CH181437A - Verfahren zur Darstellung von Ketonen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Ketonen.

Info

Publication number
CH181437A
CH181437A CH181437DA CH181437A CH 181437 A CH181437 A CH 181437A CH 181437D A CH181437D A CH 181437DA CH 181437 A CH181437 A CH 181437A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
concentration
solution
condensation agent
dinitrile
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Schering-Kahlbaum A G
Original Assignee
Schering Kahlbaum Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering Kahlbaum Ag filed Critical Schering Kahlbaum Ag
Publication of CH181437A publication Critical patent/CH181437A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung von Betonen.    Das Hauptpatent     betrifft    ein Verfahren  zur Darstellung     cyclischer    Betone, durch  Kondensation von     Nitrilen    der Formel       N-C-(CH2)n-C-N     in Gegenwart eines     Kondensationsmittels     und     Verseifung    der entstehenden     Cyanver-          bindungen,    dadurch gekennzeichnet, dass man  als     Kondensationsmittel    eine Verbindung  vom Typ  
EMI0001.0010     
    worin     R,    und     .R2    organische Radikale, z. B.

         Alkyl,        Aralkyl,        Aryl    oder einen     alicyclischen     Rest, Ne ein Leichtmetall, z. B. Alkali-,       Erdalkalkali-    oder Erdmetall, wie z. B.     Li,     Na, Mg oder Al, und m die Wertigkeit  dieses     Metalles    bedeutet, verwendet.  



  In weiterer Ausbildung dieses Verfah  rens wurde gefunden, dass es für den Erfolg  der     Cyclisierung    besonders vorteilhaft ist,  ein Kondensationsmittel vom Typ  
EMI0001.0021     
    worin     Ri    ein aromatischer, R2 ein nicht  aromatischer Rest, und     Ne    ein     Alkalimetall     ist, in homogener Lösung und zweckmässig  in einer der Sättigungskonzentration nahe  kommenden Konzentration oder der Sätti  gungskonzentration selbst, anzuwenden, und  das zu     cyclisierende        Dinitril,    wie bereits im  Hauptpatent für Ringsysteme mit mehr als  sechs Gliedern erwähnt ist, allgemein in  der Reaktionsmischung dauernd in möglichst  geringer Konzentration zu halten.  



  Es hat sich gezeigt, dass die Ausbeuten  an     cyclischen        Cyanketimiden    unter sonst  vergleichbaren Bedingungen umso bessere  sind, je höher die     Ordnungszahl    des ver  wendeten     Alkalimetalles    ist.  



  Diese Verhältnisse werden durch die  nachstehenden Vergleichsversuche näher er  läutert, die stets in folgender Weise ausge  führt werden.  



  3 Liter einer ätherischen Lösung des       Kondensationsmittels    wurden unter     Luftab-          schluss    am     Rückfluss    zum Sieden erhitzt.  Darin liess man während 3 Mal 24 Stunden      völlig kontinuierlich eine Lösung von 0,2       Mol    der     Dinitrile    in Äther mit 16 oder 18       Kohlenstoffatomen        einfliessen,    zersetzte mit  Wasser und destillierte zunächst den Äther  ab. Anschliessend wurde das aus dem Kon  densationsmittel entstandene Amin mit Was  serdampf abgeblasen.  



  Der nicht flüchtige Rückstand ist das  rohe     a-Cyanketimid.     



  Zur Bestimmung der Ausbeute an     cycli-          schem    Produkt erwies es sich als zweck  mässig, das rohe     Ketimid    durch fünfstündiges  lochen mit 70     prozentiger    Schwefelsäure  zum     Cyclopenta-        bezw.        Cycloheptadecanon     zu verseifen und diese beiden     Ketone    in       geigneter    Weise, z. B. durch Destillation mit  überhitztem Dampf zu isolieren.  



  Die nachstehende Tabelle enthält die Ver  suchsergebnisse:    Die günstigsten Ergebnisse sind hiernach mit       gesätigten    Lösungen der     Kondensationsmittel     zu erzielen. Von verschiedenen Kondensa  tionsmitteln mit dem gleichen Metall sind  solche von möglichst hoher Löslichkeit im  allgemeinen vorteilhafter.  



  Die dargelegte Arbeitsweise zeigt demnach,  dass zwecks Erzielung hoher Ausbeuten an       Cyclisationsprodukt    zweckmässig ein grösserer       Überschuss    an Kondensationsmitteln zur An  wendung kommt.  



