CH181242A - Kontaktgewebe aus Metalldrähten. - Google Patents

Kontaktgewebe aus Metalldrähten.

Info

Publication number
CH181242A
CH181242A CH181242DA CH181242A CH 181242 A CH181242 A CH 181242A CH 181242D A CH181242D A CH 181242DA CH 181242 A CH181242 A CH 181242A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
weave
metal wires
thread
fabric made
contact
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
G Siebert Gesellschaft Haftung
Original Assignee
Siebert Ges Mit Beschraenkter
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siebert Ges Mit Beschraenkter filed Critical Siebert Ges Mit Beschraenkter
Publication of CH181242A publication Critical patent/CH181242A/de

Links

Landscapes

  • Woven Fabrics (AREA)

Description


  Kontaktgewebe aus Metalldrähten.    Gegenstand der Erfindung ist ein Kon  taktgewebe aus Metalldrähten für die Durch  führung chemischer     Reaktionen    in der     Gas-          oder    Dampfphase, zum Beispiel der Oxyda  tion von Ammoniak.  



  Es ist bereits bekannt, für die genannten  Zwecke Kontakte in Form von Netzen zu  verwenden, bei denen die Metallfäden in     so-          genannten    einfacher     Kreuzgewebebindung,     sogenannte Tuch- oder Leinwandbindung,  miteinander     verwebt    sind. Im     allgemeinen     verwendet man dabei zu Erzielung möglichst  grosser Oberflächen Drähte von sehr hohem       Feinheitsgrad,    zum Beispiel Platindrähte von  etwa 0,04 bis<B>0,06</B> mm Durchmesser.

   Die Be  rührungsstellen der     Schussfäden    mit sämt  lichen     Kettfäden    und der     Kettfäden    mit  sämtlichen     .Schussfäden    stellen     gleichzeitig     Bindungen dar. Abgesehen von dem grossen  Oberflächenanteil, welcher durch die grosse       Zahl    der Bindungsstellen der Kontaktwir  kung entzogen ist, ist an zahlreichen Stellen    durch die Überlagerung der Fäden eine Be  rührung mit dem Gasstrom ausgeschlossen.

         Ausser    diesem Nachteil haben diese Netze  noch den Mangel, dass die mechanische     Bean-          spruchbarkeit        aderartiger    Gewebe infolge der  zahlreichen Umkehrstellen der Fäden pro       Flächeneinheit    sehr gering ist. Jeder Schuss  faden legt sich in seinem Verlauf quer durch  die Kette abwechselnd einmal über und hier  auf unter einen Kettenfaden.

   Diese hohe  Beanspruchung des Einzelfadens auf Bie  gung führt zu einem vorzeitigen     Verschleiss     der Netze und     bringt    es mit sieh, dass ge  wisse Fadenstärken als     Mindestmass    betrach  tet werden müssen, wenn nicht eine allzu  geringe     Lebensdauer    in     Kauf    genommen  werden soll.  



  Es ist auch schon vorgeschlagen worden,  andere     Verwebungsarten,    nämlich die     Köper-          bindung,    und zwar sowohl als Kreuzgewebe,  als auch als     köperähnliches        Tressengewebe     zu verwenden. Die mechanische Widerstands-           fähigkeit    dieser Gewebearten gegenüber den  schlicht gewebten Gebilden, das heisst Ge  weben in sogenannter einfacher     Kreuzbin-          dung,    ist     hier        eine    grössere. Ausserdem wird  ein geringerer Teil der Fadenoberflächen der       Kontaktwirkung    entzogen.  



  Als besonders vorteilhaft hat man bei  diesen Geweben die Möglichkeit angesehen,       ohne    Gefährdung der     mechanischen    Festig  keit feinere Fadenstärken verwenden zu kön  nen, weil .der     Einzelfaden        in        -diesen    Geweben  nicht in einem Masse, wie dies bei Leinen  geweben der Fall ist, auf     Verknickung    und       Biegung    beansprucht     wird.     



  Für die     Verwendung    von     Tressengeweben     war bisher vor allem massgebend, die Dicht  lagerung der     @Schussfäden,    da man glaubte,  hierdurch     eine    besondere Festigkeit gegen  über den strömenden Gasen erreichen zu  können.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass man die  mechanische Widerstandsfähigkeit von Kon  taktnetzen erheblich steigern kann, und da  mit die Lebensdauer .dieser Netze we  sentlich erhöhen kann,     wenn    man Köper  netze verwendet, hierbei aber den     Schussfaden     gegenüber dem     Bettfaden    verstärkt hält.  Eine     deraitige    Verstärkung einer Fadenrich  tung ist bei den üblichen einfachen Kreuz  geweben in Leinenbindung ohne Gefährdung  des Netzverbandes nicht möglich.  



  Gegenüber den bekannten     Köpergewe-          ben,    die zwar an sieh äusserst vorteilhafte  Eigenschaften besitzen, wird- nicht nur die  mechanische Widerstandsfähigkeit     gesteigert,     sondern auch .die wirksame Oberfläche der  Gewebe pro     Flächeneinheit    noch vergrössert.  



  Gegenüber     Tressengeweben    schliesslich er  weisen sieh Gewebe gemäss der     Erfindung,     das     heisst    also solche mit     verstärktem    Schuss  faden, als     vorteilhaft,    da sich überraschen  derweise gezeigt hat, dass nicht eine beson  dere     Dichtheit    des Gewebes erforderlich ist,  um den Beanspruchungen bei     Gasreaktionen     und dergleichen genügen zu können,

   sondern       dass        vielmehr    .durch     die    besondere Art der       Tressenverwebung        bedingte        schwerwiegende     Nachteile, wie hohes Gewicht der Koritakt-    netze, damit Erschwerung der     Anordnung    in  den     Kontakträumen,    erhöhter Widerstand  gegenüber den strömenden Gasen und die .da  mit verbundenen Nachteile,     wie    schädliche       Strömungswirbel    usw. vermieden w__ erden  müssen.  



