Apparat zur Erzeugung von Dauerwellen. Die Erfindung bezieht sich auf einen Apparat zur Erzeugung von Dauerwellen mit Wellgeräten, von denen jedes einen zur Auf nahme des Haarwickels dienenden innen beheizten Haarwickelstab (Innenheizkörper) und einen über den Haarwickel gestülpten, diesen von aussen mit Wärme beschickenden Heizkörper (Aussenheizkörper) besitzt.
Bei Apparaten zur Erzeugung von Dauer wellen mit Stromverteiler für die Wellgeräte der genannten Art ist es bekannt, die einen Polstifte der Wellgeräte mittelst eines Brük- kenkontaktes zu verbinden und die andern Polstifte der Wellgeräte mittels Stecker buchsen an den Stromverteiler anzuschliessen. Eine solche Ausführung ist dazu bestimmt, eine gleichzeitige Innen- und Aussenbehei- zung der Haarwickel herbeizuführen.
Auch sind Stromverteiler bekannt, bei denen für jeden einzelnen Polstift der Wellgeräte ge sonderte Steckbuchsen mit Zuleitungen vor gesehen sind, so dass es möglich ist, sowohl durch Anschluss sämtlicher Zuleitungen an die Wellgeräte eine gleichzeitige Innen- und Anssenbeheizung der Haarwickel durchzu führen, als auch durch Anschluss nur des einen oder andern Heizkörpers eines Well- gerätes (Heizstab bezw. Aussenheizkörper)
mittels der Steckbuchsen je nach Wunsch während der Behandlung entweder gleich zeitig innen und aussen oder aber nur innen bezw. nur aussen zu heizen.
Diese Art der Handhabung hat sieh zwar in ihrer Auswir kung auf das Haar in der Praxis ausser ordentlich günstig erwiesen, da es möglich ist, die Intensität der Wärmebeeinflussung der Haare an den Spitzen- und Wurzelpar tien je nach Wunsch und Erfordernis zu überwachen, jedoch bietet diese Handhabung für sich infolge der Umständlichkeit ihrer Durchführung beträchtliche Nachteile, deren wesentlichster darin zu sehen ist, dass bei wiederholtem Umstecken ohne weiteres die Möglichkeit von Fehlanschlüssen gegeben ist,
so dass die elektrische Bedienung der Well- geräte auf diese Weise sehr umständlich und zeitraubend wird. In der Praxis macht sich dies um so mehr unangenehm bemerkbar, als bei der Herstellung von Dauerwellen die ver schiedenen gleichzeitig auf ein und dem selben Kopf verwendeten Wellgeräte je nach der Lage und Länge der von ihnen zu be heizenden Haare (Deck-, Nacken-, Schläfen haare usw.) einen unterschiedlichen Einfluss auf diese ausüben, und daher je für sich überwacht und erforderlichenfalls durch Um stecken ein- bezw. ausgeschaltet werden.
Soll nun gar die in der Praxis vorteilhafteste Wärmebehandlung, nämlich zuerst Aussen heizung, dann Innenheizung, dann gleich zeitige Innen- und Aussenheizung, dann ge gebenenfalls noch Aussenheizung allein, ver wendet werden, so bedeutet die Durchfüh rung dieser Wärmebehandlung für den Coif feur eine ausserordentlich umständliche und zeitraubende Arbeit, da er unter ständiger grösster Aufmerksamkeit zwecks Vermei dung von Fehlanschlüssen, die Steckerver- bindungen der einzelnen Heizkörper der Wellgeräte wiederholt lösen und wieder her stellen muss.
Der Zweck der Erfindung ist nun die Schaffung eines Apparates zur Erzeugung von Dauerwellen mit einem Stromverteiler der genannten Art, der so ausgebildet ist, dass das umständliche und zeitraubende Um stecken der elektrischen Anschlüsse vermie den ist und dass auf einfachste Weise je nach Wunsch und Erfordernis gleichzeitige In nen- und Aussenheizung bezw. Innen- oder Aussenheizung allein benutzt werden kann.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass der Apparat einen Stromver teiler mit in die Stromzuleitungen zu den einzelnen Heizkörpern der Wellgeräte ein geschalteten Steuerungsmitteln besitzt, die es ermöglichen, den Heizstrom so zu steuern, dass er entweder nur den Aussenheizkörpern oder nur den Innenheizkörpern oder beiden gleichzeitig zugeführt wird.
Diese Steuerungsmittel können ' gemein sam oder einzeln steuerbare Schalter für die Stromzufuhr zu den einzelnen Innen- und Aussenheizkörpern der Wellgeräte aufweisen. Vorzugsweise sind dabei diese Schalter zu einem Serienschalter vereinigt.