  Da durch das erfindungsgemässe Verfahren  die     Ausbeuteerhöhungen    auf fast das drei  fache der nach im Hauptpatent angeführten  Beispielen erzielten bei den Abkömmlingen  des 15gliedrigen, auf mehr als das doppelte  bei denen des 17gliedrigen Ringsystems  gesteigert werden kann, stellt es einen er  heblichen technischen Fortschritt dar.  



  Die namentlich für die Synthese der  Ringsysteme mit mehr als 6 Ringgliedern    sehr wichtige Bedingung, dass das     Dinitril     in der Reaktionsmischung stets nur in sehr  geringer Konzentration vorhanden sein darf,  wird meistens in der Weise technisch ver  wirklicht, dass man das     Dinitril    sehr -lang  sam in das Kondensationsmittel einfliessen  lässt. Hierzu sind mitunter sehr lange Ein  laufzeiten nötig.  



  Wenn     män    zum Beispiel unter den     oben-          genanten    Bedingungen bei einer Konzentra  tion von 0,14 n     Lithiumäthylanild    eine     Aus-          beute        von        33-35        %        der        Theorie        an        Cyan-          ketimid    mit     15-Ring    zu erhalten wünscht,  ist eine Reaktionszeit von     14> < 24    Stunden  erforderlich.

   Mit der 0,7     n-Lösung    lässt sich  dagegen das gleiche Ergebnis bereits in  3 X 24 Stunden erreichen. Das erfindungs  gemässe Verfahren ermöglicht nicht nur eine       Ausbeuteerhöhung    bei     gleiebbleibender    Zeit,  sondern auch eine Erzielung gleicher Aus  beuten in wesentlich kürzeren und für die  technische Durchführung des Verfahrens  bequemeren Zeiten.  



       Beispiel   <I>1:</I>  Man bereitet aus 20 g Natrium, 56     g     Naphthalin und 116 g     Methylanilin    in 1,3  Liter     absol.    Äther eine ätherische Lösung  von     Natriummethylanilid.     



  In diese lässt man dann unter lebhaftem  Kochen und Rühren während eines Zeitrau  mes von 72 Stunden eine Lösung von 20 g       Tridecan-1,13-dicarbonsäure-dinitril    (Schmelz  punkt 31-31,5 0) einlaufen. Nach dem Zer  setzen mit Wasser wird eine klare, gelbliche  Lösung erhalten aus der nach     Abdestillieren     des Äthers     Methylanilin    und     Dihydro-          naphthalin    durch Abblasen mit Wasserdampf  beseitigt werden.

   Der zunächst harzige Rück  stand erstarrt beim Anreiben mit Äther und  liefert nach dem Absaugen 10,3 g     1-Cyan-          cyclotetradecanonimid-(2)    in Gestalt farb  loser Kristalle vom Schmelzpunkt 147-1480  (aus Essigester), die durch Kochen mit 70     0%-          iger    Schwefelsäure in     Cyclotetradecanon     vom Schmelzpunkt<B>530</B> übergeführt werden.  Die Mutterlaugen halten gewisse Substanz  anteile vermischt mit Harzen zurück.

   Man  
EMI0002.0056     
  
    Kondensationsmittel <SEP> Ausbeute <SEP> an
<tb>  I
<tb>  Keton <SEP> Cis <SEP> I <SEP> Keton <SEP> <B>017</B>
<tb>  Li-äthylanilid <SEP> 0,14 <SEP> n <SEP> 22 <SEP> % <SEP> 33%
<tb>  <B>77</B> <SEP> 0,7 <SEP> n <SEP> 33 <SEP> % <SEP> 45%
<tb>  27 <SEP> 2,0 <SEP> n <SEP> 46 <SEP> % <SEP> 57 <SEP> %
<tb>  Na-methylanilid <SEP> 0,6 <SEP> n <SEP> 65 <SEP> % <SEP> 75 <SEP> %         kocht sie zwecks Bestimmung der     Gesamt-          ausbeute    5     Stunden        lang        mit        70%iger        Schwe-          felsäure    und destilliert mit Wasserdampf.

