CH181296A - Verfahren zur Raffination von Blei. - Google Patents

Verfahren zur Raffination von Blei.

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CH181296A
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Emanuel Dr Feuer
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Paul Dr Kemp
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  Verfahren zur     Raffination    von Blei.    Es ist bekannt, die     Raffination    von Blei,  das heisst die Entfernung von Zinn, Antimon,  Arsen, Zink, Schwefel und andern im Roh  blei enthaltenen Fremdbestandteilen in der  Weise durchzuführen, dass die geschmolzenen  Ausgangsmaterialien mit Oxydationsmitteln  behandelt werden, wobei diese Nebenbestand  teile wegen ihrer im Vergleich zum Blei  grösseren Verwandtschaft zum Sauerstoff oxy  diert werden. Als Oxydationsmittel verwen  det man bei einer Reihe von neueren     Raffi-          nationsverfahren    Chemikalien, z. B. Salpeter,  dem man als     Flussmittel    geschmolzene     Ätz-          alkalien    oder dergleichen zumischt.

   Bei die  ser Arbeitsweise lässt sich wohl eine befrie  digende Trennung des Bleis von seinen  Begleitmetallen erreichen, doch -ist die er  forderliche Apparatur sehr kostspielig und  die Aufarbeitung der gebildeten Metallsalze  und die damit verbundene Rückgewinnung  der Chemikalien schwierig und umständlich.    Es wird daher auch heute noch fast all  gemein das alte Verfahren der     Bleiraffination     mit geringfügigen Änderungen angewendet,  bei welchem die Oxydation der Fremdme  talle mittels Luft durchgeführt wird.

   Dies  geschieht in der Weise, dass über das ent  sprechend hoch erhitzte Bleibad in einem  feststehenden Flammofen ein Luftstrom hin  weggeführt wird und die dabei auf der Ober  fläche des Bleibades sich bildenden Ab  striche, das sind Verbindungen der Fremd  metalloxyde mit Bleioxyd, von-Zeit zu Zeit  mit geeigneten Geräten     abgezogene    werden.  



  Die Nachteile dieses Verfahrens liegen  in der verhältnismässig grossen Zeitdauer für  die     Raffination,    dem hohen Brennstoffver  brauch, dem raschen Verschleiss an Ofen  und den unbefriedigenden Ausbeuten. Diese  Nachteile haben ihre Ursache darin, dass  die. Oxydation vorwiegend an .der Oberfläche  des Metallbades vor sich geht und dass bei      dieser Arbeitsweise die gebildeten Abstriche  sehr hoch bleihaltig sind, so dass namhafte  Anteile des Bleigehalts der     Ausgangsstoffe     in Form minderwertiger Rückstände anfallen.  



  Die     Anmelder    haben nun ein Verfahren  gefunden, mit welchem gegenüber diesem  bekannten Verfahren in mehrfacher Hinsicht  wesentliche Vorteile erzielt werden. Dies  wird dadurch erreicht, dass die     Raffination     des Rohbleis mittels Bleioxyds durchgeführt  wird, wobei die Bildung dieses Bleioxyds  und dessen Einwirkung auf die Metall  schmelze in einem     Drehrohrofen    erfolgt.  



  Durch die Drehung des Ofens findet eine  ständige Erneuerung und Vergrösserung der       Metallbadoberfiäche    statt. Der von den Ofen  wänden mitgenommene     Bleifiltn    wird, sobald  er mit der in den Heizgasen noch vorhan  denen Luft in Berührung kommt, oxydiert.  Bei der weiteren Drehung des Ofens gelangt  das gebildete Bleioxyd unter das Metallbad,  wo es die leichter als Blei     oxydierbaren     Metalle in Oxyde verwandelt und selbst  wieder zu Blei reduziert wird.  



