CH180810A - Verfahren zur Herstellung von l-Ascorbinsäure (C-Vitamin). - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von l-Ascorbinsäure (C-Vitamin).

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CH180810A
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/34Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D307/56Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D307/62Three oxygen atoms, e.g. ascorbic acid

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     1-Ascorbinsäure        (C-Vitamin).       Die physiologisch wichtige     1-Ascorbin-          säure    ist vor kurzem synthetisch aus     l-Xylo-          son    (=     l-Lyxoson)    durch     Einwirkung    von  Blausäure und nachträgliche saure     Verseifung     bereitet worden. Sie hat sieh mit den in der  Natur aufgefundenen Körpern als identisch  und auch biologisch als wirksames     C-Vitamin     erwiesen     (Helv.        Chim.    Acta. 16, 1933, S.1019).  



  Dieses erste Verfahren hat den Vorteil  eines sehr allgemeinen Anwendungsbereiches;  es hat bisher in allen untersuchten Fällen die  entsprechenden     3-Ketosäuren,        bezw.    ihre An  hydride ergeben. Für die spezielle Bereitung  der     l-Ascorbinsäure    hat es dagegen den Nach  teil, dass das nötige Ausgangsmaterial, das       l-Xyloson,    nur sehr schwierig und auf kost  spieligem Wege zu beschaffen ist. Auf der  Suche nach einer technisch besser brauch  baren Methode wurde ein weiterer Weg auf  gefunden.

   Nach diesem neuen Weg wird       1-Ascorbinsäure    dadurch gewonnen, dass     2-          Keto-l-gulonsäure    gegebenenfalls nach vor  heriger     Veresterung    zunächst mit zur     Eno-          lisierung    geeigneten alkalischen Mitteln, dann    mit starken Säuren behandelt wird (Patent  Nr. 174208).  



  Es wurde nun gefunden, dass sich dieselbe  Umlagerung auch bei saurer Reaktion voll  zieht, und zwar bei Temperaturen von etwa  <B>600</B> C an aufwärts mit rasch steigender  Geschwindigkeit. Das Erwärmen der     2-Keto-l-          gulonsäure    kann ohne weiteren Zusatz oder  nach vorangegangener Verdünnung mit festen  oder flüssigen Verdünnungsmitteln erfolgen.  Ferner können auch katalytisch wirksame  Zusätze, z. B. organische oder anorganische  Säuren, Salze und dergleichen, zugesetzt  werden.  



  Da die     1-Ascorbinsäure    lange andauerndes  Erhitzen schlecht verträgt, empfiehlt es sich,  bei der technischen Durchführung der Um  lagerung die Behandlung nach Umwandlung  eines Teils der     2-Keto-l-gulonsaure    zu unter  brechen, die entstandene Ascorbinsäure in  geeigneter Weise abzutrennen, um sie vor  Zersetzung zu schützen und mit der zurück  gewonnenen     2-geto-l-gulonsäure    dasselbe Ver  fahren zu wiederholen.      <I>Beispiel 3:</I>  19 Teile     2-Keto-l-gulonsäure    werden mit  100 Teilen wässeriger     0,2-normaler    Salzsäure  drei Stunden auf<B>1000</B> erhitzt.

   Die schwach  gelbe Lösung wird im Vakuum zum Sirup  eingedampft und, falls keine Kristallisation  eintritt, mit einer Spur reiner     2-Keto-l-gulon-          säure    geimpft. Nach kurzem Stehen wird  mit Aceton durchfeuchtet, abgesaugt, mit  wenig Alkohol und dann mit Aceton gewa  schen. Man erhält auf diese Weise 14 Teile       2-Keto-l-gulonsäure    zurück. Die     2-Keto-l-gu-          lonsäure    muss gegen saure Jodlösung inaktiv  sein, sonst muss sie nochmals umkristallisiert  werden.  



  Die Mutterlaugen werden im Vakuum  zum Sirup eingedampft, mit wenig Ascorbin  säure geimpft, der entstehende Kristallbrei  mit Aceton befeuchtet und abgesaugt. Die       Ausbeute    beträgt 3 Teile Ascorbinsäure.  



  Die verbleibenden Mutterlaugen geben bei  weiterer Aufarbeitung noch geringe Mengen  von     l-Ascorbi.nsäure    und     2-Keto-l-gulonsäure.     



  Die erhaltenen 14 Teile     2-Keto-l-gulon-          säure    werden erneut mit der fünffachen  Menge     0,2-normaler        Salzsäure    während drei  Stunden auf 100 0 erhitzt. Wenn man, wie  oben beschrieben, aufarbeitet, so erhält man  2,1 Teile     1-Ascorbinsäure    und 9,5 Teile     2-          Keto-l-gulonsäure.     



  Unter Berücksichtigung der jeweils zu  rückgewonnenen     2-Keto-l-gulonsäure    beträgt  die Ausbeute an     1-Ascorbinsäure    bei der     Um-          lagerung        auf        diese        Weise        etwa        60        %        der     Theorie.  



  <I>Beispiel 2:</I>  100 Teile     2-Keto-l-gulonsäure    werden  in 500 Teilen Wasser in Kohlendioxydatmo  sphäre 2 Stunden lang auf 1000 erhitzt. Die  Lösung wird im Vakuum zum Sirup ein  gedampft und dieser mit etwas     2-Keto-l-gu-          lonsäure    geimpft, wobei er rasch kristalli-         siert.    Die Kristalle werden     abgenutscht    und  mit etwas Aceton gewaschen. Die Mutter  lauge wird im Vakuum zum Sirup einge  dampft, dieser mit etwas Ascorbinsäure ge  impft, kristallisieren gelassen, die Kristalle       abgenutscht    und mit etwas Aceton gewa  schen. Diese Arbeitsweise wird mit der ver  bleibenden Mutterlauge nochmals wiederholt.

    Aus den letzten Mutterlaugen kann noch  wenig     Ascorbinsäure    über das Bleisalz ge  wonnen werden. Insgesamt werden unmittel  bar durchschnittlich 82,5 Teile reine     2-Keto-          l-gulonsäure    zurückerhalten, sowie etwa 8  Teile reine Ascorbinsäure. Die erstere dient  für einen neuen Ansatz; bei Berücksichti  gung der zurückgewonnenen Menge beträgt  die Ausbeute an reiner Ascorbinsäure etwa       50%        der        Theorie.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 1-Ascor- binsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Keto-l-gulonsäure bei saurer Reaktion er wärmt. UNTERANSPRüCHE I. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart von Verdünnungsmitteln vor genommen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Reaktionsgut sauer reagierende Stoffe zugesetzt werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion nach der Bildung einer relativ geringen Menge Ascorbinsäure unterbrochen und nach Ab trennung der Ascorbinsäure die zurück gewonnene 2-Keto-l-gulonsäure erneut der Umlagerung unterworfen wird.
CH180810D 1935-06-18 1933-12-09 Verfahren zur Herstellung von l-Ascorbinsäure (C-Vitamin). CH180810A (de)

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