    Es werden dann noch 1,85 g     Cyclotetrade-          canon    vom Schmelzpunkt 53   gewonnen, so  dass die Gesamtausbeute     620/0    an     Keton     beträgt.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Man stellt aus 46 g Natrium, 128 g  Naphthalin, 380 g     fsoamylanilin    und 4 Liter  Äther eine ätherische Lösung von     Natrium-          isoamylanilid    her und lässt während 32 Stun  den 23g     Pentadecan-1,15-dicarbonsäurenitril     (Schmelzpunkt 40-410), gelöst in 300 cm'  Äther, zufliessen.  



  Das erhaltene     Cyanketimid,    das einen  16gliedrigen Ring enthält, kristallisiert schwer.  Es wird daher direkt durch Erhitzen mit       70        %iger        Schwefelsäure    5     Stunden        lang        ver-          seift.    Bei der darauf folgenden     Wasserdampf-          destillation        werden        16,

  12        g    -     77        %        der     Theorie an     Cyclohexadecanon    erbalten.    <I>Beispiel 3:</I>  Bei dem im Beispiel 2     beschriebenen    Ver  fahren liefert     Acelainsäuredinitril    an Stelle  der dort genannten     Nitrile    angewandt Cyan  cyclooctanonimid in einer Ausbeute von 90%  der Theorie. Es bildet farblose Kristalle vom  Schmelzpunkt     106-1070,    die durch     Ver-          seifung    mit verdünnten Säuren in     Cyclooc-          tanon    übergeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Ketonen nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass man Konden sationsmittel vom Typ EMI0003.0044 worin Ri ein aromatischer, R", ein nicht aromatischer Rest, Me ein Alkalimetall ist, in homogener Lösung zur Anwendung bringt, wobei das Dinitril in der Reaktionsmischung dauernd in sehr geringer Konzentration ge halten wird. ÜNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Kondensa tionsmittel vom Typus EMI0003.0051 verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösung des Kondensationsmittels in einer Konzentra tion verwendet, die der Sättigungskonzen tration nahekommt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösung des Kondensationsmittels in einer Konzentra tion verwendet, die der Sättigungskon zentration entspricht.
CH181437D 1933-07-15 1934-11-19 Verfahren zur Darstellung von Ketonen. CH181437A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH173729T 1933-07-15
DE181437X 1933-11-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH181437A true CH181437A (de) 1935-12-15

Family

ID=25719397

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH181437D CH181437A (de) 1933-07-15 1934-11-19 Verfahren zur Darstellung von Ketonen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH181437A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE620904C (de) Verfahren zur Darstellung cyclischer ª‡-Cyanketimide und cyclischer ª‡-Cyanketone
DE2624177A1 (de) Verfahren zur herstellung von m-benzoylhydratropsaeure
DE277187C (de)
DE708349C (de) Verfahren zur Herstellung saeureamidartiger Kondensationsprodukte
DE85988C (de)
DE631462C (de) Verfahren zur Herstellung von Monomethyl-p-aminophenolsulfat
DE1005062B (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclohepten-(1)-carbonsaeure-(1) bzw. deren Estern
DE415318C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Arylamino-1-arylimino-2-naphthochinonen
DE888846C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Carbaminsaeureestern
DE957123C (de) Verfahren zur Herstellung von Thioabkoemmlingen der Colchiceine
AT225176B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinderivaten
DE114974C (de)
DE113762C (de)
DE515468C (de) Verfahren zur Darstellung von ª‰-Naphthylaminophenoxyfettsaeuren
DE749146C (de) Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren
DE2060329C3 (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Benzamiden
DE596255C (de) Verfahren zur Darstellung von Ketonen aus Citral
DE565799C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Pheny1-3-methy1-4-alkyl- und -4-aralkylpyrazolonen
AT147319B (de) Verfahren zur Darstellung von Acylderivaten der Octahydrofollikelhormone.
DE365367C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Oxy-1-arylaminonaphthalinen
DE540534C (de) Verfahren zur Darstellung von Alkoxyderivaten der 2-Oxynaphthalin-3-carbonsaeure
AT158413B (de) Verfahren zur Gewinnung von männlichem Sexualhormon bzw. dessen Derivaten.
DE537767C (de) Herstellung von Acridyl-9-carbaminsaeureestern
AT158261B (de) Verfahren zur Herstellung von Mono- und Polyazofarbstoffen.
DE64832C (de) Verfahren zur Darstellung von Chinin und Homologen desselben aus Cuprein