  Die Verwendung von Bleioxyd als Oxy  dationsmittel ist an sich bekannt, doch war  es bei den älteren Verfahren, bei welchen  Bleioxyd als Oxydationsmittel dem Bleibad  zugesetzt wurde, unvermeidlich, dass ein Teil  dieses     Bleioxyds    unter dem     Einfiuss    des Luft  sauerstoffes mit entstandenen höheren Oxy  dationsprodukten des     Sn,    Sb und As Ver  bindungen einging. Hierbei ging nicht nur  die oxydierende Kraft des Bleioxyds verloren,  sondern es waren damit auch Bleiverluste  verbunden. Ausserdem war die     Umsetzung     bei dem verwendeten Bleibad nur im Wege  einer langsam verlaufenden Reaktion möglich.

    Bei dem vorliegenden Verfahren hingegen,  bei welchem infolge der Rotation des Ofens  eine ständige lebhafte Umsetzung erfolgt,  können Verluste durch Bildung höherer Oxy  dationsprodukte nicht entstehen, weil die  Einwirkung des Bleioxyds auf die Verun  reinigungen des Bleibades vorwiegend unter  halb dieses Bleibades, demnach unter Aus  schluss des Luftsauerstoffes, vor sich geht.    Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist  die     im.    Vergleich zu den bekannten Verfahren  bedeutend bessere Wärmeausnützung, da die  an die Wölbung und die Seitenwände des  Ofens abgegebene Wärme auf das Metallbad  auch als     Bodenbeheizung    zur Einwirkung  gelangt.

   Es wird dadurch nicht nur die  Wärme der Heizgase besser verwertet, son  dern auch die bei der Oxydation der einzelnen  Metalle im Ofen selbst freiwerdende Wärme  für das     Raffinationsverfahren    nutzbar gemacht.  



  Die zur Ausführung des Verfahrens be  nötigte Apparatur ist ganz besonders einfach  und' billig, der Verschleiss des Ofenfutters  infolge der gleichmässigen Wärme- und Ma  terialverteilung gering, der Raumbedarf für  gleiche Leistung im Vergleich zu den älteren  Verfahren ungleich kleiner. Die bei der       Raffination    anfallenden Rückstände können  dann im selben Ofen unter Zugabe von Re  duktionskohle in entsprechende Metallegie  rungen aufgearbeitet werden.  



  Das neue Verfahren bietet also die Vor  teile einer wesentlichen Abkürzung der     Raf-          finationsdauer,    einer Verringerung des Brenn  stoffaufwandes, einer Erhöhung der Ausbeute,  einer billigeren Apparatur, eines geringeren  Verschleisses und eines kleineren Raum  bedarfs.  



  <I>'</I>     Ausführungsbeispiel:     In einem mit feuerfesten Steinen aus  gekleideten     Drehrohrofen    von 2 m Länge  und 60 cm lichter Weite wird 1000 kg Roh  blei eingebracht und durch eine an einer  Stirnwand des Drehofens angebaute Kohlen  feuerung auf Rotglut erhitzt. Nach dem  Schmelzen des     Metalles    wird dem Ofen eine  langsam drehende Bewegung (eine Umdre  hung pro Minute) erteilt. Bei einem     Blei-          gehat    des Rohbleis von 99,4 /o (Rest: Anti  mon,' Zinn und Zink) werden die Fremd  bestandteile in etwa 30 Minuten restlos  oxydiert.

   Der Kohlenbedarf beträgt zirka       2%        vom        eingesetzten        Blei.        Das        Ausgiessen     des raffinierten Bleis erfolgt in bekannter  Weise durch eine in der Ofenwandung an  gebrachte verschliessbare     Abstichöffnung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Raffination von Blei zwecks Entfernung von leichter als Blei oxydier- baren Bestandteilen mittels Bleioxyd, da- durch gekennzeichnet, dass die Bildung des Bleioxyds und dessen Einwirkung auf die Metallschmelze in einem Drehrobrofen erfolgt.
CH181296D 1934-03-03 1935-03-02 Verfahren zur Raffination von Blei. CH181296A (de)

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