Um ferner noch auf an sich bekannte Weise auch die Intensität der Heizwirkung der einzelnen Heizkörper der Wellgeräte steuern zu können, ist vorzugsweise die An ordnung getroffen, dass die Steuerungsmittel noch Regler enthalten, dass also zum Beispiel der Serienschalter mit einem Stromregler, zum Beispiel einem Regelwiderstand, zu sammengeordnet ist, der eine Regelung der tromstärke gestattet.
S<B>8</B> Die Ausbildung des Erfindungsgegen standes ist auf verschiedenste Weise möglich. So können die polgleichen Stromzuleitungen zu den beiden Heizkörpergruppen je zusam- mengefasst sein und an einen Serienschalter angeschlossen werden, der zum Beispiel vier Schaltstufen hat, und zwar 1. Innenheizung, ?. Aussenheizung, 3. Innen- und Aussenhei zung gleichzeitig, und 4. Null- oder Aus schaltstellung.
Auch kann eine oder mehrere Stufen des Serienschalters zusammengeord net sein mit einem Stromregler, zum Beispiel einem Regelwiderstand, der die Möglichkeit bietet, die Stromstärke des den Innenheiz körpern und bezw. oder den Aussenheiz körpern zugeführten Stromes und damit auch die Heizwirkung dieser Heizkörper zu regeln.
Eine weitere Ausführungsmöglichkeit be steht darin, dass die Stromzuleitungen zu den einzelnen Heizkörpern je für sich mit Steue- rungsmitteln ausgerüstet sind, die einzeln betätigt werden können, oder zum Beispiel mittelst einer geeigneten Relaisschaltung ge meinsam von einem Hauptschalter aus steuer bar sind.
Diese Steuerungsmittel können aber auch unmittelbar in den Anschluss- steckern selbst untergebracht sein, so dass die Möglichkeit gegeben ist, ohne Abnehmen der Anschlussstecker die Stromzufuhr zu den einzelnen Heizkörpern je einzeln oder grup penweise zu steuern.
In Fig. 1 und 2 der beiliegenden 7eich- nung sind zwei beispielsweise Schaltungs- Schemata.; des Stromverteilers eines erfin dungsgemässen Apparates zur Erzeugung von Dauerwellen dargestellt.
Bei dem Ausführungsbeispiel des Appa rates bezw. Stromverteilers nach Fig. 1 ist für alle Innen- und alle Aussenheizkörper zu sammen je ein Schalter und je ein Regler vorgesehen, bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die beiden Schalter zu einem Serienschalter vereinigt. Es ist in beiden Beispielen nur ein Wellgerät dar gestellt, die andern liegen über Steckvor richtungen parallel dazu.
In Fig. 1 führt die eine von der Strom quelle kommende Leitung direkt zu dem einen Pol der Innenheizkörper 1 und der Aussenheizkörper 2. Die andere Leitung ist geteilt, und zwar führt der eine Teil über den Schalter 3 und den Regulierwiderstand 4 zu dem andern Pol der Aussenheizkörper \? und der andere Teil über den Schalter 5 und den Regulierwiderstand 6 zu dem andern Pol der Innenheizkörper 1. Parallel zu den Heizkörpern sind die Voltmeter 7, 8 an geordnet.
In Fig. 2 sind die beiden Schalter 3 und 5 der Fig. 1 zu einem Serienschalter 9 mit den Schaltstellungen "0", "Innenheiz- körper .l", "Innen- und Aussenheizkörper <I>7 A",</I> "Aussenheizkörper <I>A"</I> vereinigt.
Die Schalter und Regler können an einer beliebigen Stelle zwischen den Wellgeräten und der Stromquelle angeordnet sein. Be sonders zweckmässig ist zum Beispiel die Unterbringung in der bei fast allen Appara ten zur Erzeugung von Dauerwellen bekann ten Stromverteilerhaube, an der die Litzen trauben hängen.
An Stelle der Zusammenfassung der In nenheizkörper und der Aussenheizkörper zu je einer einzigen Schaltgruppe können die Heizkörper der Wellgeräte auch in mehrere Gruppen mit je einem Schalter, zum Beispiel je nach ihrer Verwendung an den verschie denen Teilen des Kopfes, eingeteilt werden. Prinzipiell kann sogar jedes Wellgerät eines Apparates zur Erzeugung von Dauerwellen für sich mit einer Schalteinrichtung nach Fig. 1 und 2 ausgerüstet werden, was aber wohl praktisch nicht in Frage kommt.
Die Fig. 3 und 6 zeigen zwei Ausfüh rungsbeispiele einer Haube, in der die Strom verteiler nach Fig. 1 bezw. 2 untergebracht sind. Als Stromquelle dient bei beiden Aus führungsbeispielen ein Transformator, der auf einem Fahrgestell im Gehäuse 10 unter gebracht ist. Die Stativsäule 11, in der die zu den Heizkörpern führenden Leitungen liegen, trägt eine Haube 12, welche die Schalt- und Regelorgane analog .der Fig. 1 enthält.
