CH180774A - Kontinuierlich arbeitende Absorptionskältemaschine. - Google Patents

Kontinuierlich arbeitende Absorptionskältemaschine.

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CH180774A
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Fuer Drucktransfo Gesellschaft
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Drucktransformatoren Koenemann
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Description


  Kontinuierlich arbeitende     Absorptionskältemaschine.       Die Erfindung betrifft eine kontinuier  lich arbeitende     Absorptionskältemaschine,     bei der das Absorptionsmittel eine aus einem  oder mehreren wasserfreien     unflüchtigen     Salzen und dem flüssigen Kältemittel zu  sammengesetzte Flüssigkeit ist. Gemäss der  Erfindung beträgt der Temperaturunter  schied zwischen dem Verdampfer für das  Kältemittel und dem Absorber 40   C oder  mehr.  



  Durch die Erfindung wird ein neuer  Weg gezeigt, um Kälte tiefer Temperatur  und Kälte bei hohen Kühlwassertemperatu  ren mit hohem thermodynamischem Wir  kungsgrad zu erzeugen, was bisher nur mit  der Kompressionsmaschine möglich war.  Die Erfindung schafft die Möglichkeit,  auch in den erwähnten Fällen Kälte unmit  telbar aus Wärme zu erzeugen, ohne diese  erst in mechanische Energie umwandeln zu  müssen.  



  Bereits der Umstand, dass Wärmeenergie  an vielen Orten leichter zu beschaffen ist    als mechanische oder elektrische Energie,  zeigt, wie wertvoll dieser neue -Weg ist.  



  Die Ursache für die Erhöhung des ther  modynamischen Wirkungsgrades der vorlie  genden Maschine lässt sich durch folgende  Betrachtung erkennen:  Beim     Kälteprozess    wird Wärme tiefer  Temperatur, nämlich die     gälte,    auf die  Temperaturstufe der Umwelt (Kühlwasser  temperatur) gehoben. Diese Arbeitsleistung  muss in irgend einer Form aufgebracht wer  den. Beim Kompressionsverfahren wird sie  als mechanische     bezw.    elektrische     Energie,     beim Absorptionsverfahren in Form von  Wärme höherer Temperatur zugeführt.

   Diese  Wärme lässt man auf die Temperatur der  Umwelt (Kühlwassertemperatur) absinken  und gewinnt so, entsprechend dem zweiten  Hauptsatz der Wärmelehre, die erforder  liche     Energie.    Um nun eine bestimmte  Wärmemenge um einen bestimmten Tempe  raturbetrag zu heben, muss man beim Ab  sorptionsverfahren theoretisch,     ebenfalls         entsprechend dem zweiten Hauptsatz, eine       gleichgrosse    Wärmemenge um etwa einen  gleichen Temperaturbetrag absinken lassen.  Will man also z. B. Wärme von -5   auf  20   heben, so wäre theoretisch nur     ein     Absinken von 45   auf 20   erforderlich.  



  In der     Praxis    ist nun aber die Über  tragung der Wärme von einem Stoff auf  den andern, wie es beim Absorptionsver  fahren     notwendig    ist, an Temperaturdiffe  renzen gebunden. Es muss     einmal    Wärme  von hoher Temperatur auf die Lösung (Aus  treiber), .     dann.    von dem erzeugten Dampf  auf das Kühlwasser (Kondensator), sodann  Wärme von tiefer Temperatur (Kälte  leistung) an den     Kälteträger,    zum Beispiel  Ammoniak     (Ammoniakverdampfer)    und fer  ner die Absorptionswärme auf Kühlwasser  (Absorber) übertragen werden. Rechnet man  für jede     Übertragung    mit dem üblichen  Wert von 10  , so verliert man 40'.