  Zweckmässig     verwendet    man     ungleich-          seitige        Köperbindung,    da hierdurch Ver  luste an     Kontaktmaterial    weitgehend ver  ringert werden können. Bei     Anwendung    der  einfachen     Leinenbindung    hat sieh nämlich  gezeigt, dass besonders die Knickstellen Strö  mungswirbel hervorrufen, die sich dem Gas  strom entgegenwerfen, die.

   Strömungsge  schwindigkeit verringern, das heisst die an  den Netzdrähten auftretenden mechanischen       Kräftewirkungen    erhöhen     und    bei hohen Ver  lusten an     Kontaktmaterial,    zum     Beispiel    Pla  tin, zu     vorzeitigem    Verschleiss führen.  



  Es hat sich gezeigt, dass durch die erheb  liche Verringerung der Zahl an Fadenknick  stellen bei der     ungleichseitigen        Köperbin-          dung    und durch die geringere Dichte des       Fadenverbandes    bei !der     göperbindung    an  sieh diese Erscheinungen,     wie    sie insbeson  dere bei Leinenbindung zu     beobachten    sind,       praktisch    vollkommen     vermieden    werden,  während die     Tressenbindung,        wie    bereits  oben erwähnt,

   selbst bei Verringerung der  Knickstellen durch die dichtere Art der  Fadenlagerung diesen Vorteil nicht besitzt.  



  Die an sich zur Ermöglichung eines  hohen Durchsatzes     wünschenswerte    Steige  rung der     Strömungsgeschwindigkeit    ist also  in hohem Masse abhängig von .der Zahl der  dem Gasstrom entgegengesetzten Knickstel  len.     Ungleichseitige        Köpergewebe,    beispiels  weise     mit        einer    Bindung 5 : 1, das heisst  solche, bei denen auf sechs     Keafäden    eine  Knickstelle im     Schussfaden    kommt, und wo  bei die sichtbar     glatte    Seite dem Gasstrom  zugekehrt ist, setzen daher dem strömenden  Gas den geringsten Widerstand entgegen  und zeigen .damit eine wesentlich höhere  Lebensdauer.  



  Die Erhöhung der Drahtstärken für die       Schussfäden,    zweckmässig unter     Verminde-          rung    der Drahtstärke der     Keafäden,    gestat-           tet    bei gleichbleibender Maschenzahl, Ge  webe bereitzustellen, deren     Gewicht    dem ge  wöhnlichen Kreuzgewebe     gleichbleibt,    und  deren spezifische Oberfläche     bedeutend    ver  grössert ist, ohne wesentliche Vergrösserung  des Widerstandes in Kauf nehmen zu müs  sen, wodurch zum Beispiel die Platinver  luste unter den bisher üblichen Verlusten  gehalten werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kontaktgewebe aus Metalldrähten nach Art der Köperbindung zur Durchführung von Gasreaktionen, insbesondere der Oxyda tion von Ammoniak, dadurch gekennzeich net, dass die Schussfäden gegenüber den Kettfäden höhere Drahtstärke aufweisen. UNTERANSPRUCH: Kontaktgewebe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe als un- gleichseitiges Köpergewebe verwebt ist, des sen glatte .Seite als Auftreffseite dient.
CH181242D 1934-03-30 1935-03-28 Kontaktgewebe aus Metalldrähten. CH181242A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT181242X 1934-03-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH181242A true CH181242A (de) 1935-12-15

Family

ID=3661168

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH181242D CH181242A (de) 1934-03-30 1935-03-28 Kontaktgewebe aus Metalldrähten.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH181242A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH640284A5 (de) Formiersieb fuer papier- und zellstoffmaschinen.
DE69422451T2 (de) Drahtsgewebe mit drei oder mehr Kettfäden und einem hohen Längenverhältnis
DE1278685B (de) Vorrichtung zur Herstellung von kuenstlichen Faeden nach dem Schmelzspinnverfahren
CH181242A (de) Kontaktgewebe aus Metalldrähten.
DE2530110C3 (de) Papiermaschinenlangsieb
AT144008B (de) Kontaktgewebe aus Metalldrähten.
DE1003185B (de) Filterplattenbespannung und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1535634A1 (de) Schwergewebe mit Gewebeverstaerkung
DE586238C (de) Aus Drahtgewebe bestehende Zittersiebe fuer Vibratoren
EP0151977B1 (de) Florgewebe mit florfreien Stellen
AT386026B (de) Mehrlagiges gewebe aus kunststoffmonofilamenten
AT252021B (de) Gewebtes, endloses Sieb aus Kunststoff-Fäden, insbesondere für Papiermaschinen
AT110641B (de) Gepreßtes Maschensieb aus Profildraht.
DE2521334C3 (de) Filtergewebe für Gase
DE630010C (de) Siebdrahtgewebe mit runden Maschen
DE622334C (de) Siebgewebe
DE721757C (de) Drahtgewebe mit Verstaerkungsdraehten
DE572771C (de) Diaphragma
EP0133624A1 (de) Filtergewebe aus Metalldrähten
DE712392C (de) Drahtgitter mit Versteifungsrand
AT22553B (de) Webblatt.
DE927167C (de) Putztuch
AT130954B (de) Poröses Textilgewebe für Vorhangstoffe, Decken, Filterstoffe u. dgl.
DE590468C (de) Kontaktgewebe aus Metalldraehten
DE1814790A1 (de) Flachgewebe