CH181224A - Verfahren zur Herstellung eines Schappe-Seidengewebes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Schappe-Seidengewebes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Scbappe-Seidengewebes. Bei der Herstellung eines Seidengewebes, das zur Verarbeitung von Herrenanzügen dient, wird bisher, wenn als Rohstoff Tussah, oder andere Schappe, dient, die in der Spin nerei gezwirnte rohe Schappe als Kette und Schuss verwebt und erst die fertige Ware im Stück abgekocht bezw. abgekocht und ge bleicht. Dadurch entsteht ein hellfarbiges, leicht schmutzendes, dichtes bezw. wenig poröses Gewebe mit stark adhärierender Oberfläche.
Durch diese Adhäsionswirkung nimmt das Gewebe gewissermassen von den Möbelstücken, Wänden usw. den Staub und Schmutz an, so dass ein daraus gefertigter Herrenanzug erfahrungsweise höchstens zwei Tage getragen werden kann und dann wieder gereinigt werden muss. Insbesondere ist das für den Sommer und für die Tropen bestimmte Gewebe deshalb unzweckmässig, weil es nicht genügend luftdurchlässig ist.
Gemäss der Erfindung werden die Nach teile dadurch vermieden, dass als Ausgangs material Schappe-Seidenfäden dienen, die im noch rohen Zustande (zweckmässig jedoch in besonders harter Drehung zunächst schon im Faden) im Strang abgekocht und (gegebenen falls in verschiedenen Farben) echt gefärbt bezw. gebleicht worden sind. Dieses Aus gangsmaterial wird gemäss der Erfindung durch Zwirnen von je zwei oder mehr dieser fertigen Fäden zu Schuss- und Kettenfäden verarbeitet und diese verwebt werden. Die Fäden werden also zur Erreichung der Kett- und Schussfäden erfindungsgemäss nochmals auf der Zwirnmaschine zusammengezwirnt.
Damit die Drehung fixiert wird, ist es zweck mässig, die Fäden unmittelbar nach erfolgter Drehung auf Kreuzspulen auflaufen zu lassen. Die fertigen Fäden dienen ohne Unterschied sowohl als Kett-, als auch als Schussmaterial des neuartigen Schappe-Seidengewebes, dessen Farbwirkung dadurch eigenartig gestaltet werden kann, dass solches Ausgangsmaterial verwendet wird, in dem zwei oder mehr zu sammengedrehte Fäden vor der Verzwirnung voneinander verschieden gefärbt sind. In dem neuen Schappe-Seidengewebe kommen die besonderen Vorzüge der Seiden faser voll, zur Geltung.
Die an sich weich und feinfädige Seidenfaser wird durch die Drehung zu einem Faden verarbeitet, -der die an den Kreuzungsstellen zwischen Ketten und Schussfäden entstandenen Lücken nicht mit herausstehenden Fäserchen verdeckt, son dern dem Gewebe eine bisher unerreicht klare Porosität verleiht. Ausserdem gibt die be kannte grosse Reissfestigkeit der Seide; nun mehr verstärkt durch das zweimalige Zwirnen, dem Gewebe eine geradezu unerhörte Reiss festigkeit. Die grossen klaren Poren lassen bei auffallendem Sonnenlicht auf der licht reflektierenden Seidenfaser einen eigenartig dezenten Glanz entstehen, der von den durch die Grösse der Poren vergrösserten Strahl flächen erzeugt wird.
Die grosse Porosität des Gewebes wirkt auf die bekleidete Haut gesundheitsfördernd, ohne wegen der Wärme wirkung der isolierenden Seidenfaser ein Kältegefühl aufkommen zu lassen. Insbeson dere entsteht ein geradezu sehr elegant wir kender Gesamteindruck des Gewebes, der sich durch keine andere Textilfaser oder Ver arbeitungsart in solcher Vollkommenheit er zielen lässt. Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens ist es vorteilhaft, das Zwirnen von je zwei oder mehr fertigen Fäden durch besonders starkes Zusammendrehen zu be werkstelligen, damit ein in sich vollkommen geschlossener, aussen glatter Faden entsteht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Schappe- Seidengewebes, bei welchem als Ausgangs material gezwirnte, im noch rohen Zustande im Strang abgekochte und (gegebenenfalls in verschiedenen Farben echt) gefärbte bezw. gebleichte Schappe-Seidenfäden dienen, da durch gekennzeichnet, dass diese gezwirnten Schappe-Seidenfäden durch nochmaliges Zwir nen von je zwei oder mehr dieser fertigen Fäden zu Schuss- und Kettenfäden verarbei tet und diese verwebt werden. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwirnen von je zwei oder mehr: fertigen Fäden durch besonders starkes Zusammendrehen dieser Fäden erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE181224X | 1933-09-13 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH181224A true CH181224A (de) | 1935-12-15 |
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ID=5714986
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH181224D CH181224A (de) | 1933-09-13 | 1934-06-29 | Verfahren zur Herstellung eines Schappe-Seidengewebes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH181224A (de) |
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1934
- 1934-06-29 CH CH181224D patent/CH181224A/de unknown
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