   Hinzu  kommt noch der durch den Konzentrations  unterschied der armen     und    reichen Lösung       bedingte    Temperaturverlust (Unterschied der       Austreibungstemperaturen    bei' gleichem  Druck). Dieser Verlust beträgt etwa 20,  wenn     derFlüssigkeitsumlauf        zwischenAntrei-          ber    und Absorber nicht zu hoch werden soll.  



  Der thermodynamische Wirkungsgrad ist       etwa    proportional dem nutzbringenden Tem  peraturgefälle zum insgesamt erforderlichen  Gefälle, hier also 25 : (25     -f-    40     -I-    20) = 0,3,       während    er beim Kompressor unter den glei  chen Verhältnissen 0,6 bis<B>0,7</B> beträgt.  



  Wird nun nach vorliegender Erfindung  zum Beispiel Kälte tiefer Temperatur er  zeugt, so wird der thermodynamische     Wir-          kungsgrad    für den     Absorptionsprozess    gün  stiger, denn die Temperaturverluste bleiben  konstant     und    das nutzbringende Gefälle       wird    grösser, während der Wirkungsgrad  der     Kompressionskältemaschine        ungünstiger     wird.

   Mit wachsendem Kompressionsver  hältnis werden hier die Verluste grösser, die  Kompressoren müssen schliesslich zwei-     und     dreistufig gebaut werden, und so ergibt sich  bei der     Erzeugung    von Kälte von - 60    für den     Absorptionsprozess    ein Wert von    80 : 140 = 0,57 und für den     Kompressions-          prozess    ein Wert von etwa 0,5.  



  Der Vergleich der     thermodynamisehen          Wirkungsgrade    gibt aber für die      'irt-          schaftlichkeit    noch nicht das richtige Bild,  wenn der Kompressor durch eine Wärme  kraftmaschine, zum Beispiel eine Dampf  maschine angetrieben wird.     Man    muss in  diesem Falle auch den thermischen Wir  kungsgrad des Gesamtprozesses betrachten,  das heisst den Wärmeverbrauch beider Ver  fahren vergleichen.  



  Beim Kompressionsverfahren wird aus  Wärme mechanische     bezw.    elektrische Ener  gie erzeugt. Der Wirkungsgrad bezogen auf  Kohle einschliesslich aller Übertragungsver  luste ist bereits hoch, wenn er 18 % beträgt.  Der Gesamtwirkungsgrad für den     Kompres-          sionsprozess    wird damit für wenig tiefe  Temperaturen 0,18 X 0,7 = ca. 0,13, für  tiefe Temperaturen 0,18 X 0,5 = 0,09.  



  Beim     Absorptionsprozess    fällt die Um  wandlung der Energie fort. Die Wärme  kann mit dem Wirkungsgrad ausgenutzt  werden, der dem     Carnotischen    Wirkungs  grad der Zuführungstemperatur entspricht.  Verluste durch Unvollkommenheit des kraft  erzeugenden Prozesses (Turbinenwirkungs  grad,     Generatorverluste    usw.) fallen fort.  Es ist gegenüber dem     Carnotischen    Wir  kungsgrad lediglich     ein    Abschlag von etwa       20%    für den     unvollkommenen    Wärmeaus  tausch zwischen der reichen und armen Lö  sung einzusetzen.

   Für wenig tiefe Tempera  turen (- 5  ) wäre die Zuführungstempera  tur für das obige Beispiel (Kühlwasser  temperatur     +    verbrauchtes Gefälle) = 20,'  25       +    40       -i-    20   =<B>105</B>  , für tiefe Tem  peratur     (-60#'),        20'+80'+40'+2,0'          -1,60'.     



  Der     Carnotische    Wirkungsgrad ist bei  20'     Umwelttemperatur    für  
EMI0002.0055     
      Damit ergibt sich ein Gesamtwirkungs  grad bei     20%    Abschlag und den oben     er-          reehneten    thermodynamischen Wirkungs  graden für wenig tiefe Temperaturen (-5  )  - 0,22 X 0,8 X 0,3 = 0,05, für tiefe Tem  peraturen (-     60-')    = 0,32 X 0,8 X 0,54  = 0,15.  



