einer Abnahme der Förderleistung eine Ver- ringerung der aufgenommenen elektri schen Energie entspricht. 1.3.Pumpe nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die am Kräftespiel des Schwingvorganges mitwirkenden Teile der Pumpe und ihres Antriebs so angeordnet, ausgebildet und bemessen sind, dass das schwingende System sich. je nach der zu bewältigenden Förder- leistung selbsttätig einstellt und einer Abnahme der Förderleistung eine Ver ringerung der aufgenommenen elektri schen Energie entspricht. 14. Pumpe nach Unteranspruch 6, gekenn zeichnet durch Federn zur Beeinflus sung des schwingungsfähigen Wandteils. 15. Pumpe nach Unteranspruch l-1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federung des schwingungsfähigen Wandteils regulier bar ist. 16.Pumpe nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag den Weg des schwingungsfähigen Wandteils begrenzt. <B>17.</B> Pumpe nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Vorrichtung zur Justierung der Federung des schwingen den Systems. 18. Pumpe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugventil der art ausgebildet ist, dass seine natürliche Arbeitsfrequenz mindestens gleich hoch wie die Schwingungsfrequenz des Ar beitsorganes ist. 1.9. Pumpe nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag den Weg des membranförmigen Wandteils begrenzt. ?0. Pumpe nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag den Weg des schwingungsfähigen Wandteils begrenzt. 21..Pumpe nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingungs fähige Wandteil in solcher Nähe des in den Arbeitsraum führenden Ventils an geordnet ist, dass eine gleichmässige Flüssigkeitsströmung durch die Pumpe aufrechterhalten wird. 22. Pumpe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse der schwingenden starren Systemteile so klein gewählt ist, dass sie die Grösse der Eigenfrequenz des gesamten schwingen den Systems in praktisch vernachlässig- barer Weise beeinflusst. 23.Pumpe nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse der schwingenden starren Systemteile so klein gewählt ist, dass sie die Grösse der Eigenfrequenz des gesamten schwingen den Systems in praktisch vernachlässig- barer Weise beeinflusst. 24. Pumpe nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse der schwingenden starren Systemteile so klein gewählt ist, dass sie die Grösse der Eigenfrequenz des gesamten schwingen den Systems in praktisch vernachlässig- barer Weise beeinflusst. 25.Pumpe nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse der schwingenden starren Systemteile so klein gewählt ist, dass sie die Grösse der Eigenfrequenz des gesamten schwingen den Systems in praktisch vernachlässig- barer Weise beeinflusst.
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