Mit 13, 14, 15 sind in Fig. 3 Schal ter, Regler und Voltmeter für die Innenheiz körper, mit 16, 17, 18 Schalter, Regler und Voltmeter für die Aussenheizkörper bezeich net. Die Heizkörper werden zu je acht über die Kabelbündel 19 an die vier Dreifach steckdosen 20 angeschlossen. Die Ausfüh rungsform nach Fig. 6 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 3 nur dadurch, dass an Stelle der Schalter 13 und 16 entsprechend der Fig. 3 ein Serienschalter 21 vorhanden ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 mit Variante nach Fig. 5 ist zur Vermeidung einer Überhitzung der Haarwickel durch ge eignete Mittel Vorsorge getroffen, dass beim Einschalten gleichzeitiger Innen- und Aussen heizung durch die Innen- und/oder die Aussenheizkörper automatisch ein geringerer Strom fliesst, als wenn nur Innen- oder nur Aussenheizung vorhanden ist.
Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass beim Ein schalten gleichzeitiger Innen- und Aussen heizung durch das einschaltende Organ gleich- zeigig Widerstände in die Stromzuleitung zu den Innenheizkörpern oder zu den Aussen heizkörpern oder auch zu beiden geschaltet werden, die bei Innenheizung und/oder Aussenheizung allein automatisch durch das Hauptschaltorgan kurzgeschlossen sind.
Fig. 4 zeigt die Anordnung und Ausbil dung eines Serienschalters, durch den in der Schaltstellung "Innen- und Aussenheizung" automatisch der Innenheizstrom verringert wird. Bei dem Serienschalter Fig. 5 wird in der Schaltstellung "Innen- und Aussen- heizung" sowohl der Innenheizstrom, als auch der Aussenheizstrom vermindert.
In gleicher Weise wie in Fig. 4 nur der Innenheizstrom ist auch eine Verringerung des Aussenheiz stromes allein möglich. In beiden Figuren (4 und 5) ist die Stellung "Aus" des Serien schalters gezeichnet. Ausserdem ist nur ein einziges Wellgerät dargestellt, die andern können über Steckvorrichtungen parallel da zu geschaltet sein.
In Fig. 4 führt von der Stromquelle die eine Leitung direkt zu dem einen Pol das Innenheizkörpers 1 und des Aussenheizkör pers 2. Die andere Leitung ist über den Serienschalter 3 mit den Schaltstellungen "0 ". "Innenheizung J" "Innen- und Aussenheizung <I>JA",</I> "Aussenheizung A" geführt.
In die Lei tung von dem einen Kontakt 22 des Serien schalters zu dem Innenheizkörper 1 ist ein Widerstand 4 gelegt, dessen dem Serienschal ter abgewandtes Ende durch die Leitung 5 mit einem zweiten, dicht neben dem ersten liegenden Kontakt 2.3 des Serienschalters verbunden ist. Das Kreuzstück des Schal ters trägt ein Kontaktstück 24, das so aus gebildet ist, dass es in der Stellung "Innen heizung" des Schalters die beiden Kontakte 22 und 23 überbrückt, also der Widerstand 4 kurzgeschlossen ist.
In .der Stellung "Innen- und Aussenheizung" dagegen, in der das Kreuzstück nicht in Berührung mit dem Kontakt 22' ist, muss der Strom zum Innen heizkörper 1 durch den Widerstand 4 fliessen, so dass der Heizstrom dadurch verringert wird. Die Grösse des Widerstandes wird so gewählt, dass ein Verbrennen des Haar wickels bei gleichzeitiger Innen- und Aussen heizung nicht möglich ist.
Um ausserdem den Heizstrom noch regu lieren zu können, ist in die Zuleitung zum Innenheizkörper und zum Aussenheizkörper je ein Regulierwiderstand 6 bezw. 7 gelegt. Mittels dieser Widerstände kann anhand der parallel zu den Heizkörpern liegenden Volt meter Y, und YA die gewünschte Heizspan- nung eingestellt werden.
In Fig. 5 ist ausser dem Widerstand 1 mit der Kurzschlussleitung 5 im Innenheiz- kreis noch ein Widerstand 8 mit der Kurz schlussleitung 9 im Aussenheizkreis vorhan den. Ausserdem ist am Serienschalter über dem Anschlusskontakt für die Zuleitung zum Aussenheizkörper noch ein zweiter Kon takt 25 angeordnet, so dass auch hier der Widerstand 8 bei Aussenheizung allein auto matisch kurzgeschlossen ist. Steht der Schal ter aber auf "Innen- und Aussenheizung", so ist sowohl der Innenheizstrom, als auch der Aussenheizstrom verringert.