  Dass diese Betrachtungen nicht nur theo  retisch zutreffen, sondern auch praktisch  zutreffen, zeigt das Ergebnis einer ausführ  lichen Berechnung einer mit     Lithiumnitrat-          Ammoniaka.t    als Absorptionsmittel arbeiten  den     Absorptionskältemaschine    für Kälte von  - 45  .

   Diese Berechnung wurde auf  Grund eingehender Laboratoriumsversuche  über die physikalischen Eigenschaften und  auf Grund von Versuchen mit einer Ver  suchsanlage aufgestellt. ,  Als Absorptionsmittel für derartige  Kältemaschinen dienen Flüssigkeiten, die  aus wasserfreien,     unflüchtigen    Salzen, zum  Beispiel     überchlorsauren    Salzen von Natrium  und     Lithium    oder     Lithiumnitrat    und aus  Ammoniak oder einem Amin bestehen.  Diese     Flüssigkeiten    geben auch bei hohen  Temperaturen von 200' und darüber nur  reines Gas ab, da die Salze     selbst        unflüchtig     sind und sich nicht zersetzen.

   Die mit Am  moniak gebildeten Flüssigkeiten bilden bei  l     atabs    zum Teil erst bei über<B>100</B>   feste  Verbindungen.  



  Alle andern bisher bekannten Absorp  tionsmittel weisen derartige Eigenschaften  nicht auf. Verwendet man zum Beispiel  Wasser, so verdampft das Wasser mit dem  Kältemittel (meist Ammoniak) und man er  hält im     Ammoniakkondensator    nicht reines  Ammoniak, sondern Ammoniak mit Wasser.  Dies tritt natürlich besonders dann in Er  scheinung, wenn die Temperatur im Aus  treiber \hoch ist, wie es bei der Erzeugung  von Kälte tiefer Temperatur der Fall sein  muss. Auch teure     Rektifilmtionsapparate     können diesen Übelstand nicht gänzlich be  seitigen.  



  Man hat daher bereits vorgeschlagen, an  Stelle des meist verwandten Wassers als  Absorptionsflüssigkeit     wä.ssrige    Lösungen    von Salzen, wie     Calciumchlorid,        Lithium-          chlorid    und andere zu verwenden, deren  Siedepunkt höher als der des Wassers liegt.

    Man erreicht damit zwar eine Verbesserung,  aber auch hier kann das     absorbierte    Kälte  mittel nicht rein abgegeben werden, da  auch hochkonzentrierte     Lösungen    bei<B>80'</B>  immer noch einen beträchtlichen Wasser  dampfdruck besitzen und daher immer etwas  Wasserdampf mit dem ausgetriebenen Kälte  mittel mitgeht.<B>80'</B> ist wohl die geringste  Temperatur, die zum Beispiel für das Aus  treiben des Ammoniaks bei einer     Absorp-          tionskältemaschine    in Betracht kommt;  meist liegt sie sogar weit höher. Ausserdem  greifen die Salzlösungen     unlegiertes    Eisen  stark an, so dass die Verwendung teurer  Spezialmaterialien erforderlich     wird.     



  Auch die weiterhin vorgeschlagenen       Kohlenwasserstoffe    sind nicht geeignet, da  sie ebenfalls einen zu geringen Siedepunkt  besitzen und merkbar     mitverdampfen.     Ausserdem zersetzen sie sich bei längerem  Gebrauch infolge der Einwirkung der Hitze  und geben zu Verkrustungen an den Heiz  flächen Anlass.  



