CH181017A - Vorrichtung zur Herstellung von nahtlosen Rohren. - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von nahtlosen Rohren.

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CH181017A
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  Vorrichtung zur     Tierstellung    von nahtlosen Rohren.    Beim     Rohrstossverfahren    tritt am Boden  der     Rohrluppe,    also an :der Angriffsstelle des  Stossdornes die höchste Beanspruchung auf,  und diese bestimmt die Höchstzahl der Ka  liber, die man gleichzeitig auf das Werk  stück einwirken lassen darf, und von der die  in einer Hitze erzielbare höchste Streckung  der     Rohrluppe    abhängt.  



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, den       mittelst    des Dornes bewirkten Vorschub des  Werkstückes durch mindestens einen zwi  schen die     hintereinanderfolgenden    Rollen  kaliber geschalteten, am Werkstück selbst  angreifenden     Vorschub-Kaliberwalzensatz    zu  unterstützen, dessen Walzen einen für das  Einziehen des     Werkstückes    genügend grossen  Durchmesser aufweisen. Dadurch lässt sich  zwar die in je einem Kaliber ausführbare  Streckung steigern und die an der Angriffs  stelle des     Stossdornes    auftretende Beanspru  chung vermindern, jedoch ist diese Einrich  tung wegen der Notwendigkeit des Antriebes  der     Kaliberwalzen    umständlich.

      Die Erfindung bezweckt nun eine Ver  minderung der beim Stossverfahren an der  Angriffsstelle des     Stossdornes    auftretenden  Beanspruchung des Werkstückes auch ohne  angetriebene     Kaliberwalzen.     



  Da die Rollenkaliber in je einem Kaliber  eine möglichst weitgehende Streckung mit  möglichst geringem Reibungswiderstand zu  lassen sollen, so dürfen die Rollen nur einen  möglichst kleinen Durchmesser aufweisen,  der zweckmässig von der Grössenordnung :des       Kaliberdurchmessers,    jedenfalls aber kleiner  als der doppelte     Kaliberdurchmesser    ist. Eine  Steigerung des Rollendurchmessers .der Ka  liher führt zu einer Erhöhung der im Kaliber  entstehenden Reibung und zu einer Herab  setzung der Grenze der im Kaliber erziel  baren Streckung, bis bei genügend weit  gehender Vergrösserung des Rollendurchmes  sers die Reibung so gross wird, dass bei an  getriebenen Rollen diese das Werkstück zwi  schen sich einziehen könnten, auch wenn das  Werkstück nicht mittelst des Dornes vor-      geschoben würde.

   Hierzu wird man in der  Praxis Walzen verwenden müssen, deren  Durchmesser ein Vielfaches des Kaliber  durchmessers, jedenfalls mehr als das Vier  fache desselben beträgt. Die Erfindung ver  wertet nun diese Erkenntnis in der Weise,  dass ausser den     Streckungskalibern    noch Rei  bungskaliber angeordnet sind, die gleich  falls lose Rollen besitzen, welche einen  kleinsten Durchmesser aufweisen, der grösser  ist als der kleinste Durchmesser der Rollen  der übrigen, das heisst der     Streckungskaliber.     Die     Streckungskaliber    sollen bei geringer  Reibung eine möglichst weitgehende     Strek-          kung    bewirken, weshalb die Rollen dieser  Kaliber einen möglichst geringen Durch  messer erhalten sollen,

   der keinesfalls das  Zweifache des     Kaliberdurchmessers    erreichen  darf. In den Reibungskalibern braucht keine  nennenswerte Streckung stattfinden. dagegen  soll eine möglichst grosse Reibung auftreten,  was dadurch erzielt wird, dass der Durch  messer der Rollen der Reibungskaliber grösser  ist als derjenige der Rollen der     Streckungs-          kaliber.        Die    Reibungskaliber können ent  weder zwischen oder hinter den     Streckungs-          kalibern    angeordnet sein.

   In den Reibungs  kalibern wirken beim Durchstossen des vom  Dorn mitgenommenen Werkstückes verhält  nismässig hohe Druckkräfte auf das Werk  stück, die es fest an den Dorn pressen, wo  durch grosse, entgegengesetzt zur Richtung  der     Vorschubbewegung,    also auch entgegen  gesetzt zu der durch den Stossdorn erzeug  ten Zugbeanspruchung gerichtete Reibungs  kräfte entstehen, welche die Zugbeanspru  chung vermindern. Der kleinste Durchmesser  der Rollen der Reibungskaliber ist zweck  mässig kleiner, als der bei angetriebenen  Walzen zum Einziehen und Vorschieben     cles     Werkstückes erforderliche.

   Bezeichnet man  den lichten     Kaliberdurchmesser    mit d, so    wird eine zweckmässige Grösse für den klein  sten Durchmesser der Rollen der Reibungs  kaliber zwischen 1,5<I>d</I> und<I>4 d</I> liegen.  



  Die Anordnung der Reibungskaliber kann  beispielsweise wie in der Zeichnung erfol  gen, indem ein Reibungskaliber 8a hinter  dem letzten     Streckungsrollenkaliber        5a        an-          geordent    wird und ausserdem -bei einer  grösseren Anzahl von hintereinander geschal  teten     Streckungskalibern    - zwischen diesen.  je nach der Anzahl dieser letzteren, noch ein  oder mehrere weitere Reibungskaliber     81-!     eingeschaltet werden können.  



  Zweckmässig werden die Reibungskaliber  aus einer kleineren Rollenzahl zusammen  gesetzt als die     Streckungskaliber.    So zum  Beispiel bestehen     zweckmässig    die     Reibungs-          l@aliber    aus zwei Walzen und die     Streckungs-          kaliber    aus drei oder mehreren Rollen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:. Vorrichtung zur Herstellung von naht losen Rohren durch Hindurchzwängen einer auf einem Dorn sitzenden Luppe durch eine Anzahl von hintereinander geschalteten Rol lenkalibern mit losen Rollen, dadurch ge kennzeichnet, dass ausser Streckungskalibern noch Reibungskaliber angeordnet sind, die Rollen besitzen, welche einen kleinsten Durch messer aufweisen, der grösser ist als der kleinste Durchmesser der Rollen der übrigen Kaliber, das heisst der Streckungskaliber. UNTERANSPRUCH:
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungs kaliber (8a, 8b) eine kleinere Rollenzahl auf weisen als die Streckungskaliber (5b,<B>5e,</B> 5d).
CH181017D 1934-02-07 1934-10-18 Vorrichtung zur Herstellung von nahtlosen Rohren. CH181017A (de)

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CH181017D CH181017A (de) 1934-02-07 1934-10-18 Vorrichtung zur Herstellung von nahtlosen Rohren.

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