  Zur     Vermeidung    dieser Nachteile hat  man nun in neuerer Zeit für die Absorption  von Ammoniak oder Aminen an Stelle von  Wasser oder wässriger Lösungen feste  Stoffe, wie aktive Kohle oder auch feste  Salze, wie     Calciumahlorid    zu verwenden       versucht.    Man muss aber hierbei in Kauf  nehmen, dass man die     Maschinen    nicht mehr  kontinuierlich, sondern nur noch periodisch  betreiben kann, da diese festen Stoffe nicht  gepumpt werden können; auch muss man  ausserordentlich grosse und besonders kon  struierte Heizflächen einbauen, da sonst der  Wärmeübergang von der Wand auf den  festen Stoff schlecht ist.

   Man kann diese  Stoffe daher nur bei absatzweise arbeiten  den     Kleinkältemaschinen    verwenden, wo der  Wirkungsgrad der Anlage nicht von aus  schlaggebender Bedeutung ist.  



  Unter den     erwähnten    festen, wasserfreien  Salzen, die für die Absorption von Am  moniak oder andern     Kältemitteln    in Be-           tracht    kommen,     befinden    sich auch     einige,     die bei Zimmertemperatur, wenn man ge  nügend Kältemittel absorbieren lässt, mit  dem Kältemittel eine flüssige Verbindung  bilden. Diese Erscheinung ist bereits be  kannt, man hat aber diese Flüssigkeiten bis  her nicht in Betracht gezogen mit Aus  nahme der flüssigen Verbindungen von       Ammoniumnitrat    und     Ammoniumthiocyanat.     



  Diese Flüssigkeiten sind nun aber keines  wegs für die vorliegende Kältemaschine ge  eignet. Sie zersetzen sich     bereits    bei ca.  100  , sind vor allem explosiv und bilden bei  bereits     etwa   <B>30'</B> und 1     atabs    mit Ammoniak  feste Verbindungen. Bei höheren Tempera  turen, wie sie bei der Erzeugung von Kälte  tieferer Temperatur auftreten, sind sie     nicht     brauchbar.  



  Gegenüber allen diesen bekannten Ab  sorptionsmitteln besitzen die oben genannten       Lithiumsalze    und die     Perchlorate    eine Reihe       bedeutender    Vorteile. Da sie während des  ganzen Prozesses flüssig sind und hierbei  überhaupt     nicht    fest werden, so ist der  Wärmeübergang beim     Kühlen    und beim  Erhitzen dauernd gut; die Heizflächen wer  den daher     klein,    und     Sonderkonstruktionen,          wie    sie für feste Stoffe in Frage kommen,  sind überflüssig.  



  Da ausserdem diese Flüssigkeiten auch.  bei hohen Temperaturen nur reines Am  moniakgas abgeben, so kann die Temperatur  im     Austreiber    viel höher liegen als bei Ver  wendung von     wässrigen        Lösungen.    Hier  durch ist es möglich, im     Austreiber    die  Flüssigkeit so     ammoniakarm    zu machen,

    dass auch bei hohen     Absorbertemperaturen     im Absorber noch Ammoniak aufgenommen       wird.    Man kann daher entweder die Heiz  flächendifferenz im Absorber     zwischen    Ab  sorptionsflüssigkeit und Kühlwasser sehr  gross machen und so bei kleiner Absorber  kühlfläche eine grosse Kälteleistung erzielen  oder     den    Konzentrationsunterschied zwischen  der     ammoniakarmen    und     ammoniakreichen     Flüssigkeit erhöhen und damit die umlau  fenden Flüssigkeitsmengen und die Pumpen  leistung vermindern oder auch     den.    Tempe-         raturunterschied        zwischen    der erzeugten  Kälte und dem 

  Kühlwasser vergrössern. Die  genannten Absorptionsmittel eignen sich da  her besonders für hohe Kühlwassertempera  turen, wie es in den Tropen     vorkommt,    und  in den Fällen, wo Kälte tiefer Temperatur  verlangt wird, wie dies für verschiedene in  dustrielle Zwecke erforderlich ist.  



       Fig.    1 der Zeichnung zeigt ein Ausfüh  rungsbeispiel einer Kältemaschine gemäss  der Erfindung zum Erzeugen von Kälte  tiefer Temperatur.  



  1 ist der     Austreiber.    Hier wird durch  Wärmezufuhr aus der Absorptionsflüssig  keit, zum Beispiel     Lithiumnitratammoniakat,     bei 12     atabs    und<B>160'</B>     Ammoniakdampf    er  zeugt. Die     Beheizung    erfolgt durch Wasser  dampf in der Schlange 2; der Ammoniak  dampf wird im Kondensator 3 an der  wassergekühlten Schlange 4 niederschlagen.  Das flüssige Ammoniak fliesst über das  Drosselventil 5 in den     Ammoniakverdampfer     6. Hier verdampft es bei Unterdruck, zum  Beispiel bei 0,4     atabs    bei - 50   und er  zeugt Kälte. Eine durch die     Schlange    7  fliessende Kältesole wird dementsprechend  abgekühlt.

   Der     Ammoniakdampf    strömt  zum Absorber 8 und wird hier von flüssi  gem     Lithiumnitratammoniakat    ebenfalls bei  Unterdruck absorbiert. Die Affinität dieser  Flüssigkeit zum     Ammoniakdampf    ist so  gross, dass der Dampf bei einer Temperatur  von     +   <B>30'</B> aufgenommen wird. Die Flüs  sigkeit besitzt also infolge ihres hohen Salz  gehaltes einen bedeutend niedrigeren Dampf  druck als das Ammoniak bei einer um 40'  tieferen Temperatur, das heisst bei -10  ,  bei welcher Temperatur der Dampfdruck des  Ammoniaks immer noch 2,9     atabs    beträgt.  Die entstehende Wärme wird durch Schlange  9 auf Kühlwasser übertragen.

   Die     ammo-          niakreiche    Flüssigkeit     wird    durch Pumpe 10  durch den Temperaturwechsler 11 in den       Austreiber    1 gepumpt. Hier     wird    der auf  genommene     Ammoniakdampf    ausgetrieben  und die     ammoniakarme    Flüssigkeit fliesst       über    die Leitung 14, den Temperaturwechs  ler 11     und    Drosselventil 12 dem Absorber 8      wieder zu.

   Damit die     ammoniakreiche     Flüssigkeit im Temperaturwechsler 11 nicht  zum Sieden kommt, kann noch das Drossel  ventil 13 zwischen Temperaturwechsler 11  und     Austreiber    1 eingeschaltet werden, so  dass mittels dieses Drosselventils im Tempe  raturwechsler 11 ein höherer Druck aufrecht  erhalten werden kann als im     Austreiber    1.  



  Infolge des höheren Druckes im Tempe  raturwechsler 11 gelingt es, die     ammoniak-          reiche    Flüssigkeit auf eine höhere Tempe  ratur vorzuwärmen als dies bei     Austreiber-          druck    ohne Drosselventil 13 möglich wäre.  Wenn man den Temperaturwechsler 11 gross  genug macht, kann man erreichen, dass die       ammoniakreiche        Flüssigkeit    nahezu die  Temperatur der     ammoniakarmen    Flüssigkeit  im     Austreiber    1 annimmt.

   Dadurch wird der  Wärmebedarf für den     Austreiber    1     vermiu-          dert    und dies ist wichtig, weil infolge des  grossen Temperaturunterschiedes zwischen  dem Verdampfer 6 für das Kältemittel und  dem Absorber 8 auch der Temperaturunter  schied zwischen dem Absorber 8 und dem       Austreiber    1 gross wird und infolgedessen  zur     Beheizung    Dampf höherer Spannung  verwendet werden muss, der teurer ist als  der Abdampf für die übliche     Absorptions-          kältemaschine.     



  Die Anlage ist hier in einer einfachen  Form dargestellt. Man kann zur Erhöhung  der     Leistung    natürlich alle die Hilfsmittel  anwenden, wie zum Beispiel     Vorkühlung    des  flüssigen Ammoniaks und dergleichen mehr,  wie sie für die mit Ammoniak und Wasser  arbeitenden     31aschinen    bekannt sind. Eben  so kann man auch hier die bekannten Kon  struktionen für den     Austreiber    und Absor  ber anwenden.     Rektifiziereinrichtungen,     wie sie für den Verdampfer sonst notwendig  sind, fallen allerdings gänzlich fort, was  natürlich ein grosser Vorteil ist.  



  Wie man sieht, ist es ohne weiteres mög  lich, mit Hilfe von     Lithiumnitratammonia-          kat    Kälte von - 50  , bei Kühlwassertempe  raturen von     -r-    20   zu erzeugen. Ebenso ge  lingt es auch, unter Anwendung der ent-    sprechenden Drucke und Temperaturen,  Kälte von - 20   bei einer Kühlwasser  temperatur bis zu 40   zu erzeugen, wie dies  in den Tropen erforderlich ist.

   Dies alles  bedeutet also eine wesentliche Verbesserung  für das     Absorptionsverfahren,    der Betrieb  wird wirtschaftlicher, und in vielen Fällen,  wo bisher nur die Anwendung des Kom  pressionsverfahrens in Frage kam, kann  nunmehr die Absorptionsmaschine mit Er  folg betrieben werden, und sogar mit besse  rem wirtschaftlichen Wirkungsgrad als die       Kompressionskältemaschine.    Dies wird im  mer dann der Fall sein, wenn als Betriebs  kraft Dampf oder eine adere Wärmequelle  zur Verfügung steht, da dann die Erzeu  gung der für den Kompressor notwendigen  mechanischen Energie fortfällt und die  Wärme unmittelbar verwendet werden kann.

      Verwendet man zum Betrieb der Kälte  maschine Flüssigkeiten, wie zum Beispiel       Zinkchloridammoniakat,    so kann man die  Temperatur im Absorber sogar so hoch stei  gern, dass man diesen nicht mehr mit Kühl  wasser zu kühlen braucht, sondern man  kann mit Hilfe der freiwerdenden Wärme  gespannten Wasserdampf erzeugen, der zur  Energieerzeugung oder zur     Beheizung    aus  genutzt werden kann. Man kommt so zu  einer gleichzeitigen Erzeugung von Kälte  und von gespanntem Wasserdampf.    In     Fig.    2 ist ein Ausführungsbeispiel  einer derartigen Kältemaschine dargestellt.

    In dem     Austreiber    1 befindet sich zum Bei  spiel geschmolzenes     Zinkchlorid-Diammonia-          kat    bei einer Temperatur von etwa 450    und einem Druck von 12     atabs.    Dieses wird  durch die Wärme der Feuerung 15 zum  Teil in     Zinkchlorid-Monammoniakat    und       Ammoniakdampf    gespalten. Der Ammoniak  dampf von 12     atabs    Druck und 450' ge  langt durch das Drosselventil 16 und den  Temperaturwechsler 17, in dem er sich zum  Beispiel auf etwa<B>50'</B> abkühlt, in den Kon  densator 3. Durch die Kühlschlange 4 wird  dem     Ammoniakdampf    hier Wärme ent  zogen, so dass er kondensiert.

   Das flüssige           Ammoniak    von etwa<B>30'</B> strömt darauf  durch das     Drosselventil    5 in den Verdampfer  6, wo es unter niedrigem Druck, zum Bei  spiel '3     atabs,    bei<B>-10'</B> wieder verdampft  wird. Die hierfür erforderliche Wärme  stellt die     Kälteleistung    der Anlage dar,     und     sie kann entweder der Wärme der Umge  bung oder der Wärme einer die Heizschlange  7     durchströmenden,    abzukühlenden Flüssig  keit     entnommen    werden.

   Je nach der ge  wünschten Temperatur der Kälteleistung       wird    der Druck im Verdampfer 6 verschie  den sein; je niedriger der Druck ist, umso       tiefer    ist die Temperatur der erzeugten  Kälte. Der dem Verdampfer 6     entweichende          Ammoniakdampf        wird    in dem Temperatur  wechsler 17, entsprechend der vorherigen  Abkühlung, wieder erwärmt (zum Beispiel  bei einer     Verdampfungstemperatur    von  -10   im Verdampfer 6 würde er auf 390    erwärmt werden) und wird     sodann    dem Ab  sorber 8 zugeführt.

   Hier wird er mit flüs  sigem     Zinkchlorid-Monammoniakat    durch  den Verteiler 18 in Berührung gebracht,  wodurch sich unter     Wärmeentwicklung    die  ursprüngliche Verbindung     (Zinkchlorid-          Diammoniakat)    zurückbildet. Bei den an  gegebenen     Verhältnissen        tritt    diese     Wärme-          entwicklung    bei einer Temperatur von etwa  <B>350'</B> ein.

   Die Flüssigkeit wird durch die  Pumpe 19; Heizschlange 20 und     Rohrlei-          tung    21 im     Kreislauf    geführt, wobei sie die  im     Absorber    8 freiwerdende Wärme an den  Wasserverdampfer 22 abgibt und in ihm ge  spannten Wasserdampf, zum Beispiel von  100     atm    erzeugt.  



  Zur Aufrechterhaltung konstanter Ge  mische von     Zinkchlorid-Monammionakat    und       Zinkchlorid-Diammoniakat    (also konstanter  Konzentrationen) im     Austreiber    1 und im       Absorber    8 stehen beide durch eine Ring  leitung miteinander in     Verbindung.    Die im  Absorber 8 befindliche Flüssigkeit wird  durch die     Pumpe    10 in den Temperatur  wechsler 11 und weiter über das Drosselven  til 13 in den     Austreiber    1 geführt, während       gleichzeitig    eine entsprechende Flüssigkeits  menge durch die Rohrleitung 14,

   den Tem-         peraturwechsler    11 und weiter durch das       Drosselventil    12 zum Absorber 8     zurücl@-          gelangt.     



  Durch die Überhitzung im Temperatur  wechsler 17 wird der Wirkungsgrad der An  lage beträchtlich erhöht. Ohne sie müsste die  Wärmemenge, die im     Temperaturwechsler     17 dem vom     Austreiber    1 zum Kondensator  3 strömenden Dampf entzogen wird, auf  das Kühlwasser des Kondensators 3 über  tragen     und    somit nutzlos abgeführt werden,  während jetzt diese Wärmemenge im Ab  sorber 8 frei wird und zur Erzeugung von  gespanntem Wasserdampf verwendet wird.  



  Der Vorteil gegenüber andern Absor  bern liegt darin, dass in den Absorber durch  die     Leitung    21 eine grosse Menge an Flüs  sigkeit eingespritzt werden kann, so dass  eine schnelle     Absorption    bis zur grösstmög  lichen Sättigung     stattfindet.    Für die Ab  sorption bei Unterdruck, wo es sich um  grosse Dampfvolumen handelt, ist dies be  sonders wichtig.  



  Für den Fall, dass der im Wasserver  dampfer 22 erzeugte Wasserdampf der Kraft  erzeugung dient, aber noch weitere Kraft  mengen benötigt werden, oder dass man die  Erzeugung von Kraft und Kälte     zum     Zwecke der Belastungsregelung gegeneinan  der abgleichen will, kann man zu der zwi  schen Drosselventil 16 und Absorber 8 ange  ordneten Kälte erzeugenden Apparatur  (3, 4, 5, 6, 7, 17) eine     Ammoniakdampf-          turbine    23 parallel schalten, und so den im       Austreiber    1 erzeugten     Ammoniakdampf     abwechselnd ganz oder teilweise die Kälte  anlage oder die Kraftanlage betreiben  lassen.  



  Es ist auch möglich, die im Absorber 8  freiwerdende Wärme nicht nur zur Erzeu  gung von Wasserdampf, sondern auch ander  weitig, zum Beispiel für     Beheizung    von       Apparaturen    oder dergleichen, zu verwen  den.  



  Neben     Zinkchloridammoniakat        kommen     als Absorptionsmittel für vorliegende Kälte  maschine noch die     Ammoniakate    von andern       Metallhalogeniden    in Frage, wie     zum    Bei-      spiel     Zinkbromid,    Aluminiumchlorid,     Magne-          siumjodid,        Kaliumbromid,        Lithiumehlorid,          bezw.    Gemische von diesen Salzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kontinuierlich arbeitende Absorptions- kältemaschine, bei der das Absorptionsmittel eine aus einem oder mehreren wasserfreien, unflüchtigen Salzen und dem flüssigen Kältemittel zusammengesetzte Flüssigkeit ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Tempe raturunterschied zwischen dem Verdampfer für das Kältemittel und dem Absorber 40 C oder mehr beträgt. UNTERANSPRt1CHE 1. Kältemaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Dampf des Kältemittels bei einem Druck unter halb des Atmosphärendruckes von der Absorptionsflüssigkeit absorbiert wird. ?.
    Kältemaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Absorp tionsflüssigkeit Lithiumnitratammonia- kat ist. 3. Kältemaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Absorp tionsflüssigkeit ein Alkaliperchlorat- Ammoniakat ist. 4. Kältemaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die vom Ab sorber (8) zu dem Austreiber (1) strö mende Flüssigkeit unter einen Druck ge setzt wird, der höher ist als der Druck im Austreiber (1). 5.
    Kältemaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bei der Absorption freiwerdende Wärme in einen von dem Absorber getrennten Wärmeaustauscher abgeführt wird, der mit dem Absorber durch eine Umlauf- leitung verbunden ist, und dass die Ab sorptionsflüssigkeit mit Hilfe einer Pumpe einen ständigen Kreislauf zwi schen dem Absorber und dem Wärmeaus tauscher beschreibt. 6. Kältemaschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass Absorptions wärme bei höherer Temperatur als die Kondensationswärme des Kältemittels abgeführt und nutzbar verwendet wird. 7.
    Kältemaschine nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die bei höherer Temperatur als die Konden sationswärme abzuführende Absorptions wärme zur Erzeugung von gespanntem Wasserdampf ausgenutzt wird. B. Kältemaschine nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab sorptionsflüssigkeit ein Metallhalogenid- Ammoniakat ist. 9. Kältemaschine nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab sorptionsflüssigkeit Zinkchloridammo- niakat ist. 10.
    Kältemaschine nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Austreiber zum Kondensator und der vom Verdampfer zum Absorber strö mende Dampf im Gegenstrom durch einen Temperaturwechsler geführt wird. 11. Kältemaschine nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Aus treiber erzeugter Dampf zeitweise der Krafterzeugung in einer zwischen Aus treiber und Absorber angeordneten Kraftmaschine dient.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3004197A1 (de) * 1980-02-06 1981-08-27 GST Gesellschaft für Systemtechnik mbH, 4300 Essen Verfahren zu rueckgewinnen von waermeenergie, die in den brueden von fuer thermische stofftrennprozesse eingesetzten mehrstufenverdampfern enthalten ist, und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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DE3004197A1 (de) * 1980-02-06 1981-08-27 GST Gesellschaft für Systemtechnik mbH, 4300 Essen Verfahren zu rueckgewinnen von waermeenergie, die in den brueden von fuer thermische stofftrennprozesse eingesetzten mehrstufenverdampfern enthalten ist, und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
EP0033849A3 (en) * 1980-02-06 1981-09-02 Buckau-Walther Aktiengesellschaft Method for the recuperation of thermal energy contained in the vapours of multi-step evaporators used in thermal mass-transfer processes, and device for carrying out this method

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